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Lotales.

rühjahrsmüdigkeit.

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, von dem es gekommen ist, wieder empor

Sonnabend, den 27. Februar 1926.

lente namens seiner Partei diese Summe ab mit dem Hinweis, Daß die Stadt bereits mehrere Autos besitze( das Elektrizitäts­wert 3 und das Gas- und Wasserwerk 1). Die Stadt müsse

nreich hat der Winter das Erdreich bis paren und jede unnüße Ausgabe dermeiden. Die Reden und Cageslicht des Frühjahrs die Sehnsucht de stipigt, auch mit persönlich unsachlichen Zwischenrufen geschmüdt. chtigkeit gesättigt. Immer mächtiger wir Gegenreden dauerten eine Stunde und waren zuweilen sehr zu= roßen Umwegen aber tann all die Feud aestimmt die Stadtverordneten Schmahl( Dn.), Keßler( kom.) Der Erde in sich aufgenommen hat, wiede und geschlossen die Mittelstandspartei( Nicolaus, Balser, Kurz, Lichte empor. Die Huld der ersten Früb Launspach, Rahnefeld und Weißbäder). Diese Stellungnahme ahnt seiner Sehnsucht Wege. Wärmen der Mittelstandspartei als Vorstoß zu bezeichnen, wie anders: über alles, was an Bäumen und Sträu wo zu lesen ist, ist u. E. übertrieben.

Schließlich wurde der Antrag angenommen. Dagegen haben

In der Erde wurzelt. Da weitet sich das

dehnen sich; ihre Adern öffnen sich, alle primaflajfe für unsere Studienanstalt( höhere Mädchenschule). ammengefrochene Holz, die Stämme, di Glück fürzere Aussprache bei Punkt 14: Errichtung der Unter­

Ein Gegenstüd zu dieser Auto- Debatte bildete die zum

glatt und glänzend und rundet sich zu nälen. Nur die Wurzellanälchen, die in

der Sonne nicht so unmittelbar berühr so schnell mit. Und nur allmählich wer und aufnahmefähig, daß sie all die ge Bäume und Sträucher mit dem lebendig ganz erfüllen können. Haben sie das auf einmal das ganze Frühlingsweben die Winterstarre ganz überwunden. Und

ft in den Pflanzen wird offenbar in itenprangen.

ist es gar nicht viel anders. Auch seine iten sich für die neuen Lebenssäfte, mit

Der Referent, Professor Dr. Krausmüller, bringt furz aber Jetzt treffend die Gründe für den notwendigen Ausbau vor. waren die Herren der Linken die einzigen Gegner dieses Aus­baues, obgleich ihre Forderung dabei, daß diejenigen Mädchen, welche bis zur Reifeprüfung die Schule besuchen wollen, wie bisher in die anderen höheren Schulen( Oberrealschule usw.) bann gehen sollen, weil dort die oberen Klassen nicht start be legt seien, vom Referenten widerlegt wurden. Ob alle Sozial­demokraten, wenn das starre Parteisystem nicht wäre, gegen den Antrag( der von allen anderen Parteien unterstützt und bamit angenommen wurde) gestimmt hätten, wir möchten es start bezweifeln.

erfüllen will. Und diese Vorbereitung Ausschütteln, Abkehren von Bettwert, Teppichen, Kleidungs­ahrsmüdigkeit, die gerade so um die Fe Hüden, Staubtüchern und ähnlichen Gegenständen nach Straßen mit einer sonst unverständlichen Schlaff und öffentlichen Blägen hin gemäß§ 366 3iffer 8 des Reichs­igkeit, die ganz verschieden ist von der, strafgesetzbuches und Art. 292 des Polizeistrafgesetzbuches un­chen Anstrengungen der gesellschaftlichen statthaft und mit Strafe bedroht ist. Das Klopjen von Teppichen,

