Sonnabend; den 14. August 1926.
Bewundernswert zielbewußt arbeitet die Tschechoslowakei. Hier umfassen die vom Staate mit Waffen ausgerüsteten Gotolvereine alle Berufstfalen vom Sohne bes Arbeiters bis zum höchsten Beamten. Jegt joll die militärische Schulung in ben Schulen durch Gejes erhärtet werden.
Bolen verdantt den Befit Oftoberfchleichs feinen großen teils aus Jugendlichen bestehenden Jnjutgentenverbänden, ebenjo seine tajche Mobilisation gegen Rußlano 01020. Seit vier Jahren überwacht die Regierung die planmäßige Ausbildung in allen Schulen. Selbst die Zöglinge der geistlichen Seminare find nicht ausgenommen. Die Spezialwaffen, wie Flugzeug und Gas, werden dabei nicht vernachlässigt stimmte si gi 1 late Sowjetrußland, durch keinen Bertrag behindert und nur durch seine Wirtschaftslage zu Rütungsbeschräntungen genötigt, hat zur Verfolgung jeiner imperialistischen Ziele sich ein startes stehendes Herr geschaffen, dessen Schlagtraft durch breite Anwendung des Milizipitems gesichert lit, wie 36 Icon Englano
und auch
gefordert hatten. Starte Rejerpen sind in den
pauermo ausgebildeten Millionen det jugenblichen Proletarier
armee bereit. Die hier immer Hand in Hand gehende politische Schulung tut der militärischen feinen Eintrag d
Diese Schrift läßt einen Blid hinter die Kulissen der Weltpolitit fun. Für das entwaffnete, getnebelte Deutschland ist er wahrhaft erschreckend. Nicht nur die unmittelbaren Grenznachbarn Deutschlands rüsten ungeheuerlich, auch das pazifiſtijche Amerita, die englischen Kronländer und das unkontrollierbare Räterußland. Also sehen alle diese Bölker Friedenstonferenzen und Bündnisse vielleicht nicht als letzten Schutz an? and Deutschland? Wird es in einem neu entbrennenden Weltkampf eine friebliche Insel bleiben dürfen oder wird es zum letzten mals in furchtbarer Weije Amboß sein? oni Bideant conjules! Bejjer: Bolf, gib acht all oddiholm
moni
Loimmol thin sdsid
Lokales.
aser Gietener Zeitungen
Die Begrüßungsansprache hielt der erste Sprecher des Vereins, Verwaltungsinspektor Etle. Ferner sprachen noch ein Bertreter des Turngaues Hessen und ein Rreisvertreter. Der Abend wurde durch turnerische Darbietungen, wie Freibungen, Kunst turnen am Barren, Red und Pferd, Jowie Bollstänge und Walitätüde verschönt. Am Sonntag fand in der Festhalle unter Mhwirtung aller Abteilungen des Vereins ein Schauturnen statt. ( ali * Ein Krematorium. Zur Ergänzung der Friedhofsanlage hat die Stadt ein Krematorium errichtet, das jetzt fertiggestellt wurde. Die Anlage, enthält vorläufig einen Verbrennungsofen, jedoch ist ihre Erweiterung durch den Neubau eines zweiten Bestattungsofens bereits vorgesehen. Die Kosten der Anlagen beziffern sich auf 50.000. Die Einrichtung, neben Griedberg die zweite ihrer Art in der Proving Oberheijen, entspricht einem bringenden Bedürfnis unserer Stadt und der weiteren Um gebung. Gnudasiulia mi lililogisinfoni R
Straßensperrung. Wegen Vornahme von Pflasterarbeiten wird hiermit die Oftanlage zwischen Walltor- und Landgrajen straße bis auf weiteres für jeglichen Fahrverkehr gesperrt.
mn Straßensperrungen. Das Bolizeiamt hat wegen Bornahme Don Arbeiten folgende Straßen bis auf weiteres für jeglichen Fahrverlehr gesperrt: 1. die Bismarckstraße zwischen Ludwigund Stephanitraže pom 9, ds. Wis, ab, 2. die Bismarckstraße wijchen, Stephan, und Gnuthstraße vom 13. ds. Mts ab, 3. dic Goethestraße zwischen Stephan, und Gnautstraße vom 18. ds. Mts. ab, 4. die Keplerstraße zwischen Stephan- und Gnauthtraße vom 23. ds. Mis ab und 5. den Seltersweg zwischen Frankfurterstraße und Woltengasje. Aufgehoben wurden vom Polizeiamt Gießen die Sperrung der Straße Am Riegelpfad" zwischen Ebelstraße und der Sepligenstaedtschen Fabrit und die Sperrung des„ Kugelberg" zwischen Licherstraße und Kaiserallee.
