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Sonnabend, den 24. Juli 1926.

Zentralvorstand in Leipzig, dargebracht von Herrn Pfarrer Gabler- Leipzig, erstattete der Schriftführer des hessischen Haupt­vereins, Herr Pfarrer Wagner- Bensheim, den mit Spannung erwarteten Jahresbericht über das abgelaufene Vereinsjahr. Beginnend mit einem Rüdblid auf die große Gießener Gustav­Abolf- Tagung fonnte der Berichterstatter mit Genugtuung feft­stellen, daß es im vergangenen Bereinsjahr gelungen sei, nicht weniger als 3 neue Gustav Adolf- Kirchen in Hessen einzuweigen: in Hüttenfeld, Ober- Mörlen und Bürstadt. Diese drei Gemein­den reihen sich den 37 hessischen Gustav- Adolf- Gemeinden mit 36 235 Geelen an, denen bisher die gleiche Gustav Adolf- Hilfe zuteil geworden ist. So erfreulich diese Tatsache ist, so beträgt doch die Leistung der hessischen evangelischen Bevölkerung für die Gustav Adolfsache im Durchschnitt nur 4,6 Pfg. pro Kopf, eine Leistung, die noch wesentlich erhöht werden fann und muß, um in absehbarer Zeit den restlichen Diaspora- Gemeinden in Hessen, die noch eine Kirche entbehren, zu einem bescheidenen Gotteshause zu verhelfen. Der Unterstützungsplan für das Jahr 1926 tonnte für hessische Diaspora- Gemeinden 16 000 M und für nichthessische Gustav Adolfzwede 6000 M vorjehen, während an den Zentralverband in Leipzig für Auslandsdiaspora 11 000 M überwiesen wurden, sodaß die Summe aller Verwendungen im

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Gießener Zeitung"

aus dem Munde der Festteilnehmer, in gleicher Treue wie bis­her die Guftav- Adolffache zu fördern.

Die Tagung hat erneut die Notwendigkeit und den Gegen der Friedensarbeit des Gustav- Adolf- Vereins bewiesen; sie war ein Zeugnis für viel Pflichtbewußtsein und Opferwilligkeit unseres Hessenlandes. Möchte auch in Zukunft der Gustav- Adolf­Berein, der ja seinen Ursprung auf unsere hessische Heimat zu= rüdführt, in gleicher Weise die tatkräftigste Förderung aller be­wußten Evangelischen unseres Landes erfahren.

Opfer der Fremdenlegion.

Der Münchener Zeitung" wird berichtet, daß dieser Tage in München 26 junge reichsdeutsche Leute eintrafen, die vor furzem aus der französischen Fremdenlegion entflohen waren. Die mei­ften waren unter Vorspiegelung falscher Tatsachen nach Frant reich gebracht und dort in die Fremdenlegion gesteckt worden, um nach oberflächlicher Ausbildung für die Kämpfe in Syrien Verwendung zu finden. Die Flüchtlinge wurden am Dienstag nach ihrer Heimat weitergeleitet.

Neue Wege im Strafvollzug.

Nr. 30.

Seit längerer Zeit ist in den preußischen Gefange­nenanstalten allgemein das sogenannte Progressiv­system eingeführt, das den Gefangenen die Möglichkeit gibt, durch gute Führung allmählich eine beschränkte Milderung des Strafzwangs zu erreichen. Zu diesem 3wed sind drei Stufen eingerichtet worden. Durch eine Verfügung des Preußischen Justizministeriums ist nun weiterhin, zunächst versuchsweise für einzelne Gefäng= nisse den Gefangenen der obersten Stufe ein gewisses Selbstverwaltungsrecht eingeräumt worden. Sie sol= len z. B. während der Bewegung im Freien und in der arbeitsfreien Zeit, insbesondere Sonntags, eine größere Bewegungsfreiheit im Verkehr miteinander unter ein­geschränkter Aufsicht genießen. Die Bewegung im Freien findet in zwangloserer Form als bei den übrigen Ge­fangenen statt; für die Sonntage wird ein gemeinsamer Zusammenkunftsraum zur Verfügung gestellt, in dem Bücher und Zeitungen ausliegen und geeignete Unter­haltungsspiele, wie Schach, Halma und dergl. vorhanden find. Selbstgewählte Obmänner haben für die Auf­rechterhaltung der Ordnung zu sorgen. Die Einrichtung tung zu erziehen und sie für den Uebergang in die Frei­heit vorzubereiten.

