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Sonnabend, den 15. Mai 1926.

daß eine tommunistische Regierung weniger Verständnis für die Wirtschaft des Landes aufbringen würde. Es muß unter allen Umständen dahin gewirkt werden, daß die Besteuerung des Haus­befizes auf ein vernünftiges Maß zurüdgeführt wird. Mit der Wegsteuerung der Einnahme wird das Interesse, das der Befizer noch an seinem Eigentum hat und dem es ausschließlich zu danken ist, daß die Häufer nicht schon mehr verfallen find, genommen.

Diese Gewaltbesteuerung bedeutet die Fortsegung der seit 1918. betriebenen Sozialisierungspolitik nur mit anderen Mit­teln. Daß man damit auf folchem Wege ist, sollte nachgerade auch eine Regierung einsehen. Das Gebot der Gerechtigkeit, daß die Grundlage jedes Staatslebens sein soll, erfordert die gleiche Behandlung aller Staatsbürger auch in steuerlicher Hinsicht. Der Hausbesitz weiß, daß er Steuern zahlen muß. Er ist auch jeder zeit bereit gewejen, die Staatsnotwendigkeiten zu erfüllen. Wenn man aber dazu übergeht, ihm die Existenzmöglichkeit zu unterbinden, jo wird er sich seiner Haut zu wehren wissen.

Wir warnen die Hessische Regierung, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen. Der Hausbesitz ist nicht gewillt, sich willenlos zur Schlachtbank führen zu lassen.

Wo ein Aas ist, da sammeln sich die Adler. Wem fallen nicht diese Worte ein, der die nachfolgenden Zeilen ließt. Die hessischen Gemeinden, die an Gondersteuer nur das erhalten, was der Bater Staat gerade noch übrig gelassen hat, fühlen sich in ihren Einnahmen zurüdgefeßt. Anstatt nun ihre Rechte nach oben geltend zu machen, wählen sie den weniger gefahrvolleren und auch aussichtsreicheren Weg nach unten. Gie haben gefun­ben, daß der Staat dem Hausbesitzer noch das Hemd gelassen hat. Run beginnt ein Wettlauf um dieses Hemd. Boran der Ober­bürgermeister von Offenbach. Er hat ausgerechnet, der Hausbe­siz rentiere nicht durchschnittlich 5 Prozent, sondern 6 Prozent und mehr. Aus 15 ausgesuchten Häusern wird eine Durch schnittsverzinjung tonftruiert und dann ausgerechnet, daß die Sondersteuer bei diesen Hausbefigern gar feine 40 Prozent be­trage( also ob sie das in jedem Fall müßte). Man könne infolge­dessen für die städtischen Bedürfnisse noch gut rund 30 Prozent der Friedensmiete dem Hausbesitzer abnehmen. Die Aufstellung des Offenbacher Oberbürgermeisters ist derart tendenziös aufge­macht, daß einem beim Lesen ein Gefühl der Scham erfüllt über die Methoden, wie man heute Stuern zu rechtfertigen sucht. Der Offenbacher Verein hat sich der Mühe unterzogen, die Auf­stellung des Oberbürgermeisters richtig zu stellen. Es wird feineswegs bestritten, daß es Häuser gibt in Offenbach viel­leicht mehr wie in Darmstadt, Gießen, Mainz und Worms die mehr als 5 Prozent rentieren. Nach derartigen Ausnahmen tann man aber doch nicht die Steuersäge für die Allgemeinleit richten, denn wo sollen denn alle die Hausbesitzer bleiben, deren Häuser leider nur 5 Prozent und weniger rentieren. Der Haus­besitzer wird von diesen Stellen einfach nur noch als Verwalter angesehen, der verpflichtet ist, jeden Pfennig Einnahme abzulie­fern.

Zur hessischen Sonder- Gebäudesteuer. Bom Presseamt des hessischen Staatsministeriums erhalten wir folgende Pressenotiz.

