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Samstag, den 20. März. 1926.

hunderte, wie diese eben zufällig die Provinzen aneinander fügten, wie es die Macht der überlieferten Einrichtungen ge= bildet hatte. Der Widerjinn der Berwaltung ergab sich aus dem furchtbaren Größenunterschieb der Berwaltungsbezitte: bem ungeheuer großen Languedoc stand z. B. das winzig fleine Domebs gegenüber; es gab 37 große Berwaltungsgebiete und 407 Sonderbezirte. Ein wohlgetroffenes Bild des alten Frant reich( des ,, ancien regime") gibt der befannte Bericht des Mi­nifters Calonne an den Rönig wieder: Frankreich ist ein König­reich, das aus Gebieten mit ständischer und solchen mit gemisch­ter Berwaltung zusammengejekt ist, dessen Provinzen einander fremò sind; wo es unmöglich ist, einen Grundjak dauernd fest­zuhalten oder einen gemeinsamen Willen zu betätigen. Es ist notwendigerweise ein sehr unvolltommener Staat, poller Mig­bräuche; in seinem jetzigen Zustande fann er unmöglich gut ver waltet werden." Auch Italien zerfiel früher in lauter klein­staaten, in Königreiche, in Länder des Kirchenstaates, in Herzog tümer, in Fürstentümer, in Stadtrepubliken uff. Die große Freiheitsbewegung des vergangenen Jahrhunderts schuf auch hier ein einheitliches Italien und der Abschluß des Weltkrieges rundete Italien um ein weiteres Stüd ab. Die damalige Ab­fassung der Beschwerbeschriften( cabiers de boleanes), worin die eigenen Wünsche und Forderungen in Frantreich ihren Nieder­schlag fanden, findet bei uns gleichfalls heute ihre Parallele in den zahlreichen Abhandlungen wirtschaftlicher Aufbaugebanten der verschiedenen sich heraustristallisierenden deutschen Wirts schaftsgebiete, jo u. a. von Prof. Arthur Blaustein( Mannheim) über Südwestdeutschlands Zusammenschluß", von Universitäts­professor H. Wolff( Salle)..Salle und die mitteldeutsche Wint­schaft", von Prof. Dr. Bruno Kuste( Köln) über den Rhein und seine Länder", jerner eine voltswirtschaftliche Betrachtung, ven der städtischen Wirtschaftsdeputation cantjust a Müber Der Rhein- Mainische Städtefranz mit seiner 3.ntrale Frankfurt a. M. im Südwestdeutschen Wirtschaftsgebiet."

Die Neuordnung der Verwaltung Frankreichs erfolgte durc das Defret von 15. Januar 1790, ohne jede Schwierigkeit. Die Einteilung Frankreichs in 83 Departements, in ihrer Größe den damaligen Verkehrsbedürfnissen angepaßt, versinnbildlichte die Einigung der französischen Nation und ermöglichte die Durch führung von Reformen. Als bemerkenswert ist hier zu erwäh nen, daß im heutigen Frankreich, den neuzeitlichen großdimensio nalen Berkehrs- und Wirtschaftsforderungen entsprechend, durch Bereinigungen in ,, Sozietes economiques et finanzieres" eine Zu­jammenfassung der kleinen Departements" zu größeren Ber waltungsbezirken angestrebt wird und in den neueren Be wegungen nach einem zwedmäßigen wirtschaftlichen Regionalis­mus Ausdrud findet, der in dem unterelsässischen Deporte Prof. Müller seinen grundsätzlichen Verfechter hat. Wegen der Wahl der Hauptorte fam es damals zu einzelnen heftigen Streitig= teiten zwischen eifersüchtigen Städten, so stand z. B. Soissons gegen Laon, Riom gegen Clermond Ferrand. Auch in Deutsch­land wird z. 31. die Frage bereits lebhaft erörter, welcher Stadt die wirtschaftliche Führung im jeweiligen Gebiete gebührt, so 3. B. in Nordwestdeutschland zwischen Köln, Düsseldorf und Dort= mund, in Mitteldeutschland zwischen Halle, Leipzig, Magdeburg und Erfurt, eine Frage, für die in Südwestdeutschland, bei der start zentralen Lage und der wirtschaftlich überragenden Füh­rung Frankfurts, welches mit seiner unmittelbaren Berührungs­umgebung über 700 000 Einwohner umfaßt, keine Analogie vor­liegt.