* Das Polizeiamt weist darauf hin, daß das Ausklopfen,

Denn das ist eine körperliche, eine

Ermüdung vielleicht auch der Seele, die satt hat. Unter der Frühjahrsmüdigkeit die ein sehr geregeltes, vergnügenarmes ben. Denn sie ist eine Müdigkeit des mpo noch in seiner Fülle kommt es so geweiteten Adern ganz versorgen kann. durch die köstlichen Gaben der jungen

er frischen Kraft der himmelentstammten, ste der Erde in sich aufgenommen hat, rch eine der vielgepriesenen Blutauf Olfen haben, erst dann verliert sich die nd die Fröhlichkeit eines frischdurch­uns dann die himmlische Frühlings­

*

verordneten- Versammlung.

erstag, den 25. Februar, war eine Tagesordnung hatten wir bereits in ffentlicht. Der Verlauf dieser Sitzung, er neuen Mittelstandspartei, zeigte die uch in diesem kleinen Parlament und Systems. Punkt 6 betraf den Antrag Bewilligung von 6000 R.-Mt. für Be n- Autos für das Stadtbauamt. Der eter Moosdorf( Soz.) befürwortete mit die 6000 R.-Mt. recht ausführlich. Zittelstandspartei, Architekt Nicolaus,

in Gruppen, klirrt

voll Stolz und schnurgerade Wachtparade.

Bäume fliegen

hellen, bleichen, ftigen, weichen. verschwindet die Kompagnie Bpark von Misery.

en Wolkenschwaden Soldaten.

unden im Hag, d der junge Tag. herbmatte Töne, gefallenen Söhne.

etzte Aufgebot.

Seldentum der Tiroler.')

R. Rudolf Pfersmann v. Eichthal, Generalstabschef der Tiroler Landes­erteidigung. 2)

it zwang die österreichisch- ungarische 1914, den letzten Mann und die letzte g in Galizien und Serbien heranzu­

Bettwert, Möbeln und dergl. sowie ähnliche mit Geräusch und Staubentwidlung verbundene Verrichtungen sollten regelmäßig nur werttags in den Vormittagsstunden zwischen 8 und 12 Uhr Dorgenommen werden.

Polizeiamt. Der dem Polizeiwachtmeister Ludwig Haubach am 29. März 1923 ausgestellte Polizeiausweis ist verloren ge= gangen und wird deshalb für ungültig erklärt. Das Polizei­amt hat demselben am 22. ds. Mts. einen neuen Polizeiaus­weis, der die Nr. 1 trägt, ausgestellt.

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Reichsbund der Zivildienstberechtigten, Landesverband Hessen. Am 13. und 14. März hält der Landesverband in Gießen im Saalbau Sauer seinen diesjährigen Verbandstag ab und sind für Sonntag, den 14. März, zwei Vorträge über die Ver­jorgungsverhältnisse im Reich und über die Versorgungsmög= lichkeiten im Volksstaat Hessen vorgesehen.

* Zur Auswertung der Lebensversicherungen! Der Schutz­verband der Altversicherten, Berlin N. 24, Oranienburgerstr. 91, hat bei der zuständigen Behörde den Antrag gestellt, das bei bereits fälligen Lebensversicherungen sofort Abschlagszahlungen geleistet werden, um der dringenden Not, in der sich eine An­zahl von Altversicherten befindet, zu steuern. Ferner hat der Verband den Antrag gestellt, daß für alle Lebensversicherungen, die bis zum Jahre 1932 fällig werden, Mindestaufwertungs­bonds ausgestellt werden, als Unterlage für die Kreditzwecke der Altversicherten. Hierdurch dürfte die Kreditnot, besonders in den Kreisen des Handwerks und Mittelstandes, wesentlich gemilbert werden.

Von der Bezirkssparkasse Gießen. In der kürzlich statt­gehabten außerordentlichen Mitgliederversammlung der Spar­

taub, solange Italien nicht tasächlich losschlug. Denn auf den wirklichen Kriegsschauplätzen( Galizien und Serbien) stand die Sache schlecht.

