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en sein wird. Er glaubt aber, daß diefer

Sonnabend, den 23. Oktober 1926.

e durchgefämpft und entschieden werden und förderliche aufsteigende Linie in der ungsnot und in der Belebung des für usschlaggebenden Baumarktes gewonnen mentarische Austragung dieses Rampjes bession des preußischen Landtages zu er Entscheidung in der Wohnungsfrage night werden könne.

ungszahlung im Jahre 1927.

t Siedlungs- und Wohnungswesen chswirtschaftsrates behandelte in den Entwurf eines Gesetzes über zählung im Jahre 1927 und die en der Wohnungsuchenden.

ausgedehnte Industrie besitzt, jedenfalls ungleich mehr als München. Vergleicht man die Zahlen der Unterstützten in allen deutschen Großstädten mit mehr als 100 000 Einwohnern, so zeigt lediglich Königsberg i. Pr. mit 21,3 v. T. einen niedrigeren Stand als Stuttgart. Den Reford hält M.- Gladbach mit 72,6 b. T. Es ist sicherlich fein Zufall, wenn in der Stadt Stutt gart der niedrigste Stand der Unterstützungsempfänger mit der Tatsache zusammenfällt, daß Württemberg und Stuttgart im Abbau des Mieterschutzgesetzes an der Spitze marschieren. Und aus diesen Verhältnissen müßte wohl allgemein der Schluß und die Nutzanwendung gezogen werden, daß die freie Wohnungs­wirtschaft nicht nur die so bitter notwendige Wiederbelebung des Baumarktes und der Gesamtwirtschaft in hervorragendem Maße mächtig fördern, sondern auch die unerfreulichen Zustände im Wohnungswesen beendigen und damit zur Erhaltung und hebung der törperlichen, geistigen und fittlichen Volfskräfte beitragen würde. Statt dessen hält man zäh und unbeugfam an der Aufrechterhaltung der Wohnungszwangswirtschaft fest, durch die alljährlich ungezählte Millionen muß- und und zwed­los verpulvert werden, weil man auf diese Weise mag auch die Wirtschaft darüber aus den Fugen gehen am einfach ften Konflitten entgeht. Franz Seyfried, München.

rf sieht für das Jahr 1927 die hnungszahlung in allen denjenigen tschen Reiches mit Ausnahme des deren Wohnbevölkerung bei der 6. Juni 1925 2000 oder mehr Ein­Landesregierungen fönnen bestim g beim Vorliegen besonderer Ver­Semeinden mit weniger als 2000 bird und in Gemeinden mit weni­hnern unterbleibt, falls sie dies erachten. Die statistischen Auf­den Landesregierungen bewirkt Hand von Grundstücslisten und

Lokales.

Sonntagsgedanken.

Der Morgen war es, dem wir am letzten Sonntage unsere Worte weihten. Heute wollen wir beim Abendglodenläuten unsere Sonntagsgedanken schreiben.

Jm Westen sinkt die Sonne nieder und überleuchtet noch cinmal diese Welt in schweigender Herbstpracht. Der goldene Himmelsball hat seinen Tagesweg vollendet, die Menschen iht Tagwert. Einen letzten Gruß fprich: die intende Sonne aus dem Westen und taucht noch einmal vor dem Dunkel die Welt in ein goldenes Lichimeer. Und Abendglodenflingen von fern und nah, vom Berge herab, aus dem stillen Tal herauf, über Dörflein und Stadt.

Don den Grundstüdseigentümern n auszufüllen sind. Ferner sieht Ermächtigung des Reichsarbeits ie Anlage und Führung von Ver­nungjudhenden( Wohnungslisten, den Gemeindebehörden, insbeson egungen der Eintragung und über Vorschriften zu erlassen. Der 1 Grundgedanken des Gesetzes, so szählung behandelt, einmütig zu. Ansicht, daß sich die Zählung auf den müsse, und beschloß daher mit mme, die einschränkenden Zusätze trag, die Bestimmung über An­r Wohnungsuchenden zu streichen, Stimmen abgelehnt. Dem Gesetz­n gegen eine Stimme zugestimmt. g des Fragebogens, der der Zäh­werden soll, wurde ein Arbeits­

cht wieder begründet. Die ausschlag­Wirkungen der freien Wirtschaft wird

en, daß heute außer dem beträchtlichen en noch jährlich etwa 100 000 Woh­

ir den auf Bevölkerungsvermehrung ichen laufenden Bedarf zu erstellen che Wohnungsfürsorge trotz aller An­der Mietzinssteuer gewonnenen Bau­produzieren vermochte und auch künf­en vermag.

