Sonnabend, den 17. April
Sonnabend, den 17. April 1926.
Lokales.
Erster Schulgang.
Heut hab' ich mein Mädel zur Schule gebracht. Gar schlimme Gedanten hab' ich gedacht: Mein Herzenstleinchen, mein Sonnenscheinchen, Run tuft du auf denen flinten Beinchen Aus uns'rer überängstlichen Mitte
In die schlimme Welt deine ersten Schritte,
Uno bist für immer hingegeben
Dem böjen Feinde ich meine bas Leben. Lernst früh aufsteh'n und tausend Pflichten Unnük als nötig Ding verrichten.
todat Wir haben dir jede Lüge verwehrt;
Run fiehst du, wie sie die Welt durchfährt. Wir zogen dich auf zur Wahrheit und Reinheit. Wer aber fiegt? Wahr' bich! Die Gemeinheit. So siehen dir ins Setzelein
Und endlich wirst bu, mein liebes Kind, wie alle sind..
35die sie wie wir
* Straßensperrung. Wegen Berlegung von Wasserrohren wird hiermit der Wartweg hinter dem Aulweg vom 14. April ab bis zum 31. April für jeglichen Fuhrwertsverkehr gesperrt. ( as
Dienststunden des Bolizeiamts Gießen für den Publikums: verfehr ab 15. April 1f. Js. find von 7 Uhr vormittags bis 12% Uhr mittags und von 2% Uhr bis 5% nachmittags. Sams. tag pon 7 bis 12% Uhr mittags. Für Samstag Nachmittag ist in der Zeit von 1% 5% Uhr ein Eildienst eingeführt, bei dem aber nur Anträge, die unaufschiebbar sind, erledigt werden fönnen.
Bon der Universität. Der außerplanmäßige außerordentliche Professor an unserer Landes- Universität Dr. Wilhelm Schauder hat einen Ruf als planmäßiger außerordentlicher Profeffor für Veterinär- Histologie und Embryologie an die Univer sität Leipzig erhalten.
Briefformat. Die ordnungsmäßige Bearbeitung und pünktliche Besorgnug der Briefe wird der Post durch die übergroße Verschiedenheit der Briefform, durch die Ungleichmäßigkeit im Auffleben der Freimarten und durch die oft geringe Uebersichtlichkeit der Aufschrift in lästiger Weise erschwert. Im eigenen Interesse verwende man daher nur rechtedige Briefumschläge, deren Größe der Normenausschuß der deutschen Industrie mit Zustimmung der Behörden, des Handels und des Großgewerbes wie folgt vereinheitlicht hat: 11,4 mal 16,2; 16,2 mal 22,9; 22,9 mal 32.4 und 11.4 mal 32,4 cm. Man flebe die Marke in die rechte obere Ecke, schreibe unten recht deutlich den Bestimmungsort und unterstreiche ihn. Man vergesse Straße und Hausnum mer nicht. Jst der Empfänger Abholer oder Inhaber eines Schließfachs, so vermerte man unter dem Bestimmungsort ,, Abholer" oder„ Schließfach" unter Angabe der Nr. und unterstreiche quch dies. Wer seine Briefumschläge mit einem Vordruck für die Anschrift versehen läßt, der lajje auch gleich ein Feld für die Marfe und einen starten Strich für die Angabe der Bestimmungsanstalt unten rechts mit vordruden.
Schutz den Vögeln. Wir bringen in Erinnerung, daß nach Reichs 1 des Reichsgesetzes vom 30. Mai 1908( RGBI. S. 317) das Zerstören und Ausheben von Restern oder Brutstätten der Vögel, das Zerstören und Ausnehmen von Eiern, das Ausnehmen und Töten von Jungen verboten ist. In gleicher Weise ist das Feilbieten und der Verlauf der gegen dieses Verbot erlangten Eier und Jungen untersagt. Zuwiderhandelnde werden mit Geldstrafe bis zu 150 Mark oder mit Haft bestraft. Diese Strafe trifft insbesondere auch denjenigen, der es unterläßt, Kinder oder andere unter seiner Gewalt stehende Personen, welche seiner Aufsicht untergeben sind, und zu seiner Hausgenossenschaft gehören, von solchen Zuwiderhandlungen abzuhalten. Das Aufsichtspersonal ist angewiesen, auf die Befolgung der vorstehenden Bestimmun ... gen ein scharfes Augenmerk zu haben und jede Zuwiderhandlung behufs Herbeiführung der gerichtlichen Leitrafung zur Anzeige zu bringen.
