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Freitag, den 24. D

Freitag, den 24. Dezember 1926.

Abgrenzung und Wertung dieses Begriffes gewußt? Nicht ein­mal die Gelehrtenwelt war sich darüber klar,

Hier soll nun nicht über die biologische Raffenforschung an no für sich gesprochen sein, nicht über die verschiedenen Raffe­impen, aus denen fich gerade unser deutsches Bolt zufammen­segt. Ob die nordische, oftische, dinarische oder eine Rasse hier und da vorherrscht, welche Mertmale in törperlicher oder gei­tiger Beziehung sie aufweist, das dürfte jezt so ziemlich bekannt sein. Wir wollen etwas hören über die Beziehung der raffi jchen Seeleneigenschaften zu den Ausdrudsbewegungen des Körpers. Rafsige Unterschiede hat man von jeher zuerst auf ben Unterschied gegründet von Merkmalen des Körpers, wie Hautfarbe, Beschaffenheit der Haare, des Schädels und andere Körperteile. Nach Festlegung solcher Unterschiede beschäftigte man fich dann auch jedoch nicht immer und meist erst sehr ſpät mit den geistigen und seelischen Qualitäten der betref­fenden durch körperliche Merkmale nunmehr abgegrenzten Raffe. Die Wende des Jahrhunderts hat auch hier Wandel geschaffen. Seitdem uns die Biologie ungeahnte Einblide in das große und unerschöpfliche Rejervoir des Lebens gestattet hat, zeigte fich immer deutlicher, daß nicht der Körper, sondern die Geele, der Seist, dieses unfaßbare Etwas, das wir alle im Munde führen und doch nicht recht anschaulich darzustellen vermögen, beim Menschen das Ursprüngliche ist. Man entdeckte wieder einmal diese im materialistischen Zeitalter des Ausgangs des 19. Jahr­underts vergessene Tatsache, daß der Körper die Gußform der Seele ist. Auf Grund psychologischer und naturwissenschaftlicher Forschungen wurde diese Ansicht, die man auch schon früher zu gewissen Zeiten damals jedoch mehr instinktiv und gefühls. mäßig hatte, es sei z. B. ans Christentum erinnert, immer mehr und mehr auch wissenschaftlich gefestigt. Wir erkunden bekanntlich die Regungen der Seele, die uns direkt ja nicht zu­gänglich sind, am Ausdrud, an der Miene, an der Haltung, an der Sprache und am Tun eines Menschen. Alles das sind aber Bewegungen, Ausdrudsbewegungen des Körpers oder seiner Teile. Das schamhafte Erröten z. B. hat natürlich seine direkte förperliche Ursache in einem Blutandrang nach den Außenseiten bes Kopjes. Diese Regelung der Blutzufuhr jedoch wieder hat ihre Ursache in einer ganz bestimmten Regung der Seele. Dieses cine Beispiel fann sich jeder beliebig vermehren. Das Primäre und Grundlegende find immer Eigenschaften der Seele und des Geistes. Jedoch lassen sich am Lebensstil der Seele teine wissen­schaftlichen Messungen vornehmen. Die Wissenschaft der Seelen­forschung ist daher angewiesen auf Beobachtungen und Messun­gen von Körpereigenschaften und Veränderungen.