belebung der privaten Initiative auf twohnhäuser bringt zugleich den Vor­jen der gemeinnützigen Bauweise nur nungen, nämlich der Kleinwohnung, form, die Erstellung auch solcher Woh die jedem Bedarf und Geschmack hin­öße, sowie Lage derselben Rechnung

Wie die Sonne still und friedlich gleich einem ausgehenden Lichte hinter dem Horizont verfintt, so wird auch unser Leben einmal hinuntersinken, wenn der letzte Abend naht. Wie ein greßer, langer Tag wird dieses Leben hinter uns liegen, wenn die Todesdämmerung einmal langsam aufzieht. Und die Seele, die durch soviel Tage der Mühe, der Sorgen, des Leidens und Kämpfens gezogen, pilgert am letzten Abend der aufdämmernden Ewigkeit entgegen.

Denn wie aus dem Abendrot ein neuer Tag geboren wird. wie das Abendrot einer anderen Welt zum Morgenrot eines nahenden Tages wird, so werden wir einmal im Abendsonnen­schein die Tore einer anderen Welt sich öffnen sehen, wo das Morgenrot einer Ewigkeit den Tag verkündet, dessen Sonne feinen Untergang mehr fennt. Waldfried.

*

Straßenbau- Kursus des Landkreistages.

Der Deutsche Landkreistag veranstaltet in Verbindung mit der Technischen Hochschule Berlin- Charlottenburg und mit finan= zieller Unterstützung des Reiches und Preußens einen Kursus für leitende technische Beamte des Landstraßenbaufaches am 21., 22. und 23. Oftober. Infolge der veränderten Art der In­anspruchnahme der Landstraßen durch den anwachsenden Auto­mobilverkehr sind die Landkreisverwaltungen, deren Obhut die Landstraßenstreden zum größten Teil anvertraut sind, vor die große Aufgabe gestellt, das gewaltige Netz der Landstraßen in anderer Weise zu befestigen, als es bisher der Fall war. In dem Kursus werden die bedeutendsten Fachleute auf diesem Ge­biete Vorträge halten.

* Von der Landesuniversität Gießen. Die theologische Fa= fultät unserer Landesuniversität hat anläßlich der Vierhundert­jahrseier der Hessischen Reformation den Geh. Konsistorialrat in Frankfurt a. M. Friedrich Clemens Ebrard und den Vizepräsi­denten des Hessischen Landeskirchentags und der Hessischen Kit­chenregierung in Darmstadt Dr. jur. Wilhelm Bernbed ehren­halber zum Doktor der Theologie und den Studienrat in Mar­burg a. L. Hedwig Jahnow ehrenhalber zum Licentiaten der Theologie ernannt.

* Bessere Zugverbindung. Der Hessische Verkehrsverband" teilt uns mit: Der BP.- Zug 767 ab Frankfurt a. M. 7.36 nachm., eireicht, wie die Reichsbahndireffion auf Anfrage mitteilt, in Vilbel den um 8.03 Uhr abgehenden Zug in der Richtung Hel­denbergen- Windeden und Stockheim, der an Sonn- und Feier­tagen bis Gedern weitergeführt wird und Anschluß nach tingen hat. Es ergibt sich bei Benützung des genannten BP.­Zuges die Möglichkeit, die Abfahrt aus Frankfurt a. M. von 7.10 bis 7.36, also um fast eine halbe Stunde hinauszuschieben. Diese erfreuliche Abkürzung der Reisezeit von Frankfurt a. M. nach der Wetterau und dem Vogelsberg wird namentlich auch Don den zahlreichen Sonntagsausflüglern lebhaft begrüßt werden.