Die neue Verordnung über die Sonder- Gebäudesteuer vom 10. März 1926, die bekanntlich auf den Zwang der Reichsgeseh­gebung zurückzuführen ist, enthält eine Anzahl Steuerbefreiungen und Erleichterungen, die zur besseren Uebersicht für den Steuer­pflichtigen hier nochmals zusammengestellt werden,

1. Artikel 6 schreibt vor, daß Einfamilienhäuser, die vor dem 1. Juli 1918 bezugsfertig hergestellt und zu diesem Zeitpunkt mit nicht mehr als 20 v. H. des Friedenswertes belastet waren, auf Antrag von der Steuer freizustellen sind, sofern sie aus­schließlich vom Eigentümer und seiner Familie bewohnt werden und die Wohnfläche nicht mehr als 70 qm beträgt. Die Frei­stellung wird nicht dadurch ausgeschlossen, daß das Einfami lienwohnhaus zum geringen Teil auf Grund behördlicher Maß­nahmen vermietet worden ist;

Neues aus dem japanischen Leben und der Japan Mission.

Von Missionsdirektor D. Dr. Witte. ( Schluß.)

Unsere Missionsarbeit in Japan und die Japaner in Europa. Alle unsere Freunde sollten jede sich ihnen bietende Gelegen heit benutzen, um mit den in Europa vorübergehend lebenden Japanern Fühlung zu suchen, sie in christliche Familien einzu laden in den engen Hausfreis, nichtzu Gastereien, und sie mit unserem christlichen, firchlichen Leben bekannt zu machen. Das muß natürlich mit Takt und Vorsicht geschehen. Jedes Drängen ist zu vermeiden. Schon die Pflege rein menschlicher, freund licher Beziehungen zu den Japanern macht Eindrud. Die meisten Japaner, die bei uns leben, lernen nur die Fabriken und Univer sitäten, die Theater und Konzertsäle und womöglich viele schlechte Oertlichkeiten kennen und sogenannte Gesellschaften", äußerliche Geselligkeiten in großem Kreis, aber nur sehr wenige tommen mit unserem stillen, guten Familienleben in Verbin dung und noch weniger mit unserem tirchlichen Leben. Viele von ihnen, sind schon aus Wißbegierde, sehr dankbar, wenn man ihnen auch die Kenntnis dieser intimen Seiten unseres Lebens vermittelt, und viele fühlen sich in unserem Familienkreise sehr wohl, auch wenn sie es nicht so offen äußern, wie wir als Euro päer es gewohnt sind. Durch die Pflege des Verkehrs mit den Japanern hier in Europa fönnen unsere Freunde direkt und indirekt auch die Reichsgottesarbeit draußen in Japan fördern helfen. Aus meinen eigenen Erlebnissen möchte ich nur von drei Begegnungen hier berichten.

1. Vor einigen Jahren, nach dem Kriege, sandte die japanische Regierung einen Regierungsrat des Erziehungsministeriums nach Europa zum Studium unserer christlichen, kirchlichen Ein­richtungen und Zustände. Herr T. K. wurde durch

Gießener Zeitung"

