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Sonnabend, den 28. August 1926.

fechtbar, in seiner Wirkung für den inneren Frieden gefährlich und nicht nur den Anhängern von schwarz­weiß- rot ein neuer Stein des Anstoßes( und dazu auch ein Erfolg verheißender Angriffspunkt!), sondern auch den besonnen und realpolitisch Urteilenden unter den Vertretern von schwarz- rot- gold bedenklich ist.

Die wirtschaftliche Lage des deutschen Handwerks im Monat Juli 1926.

Bon der Pressestelle beim Reichsverband des deutschen Handwerks wird uns geschrieben:

Das Arbeitsbeschaffungsprogramm der Regierung hat dazu geführt, daß man in den Kreifen der Wirtschaft der zukünftigen Entwidlung mit Spannung, ja jogar mit gewissen Hoffnungen entgegenfieht. Auch das Handwert erhofft von der Durch führung dieses Programms eine gewisse Besserung seiner Lage, obgleich es bireft hiervon wohl taum berührt werden wird. Immerhin ist aber dadurch, daß eine erhebliche Anzahl von Er­werbslosen zu einer besser bezahlten Beschäftigung gelangt, für die Gewerbe, die für die Befriedigung der Bedürfnisse des täg­lichen Lebens arbeiten, eine Belebung des Geschäftes zu erwar ten. Es ist auch nicht ausgeschlossen, daß durch die Beschäftigung einiger Industriezweige diese wieder Arbeiten an das Handwerk, besonders an das metallverarbeitende Handwerf vergeben wer­den. Vorläufig fann von einer tatsächlichen Beeinflussung der

Gießener Zeitung"

find Fälle zu verzeichnen, wo die 4-5fachen Beträge vom Finanz­amt in Anjatz gebracht wurden. Die vorliegenden Berichte weisen darauf hin, daß eine solche Einschätzungsart den besten Beweis dafür liefere, wie wenig die Steuerbehörden über den Ertrag eines Handwerksbetriebes unterrichtet sind. Es wird verschiedentlich bemerkt, daß ein Alleinmeister im Jahre 1925 nicht den Verdienst aufzuweisen hat wie ein dauerno beschäf tigier Industriearbeiter. Trogdem ist die Summe der vom Hand­werfer zu zahlenden Steuern höher als die vom einzelnen Ar­beitnehmer zu entrichtenden Steuerbeträge. Gehr belaitend wirkt es cuch, daß eine ganze Reihe von Eteuerterminen( Einkommen Gewerbes, Firmen usw. El.uern) zusammenfallen und infolge. besser die zu zahlenden Beträge eine recht eigebliche Höhe an­nehmen. Es erschien nach den meisten Berichten unbedingt notwendig, daß eine weitgehende Ratenzahlung der Steuerbe­träge eingeführt wird, damit durch die Entziehung großer Be­träge das Betriebskapital nicht zu start in Anspruch genommen wird.

Auf dem Arbeitsmartt war in allen Gewerbezweigen ein Ueberangebot von Arbeitsträften zu verzeichnen. Wenn auch hier und da Arbeitereinstellungen vorgenommen wurden, so hatte dieses wenig Einfluß auf die Gesamtzahl der arbeitslosen Hand­werksgesellen. Besonders bezeichnend für die wirtschaftlichen Verhältnisse ist es, daß Maurer- und Zimmergesellen in nicht unerheblicher Zahl sich unter den Arbeitslojen befinden.

Nr. 35.

gegeben, sich zu den Problemen der Familie, des sexuellen Ge­bietes, der Berufsethit, der Rassenfrage, der internationalen Zusammenarbeit vom Standpunkt der Jugend auszusprechen, und die evangelischen Grundanschauungen nach lutherischer Auf­faffung tonnten auch stets mit Freimut dargelegt werden, soweit dies nötig war Besonders erfreulich ergab sich in vielen Grup­pen hierbei tiefste Uebereinstimmung auch zwischen deutschen und französischen Delegierten, aber es wurde überhaupt im Laufe der Tage eine immer herzlichere Gemeinschaft festgestellt. Sichtbar trat sie zutage in der oben erwähnten Abendmahls­feier am Morgen des letzten Konferenztages. Die Leitung der Konferenz hatte an Stelle des zurücktretenden Präsidien Dr. Paul Des Gouttes: Dr. John Mott, der nach seiner durch das Weltkomitee am 7. Auguft erfolgten Wahl zum Präsidenten des Weltbundes nunmehr drei Präsidien großer internationaler christlicher Organisationen innehat: Des internationalen christlichen Studentenweltbundes, internationalen Missionsbundes und des Weltbundes der chriftlichen Jungmännervereine.