freien Wirtschaft im Wohnungswesen sehnte Behebung des bestehenden Ar­gels im Baugewerbe herbeiführen, das el aller handwerksmäßigen, technischen, fmännischen Kräfte umfaßt. Die Be­wird durch die Tatsache gekennzeich zeit das Baugewerbe 208 000 Betriebe Personen beschäftigte, zu denen noch echnen sind. Mit dieser Beschäftigung e Beschäftigungszunahme bei den am tung und Ausrüstung beteiligten In­nen nur die Metall-, Glas-, Möbel-, hervorgehoben sei. Mit der Wieder­haft im Wohnungswesen würde auch ig, was wirtschaftlich von ungeheurer wollen die maßgebenden Behörden d aufrechterhalten, bei dem Arbeits­bestimmter Branchen z. B. dauernd dige kann schließlich noch ausweichen. heute niemand aus dem Wege des nehmen will, blieben bei freier Woh­ere Möglichkeiten als Gashahn und hätten aber auch Staat und Gemein­hung der steuerlichen Leistungen und ützungsgelder, ideell dadurch, daß der Verbitterung, die aus den heutigen ährboden entzogen würde. on durch eine weitgehende Loderung tschaft die allgemeine Wirtschaft sich ut durch die infolge der Zwangswirt­n strömt, ist Württemberg und die rt. Die amtliche Statiſtik über die

im Mai bis Juni 1926 zeigt, daß chen Städten über 300 000 Einwohner

Hauptunterstützungsempfängern regi­sweise am 1. Juni auf 1000 Einwoh In 42,3, in München 32,8, in Breslau enberg 57,5 treffen, entfallen in Stutt gsempfänger, obwohl Stuttgart eine

Rundfunk. Die Oberpostdirektion Darmstadt schreibt: Wer cine Rundfunkanlage baut oder in Betrieb fetzt, ohne vorher die Genehmigung der Deutschen Reichspost eingeholt zu haben, läuft bekanntlich Gefahr, nach der Funkverordnung mit Gefäng­nis bestraft zu werden. Im besetzten Gebiet hat der Inhaber einer nicht genehmigten Funkanlage außerdem harte Bestrafung durch die Besatzung zu gewärtigen. Trotzdem fommt es immer wieder vor, daß Rundfunkanlagen bei der Post erst angemeldet werden, wenn sie schon fertig oder sogar schon im Betrieb find. Vor solcher verspäteter Anmeldung fann nicht eindringlich ge nug gewarnt werden. Wer sich am Rundfunk beteiligen will, wende ich zuerſt an die Boſt, ehe er mit dem Bau ſeiner An­lage anfängt. Die Anmeldung als Rundfuntteilnehmer ist bei den Postanstalten schriftlich, durch Fernsprecher, durch die Brief­träger oder auch mündlich am Schalter oder bei einer anderen Dienststelle möglich.

* Hessen in Berlin. Der Verein der Hessen in Berlin", der am 10. August ds. Js. gegründet wurde und bereits über 200 Mitglieder hat, hielt am 14. Oftober im Hotel Russischer Hof" wieder einen Hessenabend ab, der außerordentlich zahlreich besucht war. Nach geschäftlichen Mitteilungen des Vor­sitzenden und musikalischen Darbietungen der Hauskapelle des

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Hotels kam die hessische Wesensart zum Durchbruch. Andreas Euler in oberhessischer, Kaufmann Heinrichs in rhein­hessischer, Chemifer Dr. Gölz und Ministerialrat Professor Maurer in Darmstädter Mundart unterhielten die anwesen­den Landsleute mit heiteren Vorträgen und wedten so in ihnen die Erinnerung an die ferne, geliebte Heimat. Der Abend be­wies wiederum, daß die Gründung des Vereins ein sehr glüd­licher Gedanke war, der in seinem weiteren Ausbau hoffentlich bald alle Berliner Hessens zu gemeinsamer Pflege des Heimats­und Zusammengehörigkeitsgefühls umfassen wird. Dazu können unsere Leser mithelfen, indem sie Adressen von in Berlin leben­den hessischen Verwandten oder Bekannten dem 1. Schriftführer des Vereins, Ministerialamtmann Kriegbaum in Berlin­Halensee, Johann- Georgstraße 12, mitteilen.