Schuppen und Hofraum öffentlich meistbietend zwangsweise am 7. Juni durch das Amtsgericht versteigert wird.
Neues aus dem- japanischen Leben und der Japan- Mission.
Von Missionsdirektor D. Dr. Witte. 5. Fortsetzung.
2. Sie find fromm, aber ohne lebendige Hoffnung. Der Phantheismus gibt keine Hoffnung für das Jenseits. Das Letzte wird sein, so seine Meinung, daß alles, was jetzt lebt, einmal versinkt in dem unendlichen, unbewußten Göttlichen:„ das Licht brennt nicht mehr, der Quell rinnt nicht mehr." Es ist fein Nichtsein, aber auch kein Sein, das„ Ich hört auf. Wie im Schlummer löst sich das Bewußtsein. Das ist das Nirvana.
Unsere Seele aber will nicht so versinken und ewig ent schlummern, sondern alles in uns schreit nach Leben, nach ewigem Leben, nach Erhaltung und Verklärung unseres Jch in der Gemeinschaft mit Gott. In allen Menschen lebt dies Verlangen. In China und Japan hat es besonders flare Gestalt gewonnen in einer Form des Buddhismus, der Amidalehre. Da weiß man zu reden von dem Paradies des Westens, in das man eintritt nach dem Tode. Das ist Amidas seliges Reich, in dem Freuden herrschen in Fülle. Man weiß nicht, ob diese Hoffnung dorthin aus dem Christentum lam, sie findet sich erst in nachchristtlicher Zeit, und zwar erst in der Zeit, in der dort durch die Nestorianer das
nennen,
idiot
mar.
Buddhismus ist das Schließliche doch das Nirvana, das Sein im Paradies ist nur ein Uebergangszustand. So liegt über der ganzen japanischen Welt diese müde Stimmung der Verneinung alles Lebens, Dem Buddhismus ist ja alles das, was wir Leben in seiner feinsten und frommsten Vergeistigung. nicht ein G oder Glück, sondern vielmehr das große Uebel, von dom wir erlöst werden müssen. Alles Elend der Menschen liegt geradezu darin, daß wir nach Leben begehren, nach Lebensfreude hier und Lebensseligkeit im Jenseits. Dieser Lebenstrieb mus abgetötet werden. Das geschieht in ungezählten Wiederverkörperungen, daß man immer und immer wieder in der Welt geboren werden muß, als Tier oder als Mensch, bis man ganz reif ist für das erlösende Nichtmehr Geboren werden- Müssen, das Nirvana, wo alles Leben endet. In den Zwischenzeiten
aser Gießener Zeitung"
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Berkehrsregelungsschau. Die in der Frankfurter Festhalle und ihren Nebenräumen untergebrachte Ausstellung„ Geregelter Berkehr wird über die Messe hinaus bis Montag, 19. April, fortgeführt. Sie ist jeden Tag von 2 bis 8 Uhr nachmittags ge= öffnet. Auf der großen Berkehrsregelungsbahn werden täglich mehrere Borführungen veranstaltet.
Am
* Wiedersehensfeier und Fahnenweihe in Hanau. 31. Juli, 1. und 2. Auguft ds. Js. findet in Hanau eine Wiedersehensfeier ehemaliger Angehöriger der II. Eisenbahnbrigade, verbunden mit Fahnenweihe des Bereins der Kameraden ehemaliger Berlehrstruppen und Pioniere zu Hanau statt. Alle Zuschriften sind zu richten an Verein der Kameraden ehemaliger Berkehrstruppen und Bioniere, Hanau, Restaurant Krieg, San
beldamm 12.
Aus Nah und Fern.
Büdingen. Jm benachbarten Altwiedermus feierten dieser Tage die Eheleute Jakob Ranz ihr 60jähriges Ehejubiläum.
