Sonnabend, den 27. November 1926.
von den Zentren der Wirtschaft bis zum legten Dorf zu ver teilen,
Erschließung der Geldquellen des Volkes und ihre Verteilung innerhalb der Massenschichten des Voltes zum Nugen der ganzen Wirtschaft des Boltes, da liegt die Bedeutung der Krebitgenossenschaften in der Wirtschaft. Nicht durch fremde Hilfe, sondern aus sich selbst heraus durch Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstverantwortung wollen fie befruchtend wirken. In Deutschland bestehen rund 53 000 Genossenschaften der verschie densten Art, darunter allein über 22 000 Areditgenossenschaften, die sich bis in die kleinste Stadt und bis in das kleinste Dorf hinein erstreden. Rund 7 bis 8 Millionen Menschen sind Mitglieder der Genossenschaften, das ist mit Familienangehörigen fast die Hälfte des deutschen Voltes. Fast die Hälfte davon entfällt auf den Kreis der ländlichen und städtischen Kreditgenossenschaften. Was für den langfristigen Kredit, den Realtrebit, die Sparkassen neben den großen Realkreditinstituten find, das sind für den fuzzfristigen Betriebs- und Personalkredit die Kreditgenossenschaften. In den verschiedenen Formen, sei es auf dem Wege des Schuldscheinkredites bei den ländlichen Spar- und Darlehnstasjen, jei es auf dem Wege des Kredites in laufender Rechnung oder des Wechselkredites bei den städtischen Kreditgenossenschaften, sei es auch indirekt in der Form der Bürgschaftsleistung, stellen sie den städtischen ebenso wie den ländlichen Mittelstandstreisen ihre Kreditmittel zur Verfügung. Dort, wo die großen Institute wegen der geringen Höhe der Beträge der Mühseligkeit des unrentablen Kleinkreditgeschäftes versagen, versagen müssen, treten die Kreditgenossenschaften in die Lüde ein und machen durch ihr Vorhandensein den in den Augen der übrigen Bantfreije Kreditunwürdigen kreditwürdig.
Bekommt dieser durch die Genossenschaft überhaupt erst Kredit, so liegt der Wert dieses Kredites aber auch in seiner inneren Beschaffenheit, in den ihn begleitenden Kreditbedingungen. Die Kreditgenossenschaft ist getreu ihrer Zwed bestimmung nicht in erster Linie Berdiener, sondern Diener ihrer Kreise und in jedem Falle bemüht, den Kredit auch zu den möglich günstigen Bedingungen zur Verfügung zu stellen. Nicht das Gewinnstreben allein ist für sie maßgebend, sondern die Förderung von Erwerb und Wirtschaft ihrer Mitglieder. Die Eigenart der genossenschaftlichen Form tommt auch darin zum Ausdruck, daß der von der Genossenschaft etwa erzielte Reingewinn ausschließlich wiederum der Genossenschaft und ihren Mitgliedern zugute tommt. Hier ist in Wahrheit jene Form geschaffen, in welcher in der uneigennützigsten Weise Kreditbeschaffungs- und Kreditverteilungsarbeit für die Mittelschichten unseres Volkes vereinigt sind. Mit Recht hat man deshalb Kreditbanken in Stadt und Land als die genossenschaftlichen Volksbanken und auf dem Lande als die Spar- und Darlehnskassen bezeichnet.
Wie der Name schon andeutet, wollen und können die kreditgenossenschaftlichen Institute nicht nur Kreditinstitute sein, sondern auch Sparinstitute, Spargenossenschaften. Zu der Aufgabe der Kreditausteilung tritt die diese erste bedingende Funktion der Geldsammlung. Spargelder und Geschäftsgelder, größere, aber auch kleine und kleinste Beträge von allen Kreisen der erwerbstätigen Bevölkerung in Stadt und Land, von Nichtmitgliedern ebenso wie von Mitgliedern, finden ihren Weg zur Kreditgenossenschaft. Kleinere Beträge finden in der Form von Spareinlagen ihre Anlage; größere Geldbeträge, vor allem Geschäftsgelder, können als Depositen mit und ohne Kündigung oder auf einen bestimmten Termin angelegt werden. Auch an die Schulsparkassen und an die Heimsparbüchsen sei erinnert. So werden bei den Kreditgenossenschaften auch die kleinsten Beträge gesammelt und dem wirtschaftlichen Verkehr zugeführt. Seit Beginn der Stabilisierung haben die Kreditgenossenschaften aus dem Nichts ihr Geschäft wieder aufgebaut, haben an Ge= schäftsguthaben, Rüdlagen, Spareinlagen und Depositengeldern allein die in dem DGV. vereinigten Kreditgenossenschaften mehr als eine halbe Milliarde Mark aus der gesündesten und sichersten Quelle, aus dem Volke selbst, wieder erschlossen, gesammelt, und der deutschen Volkswirtschaft in ihren tragenden Ständen der Erwerbstätigen in Stadt und Land zugeführt.
