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uischen Bauerntag vom 17. bis 20. Juli

Am Sonntag, 18. Juli, finden große Mittelpunkt des Montags steht der Fest 120. Juli findet nach der Schauordnung mer statt.

Mit dem Umbau der hiesigen, etwa 100 de wird in Kürze begonnen. Die Brüde erhalten bleiben, doch wird die Ketten­ntliche Wenderung erhalten. Zur Auf rkehrs wird eine Notbrücke hergestellt, 1 Betrieb genommen werden. Die neue zember fertig sein.

mus. Für das durch seine modernen An etes und größtes Europas anzusprechende Soden wurde Generaloberarzt a. D. tsch- Eylau zum dirigierenden Arzt und ernannt.

cherbesprechung.

tschen Leichtathletik in London. Die 3.", Stuttgart würdigt im Titel ihrer edeutung dieser Tat. Die textliche Zeile Erwartungen, die an eine illustrierte rden müssen.( Verlag Ringier u. Co., Preis 20 Pfg.)

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de- und Automobil- Nummer joeben et­der ,, Eleganten Welt" beschäftigt sich in

it diesen beiden Themen. Von allge zwei automobilistische Artikel. Preis

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hristian Klein in Gießen.

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W. G.

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uchhändler führt fiel Otto Beyer, Leipzig

39. Jahrg.

Samstag, den 24. Juli 1926.

Nr. 30.

Gießener Zeitung

Erscheint: Samstags.

( Neueste Nachrichten)

Bezugspreis 40 Big. monatlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüd­lendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert.

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Die neue französische Regierung.

Baris, 23. 7. Beim Verlassen des Elysees erklärte Poincaré den Pressevertretern:

..Wir haben ein Kabinett der sehr weitgehenden nationalen Einigung bilden können, in dem sämtliche Parteien vertreten find."

Die Liste der Minister.

Baris, 23. 7. Poincaré hat sich heute mittag ins Elysee be­geben und nach dem Verlassen des Präsidentenpalastes folgende offizielle Minifterlifte mitgeteilt:

Ministerpräsident und Finanzen: Poincaré, Justiz und Vizepräsidium: Barthou,

Außenminister: Briand,

Kriegsminister: Painlevé,

Marine: Lengues,

Oeffentliche Arbeiten: Tardieu,

Deffentlicher Unterricht: Herriot,

Handel: Bokanowski,

Inneres: Albert Sarraut,

Pensionen und befreite Gebiete: Louis Marin. Kolonien: Berrier.

Aderbau: Queuille,

Arbeitsminister: Falliéres.

*

Eine Warnung an den Ministerpräsidenten.

Baris, 23. 7. Das Jornal des Debats" richtet heute die Warnung an die neue Regierung, ja nicht zu versuchen, die Kontinuität der französischen Außenpolitik zu unterbrechen. Die hauptsächlichste Garantie für Frankreichs Interessen müsse in dieser Kontinuität gesucht werden. Ob man es bedauern oder begrüßen möge, die Lage am Jahre 1926 sei nicht mehr die gleiche wie 1924. Die Reparationsfrage sei durch den Dawes­plan geregelt. In Locarno sei ein politisches Experiment unter­nommen worden, über das endgültig sich zu äußern noch zu früh sei. Man müsse die Dinge nehmen wie sie sind, sich aber be­mühen, sie lediglich in einem Frankreichs Interessen entsprechen­den Sinn umzuformen.

Zusammenfassung der französischen Kriegsgerichte im besezten Gebiet?

Eine Berliner Korrespondenz meldet aus Mainz: In der allernächsten Zeit schon werden sämtliche im besetzten Gebiet noch bestehenden französischen Kriegsgerichte aufgelöst und zu einem Hauptmilitärgericht zusammengezogen werden, dessen Siz Mainz oder Trier sein wird."

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Die Gehälter der Kontrollkommission.

Wie eine Korrespondenz berichtet, sind die Gehälter der Interalliierten Kontrollkommission neu festgesetzt worden. Da= nach beträgt das monatliche Gehalt eines Generals rund 2780 Mark, eines Obersten 2000 Mart, eines Oberstleutnants oder Majors 1680 Mart, eines Hauptmanns 1380 Mart, eines Leut­nants 1000 Mart, eines Unteroffiziers 460 Mart und eines Ge­freiten oder gemeinen Soldaten 360 Mart.

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Was kosten die Reichstagsferien?

1 164 000 R.-Mt. Diäten.