neuen Rechnungsjahr die immerhin stattliche Hohe von 33 000 M Die Stadt Goslar nnd der Reichsehrenhain. soll dazu dienen, die Gefangenen zur Selbstverantwor

erreicht. Bei der Ersatzwahl des Vorstandes wurde für das verstorbene Vorstandsmitglied, Bjarter Loos Butzbach, Herr Uni­Dersitäts Professor D. Dr. Cordier- Gießen gewählt. Am Schluß der Sigung hielt Herr Pfarrer Bernbed Hofheim einen aufschluß­reichen Vortrag über die Frage Was tann eine Baugemeinde an Selbsthilfe leisten?", wobei der Redner, aus seiner reichen Erfahrung bei dem Kirchbau in seiner Gemeinde Bürstadt schöp­fend, wertvolle Anregungen gab.

Der Nachmittag des gleichen Tages war zunächst der Sitzung der Gustav Adolf- Frauenvereine gewidmet, welchen der Frauen­verein Oppenheim auf der Landskrone in geschmackvoller und dankenswerter Weise den Festsaal zubereitet hatte. Bei freund­licher Bewirtung verliefen die Verhandlungen außerordentlich angeregt. Im Namen der Frauen Oppenheims begrüßte Herr Defan Schäfer Oppenheim die Anwesenden, während Herr Se­nior Dr. Spanuth- Leoben einen Gruß aus der Steiermark und dem evangelischen Diakonissenhaus in Graz überbrachte. Einige Bertreterinnen hessischer Gustav Adolf Frauenvereine berichteten zunächst über die Tätigkeit ihrer Vereine, wobei man bei vielen Vereinen in ein reiches Arbeitsfeld schauen konnte. Darnach eröffnete Herr Pfarrer Stord- Heppenheim die Aussprache über den Zusammenschluß der Gustav Adolf- Frauenvereine zu einem Landesverband mit einem furzen Referat über die Not­wendigkeit und den Zwed der Vereinigung. Der von dem hessi­schen Hauptverein vorgeschlagene Gedanke fand bei den Ver­tereterinnen der Frauenvereine freundliche Aufnahme, und es wurde ein vorläufiger Ausschuß, aus 9 Damen bestehend, damit betraut, die vorbereitenden Schritte zu der Gründung des Lan­desverbandes zu tun und bei der nächstjährigen Hauptversamm lung in Gedern darüber zu berichten, daß dort der Zusammen­schluß vollzogen werden, kann. Den Schluß der wohlgelungenen Veranstaltung bildete ein Vortrag von Herrn Pfarrer Bernbeck­Hosheim über: Die Stellung der Gustav Adolf- Frauenvereine innerhalb der Deutschen Frauenbewegung".

Nach Schluß der Gigung vereinigte eine Dampferfahrt zur Schwedensäule noch einmal einen großen Teil der Festteilnehmer zu einer gemeinsamen Feierstunde an dem einzigen Denkmal, das auf Geheiß des Schwedenkönigs auf deutschem Boden errichtet worden ist. An der Stelle, an der 1681 Gustav Adolfs siegge= wohntes Heer den Rhein überschritt, um den Spantern Oppen­heim zu entreißen, steht noch heute, von Waldesgrün umgeben, das schlichte Denkmal mit dem bekrönten Löwen auf hohem Obelisk. Vor dem Denkmal wies Herr Pfarrer Wagner- Bens­heim die zahlreichen Teilnehmer an der Fahrt auf die Bedeutung von Gustav Adolfs Rheinübergang hin und forderte zu ähnlich großen Friedenstaten auf, wie der Schwedenkönig im Krieg Großes geleistet hat. Die Klänge des Gustav Adolf- Liedes: ,, Berzage nicht, du Häuflein klein" flangen wie ein Gelöbnis

Wer mich bekennet.

Von Erwin Gros.

18. Fortsetzung.

,, Ob ich mich freue?" erwiderte das Mädchen mit bebender Stimme. Mein Hans wird doch nicht katholisch!"