Gießener Zeitung"

tasse wurde der seit 20 Jahren bei der Sparkasse bereits als Beamter tätige Kaffeninspektor Heinrich Feid aus Gießen zum Kontrolleur und weiteren Vorstandsmitglied der Sparkasse ge­wählt. Nachdem am 16. Februar seine Verpflichtung durch die Aufsichtsbehörde, das Kreisami Gießen, stattgefunden hatte, hat der neue Kontrolleur seine Dienstgeschäfte nunmehr übernommen. Die genannte Versammlung stimmte auch dem von dem Auf­fichtsrat der Sparkasse beschlossenen Anlauf eines fleineren Wohnhauses zweds Unterbringung eines Mieters des Spar­tassengebäudes zu, nachdem sich eine andere Lösung zur Beseiti gung des empfindlichen Raummangels der Geschäftsräume er­höhter Kosten halber als nicht gangbar erwiesen hatte. Im Laufe des Spätfrühjahrs wird ein Teil des internen Geschäfts­vertehrs, wie Buchhaltung, Registratur usw. in den ersten Stod des Sparkassengebäudes verlegt werden, während der Geschäfts= verkehr mit dem Publikum sich nach wie vor in den seitherigen Räumen des Erdgeschosses abwideln wird.

In dieser mehr als kritischen Lage jede Nacht konnte den Einbruch der italienischen Armeen in die unverteidigten Grenz­gebiete bringen schritt das Kommando der Tiroler Landes­verteidigung in Innsbrud( Feldmarschalleutnant von Können­Horák) zur Selbsthilfe.

Ohne weiter auf Unterstützung von oben zu rechnen, orga= nisierte es schon in den kritischen Augusttagen 1914, ganz nach den althistorischen Mustern des Maximilianischen Elfjährigen Landlibells" und Andreas Hofers Erhebung von Anno Neun ein ,, Tiroler Boltsaufgebot". Jeder Tiroler und Voralberger, Mann, Weib und Kind, sollte, wenn der Alarmruf erscholl, seine ererbte Waffe ergreifen und sich dem eindringenden Welschen entgegenwerfen.

Da Italien aber damals seine große Stunde", in der es die heißbegehrten Grenzgebiete fast tampflos hätte erringen fönnen, ungenützt ließ, fand die Tiroler Landesverteidigung Zeit zu immer größerer Entfaltung.

* Die Kriegerkameradschaft Hassia teilt folgendes mit: Kriegsbeschädigte, die auf Grund der Novelle vom 30. Juni 1923 aus der Rentenversorgung ausgeschieden sind( 20%), erhalten eine einmalige Abfindung von 50 Mart, wenn ihr durchschnitt­liches Monatseintommen 200 Marf nicht übersteigt.( Steuer, Krantentassenbeiträge usw. abgerechnet). Anträge sind um­gehend an das Versorgungsamt einzureichen, weil mit dem 28. Februar 1926 die Frist für diese Anträge abläuft. Auch läuft an diesem Tage die Antragsfrist für die einmalige Ent­schädigung von 1000 Mark gegen Rüdgabe des Beamtenscheines ( Versorgungsscheines) ab, wenn die Besizer infolge schwerer Leiden den Schein nicht ausnuten fonnten. Nähere Auskunft und Beratung wird fostenlos erteilt durch die Obmänner der der Kriegerkameradschaft Hassia angeschlossenen 700 Vereine und durch die Geschäftsstelle, Darmstadt, Ahastraße 5. Erleichterungen der Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und China. Chinesische Kredite an die deutsche Industrie.

Im Laufe des Winters 1914-15 organisierte sie zunächst aus den verschiedenartigsten Hinterlandsformationen mit Hilfe von zusammengebettelten Gewehren verschiedener Modelle, Mon­turen und ausrangierten Salutgeschützen eine Anzahl von Land­sturmbataillonen und Batterien letzten Aufgebotes und schweißte Es sie zu einem fragwürdigen Tiroler- Korps" zusammen. war eine Sisyphusarbeit. Denn jedesmal, wenn das Korps halb­wegs verwendbar dastand, riß die Heeresleitung in höchster Not die neugeschaffenen Truppen" dieses Korps dem Tiroler Kom­mandanten aus der Hand und warf sie auf irgend einen der Kriegsschauplätze, wo es eben gerade am gefährlichsten stand. So war die Sache also nicht zu machen!

