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Sonnabend, den 18. Dezember 1926.

Dertliche Abweichungen der wirtschaftlichen Lage sind be dingt durch besonders günstige Berhältnisse entweder der ört­lich ansässigen Industrie oder der Landwirtschaft oder wie 3. B. im Bezirk der Handwerkskammer Aurich durch die Ver­heerungen der legten Sturmflut, die dem Handwert für Monate hinaus Instandsegungsarbeiten verschafft hat. Auf der anderen Geite ist eine Verschlechterung des Geschäftsganges eingetreten, wo die Landwirtschaft unter Mißernte oder gänzlicher Bernich tung der Erträgnisse des Landes zu leiden hat. Auch die Grenz gebiete und besonders die an das Gaargebiet grenzenden Land­striche leiden nach wie vor unter sehr startem wirtschaftlichen Drud, so daß durchgreifende staatliche Maßnahmen erforderlich erscheinen.

Schleppender Eingang der Zahlungen und starte gegenseitige Konkurrenz erschweren die Lage. Noch immer wird über die Submission der Behörden getlagt. Es wird z. B. berichtet, daß in einer Stadt die von der Bauverwaltung festgelegten Richt­preise der Ausschreibung zugrunde gelegt wurden. Die Richt­preise stellten sich als die niedrigsten Preise der vorherigen Aus­schreibung heraus.

Schwierigkeiten bereitete die Abwidlung der Steuerzahlung. Das gilt besonders für die Nachzahlung auf die Vermögenssteuer, die, zum Teil auf das Jahr 1925 zurüdgehend, Ansprüche an die Finanzkraft der einzelnen Handwerksbetriebe stellt, benen diese bei den gegenüber 1925 start zurüdgegangenen Wirtschaftserträg­nissen nicht gewachsen sind. In Württemberg herrscht besonders große Befürchtung gegenüber dem neuen Grund- und Gebäude­steuergesez sowie gegenüber den erheblichen Erhöhungen des neuen Gewerbesteuergesetzes. Die Abänderungsvorschläge des Handwerks fanden bislang feine Berücksichtigung. Es wäre sehr zu wünschen, wenn diejenigen, die über die Steuer beschließen, auch selbst an ihrem Aufkommen beteiligt werden.

Lokales. Sonntagsplauderei.

Feiert mit dem Herzen Weihnachten!

Das herrlichste aller christlichen Feste, das liebe Weihnachts­fest naht. Und gerade da bietet sich so reichlich Gelegenheit, Wohl­taten zu üben und Freude zu bereiten. Viele Menschen glauben ge­nug getan zu haben, wenn sie an einige Vereine den üblichen Be­trag zahlen und auch wohl ihr Dienstpersonal reichlich bedenken. Nun ja, das ist gut und edel gehandelt. Aber wie unendlich mehr herzliche Freude würde so mancher Geber und so manche Geberin empfinden, wenn das Herz dabei beteiligt wäre! Wohl gibt es Menschen, die sich über nichts mehr recht freuen können. Gie sagen, daß ihnen Weihnachten nur Mühe, Sorge und Unkosten bringe, und daß sie froh sein werden, wenn es wieder der Ver­gangenheit angehören wird. Das sind arme Menschen. Wohl denen, die zur wahren Festfreude gelangen und wahrhaft frohe Weihnachten feiern! Nur die werden es lönnen, die cin en: p= fängliches Herz der Weihnachtsbotschaft entgegenbringen Glaube nur niemand, dazu nicht mehr imstande zu sein; mag die Fähig­keit zum Frohsinn auch von Wolfen umgeben sein forsaje nur nach in deinem Herzen, das Totgeglaubte wird zu neuem Leben crstehen, dann wird dir das Verständnis für Weihnachten für dein Herz aufgehen. Die Zeit des Mitleids und der Güte wer­den die Wochen vor Weihnachten genannt, und deshalb wollen wir auch um uns blicken, nicht nur an uns und unsere Lieben denken, sondern auch der Armen, die sich selbst keine Weihnachtsfreude bereiten können. Dazu sind gar nicht immer besonders große Ausgaben erforderlich. Selbst die weniger bemittelte Hausfrau kann sich diese Weihnachtsfreude gönnen. Sehen wir z. B. unsere Garderobe durch, da finden wir gewiß so manches, das sich für diesen Zwed ganz vorzüglich eignet und womit wir noch große Freude bereiten können. Am besten geht man beizeiten ans Werk, legt sich die zum Verschenken bestimmten Kleidungsstücke zurecht, überlegt dann, für wen dies oder das wohl passen könnte Warum ist es notwendig, die Blinden erwerbsfähig zu