Schlig. Der Männergesangverein„ Harmonisches Kränzchen" rüftet fich, am 3., 4. und 5. Juli ds. Js. sein 70jähriges Bestehen verbunden mit Breiswettgesang, festlich zu begehen. 25 Bereine aus der Nähe und Ferne werden um die Palme ringen. Außer dem haben noch zehn Gaftvereine ihr Erscheinen zugesagt. Demnach darf mit einer Beteiligung von etwa 40 Vereinen und 1400 bis 1500 Gängern gerechnet werden. Seine Erlaucht der Herr Graf von Schlitz genannt von Görtz hat die Protektion über das Fest bereitwillig übernommen. Ein Glanzpunkt des Festes wird die bengalische Beleuchtung der Burgen bilden. Das inmitten des einzigartigen Schlitzerlandes gelegene, burgenge trönte Feststädtchen Schlig mit seinen sangesfrohen und gaftfreien Bewohnern wird auch diesmal die größten Anstrengungen machen, seinen guten Ruf als Festort aufs Neue zu bewähren.
Nieder- Mörlen( Krs. Friedberg). Die Ortsdurchfahrt ist hier von der Wirtschaft zum Löwen" bis zur Kirche wegen Ausführung von Kanalisationsarbeiten vom 12. April bis 1. Mai für jeden Fuhrwertsverkehr gesperrt. Der DurchgangsVerkehr wird durch die Fußgasse umgeleitet.
Limburg, 16. April. Der Apostolische Protonotar und Dom dekan Dr. Georg Silpisch vollendet morgen in völliger förperlicher und geistiger Rüstigkeit das 80. Lebensjahr.
Frankfurter Messeschluß.
Die Frühjahrsmesse ist Mittwoch zu Ende gegangen. Es war eine stille Messe, die Hoffnungen auf eine, wenn auch be scheidene Belebung haben sich nicht erfüllt, die wirtschaftlichen Depressionsverhältnisse waren leider stärker als die Menschen, die gern gekauft hätten, wenn sie Geld und den Mut zum Kaufen gehabt hätten. Einzelne Firmen erklären, auf ihre Spesen gekommen zu sein, einige waren mit den bescheidenen Abschlüssen zufrieden, die meisten refignierten und padten stillschweigend ein. Das Gesamtergebnis des Messederlaufs ist ein unbefriedigende
Dillenburg, 15. April. Wie verlautet, joll Regierungsrat Dr. Bünger vom Oberpräsidium in Kassel an Stelle des nach Berlin berufenen Landrats Klamroth zum stellvertretenden Landrat ernannt worden.
Wiesbaden, 15. April. Die nachfolgende Zusammenstellung gibt ein anschauliches Bild der von den britischen und einst von den französischen Truppen belegten Häuser im Wiesbadener Besatzungsgebiet: Wiesbaden 700 brit., 689 französ.; Biebrich 117 brit., 100 franz.; Königstein 73 brit., 46 französ.; Langenschwalbach 46 brit.; 44 französ.; Jostein 42 brit., 33 französ.; Schierstein 16 brit., 1 französ.. Aus dieser Gegenüberstellung geht hervor, daß die englische Besatzung die Gemeinden stärker belastet, als es die französische seinerzeit tat.
Eschweiler. Eine merkwürdige Anzeige veröffentlichen die hiesigen Tageszeitungen, eine Zwangsversteigerung, wie sie auch in deutschen Landen nicht alltäglich sein dürfte. Darnach macht das hiesige Amtsgericht bekannt, daß das Amtsgericht Eschweiler, Amtsgerichtsgebäude, Wohnungen, Hausgarten, das Gefängnis,
aber zwischen den einzelnen Verkörperungen müssen die Seelen durch Fegefeuer und Höllen hindurch mit furchtbaren Qualen, zur Abbüßung ihrer Sünden. Das ist das Reich des Gottes Emma, des Königs der Unterwelt. Um ihnen diese Bein zu er leichtern, betet man für die Seele zu den Buddhas und zu Djisso, läßt auch Totenmessen von den Priestern lesen und stellt Holzplättchen, auf denen diese Fürbitten von den Priestern quittiert sind, auf die Gräber.