Durch die Annahme von Spargeldern und Depositen einerseits und ihrer Anlage in denselben Schichten der Bevölkerung|
Jung gewohnt, alt getan.
Dies alte Sprichwort ist nur zu wahr. Was einem in der Jugend zur zweiten Natur wurde, davon pflegt man auch im Alter nicht zu lassen. Hast du dir schon einmal überlegt, wie abhängig wir Menschen von unseren Gewohnheiten sind? Wie oft nehmen wir uns vor, dies und jenes an uns zu ändern etwas besser zu machen- etwas anderes zu lassen und doch kommt's nicht dazu. Warum? Weil wir uns gar zu sehr an die alte Art gewöhnt hatten. Wenn wir darauf achten, merken wir bald: die eingewurzelte Gewohnheit ist eine starke Fessel, viel stärker, als wir's bis jetzt ahnten, und so sind wir nicht frei, sondern gebunden. Viele Dinge, die wir tun, machen wir aus Gewohnheit auf eine bestimmte Weise. Darum ist's wichtig, zu prüfen, welche Gewohnheiten sich bei uns festsetzen dürjen. Niemand denke: ach, ich habe keine besonderen Gewohn heiten tatsächlich ist es so, daß, wenn wir nicht mit fem Willen die guten pflegen, leicht schlechte aufwachsen, die schwer wieder auszurotten sind.
Hast du dich daran gewöhnt, früh und pünktlich auf die Minute aufzustehen? Die Langschläfer, die wohl wach werden, aber immer wieder auf die Uhr guden, ohne sich zum Aufstehen entschließen zu können, haben unter ihrer schlechten Gewohn heit zu leiden. Wie oft kommen sie zu spät und werden wegen Versäumnis getadelt, und selbst, wenn sie's noch schaffen mit dem Fertigwerden, sind sie doch stets in der Hetze und müssen oberflächlich erledigen, was gründlich hätte gemacht werden sollen. Das macht sie nervös und verstimmt, sich selbst und anderen zum Aerger. Hast du dich daran gewöhnt, alles, was du tust, ordentlich zu machen?„ Das ist keine Gewohnheit, das ist Anlage," meinst du. Ja, teilweise, aber nicht einmal zum größten Teil. Die Gewohnheit spricht hier sehr mit: entweder man läßt halbgemachte, unordentliche Arbeit bei sich durchgehen oder man bringt sich dazu, nicht aufzuhören, bis die Stube ganz ordentlich aussieht, auch in den Ecken, bis die Schubladen bis zum hintersten Winkel tadellos find, bis die Arbeit bis aufs
Gießener Zeitung"
andererseits, vollzieht sich ein betriebswirtschaftlich wie volks: wirtschaftlich ebenso wichtiger Geldausgleich, geschaffen durch die flare und zielbewußte Tat eines jeden einzelnen und in der Erkenntnis, daß durch den gemeinsamen Zusammenschluß der verschiedensten Berufe untereinander die Lösung des notwendigen Ausgleiches zwischen Angebot und Nachfrage dieser Kreise ge= funden ist. Dabei liegt die Leitung in den Händen eines Borstandes und Aufsichtsrates, die selbst Mitglieder der Genossen= schaft sein müssen. Den Mitgliedern steht wiederum in der Generalversammlung durch das persönliche Stimmrecht ein weitgehendes Mitbestimmungsrecht zu. So wächst die kreditgenossenschaftliche Form unter gegenseitiger Hilfe, eigener Verwaltung und Verantwortung nicht nur zu einer wirtschaftlichen, sondern auch zu einer sozialen Tat heran. Mit Recht ist die Genossenschaft als die größte soziale Leistung des deutschen Bürgertums anzusprechen. Die Selbsthilfe bedeutet Selbsterziehung, das Sichnähertennenlernen der einzelnen beteiligten Kreisen untereinander. Die Mitglieder der Genossenschaft tommen einander nicht nur wirtschaftlich, sondern auch menschlich näher. Sie bilden neben einer Wirtschaftsgemeinschaft auch eine gesellschaftliche und eine Erziehungsgemeinschaft. Durch Vorträge in der Generalversammlung, durch Zuwendung besonderer wirtschaftlicher und genossenschaftlicher Nachrichten, durch andere Sonderveranstaltungen wird der Zusammenhang mehr und mehr gepflegt. Rat, Hilfe, Auskunft erhält jeder Kunde rasch und sicher von seinem eigenen Institut, seiner Genossenschaftsbank.
