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Nr. 48.

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irtschaftliche Schriftum.

ertung der in: und ausländischen Fach­n vom Ausschuß für wirtschaftliche Ber

Sonnabend, den 27. November 1926.

- daher das Budget- System in ihre Verwaltung eingeführt. Die größten Unternehmen dieses Landes sind ihrem Beispiele ge­folgt. G. Jentsch, Verwaltung Organisator, Weylar. Anmerkung der Schriftleitung: Alle betriebswirtschaft­lichen Zeitschriften und betriebswirtschaftlichen Buchwerke, die das betriebswirtschaftliche Schrifttum anführt, tönnen durch unsere Buchhandlung bezogen werden.

Uebersetzung ausländischer Aufsätze dergabe besonders aftueller ausländi Abschnitt 2: Auswertung der be itschriften- Literatur des In- und Aus matischen Uebersichts- Unterabschnitten: swirtschaft, die den Stoff dißiplinweise liches und Allgemeines, Finanzierung nlagen, Banten und Einrichtungen von rhaltung, Berjonalorganisation, Gig dungsfragen, Einkaufs-, Beschaffungs, schaft, Festigungswirtschaft, Rechnungs Büroorganisation, Bürowesen, Büro­Spezielle Betriebswirtschaft, die den se gliedert, z. B. Landwirtschaft, In­ppen, Handwerk, Warenhandel, Bant

5- und Verwaltungswirtschaft usw. turstoff noch nach Verfassern und nach - Abschnitt 2: AWB.- Mitteilungen einzelnen AWV- Fachausschüsse. ftliche Schrifttum bezweckt möglich rest Birtschaftsliteratur, gibt bei fast allen zugsweise wieder, um über die neueste es und des Auslandes mühelos schnel berblick zu gewinnen. Eine derartige für Praxis und Wissenschaft_unent­shalb in feinem Betrieb und Unter­rde, Verbandsgeschäftsstelle und dergl.

, technischen und behördlichen Biblio

ne Betriebswirtschaftler, der auf seinem nden bleiben will, sollte sich ihrer be weitesten Kreisen zu ermöglichen, ist

R.-Mt. pro Heft äußerst niedrig. ste. Lieferung ab Heft 2 erfolgt aus­( 14. Nachtrag zur Zeitungs- Preisliste). der Ausschuß für wirtschaftliche Ber­Schadowstr. 1 B gegen 1,50 R.Mt. NW. 7.

ch folgendes: Durch einseitigen Drud

che Kennzeichnung der Einzelabschnitte

e Stellen wünschenswerte farteimäßige

toffes Rüdsicht genommen.

bschnitt 1 Auszüge aus drei Aufsäzen uktionskontrolle durch Budgetrechnung get- Kontrolle. Das Budgetproblem. inrichtet. In diesen Aufsäzen wird

der industriellen Budgetkontrolle nig bekannt, das in Amerika vor twickelt wurde und heute dort als die idelung im industriellen Rechnungs­Betrieben bereits eingeführt ist. Zwed ellen Budgets, bezw. Budgetkontrolle, nicht mehr die Vergangenheit, sondern für alle betrieblichen Vorgänge einen samtbudget für das gesamte Unter­fte Kontrolle des Budgets durch das les Mittel für die Betriebsleitung, um indern, gut ausgeglichene Bestände zu tung für Unkostenentstehung und Ver­eine Rationalisierung des Festigungs­en zu ermöglichen, sowie bessere und ung zu sichern.

Lokales.

Sonntagsgedanken.

Der den Sonntag geschaffen, dachte an Arme und Reiche, daß allen ein Tag der Ruhe und des Friedens beschieden sei. Wir wollen heute von denen reden, die ein Gott mit den Gütern dieser Erde segnete oder die ungefegnet heute von Reichtum und Glanz umgeben sind. Wenn euch der Werktag nicht die Zeit gab, Mitmensch zu sein, so sollten wenigstens am Sonntag fich Mil­lionen Hände zum Geben und Helfen ausstreden. Wenn eure Namen auch glänzen in Wohltätigteitslisten und Vereinen ihr werdet noch reicher sein, wenn eure Linte nicht weiß, was eure Rechte gab.

