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Mutter.

Ram' im Erdenrund,

Wort im Menschenmund

er!

so tief und weich,

gedankenreich

er!

ohl so tiefe Macht,

Rinderlippen lacht:

er!

Rinderaugen winkt,

Tinderherzen singt:

er!

dieses Wort ertlang,

rde lebenslang

er!

essen und entbehrt, rdenglüd verwehrt

er!

Büchertisch.

Str. 43.

lle( Ro- Ro- Gi- Ga). Kart. 3,- M, iegel- Verlag G. m. b. H. Magdeburg. Doch sagt er nicht zuviel. Beißende Itsamer Fülle mit turzen, scharf poin alonfähigen) Schwänken, besinnlichen urren. furz, es ist das satirische Buch heffel, Briefe ins Elternhaus 1843 des Deutschen Scheffelbundes einge on Dr. Wilhelm Zentner.- Ber sruhe, 1926. Preis in Leinen 12,-M, it wenigen bedeutenden Menschen ist

en Jugendlebens in der Hut eines uses in reichlicherem Maße zuteil ge­

oseph Victor von Scheffel. Scheffels ein stattlicher, für die Lebensgefchiate nicht ausgewerteter Komplex von Deshalb des Dichters innere Entwid­le am unmittelbarsten wieder, Do­mannigfachen Stürmen bedrängten, en Mannesherzens und einer gleich der Fülle der Ereignisse erschütterten ndzug das Streben nach Einheit, nach liche Reiz vermählt sich mit geschicht­ermögen diese Briefe den verschieden

zu geben. Aus den reichen Schätzen

hivs sind hier von dem Herausgeber

Studentenzeit in München, Heidel­

r Revolution von 1848 und 1849 ihren Bande vereinigt.

heilung-

nen nachgeprüfte und bestätigte glän peration, ohne Berufsstörung, sodaß h und ihre Angehörigen nach unserer Herr Dr. med. R., approbierter Arzt,

einfach fabelhaft, alle Leute geheilt, begeistert, jein Riesenbruch nie wieder icht bei Abnahme des Bandes. Und Scrotalhernie. Ich war manchmal Erfolge!

rter Arzt, schreibt:

lter Leistenbruch, links faustgroß, ist in weniger als 6 Monaten gänzlich ich dauernd frei vom Bruchband nun ig. Ich kann laufen, radeln, Berg­Touren, Sport, wie Schwimmen und rein Vergnügen.

Sierter Arzt, schreibt:

gen, Ihnen mitteilen zu können, daß Brüchen durch Ihre Behandlungs­abe, die ich selbst früher nie für mög­nen Kollegen erregten diese Erfolge ht zu widerlegen.

aubigte Zeugnisse Geheilter liegen vor. bierten, speziell ausgebildeten Ver­Bahnhofshotel Lenz, Montag, den -12% Uhr vormittags.

t für orthopädische Bruchbehandlung vorm. Dr. med. H. L. Meyer. ern, die uns nachzumachen versuchen, he überhaupt zu kennen. Erst prüfen,

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39. Jahrg.

Samstag, den 30. Oktober 1926.

Nr. 44

Gießener Zeitung

Erscheint: Samstags.

( Neueste Nachrichten)

Bezugspreis 40 Pig. monatlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüd lendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert.

Zwei Jahre Reichsmark

Am 11. Oktober waren zwei Jahre seit Schaffung der Reichsmart verflossen. Ein Rückblick auf die Entwickelung seit den schlimmen Inflationsjahren dürfte deshalb zeitgemäß ſein.

Das neue Banfgejet schreibt vor, daß die umlaufenden, auf Reichsmart lautenden Roten zu 40 Prozent in Gold und Devisen gedeckt sein und daß drei Viertel diefer Deckung 30 Pro­zent) aus effektivem Gold bestehen müssen. Der nicht durch Gold und Devisen gedeckte Teil des Notenumlaufs ist durch Wechsel sicherzustellen.

Die Pflicht der Einlösung der Noten in Gold ist nach§ 52 des Bankgesetzes bis auf weiteres suspendiert. Die Gerüchte, daß die Reichsbank beabsichtige, in den deutschen Zahlungs­Derkehr Goldmünzen einzuleiten, entsprechen nicht den Tatsachen. Das Reichsbantoirektorium steht vielmehr auf dem Standpunkt anderer großer Länder, Nach seiner Ansicht genügt es vielmehr, wenn der entsprechende Goldbetrag in den Gewölben der Noten­bank thesauriert bleibt( Goldfernwährung).