Fassen wir das Ergebnis zusammen: Durchführung aller Geschäfte, der Spargeschäfte auf der einen, der Kreditgeschäfte auf der anderen Seite, aber auch Durchführung aller sonstigen Geschäfte der Depotgeschäfte, der Effektenverwaltung, der Ueberweisungsgeschäfte, der Regelung des gesamten Zahlungsver tehrs ist die wirtschaftliche Aufgabe der Kreditgenossenschaft; in dem sich einander Verstehen, sich einander Einfühlen und gegenseitig Helfen liegt die hohe soziale und erzieherische Bedeutung der Kreditgenossenschaft als Bank des deutschen Mittelstandes und Bürgertums.
Der Wert der Kreditgenossenschaft nicht nur für die Kreditwirtschaft der kleineren und mittleren Schichten des Boltes, sondern auch für ihre Sparwirtschaft berechtigt und verpflichtet zugleich auch sie, ihre Kräfte für den am 31. Oktober stattgefundenen Weltspartag einzusetzen. Mit dem 31. Ottober jährte zum drittenmal der Tag, an welchem auf dem internationalen Kongreß für Sparwesen zu Mailand der Gedanke gefaßt wurde, alljährlich einen Weltspartag abzuhalten. Dieser Tag war dem gemeinsamen Gedanken und dem Jdeal der guten und sparsamen Wirtschaft gewidmet, ohne die sowohl der einzelne sowie die Gesamtwirtschaft eines Volkes nicht auszukommen vermag. Auch die rund 53 000 in Deutschland bestehenden Genossenschaf= ten mit ihren 8 Millionen Mitgliedern, und insbesondere die 22 000 Kreditgenossenschaften konnten an diesem Tag nicht achtlos vorübergehen. Auch für ihre Kreise gilt die Notwendigkeit weitestgehender Spartätigkeit der Rücklagen, des Verzichts eines Teiles des Einkommens für Zeiten der Not, aber auch zum 3wede späterer Wohlfahrt. Heute sind die Voraussetzungen und Sicherheiten für das Sparen unbedingt gegeben. Aus der Inflationszeit haben alle in Betracht kommenden Kreise gelernt Unsere Währung ist sicher. Die letzten Bedenken müssen und tönnen zurüdgestellt werden. Dies gilt um so mehr, als unsere Wirtschaft trotz des unverkennbaren Fortschrittes noch lange nicht den für sie notwendigen Stand erreicht hat. Deshalb gilt für den besten, größten und sichersten Geldgeber unseres Volkes, der nicht im Auslande, sondern in Deutschland wohnt und arbeitet, für die großen Massen der Erwerbstätigen in Stadt und Land die Mahnung:
Spare für dich und deiner Kinder Zukunft, damit schaffst und wirkst du für dich, für deinen gesamten Stand und da rüber hinaus für die gesamte Wirtschaft. So aufgefaßt, ist das Sparen in deiner Genossenschaft, Dienst an der Gesamtheit, an jedem einzelnen mie an dem gesamten deutschen Bolte.