Neben dieser trostl. buddh. Jenseitsvorstellung geht unausgeglichen im Volte nebenher die andere, schon erwähnte Vorstellung vom Verfinken der Toten in einer freudlosen, dunklen Unterwelt, in der man, soll das Schicksal dort auch nur erträglich sein, Opfer und Gaben braucht von den hinterbliebenen Ge schlechtern. Darum muß jeder viele männliche Nachkommen haben. Denn sein eigenes Los nach dem Tode hängt von deren Gaben ab. Darum ehrt man die Alten, die bald Geister werden. Wenn sie alt find, ehrt man sogar die Frauen. Denn werden sie bald„ kami", Götter wenn auch ins Dunkel verbannt und können, tut man ihnen nicht gut, sich rächen durch Unglück, das sie verhängen.
Einmal im Jahre, vom 13. bis 16. Juli, beim großen Totenfest( Bon- Matsuri) kommen alle Seelen der entschlafenen Verwandten aus dem Jenseits ins Diesseits, in das Haus ihrer Hinterbliebenen. Da richtet man ihnen in einem besonderen Zimmer ein festliches Essen her, während die Lebenden sehr färglich sich behelfen. Vor Sonnenaufgang begrüßt man die Seelen am Tor, wo sie schon warten, und geleitet sie in das Festgemach. Dort läßt man sie allein, während ein Priester vor den Totentafeln Gebete lieft. Abends begleitet man sie wieder hinaus, bittet um ihre Gunst und ihren Schuh und zieht hinab zum Fluß. Da nimmt man fleine Papierschiffchen, stellt bren nende Kerzen hinein und setzt sie auf das Wasser. Nun ladet man die Seelen ein, in den Schiffchen Platz zu nehmen, zur Rüdkehr ins Jenseits. So müssen sie dann wieder zurüd in das grausige Dunkel.
Dagegen halte man die christliche Jenseitshoffnung! Welch ein Unterschied. Die armen Menschen, die nichts wissen vom Jenseits, als was Schintoimus und Buddhismus fagen!
ATUD
Nr. 16.
Spiel und Sport.
Vorschau für Sonntag, den 18. April.
Jugend.
Das für die Meisterschaft entscheidende Spiel findet in Weglar statt. Hier treffen BC. 1910 Weglar und Sp.Bgg. 1910 Gießen aufeinander. Gewinnen die 1900er, so ist ihnen die Mei: sterschaft sicher. Bei der derzeitigen Spielstärke beider Bereine ift mit einem interessanten Spiel zu rechnen. Der Ausgang ist völlig offen.
Ein zweites Spiel steigt in Dillenburg. FC. 05 Weglar muß fich sehr anstrengen, wenn er die beiden Punkte mit nach Hause
nehmen will. Dillenburg war schon für manche Vereine ein schwer zu nehmendes Hindernis. Sp.Bgg. v. 1900 II. Jgd. Weilburg Jgd( Berbandsspiel). Weilburg verzichtet auf die Punkte.
Rademacher schlägt Spence abermals.
Den letzten Abend vor Antritt ihrer Rüdreise nach Europa verbrachten die deutschen Meisterschwimmer im Central Swim Club Brooklyn am Mittwochabend. Das Hauptinteresse war das Zusammentreffen von Rademacher und Walter Spence in einem Zweikampf über 220 yards. Der Magdeburger konnte mit einem Vorsprung von sechs Yards( etwa 5,40 m) als überlegener Sieger in der Zeit von 2: 49,2 das Ziel erreichen. Frö lich war es vergönnt, fich mit einem Doppelfiege von Amerika zu verabschieden. 16. Berliner Sechstagerennen. Sieger: Sergent Louet, Frankreich 481 Buntte in 145 Stunden.
Hamburg München.
3657,190 km.
Ein Fußballspiel Hamburger Sportverein- Bayern München ist für den 2. Mai in München vereinbart worden, das Rückspiel für den 15. August in Hamburg.
Neue Bücher.