Da lächelte die Frau Amtmännin außerordentlich liebens­würdig: Dann weiß sie eben nicht, Jungfer Sybille, wie lieb sie dem jungen Mann ist. Gerade vorhin ist er in unserer heili­gen Messe gewesen. Seht, so ist der Weg geebnet, und man kann euch Glück wünschen."

Da schüttelte Sybille den Kopf, schwere Tränen liefen über ihre Wangen: Nun ist alles vorbei, nun ist alles vorbei," schluchzte sie, legte den Kopf auf den Tisch und begann bitterlich zu weinen.

Der Frau Stubenrauch war es in diesem Augenblick nicht recht gemütlich zumute. Einmal erkannte sie, daß ihre Sendung gescheitert sei, zum andern war in ihr doch so viel mütterliches Gefühl, daß dieser hoffnungslose Schmerz hart wider ihr Herz stieß.

Frau Margarete Michel mühte sich unterdessen um ihre Tochter; endlich gelang es ihr, Sybille zu beruhigen. Das Mädchen erhob sich, ging mit gefaßtem Anstand auf die Frau Amtmännin zu und reichte ihr die Hand: Ich danke der Frau Amtmännin herzlich für die Bemühung, aber auf diese Weise kommen wir nicht zusammen, der Hans und ich."

..Aber warum denn nicht?"

Da sagte Sybille voll Rachdrud: Wie kann ich den Hans zum Manne nehmen, wenn ich ihm nicht trauen tann! Wie kann ich ihm aber vertrauen, wenn er die Treue gegen Gott und sein Evangelium gebrochen und seinen lutherischen Glauben mit Füßen getreten hat wider sein Gewissen und seine Ueberzeu gung!"

Mutter Margarete schossen die Tränen in die Augen; die Worte ihrer Tochter enthüllten ungewollt das ganze Elend und Herzeleid ihrer eignen Ehe.

Frau Stubenrauch aber stand stumm und erschüttert da. Das war ihr das Härteste, daß sie wider diese schlichte Rede

,, Goslar hat nicht nur das Recht, sich um den Reichsehren­hain zu bewerben es hat die Pflicht dazu!"- Diese Worte sprach unlängst eine der Persönlichkeiten, die das von der Stadt Goslar für den Reichsehrenhain vorgeschlagene Gelände be­sichtigten. Und wahrlich, es gibt nur wenige Städte in Deutsch­land, die mit dem Auf und Nieder der deutschen Geschichte so eng verbunden gewesen sind wie Goslar, die alte Kaiserstadt am Harz. Jahrhundertelang haben die deutschen Kaiser in ihren Mauern gewohnt, haben von hier aus die Geschide Europas ge­leitet. Und als mit den Hohenstaufen der Kaiserglanz für Goslar verblich und an die Stelle des höfischen das bürgerliche Zeitalter trat, konnte sich die Stadt, dank der alten kaiserlichen Privilegien, zu einem damals selten gesehenen Wohlstand ent­wideln, dem erst der Vertrag von Riechenberg im Jahre 1552 ein Ende bereitete. Nur die ihr von Heinrich IV. verliehene Reichsunmittelbarkeit blieb der Stadt noch bis 1806 erhalten. Und seltsam die Zeit, die Preußens tiefsten Niedergang dar­stellt, war für Goslar nach 250 Jahren der Heimsuchungen der Anfang eines neuen Aufstieges, der noch heutigen Tages nicht abgeschlossen ist.

In Goslar ist jeder Stein ein Denkmal. Die alte Kaiser­pfalz am Fuße des Rammelsberges, die Kapelle des 1820 leider auf Abbruch verkauften Kaiserdoms, das 800jährige gotische Rathaus mit seinem sehenswerten Huldigungssaal, die Kaiser= worth" mit den Standbildern der deutschen Kaiser und dem nedischen ,, Dukatenmännchen", das steile Brusttush", das heuer vierhundert Jahre steht, mit seinem windschiefen Dach und dem schnitzwerkverzierten Giebel, die zahlreichen Kirchen, Klöster und Kapellen, der dide Zwinger, die gewaltige Befestigungsanlage des Breiten Tores: All diese Baudenkmäler und noch viele andere mehr sind Zeugen der großen Vergangenheit Goslars und werden alljährlich von Tausenden von Besuchern ange­sehen und angestaunt.