2. Jm Artikel 7 find Bestimmungen über die Erweiterung der Steuerlichen Bergünstigungsvorschriften des seitherigen§ 28 Abs. 5 der Dritten Steuernotverordnung enthalten. Die seit­herigen Borschriften begünstigten nur diejenigen Steuerpflich tigen, deren Anwesen am 1. Juli 1914 nicht belastet oder ge= ting belastet waren; statt dessen gilt jetzt der 31. Dezember 1918 als Stichtag. Die Vergünstigung tonnte seither ein­treten, wenn die Belastung nicht höher als 20 Prozent des Gesamtwertes eines Grundstüds war. Jetzt ist die Belastungs­grenze auf 30 Prozent des Friedenswertes festgesetzt. Nach der Reichsvorschrift mußten aber die Ermäßigungen in der neuen Berordnung abgestellt werden auf Hundertteile des Friedens werts gegenüber seither Friedensmiete. Bei Grundstüden, deren dingliche privatrechtliche Belastung nicht mehr als 30 p. 5. betrug, ist der Betrag der Steuer( Staats- und Ge meindefteuer) auf Antrag des Eigentümers auf 1,75 v. H. des Friedenswertes und bei unbelasteten Grundstüden oder bei einer Belastung bis zu 20 d. 5. des Friedenswerts auf 1 v. H. des Friedenswerts festzusehen. Zur Beschleunigung der Er ledigung derartiger Anträge wird es dienen, wenn die Pflich­tigen bei Stellung des Antrags die Bescheinigung des zustän­digen Amtsgerichts über die Belastungsverhältnisse Aus fertigung geschieht stempel und gebührenfrei vorlegen, so­weit dies nicht schon im Vorjahre geschah.

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3. Der Artikel 10 überläßt die Entscheidung darüber, ob ein Mie­ter oder auch ein Hauseigentümer für seine eigene Wohnung die durch die Sondergebäudesteuer veranlaßte Mieterhöhung tragen kann, den Fürsorgeämtern; die Finanzämter haben ca­mit nichts mehr zu tun.

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Starter Reiseverkehr nach dem Norden erwartet!

Alle Anzeichen deuten darauf hin, daß in diesem Sommer ein außerordentlich starker Reiseverkehr aus Deutschland nach dem Norden, insbesondere nach Schweden einsetzen wird. Die Nachfrage bei den Reisebüros nach Prospekten über den Norden ist stärker denn je zuvor. Dieser Zug nach der skandinavischen Halbinsel ist vor allem dadurch zu erklären, daß außerordentlich viele Deutsche infolge der politischen Verhältnisse ihre geplante Italienreise aufgegben haben und dafür Skandinavien und den stammverwandten Völkern des Nordens einen Besuch abzu­statten beabsichtigen.

einem Fest des Jungmännervereins Wartburg" in Berlin­Steglitz, dessen Aufführung und Musikdarbietungen sein großes Interesse erregten, ich brachte ihn in einen Kindergottesdienst unseres Freundes, Pfarrers Lic. Moldaende. Und gerade diesen Kindergottesdienst hat er dann auch ohne mich noch mehrfach besucht. Auch an einer Tagung des Verbandes unseres Missions­vereins und einem Missionskursus für Pfarrer in Eisenach nahm Herr T. K. teil und bezeugte lebhafte Teilnahme an unseren Bestrebungen. Als ich im Sommer 1924 in Japan war, hat Herr Reiseplänen zu unterstützen. Ihm danke ich es z. B., daß ich mit T. K. mir in jeder erdenklichsten Weise geholfen, mich in meinen den leitenden Priestern der großen schintoistischen und budd­fion ein warmes Herz bewahrt und erklärte sich bereit, uns in histischen Tempel in nahe Berührung tam. Er hat unserer Mis­jeder Weise zu helfen. Und er vermag heute viel. Denn er iſt heute der Leiter der Religionsabteilung des Erziehungsmini steriums, also der entscheidende Mann für alle offiziellen Be­nischen Staat. Die Freundschaft dieses Mannes ist für uns von ziehungen des Christentums und des Buddhismus zum japa­großem Wert.