Haben Sie Schuldnernot? Wie hift man sich in Zahlungsnöten?" Aus der Rechtspraxis des Schuldners. Dr. Karle mener Ratgeber I. Die Neuauflage des Ratgebers für Schuldner wird viele Leser interessieren und vor manchen„ bitteren Erfahrungen" bewahren. Er enthält alles, was man in Zahlungsschwierigkeiten wissen muß. Obiger Ratgeber ist vom Verlag ,, Organisator" A.-G., Leipzig 80,( Postiched 60 442) für Mt. 1,70 ( Rachnahme 30 Pig. mehr) zu beziehen.
dun Geschäftliches.
Berblüffend schnelle Mast und rasches Heranwachsen gesun der, kräftiger Jungtiere und des Geflügels fann der Tierhalter nur erreichen, wenn er für eine richtige Zusammensetzung der Futtermittel sorgt. Trotz reichlicher Verfütterung von Eiweiß, Fett und Kohlehydraten kann er niemals durchgreifende Erfolge haben. Mineralstoffe und Vitamine müssen stets noch im Futter
Juggertjent need the Beifuttet, die est am Aufbau
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Als geeignete mineralische Beifutter, die sich selbst am Aufbau des Körpers beteiligen, und die dank ihrer zweckmäßigen Zusam mensetzung die Vitamine vor dem Untergang schützt, sind M. Brodmanns Futterfalt 3werg- Marte" und M. Brodmanns Patentnährsalzkalt". Letzterer enthält noch dazu alle vom Körper verlangten Mineralstoffe, die in den gewöhnlichen Futtermitteln meist fehlen oder in der nur ungenügender Menge vorhanden sind. Er ist ein Aufbausalz sondergleichen. Maft ift schnelles Wachsen, und da die wachtstumsfördernden Vitamine durch Beifütterung der Brodmannschen Nährpräparate geschütt find, so können sie ihre Wirkung stets voll entfalten und das Tier in bisher ungeahnt furzer Zeit schlachtreif machen und die Aufzucht fördern. Brodmanns ,, Kalte" haben noch nie verjagt! Machen sie einen Versuch damit, er wird und muß von überraschenden Erfolgen gekrönt sein!
Berantwortlich: Christian klein in Gießen.
3. Sie find fromm, aber ihr Leben bleibt arm an Biebe. Das gilt sowohl von der Familie, als auch vom öffentlichen Volks leben.
A. Die Famille. Natürlich gibt es auch in Japan Liebe der Mütter und Bäter zu ihren Kindern und auch zwischen anderen Verwandten. Aber es gibt gewisse entscheidende Punkte, an
denen sieht man, wie dort die Liebe nicht die so tief wie bei uns herrschende Macht ist. Nun wollen wir hier keine besonders traurigen Einzelfälle aufführen, denn solche Einzelfälle, wenn auch vielleicht nicht so zahlreich wie in Japan, gibt es auch bei Biel schlimmer sind die Dinge, die das ganze Leben in Japan in dieser Hinsicht kennzeichnen, und die bei uns, gottlob, durch das Christentum anders geworden sind.
Ins.
Hinsichtlich der Bewertun Grundstücke erging folgende SS 6 ff besonders hingewiefen
Berordnung über die Bewertun Grundstücke für die erste Festit nach dem Reichsben Bom 25. März 1926( Reichsgefegbl 6.185).
Auf Grund der§§ 85, 86, 37 § 1. wertungsgefeßes wird für die Bewe Grundstüde mit Zustimmung des R
Bei der Feststellung des Einh teter Grundstücke für den erste (§ 6 Abs. 2 des Reichsbewertungs tigten) Wehrbeitragswert nach Ma § 2. geben.
Zwangsbewirtschaftete Grundstüide. ( 1) Als zwangsbewirtschaftete Bestimmungen gelten alle bebauten einem gewerblichen Betrieb gehö Gebäude vor dem 1. Juli 1918 bezug Jangsbewirtschaftet gelten auch nach dem 30.
Gebäude mit ferti
während des Krieges zerstörten Geb errichtet find. ( 2) Sind auf einem zwang durch Um- oder Zubauten nach dem gewordene Räume geschaffen worde 1. durch die bauliche Veränderun erhöhung nicht eingetreten ist, gebauten Teile des Grundstüds Teil zuzurechnen. In diesen Fa aussetzungen des§ 4 vorliegen zu ermitteln;
2. durch die bauliche Veränderu erhöhung eingetreten ist, die um Teile des Grundstücks als nic nur der übrige Teil als zwangs Wesentlich ist ein Werterhöhung nu Umbauten oder Zubauten der erzie Grundstüds um mehr als 25 vom S
Wehrbeitragswert.