So zeigt Professor Kuste( Köln) in seinem Aufsatz über den ..Rhein und seine Lände" wie der südliche Teil des Rheinlandes von der Mosel an, seit dem Mittelalter schon wirtschaftlich mehr mit Frankfurt als mit irgend einer anderen führenden Stadt verbunden war. Und Prof. Arthur Blaustein( Mannheim) schildert u. a. wie notwendig eine starke Anspannung aller Ar­beitskräfte in den westdeutschen Wirtschafts- Zentralplätzen Frankfurt, Mannheim, Karlsruhe usw. ist, um Verlorenes wie­der zu gewinnen. Frankfurt a. M.", zitiert er weiter,, hat diesen Auftrieb durch die Wiederaufnahme seiner althistorischen Messen gewonnen. Die Arbeit Frankfurts ist vorbildlich für das weitere südwestdeutsche Wirtschaftsgebiet, zu dem große Teile der südlichen Rheinprovinz, Hessen, Hessen- Nassau, die Pfalz, Baden, Württemberg gehören, auch das Saargebiet fühlt sich als zugehörig. Dieses Gesamtgebiet hat troh jahre­langer Zusammenarbeit immer noch nicht erkannt, daß es auf Gedeih und Verderb auf einander angewiesen ist. Und doch wird aus der Not, der ungeheuren, dieses Gebiet nur gerettet

Neues aus dem japanischen Leben und der Japan- Mission.

Von Missionsdirektor D. Dr. Witte.

1. Fortsetzung.

2. Das japanische Volt.

Genau so anmutig, sonnig und mild wie das Land erscheint bei flüchtiger Berührung seines Volkes Art. Man sieht in Ja pan nur freundlich lächelnde und ganz ausgeglichen- leiden­schaftslose Gesichter. Im persönlichen Umgang wie auch im öffentlichen Verkehr herrscht eine ungemein wohltuende Höj lichkeit. Nie sieht man zornig- erregte Menschen, nie hört man laute Scheltworte, nie herrscht tobender Lärm, selbst wenn 10 000 Menschen versammelt sind zu fröhlichem Feiern. Nich: in lautem Singen und wilder Ausgelassenheit, sondern in stil­lem, oft schweigendem Genießen freut sich der Japaner der Schön­heit seines Landes, für die er einen sehr empfänglichen Sinn besitzt. Die Gastlichkeit ist unübertrefflich. Selbst in den Hotels wird wenigstens die Fiktion aufrecht erhalten, als sei der Fremde wirklich des Wirtes Gast. Nach der Bezahlung der Rechnung tauschen beide Gastgeschente aus. Das ganze Volf ist schenkfreudig, woraus freilich bei der allgemeinen Gegen seitigkeit eine ziemliche Last erwächst. Allen Konflikten sucht man durch Kompromisse die Spitze abzubrechen, über alles Schwere leicht hinwegzukommen. Mit Klageloser Erhebung trägt man harte Schicksale, gibt freudig das Leben hin, manchmal in einer uns sinnlos erscheinenden Weise; den Tod erträgt man, bei sich und seinen Lieben, ohne zu murren. Das heiße Auf­begehren unseres europäischen Lebens gegen das Sterben und das anklagende, tiefsten, inneren Widerspruch aufwühlende Fragen: Warum?" sind dort unbekannt.

Gießener Zeitung"

werden, wenn es sich engstens zusammenschließt. Die Form ist Rebenjache.

Wir stehen heute im Begriff, die Reste des absolutistischen und donastischen Enstems der vergangenen drei Jahrhunderte abzuftreifen, etwas später als die westlichen Bölker, das ist der Inhalt unserer gegenwärtigen Staatsentwidlung.