Wieder ein Beispiel.

des

Wirtschaftslage noch nicht die Rede sein. Infolgedessen lauten Die Weltkonferenz der christi. Jungmännervereine anstaltung von Vereinsfesten zusammengefunden. Allgemein

die Berichte über die Wirtschaftslage im Juli auch noch wenig zufriedenstellend. Es ist wohl festzustellen, daß eine weitere Ver­schlechterung in den meisten Gewerbezweigen nicht eingetreten ist; jedoch ist der Zustand der Dauertrise nun auch im Handwerk erreicht. Soweit die Industrie einen günstigeren Geschäftsgang aufweist, ist eine Auswirkung auf das Handwerk noch nicht zu verspüren. Einige Kammerbezirke melden zwar eine gewisse Belebung in einigen Saisongewerben, wie sie beispielsweise das Böttcher und Stellmacherhandwerf darstellen. Jm Bezirk der Handwerkskammer Altona hat auch das Metallgewerbe eine leichte Besserung erfahren, und die Gewerbetammer Bremen be­richtet über geringe Arbeitereinstellungen im Friseur- und Buch­druckerhandwert. Auch in den Bade- und Kurorten ist der Frem denzustrom gestiegen und damit manchen Handwerkszweigen eine bessere Beschäftigung geworden. Diesen wirtschaftlichen Erleich= terungen stehen aber auch wieder Verschlechterungen gegenüber, besonders da, wo die Industrie noch zu weiteren Arbeiterent­lassungen schritt, wirkte sich dieses in einem Geschäftsrückgang der Konsumgewerbe aus. Ferner berichtet das Landhandwerk aus den Gegenden, die durch starte Regenfälle und Ueberschwem­mungen gelitten haben, über einen Rüdgang in der Auftrags­erteilung, ganz abgesehen davon, daß die Landhandwerker in diesen Gebieten auch selbst zum Teil empfindlichen Schaden er­litten haben.

Auffällig ist es, wie in den Berichten über den Monat Juli die Klagen über die Schwarzarbeit und die Beschäftigung von Erwerbslosen durch Privatpersonen und auch durch gewerbliche Unternehmer für Ausführungen von Handwerksarbeiten zuge­nommen haben. Diese Konkurrenz wächst sich für das Handwerk sehr fühlbar aus. Abgesehen davon, daß die nicht unerhebliche Anzahl von Aufträgen dem Handwerk entgeht, werden ihm auch noch Vorwürfe wegen seiner Preise gemacht, weil diese natürlich höher sein müssen als die von den Erwerbslosen geforderten. Die Preisbildung des Handwerks steht nach wie vor infolge des Auf­tragsmangels unter einem starken Drud.

Bezüglich des Kreditwesens berichten einige Kammern von einem Nachlassen des Borgunwesens infolge der zum Teil zu­nehmenden Vorsicht des Handwerks. Die größte Zahl der Hand­werkskammern berichtet aber nach wie vor, daß noch sehr lange Zahlungsfristen in Anspruch genommen werden. Dies ist beson ders auf dem Lande der Fall, wo der Handwerker auf Bezah lung nach der Ernte vertröstet wird. Nach wie vor bleibt es der Mehrzahl der Handwerker unmöglich, dieser Kreditanspruch nahme des Publikums eine Kreditaufnahme bei Banken ent­gegenzusetzen. In mehreren Berichten wird hervorgehoben, daß die von den Banken geforderten Sicherheitsbedingungen vom Handwerk nicht erfüllt werden können, abgesehen von dem immer noch sehr erheblichen Zinssatz für längere Kredite.

Fast sämtliche Betriebe wenden sich gegen die hohe Ein­schätzung der Handwerker durch die Finanzämter. Trotz vor­handener Buchführung sind in vielen Fällen die Steuerbehörden über die Angaben des Steuerpflichtigen hinausgegangen. Es

Wer mich bekennet.

