Sießener Hochschulgesellschaft.
tag, den 13. Februar 1926.
Montagsgedanken.
ing durch die Zeitungen ein Bericht überjel Erhebendes habe ich schon gelesen über Sonntagsge andsinstitut in Stuttgart, in dem ausge vielleicht erscheint es mit mir mandem Leser notwendig. wertvollen Ausfünfte durch Auswandererbergie Montagsgedanten in die Oeffentlichkeit zu bringen. den verflossenen Jahren geleitet, welche schen heutigen Betrachtungen seien die Eindrüde eines Ganwirtschaftliche Niedergang neuerdings dem ird die Stadt Gießen zugrunde gelegt. er geschlagen hat. 3ahlreiche zugesagte Besonnenstraße: Es regnet. Herr Hauptmann! es fomme 1 sind ausgeblieben. Weite Kreise müssen hee!" fiel mir ein; was auf meinen guten Hut fiel, waren ahl der Beiträge zu ersetzen, was in hohen Beine Regetrupbe", sondern Ueberschuh
eingehen fann."
und Förderern der Universität Gießen".
gegründeten Gesellschaft ist in Werbeschriften
in des Wortes
licher Bedeutung aus den Dachrinnen der dortigen großen
ichen Lage wie das Auslandinstitut in Stutt Da fich dieses Erlebnis in verschiedenen anderen Stras Gießener Hochschulgesellschaft", die„ Geselehrfach wiederholte, drängte sich mir die Frage auf, ob es tigung, die Notwendigkeit des Bestehens treuen bei Glatteis, auch auf die Gangbarmachung der n und in der Gründungsschrift dargelegt. Türzlich las ich in einem vielverbreiteten Frankfurter Blatt uschrift an die Gesellschaft hat der Herr St Zeitgenossen, es sei schon deswegen eine RüdfichtslosigDie Bedeutung der Hochschulgesellschaft für Herrn Hausbesitzer, den Schnee nicht zu beseitigen, weil
Aufgabe der Polizei ist, wie auf die Schneebeseitigung und
t:
Landesuniversität mit folgenden Worten
innen ihr Augenmert zu richten.
sehr Eifer, als Sachlichkeit die Ansicht eines akademisch- ge
T
eßener Hochschulgesellschaft ist ein Probutt ilen tönnten. Da glaube ich doch, mit ebensoviel Recht die mit ihre Gründung für die Landesuniserei bes notleidenden Handwerferstandes ergreifen zu dürfen; igfeit festgestellt. Ich kann nur wünschen, car Pfennig, welche Riestern oder Ausbessern eines Schuhes je gelingen möge, das Interesse aller Frechen, wird jedermann aufbringen fönnen. Aber wenn ich der Landesuniversität derart zu weden Sewohnheit habe, barhaupt zu gehen, muß ich mir schon
jetzigen Notzeit viele Mitmenschen nur über sehr defektes
perf verfügten und sich daher beim Waten durch den Schnee
daß sie den steigenden Ansprüchen der Wi
werden und vollauf genügen kann."
Schirm taufen, um einigermassen ungeduscht durch die tenstraße zu gehen. Auch hier also weist der einfachere Weg
ener Hochschulgesellschaft auch heute noch hin. Aber diesmal auf Kosten der Hausbesitzer. Aber sicher, mehr denn je! Der Staat er Drang nach einem Spaziergang mit dem schönen Blic Julen, was er fann. Aber seine zur Verfügas Lahntal, den Gleiberg, Vetzberg, Dünsberg und Heuchelsind beschränkt. Eine Provinz, Rheinheit gewiß sehr begreiflich. Leider befindet sich die Hamm t, das dem Staate teine Erträge bringt, die ihn ermöglichen könnte, im Winter, wie im Sommer covinzen können die Bedürfnisse nicht in voer berartigen Verfassung, daß ich nur dringend davor war haft einschließlich des Verkehrs ist nicht mbwägelchen auf dem Bürgersteig fahren, im Sommer eine
die Unterstützung des Handwerts( Klempner und Dach*) 5
tann: im Winter grundlos und so morastig, daß sämtliche
r noch unsere Geistesgüter, und die müssen abwolte.