Das Gebiet, das Goslar für den Reichsehrenhain zur Ver­fügung stellt, liegt 400 Meter über der Stadt inmitten der mäch­tigen Goslarschen Forsten und schließt das 200 Meter lange, 80 bis 100 Meter breite und etwa 40 Meter tiefe Felsenbert der historischen Ratsgrube ein, aus der im Mittelalter die Sadt den Schiefer für ihre Häuser und die Türme ihrer Befestigungen gewann. Wer die weltabgeschiedene Einsamkeit der Goslarer Forsten einmal fennen lernte, wer am Rande der grandiosen Felsengruft gestanden, wird sich dem heiligen Zauber dieses eigenartigen Fledchens Erde schwerlich entziehen können. Und da Goslar auch die Hauptbedingung: Lage im Herzen Deutsch­lands und leichte Erreichbarkeit, in jeglicher Beziehung erfüllt, so tritt es unter den Bewerbern um den Reichsehrenhain mit an die allererste Stelle. W. H.

Sybillens auch nicht das kleinste Wörtlein zu finden wußte. Es war ihr, als ob sie eine Niederlage erlitten habe und das Feld räumen müsse.

Doch sie verbarg dies außerordentlich gewandt hinter einer rasch aufgebauten Wand nichtssagender Höflichkeiten. In deren Schutz verließ sie das Haus und das Herzeleid, das sie hineinge­tragen.

,, Mutter", sagte Sybille, als die Frau Stubenrauch schon draußen auf der Straße dahinstolzierte ,,, Mutter, glaubst du, daß Hans so, so" sie wollte schlecht" sagen ,, etwas tun wird. Das kann doch gar nicht möglich sein! Er ist doch so gut und so offen und so ehrlich, wie das Wasser tief ist. Dann kann man sich ja auf keinen Menschen mehr verlassen, wenn man sich auf ihn nicht verlassen kann. Ich gehe gegen Abend einmal zu dem Pätter Vogelsberger und frage den Hans selbst. Gelt, Mutter, du hast nichts dawider?"

Frau Margarete schüttelte den Kopf: Kind, wie soll das enden! Wenn ich dir nur helfen könnte, daß du zu deinem Glüc und deiner Ruhe kämst!"

Unterdessen marschierte Hans Heeger durch die Dörfer Rodheim, Niederroßbach und Oberroßbach auf Köppern zu. Das heißt, er marschierte nicht, er rannte dahin, von der inneren Unruhe vorwärts getrieben. Daß er die Messe besucht hatte, dos quälte ihn.

Dann wieder fiel ihm ein Wort ein, das der Großvater des Pfalzverwüsters gesprochen hatte, Heinrich der Vierte von Frant­reich, als er, das frühere Haupt der Hugenotten, seinen refor mierten Glauben aufgab: Die Krone von Frankreich ist wohl eine Messe wert."

..Ist nicht Sybille auch eine Messe wert?" fragte er sich, und das Bild des Mädchens voll Schönheit und Liebreiz stand vor ihn.

Aber ich kann doch dies römische Wesen nicht mitmachen, es wird mir innerlich immer fremd bleiben," sprach eine andere Stimme in ihm, und dann frug sie weiter: Wirst du vor dir selbst noch Respekt haben können, wenn deine Religionsübung nicht ehrlich ist?"

,, Aber ich will und kann Sybille nicht aufgeben! Es ist rein zum Verzweifeln!"

Sonnabend, den 24. Juli

Ein Festes, ein Ganzes, ein in Weg hinauf zur Sonne, ein D ein Emporringen aus dem Niede

reitung, eine Probe für das Ew feinem Ratheder aus gelehrt. G en beute zu lernen, schon als Kin ins Alter. Wie notwendig wäre nam Leben, damit sie erzogen der sein Schiff nicht nur durch rub Se zu lenten hat, der vorsichtig die feinem Schiff Gefahren bringe

Auf Handwerk und Kunst, auf geprüft, wenn der junge Mann die Leben als solches hat man doch z hätten in unserem Volte weniger gang wenn man jeden Menschen shiffleins erziehen würde; wi Glid, mehr Geschlossenheit und M Die Schule für Lebenskunst my Das Glüd dort wirft seine Stro der Kinder. Vater und Mutter die den Kindern die Kunst des Le heim ist gelebte Lebenskunst.