Nun ist jede einzelne Menschenseele von ihren Ahnen her durch Vererbung, durch Ueberwiegen, Unterdrüden und Mischung seelischer Erbanlagen bestimmt. Sie ist von ihren Vorfahren her in ihrer komplizierten Zusammensetzung der Erbmasse fest­gelegt. Diese Erkenntnis ist niederdrückend, ja fie kann uns aus allen Himmeln stürzen, dieses hoffnungslose Ausgelieferten. Werdende Eltern, ihr tragt eine furchtbare Verantwortung in euch. Die niederschmetternde Erkenntnis, auf die uns so die neuzeitliche Seelen- und Rassenforschung hinführt, trägt jedoch einen unendlichen Trost in sich. Gerade weil der Begriff der Rasse vielmehr förperlich als seelisch zu fassen ist, ist uns ein Mittel gegeben, diesem durch unsere Erbmasse bedingten Ge­seffeltsein der Seele zu entrinnen und die Stirn zu bieten. ' Rordische, ostische und andere Erbanlagen sind in eines jeden Seele als Erbmasse mit einander gemischt. Und so brauchen wir uns innerlich nur zur ,, Nordheit" zu entscheiden in jedem einzelnen Falle, denn jeder Deutsche trägt mindestens einen Funken nordischer Erbanlagen von seinen Altvordern in sich. Weil das Entscheiden" ja selbst eine Seelentätigkeit ist, so braucht in jedem einzelnen zu jeder Zeit der eble nordische Erb­tell, der Willenskraft, der Festigkeit, der Wahrheitsliebe, des geraden Weges und des nordischen Herrentums, die in uns wegen ostischer Anlagen, wie Vorziehen krummer Wege, Un­chrlichkeit, Schwäche, Hängen an irdischen Gütern, unterwürfi­ger Sklavensinn und Herdentrieb nur den Sieg davon zu tragen. Wir sehen es, mit dem Schicksal mutig aufnehmen, sich nicht unterkriegen lassen wollen, sind nordische Erbanlagen der Seele. Leiſtung" heißt die Parole, so lehrt auch die reine Wissenschaft, die nicht auf das Praktische gerichtet ist und es auch nicht sein will und darf.

Wir müssen uns frei machen von dem materialistischen Trei­ben, von dem laisser faire, laisser aller" des unterwürfigen Ostmenschen. Wir müssen lernen umzudenken, daß wir nicht bleiben, sind oder werden der Spielball unserer minderwerti­gen Erbanlagen und Leidenschaften und die gehorsomen Sklaven gerissener Nutznießer.

Bericht über die wirtschaftliche Lage des deutschen Handwerks im Monat November 1926. Von der Pressestelle beim Reichsverband des deutschen Hand­werks wird uns geschrieben:

Die Entwicklung der Wirtschaftlichen Lage im Monat No­vember hat vielfach die Erwartungen des Handwerks enttäuscht. Mit der Belebung der Industrie hat die innere Konsumtraft der Bevölkerung noch nicht zugenommen. Zwar ist eine Verschlechte­rung der Lage des Handwerks nicht eingetreten, aber es sind be­trächtliche Verschiebungen in der Belebung des Geschäftsganges einzelner Handwerkszweige festzustellen. Zum Teil hängt diese Erscheinung damit zusammen, daß für sommerliche Saisongewerbe die stille Zeit begonnen hat und dafür andere Herbst- und Wintersaisongewerbe in ihre Saison eintreten. Infolge der gün­ftigen und verhältnismäßig warmen Witterung ist zu beobach ten, daß das Baugewerbe überall dort, wo noch Anträge zur Ver­teilung gelangt sind, in Tätigkeit ist, während besonders für das Bekleidungsgewerbe das Einsetzen der Aufträge auf Winter- und Herbstkleidung noch auf sich warten läßt.

Von denjenigen Handwerkszweigen, für welche besonders Weihnachtsaufträge in Frage kommen, wird berichtet, daß die sonst schon im November eintretende Belebung nicht Platz ge­griffen hat. Man sieht in diesen Handwerkszweigen dem Weih­nachtsgeschäft allgemein stark pessimistisch entgegen. Es wirkt sich hier der Geldmangel weiterer Voltskreise noch allgemein aus. Nachteilig wirkt für das Handwerk auch das Vorgehen großer Kauf- und Warenhäuser, die mit ihren Serien- und Ausnahme­wochen die Käufer auch für solche Erzeugnisse, die an und für sich zum Herstellungsbereich des Handwerks gehören, heranzu

,, Gießener Zeitung"

ziehen suchen. Als neuestes Zugmittel fommt augenblicklich die sogenannte Konsumfinanzierung hinzu, der man sich in einigen Großstädten mit besonderem Eifer hingibt, um das stodende Ge schäftsleben wieder in Gang zu bringen. Daß durch diese Art Einkaufs das Interesse der Käufer und der Allgemeinheit ge wahrt ist, wird im Handwerk entschieden bestritten. Vor allem erscheint es als ein großer Jrrtum, daß es auf diese Weise mög­lich wäre, grundsäglich die gesunkene Kauftraft zu heben. Das Handwerk geht mit den Vertretungen des Handels einig, DOI diesem Finanzierungssystem zu warnen.