brenzgebieten der Monarchie mußten nigreich Italien stoßenden Provinzen Küſtenland) faſt völlig ſchuklos ge­on wenige Tage nach Kriegsausbruch vorlagen, daß Italien die Verlegen­uszunützen beabsichtige, um sich in den Unerlöſten Gebiete zu sehen. ligkeit aufgestellten ,, Kommando Gene­" wurde die Aufgabe übertragen, mit r Südweſtgrenze ſtehenden Landſturm­teidigung gegen Italien zu organi ohr tat alles Menschenmögliche, um werden. Aber sie war schlechthin un­it eben nichts zu machen. Ohne Offi­Pferde, ohne Gewehre, Kanonen und usenderlei, dessen eine moderne Armee ne Verteidigung nicht aus dem Boden unaufhörlichen Hilferufe des Komman­österreichisch- ungarische Heeresleitung

Am 1. Februar ds. Js. wurde in Berlin SW. 11, Anhalt­straße 3, das deutsche Büro der ,, Magic", Muster- Ausstellung Gesellschaft in China eröffnet. Die Gesellschaft wurde im ver­gangenen Sommer in Shanghai von einer bedeutenden chine­sischen Kapitalgruppe unter Mitwirkung deutscher mit dem chine­sischen Markt vertrauter Kaufleute ins Leben gerufen, um den deutschen Waren erhöhen Eingang in China zu verschaffen. Ge­rade deutsche Waren werden jetzt im fernen Osten stärker denn je verlangt. Die Magic" will nicht nur das Delkredere für alle ihren Ausstellern überwiesenen Aufträge übernehmen, son­dern auch Akkreditive bei ersten deutschen Banken stellen, um gegen Aushändigung der Dokumente sofort die entsprechenden

Mit aller Kraft warf sich das Innsbruder Kommando nun­mehr auf die Organisation der Tiroler Standschüßen", einer althistorischen Einrichtung aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges( Zuzugsordnung der Erzherzogin Claudia von 1632). Auf einem ganz allgemein gehaltenen Gesetze von 1913 fußend, das die Tiroler Schießstände" als landsturmpflichtige Körper­schaften erklärte, wurden nunmehr alle Tiroler und Voralberger Standschützen zuerst in Züge, dann in Kompagnien und Ba­taillone zusammengefaßt, mit Wassen, Munition und Trains, im letzten Augenblide sogar auch mit Soldatenuniformen ver­sehen und auf diese Weise aus ihnen eine Art Bauernmiliz ge= macht.

Unsäglich waren die Schwierigkeiten, die sich diesem Werk entgegenstellten. Jedes Gewehr, jede Patrone, jedes Uniform­

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Nr. 9.

Fakturenbeträge auszahlen zu lassen. Das Geschäft mit China wird sich also nicht nur durch die ständige Muster- Ausstellung. sondern auch durch die prompte und angenehme Abwicklung in allerfürzester Zeit außerordentlich beleben. Wie wir hören, wird die Gründung der Magic" in den einschlägigen deutschen Industrie und Handelstreisen sehr begrüßt.

stüd mußte buchstäblich erbettelt oder mit Liſt aus irgend einem der Hinterlandsdepots ergattert werden.

Auch vor den Standschüßen", diesem Letzten, was die Ti­roler Heimaterde herzugeben hatte, machte die begehrliche Hand der Heeresleitung nicht Halt. Zwar konnten die Stand­schützenformationen nicht ohne weiteres auf ferne Kriegsschau­plätze gefahren werden, davor schützte sie das Gesez. Dafür aber wurde aus ihnen den Winter und das Frühjahr 1915 über der letzte auch nur halbwegs wehrfähige Mann unter dem Titel der berüchtigten Musterungen" herausgepreßt.

In den Norden 1926.