2. Jn Berlin lernte ich auf einem Missionstee einen Japaner, Herrn Jkeda, kennnen, der hier Berichterstatter für die größte Tageszeitung Tokyos, die Hochi- Schinchun, war. Diese Zeitung Einladung oft in mein Hans, und wir wurden gut miteinander hat mehr als 900 000 Lefer. Herr Jkeda kam dann auf meine befreundet. Als Herr Jkeda im Januar 1924 hörte, daß ich im Begriff sei, nach Japan zu reisen, schrieb er an seine Zeitung angelangt, erhielt ich von der Zeitung eine Einladung, ich möchte wohl allerlei Gutes über mich. Genug, faum war ich in Tokyo doch in dem großen Saal ihres imposanten Gebäudes einen Vor­trag halten über das deutsche Geistesleben nach dem Kriege. Ich habe dabei sehr ausführlich über die Bedeutung des Christen tums für die innere Wiedergeburt und die äußere Gesundung Deutschlands gesprochen. Und reichlich tausend Japaner und

Kirchenbehörde mir zugewiefen zur Einführung unsere oberste Japanerinnen haben gespannt mehr als zwei Stunden zugehört.

in das praktische,

tirchliche Leben. Ich besuchte mit Herrn T. R. einige Gottes­dienste in unseren schönen Kirchen. Ich ließ ihn teilnehmen an

So hatte ich dort in Tokyo Gelegenheit, vor tausend Menschen vom Christentum zu reden. Das war die Wirkung meines Ver­tehrs mit Herrn Jteda in Berlin.

Eckenertag in Gießen.

Nr. 20.

Für das große Wert der Zeppelinspende sprach am Montag in der Festhalle der Nachfolger in der Führerschaft des Grafen Zeppelin, Dr. Hugo Edener, dessen Namen durch die Ueber­fliegung des atlantischen Ozeans mit dem 3. R. 3 in der deut­schen wie in der Weltgeschichte nie verflingen wird. Montag mittag um 1 Uhr am Dr. Edener in Gießen an und wurde don den Spigen unserer Behörden empfangen. Im Hotel Schütz fand anschließend ein Ehrenessen statt, in dessen Laufe Ober­bürgermeister Keller für die Stadt Gießen den Willkommensgruß entbot, für den Dr. Edener dankte, Eine Rundfahrt durch die Stadt nach dem Flugplay folgte hiernach. Auf dem Flugplay wurde Kaffe getrunken und hielten hier für die Luftverkehrs A.-G. Oberhessen- Lahngau Provinzialdirektor Gräf und Bant­direktor Grießbauer Ansprachen. Danach ging es zur Stadt zurüd Der große Abend in der Boltshalle.

Sonnabend, ben 15. Mai 1

Lotal Stimmen de

Die Nacht hat hundert, Stimme ett vernehmlich werden, wenn der L alles Taggetriebe schlafen geganger lingsnächte, wie sie uns schon under in famten- wohliger Maienlieblichte heimlicher Stimmen. Auch der S Frühlingswelt vermauert, verbaut diese Stimmen der Nacht. Auf der die Nacht dauerndem Tagwerk umf mitternächtlichen Stille der leeren verträumten Lauschigkeit aller Gaffe hundert Stimmen hat die Nach fammentlang läßt sie dem Müden al fernde Melodie erscheinen, die ihn

In Scharen strömte die ganze Einwohnerschaft Gießens und Tausende aus der Umgebung zur Voltshalle. Es mögen 4000 Personen gewesen sein, die dort den Worten des Dr. Edener lauschten.

Die Begrüßungsansprache hielt Sc. Magnifizenz der Rektor unserer Universität Prof. Dr. Bürker. Dieselbe schloß mit einem Hoch auf Dr. Edener. Die hierdurch entstandene Huldigung für diesen Mann legte sich erft, als er das Rednerpult beschritten hatte. In seinem Bortrage führte er u. a. aus:

Geit

einer Reihe von Monaten bemühe ich mich die Mittel zu sammenzubringen, um das Werk in Friedrichshafen zu erhalten. und glaube ich, daß es verstanden wird, daß es sich um den Luft­schiffbau Zeppelin nicht allein dreht, denn das Bolt, das in der Weltentwidlung eine Rolle spielen will, muß auch führend sein in der Luftfahrt. Darum ist es notwendig hierfür einzutreten und das Wert Zeppelins uns zu erhalten..."