* Der Umbau der Eisenbahnbrüde an der Ederstraße geht I Ederſtraße ge seiner Vollendung entgegen.

* Studienrat H. ist wegen Unregelmäßigkeiten, die an Be trug grenzen sollen, verhaftet worden.

Ausstellung von völterkundlichen Gegenständen aus den Arbeitsgebieten der Baseler Mission. Vom 15 20. bis 27. Ottober findet in Gießen in den Räumen des früheren Hotel Großherzog( Ede Westanlage­Bahnhofstraße) eine Ausstellung statt, deren Bedeutung über das gewöhnliche Maß solcher Wanderausstellungen weit hinausgeht. Es werden Gegenstände aus den Kulturländern Asiens, China und Indien, z. B. die naturgetreue Nachbildung einer chinesischen Ahnenhalle und solche aus dem dunkelsten Afrika wie Henkermesser und-müze, Sklavenfessel und-peitsche, sowie Schädel von der berüchtigten Schädelstätte in Asante und Mas­ken von den unheimlichen Losangogeheimbünden aus unserem Kamerun vorgeführt werden. Dazu noch vieles andere, sodaß man einen rechten Einblick in die kultu­rellen Verhältnisse jener Völker und Länder bekommt, die, auf welcher Stufe sie auch stehen mögen, für einen jeden, der Verständnis hat für das Werden und Wachsen der Kultur, von großem Interesse sind. Leider haben wir selber keine Kolonien mehr, was vom coltswirt­

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schaftlichen Standpunkt aus sehr zu bedauern ist. Haben wir deshalb noch Recht und Pflicht mit jenen Völkern in Verbindung zu treten, ihnen unsere Kultur and Re­ligion anzubieten? Ja! Gerade das stürmische Ver­langen der Eingeborenen nach der Rückkehr der deut­schen Missionen zeigt das. Wir Deutschen haben ihnen etwas zu geben. Und wir können es gerade durch die Mission, die jetzt wieder auf alle ihre Arbeitsfelder zurüdgerufen wird. Wir dürfen darin eine göttliche Fügung erbliden, daß uns Deutschen dadurch Gelegen­heit gegeben ist, der Welt zu zeigen, daß wir nicht ein Volf von lauter Hunnen und Barbaren sind, sondern hohe ideale Güter zu vermitteln haben. So kann ge­rade durch die Mission unser Volt wieder zu Achtung und Ansehen gebracht werden in der Welt. Der Besuch jener Ausstellung, die uns auch mit der Art und Ar­beitsweise der deutschen Mission vertraut macht, fann nur wärmstens empfohlen werden.

Aus Hessen.

Gegen die Aufhebung hessischer Amtsgerichte. In Bad Nauheim haben die Stadtverordneten gegen den Plan des Juftizministeriums, die Amtsgerichte Bad Nauheim und Friedberg aus Sparsamteitsrüdsichten zusammenzulegen. Stellung genommen. Jn längerer Aussprache wurde von allen Rednern übereinstimmend betont, daß der Gedante, dem inter­nationalen Weltbad mit seinem riesigen Fremdenverkehr das Amtsgericht zu nehmen, undurchführbar sei. Sollte eine Ber­einigung der beiden Amtsgerichte nicht zu umgehen sein, so tönne der Sitz des zukünftigen Amtsgerichts nur Bad- Nauheim sein, auch wenn der Stadt durch die Bereitstellung weiterer Ge­schäftsräume infolge eines Um- und Anbaues am bestehenden Amtsgerichtsgebenude finanzielle Laften auferlegt werden soll­

ten.

In einer in Dieburg stattgefundenen öffentlichen Versamm­lung machte Bürgermeister Wid Mitteilung von den Schritten, die die Stadtverwaltung gegen die von der Regierung geplante