Berfolgen wir den bisherigen Berlauf der inneren Ent­widlung des deutschen Westens, jo u. a. anläßlich der Jahr tausendfeier der Rheinlande, so finden wir ausschließlich das Bekenntnis unbedingter Reichstreue vor. Dieser Uebergang von Obrigkeitsstaat mit seinem Dipideet impera" zum deutschen Boltsstaat auf der Grundlage erweiterter Selbstverwaltung ist ohne Zweifel als ein großer politischer Fortschritt zu bewerten.

Aber auch das Kultur- und Geiftesleben des Südwestens hat eine ausschlaggebende Stärkung des Zusammengehörigkeitsge fühls in hohem Maße bewirkt. Es findet jeinen lebendigen Ausdrud innerhalb des thein- mainischen Städtekranzes Aschaf fenburg Mainz bezw. Darmstadt Friedberg( Rauheim) so in der Frankfurter Universität mit ihren vielseitigen Forschungs instituten der Akademie der Arbeit, den zahlreichen Museen und Kunststätten aller Art, der Technischen Hochschule und Kunjt stadt Darmstadt, dem römisch- germanischen Zentralmuseum Mainz. Ferner umfassen die Berbände für Boltsbildung und Leibesübungen u. j. f. neben den Arbeitgeber- und Arbeit­nehmer- Berbänden schon heute fait das gesamte Gebiet. Der rhein- mainische Städtefranz mit seiner Zentrale Frant furt hat ein schönes Erbe zu verwalten. Möge er dessen immer eingebent sein und feine Mühe scheuen, um das fojtbare Erbe zu vergrößern, wie es dies zuletzt noch Frankfurt a. M. neben der Messe und der tatkräftigen Förderung des Rhein- Main­Donau- Kanals, sowie der See- Fulda- Main- Großwasserstraßen Berbindung durch Schaffung eines südwestdeutschen Zentralflug­hajens, einer das ganze Gebiet beherrschenden südwestdeutschen Groß- Rundfunkstation und durch den Ausbau der großzügigen Stadionsanlage für ganz Südwestdeutschland und darüber hinaus in weitblidender Weise und im Geiste der Paulskirche" der deutschen Einheitsbewegung gezeigt hat.

Anmeldung des Anleihealtbejizes.

Der Reichsfinanzminister hat die Frist für die Anmeldungen der Reichsanleihe alten Befizes bis zum 31. März 1926 ver­längert. Eine weitere Verlängerung ist ausgeschlossen. Auch die Anleihegläubiger, die ihre Anleihen bei Banken oder Spar­tassen im Depot haben, müssen für die rechtzeitige Anmeldung sorgen, da die Banten und Sparkassen häufig die Altbefizeigen­schaft der Anleihen nicht kennen oder nicht die nötigen Belege für die Altbesitzbegründungen haben.

Wie die Presse meldet, bleibt der augenblickliche und noch zur Anmeldung tommende Betrag kaum hinter der Schähung von 20 Millionen Mark zurüd. Möglicherweise wird er diese Summe noch etwas übertreffen.

Sozialdemokraten gegen die Arbeit in eigener Regie.

In Meuselwitz wurden nicht unbedeutende Notstands= arbeiten auf Beschluß des Gemeinderates durch Ausschreibung an das freie Unternehmertum vergeben. Der Beschluß ist be­sonders beachtenswert, da die fommunistischen Gemeinderatsmit glieder aber für Vergebung an das Unternehmertum eintraten, da sie sich durch das Bauamt belehren lassen mußten, daß die Unternehmer billiger arbeiten als die Stadt in eigener Regie.

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Der höfliche Deutsche.

In Paris trifft man seit geraumer Zeit in den verkehrs­reichsten Straßen und auf den großen Plätzen Schuhleute( Gar­diers), die eine Armbinde tragen, auf der zu lesen ist ,, Spricht deutsch."

Ein deutschsprechender Franzose wollte sich dieser Tage einen Scherz erlauben und trat an den öffentlichen Dolmetscher heran, worauf folgender Dialog vonstatten ging:

Der Herr: Wo ist hier die Große Oper?" Der Schuhmann: Das wissen Sie ebenso gut wie ich. Gie sind kein Deutscher."

Der Herr: Woran sehen Sie das?"

Der Schuhmann: Die Deutschen nehmen den Hut ab, wenn Sie von mir was wissen wollen."