; sie bedeuten unser Nationalvermogen, Ob die herrschende Gewohnheit, turze Hosen und Röde, Ibtrag erleiden dürfen. Wir müssen auf Argamaschen und Haferlschuhe zu tragen auf die Tatsache zu= unseren Ruf, unsere Führerstellung bewabtuführen ist, daß man nirgends und niemals, ausgenommen Jen, gründlich geschulten Nachwuchs in cher Zeit vor 8% Uhr vormittags und nach 4% Uhr nacher geistiges Kapital Zinsen trägt. Sonst then Hauptverkehrszeiten stattfindenden Straßenreinigung in Geisteslebens auch im Wirtschaftsleben tags, sicher ist, von Schmutzbesen oder Wasserstrahlen bei der pitalkräftigsten Lande, von Nordamerika übleidenschaft gezogen zu werden, vermag ich nicht zu sagen. llionen stehen dort der wissenschaftlichen denfalls erscheint mir solche Bekleidung von diesen Gesichtsung. Viele wissenschaftliche Arbeiten föm ften aus recht praktisch. Uebrigens ist dafür gesorgt, daß die Geldmittel nicht zu einem ersprießlichen Gaßenreinigung nicht zu lange fortgesetzt wird, denn die Uhren
un mit den Mitteln der Hochschulgesellscheche erstere schon seit Wochen vorgeht. ren ihres Befſtehens konnte sie mit laufen Warum sich Ami, als er seine abendliche Verdauungsprome onders mit größeren einmaligen Ueberme mit Herrchen in der nicht nur zu diesem Zwed beliebten ein ansehnlig Anlage unternahm, gerade das Portal einer angesehenen
Johannes und der Stadtkirche differieren um 5 Minuten,
chaus Industriekreisen
aber leider ein Opfer der Inflation igen Bant aussuchte, um dort eine Art Minensperre zu legen, rundstock ist also hin. Wie es heute ente ich mir nicht erklären; auch sein Herr wußte es nicht. gemeinen steht, ist bekannt; von der G Sperre lag noch nach zwei Tagen, was mich zu der Anfrage zen Einnahmen zu erwarten. Es bleikrechtigt, wie oft eigentlich die Besen auf den Bürgersteigen ache die Einkünfte aus den Mitgliedsites Amtes walten.
I den 600 Mitgliedern der Gießener s Ja! ja! Ordnung und Reinlichkeit sind schöne Dinge, was Mitgliederzahl der Gesellschaften von Man besonders bemerkt, wenn sie mangeln.
von Hannover mit 5000 und gar von berstellt, so ist das Ergebnis für Gießen der größten Not ist auch immer in Deut erbereitschaft gewesen. Deshalb muß je Dersität besucht hat, jeder, der einen Ge f die Universität schickt, jeder, dem die iheit unserer Kulturgüter, die an der egt und gefördert werden, am Herzen lig bringen und Mitglied der Gießener
en, zumal die ordentliche Mitglieds , die außerordentliche mit 5 Mark
XO
. Anmeldungen und Einzahlungen sind deutsche Creditbank, Filiale Gießen, ulgeſellſchaft.
Lokales. Fastnacht!
Aus allen Sälen schmettern Trompeten und fideln Geigen,
e Welt lacht und jubelt. Jm Tanze wiegen sich Masken und Laten am Born der Sinnenlust. Es ist Karneval, ausgelassene chingszeit.
Aber nur noch wenige Tage.
Dann wird aller Lärm der letzten Wochen verstummen, und me in Lust, Freude und Tollheiten wirbelnde Welt wird wieder intern werden. Ein grauer Aschermittwoch wird den Vorhang hiehen und uns die Wirklichkeit zeigen, nüchtern und wahr, ne Glanz und Flimmer. Ruhe und Stille werden die lärmen
er Raffe gegen Einwanderer Aufgabe unserer Regierung ist, Bestimmungen des Versail
ermann Meyer, Leipzig.
Friedensvertrages, die dem entgegen stehen, mit allen MitI zur Aufhebung zu bringen.
,, Gießener Zeitung"
den Tage verdrängen. Mitten in jauchzender Luft wird der Menschheit ein Halt geboten.
Ein Kreuz wird die tolle Straße des überquellenden Lebens plöglich versperren. Mit einem Schlage streift die rauhe Wirklich feit erbarmungslos dieser Welt allen verzaubernden Glanz ab. Nichts bleibt übrig als schweigende, falte Asche.
Und dann werden wir inne halten- noch einmal rüdwärts schauen und mancher, der mitten in allen Karnevals- Tollheiten stand, sieht trotz aller Erinnerungen eine Leere.
Und nun schaut das Auge vorwärts und sieht, wie auf blutigen Pfaden der Menschenjohn sein Kreuz schleppend seinen Schmerzensgang an uns vorüber macht. Ein Blid des Hauptes voll Blut und Wunden genügt, um eine berauschte Menschheit nüchtern zu machen.
Run tommt die Zeit der Fasten. Sie ladet uns zur Einkehr dorthin ein, wo wir moderne Menschen am wenigsten daheim find bei uns selbst, im eigensten Innern. Diese Stunden der Einkehr dürfen wir nicht vorübergehen lassen, die Gottesstimme des Kreuzträgers nicht überhören:„ Nimm dein Kreuz auf dich und folge mir nach!" Waldfried.