machen, und wie wird dieses Ziel erreicht? Wenn ich zu dieser Frage das Wort ergreife, so geschieht es deshalb, weil mir das Wohl meiner Schicksalsgenossen sehr am Herzen liegt. Ich bin selbst durch Kriegsverletzung erblindet und seit 1920 als Lehrer an der Hessischen Blindenanstalt zu Friedberg tätig, stehe also stets mit Blinden in engster Fühlung­nahme. Infolgedessen bin ich mit der Blindheit und ihren Folgen genau vertraut. Aber auch die Mittel und Wege habe ich kennen gelernt, die dazu angetan sind, die furchtbaren Wir­fungen der Erblindung ganz beträchtlich herabzumindern und den Blinden ihr schweres Los erträglich zu gestalten. Darun gerade betrachte ich es als eine selbstverständliche Pflicht, die Ceffentlichtert ü: er obige Frage cufzuklären und ganz besonders den Gilt en uno Erziehungsberechtigten blinder Kinder zu zei­gen, eles er größte Liebesdienst ist, den sie ihren vom Schick­sal so schwer heimgesuchten Pfl pr befohlenen erweisen können, ja zu erweisen unter allen Umständen verpflichtet sind.

Die Folgen der Erblindung sind ungemein schwer. Rein äußerlich zeigen sie sich schon dadurch, daß die Blinden in ihrer Bewegungsfreiheit ganz erheblich behindert sind. Weit folgen­schwerer aber sind die Wirkungen der Erblindung auf das see­lische Leben. Deren Bedeutung in ihrem vollem Umfang zu erfassen, ist einzig und allein nur den Blinden möglich. Ich will jedoch davon absehen, die seelischen Einwirkungen der Blindheit einer eingehenden Betrachtung zu unterziehen. Vielmehr soll es meine Aufgabe sein, zu zeigen, wie dieselben in ihren Folgen wesentlich vermindert werdenen.

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Gießener Zeitung"

und dann an die Arbeit! Wie so manche Stunde wird oft i unnüz verbracht; hier heißt es ein gutes Wert tun. Das Klei­dungsstück, z. B. einen noch ziemlich gut erhaltenen Mantel läßt man erst gut flopfen und bürsten, versieht ihn mit Knöpfen, im Falle diese fehlen, bessert alle sonstigen Schäden sauber aus, und die arme aber bescheidene Arbeiterfrau, die im Hinterhaus mit ihrer Familie ein ziemlich fümmerliches Leben führt, wird eine herzliche Freude daran haben! Fügst du nun gar noch einige Kleinigkeiten hinzu, füllst du die Taschen mit Kaffee, Zucker oder einer fleinen Wurst und schicht mit dieser Gabe dein Töchterchen zu der armen Frau, so wirst du reichen Segen ernten, hast du doch ein armes Menschenherz erfreut! Und auch dein Töchter­chen zieht Vorteil daraus, denn es lernt schon beizeiten, wohlzu­tun und andere erfreuen. Also, gedenket der Armen! Alle, die ihr erwachsene Töchter habt, laßt sie teilnehmen an dem Werk der Barmherzigkeit, sorgt, daß sie in den Stunden, die sie sonst müßig verplaudern, die Hände fleißig regen; denn es gibt so viele Bedürftige, fleine und große, und es ist der Mühe wert, auch die Minuten zu benutzen. Das befriedigende Gefühl, Wohl­taten erwiesen zu haben, beglüdt und erfreut das Herz und man bereitet sich dadurch selbst die reinste und schönste Weihnachts­freude!