Bei näherem Kennenlernen jedoch sieht man, daß das innere Wesen der Japaner durchaus nicht dieser glatten und für das Sozialleben fraglos in vieler Hinsicht sehr angenehmen Form ihres äußeren Benehmens entspricht. Es ist wie mit dem Land. Unter der dünnen, festen Erdkruste hausen unheimliche und unheilvolle Gewalten. Durch eine musterhafte äußere Zucht, das Verdienst der straffen Boltsorganisation und der konfuzianischen Ethit, ist alles Harte, Störrische, Böse, Leiden. schaftliche in der Volfsnatur im Zaum gehalten und alles Fehlerhafte im Charakter verdeckt. Aber zugleich damit hat man auch das gute Innenleben in Fesseln geschlagen. Es gibt wohl fein verschlosseneres Volt, als die Japaner es sind. Das Eigenleben, gebunden durch Staat und Familie, ist unent­wickelt, jedenfalls unterdrückt. Wenn es dann einmal durch bricht, geschieht es in fast zügelloser Ausgelassenheit oder sinn­loser Wut. Aber sehr selten kann man das erleben. Aber auch abgesehen von solchen explosiven Ausbrüchen ihrer leidenschaft­lichen Natur, tann man merten, daß die äußere Zucht das Böse ihres Charakters nicht überwunden hat. Ja, gerade die Unterdrückung des inneren Eigenfeins des Einzelnen hat zwel Fehlentwidlungen verursacht, die für die Japaner tennzeichnend

sind.

Die äußere Sitte verbietet es, Gemütserregungen zu zeigen. So teilt der Mann, auch wenn er tief betrübt ist, den Tod seiner Gattin seinen Nachbarn mit lächelndem Munde mit. Eine solche Verzerrung der Umgangsformen tonnte nicht ohne böse Folgen für das Gemütsleben selbst bleiben. Wo nun das Ge­mütsleben sich doch Bahn bricht, schlägt es in das Sentimentale um, das stets den Charakter des Krankhaften und unwahren an sich hat. So schlägt die Freude an den Schönheiten ihres Landes oft bei jungen, blühenden Menschen ganz plötzlich so sehr ins Weltschmerzliche um, daß sie nur aus dieser Stimmung

Lokales. Frühlingserwachen!

( 3um 21. März).

Wacht auf! Schon dringt durch die Natur Des Schöpfers mächtig Wort Es werde", Und ringsumher in Hain und Flur Schmüdi fich mit Grün die weite Erde.

Es braust hinaus wie Sturmeswogen: Der Frühling fam ins Land gezogen. Wacht auf! schallt es in Busch und Wald Aus langer Winternacht und Träumen, Und unterm Laub mit Allgewalt Beginnt ein Rauschen, Knospen, Keimen. Jm Buchenschlag, von hohen Eichen Tont Vogelsang aus allen Zweigen. Wacht auf! Schon rauscht in Tal und Höh'n Bom Eis befreit das Büchlein wieder; Es fingt von Lieb und Aufersteh'n Der Hirtentnabe frohe Lieder.

Schallmei'n und Glodentlang der Herden Berkünden Frühlingszeit auf Erden. Wach auf! auch du, o Menschenherz. Der Frühling will nicht länger warten. Bergiz die Alltagsnot den Schmerz Und eil' hinaus in Gottes Garten.

Dort jubelt es an allen Enden, Nun muß sich alles, alles wenden. Wach auf! du blütenreiche Zeit

Und bring uns Frieden, Glück und Liebe; Auf allen Fluren weit und breit Beschütze unsre zarten Triebe.

Nr. 12.

Samstag, ben 20. März.