★
120* Amtsgericht. In dem Konkursverfahren der Firma das sia" trifatilim. Ludwig Feige ist Termin zur Gläubigerversammlung auf Freipuffs olli Sonntagsgedanken! dalhin tag, den 20. August 1926, vormittags 9 Uhr, anberaumt. him pod nadodati od molding * Neue Bostautolinie. Die Postverwaltung hat vor einigen Tag des Friedens. Macht Tüten und Fenster, macht die Setzen auf, damit Weylar Rodheim a. d. Bieber und Gladenbach Rodheim a. d. Productigale mug engagen zwei neue Postautolinien in Weglar eröffnet, und zwar dieses Glüd einziehe und alle bestrahle, die ein- und ausgehen. Es ist ein armes Bieber. Durch Eröffnung dieser Linien werden wertvolle Teile des südlichen Kreises Biedenkopf erschlossen. Da die Linien sotlagt bet Dichter: us, wo dieses Kleinod fehlt. Von ihm der Friede fehlt, tann man ihn um viel wohl in Rodheim als auch in Gladenbach Anschluß erhalten, Silber nicht taufen, und das Saus ist und bleibt ein ist eine direkte Verbindung Weylar- Biedenkopf wenn es auch mit allen Schätzen bis obenhin gefüllt ist." Der Friede macht teich, ob Palast oder Hütte. Für den dienstlichen Verkehr mit der Kreisstadt bedeutet diese Linie eine erhebliche Abkürzung, weil die Bewohner bisher den Umweg über Gießen- Marburg- Biedenkopf mit der Eisenbahn nehmen mußten. Auch für den Touristenverkehr werden landschaftlich schöne Gegenden, die bisher schwer erreichbar waren, zugänglich gemacht.
Gold unde armes,
"
Cfg grau in grau bleibt das Seim, wo dieses Glüd nicht zu finden ist. Da scheint keine Sonne, da hört man fein Singen, da lacht und jubelt tein Rinbermund, da freut sich kein Vater, da klagt nur die Mutter. Da gehen alle guten Triebe zugrunde u. alles Böse schießt mächtig empor. Da ist die Freude ausgezogen und kehrt nicht wieder.
Wo aber der Friede unter Menschen wohnt, dort wird die Sütte zum Palast, die Erde zum Himmel. In jeder Menschenbrust schlägt ein jubelndes Herz und jeder Morgen gibt neues Leben mit Heuer Freude und neuer Hoffnung. Da lachen die Kinder, da freut sich Vater und Mutter, da sonnen sich Greise im Glück der Jungen. Da freut sich, wer ein- und ausgeht, und die Vöglein im Garten singen dort noch viel schöner als im blühenden Haag zur Frühlingszeit. Dort ist Sonntag an jedem Werttag, da verscheuchen Güte und Sanftmut die grauen Geister des trüben Tages, und die Sonne lacht über diesem glücklichen Haus.
Wenn dann die Schatten der Nacht sich niedersenken und die müden Menschen im glüdlichen Seim sich zur Ruhe legen, da ist ein Tagwerk zu Ende, das von dem Wächter über den Sternen in ewige Bücher geschrieben wird. Waldfried.
* Goldenes Doktor- Jubiläum. Der Gymnasial- Oberlehrer im Ruhestand, Dr. Christian Roese, beging dieser Tage die Feier des goldenen Doktor- Jubiläums. Die philosophische Fa fultät der ,, Ludoviciana" hat mit herzlichen Glückwünschen dem um die Methodik des altsprachlichen Unterrichts verdienten Pädagogen wie üblich das Diplom erneuert und durch ihren Dekan persönlich überreichen lassen.
* Die Jubiläumsfeier des T. V. 1846. Der Turnverein 1846 beging am letzten Samstag und Sonntag sein 80jähriges Jubiläum. Obwohl die ersten Anfänge des Vereins viel früher liegen, nahm man das Jahr 1846 als das Gründungsjahr an.