Soll der von der Tücke des Schicksals mit Bundheit ge­schlagene Mensch zeitlebens unter den furchtbaren Folgen der Erblindung leiden? Nein und abermals nein! Es gibt Mit­tel und Wege, diese Schäden bis zu einem gewissen Grade zu beseitigen. Ich bin selbst als Blinder diese Wege gegangen und fasse die dabei gemachten Lebenserfahrungen in die Sätze zusammen: Erziehe die Blinden zu brauchbaren Bürgern! Mache sie zu nützlichen Gliedern der menschlichen Gesellschaft! Be­fähige sie zur Leistung nutz und verdienstbringender Arbeit! Hinweg mit dem Vorurteil, mit dem man uns Blinde zu Menschen zweiter Klasse herabwürdigt und uns den Stempel menschlicher Minderwertigkeit aufdrückt! Wir fordern von un­

* Die Milchbehandlung im Haushalt. Die Milch ist eines der hochwertigsten Nahrungsmittel im Haushalt, denn ein Liter Milch hat den Nährwert wie 7-8 Hühnereier oder 1 Pfund mageres Rindfleisch. Aber die Milch ist auch ein sehr empfind­fiches Nahrungsmittel, das einer ganz besonderes pfleglicen Behandlung bedarf, wenn man es vor allzu raschem Verderb schützen will. Der Milchtopf muß täglich gründlich mit Soda gereinigt werden, Milchstein darf sich nicht ansetzen. Als Milch­topf verwende man keine eisernen Töpfe, sondern solche mit gutem Emaille- Ueberzug. Kurz vor dem Eingießen der Milch in den Milchtopf schwenke man diesen mit klarem Wasser aus, um ein Anbrennen zu verhindern, falls man die Milch zu tochen wünscht. Eine Asbestplatte unter den Topf gelegt, verhindert ebenfalls das Anbrennen. Wenn man die Milch auftocht, so soll man dies möglichst schnell machen und nur einmal furz auf­tochen lassen. Ein langes Kochen vermindert die Nährkraft der Milch. Nach dem Kochen ist die Milch so schnell als möglich abzukühlen. Man kann den Milchtopf in faltes Wasser stellen ( möglichst fließendes Wasser) und die Milch muß von Zeit zu Zeit umgerührt werden, sodann ist sie weiterhin an einem füh­len, luftigen Ort aufzubewahren. Der Milchtopf ist zuzudecken, damit kein Staub und keine Fliegen hineingelangen. Da Milch leicht fremde Gerüche annimmt, darf die Aufbewahrung nicht in der Nähe von Heringen, Petroleum, Essig, Räucherwaren, Fischen usw. erfolgen.

Aus der Stadtverordnetensitzung.

Das Stadtparlament bewilligte in einer Sitzung am 16. Dezember die Ausführung verschiedener Notstandsarbeiten, wo­für 40 000 M zur Verfügung gestellt wurden. Als Winterbei­hilfe für die Fürsorgeempfänger, ferner für die Erwerbslosen und Kurzarbeiter wurde der Betrag von 42 000 M bewilligt. Die Weihnachtsbeihilfe für die städtischen Beamten wird in glei­cher Höhe gewährt wie die Beihilfen, die das Reich seinen Beamten gewährt. Mit dem Ausbau des Flughafens ( Bau eines Flughafengebäudes und einer Rollbahn u. a.) er­flärte man sich einverstanden. Für den Straßenausbau wird eine Summe von rund 65 000 M bewilligt. Auch die Straßen­beleuchtung soll eine Verbesserung erfahren, wofür 90 000 M bewilligt werden. Verschiedene Schulhäuser erfahren eine Um­benennung. Die Stadtknabenschule an der Nordanlage heißt in Zukunft Pestalozzischule, die Stadtmädchenschule in der Schillerstraße Schillerschule und die Bezirksschule Westanlage Goetheschule. Des weiteren wurde eine ganze Reihe neuer Straßenbenennungen beschlossen.