Lokales.

* Das Jubiläum der 40jährigen akademischen Lehrtätigkeit beging dieser Tage Professor Martin, Geh. Medizinalrat, Dr. phil. et med. Det. h. c. 25 Jahre hiervon gehören der Wirkjam­teit als Direktor des Veterinärmedizinischen Instituts der Lan­besuniversität.

* Ehrung durch die Landes- Universität. Der Gesamtsenat der hiesigen Universität hat dem Verleger der Wormser Zei­tung", Buforudereibefizer Hermann Canrim, in Anerkennung der vaterländischen Haltung seiner Zeitung die Würde und das Abzeichen eines Ehrenjenators verliehen.

* Der Telephonverfehr Gießen- London ist seit seiner Ein­richtung schon mehrfach in Anspruch genommen worden. Die Berständigung war in allen Fällen eine sehr gute.

* Die Militärversorgungsgebührnisse für Januar 1927 wet­ben beim hiesigen Postamt ausnahmsweise bereits am 27. De­zember ausgezahlt.

* Anwartschaft in der Angestelltenversicherung. Nach einer Sonderbestimmung des Angestelltenversicherungsgesetzes gelten alle Anwartschaften bis zum 31. Dezember 1923 als aufrecht­erhalten ohne Rücksicht darauf, ob für einzelne Jahre zu wenig Beiträge oder kein Beitrag entrichtet wurde. Ein grüner Aus­hang im Schalterraum der Post unterrichtet über die Beitrags­flassen. Nach dem Gesetz zur Aenderung der Verordnung über Erwerbslosenfürsorge vom 10. Dezember 1926 find, und zwar vom 25. 12. 1926 an, Erwerbslosen die zur Aufrechterhaltung der Anwartschaft erforderlichen Beiträge zur Angestelltenversiche rung durch die Gemeinde aus Mitteln der Erwerbslosenfürsorge zu entrichten. Die für 1924 noch nötigen Beiträge sind bis zum 31. Dezember 1926 in Klasse A( 2,- R.-Mt.) nachzuentrichten. Der Gemeinde( Arbeitsnachweis) jind, soweit Beiträge fehlen, zu diesem Zwede die grüne Versicherungskarte und die etwu vorhandene Aufrechnungsbescheinigung über eine volle Karte vorzulegen. Rüdfragen bei der Reichsversicherungsanstalt sind möglichst zu vermeiden. Jeder Versicherte besitzt die Unter­lagen, aus denen ersichtlich ist, ob und wieviel Beiträge noch erforderlich sind. Nähere Auskunft hierüber erteilen der Aus­schuß für Angestelltenversicherung beim Kreis- Versicherungs­amt Darmstadt, die Ueberwachungsbeamten und die Vertrauens­männer der Angestelltenversicherung.

* Der Gießener Flughafen wird im nächsten Jahre in den Flugdienst Frankfurt- Hannover- Hamburg einbezogen. Sämt liche Flugzeuge werden hier Zwischenlandungen vornehmen, wodurch der Anschluß an die großen internationalen Linien ge währleistet ist.

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Halbsperrung des Bahnübergangs in der Liebigstraße. Wegen Vornahme von Instandsetzungsarbeiten an dem Bahn­gleise der Liebigstraße ist die Hälfte dieses Bahnüberganges nach dem Katholischen Vereinshaus zu bis auf weiteres für jeg­lichen Verkehr gesperrt.

* Schügt die Zugtiere. An alle Besitzer von Zugtieren und Leiter von Fuhrwerken ergeht die dringende Mahnung, bel Kälte und Straßenglätte ernstlich darauf Bedacht zu nehmen, daß die Zugtiere vor den nachteiligen Einflüssen der Witterung nach Möglichkeit geschützt werden, daß namentlich: 1. die Zug­tiere niemals länger als unbedingt erforderlich und niemals unbedeckt im Frelen stehengelassen werden; 2. daß Zaumzeug im Stall aufbewahrt oder andernfalls vor dem Anlegen das Ge­biz erwärmt wird, und 3. die Sufeisen der Pferde zum Schutze gegen das Ausgleiten gehörig geschärft oder mit Stollen der sehen sind.

