Sonnabend, den 23. Oftober 1926.
Aufhebung des hiesigen Amtsgerichts getan habe. Das Vorgehen der Stadtverwaltung wurde von allen Rednern einmütig gebilligt.
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Das hessische Artillerie- Dentmal. Ueberall, wo der Aufruf der früheren hessischen Feldartil.Regimenter 25 und 01 für ein gemeinsames Dentmal hintam, hat et lebhaften Beifall und Zustimmung gefunden. Und nicht nur bei diesen beiden alten Friedensregimentern, die ehedem das„ Großherzogliche Hes. Artillerie- Korps gebildet hatten, sondern auch bei den über 40 Kriegsformationen, die von den beiden Regimentern während des Krieges aufgestellt worden sind. Der schöne Entwurf des Herrn Prof. R. Cauer ist jetzt in der Ausführung: überlebensgroß steht der Kanonier da, in ungebeugtem Kampfeswillen, mit der Handgranate in der Rechten, auf den Trümmern seiner Kanone! Auf dem einfach zu haltenden Godel werden in Bronze die Namen aller Kriegsformationen der beiden Regimenter als bleibendes Zeichen eingraviert. Als Hauptinschrift wird man lesen:
,, Der hessischen Artillerie und ihren Toten"
Im Frühjahr 1927 ist das Denkmal fertig und findet im Orangerie- Garten in Darmstadt an schöner Stelle seine Aufstellung und Enthüllung.
Noch aber fehlt ein fleiner Teil der Bausumme! Wer hat noch nichts für das Denfmal gespendet? Wer spendet noch einmal, damit das Hessische Artillerie- Denkmal würdig zustande tommt? Spenden werden an die gemeinsame Kasse erbeten: Denkmalstasse des Feldartl- Regts. 25, Postschedkonto Frantfurt a. M., Nr. 20444.
Auskunft und Anrufe mit Verzeichnis der Kriegsformationen, die auf dem Sodel verewigt werden sollen, sind auf Anfrage bei Oberstleutnant a. D. Lenne Darmstadt, Hermannstraße 41, zu haben.
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Lang- Göns. Lehrer Eduard Schwinn an der hiesigen Volksschule ist mit Wirkung vom 1. November ds. Js. ab auf sein Nachsuchen in den Ruhestand versetzt worden. Er war ein allseits beliebter Lehrer.
Grünberg( Oberh.). Die Polizei fahndet nach einem
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Gießener Zeitung"
Nidda. Eine neue landwirtschaftliche Schule foll hier errichtet werden.
* Schwere Strafe für Meineid. Vor dem Schwurgericht hatte sich der in Birkenau im Odenwald geborene Kaufmann G. zu verantworten wegen Meineid. Während der Staatsanwalt eine Zuchthausstrafe von 1 Jahr 6 Monaten beantragte, et tannte das Gericht auf zwei Jahre Zuchthaus, abzüglich zwei Monate Untersuchungshaft. Ferner werden die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 5 Jahren aberkannt. In der Urteilsbegrüdung tam zum Ausdrud, daß gegen die Meineidsepidemie energisch eingeschritten werden müsse.
Aus Nah und Fern.
Neue Funde aus der Römerzeit. Heldenbergen. Hier wurden vor einigen Tagen durch Lehrer Messerschmidt aus Hanau Ausgrabungen vorgenommen. 20 Zentimeter unter der Erdoberfläche fam man auf Grundmauern, die ein Biered bilden. Die Lage läßt auf die Grundmauern eines römischen Wachtturms schließen. Weiterhin stieß man auf mächtige Sandsteinplatten. Eine 28 Zentimeter hohe, sehr gut erhaltene Urne war zum Teil mit Knochenreiten ge= füllt. Man dürfte also gleichzeitig auch ein Urnengrab gefunden haben.
Weilburg. Bürgermeister Bedmann- Schötmar, der kürzlich zum Bürgermeister von Weilburg gewählt wurde, hatte auf die Mitteilung seiner Wahl geantwortet, daß er die Wahl nur unter Einreihung in die Gruppe 11 annehmen würde. Der Magistrat lehnte dies ab, worauf Bedmann seine Forderung auf Gruppe 10 zuzüglich 500 Mart Aufwandsentschädigung ermäßigte, andernfalls müsse er auf die Wahl Berzicht leisten. Die Stadtverordnetenversammlung lehnte auch diese Forderung ab und ließ Bürgermeister Bedmann mitteilen, daß sie seinen Verzicht unter diesen Umständen annehmen. Wie verlautet, findet in der nächsten Woche eine neue Bürgermeisterwahl statt.
Bad Ems. Jm Distrikt Wiesbach wurde bei Ziegelarbeiten einer der berühmtesten silbernen Johannistaler aus dem Jahre 1575 gefunden.
Schwindlerpaar, das im Juni d. 3. hier zuerst ein Manöver bi Aus aller Welt.
trieb, durch das der Handwerksmeister, bei dem sie wohnten, um 1600 M geschädigt wurde. Das Pärchen beglückte dann Bayern mit seinem Aufenthalt, tauchte dann wieder einmal in Bad- Orb auf und ist jetzt wieder, nachdem die Arbeit“ er
folgreich war, spurios verschwunden. Es handelt sich dabei um
den 28jährigen Adam Thoma aus Lorsch und die 44jährige Emma Koch, eine kleine, rundliche Person, die sich teils als die Frau, teils als die Tante des Thoma ausgibt.
Heliumgas in der Lüneburger Heide?