t, bis die Sonne mit den ersten G Spakenfrühlingsgezwitscher weckt. Klingen und Singen der wie vers men, es sei denn, daß ihn der M ehr mit Autohupen und in den K bahrrädern, als vielmehr mit eine felt feines eigenen Herzens. Da fin die, durch die Poizeistunde erst zu lange an der Ede stehenbleiben und tisdebatten in weithin hörbarem Da sind die jungen Leute, denen Blute liegt, daß fie mit Jauchzern un die Stille der Nacht zerfingen, of Mädchen mit beluftigtem Getreisch anterbrechen. Da dröhnt der st Rhythmus patrouillierender Polize gelifter und nicht zuletzt die Stör mit Ragelstiefelgetrapp auf dem P der Zauber frühlingsnächtlicher Sti mal ju poefievollerem Beginnen. tönnen sich nicht trennen, ohne mit G Liebe ufw. zu feiern. Wofern sie wird man so ein nächtliches Stän Störung empfinden.

Unter den Klängen der Kapelle Topp wurde das Deutsch landlied gesungen. Im Namen der Gießener Studentenschaft sprach anschließend Stud. Scheel, die sich dann zu einem Fadelzug in der Kaiserallee aufstellten und Dr. Edener nach seinem Quartier ins Hotel Schüß" brachte. Eine riesige Menschen­menge brachte ihm auf dem Wege Huldigungen dar. Vor dem Hotel nahm der Fadelzug Aufstellung. Dr. Edener richtete noch einige martige Worte an die deutsche Jugend. Cand. jur. Jüngst dankte Dr. Edener im Namen der Studentenschaft für seinen Be­such. Der Zug der Fadelträger setzte sich nach dem Absingen des Liedes Burschen heraus" nach dem Oswaldsgarten zu wieder in Bewegung, wo derselbe sich dann auflöfte. Auch die ungeheure Menge teilte fich allmählich auf, sodaß nur wenige bis zur Ab­fahrt Dr. Edeners am Schütz" blieben. Mit dem Nachtschnellzug 11,45 setzte er seine Weiterreise nach Berlin fort.

Möge der Edener- Tag in Gießen der deutschen Luftschiffahrt und den Zeppelin- Werken reiche Unterstützung bringen.

Die ,, Norge" nähert sich Alaska.

Auch nach dem Passieren des Nordpols ist der Flug der ,, Norge" glücklich verlaufen. Nach den neuesten Meldungen be findet sich das Luftschiff bereits in der Höhe von Alaska und im günstigsten Falle dürfte cine Landung noch am Donnerstag abend erfolgt sein, Nähere Mitteilungen über den Flug dom Nordpol nach Alaska stehen freilich noch aus. Aber gerade der Flug über diese Strede verdient besonderes Interesse, da hier Ge­biete liegen, die noch vollkommen unerforscht sind. Ueber diese Gebiete nähere Beobachtungen anzustellen, sieht Amundsen als seine besondere Aufgabe an. Er hat von der norwegischen Re­gierung außerdem die Vollmacht erhalten, neu entdectes Land für Norwegen zu annektieren.

Uebrigens beginnt zwischen Norwegen und Italien bereits ein Streit um die Siegespalme. Norwegen nimmt den Erfolg für sich in Anspruch, da der Flug ein norwegisches Unternehmen und auf Amundsens Initiative zurückzuführen sei, während Italien darauf hinweist, daß das Hauptverdienst den italienischen Konstrukteuren des Luftschiffes und seinem italienischen Führer zuzusprechen sei. Wir sind zwar nur Zuschauer bei diesem Streit, tönnen aber nicht umhin, in diesem Falle die Ansprüche Italiens als nicht ganz ungerechtfertigt zu bezeichnen."