Von Erwin Gros. ( Schluß.)

In den folgenden Zeiten schlich er um seine Frau herum; er hätte gern etwas von der Hochzeitsfeier gehört, er hätte gern etwas vernommen, wie es der jungen Frau ging; die Mutter besuchte ja oft genug die Tochter, doch nach Sybille zu fragen, hätte der Schultheiß nicht über sich gewonnen, eher hätte er sich die Zunge abgebissen

Frau Margarete aber dachte: Von mir erfährst du nichts, schmore du in deinem Fett, bis du von selber mürbe wirst!"

Und Peter Michel schmorte. Neun Monde nach der Hoch­zeit ging Frau Margarete nach Homburg und kam erst nach vierzehn Tagen wieder.

,, Gottes Segen zum Enkelsohn", sagte Meister Vogelsberger zum Schultheißen und schüttelte ihm die Hand. Wortlos nickte Peter Michel, ging nach Hause und lief in der Stube auf und ab, wie ein Löwe im Käfig.

Wie ein bettelndes Hündlein schaute der Schultheiß zu seiner Frau auf, die von der Taufe des kleinen Peter heimge­tehrt war. Doch sie merkte nichts davon, und der alte Peter schmorte weiter.

Defters say Peter Michel jetzt in einem Homburger Gast haus, das schräg der Hofschuhmacherei gegenüber lag und schaute verstohlen durchs Fenster. Wenn aber eine junge Frau mit einem strammen Jungen im Arm zum Hofgarten hinwan delte, dann wich er in die Tiefe der Stube, und seine Augen wurden groß und sein Herz wurde schwer.

aus

in Hesingsfors vom 1. bis 6. August 1926. Originalbericht von Pfarrer Johannes Bronisch. Die 19. Weltkonferenz der christlichen Jungmännervereine in Helsingfors war von 1248 Delegierten aus 46 verschiedenen Nationen beschickt; ein Fünftel waren Jugendliche. Zum erstenmal nahmen auch Vertreter der orthodoxen Kirche aus den Balkanstaaten teil, wo seit Kriegsschluß amerikanische Sekretäre christlicher Vereine junger Männer Vereinsarbeit be­treiben, ihr in die Augen fallender Führer war Bischof Athena­goras aus Korfu. Auch römisch- katholische Delegierte Bolen, Belgien, Tschechoslowakei, Italien, Südamerika usw. waren anwesend, auch zeitweise ein römisch- katholischer Pfarrer aus Breslau als Beobachter. Bedauerlich war, daß in der römisch- katholischen Kirche von Helsingfors für diese römisch- katho­lischen Teilnehmer am letzten Morgen eine Messe war, während die Konferenz ihre große Abendmahlsfeier mit über 1000 Rom­munifanten in der Johanniskirche hielt, der auch Griechisch­katholische beiwohnten. Bischof Athenagoras schloß sie mit dem Segenswort 2. Korinther 13, 13 in griechischer Sprache. Die deutsche Abordnung mit 300 Mann stand unter Führung ihres Reichswarts Lic. Stange und hatte gemeinsame Hinreise von Stettin bis Hilsingfors und zum großen Teil auch gemeinsame Rückreise. Sie fanden in Finnland selbstverständlich eine herz­liche Aufnahme, und die führende christliche Zeitung ,, Kotrinaa" scheute sich nicht, in ihrem der Konferenz gewidmeten Be­grüßungsartikel mit besonderem Nachdruck die Abgesandten aus der Heimat Luthers zu begrüßen und an die Verbindung des Glaubens und der Politik seit altersher zu erinnern, die zwi­schen Deutschland und Finnland bestände. Finnländische Regi­menter fochten einst im Gefolge Gustav Adolfs bei Breitenfeld mit, und deutsche Truppen haben 1918 entscheidend zur Befreiung Finnlands vom roten Terror beigetragen. Darum fand auch die Gedenkfeier, die am 1. Konferenztag die deutsche Delegation am deutschen und finnischen Kriegerdenkmal von 1918 abhielt, viel Beachtung der Bevölkerung. Und wo auf den Reisen ins Land vor oder nach der Konferenz die Deutschen sich zeigten, wurden sie, besonders von den firchlichen Kreisen, herzlichst be­grüßt und als Einzelwanderer gastfrei beherbergt. Der finnische Bischof von Tammersfors, J. Gummerus betonte in seiner Er­öffnungspredigt in der Johanniskirche, daß die evangelische Christenheit Finnlands die Abhaltung der Konferenz in ihrem so entlegenen Lande als ein besonderes Gottesgeschenk betrachte und für ihr geistliches Leben Förderung davon erwarte. Gie hat sich auch mit ihren Hilfsmitteln, besonders dem dort völlig in die Kirche hineingebauten Jungmännerwerk( die C. V. J. M. Sekretäre sind dort fast stets jüngere Pfarrer) der Konferenz