Billige Reisen für den deutschen Mittelstand und zugleich die Beziehungen zwischen Deutschland und dem stammer­wandten Norden zu fördern, hat die offiziöse und gemeinnügige Nordische Gesellschaft auch für dieses Jahr wieder eingerichtet. Dreitägige ganz billige Fahrten nach Kopenhagen, 14tägige Reisen quer durch Schweden, Fahrten nach Finnland und endlich Dreiwochen- Reisen durch Schweden und Norwegen werden wäh­rend des ganzen Sommers regelmäßig stattfinden. Besonders sympathisch ist, daß in jedem Fall nur fleine Gruppen reisen, daß als Führer nur wirklich gebildete sachkundige Herren in Frage kommen und daß die Reisen einen gewissen Studien­charakter tragen. Die Nordische Gesellschaft hat einen gut ausgestatteten Sammelprospekt über alle von ihr für diesen Sommer geplanten Reisen herausgebracht, den sich Interessenten bei der Hauptgeschäftsstelle, Lübed, Schüsselbuden 2, anfordern mögen.

Der kritische Mai 1915 fand daher Tirol bis zum Weiß­bluten ausgesogen und buchstäblich jedes wehrhaften Mannes bar. Das Letzte aber, was das arme Land an Männlichkeit noch hatte, Greise und Kinder, Untaugliche und Invalide, harrte, in 44 Bataillone und 23 selbständige Kompagnien formiert, in seinen heimatlichen Behausungen auf den Ruf des Kaisers.

Der Harnisch, den Tirol sich mit so großen Opfern im Laufe von neun Sorgenmonaten aus eigener Kraft geschmiedet, be= stand seine Feuerprobe in den folgenden Wochen glänzend. Während das deutsche Alpenforps und die übrigen Verstärkungen noch aus der Ferne heranrollten, hielten die Tiroler und Voral­berger Standschüzen in dem vom Stilfserjoch bis an die Kärnt­ner Grenze reichenden Fels- und Schneegräben treue Wacht. Wo die ersten Alpinipatrouillen in den Tagen nach dem 23. Mai über die Grenze vorfühlten, stießen sie auf bechtgraue Gestalten, pfiff ihnen totsicheres Tirolerblei entgegen. Wo es nahmsweise einmal zum Handgemenge tam, wehrten sich die Großpäter samt den Enkeln wie die Rasenden. Lebendig fiel keiner den., Wallischen" in die Hände.

-

aus=

War es zu verwundern, wenn die Jtaliener auf den groß­angelegten Theatercoup hereinfielen? Wenn die italienische Heeresleitung allmählich den Eindrud erhielt, als stünden in all den Gräben rings um Tirol nicht eilends zusammengetrom­melte Bauernhausen, sondern wirkliche Soldaten.

Die Tuberkulose ist in Deutschland heilbar.

ADB. Ohne die Bedeutung des Hochgebirges für die Be­handlung der Tuberkulose damit herabsetzen zu wollen, hat das Deutsche Zentralkomitee zur Bekämpfung der Tuberkulose auf Grund eingehender Erörterungen über Maßnahmen zur Unter­bringung tuberkulöser und tuberkulösgefährdeter Kinder folgende Entschließung gefaßt: Jm Deutschen Reich sind alle klimatischen Faktoren, die zur Heilung der kindlichen Tuberkulose notwendig sind, vollkommen ausreichend vorhanden."

Diese Erkenntnis zwang den Feind, seinen Kriegsplan plög­lich zu ändern. Aus war es mit dem ,, Spaziergang nach Wien und München", den man dem königlichen italienischen Heere dreiviertel Jahre lang weisgemacht hatte, aus mit dem Ein­marsch" in das heißbegehrte ,, Trentino". Fast zwei ganze fönig­liche Armeen wurden nunmehr langsam, vorsichtig, systematisch, rings um Tirol bereitgestellt und nicht früher losgelassen, bis das letzte Geschütz und der letzte Mann zur Stelle war.

Als es aber dann endlich so weit gediehen, war es zu spät. Zum Angriff übergehen, stießen die königlich italienischen Trup­pen überall bereits auf deutsche Helme und sonstige frisch heran­gefahrene f. u. f. Truppen und bissen damit auf Granit. Der Angriff selbst, vor wenigen Tagen noch ein Kinderspiel, wurde