Die Reichstagabgeordneten sind in die Ferien ge= gangen. Die Reichskasse und auch die Kasse des Parla­ments wird aber auch in den Ferien der Volksvertreter nicht stille stehen. Wenn der Reichstag seine Ferien­pause bis zum 3. November ds. Js. durchführt, wird die Kasse für 485 Reichstagsmitglieder viermal je 600 Mark zur Auszahlung bringen. Das sind monatlich 291 000 Mart, in der ganzen Ferienzeit also 1 164 000. Die Reichstagsdiäten betragen gegenwärtig immer ein Viertel des Gehalts eines Ministers. Jm Friedens reichstag betrug die tägliche Entschädigung 15 Mark. Die Höchstgrenze war auf 3000 Mart jährlich festgesetzt, wogegen die gegenwärtigen Reichstagsmitglieder 7200 Mart erhalten.

Das Ergebnis der Volkszählung 1925.

Das Statistische Reichsamt gibt soeben das Ergebnis der Boltszählung vom 16. Juni v. J. für die 45 größten deutschen Städte bekannt. Die Reihenfolge ist bei den zwölf größten fol­gende: Berlin, Hamburg, Köln, München, Leipzig, Dresden, Breslau, Essen, Frankfurt a. M., Düsseldorf, Hannover und Nürnberg.

Dr. Luther fährt nach Südamerika. Hamburg, 23. 7. Reichskanzler a. D. Luther tritt am 24. Juli mit dem Dampfer Rugia" der Hamburg- Amerika- Linie eine Reise nach Südamerika an, die ihn zunächst nach Trinidad und Venezuela führt.

Hindenburgs Urlaub.

Reichspräsident v. Hindenburg wird vermutlich Anfang August seinen Erholungsurlaub antreten. Er beabsichtigt, zu­

Drud, Verlag und Expedition: Gießen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Postichedkonto Nr. 8437 Amt Frankfurt a. M.

nächst für kurze Zeit sich in Hannover aufzuhalten, um dann nach Oberbayern ins Gebirge zu gehen.

Kampfflieger Wüsthoff.

Der aus dem Weltkrieg bekannte Kampfflieger Wüsthoff, Inhaber des Ordens Pour le merite", der vor einigen Tagen bei Kunstflügen auf dem Dresdener Flugplatz abstürzte, ist gestern seinen schweren Verlegungen erlegen.

Das Reichsehrenmal.

Angesichts des Streites um das Ehrenmal für die im Kriege Gefallenen hat, wie der Amtliche Preußische Pressedienst mit­teilt, der preußische Ministerpräsident an den Reichskanzler ein Schreiben gerichtet, in dem er auf den ursprünglichen Plan hin­weist, die sogen. Schinkelwache in Berlin zu einem Erinnerungs­platz für die Gefallenen umzugestalten. Durch die Wiederauf­nahme dieses Planes würde vermutlich der jetzt entstandene Streit verstummen. Sollte sich die Reichskanzlei nicht für Berlin entscheiden können, so wird gebeten, sich dann wenigstens für das Rheinprojekt zu entscheiden, da die Rheinlande durch die Leiden, die sie in den letzten Jahren für ganz Deutschland er­tragen mußten, den Anspruch darauf haben, in erster Linie be rüdsichtigt zu werden.

Durch dieses erfreuliche Eintreten des preußischen Minister­präsidenten dürfte die Reichsehrenmal- Frage zugunsten der Totengedächtnisinsel bei Lorch so gut wie erledigt genannt wer= den können.

Der Notgroschen.

Die Guthaben in den deutschen Sparkassen waren Ende März 1926 auf 2044,6 Millionen Mark gestiegen, gegen etwa 600 Millionen Ende 1924 und etwas mehr als 1,6 Milliarden Ende 1925. Es sind also im Laufe des Jahres 1925 etwas mehr als, eine Milliarde Mark den Sparkassen zugeflossen und im ersten Vierteljahr 1926 weitere 400 Millionen. Natürlich ist die Gesamtsumme mit den Zahlen vor dem Kriege nicht zu ver­gleichen, wo das gesamte Sparguthaben in Deutschland rund 20 Milliarden betrug, andererseits sind die Sparüberschüsse in feinem Vorkriegsjahre so große gewesen wie 1925. 1911 betrugen sie bei den deutschen Sparkassen 498,1 Millionen, 1912: 274,9 Millionen, 1913: 395,9 Millionen. Die erfreuliche Neubele bung der Spartätigkeit zeigt das Bedürfnis besonders des Mit­telstandes, sich wieder einen Notgroschen zu schaffen. Mit viel Entsagung erkaufte Rüdlagen.