In Aalen haben sich, wie in manchen anderen Städten. fürzlich auf Einladung des Oberbürgermeisters die Vereinsvor stände, vor allem der Gesang, Turn, Sport und Wanderver eine verschiedenster Richtung zu einer Aussprache über die Ber­wurde der Auffassung des Berichterstatters, Stadtpfarrers 3 e 1 Ier zugestimmt, daß die wirtschaftliche Not dazu zwinge, die Vereinsfeste und Veranstaltungen zu vermindern und zu ver­einfachen, und daß die Vereinsvorstände durch ein gemeinsames Vorgehen in dieser Richtung den Wunsch sehr vieler Vereins. mitglieder erfüllen. Stiftungsfeste sollen nur noch bei 50-, 75­und 100jährigem Bestehen veranstaltet werden. Besondere Auf­merksamkeit wurde auch der Frage des Sonntags gewidmet, der nach der Reichsverfassung ein Tag innerer Erhebung sein soll. Es wurde festgestellt, daß für örtliche Feste der Sonntag nachmittag ausreiche, bei größeren Festen kann nach dem Vor­schlag eines Vereinsvorstandes eine Zeit von 1-1% Stunden für einen Kirchgang angesetzt werden; auch die Losung der Kasse­ler Sportvereine: Samstag nachmittag frei für Sport, Sonn tag vormittag frei von Sport", fand warme Fürsprache. Der Borsitzende stellte zusammenfassend fest, daß fein ernstlicher Widerspruch sich dagegen erhoben habe, den Sonntag vormittag möglichst frei von Veranstaltungen zu halten.

Sonnabend, den 28. Aug

Die Mittelstandskuren sind in der Vor- oder Nachsaison vo

tung der Hochsaison zugunsten den Bädern und Ganatorien ein in der Preisgestaltung. Grundb turen ist der Nachweis der Kurno hausärztliche Bescheinigung, sowie Lage durch Vorlegung von Steue durch das Wohlfahrtsamt oder ei

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Förderung des Mineralf

A.D.B. Die wissenschaftliche von der Bedeutung der Minera

menschlichen Körpers wesentlich gef Auffassung geführt, daß man den fördert, daß man einfach die a

tannten Mineralsalze als Heilm Grundlage für mitunter etwas lau solze hat sich als recht schwankend Stoffwechselvorgänge innerhalb d den Mund eingeführten Mineral Geweben und Organen des Körpe laffen vielfach ungenutzt den Da Uebel. Aber vielfach fammen fie a zur Ausscheidung, wobei sie schwere lichen Organs verursachen können. dem Kolberger Lehrgang über W Straub Greifswald hingewiese stellt, daß eine außerordentlich Mineralfalze innerhalb des Orga derung des Mineralstoffwechsels limatische Auren erzielt wird. G Ginwirkung klimatischer Kuren, au durch eine Förderung des Kalfsto Gute Beschidung der Der für die Kölner technische 17. September) vorgesehene Auss belegt. Außer den beiden Son arbeit und Lichtwirtschaft" v spannung" noch besonders her Studiengesellschaft für die Schnel mit ihren Projekten für die geplan vor die breite Oeffentlichkeit tr die technische Messe, alle die Gebi westdeutsche Industriegebiet besoni werden diesmal verschiedene groß mit zum Teil umfangreichen Auss treten. Die fachliche Höhe der S am besten durch einige Namen de jeichnet wie Krupp, Vereinigte St fabrik Deutz, Felten u. Guilleaum Nürnberg, Junters, Jucho, Flend

Deutschland hat wieder die meisten Fremden.

