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Gamstag, den 13. Februar 1926.
Salle dieselben find wie auf der Aschenbahn. Diese Annahme ist vielleicht als ein ganz bedenklicher Jrrtum zu betrachten.
In Amerita traf Houben auf Sallenspezialisten und es scheint an einem„ Hallenspezialistentum" doch etwas daran zu jein. Sonst hätte Murchison vor den Rennen sicher nicht, die wohl meist als großfprecherisch aufgefaßte Aeußerung getan, Houben tönne höchstens Dritter oder Vierter werden. Dieses Urteil vorher aus Murchisons Munde, der in den Rennen gegen Houben, diesen stets von hinten sah, zeugte doch von allerhand Selbstvertrauen und können der Amerikaner zum Hallenlauf.
Hat Houben nun verloren, weil er seinen sonst so guten Antritt in der Halle nicht zur Geltung bringen fonnte? Eignet sich speziell sein eminent schneller Stampfschritt nach dem Start, für den Holzboden der Halle nicht? Oder ist sein mäßiges Abschneiden auf seinen schlechten Start zurüdzuführen, bei ihm, Don dem man doch immer ein tadelloses Starten gewöhnt war? Haben ihn die frembe Umgebung, die ungewohnte Hallenatmosphäre, die ungünstigen Bedingungen er hatte nur 10 Tage Zeit sich von der stürmischen Ueberfahrt zu erholen indisponiert? Sind die amerikanischen Sprinter in der Halle vorläufig tatsächlich umschlagbar? Oder ist Houbens Form überhaupt nicht mehr die alte? Das sind alles Fragen, die laut werden und die man gern beantwortet haben möchte. Bolllommen verfehlt ist es aber, schon heute drauflos zu fritisieren, ehe man unsern Meister nicht hat erschöpfend zu Worte kommen lasjen.
Houben wußte, daß er auf allerschärfste Konkurrenz stoßen würde. Es wäre schön gewesen, wenn Houben die in ihn gesetzten Hoffnungen erfüllt hätte, ein großer Propagandaerfolg wäre uns beschieden gewesen. Vielleicht hört man deshalb so viel Kritik, weil die Hoffnungen, die man in dieser Hinsicht auf ihn gesetzt hatte, zu groß waren. Aber einem Sportsmann wie Houben ist man es
schuldig, nicht voreilig zu fritisieren.
zumal für ihn noch die Gelegenheit besteht, unter günstigeren Bedingungen seinen Ruf und den der gesamten deutschen Sportswelt, den er dort repräsentiert, zu rehabilitieren.
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