3m Kleinen sollen wir die Größe suchen. Nicht vor der Welt, in Vereinen und bei Festen soll die Liebe von Mensch zu Mensch beginnen, sondern dort, wo wir ungesehen die Träne eines Armen trodnen tönnen. Nicht auf den Straßen und Märt­ten findet man die Armut sie wohnt im Hinterhaus der Reichen oder irgendwo in einer verborgenen Hütte.

Da sitzt gebrochen ein altes Mütterlein in ihrem Stübchen und wartet auf das Abendbrot, das vom Tische des Reichen fallen tönnte; da ringt eine junge Witwe in ihrem Schmerze mit der Not des Lebens und trodnet sich Träne um Träne, wäh rend die Waisen noch unberührt von der Härte der Zeit lachend zu ihren Füßen spielen; hier sitzt ein Krieger, trauernd für sein ganzes Leben, tatenlos am leeren Tische, dem man in Flandern oder in den Argonnen sein Augenlicht für immer ausgelöscht, der keine Sonne mehr scheinen sieht und für den es feinen hel­len Moregen mehr gibt.

Nacht überall, dunkle Nacht.

Warum tommst du nicht, du glüdlicher Mensch, um ihnen nur einen Strahl vom goldenen Sonnenlicht deines Sonntags in das Alltagsgrau ihrer Stube zu bringen? Warum soll es für sie feinen Sonntag geben des Friedens und des Glüdes?

Das Glüdbringen in solche Stuben ist oft so leicht. Set dich zum alten Mütterlein und laß sie erzählen und hör sie an. Ein Händedrud genügt oft, um sie selig zu machen, ein Blüm­lein, das du ihr mitgebracht. Und der scheuen Frau im Witwen­Kleide laß die Achtung aus deinem Gruße fühlen und zu dem Blinden vom Argonnenwalde setze dich und tröste.

Kennen dich, reicher Mann, glüdliche Frau, die Menschen im Armenviertel der Stadt oder in der Hütte des Dorfes? Wenn ja dann wird Gott deinen Reichtum segnen.

*

Keine Zeit für uns selbst.

Irgendwo in einem Winkel unseres Herzens schlummert der Wunsch, einmal Zeit für uns zu haben. Alle Errungenschaften der Neuzeit: Eisenbahn, Telephon, Kraftwagen, Luftverkehr, Radio, der hundertfältige maschinelle Betrieb, alles schmeichelt uns mit der Verheißung, daß wir Zeit gewinnen durch sie, Zeit für uns, für unser persönliches Leben, für die Befriedigung un­serer eigensten Wünsche und Neigungen. Tatsächlich aber hat feine dieser Zeit sparenden Errungenschaften uns wirklich mehr Zeit geschenkt, als wir ohne sie hatten. Sie haben vielmehr alle nur das Tempo unseres Lebens beschleunigt, haben uns mit fortgerissen in ihren strudelnden Rhythmus; haben, indem sie die Menschen über Länder und Meere einander näher gebracht, die gegenseitigen Verbundenheiten, aber auch die gegenseitigen Verpflichtungen und Abhängigkeiten ins Unentrinnbare ge­steigert. Lediglich unsere Fähigkeiten, unsere Kenntnisse, unsere Wesensanlagen, beschränken uns darin.

Einen je höheren Platz sie uns in dem sozialen Aufbau des menschlichen Gemeinschaftslebens eröffnen, mit um so größeren Verpflichtungen verbinden sie uns der Menschheit, mit um so

Von der mütterlichen Weisheit.

Ich habe dir etwas zu sagen, liebe Maria, willst du mir zuhören? Dein kleiner Peter war gestern ungehorsam,.er stritt sich mit seinem Freunde und wollte nicht nachgeben. Du tamst dazu, und schnell warst du bereit, ihm auf seinen fleinen unge­zogenen Mund einen Schlag zu geben. Das war der erste Feh ler, den du machtest. Weißt du auch warum? Weil wir alle dabei standen und das mit ansahen. Hast du nicht bemerkt, wie tief dein Kind errötete, wie beschämt es sich zurüczog und den ganzen Nachmittag uns Großen scheu aus dem Wege ging? Er schämte sich, daß wir gesehen hatten, wie er gestraft wor= den war. Diese Scham ist etwas Wunderschönes, liebe Maria; sie ist ein Zeichen, daß seine kleine Seele hochgemut und emp­sindsam ist, diese Scham mußt du pflegen und großziehen, aber nicht unterdrüden. Das aber tust du, wenn du dein Kind in Gegenwart anderer strafft. Hättest du ihn auf die Seite ge= nommen und ihn in aller Stille gestraft, er hätte es dir sicher­lich gedankt.