Miete auf 100 Prozent und eben maggebenden Vorschriften, die an treten sollten, erst am 1. Juli d. Je

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70 Pinguine und Goliath",

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burg hatte vor einigen Tagen eine Dampfer ,, Maas" war am frühen 2 dition des bekannten Stellinger T Freihafer glüdlich gelandet. Die war vertreten. Photographen und Denn 1- es gab wahrhaftig ein W Hagenbedjchen Südpolarjäger, Her nach langen Monaten gelungen, a 70 Pinguine und den größten überhaupt jemals in Menschenhän Ehler das angestellt hat, darüber m reides Such berichten. Dieses vorfi einem See- Elefanten wiegt nur die und besitzt eine Länge von genau Koloß noch jung, ungefähr 6 Jah Wachsen begriffen. Der Karl Hag gen besitzt in diesem wunderbaren gestorbenen Tierart ein Prachtstüc in feinem zoologischen Garten und bewundern ist. Im ganzen hat die ber 15 Gee- Elefanten herübergebr Zirtus, der von Hagenbeds Tierpa gekauft hat, gibt es nirgendswo for fangenschaft zu sehen. Mit dem Karl Hagenbed, der Mitte März se men 2 dressierte Gee- Elefanten mit augenblidlich in dem festen Karl Wien gezeigt werden.

Hilf Armen, Kranten hier auf Erden, Und laß für alle Frühling werden. L. Roloff, Gießen.

* Polizeiamt. Auf Grund des§ 105 b Abjazz 2 der Reichs­gewerbeordnung ist für alle Geschäftszweige des Handelsgewer bes, der Gewerbebetrieb in offenen Verkaufsstellen, die Be­schäftigung von Gehilfen, Lehrlingen und Arbeitern am Sonntag, den 21. März 1926, in der Zeit von 11 Uhr vormittags bis 6 Uhr nachmittags gestattet.

* Einen Fortbildungsturjus für Leiter und Mitarbeiter von Einrichtungen gemeinnügiger Rechtsberatung veranstaltet das Soziale Museum gemeinsam mit dem Verband der Rechtsaus funftsstellen in der Zeit vom 12.- 24. April 1926 in der Frank furter Universität. Für die Kursteilnehmer sind wesentliche Aufenthaltsverbilligungen vorgesehen. Anfragen usw. sind zu richen an das Soziale Museum E. V., Frankfurt a. M., Uni­versität, das auch das Programm des Kurses versendet. meldeschluß 5. April.

An­

* Deutscher Angler- Bund, Gau 17, Rhein- Main- Lahn. Der außerordentlich start besuchte Gautag am 14. März in Gießen unter der Leitung des vortrefflichen Gauvorsitzenden Gottlieb Funt, Hanau- Kesselstadt, an dem auch die Regierungen, sowie die Stadt Gießen vertreten waren, kann als ein voller Erfolg auf dem Gebiete des Angelsports gewertet werden. Nicht nur aus dem Gau 17, sondern auch aus den Nachbargauen waren Ver­treter erschienen. Der nächste Gautag findet in Frankfurt a. M. statt.

Die Beseitigung der Lugussteuer.

Das Reichsfinanzministerium beabsichtigt nach eingehenden Erwägungen, die Luxussteuer ganz abzuschaffen. Maßgebend r diese Stellungnahme ist, daß die Verwaltungsarbeit mit den sehr geringen Erträgen der Lurussteuer für die zunächst noch vorgesehenen wenigen Wertartikel nicht mehr im Einklang zu bringen wäre. Außerdem befürchtet man durch die steuerliche Weiterbelastung eine Sonderbesteuerung des Kunstgewerbes um so mehr, als ähnliche Gegenstände aus unechtem Metall gleich. zeitig luxussteuerfrei bleiben würden. Das Handwerk wird die restlose Beseitigung der Lurussteuer nur begrüßen.

Wohnungsbau und Friedensmiete.

Als Termin für die Einführung der Friedensmiete war ursprünglich der 1. April 1926 vorgesehen. Der Steuerausschuß des Reichstages beschloß fürzlich, die Erhöhung der gesetzlichen

heraus zum Selbstmord tommen. Die Selbstmordziffer ist in Japan auffallend hoch. Besonders beliebt für solche Selbstmorde aus Weltschmerz ist das Sichhinabstürzen in einen der groß­artigen Wasserfälle, so daß viele derselben, z. B. der berühmte Kegon- Wasserfall bei Nitto dauernd polizeilich bewacht werden, um die Selbstmorde zu verhindern.