Eine Gegenüberstellung der Gold- und Devisenbestände mit bem Notenumlauf gibt das Dedungsverhältnis an:

Bestand an: Gold Devisen

Umlaufende Reichsbank­

Datum

noten:

31.12.1924

759

253

1941

31.12. 1925

1208

402

2960

30. 9. 1926

1598

521

3251

Deckung durch Gold u. Devisen

in%

52,2

54,4 65,2

Der Bestand in Gold sowie auch der Bestand in Devisen sind demnach in den letzten zwei Jahren auf das Zweieinhalb­fache gestiegen. Andererseits hat sich auch der Umlauf in Reichs­banknoten mehr als verdoppelt. Das Deckungsverhältnis ist aber heute nicht unwesentlich günstiger als vor zwei Jahren. Der Reichsbankoistont ist allmählich von 10 Prozent auf 6 Prozent( seit 6. Juli 1926) gesenkt worden. Auf jeden Fall besteht nicht der geringste Anlaß, in die Festigkeit der Währung Zweifel zu setzen. Das Ausland sieht die deutsche Reichsmart­note schon seit langem als ebenso vollwertig wie die amerika­nische Dollarnote an.

Die Auswertung der Sparguthaben in Hessen.

Der Gesetzgebungsausschuß des Landtags hat am Dienstag, 26. Oftober, die von dem Minister des Innern vorgelegte 1. Ver­ordnung zur Durchführung der Aufwertung von Sparguthaben besprochen und gebilligt. Die Verordnung sieht u. a. vor, daß bedürftigen Sparern ihr aufgewertetes Guthaben auch schon vor dem 1. Januar 1932 ausbezahlt werden soll.

Die sogenannte Kleine Besoldungsreform" in den

Ländern.

Drud. Verlag und Expedition: Giehen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Postschedfonto Nr. 8437 Amt Frankfurt a. M.

Verhandlungen des Beirats beim Reichskommiſſar für das Handwerk.

Eine Sitzung des Beirats beim Reichskommissar für das Hand­wert hat fürzlich in Berlin stattgefunden. Sie beschäftigte sich mit den Wünschen des Handwerts gegenüber den Wohnungs fürsorgegesellschaften. Die Vertreter des Handwerks übten in Gegenwart der Vertreter der Wohnungsfürsorgegesellschaften Kritik an dem Verhalten der letzteren, insbesondere an den von ihnen gegründeten Tochtergesellschaften. Die Aussprache endete mit dem Ergebnis, daß grundsätzlich ein Abbau der Nebenein= richtungen erfolgen und die Stellung des selbständigen Hand­werkers mehr als bisher Berücksichtigung finden soll. Jeder Be­schwerdefall wird in Zukunft durch einen kleineren gemeinsamen Ausschuß geprüft werden. Des weiteren beschäftigten sich die Verhandlungen mit dem Vergebungswesen bei der Heeres- und Marineverwaltung. Zu der beabsichtigten Novelle zur Ge­werbeordnung trugen die Vertreter des Handwerks verschiedene Wünsche vor.

Da die Regierungen und Parlamente der deutschen Länder die überall als notwendig empfundene grundsägliche Reform der Beamienbesoldung im jetzigen Augenblick noch nicht bewerk­stelligen zu können glauben, hat man in einigen Ländern in der letzten Zeit durch eine vorläufige ,, Kleine Besoldungsreform" den Versuch gemacht, die Gehälter wenigstens einigermaßen der tatsächlichen Wirtschaftslage anzugleichen. Nachdem das Reich auf diesem Wege vorausgegangen ist, indem es im letzten Reichs­haushaltsplan die vorübergehende Hebung einer Stelle in eine höhere Besoldungsgruppe zuließ. In Preußen ist die Arbeit schon im Gang. Der zu diesem Zwed eingesetzte Unterausschuß des preußischen Landtages hat den ersten Teil der Reform be­reits im Juli abgeschlossen. In den nächsten Tagen wird der Ausschuß den zweiten Teil seiner Arbeit aufnehmen, der sich um die Nachprüfung der Besoldungsverhältnisse der gesamten höheren Beamtenschaft dreht. In Hessen verfolgt die Beamten­schaft die Entwicklung der Besoldungsfrage im Reich und den

Vier Milliarden Lohnausfall!