Deutschland und vor allem die Reichshauptstadt, die, wie er innerlich, in den seligen Zeiten der Inflation das Eldorado der Fremden waren, dann aber nach der Stabilisierung der Wäh rung von den fremden Gästen wegen der damit eingetretenen Teuerung nach Möglichkeit gemieden wurden, beginnen jetzt wie der allmählich immer größeren Zuftrom an ausländischen Gästen zu bekommen. Besonders im Laufe dieses Sommers hat in er. ster Linie die Reichshauptstadt eine Besuchsziffer an Fremden aufzuweisen, wie sie selbst in der Blütezeit der Inflation laum stärker war. Ueberhaupt wird Berlin dank einer großzügigen Propaganda zur Hebung des Fremdenverkehrs und nicht zuletzt infolge der glänzenden Ausstellungen des Berliner Messeamts und dergleichen mehr der stärkste Anziehungspunkt der Fremden auch im Verhältnis zu anderen Großstädten der übrigen Länder. Entsprechend dem starken Wachstum des Fremdenverkehrs hat auch das Berliner Hotelgewerbe sich neue Aufgaben ge­stellt. Insbesondere ist es das Eden- Hotel in Berlin, das auf dem besten Wege ist, sich zu einem der hervorragendsten Werke moderner Hoteltechnik zu entwickeln. Das Eden- Hotel, der neuste Hotelgroßbau Deutschlands, in der besten Lage im Westen Berlins gegenüber dem Zoologischen Garten, hat besonders un­ter der neuen Direktion nicht nur die stärkste Aufmerksamkeit als Beherbergungsinstitut, sondern auch weitgehendste Beliebtheit als Treffpunkt der guten Berliner Gesellschaft dadurch gewonnen, daß in den eleganten Restaurationsjälen jede Unterhaltung ge­boten wird.

zur Verfügung gestellt und dessen 25jähriges Bestehen auf diese Mittelstandskuren in Heil- Bädern und-Anstalten.

Weise würdig gefeiert. Die Konferenz hatte als Thema: Die Jugend von heute und das Christentum" und verhandelte das­selbe in 50 verschiedenen Gruppen, die international zusammen­gesetzt waren. Es war in brüderlicher Aussprache Gelegenheit Fast drei Jahre waren vergangen, da spielte der kleine Peter Heeger in der Dorotheenstraße; einen kleinen Wagen schleifte er hinter sich her, eine Peitsche hatte er in der dicken Faust. Da gesellte sich ein alter Mann zu ihm, der hatte ein hölzernes Pferd, und dieser alte Mann behauptete, er wäre der Großvater.

-

,, So," sagte der kleine Peter ,,, dann bist du der Großvater von Holzhausen,"-( natürlich sagte er ,, Opa" und sprach nicht so fließend, wie es hier steht.).- ,, Bist du bös oder bist du gut?" fragte die junge Majestät weiter, worauf der Großvater sich beeilte, seine Gutheit zu erklären und durch das Geschenk des Pferdes zu beweisen.

Diese Gabe wurde huldvoll, nein, jauchzend entgegenge­nommen. Vereint spannten Großvater und Enkelsohn das wun­dervolle Tier an den Wagen.

,, Du bist ein feiner Großvater, ich habe dich lieb", sprach der liebe, kleine Schelm, worauf ihn der Großvater auf den Arm nahm und ihn leise fragte: Wie heißt du denn?"

,, Ei, ich heiße doch wie du, ich bin doch der Peter." Da begann der Schultheiß von Holzhausen zu flennen, worauf der Junge sagte: Warum weinst du denn? Mutter weint auch, wenn sie von dir spricht!"

stehen und ging trotz des Widerspruches des kleinen Keris zu Da ließ der alte Mann Wagen und Pferd auf der Straße Sofschuhmachermeister." dem Hause, an dem das Schild angebracht war: Hans Heeger,

Und es wurde Friede.