Auch der Reichsgesundheitsrat hat sich bei der Festlegung seiner Richtlinien für die Unterbringung von tuberkulöser und tuberkulösgefährdeter Personen auf diesen Standpunkt gestellt. Deutschland hat an Tuberkuloseheilstätten durchaus keinen Man­gel. Sie zeichnen sich alle durch hygienisch einwandfreie Ein­richtungen und eine große Sorgfalt in der Behandlung aus. Die deutschen Lungenheilanstalten liegen an der See, in der Niederung und im Mittelgebirge. Von wissenschaftlich einwand­freier Seite ist vor kurzem, ohne Widerspruch zu finden, betont worden, daß man in die deutschen Kurorte alle Tuberkulösen schiden könne, daß man aber unter den Tuberkulösen, die man in das Hochgebirge schickt, eine sorgfältige Auswahl treffen müsse, da das Hochgebirge in einer Gruppe von Fällen, die sich nicht leicht abgrenzen läßt, geradezu schädlich wirkt.

Ans Nah und Fern.

Weilburg. Der langjährige Vorsitzende der Limburger Handelskammer, Kaufmann Theodor Kirchberger, ist im Alter von 68 Jahren verstorben. Mit ihm ist eine um Weilburg hoch­verdiente Persönlichkeit aus dem Leben geschieden. Viele Jahre war Kirchberg Mitglied des Magistrates; während des Krieges führte er in völlig uneigennütziger Weise die Geschäfte der Lebensmittelversorgung im Oberlahnkreise. Die demokratische Partei verliert mit Kirchberger eines der führenden Mitglieder. Limburg, 26. Febr. In der gestrigen Schwurgerichtsver­handlung fanden die traurigen Vorgänge am 8. Dezember 1925 in Waldhausen, durch die ein 22jähriger Landwirt Noll den Tod erlitt, ihre gerichtliche Sühne. Der 20jährige Paul Langen­

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nun zum schwierigsten Beginnen und endete mit einem fläg­lichen, in der ganzen Welt belächelten Mißerfolge. Dies aber war unbestreitbar das Werk der Tiroler Landesverteidigung.

Es ist fraglich, ob sich in dieser ideallosen Zeit von heute einmal Männer finden werden, die die Geschichte der einzelnen Standschützenbataillone schreiben werden. Sicher wären sie des Niederschreibens wert.

Hier sei nur vorweg festgestellt für alle Zeiten: Dieser Standschüßenausmarsch von 1915 war das größte Blutopfer, das ein Bolt jemals seinem Herrscher gebracht hat. In der ganzen Weltgeschichte ist kein Fall bekannt, daß ein Bolt sich so zum Kampfe gestellt hat bis zum Weißbluten, bis zum legten, allerlegten Mann!

Unvergeßlich wird jedem der Eindrud sein, den in den fol­genden Wochen die verödeten Tiroler Dörfer machten. General­leutnant Kraft D. Dellmensingen äußerte damals, gelegentlich einer Frontfahrt einen Mitteltiroler Ort passierend, zum Ver­fasser:

Ich sehe im ganzen Dorje feinen einzigen Mann. Nur Weiber, alte Greise und kleine Kinder. Wo sind denn eigent­lich alle Tiroler?"

Ihre Blüte liegt in Ostgalizien begraben. Was davon noch lebt, ist eben hinter den Russen her. Und die ganz Jungen und die ganz Alten stehen dort, wo wir eben hinfahren, den Welschen gegenüber."

Generalleutnant v. Kraft schwieg und wir fuhren weiter, zwei Stunden lang durch viele Tiroler Orte. Plöglich jagte er, der deutsche General, mit weicher Stimme, indem er an den Helm griff:

Ich neige mich vor dem Opfermute des Tiroler Boltes. Etwas Größeres gibt es nicht auf Erden.

¹) Die völkergejezwidrige Behandlung und Unterdrückung der heldenhaften Tiroler in jüngster Zeit durch die Italiener hat in Deutschland allgemeine Teilnahme gewedt. Ein wahrer Deutscher fühlt mit unseren Brüdern und darum wird dieser Artikel gerade jetzt größtes Interesse finden. Wir wollen dabei nicht vergessen, daß die Tiroler durch diese heroische Tat die Feinde auch von der bayerischen Südgrenze und damit aus Deutschland, fern gehalten haben.

) Aus des Verfassers noch ungedrudtem Werte Die Tiroler Landesverteidigung im Weltkriege".