eutschland die Ansicht vertreten, daß in Iten die Betriebe und Unternehmen ren Gewinne einzustellen sind. Von sein, daß in einem der vorgenannten nitt: ,, Welches sind die Vorteile eines solches überhaupt nötig?" folgender gierung der Vereinigten Staaten hat gute Gewohnheit sich bei uns festſeze: lich, freundlich, vüchsichtsvoll zu ſein. t, sagst du, das komme direkt aus dem wiederholt sich oft, daß ein Mensch, gehörigen herzlich lieb hat, für sie ar­doch manchmal sich wenig liebevoll Jenüber benimmt, sich gehen läßt in Hause braucht man sich nicht weiter Er denkt sich nichts Schlimmesdabei, das sich in Ehrerbietung- Zuvor zweiten Natur geworden, und da die anerzogen, nicht gepflegt worden ist. schlechte ein. Seine Unfreundlichkeit iußere, ſchlechte Gewohnheit, aber all­und er kann nicht mehr anders ſein. dein Mund spricht in der Aufregung te daß du's ſchlimm meinst. Du läſſeſt fortreißen, beherrscheſt dich nicht und Schwester oder Gefährtin so gekränkt ist Zorn verleiten läßt. Hütet euch, daß zur Gewohnheit wird, daß ihr euch ſo ich könnte eine traurige Geschichte das Unheil das in einer lieben, achtbaren öhnst du dich daran, der Zankluſt, in deiner Geele, so jagst du den Herrn ne Großmutter immer sagte. Sie hat geschärft, daß wir in jungem Alter uns bwenden von schlechten Gewohnheiten! vohnheiten müssen wir Jesus Herr wer itten, daß er bei uns sei jede Stunde it, bei jeder Berrichtung, die wir vor wir tun und lassen. Nur dann können üble, uns befeſtigen in guten Gewohn geht und uns hilft, seinen Willen tun diefer vollkommene Wille uns gan rfüllen uns liebe, selbstverständliche Ge

Dann machtest du später den zweiten, vielleicht noch größe: ren Fehler. Als deine Freundin, Frau L, zum Kaffee kam, um sich an den frohen Gesichtern der Kinder zu erfreuen, da er= zähltest du ihr, daß dein Peter ungezogen gewesen war, und zeterst die ganze Geschichte wieder ans Licht. Warum eigentlich, liebe Maria? Hatte er nicht bereut und hattest du nicht ver­ziehen? Warum dann noch einmal wieder davon anfangen? Mir war es da, als müßte ich das Kind in meine Arme ziehen und es schützen vor all den mitleidslosen Bliden, die auf das= selbe gerichtet waren, und sein fleines zitterndes Herz unter meiner warmen Hand zur Ruhe bringen. Sieh einmal, dein Kind hat ein kleines Ehrenschild, und was möchte es nicht lieber, als daß dieses Ehrenschild blank und glänzend vor den andern fich zeigte? Geht es dir nicht ebenso? Möchtest du nicht auch als ehrenwerter und geachteter Mensch vor Freunden und Be­fannten erscheinen? Wäre es dir lieb, wenn deine geheimen Fehler und Schwächen ans Licht gezerrt würden, und ist nicht einer da, der auch mit dir immer wieder Geduld und Nachficht

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üben muß, und der doch täglich wieder seine Sonne über dir scheinen läßt?

Darum, liebe Maria, habe Barmherzigkeit mit deinem Kinde und schone sein fleines, empfindsames Herz, strafe es nie in Gegenwart anderer, und laß bestrafte und gefühnte Tor­heiten auch wirklich vergeben und vergessen sein. E. Weber.

Das böse Gewissen.