Wer mich bekennet.
Von Erwin Gros.
21. Fortsetzung.
- Ein Monat war seit dem schmerzlichen Abschied der beiden Liebenden sie meinten, es ist für das Leben vergangen, da sehen wir an einem schönen Sonntagnachmittag Abraham Privat durch Holzhausens Straßen wandeln und in das Haus des Schultheißen eintreten. Nur beide Frauen waren zu Hause.
Nach der Begrüßung sprach er:„ Ich bin Abraham Privat aus Friedrichsdorf und komme als Freund von Hans Heeger, um ihm und euch, Jungfer Michelin, zu einander zu helfen."
,, Das ist vergebliche Mühe", erwiderte die Mutter. ,, Glaubt ihr, daß euch bei meinem Mann gelingt, was ich bisher nicht fertig gebracht habe?"
,, Oh," sagte Abraham Privat mit liebenswürdigem Lächeln, ,, mein Freund will ja nicht den Vater, sondern die Jungfer Tochter heiraten."
Darauf die Mutter:„ Kennt ihr nicht das Gebot, du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren?"
„ Salt", fiel Abraham ein ,,, bedeutet dies, daß ein Vater das Recht hat, aus üblen, eigensüchtigen Gründen die Liebe seines Kindes zu zertreten? Euch ist doch des Heilands Wort auch mehr als das Gesetz Mosis! Jesus aber sagte bei Matthäus im neunzehnten Kapitel:„ Darum wird ein Mensch Vater und Mut ter verlassen und dem Weibe anhangen. Was Gott zusammen gefüget hat, das soll der Mensch nicht scheiden! Was von dem Manne gilt, das gilt erst recht von dem Weibe. Sie muß Vater und Mutter verlassen und dem Manne anhangen, mit dem Gott ihr Herz in Liebe zusammengefügt hat."
Die beiden Frauen schauten einander betroffen an. Jetzt aber wandte sich Abraham an die Tochter allein: O Junger Sybille, ich muß euch den schweren Vorwurf machen, ihr seid nicht treu! Seht, euer Hans ist seinem Glauben freu geblieben, und ihr habt das von ihm erwartet, wenn es für ihn|
hergestellt.
* Erhobene Anzeigen in verkehrspolizeilicher Hinsicht. In der Zeit vom 1. bis 31. Juli 1926 wurden folgende Anzeigen wegen Zuwiderhandlungen durch Fahrzeugführer bzw. Kraft- und Radfahrer gegen verkehrspolizeiliche Vorschriften erhoben: 15 Anzeigen wegen Fahrens zur Nachtzeit ohne hellbrennende Laterne, 13 Anzeigen wegen Fahrens auf Bürgersteigen, 2 Anzeigen wegen Fahrens mit übermäßiger Geschwindigkeit, 6 Anzeigen wegen Fahrens ohne die rechte Straßenseite einzuhalten, 37 Anzeigen wegen Fahrens durch gesperrte Straßen, 8 Anzeigen wegen Fahrens sonstiger Zuwiderhandlungen in verkehrspolizeilicher Hinsicht.
* Stadttheater. Dienstag, den 17. August, Gastspiel des Kurtheaters Bad Nauheim„ Die Schmetterlingsschlacht". Komödie in 4 Aften von Herrn Sudermann. Anfang 8 Uhr. * Deutschnationaler Sandlungsgehilfen- Berband. Im ,, Kaufm.- Vereinshaus" findet heute, Samstag, den 14. August, abends 8,30 Uhr, eine Mitgliederversammlung statt.
Ein Preisausschreiben des Volksverbandes der Bücherfreunde verkündet den annähernd eine halbe Million zählenden Mitgliedern dieses Verbandes das soeben erschienene 3. Heft der„ Bierteljahresblätter“.„ Welcher Band der 8. Jahresreihe hat mir am besten gefallen und weshalb?" lautet die Preisfrage. Wertvolle Buchpreise warten der besten Löser. Auch dieses Heft wird nicht nur Mitgliedern, sondern allen Interessenten gern von der Geschäftsstelle des Volksverbandes der Bücherfreunde, Wegweiser- Verlag G.m.b.5., Berlin- Charlottenburg 2, Berliner Str. 42/43, tostenlos zugestellt.