ein

werden vor

3. Jm Jahre 1913 war ständiger Gast in meinem Hause in Berlin er verlebte bei uns auch das Weihnachtsfeft junger japanischer Regierungsrat aus Tokyo Herr K.. Nach Japan heimgekehrt, stieg er sehr schnell empor und wurde Prä­fident des Eisenbahndirektionsbezirks Tokyo. Als solcher hat er 44 000 Beamte unter sich. Nun hat die japanische Regierung für die Eisenbahnbeamten ein Vortragswesen eingerichtet. An bestimmten Sammelpunkten des Verkehrslebens kleineren und größeren Gruppen von dienstfreien Beamten Vor­träge gehalten über alle möglichen Gebiete des Lebens, aud über die Fragen der Religion. Herr K. hat nun unserem Pfarrer Ataschi Vorträge über das Christentum übertragen in seinem ganzen Direktionsbezirk. Auch in den Schulen, in denen die Eisenbahnbeamten ausgebildet werden, redet Pfarrer Ataschi an festgesetzten Tagen. Pfarrer Ataschi hat freie Fahrt in dem ganzen Direktionsbezirk und kann nun in einem großen Kreis von Menschen dauernd evangelifieren. Als ich mit Pfarrer Ataschi in diesem Bezirk Reisen machte, wurde er überall von vielen Beamten mit großer Freude als Sensei"( Lehrer) be­grüßt. Auf Herrn R.'s Einladung hielt ich auch vor 500 Eisen­bahnbeamten einen Vortrag in Tofno. So wirten sich in Japan draußen die Freundlichkeiten aus, die man hier in der Heimat den Japanern erweist.

Eine Bitte zum Schluß.

1. Gottes Wille ist, daß durch das in Chriftus uns geschenkte Heil die ganze Menschheit gerettet werde.

2. Gottes Wille ist, daß wir Christen, die wir dies Heil besigen, die Rettung der Welt verwirklichen sollen, in seinem Auftrag und durch seine Kraft.

3. Gottes Segen ruht sichtlich auf unserem Missionswert in Japan. Aber es leidet unter den Folgen der letzten zehn bösen Jahre.

4. Helfen Sie durch eigene Opfer und dadurch, daß Sie bei vielen anderen um reichliche Opfer für unsere Mission bitten, daß wir unser Wert in Japan mit den nötigen Mitteln unter stützen können.

Aus der Stadtverordnet Die am vergangenen Dienstag, Sigung der Stadtverordneten glich perfammlung. Es wurden- der B für 1926 stand zur Beratung hin lehrte Stellung" der anderen Fra würdig des Hauses, sogar in einem Bofition 45 b, betr. Wohnungsamt, standsehungsstelle wurde von der Frattion, unterstützt von der Deut Deutschnationalen und zum Teil v Demokraten, die Beseitigung dieser produttiven und unrentablen Aemt keller ließen durch ihren Sprecher trag recht sachlich und ruhig begri Lintsparteien gaben unsachliche Er tionsgenoffe, Rechtsanwalt Homberg lich aus, daß, wenn das Wohnun betr. Registrator dort weg fäme, di die Herren Antragsteller brauche", regung der dadurch getroffenen Sta tige wäre gewesen, sie hätten den diesen Fall hier erwähnen, so gesch Stadt, daß man dort seine Worte so verordnetenversammlung nicht an it, daß es ebenfalls Herr Rechts in vorlegter Stadtverordnetensitzu Seltersweg, ein u. E. rechtswidrig bern fun wir uns allerdings nicht

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Olympia! Ein eigener Klang feinem andern Bolt sich die Welt Rätsel der Ruinen erschlossen hatte beute die Seele des griechischen Bo

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Darum ruft der Deutsche Retch u den 2. Deutschen Kampfspielen a tum belennt und fest zur Heimat H Der Bannerwald aus deutschen La nachtvolles Zeugnis für den Zusam es Boltstums geben. Wie einst u bei uns der Götterfriede herr raben, und wir alle sollen versuche