Auf dem Terrain der Nord- Del- Aktiengesellschaft A.-G. bei Oberg in der Lüneburger Heide wurde festgestellt, daß die Del
laner allem Anschein nach ſtart heliumbattig sind. Die Unter
suchungen, die unter Leitung eines Pofessors der Berliner Universität standen, sollen ein außerordentlich günstiges Resultat ergeben haben.
a das Neue Stürme haben wieder auf Kuba gehauſt. 70 Tote und
Trais Horloff. Hier ist am vergangenen Sonntag neue Pfarrhaus eingeweiht worden.
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Der schönste Nam' im Erdenrund, Das schönste Wort im Menschenmund Jst Mutter!
Ja, feines ist so tief und weich, Go ungelehrt gedankenreich Als Mutter!
Und hat es wohl so tiefe Macht, Weil es von Kinderlippen lacht: Die Mutter!
Weil es aus Kinderaugen wintt, Weil es in Kinderherzen singt:
Die Mutter!
Ja, wem auch dieses Wort erflang, Hat hohe Würde lebenslang
Als Mutter!
Und die's besessen und entbehrt, Der ist das Erdenglück verwehrt Als Mutter!
Büchertisch.
Nr. 43.
Roda Roda, Gift und Galle( Ro- Ro- Gi- Ga). Kart. 3,-M, Ganzl. geb. 4,-M, Eulenspiegel- Verlag G. m. b. H. Magdeburg. Ein gefährlicher Titel. Doch sagt er nicht zuviel. Beißende Satiren wechseln in unterhaltsamer Fülle mit turzen, scharf pointierten( nicht immer ganz salonfähigen) Schwänken, besinnlichen Gleichnissen, fröhlichen Schnurten. futz, es ist das satirische Buch der Zeit.
Joseph Bictor von Scheffel, Briefe ins Elternhaus 1843 bis 1849. Im Auftrage des Deutschen Scheffelbundes eingeleitet und herausgegeben von Dr. Wilhelm Zentner. Ver lag von Armin Gräff, Karlsruhe, 1926. Preis in Leinen 12,-M, in Pappbd. 10,-M. Nur wenigen bedeutenden Menschen ist der Segen eines glüdlichen Jugendlebens in der Hut eines innig betreuenden Elternhauses in reichlicherem Maße zuteil ge= worden als dem Dichter Joseph Victor von Scheffel. Scheffels Briese an sein Elternhaus, ein stattlicher, für die Lebensgefchimte des Kunstlers bisher noch nicht ausgewerteter Komplex von 500 Schriftstücken, spiegeln deshalb des Dichters innere Entwidlungen und äußere Schicksale am unmittelbarsten wieder, Do fumente zugleich eines von mannigfachen Stürmen bedrängten, siegreich sich durchkämpfenden Mannesherzens und einer gleich der Seele des Autors von der Fülle der Ereignisse erschütterten Zet, deren eigentlicher Grundzug das Streben nach Einheit, nach Gestaltung ist. Der menschliche Reiz vermählt sich mit geschicht= lichem Interesse; deshalb vermögen diese Briese den verschieden artigsten Intereffen etwas zu geben. Aus den reichen Schätzen des Karlsruher Scheffelarchivs sind hier von dem Herausgeber der Briefe der eigentlichen Studentenzeit in München, Heidelberg und Berlin, die mit der Revolution von 1848 und 1849 ihren Abschluß finden, zu einem Bande vereinigt.
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Datum 31.12.1924 31.12.1925
759 253 1208 402 30.9. 1926 1598 521 Der Bestand in Gold sowie sind demnach in den letzten zwei fache gestiegen. Andererseits hat banknoten mehr als verdoppelt aber heute nicht unwesentlich g Der Reichsbankdiskont ist d 6 Prozent( seit 6. Juli 1926) g besteht nicht der geringste Anlaß Zweifel zu setzen. Das Auslan note schon seit langem als eben nische Dollarnote an.
Die Auswertung der S
Der Gesetzgebungsausschuß 26. Oktober, die von dem Minist erdnung zur Durchführung der besprochen und gebilligt. Die bedürftigen Sparern ihr aufgen dem 1. Januar 1982 ausbezahl Die jogenannte„ Kleine Län
Da die Regierungen und die überall als notwendig en der Beamtenbesoldung im fetzig stelligen zu können glauben,
der letzten Zeit durch eine vorlä den Versuch gemacht, die Gehä tatsächlichen Wirtschaftslage a
auf diesem Wege vorausgegang haushaltsplan die vorübergehe höhere Besoldungsgruppe zulie schon im Gang. Der zu diesem des preußischen Landtages hat reits im Juli abgeschlossen. I Ausschuß den zweiten Teil sei
um die Nachprüfung der Beso höberen Beamtenschaft dreht. schaft die Entwicklung der Be übrigen Ländern mit wachem blids, wo auch die hessische Re aus der Ueberzeugung von der Besoldungslage zieht.
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Selfischer Landespai Der diesjährige Landespar in Hessen wird am 26., 27. und anstaltet.
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Staatsbeihilfe für die G des Lahn- un Der Hauptausschuß des Pr fich am Dienstag Abend mit ei Wirtschaftsfragen. Ein Antrag nahme der Kommunisten, wurd Grubenbetriebe des Siegerland gebietes bewilligten Staatsbeib 1926 weiter gewähren will.
Sagesna
An Stelle des verstorbene von Meerveldt( deutschnation ichlag gewählt worden war, wi wald Sauer aus Dillenburg in