auch ein hartes Opfer bedeutet. Seid ihr aber eurer Liebe treu geblieben? Habt ihr ihm nicht euer Herz gegeben, habt ihr ihm nicht mit Hand und Mund versprochen, daß ihr seine Lebensgefährtin werden wollt? Euch ist das Opfer zu groß, ihr wollt das Opfer nicht bringen, über den Willen eines unverständigen Vaters ihm euer Versprechen zu halten. Nun sitzt er einsam in seinem großen Hause, und es ist Bitternis in seinem Herzen, daß eure Liebe nicht stark und treu genug ist, mit der frommen Ruth zu sprechen: ,, Wo du hingehst, da will auch ich hingehen; wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volt ist mein Volt, und dein Gott ist mein Gott. Wo du stirbst, da sterbe ich auch; wo du bleibst, da bleibe ich auch. Wo du stirbst, da sterbe ich auch; da will ich auch begraben werden. Der Herr tue mir dies und das, der Tod muß mich und dich scheiden."
da.
Sybille erhob sich; in hartem, innerem Kampfe stand sie Dann umfaßte sie die Mutter und rief aus: Mutter, seid ihr mir böse, wenn ich euch verlasse und meinem Hans die Treue halte, wie er treu gewesen ist?"
Mutter Margarete streichelte die heißen Wangen ihres Kindes: Sybille, meinen Segen und meine Fürbitte gehen mit dir und sind immer bei dir."
- Eben hatte man alle näheren Umstände besprochen und festgesetzt, als der Schultheiß eintrat.
Bleich bis auf die Lippen, bescheiden und doch fest gab Sybille dem Vater ihren Entschluß kund. Peter Michel wollte auffahren und losbrechen, da aber trat seine Frau vor ihn: ..Kannst du etwas wider Hans Heeger sagen? Er ist ein from mer Christ und treuer Bekenner, er ist ein tüchtiger Mann und angesehener Meister. Meinst du, der Landgraf macht einen jungen Mann so mir nichts, dir nichts zum Hofschuhmachermeister? Willst du, daß dein einziges Kind seine Jugend vertrauert? Alles, was du dawider sagen kannst, das ist so klein und erbärmlich, daß du dich eigentlich schämen mußt."
Arda. 33g
Aus Nah und Fern.
Bad Nauheim, 13. Auguft. Die Bade- und Kurverwaltung teilt mit: Bis zum 12. Auguft 1926 betrug der Gefamibejudj 24 077 Verjonen, darunter 3530 Ausländer.
Schotten. Der Biehauftrieb auf dem Sommermarkt am Montag war weit jtärker als im Vorjahre. Es waren aufge: 1: 318 Städ Großvieh, 105 Stüd Jungvieh, 175 Pferde trieben: und 74 Fohlen. Bei lebhaftem Handel lagen auch die Preise im allgemeinen höher als im Vorjahre.
Offenbach, a. M. Das Handwerk ist in der gegenwärtigen Beit in großer Bedrängnis; Der Steuerdruck führt zu seiner allmählicheni Erdrosselung. Im Kreise Offenbach sind, nachdem ber Westbezirt schon seit 2 Jahren zusammengeschlossen ist, Betrebungen auf Zusammenfassung aller Gewerbevereine in einen Kreisverband in Fluß gekommen. Man verweist darauf, daß der Anteil, den die öffentliche Verwaltung für sich beansprucht, von 10 Prozent des Volkseinkommens vor dem Kriege auf 21 Prozent angewachsen ist. Man will sich gegen diese Auswüchse und gegen noch manches andere wenden und erläßt deshalb eine Aufforderung an die Gewerbevereine des Kreises Offenbach, sich zusammenzuschließen.
Darmstadt. Die Atten des Mordprozesses Meon sind von Leipzig zurückgelangt und dem hiesigen Landgericht zugestellt worden. Dieses wird nun den Termin für die neue Verhand lung zu bestimmen haben.