Unter der Wirkung der buddhistischen Lehre, daß man kein Leben vernichten dürfe, kommt diese sentimentale Stimmung 3. B. auch darin zum Ausdruck, daß man franke Tiere oder junge Hunde und Katzen, die man nicht aufziehen will, nicht durch schnelles Töten aus der Welt schafft, sondern man segt sie aus, oft in Tempelwälder, und läßt sie dort lieber langsam jammer­voll zugrunde gehen. Im übrigen ist man mit Tieren in Japan auch sonst gar nicht barmherzig, sondern quält die Pferde oft ganz schlimm, schlägt den lebenden Fischen auf dem Markt einen eisernen Haken durch den Rücken und trägt sie so nach Hause. Die Tierschutzbewegung in Japan ist von den Europäern aus. gegangen. Fährt man in der Ritscha, dem fleinen, von einem Menschen gezogenen Wagen, jo steigt bei steilen Hügeln oft ge nug der Europäer aus und geht die schwere Strede, der Japaner läßt sich, jizenbleibend, von seinem teuchenden Landsmann hinaufziehen. Dieser Hang zum Sentimentalen ist die erste Fehlentwicklung des japanischen Volkscharakters. Die zweite Fehlentwicklung liegt in der brutalen Unterdrüdung des elemen taren Lebensrechtes der einzelnen Menschen, die vielfache, böje Folgen gezeitigt hat.

Das Lebensbewußtsein und die Wertschätzung des Einzel­lebens ist allgemein viel weniger start entwidelt wie bei uns. Im Ich Leben der menschlichen Persönlichkeit sieht ja auch der Buddhismus nicht die höchste, gottähnliche Daseinsform, sondern sie ist ihm stärkste Entartungserscheinung. Täuschung und Ber­irrung vom wahren, ewigen Wesen, die überwunden werden

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Aus Nah w

Großen- Linden. Aus Kreis

werbes war am hiesigen Ort am 9.9 lung einberufen worden, um sich üb feit der Gründung eines Ortsgewer In der aus Handwerks- und Gewer jammlung, legte der Geschäftsfüh Kebenstelle in Gießen, Herr Syndik gehenden Referat die Notwendigt Zusammenschlusses der beteiligten 2 legungen gaben ein anschauliches schwierigen wirtschaftlichen Lage de hervorgerufen insbesondere durch laftung. Auch aus den benachbart gestern waren Vertreter erschienen den Interessenten aus den beiden werbe- Berein Großen- Linden zur ihrer Interessen zusammenzuschlie demnächst auch in diesen Orten Ve Darmstadt. Wie vom Oden wird, ist neben einer beschleunigten Nedar Gilzugs von Stuttgart no 6 Uhr vorm., Darmstadt an 10.14 Einlegung eines Sonntags- Eilzu 6.47 Uhr vorm., Offenbach 7.06, D 8.27, König i. O. 8.36, Michelsta 9.47 herbeigeführt. Der Gegenzug und ist in Frankfurt a. M. 10.40 Spaltung der Frankfurte Frankfurt a. M. Der Frankf nationalen Volkspartei hat sich g men rechtsradikale, Gruppe wird

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mag. So paßte er in diese Welt men, hat diesen Grundzug des jap religiös unterbaut und verstärkt belfen.

Daher wirft man das eige als bei uns. Daß Marschall No 1912 seinem verstorbenen Kaiser diese Tat steht auch im heutigen da. Jm Ojalabezirt haben im Ja men Selbstmord begangen, weil hörigen nachfolgen wollten. Im Fieben Bersonen Gelbstmord au Krantung Japans durch Amerika rita ausgeschlossen wurden. Noch die Tat einiger zwanzig Samun aufschlisten, weil ihre Partei in tapfer mitgefochten hatten, der eint es natürlicher, jein Leben

um im nächsten Kampf durch erh Niederlage wieder gutzumachen. Kriege nahmen sich zahlreiche gleich Gelegenheit hatten, in der Ven Kaiser vor dem Feinde zu dag die japanischen Mädchen s mit die Eltern Geld bekommen, Bordell verkaufen zu lassen und Iod zu gehen. Wenn man nun schon das ei io natürlich erst recht das Leben Graujamfeit dieser asiatischen S Soltern selbst nicht so tief empfu bie Tatsache bleibt natürlich gle