Stand der Kulturgesetzgebung.

Trotz der immer neuen Hemmung und Verzögerung durch die parlamentarischen Krisen schreitet das Werk der großen ful­turellen Reformgesetzgebung langsam fort. Nachdem das Gesch ,, zur Bewahrung der Jugend vor Schund- und Schmugschriften" schon vor einigen Wochen im Bildungsausschuß zum Abschluß ge­tommen ist, so daß nach der Sommerpause in die Plenarberatun= gen eingetreten werden kann, hat nunmehr der Jugendausschuß des Reichstages das Gesetz über den Schutz der Jugend bei Lustbarkeiten" in erster Lesung beendet. Anträge auf Abschwä chung der Strafen wurden abgelehnt. Vereine und Verbände einschließlich der konfessionellen Schulen und Jugendämter, die gute Jugenddarbietungen veranstalten, sollen mehr als bisher gefördert werden. Auch auf dem Wege des Reichsbühnengesetzes, das dem Wunsche nach einer einheitlichen deutschen Theater: gesetzgebung seine Entstehung verdankt, sind die größten Schwie­rigkeiten überwunden. Wie Reichsinnenminister Dr. Külz auf dem Internationalen Schauspielerfongreß in Berlin mitteilte, besteht berechtigte Hoffnung, daß das Gesetz in fürzester Frist zustande gebracht werden könne. Der Entwurf eines Schant­stättengesetzes stand in den Ausschüssen des Reichswirtschafts­rates zur Debatte und wurde in den Grundlinien angenommen. Eine Entschließung wurde gefaßt, wonach Anträge auf Schant­erlaubnis für geistige Getränke aller Art im Zusammenhang mit Turn-, Spiel- und Sportplägen oder Hallen die Genehmigung zu versagen ist.

Dagegen hat die Reichsschulgejeggebung seit jener Anfün­digung des Reichsinnenministers im März dieses Jahres, daß er demnächst persönlich an die Vorarbeiten gehen werde, sichtbare Fortschritte nicht gemacht. Dem Vernehmen nach soll ein Ent­wurf ausgearbeitet sein, der aber den zuständigen Instanzen noch nicht zugegangen ist.

Seit Echterdingen ist

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( Gießener Tageblatt)

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Oppenheimer Gustav Adolf Tage. Jahresversammlung des Hessischen Gustav Adolf­Hauptvereins am 18. und 19. Juli in Oppenheim.

Strahlender Sonnenschein lag über den festlich geschmückten Straßen der trauten alten Stadt Oppenheim, als sich am Sonn tag ein stattlicher Festzug von 4000 Menschen vom Bahnhof zur altehrwürdigen Katharinenkirche begab, deren weite Hallen die Tausende nicht zu fassen vermochten, die ans Stadt und Kreis Oppenheim und weiterhin aus dem Hessenland zu dem volfs­tümlichsten aller firchlichen Feste gekommen waren. Von Gemeinde­und Chorgesang umrahmt, von Orgel und Vosaunenchor um flungen, schilderte in padenden Worten der Senior der Steier­mart, Herr Pfarrer Dr. Spanuth aus Leoben, den Beweggrund, das Wesen und den Segen der Gustav Adolf- Arbeit, während der oberste Geistliche der hessischen Landeskirche, Herr Prälat D. Dr. Diehl, den Gustav Adolf- Verein grüßte und seinen Rast­und Rüsttag, den er an historischer Stätte halten wollte, ver­geblich mit den Rast- und Rüsttagen, die einst Luther und Gustav Adolf in den Mauern Oppenheims gehalten hatten.

Aus der Volksversammlung, die für den Nachmittag auf der Landskrone angesetzt war, mußten 3 Parallelversammlungen gemacht werden, um die zahllosen wissensdürftigen Hörer zu be friedigen. In einer ganzen Reihe von außerordentlich wir tungsvollen Ansprachen wiesen zahlreiche Berrteter des evan­gelischen Auslandsdeutschtums auf die verschiedenen Haupt­arbeitsgebiete des Gustav Adolf- Vereins und ihre religiösen, kirchlichen und völkischen Nöte hin: Not, von der die Augen sprechen; Not, von der die Herzen brechen". Erschütternd flang aus allen Worten die Bitte der Redner heraus: Vergeßt uns nicht, Ihr evangelischen Deutschen in der gesicherten Heimat; verlaßt uns nicht, die wir deutsches Wesen auf heißumstrittenen Vorposten zu verteidigen haben.