§ 3.
( 1) Als Wehrbeitragswert im gilt der Wert, der auf Grund des A Gesetzes über Steuernachficht für das Shulden und Lasten endgültig zugr
( 2) Jst bei der Veranlagung Kalenderjahr 1924 eine Berichtig porgenommen oder der Wehrbeitr morden, so gilt der berichtigte oder beitragswert als Wehrbeitragsn timmungen.
( 3) Jft bei der Veranlagung Kalenderjahr 1924 bei der Beme Dom Wehrbeitragswert, sondern ge führungsbestimmungen für die Be Reumert Ende 1913 ausgegangen w Abzug des Betrags, der wegen Zeit von der tatsächlichen Herstell 1918 don dem auf die Gebäude it, als Wehrbeitragswert im Sin
§ 4.
Rene Ermittlung des Wehrbeitrag ( 1) 3ft seit dem 31. Dezer Kenderung in dem tatsächlichen 3 haffenheit, Berkehrslage, Umfang Wehrbeitragswert neu zu ermit Menderung bereits bei der Berichti mittlung des Wehrbeitragswerts peranlagung 1924(§ 3 Abs. 2) beri ift eine Kenderung des tatsächliche der neu ermittelte Wehrbeitragsn gebenden Wehrbeitragswert um m
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oben oder unten abweicht. Bei d auslegungen vorliegen, ist die ( 31. Dezember 1913) infolge allge Berilehterung des baulichen Zu
da ihr bereits bei der Bemessung 10) Rechnung getragen ist. ( 2) Bei Grundstücken, die zu gehören, findet außer in den Fäll mittlung des Wehrbeitragswertes
3 maßgebende Wehrbeitragswert befondere eingebaute Maschinen) de Bestandteilen auch das Zubehör un Wehrbeitragswert von dem nach tragswert um mehr als 10 vom S abweicht. ( 3) In den Fällen der Abs. 1, der für das Grundstüd nach den W gesetzes und nach den Wertverhäl tag, jedoch von der seit dem Beh meiner Abnugung eingetretenen Butands gegenüber dem am Wehr
1. Das Familienleben tann sich nicht gedeihlich entwideln, wo man die Frau so sehr niedrig einschäßt und entrechtet, wie das in Japan noch heute der Fall ist. Alice Schalet, eine öfterreichische Schriftstellerin, die zweimal in Japan war, sagt in ihrem Buch„ Japan, das Land des Nebeneinander"( Breslau 1925, Verlag von Ferdinand Hirt) mit Recht: In dieser modernen Großmacht, die im Rat der Völker gehört werden will, ist in Wahrheit die Frau auch heute noch nichts anders als eine Art Stlavin. Schon das fleine Mädchen muß hinter dem Brü derchen, das im Hause alles bedeutet, zurüdstehen, auf das Spiel zeug verzichten, sich tyrannisieren lassen und es darf die bei jenem bewunderten Unarten nicht nachmachen. Wird es nicht frühzeitig an Geschaschulen" verkauft, so bekommt es, ohne gefragt zu werden, den vom Vater ausgewählten Gatten".( S. 143.) Bei solcher Unterdrückung können die tiefften Gemütswerte der Frau, die für die Familie und auch für die Veredlung der Männerwelt so wichtig sind, nicht zur Entfaltung kommen, und die Frau fann für die Boltsseele das nicht leiften, was fie bei uns bedeutet. So ist die Frau in Japan eine musterhafte Dienerin des Mannes, aber feine Kameradin und Lebensge fährtin. Alice Schalet schreibt: Jn den wenigen Monaten, die ich hier weile, fommt Frau auf Frau zu mit und befeuert: ,, Glauben Sie nicht, daß wir glüdlich sind. Wir sind von Kind heit an darauf gedrillt, glücklich auszusehen, in Wirklichkeit find wir alle, alle sterbensunglücklich. ( Fortsetzung folgt.)
Alle Steuerza