Drucksachen Baler art Albin Klein
billigst
letzte sauber ausgeführt ist. 3wingt man sich mit Bewußtsein vierzehn Tage zur Ordnung, dann geht es immer leichter und schließlich ist's zur zweiten Natur geworden man hat sich eben daran gewöhnt. Oder die Gewohnheit, es nett, gemütlich, freundlich um sich zu haben. Auch das ist etwas Anlage, Geschick, und dennoch wieder mehr Gewohnheit, als du glaubst.„ Aber Kind, wie kannst du's in einem solchen Zimmer überhaupt aushalten!" sagte meine Mutter einst, als sie in mein Stübchen fam, wo ich arbeitend saß. Sie sah auf den ersten Blick, daß der Fenstervorhang nur halb zurüdgezogen war, daß die Tischdecke schief hing und die Blumen in den Vasen welf aussahen, daß auch Stuhl und Schreibtisch nicht am richtigen Platz standen. Mit etlichen Griffen war alles in Ordnung gebracht, noch einige Minuten und die Vasen strahlten im Glanze neuer Blumen, ,, Mit wenig Mühe und Ordnungssinn erreicht man viel", sagte meine Mutter ,,, kann man ein ungemütlich aussehendes Stübchen zu einer Stätte der Behaglichkeit umwandeln. Du mußt dich daran gewöhnen, auf strenge Ordnung zu halten." Auch eine Gewohnheit und wieviel könnte ich noch aufzählen! Du kannst dich daran gewöhnen, dich gerade und aufrecht zu halten, gute Manieren beim Essen zu haben, es tann dir zur Gewohn heit werden, auf tadellose Sauberkeit an deinem Körper, in deiner Kleidung, auf ordentlich und nett gemachte Haare zu achten. Das sind Aeußerlichkeiten, die man nicht gering achten soll- aber es gibt noch wichtigere Dinge. Ich denke an ein Mädchen, dem ich nachweisen konnte, daß sie eine Begebenheit, die sie mir mitteilte, außerordentlich ausgeschmückt, ja falsch dargestellt hatte. Als ich sie darauf aufmerksam machte, entgegnete fie ruhig: das habe ich mir so angewöhnt, da geht meine Phantafie mit mir durch." Fürwahr, eine traurige Entschuldigung. denn diese schlechte„ Angewöhnung" machte Minna nach und nach völlig unzuverlässig, um nicht zu sagen unwahrhaftig in ihren Mitteilungen und Aussagen. Auch die schlechte Gewohnheit ist eine Macht in unserem Leben.
Noch etwas möchte ich anführen, das häufig genug Dor tommt und uns zeigen sollte, welch strenge Zucht wir an uns
Nr. 48.
Das betriebswirtschaftliche Schrifttum.
Nachweis und Auswertung der in- und ausländischen Fachliteratur. Herausgegeben vom Ausschuß für wirtschaftliche Verwaltung( A. W. V.).
Inhalt: Abschnitt 1: Uebersehung ausländischer Aufsäze durch auszugsweise Wiedergabe besonders altueller ausländischer Veröffentlichungen. Abschnitt 2: Auswertung der betriebswirtschaftlichen Zeitschriften- Literatur des In- und Auslandes mit zwei systematischen Uebersichts- Unterabschnitten: A. Allegemeine Betriebswirtschaft, die den Stoff disziplinweise gliedert( z. B. Grundsägliches und Allgemeines, Finanzierung und Kapitalwirtschaft, Anlagen, Banten und Einrichtungen von Betrieben einschl. Unterhaltung, Personalorganisation, Eignungsprüfungen, Ausbildungsfragen, Einkaufs-, Beschaffungs-, Lager- und Bestandswirtschaft, Festigungswirtschaft, Rechnungswesen, Revisionswesen, Büroorganisation, Bürowesen, Büromaschinen usw.) B: Spezielle Betriebswirtschaft, die den Stoff geschäftszweigsweise gliedert, z. B. Landwirtschaft, Industrie mit 19 Untergruppen, Handwerk, Warenhandel, Bantund Börsenwesen, Staats- und Verwaltungswirtschaft usw. Außerdem ist der Literaturstoff noch nach Verfassern und nach Schlagwörtern geordnet. Abschnitt 2: AMV.- Mitteilungen über die Tätigkeit der einzelnen AWV- Fachausschüsse.
Das betriebswirtschaftliche Schrifttum bezwedt möglich restlose Auswertung aller Wirtschaftsliteratur, gibt bei fast allen Aufsätzen den Inhalt auszugsweise wieder, um über die neueste Fachliteratur des Inlandes und des Auslandes mühelos schnel len und umfassenden Ueberblick zu gewinnen. Eine derartige Literaturauswertung ist für Praxis und Wissenschaft unentbehrlich. Sie dürfte deshalb in teinem Betrieb und Unternehmen, bei keiner Behörde, Verbandsgeschäftsstelle und dergl. in feiner kaufmännischen, technischen und behördlichen Biblio thek fehlen. Jeder einzelne Betriebswirtschaftler, der auf seinem Fachgebiet auf dem laufenden bleiben will, sollte sich ihrer bedienen. Um den Bezug weitesten Kreifen zu ermöglichen, ist der Bezugspreis 1,50 R.-M. pro Heft äußerst niedrig. Jährlich erscheinen 12 Hefte. Lieferung ab Heft 2 erfolgt aus schließlich durch die Post( 14. Nachtrag zur Zeitungs- Preisliste). Heft 1 jedoch übersendet der Ausschuß für wirtschaftliche Ber waltung, Berlin NW. 7, Schadowstr. 1 B gegen 1,50 R. Mt. auf Postscheck 20970 Berlin NW. 7.
zu bemerken ist noch folgendes: Durch einseitigen Drud des Tegies und systematische Kennzeichnung der Einzelabschnitte ist auch auf das für viele Stellen wünschenswerte tarteimäßige Sammeln des Literaturstoffes Rücksicht genommen.