seren sehenden Mitmenschen, daß sie uns als vollwertige und gleichberechtigte Glieder in die Gemeinschaft der Menschen auf nehmen. Zu dieser Forderung sind wir berechtigt, weil wir tat­sächlich in der Lage sind, den Kampf ums Dasein mit eigener Kraft zu führen, und zwar dadurch, daß wir der Allgemeinheit und damit uns selbst einen Dienst erweisen fönnen, indem wir nutbringende Arbeit leisten. Wir wollen uns nicht durch Al­mosen und Bettelpfennige einen fümmerlichen Lebensunterhalt sichern! Einzig und allein durch Arbeit wollen und können wir uns und unserer Familie ein menschenwürdiges Dasein gewähr leisten. Arbeit bietet uns neben materiellen Vorteilen hohe ideelle Güter. Nur die Arbeit tann uns die innere Zu­friedenheit, das Unterpfand jeglichen Lebensglücks verschaffen. So können auch wir arbeitende Blinde lebensfrohe und glückliche Menschen sein. Edeldenkende Menschen haben längstens die Wege zu diesem Lebensglück der Blinden gefunden. Erziehung zu charaktervollen Persönlichkeiten, geistige Ausbildung und Er­werbs befähigung sind die drei Faktoren, die zur Erreichung dieses Zieles führen. Sie finden vollste Beachtung in den für die Blinden zum Zwede einer geistigen und technischen Aus­bildung geschaffenen Blindenanstalten.

Nr. 51

Neuordnung der evangelischen Kirchengemeinde Gießen. Da die Zahl der hiesigen evangl. Kirchengemeindemitglieder ge­wachsen ist, hat das Landeskirchenamt vorgeschlagen, in Gießen zwei weitere evang. Geistliche anzustellen. Der Kirchenvorstand hat hierüber allerdings noch Beschluß zu fassen.

Was bedeutet die Gründung dieser Institutionen für die Blinden? In ihnen finden alle pädagogischen Mittel Anwen dung, die geeignet sind, die Blinden zu charaktervollen Persön lichkeiten zu erziehen. Durch einen guten Schulunterricht ist für eine geistige Entwicklung und Ausbildung in weitestem Maße gesorgt. Besondere Unterrichtsmethoden sowie Anwen dung der für den Blindenunterricht geschaffenen besonderen Hilfsmittel verschaffen den Blinden einen Bildungsgrad, welcher dem eines Schülers der Volksschule gleichkommt. Gelehrt wer den in der Blindenschule alle Fächer, die der Lehrplan der Volks­schule aufweist. Mit der Schule ist eine Lehrwerkstätte ver­bunden, in welcher die schulentlassenen Blinden in einem für sie geeigneten Handwerk gründlich unterwiesen werden.( Stuhl= flechten, Korbflechten, Herstellen von Bürstenwaren aller Art.) Auf diese Weise geistig und technisch ausgerüstet, tritt der 18- bis 20jährige Blinde ins Leben, um aus eigener Kraft den schweren Daseinskampf zu führen, den notwendigen Lebensunterhalt sich selbst zu beschaffen. Welch ein Segen für den Blinden! Sich und seine Familie selbst zu ernähren, ohne auf die Mildtätigkeit

* Bon der Landesuniversität. Die Zahl der immatrikulierten Studierenden im Wintersemester 1926/27 beträgt 1326( hiervon 69 Studentinnen), die der immatrikulierten Hörer auf 25. Hinzu tommen noch 114 Gasthörer und 77 Gasthörerinnen, sowie 2 Ho­ipitantinnen, insgesamt also 1544 Studierende.

* Die Sonntagsfahrkarten für die Festtage gelten bereits ab Donnerstag, 23. Dezember, mittags 12 Uhr, und verfallen am Montag, 27. Dezember, vormittags 9 Uhr, bis zu welchem Zeit­punkt die Rüdjahrt wieder angetreten sein muß.

* Der Schalter- und Bestelldienst der Bost zur Weihnachts­und Neujahrszeit ist folgender Sonntag, den 19. Dezember; wie Sonntags mit Paletannahme beim Postamt 1( Bahnhofstraße) von 8 bis 12 Uhr vorm., die Ortsgeld- und Landzustellung fällt aus, doch ist eine Baketzustellung( vormittags). Freitag, den 24. Dezember, Schalterdienst von 8 bis 12 Uhr vorm., 2 bis 4 Uhr nachm. für alle Sendungen; von 4 Uhr nachm. ab nur noch für Telegramme, Gespräche und Abgabe von kleinen Mengen Post­wertzeiden. Die sonst an Werktagen noch vorgenommene Brief­tastenleerung nach 7 Uhr nachm. fällt aus. Samstag, den 25. Des Jember( 1. Weihnachtstag): Wie an Sonntagen, doch kommen eine Ortspaket und eine Landzustellung für Briefe und Pakete nach allen Landorten zum Austrag. Am Sonntag, den 26. Des zember( 2. Weihnachtstag): fällt jede sonst übliche sonntägliche Postzustellung aus. Samstag, den 1. Januar 1927( Neujahrstag): Wie an Sonntagen mit einer Briefzufstellung nach allen Land­orten. Sonntag, den 2. Januar 1927: Wie an Sonntagen, doch fallen Ortsgeld, Ortspaket- und Landzustellung aus.