Die Zahl der Arbeitnehmer betrug in Deutschland nach einer Untersuchung im Wirtschaftsdienst" i. J. 1925 22,3 Millionen, ihr Lohn- und Gehaltseinkommen etwa 40 Milliarden. Rechnet man 24 Millionen Ar­

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Zum 31. Oftober 1926.

So oft der 31. Oktober wieder tommt, hallen unsere evan gelischen Kirchen wieder vom Dank gegen Gott, der einen Martin Luther uns schenkte. Das Bild des Reformators tritt vor un­sere Seele, und im Geifte folgen wir dem glaubensstarken Mann auf seinen Wegen. Die Hammerschläge von Wittenberg hören wir dröhnen, sehen ihn kühn vor Kaiser und Fürsten in Worms, schauen ihn in seinem Wartburgftübchen über die Bibel gebeugt, und wir freuen uns an dem Bilde des Familienvaters, im Kreise von Weib und Kindern mit der Laute die Lieder be gleitend. Auch fühlen wir wieder etwas von den Geistesgaben, die er uns hinterlassen, von der Freiheit des Geistes, Freiheit des Glaubens, Freiheit von Papst und Priesterherrschaft. Stolz und froh sind wir in dem Bewußtsein, evangelische Christen zu sein. Ja auch als Deutsche sind wir stolz darauf, daß Gott elnen deutschen Mann dazu ausersehen hat, der Welt das wahre Evan­gelium wieder zu erschließen, die frohe Botschaft von dem Vater voller Gnade und Wahrheit.

beitslose und 1,7 Millionen Kurzarbeiter und setzt letz­tere einem Ausfall von einer halben Million voll Be schäftigter gleich, so ergibt dies einen Ausfall von 12,3 Prozent tätigen Arbeitsträften. Der Lohnausfall, etwas unter dieser Berechnung mit 11 Prozent angesetzt, erreicht demnach eine Jahressumme von 4,4 Milliarden Goldmark. Diese Zahl veranschaulicht den ungeheuren Verlust an Volkseinkommen, der durch die Erwerbs­losigkeit verursacht wird, birgt eine Summe von Ver­elendung und Sorgen, zeigt aber auch, welch dringende soziale und nationale Aufgabe die Beschaffung von Ar­beit ist.

übrigen Ländern mit wachem Intereffe und harrt des Augen Boelcke zum Gedächtnis.

blics, wo auch die hessische Regierung die nötigen Folgerungen aus der Ueberzeugung von der Reformbedürftigkeit der jetzigen Besoldungslage zieht.

Hessischer Landesparteitag der D. V. P.

Der diesjährige Landesparteitag der Deutschen Volkspartei in Hessen wird am 26., 27. und 28. November in Worms ver­anstaltet.

Staatsbeihilfe für die Gruben des Siegerlandes, des Lahn- und Dillgebietes.

Der Hauptausschuß des Preußischen Landtages beschäftigte sich am Dienstag Abend mit einer Reihe von Uranträgen über Wirtschaftsfragen. Ein Antrag sämtlicher Fraktionen mit Aus­nahme der Kommunisten, wurde angenommen, der die für die Grubenbetriebe des Siegerlandes sowie des Lahn- und Dill. gebietes bewilligten Staatsbeihilfen zum Ende des Etatsjahres 1926 weiter gewähren will.

Sagesnachrichten.

An Stelle des verstorbenen Reichstagsabgeordneten Graf Doin Meerveldt( deutschnational), der auf Reichswahlvor schlag gewählt worden war, wird der Gewerkschaftssekretär E- wald Sauer aus Dillenburg in den Reichstag eintreten.