-
Heft 1 enthält in Abschnitt 1 Auszüge aus drei Aufsätzen über: Erfolgreiche Produktionskontrolle durch Budgetrechnung Vorschriften für Budget- Kontrolle. Das Budgetproblem. Wie man ein Budget einrichtet. In diesen Aufsätzen wird behandelt das Verfahren der industriellen Budgetkontrolle in Deutschland noch wenig bekannt- das in Amerika vor wenigen Jahren erst entwickelt wurde und heute dort als die letzte und jüngste Entwidelung im industriellen Rechnungs wesen von den führenden Betrieben bereits eingeführt ist. Zwed und Technik des industriellen Budgets, bezw. Budgetkontrolle, bestehen im wesentlichen: nicht mehr die Vergangenheit, sondern die Zukunft zu messen, für alle betrieblichen Vorgänge einen Wirtschaftsplan oder Gesamtbudget für das gesamte Unternehmen aufzustellen, egatte Kontrolle des Budgets durch das Rechnungswesen, wertvolles Mittel für die Betriebsleitung, um Verschwendung zu vermindern, gut ausgeglichene Bestände zu sichern, flare Verantwortung für Unkostenentstehung und Berrechnung zu schaffen und eine Rationalisierung des Festigungsprogramms nebst Anlagen zu ermöglichen, sowie bessere und regelmäßigere Beschäftigung zu sichern.
Mehrfach wird in Deutschland die Ansicht vertreten, daß in den öffentlichen Haushalten die Betriebe und Unternehmen wegzulassen und nur deren Gewinne einzustellen sind. Von Interesse dürfte deshalb sein, daß in einem der vorgenannten Aufsätze unter dem Abschnitt: Welches sind die Vorteile eines Budgets? Wozu ist ein solches überhaupt nötig?" folgender | Sat sich findet: Die Regierung der Vereinigten Staaten hat
üben müssen, damit die gute Gewohnheit sich bei uns festsetze: untereinander stets höflich, freundlich, rücksichtsvoll zu sein. Das ist keine Gewohnheit, sagst du, das komme direkt aus dem Herzen? Glaube mir, es wiederholt sich oft, daß ein Mensch, der im Grunde seine Angehörigen herzlich lieb hat, für sie ar beitet und Opfer bringt, doch manchmal sich wenig liebevoll und freundlich ihnen gegenüber benimmt, sich gehen läßt in seinen Launen, denn zu Hause braucht man sich nicht weiter zusammen zu nehmen." Er denkt sich nichts Schlimmesdabei, nur Höflichkeit, Rücksicht, das sich in Ehrerbietung Zuvor tommen ist ihm nicht zur zweiten Natur geworden, und da die gute Gewohnheit nicht anerzogen, nicht gepflegt worden ist, nistet sich allmählich die schlechte ein. Seine Unfreundlichkeit war zunächst nur eine äußere, schlechte Gewohnheit, aber allmählich setzt sie sich fest und er fann nicht mehr anders sein. Es ist tatsächlich oft so: dein Mund spricht in der Aufregung häßliche, böse Worte, ohne daß du's schlimm meinst. Du läſſeſt dich nur vom Augenblic fortreißen, beherrschest dich nicht und bist erstaunt, daß deine Schwester oder Gefährtin so getränkt ist und sich ebenfalls zum 3orn verleiten läßt. Hütet euch, daß es euch gegenseitig nicht zur Gewohnheit wird, daß ihr euch so unfreundlich begegnet ich könnte eine traurige Geschichte da von erzählen, zu welchem Unheil das in einer lieben, achtbaren Familie führte.„ Gewöhnst du dich daran, der Zanfluſt, dem Zorn Raum zu geben in deiner Seele, so jagst du den Herrn Jefus hinaus", wie meine Großmutter immer sagte. Sie hat es uns auch so recht eingeschärft, daß wir in jungem Alter uns üben müßten in guten, abwenden von schlechten Gewohnheiten! Ja, auch über unsere Gewohnheiten müssen wir Jesus Herr wer den lassen, müssen ihn bitten, daß er bei uns sei jede Stunde am Tag, bei jeder Arbeit, bei jeder Berrichtung, die wir vor nehmen, bei allem, was wir tun und lassen. Nur dann fönnen wir uns schützen gegen üble, uns befestigen in guten Gewohn heiten, wenn er mit uns geht und uns hilft, seinen Willen tun bis ins Kleinste, damit dieser vollkommene Wille uns ganz durchdringt und ihn zu erfüllen uns liebe, selbstverständliche Ge wohnheit wird.