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Maria war ein sehr lebensluftiges Mädchen und die Gast­wirtschaft ihres Vaters bot Gelegenheit genug, sich zu amüsieren. Junge Männer umschwärmten sie das machte ihr Spaß bis Ernst daraus wurde. Ein hübscher Mann hatte es ihr angetan fie ließ sich mit ihm ein, und dann tam das Herzeleid. Er war verheiratet, und so war nichts mehr gut zu machen. Die Mutter brachte sie zu fernwohnenden Verwandten, aber schließ­lich tauchte sie doch wieder auf mit ihrem Knaben. Die El­tern nahmen sie auf, wenn es auch vorher heftige Stürme ge­geben hatte aber sie sagten sich ehrlicherweise selbst, daß sie mit schuldig waren. Das Kind stand unter der Obhut der Mut­ter Marias. Wer die Geschichte nicht tannte, sah Maria als die Schwester des Jungen an, denn als er sprechen konnte, nannte er sie auch bei ihrem Vornamen, und nie so wollte sie es sollte er erfahren, daß sie seine Mutter sei.

Einige Jahre waren vergangen, als ein Fremder einkehrte, der Gefallen an dem Mädchen fand. Er konnte sich als ehren­hafte, angesehene Persönlichkeit ausweisen, und nach kurzer Zeit wurde Maria seine Braut, seine geliebte Frau. Er wußte nichts von dem Vorhandensein eines Kindes, und Maria verheim­lichte es. So oft er gekommen war, war es verschwunden, und als sie später ins Elternhaus zu Besuch tamen, hatte man es rechtzeitig bei Verwandten untergebracht.

Maria hatte nun in der schönen Landeshauptstadt ein vor­nehmes Heim, einen liebevollen, gütigen Gatten, in sehr geach­teter Stellung kein Wunsch blieb ihr verjagt. Ja, Maria hatte Glüd, aber glüdlich war sie nie. Nicht allein das Gewissen erinnerte sie an ihre schwere Schuld, auch die Furcht, daß ihr

Mann davon erfahren könnte, hielt sie in ständiger Sorge und Aufregung gerade ihr Mann hielt so viel auf unberührte Frauenwürde, sprach, wenn je einmal das Thema berührt wurde, mit Verachtung von Mädchen, die sich vergaben, nicht rein und fledenlos blieben. Er hatte sich ja deshalb auch keine Frau aus der Großstadt genommen, weil dort die Mädchen so oberflächlich und leichtlebig sind. Gegen seine Maria hegte er nicht den ge­ringsten Zweifel, es wäre ihm geradezu als Beleidigung er schienen, auch nur einmal daran zu denken, daß es anders sein tönnte. Tag und Nacht zitterte sie vor dem Gedanken, daß er ihre Schuld je erfahren fönnte. In der großen Stadt, die so fern ihrer Heimat lag, ging es ja noch einigermaßen, da gab es faum Gelegenheit, mit einem Menschen zusammenzutreffen, der ihre Vergangenheit fannte, aber wenn die Zeit tam, wo sie sich zur alljährlichen Reise zu den Eltern rüsteten, wurde die Qual faft unerträglich. Sie hatte nicht den Mut, ihn in der Heimat allein ausgehen zu lassen, aus Furcht vor Verrat, und doch fürchtete sie, dabei ihrem Jungen einmal zu begegnen! Drei herzige Kin­der durfte sie ihr eigen nennen sie waren der Eltern töst­lichstes Gut, vermehrten aber auch die Qual, die Maria nie losließ. Eine Freundin, welcher sie sich anvertraute mit allem Leid ihrer Seele, riet ihr, boch offen gegen ihren Mann zu sein, der ihr den Fehltritt, in Unwissenheit getan, gewiß gerne ver­zeihe und sie dieses Leben, das sie ja gesundheitlich und seelisch ruiniere, auf die Dauer nicht ertragen fönne.

Entsett fuhr sie auf: Das ist ganz unmöglich mir meine Kinder entziehen und mich selbst verlassen!

er würde

Unterdessen war der Junge herangewachsen, seine Großel­tern ließen ihm ein Handwerk lernen, dann starben sie beide. Bekannte hatten ihm gesagt, wer seine Mutter sei, eine tiefe Bitterfeit hat sein Herz darüber erfaßt. Als der Krieg ausbrach, zog er mit den ersten hinaus ohne Freude, ohne Hoffnung, mit dem Wunsche, nicht wiederkehren zu müssen, da er die Schmach der Mutter zu tragen hatte: ein uneheliches Kind. Die Welt ist so grausam gegen diese Schuldlojen, die doch eine schwere Last tragen müssen, doppelt schwer, wenn Mutterliebe sich ihnen versagt fie verleugnet!

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