* Die Polizestunde ist für alle Städte und Landgemeinden des Volksstaates Hess auf 12 Uhr nachts, für Sonn- und Feier­tage und deren Vorabende auf 1 Uhr festgesetzt worden.

Hundesteuer in Hessen." Es dürfte vielen Hundebesitzern nicht unwillkommen sein, wenn wir an dieser Stelle darauf auf­merksam machen, daß die im Laufe dieses Jahres abgeschafften Hunde bis spätestens zum 31. Dezember Ifd. Js. bei der zustän digen Bürgermeisterei abzumelden sind. Wird die Abmeldung erst nach dem 31. Dezember bewirkt, so ist die Hundesteuer für das folgende Jahr weiter zu entrichten. Wer ferner am 1. Ja­nuar selbst gezüchtete junge Hunde im Alter von unter drei Mo­naten besitzt, wird entweder gleich oder nachträglich zur Hunde steuer für das kommende Jahr zugezogen. Nur wenn nach gewiesen wird, daß ein junger Hund vor Erreichung des Alters von, 3 Monaten zu Grunde gegangen oder nach Orten außerhalb Hessens veräußert worden ist, tritt Steuerbefreiung ein.

* Krüppelheimbau- Lotterie. Der Hessische Herr Minister des Innern hat dem Hessischen Fürsorgeverein für Krüppel in Darmstadt E. V. die Genehmigung zur Veranstaltung einer Wohlfahrtslotterie zu Gunsten der Errichtung eines Krüppel­heims mit Klinik und Forschungsinstitut am Sihe der Hessischen Landesuniversität erteilt. Die Verhandlungen des Vereins we­gen Errichtung einer derartigen Anstalt begannen bereits vor dem Kriege. Die Arbeit des Fürsorgevereins erstreckt sich über ganz Hessen. Jährlich werden durch den Verein und durch die mit ihm verbundenen unentgeltlichen ärztlichen Fürsorge- und Beratungsstellen etwa 400 Körperbehinderte einer Heilung zu= geführt. Dabei geht die ganze Tätigkeit lediglich von dem Ge­sichtspunkte aus, unglüdlichen Menschen zu helfen. Die Arbeit ist fr von jedem konfessionellen oder sonstigen Einschlag. Jeder, der ein Los für die Krüppelheimbau- Lotterie erwirbt, sollte daran denken, daß er einer guten Sache ein Opfer dargebracht hat. Auf jedem Weihnachtstisch eines gefunden Kindes sollte kein Los für seine bedrängten Kameraden fehlen.

seiner Mitmenschen angewiesen zu sein, ist wahrlich ein großes Glück im Unglüd.

Eltern und Erziehungsberechtigte blinder Kinder! Wollt ihr euren Kindern die Pforten des Glüdes verschließen? Wollt ihr, daß der Schatten der Blindheit mit seinen Folgen zeitlebens schwer auf ihnen lastet? Nein und nochmals nein! Jst es nicht eure höchste und heiligste Pflicht, für das leibliche und seelische Wohl eurer blinden Kinder zu sorgen und ihre Zukunft sicher­zustellen? Ist es nicht für euch selbst ein Trost und eine Be ruhigung, wenn ihr wißt, daß euer blindes Kind sein schweres Los leichter zu ertragen vermag, wenn es erwerbsfähig ist und sich dadurch selbst versorgen fann? Darum laßt die Lichtlosen des Segens teilhaftig werden, der durch Erziehung und Unterricht in der Blindenanstalt ausgestreut wird. J. Kranz, Blindenlehrer.

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Vorweihnachten.

Von Otto Bromber, Dresden- Laubegaft. Nun steigt der Weihnachtswichtelmann Von Aft zu Aft am Tannenbaum Und steckt die vielen Lichter an,

Die wir schon sah'n vielleicht im Traum. Nachis flattert Engel Floden weiß, Der seine kleinen Scherze treibt, Schwirr- schwirt durchs grüne Nadelreis, Wo manches Goldhaar hängen bleibt. Die Welt ist voll Frohloden Ei ja!