Neue Wege der Gesundheitsfürsorge. Von Georg Streiter. Mitgl. des Reichsgefundheitsrats. Der Gedanke, die Lebensversicherung in inneren Zusam menhang mit der Gesundheitspflege zu bringen, um für den ein­zelnen ein möglichst hohes Alter, und zwar in voller Gesund heit und Rüftigkeit, zu erreichen, beginnt jetzt in der deutschen Lebensversicherung Fuß zu fassen. Er ist zuerst in den Ver­einigten Staaten von Amerika verwirklicht worden.

Ein in Neuport gegründetes Lebensverlängerungsinstitut verfolgt seit mehr als zehn Jahren die Idee der Hebung der Gesundheit und Verlängerung des Lebens und verfügt heute über 8000 Aerzte als Mitarbeiter. Dieser Aufklärungsarbeit und dieses für eine vorbeugende Gesundheitspflege eintretenden Aerztestammes bedient sich eine große Anzahl amerikanischer Lebensversicherungsgesellschaften für ihre Versicherten mit Er­folg. Dem gleichen Zwede will künftig u. a. die Gemeinnützige Deutsche Lebensversicherung mit ihrem auf eine hygienische Auf­flärung aufgebauten Systeme dienen.

Die Möglichkeit der Verlängerung des Lebens hat ein deut scher Arzt, nämlich Dr. Hufeland, vor 130 Jahren wissenschaft­lich nachgewiesen. Daß es sich dabei nicht etwa um ein phan­tastisches Hirngespinst, sondern um tatsächlich erreichbare Mög lichkeiten handelt, hat die deutsche Reichsstatistik inzwischen auch bestätigt.

Die mittlerweile bekanntgewordenen amerikanischen Ergeb nisse unterstützen diesen Beweis und gestatten günstige Schluß­folgerungen hinsichtlich der weiteren Fortschritte, die sich in Deutschland erzielen lassen, wenn die seit alters her gepflegte öffentliche Hygiene fünftig mehr als bisher durch eine er= höhte persönliche Gesundheitsfürsorge unterstützt und ergänzt wird.

Lokales. Sonntagsgedanken.

Für manchen ist das Leben furchtbar schwer. Er kann es nicht meistern, läßt sein Schifflein von den Wogen hin und her werfen und seine Hand ist oftmals zu schwach, um das Steuer richtig zu lenken.

Auch das Leben erfordert Künstler. Man spricht von Le­benskunst. Was ist sie? Nicht alle, die malen, sind Künstler, nicht alle, die leben, sind Lebensfünstler. Für viele ist das Leben nur ein Traum, eine Reihe von Tagen, ein Hin und Her, nichts Festes, nichts Ganzes, nur immer Halbes.

Und was soll es sein?

So war er in der Schwebe, kam nicht zur Ruhe, wurde immer wieder hin und hergeworfen.

Als er das Dorf Köppern erreicht hatte, merkte er, wie hungrig er war. Er kehrte in ein Gasthaus ein und nahm einen bescheidenen Jmbiß zu sich. Dann ging er wieder heim­wärts.

Es war ein heißer Augusttag, die Sonne stand och m Himmel. Der Wind schlief irgendwo im Walde.

Nach einer Weile verließ Hans die Landstraße und ging über die Stoppelfelder zwischen den aufgestellten Garbenhaufen aus die ,, Burg" zu. Dort legte er sich in das Gras

..Ich gehe nicht eher nach Hause, als jis ich einen festen Entschluß gefaßt habe!"

Eine Weile folgten seine Blide noch dem Flug der Schwal ben, die hoch über ihm dahinschossen. Dann horchte er auf den Summton der unzähligen Müden, die droben in der Sonne spielten. Auf müden Füßen gingen seine Gedanken. Die Augen fielen ihm zu, er schlief fest ein.

Als er wieder erwachte, stand die Sonne nicht mehr über seinen Häuptern, sondern war schon eine beträchtliche Strede nach Westen gewandert.

Hans sprang auf die Füße und schaute hinunter zu den Taunusbergen, deren dunkelgrüne Pracht im Sonnenglanz da lag. Wiederum sprach er zu sich: Ich gehe nicht eher bis ich weiß, was ich zu tun habe."