* Falschgeld. In den letzten Tagen wurden hier falsche Zweimarfftüde in den Verkehr gebracht. Evtl. Wahrnehmungen melde man möglichst schnell der Kriminalpolizei oder dem näch sten Polizeiamte.

* Streupflicht bei Glatteis! Alle Hauseigentümer seien bei evtl. eintretendem Frost auf die Streupflicht aufmerksam gemacht. Die Unterlassung dieser Vorschrift kann schwere Schä­digungen nach sich ziehen.

* Ein Wasserleitungsrohrbruch am Marktplatz hat einige Keller in der Nähe der Unfallstelle unter Wasser gesezt. Die Ausbesserungsarbeiten sind im Gange.

* Ein Schwindler, der sich als katholischer Geistlicher aus: gibt, in Not geraten sein will und um Unterstützung bittet, treibt sich hier herum. Es sei deshalb vor ihm gewarnt.

* Hessen in Berlin. Der Verein der Hessen in Berlin" hatte auf seiner Monatsversammlung am 15. Dezember den hes­sischen Staatspräsidenten, Herrn Ulrich, in seiner Mitte. Der 1. Vorsitzende, Ministerialrat Professor Maurer, hieß den Herrn Staatspräsidenten willkommen und betonte in seiner An­sprache, daß die aus ihrem schönen Heimatlande nach dem ,, Steinhaufen Berlin" verpflanzten Hessen in ihrem Verein in erster Linie ihre Stammesart und Heimatliebe pflegen wollten. Seine Worte klangen in ein Treugelöbnis zur hessischen Heimat und zum deutschen Vaterlande aus, worauf die Versammlung stehend das Deutschlandlied sang. Der Herr Staatspräsident gab seiner Freude über so treue Heimatliebe Ausdrud. junge Verein zählt bereits 250 Mitglieder. Unsere Leser tön. nen das Bestreben des Vereins unterstützen, indem sie Adressen von in Berlin lebenden hessischen Verwandten und Bekannten dem 1. Schriftführer, Ministerialamtmann Karl Kriegbaum in Berlin Halensee, Johann- Georgstraße 12, bekanntgeben.

Der

Klein- Linden. Einigen Hausfrauen, die ihre Wäsche über Nacht im Freien hängen ließen, wurde diese zum großen Teil von Spizbuben, die noch nicht ermittelt sind, gestohlen.

Allendorf( Lahn). Beim Baumfällen schwer verunglückt ist der bejahrte Einwohner J. Lenz. Er erlitt einen Unter­schenkelbruch, Quetschung der Brust und Kopfverletzungen und wurde der chirurgischen Klinik zugeführt.

Großen Linden. Dieser Tage wurde einer hiesigen Wirtin

Nr. 52.

der Betrag von 200 gestohlen. Nun hat man auch die Täter, zwei junge Burschen, gefaßt und konnte der Bestohlenen das Geld wieder zurüderstattet werden.

Trohe. Ein Unbekannter, der sich in verdächtiger Weise an der Wieseck herumtrieb und es auf Enten abgesehen hatte, wurde von der Gießener Polizei in der Nähe des Philosophen­waldes festgenommen. In seinem Rudjad befanden sich zwei gestohlene Enten.

Lollar. Die hiesige Gemeinde hat eine Barade mit 3 Note wohnungen errichten lassen, die in Bälde beziehbar, und, wie allgemein anerkannt wird, den Eisenbahnwagen vorzuziehen jind. Die Bautosten betragen 6600 Mart.

Treis a. d. Lda. Hier wurde am Abhange des Totenberges ein Turn, Sport- und Spielplatz errichtet.