1. Hess. Sängerbundesjejt in Mainz. Die Vorbereitungen zu dem Feste schreiten rustig voran. Die Voranmeldung der Teilnehmer hat bereits eine Zahl erreicht, die die gehegten Erwartungen bei Weitem übertrifft. Wie groß das Interesse an dieser Veranstaltung ist, dürfte daraus erhellen, daß auch Vereine außerhalb unseres Hessenlandes daran teilnehmen werden. Berschiedene Extrazüge find bereits eingelegt, beteiligt sich doch z. B. Darmstadt allein schon mit 1500 Sängern. Erfreulicher weise stellen auch die Landvereine ein besonders großes Kontin gent von Teilnehmern und die Oberhessen und Odenwälder Sänger werden sogar teilweise in ihrer Heimattracht erscheinen. Das vorgesehene Programm bürgt eine Fülle abwechslungsreicher Veranstaltungen. Den offiziellen Anftakt bildet Sams lags nachmittags die Bundessihung. Für Sonntag, den 19. September: Festzug mit historischen Gruppen, anschließend Massenchöre der hessischen Bünde vor der Stadthalle. Der Mon tag ist als Vollstag gedacht und gestaltet sich ebenso abwechslungsreich wie die Vortage. Der Hessische Sängerbund ist somit bestrebt zu seiner ersten großen Veranstaltung seine Mitglieder zu einer gewaltigen Kundgebung für den deutschen Männergesang restlos zusammenzuführen.
Aufhebung einer Falschmünzerwerkstätte. Bingen. Seit einiger Zeit, ungefähr seit der Gewerbeschau, wurde in Bingen die Wahrnehmung gemacht, daß falsche Einmarditüde fortgesetzt und in großer Anzahl in den Verkehr gebracht wurden, ohne der Täter habhaft zu werden. Dieser Tage wurden zwei Frauenspersonen ermittelt, die falsche Einmarkstücke in hiesigen Ladengeschäften verausgabten. Beide Personen wurden festgenommen. Bei der Vernehmung gab eine den Herstellungsort Geisenheim und den ebenfalls dort wohnenden Hersteller an. Es wurde sofort eie Durchsuchung der Wohnung des Herstellers in Geisenheim vorgenommen. Eine vollständige Münzenwertstätte sowie fertiges und halbfertiges Geld wurde vorgefunden. Die ganze Werkstätte wurde beschlagnahmt. Die Hersteller der falschen Einmarkstücke, Vater und Sohn, ein ehemaliger Techniker, wurden ebenfalls in Haft ge nommen. Wieviel Geld hergestellt und in Umlauf gesetzt wurde, ist noch nicht bekannt.
Weylar. Der hiesige Bienenzuchtverein beging vor einigen Tagen die Feier seines 50jährigen Bestehens. Aus diesem Anlaẞ fand gleichzeitig eine Jahrestagung der Bienenzüchter des Oberhessischen und Kurhessischen Bienenzuchtverbandes, verbun den mit einer großen bienenwirtschaftlichen Ausstellung hier statt. Die Ausstellung war aus der näheren und weiteren Um gebung äußerst zahlreich beschickt und bot ein sehr interessantes Bild vom derzeitigen Stand der deutschen Imkerei und ihrer Hilfsmittel. Bei der Arbeitsversammlung, zu der auch der Vorsitzende des deutschen Imkerverbandes, Rettor Breiholz- Neumünster, erschienen war, sprachen Herr Assistent Gilbert vom
| mag sie gehen, aber sie friegt aus dem Haus noch nicht soviel mit, wie hier unter meinen Nagel geht."
„ Ich aber sage dir, Peter," erwiderte die Frau ,,, was ich gesponnen und gebleicht habe, ihre Wäsche und ihr Bett und den Schrank und die Truhe, was alles von mir herstammt, das
wird morgen in vierzehn Tagen von ihrem Paten Bogelsberger und dem Nachbarn Peter Kiz aufgeladen. Willst du dir selbst die Nase abschneiden und das Gesicht verschimpfieren, indem du dann öffentlich Krach machst, und wir das Gespött des ganzen Fleckens werden?"
Der Schultheiß gab teine Antwort, sondern öffnete die Türe und entwich.
Diese Weise übte er auch, als Peter Kitz und Hans Vogels. berger vierzehn Tage später vor das Schultheißenhaus fuhren und den Brautwagen padten. Da war Peter Michel ,, zufällig" über Feld gegangen.
In der Hofkirche zu Homburg wurden Hans und Sybille am zweiten Sonntag darnach getraut. Nur die Mutter, der Pate, Peter Kitz und Abraham Privat waren aus der nächsten Freundschaft zugegen; desto mehr Neugierige hatte Homburg selbst ent sandt, die voll Genugtuung feststellten, daß die neue Frau Hofschuhmachermeisterin eine„ bildhübsche Weibsperson" sei.