Wer seinen Kindern diesen G dem wird das Licht aus deren Altersheim fallen und sein müdes S

Der Tag hat vierundz Das haben wir zwar immer trotzdem ganz ruhig in zweimal zu handelten beinahe so verrüdt w tein Einundzwanzig- Schilling- Stü mit rechnen und sich so das Leben

ONVER

Was war das für eine Wir haufen fahren mußten! Wir hat 4 auf dem Fahrplan unterstrichen

fanden wir im Bahnhof, ungefrühst angesichts der geschlossenen Sperre fällig vorbeikommenden Beamten zu Nachmittag. Der Tag war verlor didi, d. h., der Tag iſt futſch, tran gefeht, wie der selige Balzac, und a ju lachen.

Aus diesen Gründen, und wei Berkehrsländere" schon vorher g hochstentwidelten Verkehrsländern nis, daß sich in Deutschland ,, diest lägt- haben Eisenbahn und Post dem Deutschen Reich den Vier ichenten.

Wir werden also immer ganz geschlagen hat. Vorsichtigen Gemi weimal zwölf( trotz Gustav Wied manzig ist, daß sie also nicht etwa es wahrscheinlich so sein wird, da und Bahnhofs- Uhren sowohl die vierundzwanzig Stunden anzeigen

Trotzdem wird es natürlich fi nehmersgattin Schulze aus Schopf auszurechnen, wie sie es anstellen

14 Minuten nach Dinkelsbühl fahre meidliche Härten der Umwälzung.

Es ist, nach sicherem Vernehme dag Leute, die im Jahre 1928 no Taschenuhr herumlaufen, in eine B jedoch jetzen sich übermütige Pers allzuschnell eine Vierundzwanzig­ben, sehr genauen Nachforschungen behalte also möglichst Großpapas

heißer Erregung stand alles vor i gelitten, die Schwester und die Es war gar nichts von Fre als er die Frage des Fremden d Wie kommt dieser Franzose stammt wohl aus einem der welsch die Heimat verloren wie ich." Und durch den Gedanken, ei

zu haben, milder gestimmt, jagte alten Vaterlande aus?" Der Franzose erwiderte schwe

die Stätte, wo man als Kind Rutter gespielt hat." Mein Heimatdorf liegt au hat mich in die Fremde getrie In die Fremde? Es is

seid unter euren Landsleuten hie diefem Land, es ist uns ein Asyl, vielleicht erit unsern Enfeltindern werden. Wisset, daß meine La hütten wohnten und nicht Häuser noch auf Heimkehr hofften." Ihr sein wohl mit euren tommen? fragte Hans Herger. ,, Ach nein," erwid::: der ju der Hand über die Augen ,, mei begraben, mein Vater aber, ob e worden ist, das weiß ich nicht. Ihr scheint ein schweres Let es euch nicht allzu sehr angreift, Dom mitzuteilen; es ist nicht N mame, die mir diesen Wunsche Bollen wir uns nicht ein jole, es erzählt sich dann besser, ist meine Geschichte nicht kurz." Sie nahmen an einem Hang Gegend zu überschauen war.

Als er sich umwandte, sah er unfern von sich einen Mann stehen, der unablässig nach Südwesten starrte, indem er mit der rechten Hand seine Augen beschattete. Er war mittlerer Größe, dabei fein gebaut, das Gesicht bartlos. Er trug einen langen braunen Rod, einen dreifach aufgeschlagenen Hut, furze Bein­tleider, feine Strümpfe. Die ganze Kleidung des Mannes machte einen gewählten Eindruck. Ein Bauer aus der Nachbarschaft war der Mann sicher nicht. Die Aufmerksamkeit Hans Heegers wurde gefesselt; er begann, das Alter des Mannes abzuschätzen, er mochte ihm selbst an Jahren gleich sein.

Jetzt drehte sich der Fremde um und sagte mit liebens würdigem Lächeln: Nun, mein Herr, habt ihr ausgeschlafen?" Bei dem eigentümlichen Tonfall der Worte ging es wie ein Rud durch Hans Heeger: Ei, das ist ja ein Franzose."

In

Dar über der weiten Flur und naben und fernen Dörfern.