Allendorf a. d. Lda. Eine vom hiesigen Geflügelzuchtver­ein veranstaltete Bezirksgeflügelschau erfreute sich guten Be­fuches. Es hatten auch Gießener Züchter ausgestellt.

Friedberg. Anfangs 1927 tagt hier die Gründungsver jammlung des Friedberger Verkehrsvereins, mit dessen Errich tung man sich schon seit längerer Zeit beschäftigt hatte.

Södel. Hier wurde bei einer Treibjagd im Gegensatz zu anderen Gebieten die stattliche Zahl von 216 Hafen zur Strede gebracht.

Wölfersheim. Auch hier ist der Hasenbestand ein recht guter. Bei einer mit 20 Jägern abgehaltenen Treibjagd wurde die immerhin respektable Zahl von 110 Langohren erlegt. Grebenau. Der Schaden der von Wildschweinen angerich tet wird, ist mitunter recht groß. Kürzlich wurde in der Nähe ein Roggenader vollständig umgewühlt.

Darmstadt. Hier wurde ein Gutsverwalter unter dem Verdacht verhaftet, im November 1921 einen Sexualmord an cinem jungen Manne begangen zu haben.

Groß- Gerau. Zum Bürgermeister gewählt wurde hier Dr. Lüdede Frankfurt a. M. mit 11 Stimmen.

Groß- Gerau. Jm hiesigen Gaswert fam es bei Schweiß­arbeiten an einem Leitungsrohr zu einer Explosion, wobei ein Teil eines Neubaues in die Luft slog. Menschen famen nicht zu Schaden.

Mainz. Aus Sparfamkeitsgründen hat die Stadtverord netenversammlung 19 Beamtenstellen gestrichen und mehrere Stellen um eine Gehaltsstufe zurückgesetzt.

Worms. Beim Spielen mit Streichhölzern, mit dem sich ein sechsjähriges Mädchen und ein gleichaltriger Knabe det gnügten, gerieten die Kleider des Mädchens in Brand. Trotz alsbaldiger Hilfeleistung hatte das Kind so schwere Brand­wunden erlitten, daß es bald darauf verstarb.

Weglar. Die Wohnungsnot wird hier durch den Neubau Don 106 neuen Wohnungen, die bereits im April nächsten Jah tes beziehbar sind, merklich gemindert.

Wetzlar. Der Seniorchef der Herkules- Werfe", Fabrikant Otto Coers, ist vergangene Woche gestorben.

Krosdorf. Bei Montagearbeiten auf der Gibelshäuser Hütte wurde der Monteur Treuth von hier vom elektrischen Strom getötet.

Dornholzhausen. Hier wurden in einem Didicht die bereits in Verwesung übergegangenen Leichen von zwei jungen Leu­ten, einen Herrn und einer Dame, aufgefunden. Es handelt sich um eine 20jährige Fabritantentochter aus Raiserslautern und einen 25jährigen Prokuristen, der anscheinend erst das Mädchen und dann sich selbst erschossen hat.

Frankfurt a. M. Eines schredlichen Todes gestorben ist eine 76 Jahre alte Frau in der Mainturstraße. Sie wurde ersticht und mit schweren Brandwunden aufgefunden. Wahrscheinlich ist die alte Frau mit einer brennenden Kerze zu nahe an Das Bette gekommen.

Marburg. Die Gesamtzahl der an der hiesigen Univerfi­tät immatrikulierten Studierenden beträgt 2160; hinzu kommen noch 56 Hörer.

Bad Ems. Ein schweres Unglüd ereignete sich bei den Arbeiten am neuen Lahnstauwert. Eine auf zwei Pontons auf­montierte Dampframme sollte etwa hundert Meter flußauf­wärts gezogen werden. Als die Dampframme an einer Stelle, an der infolge des Hochwassers die Strömung besonders start ist, sich befand, senkte fich plöglich der eine Bonton und lief doll Wasser. Im nächsten Augenblic schon rutschte der Belag, auf dem die Ramme befestigt war und auf dem sich auch die Ar­beiter befanden, ins Wasser und verschwand in den Fluten. Während es zwei Personen gelang, sich zu retten, find die übrigen sechs Arbeiter ertrunken.

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