Bald rufen Weihnachtsglocken: Der Christ ist da!

Dem Kinde schwebt der Tannenbaum Zur Nacht wohl überm Federbett, Bub oder Mädel ruft im Traum: Wenn ich doch dies und jenes hätt'! Herr Ruprecht, lieber, guter Mann, Sei nicht so still und jag' uns doch: Wann endlich kommt das Christkind an?

Wir alle, alle warten noch... Wir warten alle, alle Ei ja!

Daß es im Hause schalle:

Sonnabend, den 18. Die Ausbesserungsarb Fratfurter Straße find been hr wieder freigegeben word - Eine oberheffche Gen und Gewerbe Gelegenheit g werbl. Fleißes vor die breite Juni 1927 in Gießen geplant

Ravalleriftentag in Gi peranjtaltet der Kavallerie Be rigen Bestehens einen Ravalle all von Madenfen nicht nur dern auch sein Erscheinen in 2 * Seinen 80 Geburtstag Kirchendiener i R. Herm. Ho 1870 71 und erfreut sich nod Frische

* Gin Autozusammenstoß Ge Gartenstraße und Ludwi ich mit dem Kraftwagen des mit 4 Personen besetzt war sammenstoßes war so groß, daß im Begen auf das Trottoir f Shütte unter den Wagen zu lie fiel um; die Insassen blieben g Schätte einen Oberkieferbrudh erlitt und von der Freiw- Ga zugeführt wurde. Die beiden abgeschleppt.

Das Autounglück im Aug angejahren wurde, daß er seinen fein gerichtliches Nachspiel. An hiesigen Arztes und ein Fah wurden.

Aus Nah

Lang- Göns. Bürgermeiste niedergelegt.

Niederbessingen. Die hiest den Lehrer Kreis besetzt worden Buzbah. Hier ist die Erö plant, welche die Dörfer Poh Cleeberg, Griedelbach, Brandol felden, Espa nach Butzbach ver Friedberg. Die Turnerju veranstaltete in ihrer Turnha licher Handarbeit, die sich eine Ruppertsburg. Schreinert dieser Tage das Fest der golde

Büdigen. Die Stadtverr belebung der vernachlässigten S im nächsten Frühjahr soll als als Krämermarkt abgehalten ist eine Brämiierung und Ber Rieder- Gemüden. Det e Treibern und einer recht anse ziges Häslein zur Strede geb

Alsfeld. Das Hofgut Do heimgesucht. Es verbrannten Zentner Hafer und 2000 Zent

Gedern. Die Stadt plan gebäudes in der Nähe des B

Midda. Der von der Sta infolge der Ungunst der Zeit

Darmstadt. Einige 16­

deten vergangene Woche ein damit eine Sprigtour. Ber wieder gefaßt und der besorgt

in Eubigheim abholen. Bensheim. Hier wurder fallen und einer davon durch ins Krantenhaus eingeliefert Frankfurt. Das Stadtpa vertrag mit der Gemeinde neuen Eingemeindung tritt millionenftädte. Groß- Altenstädten( Weite Bolthaus einen Rundfunk- A Ortseinwohner freien Zutrit Raunheim. Seit einiger Garbenheim, Hermanstein u einzugemeinden.

Frankfurt. Hier tagte an jammlung des Landesverban

die sehr stark besucht war.

Kassel. Hier wurde der Landesverrats zu einm Jahr

Kajjel. Hier wurde ein 1200. bejtohlen. Das Geld fuchung in der Wohnung de werben.

Ueber Bücher, Les Zwei Männer gingen d Bahnhofes, zwei Freunde, ein

hon fast die Ausgangstüre zwei Knaben, die in einer 2 lajen. Sie waren ganz nah Arm über die Schultern des

gemeinjam, voller Eifer und Der Lehrer lächelte. Die beiden lesen," sagte er 3

Der Architekt war eine Knaben, zog die Augenbraue

dag die beiden Burschen, die glänzenden Augen lesen, irg eine sentimentale, überfüßlid rung heroorloden soll, oder