Am Hochzeitstage verschwand der Schultheiß aus Holzhausen und marschierte bis Friedberg. Dort setzte er sich in eine Schenke neben der alten Stadtkirche und ersäufte den Aerger über sich selbst bei altem Rheinwein. Bei sinkender Nacht erst tam er heim. Fortsetzung folgt.
Sport und Lebensführung.
Von Erich Denfert.
„ Der Mensch muß sich in der Welt selbst forthelfen, und dies
ihn zu lehren, ist unsere Aufgabe." Mit diesen Worten skizziert Da schrie Peter Michel und wich dabei zur Tür zurüd:„ Go der große Heinrich Pestalozzi die Aufgabe aller Erziehung. Der
Sonnabend, den 14. Aug
ologischen Institut Gießen üb at" und Prof. Zander- Erlan Sienenlebens und ihre praktische Frohnhausen bei Marburg.. bettes konnte der endgültige Du
Epannung erwarteter Augenbli Umgebung erschienenen Zuschaue dem Schwimmbagger. Das alte völlig ausgelaufen, es ist aber waten fann.
Schwere A Marburg. Ein Autounfall Alshausen( Kreis Kirchhain). G bei Gießen, das mit zwei Perf Schleudern und stürzte um. Der einen Schlüſſelbeinbruch, der Füh Schreden davon.
Marburg. Ein in Jlschhausen Mädchen fuhr auf einem Herrer Allendorf an der Lumda, um v Rudingshausen zu gelangen. A Eisenschart, versagte die Rücktri die Gewalt über das Rad, jagte blieb schließlich mit zerschmettert Stunden wurde die Schwerverle zum Arzt gebracht, ihr Zustand
Limburg a. d. Lahn. Der äl burg, Geistlicher Rat Wilhelm S am Dienstag ſein eijernes Brief dem er vor 65 Jahren zum Pries der noch täglich in unermüdliche Amies waltet, steht im 89. Le iter in Großholbach als Pfarre Limburg. Der Lahn- Dill- A dem Verband angeschlossenen Ba geschlossen, weil infolge von Loh Unternehmens die Arbeit nieder bestehen auf einer Lohnherabse lungen hatten keinen Erfolg.
Festliche Brüdenweihe z Am 14. und 15. August wird d das historische Wahrzeichen d in Frankfurt am Main feierlic lichen an anderer Stelle unser Programm der Veranstaltungen Stelle hinweisen. Es dürfte selte so farbenfrohen und volkstümlid Brückenweihe zu Frankfurt a. reiche Vertretungen der Reichs Oberbürgermeister der Rhein-, und Moselstädte werden an d außerdem eine Vertretung des K schweizerische Behörden. Auch S
Frankfurt a. M. Der Stag im Flesjaprozeß wegen der Mil Verteidigung wird die Revisi noch als zu hoch angesehen wir
Kassel. Zwei kleine Kinde nadten Füßen auf einem echter find an Lepra- Entzündung an d hat offenbar den Krankheitssto
G4
ZIGARET
Lehrer ist wohl der beste, der lehren mag, unter den Gesichtsm gediegenen Lebensführung stellt, eines alten Lateiners, non sch nicht für die Schule, sondern für Dies zu lehren setzt eine Menschen voraus, die im wahr tünstler" sind, so wie sie uns Roman vorstellt.
In Wirklichkeit möchte ma Artur Brausewetter einmal ge und Bettler des Lebens" einzu viele Stümper der Kunst. Aber Lebens. Die meisten Menschen
ende.
Und tein Glüd und fein Le gen, die Freude nicht, die sie erl fahren, wedt sie zum Leben!" Wa als ein wenig Lebenstunst? Um einem diese Gabe des Lebens h nun ein für alle mal nicht dura Da gilt bereitsein alles! Wie heit noch lehren, bis daß man si Arbeitslosigkeit, das ist das gespensterhaft umhergeht. Und das nicht wie Hohn? Gewiß fü diese beiden Begriffe zu einen Berhältnis stehen. Grob gesag je mehr Sport, desto weni um fo weniger Arbeitslosigkeit. arbeitslos ist, weil er eben ,, ein er sich mit der Not, die über ihr nicht absinden kann, weil er ni juhen, weil er zu schnell die Fli