Darnach, als der alte Meister Schubert und seine Frau ihre Aushaltstube im ersten Stod mit der letzten Ruhe jedes Sterb lichen vertauscht hatten, zogen der Schultheiß von Holzhausen und seine Frau hinein.

A.D.B. Die von der Balneologischen Gesellschaft in Berlin angeregten Mittelstandskuren in Heilbädern und Heilanstalten erfreuen sich einer allgemeinen Beliebtheit, da bei ihnen die Preise für die Kuren außerordentlich mäßig gehalten sind.

Da begann für Frau Margarete eine zweite Frühlingszeit. In den Enkelkindern liebte sie die Tochter Sybille wieder; und von ihrem Mann fiel all das liftige, unwahre, berechnende Wesen ab; ein Kind ward er unter seinen Entelkindern. Das Gold der Tiefe kam zum Vorschein, über das sich soviel Geröll der Welt gelegt hatte.

Hans und Sybille Heeger erlebten noch, daß die Ingel­heimsche Herrlichkeit in Holzhausen zusammenbrach. Als die Linie Hanau- Münzenberg ausstarb und ihr Erbe an Hessen­Kassel zurückfiel, machte der Landgraf Wilhelm der Achte seine nieverjährten Rechte" auf Holzhausen geltend.

Zwei Drittel", ließ er erklären ,,, gehören mir vom Dorf

zu Recht und ein Drittel gehört euch, Herr Freiherr, zu Un­recht."

war,

Lota Sonntags

Einem jeden Menschen gab s ment mit hellen Silbersaiten. L brochen, dumpf klingt ihnen die

die hellen Saiten anzuschlagen.

Bon der Freude will ich heu Unsere Sehnsucht verlangt n

fie, denn unsere Tage, bringen um das tägliche Brot, Elend im ßen und Wegen. Und wenn die ift fie selten ganz rein. Weil w hinter ihr schon wieder die T Leben lehrt es uns doch, daß re

Die Freude ist ein Gottesges ich trägt, der weiß, daß die Fr trughaft ist, sondern den Besitzer nur der wird diesen Besitzstand

ist, daß ihm all das, was der me und klein erscheint, der seinen Bli die Fernen der Ewigkeit lenkt, Helferich. Er hielt biblische Pr

des Apostels Paulus aus, und es der Geister, der auch die Protestan ziehen konnten. Da wurde im März 1835 de

zu seinem Erzbischof befohlen. Herz und Nieren! Und er, der glaubte, untade brechens überführt, teine Mariäp lutherische Bibel gebraucht zu ha Siehe, da erklärte sich eine g Anhänger für ihn, und am 24, M fatholischen Gemeinde Holzhausen evangelischen Glauben über. Acht evangelische, zwei tatholis an der Feier teil, die von fünftau jucht war. Ich bin das Licht der Welt. wandeln in Finsternis, sondern Darüber wurde damals die Wer mir nachfolgt, wer m damit Ernst gemacht würde, daß ten an Gottinnigkeit und Gehors Der Weitherzigkeit, die uns de in Gleichnis als Vorbild aufstellt ben, der in der trägen Masse eine

O, welche Druckerschwärze und Tinte und Juristenlist wur­den damals vertan! Der Landgraf aber besetzte einfach Holz­hausen, und er war der stärkere Mann! 3war ging das Advokatengezette noch von 1741 bis 1764, aber das Ergebnis der Freiherr wurde mit Geld abgefunden, der Landgraf behielt das Dorf. Gomit tönnte ich jetzt meine Geschichte schließen, aber dann würde ich ein Kapite! unterschlagen, das Gott selbst nach hundert Jahren noch anfüge.

Mit Mitteln weltlicher Gewalt und Lift war in Holzhausen die katholische Gemeinde errichtet worden. Und deren Kirche und Pfarrhaus wurden erbaut und bestellt, trotz des Wider­standes des Landgrafen von Hessen- Homburg.

Das Wort Gottes aber wirfte hundert Jahre später die nemesis divina, die göttliche Vergeltung.

In den dreißiger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts lebte in Holzhausen ein junger fatholischer Kaplan, Josef

Mir fällt immer die schwer wenn ich im Geist Jesum sehe im umglänzt von der Strahlenfülle de

auch bekennen, will meinen Name gang lautet: Wer mich bekennet!"