Doch wehe der evangelischen Christenheit, wenn sie sich heute nur sonnen wollte in solchem Stolz und solcher Freude! Luthers Wert ist nicht ein Vermächtnis, dessen Zinsen wir genießen dürfen, sondern es ist eine beständige Aufgabe für uns. Hier gilt das Wort: ,, erwirb es, um es zu besitzen!" Jedes religiöse Gut muß von jeder einzelnen Seele neu erworben werden; so auch das, welches die Reformation offenbarte. Im Grunde muß jeder evangelische Christ die gleichen inaven Wege gehen wie Luther. Nur wer, wie er, mit seiner Sünde ringt, findet den Weg zur Gnade Gottes und erkennt die Unmöglichkeit, gerecht zu werden durch eigene Werke. Nur wer selbst die Knechtschaft und Abhängigkeit seiner eigenen Seele von äußeren Gewalten und Einflüssen schmerzlich fühlt, kann Luthers Kampf gegen päpstliche Bevormundung mitempfinden und nach seinem Vor­bild ein Kämpfer der Freiheit sein. Am Reformationsfest wol­len wir ernster denn je uns solcher Selbstbesinnung zuwenden. Freilich dürfen wir auch den Blid auf das Ganze nicht ver lieren und nicht übersehen, daß wir Aufgaben in Luthers Ginn für die Gesamtheit zu erfüllen haben. Luthers Werk ist noch nicht vollendet; ja oft will es uns scheinen, als wäre in unserer Zeit eher ein Rüdschritt als ein Fortschritt zu verzeichnen. Unter Luthers Hammerschlägen in Wittenberg wantte einst der Thron des Papstes; heute steht er fester denn je, und Fürsten und Machthaber, selbst evangelische, beugen sich vor ihm und buhlen um seine Gunst. Vor 400 Jahren auf dem Reichstag in Speyer ward der Grund gelegt zur Freiheit der weltlichen Macht, des Staates, gegenüber der Papstkirche, indem jeder Reichsstand in Sachen der Religion es halten solle, wi er es vor Gott zu ver­antworten sich getraue. Heute aber im Zeitalter der Konkordate sind die deutschen Staaten im Begriff, nicht nur ihre Freiheit in religiösen, sondern auch in staatlichen Dingen( Schule) wiede­rum an den Papst zu verkaufen. Einst erweckte die Reformation glaubensstarke, fühne Streiter, die für ihren Glauben in den Tod gingen; heute herrscht in weiten evangelischen Kreisen eine Kampfesscheu selbst da, wo es gilt gegen unerhörte Beschimpf­ungen des evangelischen Glaubens frontzumachen und Verge­waltigungen abzuwehren. Wie eingeschläfert lebt ein großer Teil des evangelischen deutschen Volkes in dieser Zeit der Gegen­reformation. Luther, laß deine Hammerschläge wieder dröhnen, daß das evangelische Volf erwache! Luthers Wert darf nicht rüdwärts gehen und nicht stille stehen; die Reformation muß noch vorwärts schreiten. Auch an unserer evangelischen Kirche und am evangelischen Bolt, ja an aller Welt muß der Luther­

Zu Ehren des deutschen Fliegerhelden Oswald Boelde, der am Donnerstag vor 10 Jahren an der Westfront nach 40 Luft­fiegen infolge eine tüdischen Zufalls im Luftkampf sein Leben einbüßte, sand in Dessau vor dem Ehrenmal Böldes auf dem Heldenfriedhofe eine schlichte Gedenkseier statt. Die Eltern und die Geschwister Boeldes wohnten der Feier bei. Die Reichsweh: war durch eine Abteilung vertreten. Eine Fülle von schleifen­geschmüdien Lorbeerfränzen wurde nach der Gebentrede des Geistlichen am Sodel des Denkmals niedergelegt. Während der Gedentseier freiste ein schwarzbewimpeltes Junkersflugzeug über dem Friedhof.

Die neue Fridericus- Marke.

Die angefochtene Fridericus- Marte von 10 Pfennig wird am 1. November zur Ausgabe gelangen. Große Vorräte dieser neuen Marke sind bereits hergestellt und an die Bostämter aus­gegeben worden, so daß es schon aus technischen Gründen nicht mehr möglich wäre, fie, wie gewiffe Kreise verlangten, zurüd­zuziehen.

5000 Tote und Verlegte beim Erdbeben in Armenien. Aus Konstantinopel wird gemeldet, daß nach den bisherigen

Schätzungen beim Erdbeben in Armenien 5000 Personen getötet oder verlegt wurden. Die Stadt Alexandropol ist zur Hälfte zerstört.

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