Am Abend sand ebenfalls auf der Landskrone ein außer­ordentlich gut besuchter Familienabend statt. Der Vorsitzende des hessischen Hauptvereins, Freiherr von Henl zu Herrnsheim, eröffnete den Abend mit herzlichen Worten des Dankes an die Feststadt, deren Bewohner ohne Unterschied der Konfession durch Beflaggen ihrer Häuser und reichen Festschmud ihre freudige Anteilnahme an dem Ehrentag der evangelischen Gemeinde be­kundet hatten. Als Vertreter des Staates wünschte Herr Kreis­direktor Herberg der Liebesarbeit des Gustav Adolf- Vereins vollen Erfolg, während im Namen der Stadt Herr Bürgermeister Schmidt an die großen geschichtlichen Tage Oppenheims er­innerte, wo die alte freie Reichsstadt Luther und Gustav Adolf in ihren Mauern sah. Im Namen der Kirchenregierung wünschte Herr Oberkirchenrat Zentgraf den Brüdern in der Dia­spora die opferbereite Liebe der Heimat und der Heimat solch glaubensstarke Herzen, wie sie in der Diaspora schlagen. Na mens der kirchlichen Körperschaften und Vereine des Defanats und des Gustav Adolfzweig- und Frauenvereins Oppenheim be­willkommte Herr Delan Schäfer den Verein und überreichte eine Festgabe in Höhe von 400 M. Die Nachbarhauptvereine von Hessen- Kassel, Hessen- Nassau, Baden und der Pfalz ließen durch Herrn Pfarrer Kaiser, Groß- Auheim, ihre Grüße entbieten, während Herr Pfarrer Meyer- Frankfurt in launiger Rede vom Hauptverein Frankfurt 200 M überreichte. Brüderlichen Gruß sandte auch der hessische Hauptverein des Evangelischen Bun­des durch Herrn Pfarrer Klingenschmidt- Worms. Musikalische Darbietungen des Orchestervereins und des Kirchenchors um­rahmten die Worte der Redner in geschmadvoller Weise. Mit herzlichen Dankesworten des Versammlungsleiters schloß der eindrudsvoll verlaufene Familienabend. Die Zahlreichen Fest­gäste aus Stadt und Land waren erfüllt von den erhebenden Eindrücken, welche sie aus der Feststadt mitnahmen und schieden mit herzlichem Dant gegen die gastfreundlichen Bewohner Oppenheims, die alles aufgeboten hatten, um dem Feſt einen schönen Verlauf zu sichern. Besondere Verdienste um das Ge­lingen des Festes erwarb sich auch die Freiwillige Sanitäts­kolonne, der darum besonderer Dank gebührt für die Freundlich­feit, mit der sie ihres mühevollen Dienstes waltete.

2. Tag.

Der zweite Festtag bringt hertömmlicherweise die Be­sprechung mehr geschäftlicher Dinge in der Verwaltungsrats: sigung, die Abgeordnete aus dem ganzen Land mit dem Borstand des Hauptvereins in der jeweiligen Feststadt zu verantwortlicher Arbeit zusammenführt. Die Beratungen wurden eröffnet durch den Vorsitzenden, Freiherr von Heyl zu Herrnsheim, mit dem Rüdblid auf die Leistungen des Hauptvereins im vergangenen Jahre und mit dem Hinweis auf die nächsten Zukunftsaufgaben. Die Arbeit des Gustav- Adolf- Vereins ist in Kriegs- und Nach­friegszeiten nicht geringer, sondern wesentlich größer geworden, sodaß es der Anspannung der ganzen Kraft des evangelischen Bollsteils bedarf, um die vorhandenen Nöte zu lindern. Wenn die 886 000 Evangelische in Hessen im vergangenen Jahr dem Berein insgesamt 141 000 M zugewandt haben, so ist das eine erfreuliche, aber längst nicht ausreichende Summe. Es wird die Aufgabe der Evangelischen Hessens sein, durch gleiche oder noch vermehrte Treue gegen das Vereinswert den großen Helfer in der Not in die Lage zu verjeten, noch besser als bisher seiner schwierigen Aufgabe nachzukommen. Nach einer Begrüßung des Gustav Adolf- Vereins durch den Verein für das Deutschtum im Ausland, welche in dessen Namen Herr Prof. Dr. Breitenbac= Darmstadt übermittelte und nach herzlichen Grußworten vom