Sonnabend, ben 27. M
daher das Budget- System in i größten Unternehmen dieses 6. Jengich, Be folgt. Anmerkung der Schriftlei lichen Zeitschriften und betrie das betriebswirtschaftliche G unsere Buchhandlung bezogen w
Lof Sonntage
Der den Sonntag geschaffen allen ein Tag der Ruhe und de wollen heute von denen reden, dieser Erde segnete oder die ung Glanz umgeben sind. Wenn euch Mitmensch zu sein, so sollten w lionen Hände zum Geben und Namen auch glänzen in Wohltä ihr werdet noch reicher sein, we eure Rechte gab.
Im Kleinen sollen wir die Welt, in Vereinen und bei Feste Mensch beginnen, sondern dort, eines Armen trodnen können. Ni ten findet man die Armut- Reichen oder irgendwo in einer Da sigt gebrochen ein altes und wartet auf das Abendbrot, fallen könnte; da ringt eine jur mit der Not des Lebens und troc rend die Waisen noch unberührt zu ihren Füßen spielen; hier figt ganzes Leben, tatenlos am leeren eder in den Argonnen sein Aug der feine Sonne mehr scheinen si len Moregen mehr gibt.
Nacht überall, dunkle Nacht. Warum kommst du nicht, du nur einen Strahl vom goldenen in das Alltagsgrau ihrer Stube für fie teinen Sonntag geben des Das Glüdbringen in solche
dich zum alten Mütterlein und I Ein Händedruck genügt oft, um lein, das du ihr mitgebracht. Un Kleide laß die Achtung aus deir Blinden vom Argonnenwalde set Kennen dich, reicher Mann,
im Armenviertel der Stadt ode Wenn ja dann wird Gott de
Keine Zeit f
Irgendwo in einem Winkel Wunsch, einmal Zeit für uns 3 der Neuzeit: Eisenbahn, Tele Radio, der hundertfältige mase uns mit der Verheißung, daß n für uns, für unser persönliches serer eigensten Wünsche und feine dieser Zeit sparenden Er Zeit geschenkt, als wir ohne s alle nur das Tempo unseres mit fortgerissen in ihren strude sie die Menschen über Länder un die gegenseitigen Berbundenhei Berpflichtungen und Abhängi steigert. Lediglich unsere Fähig Wesensanlagen, beschränken uns
Einen je höheren Plaz sie menschlichen Gemeinschaftsleben Berpiligtungen verbinden sie
Don der mütter
Ich habe dir etwas zu sage juhören? Dein kleiner Peter wa
sich mit seinem Freunde und wo dazu, und schnell warst du berei zogenen Mund einen Schlag zu ler, den du machtest. Weißt du dabei standen und das mit an wie tief dein Kind errötete, wi
den ganzen Nachmittag uns Gr Er schämte sich, daß wir gesehe den war. Diese Scham ist etwa sie ist ein Zeichen, daß seine kl sindham ist, diese Scham mußt d nicht unterdrüden. Das aber t Gegenwart anderer strafft. Hät nommen und ihn in aller Stille gedankt.
Dann machtest du später den ren Fehler. Als deine Freundin um fich an den frohen Gesichtern zähltest du ihr, daß dein Peter jetert die ganze Geschichte wieder liebe Maria? Hatte er nicht be sieben? Warum dann noch ein Mir war es da, als müßte ich de unb es schützen vor all den mit elbe gerichtet waren, und sein meiner warmen Hand zur Ruhe Rib hat ein fleines Ehrenschild, als das dieses Ehrenschild blank fi sigte? Geht es dir nicht el als ehrenwerter und geachteter tannten erscheinen? Wäre es d Fehler und Schwächen ans Licht einer da, der auch mit dir immer