* Wichtige Offerten sollen nicht als Drucksachen versendet werden. Um zu sparen, greift man im geschäftlichen Briefvertehr, insbesondere bei Offerten, Ankündigungen usw. gern zur Drudsache. Dabei läßt man allerdings meistens die Tatsache unberüdsichtigt, daß Drucksachen im allgemeinen viel länger unterwegs sind als Briefe und Postkarten. Handelt es sich daher um ein wichtiges Angebot, so ist es oft sowohl für den Empfänger wie für den Absender von Nachteil, wenn dasselbe per Drudsache versandt wird. Wenn auch das Briefporto etwas teurer ist, so wird es sich in sehr vielen Fällen doch mehr als bezahlt machen, gänzlich abgesehen davon, daß ein Brief stets mehr Beachtung findet als eine Drucksache.
* Die Polizeiverordnung über den Gewerbebetrieb der Dienstmänner in der Stadt Gießen vom 24. September 1920 ist mit dem Tage der Veröffentlichung dieser Aenderung im Amtsverkündigungsblatt dahingehend abgeändert worden, daß für die zu leistende Sicherheit an Stelle des seither vorgesehenen Betrages von 50 Mt. der Betrag von 20 Mt. getreten ist.
* Die Neuregelung der Kraftfahrzeugsteuer. Der finanzpolitische Ausschuß des vorläufigen Reichswirtschaftsrats stimmte gegen fünf Stimmen dem Gutachten des von ihm eingesetzten Arbeitsausschusses zur Beratung des Gesezentwurfs für die Aenderung des Kraftfahrzeugsteuergesetzes zu. Zur Instandhaltung der insgesamt vorhandenen 180 000 Kilometer Landstraßen müsse ein Drittel vom Kraftverkehr und Fuhrwerksverkehr auf= gebracht werden, wobei die Gesamtlast auf jährlich 120 Millionen errechnet wurde. Zur Einführung der Zugtiersteuer sollen die Länder durch Reichsgesetz gezwungen werden. Die Länder sind verpflichtet, das ihnen zufließende Aufkommen aus diesen Steuern restlos an die Unterhaltungspflichtigen öffentlicher Wege zu verteilen.
* Der Kraftwagenverkehr Gießen Krofdorf Fellingshausen und zurüd wird am 17. Februar lid. Js. aufgenommen. Da= mit geht ein jahrelanger berechtigter Wunsch unserer nächstge= legenen preußischen Naa, oarn in Erfüllung.
* Wie wir erfahren, beschäftigt sich die Staatsanwaltschaft Magdeburg mit dem im Frundsberg- Verlag, Magdeburg, erschienenen Revolutionsroman„ Chaos" von Hanns Dohrmann, wegen angeblich darin enthaltener sittlicher und politischer Anstössigkeiten.
* Einheitspreisladen in Köln. In Köln ist jetzt der erste Einheitspreisladen, eine für Deutschland ganz neue Einrichtung nach amerikanischem Muster, eingerichtet worden. Das Geschäft hat nur Preise von 25 u. 50 Pfg., wofür eine große Anzahl von Gebrauchsartikeln für das tägliche Leben. Haushaltungsgegenstände usw. zu haben sind. Bei der Eröffnung spielten sich auf der Straße stürmische Szenen ab. Um den Eingang zu dem Geschäft wurden wahre Faustkämpfe ausgeführt. Der Andrang der Kauflustigen und Neugierigen nahm schließlich einen solchen Umfang an, daß der Verkehr auf der unteren Breiten Straße unterbunden war und die Polizei gezwungen war, eine zeitweise Schließung des Geschäftes vorzunehmen. Es ist beabsichtigt, in nächster Zeit noch mehrere solcher Geschäfte zu eröffnen.
In schärfster Form hat ja einst ihr Schriftgelehrter Esra die geschlechtliche Trennung des jüdischen Volkes von den Fremden durchgeführt. Und was ihre Väter getan haben, werden sie doch
e nachfolgenden Ausführungen entnehm<) Eine Verleihung deutscher Staatsangehörigkeit an solche wohl nicht gut verwerfen können. Dem deutschen Volk aber mit Erlaubnis von J. F. Lehmanns m München dem vor kurzem dort erjordische Einwanderer ist im völlischen Staat eine grund
1 Buch des Verfaſſers:„ Der deutliche Unmöglichkeit. Soweit solche in den letzten Jahrzehnten
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ch" Teil 2: Die deutsche Volksgem om unvölkischen Staat ausgesprochen wurde, ist sie, wo ( 6- M) Der Verfaſſer, der im Mind geht, wieder aufzuheben. Daß derartiges mit einem Der völliſch- nationalen Bewegung berstrich auch in Staaten reinster westlicher Demokratie mögit, hat uns Amerika ja im Weltkrieg gelehrt.
aus der Fülle seiner praktischen Erfahr
Landwirtschaft und Industrie werden gegen diese Forer das Wort völkisch gebraucht, ist es cuungen den Einwand erheben, daß die deutsche Landwirtschaft
berhaupt nicht, und die deutsche Industrie jedenfalls nicht in Beten des wiedererwarteten Vollbetriebes der ausländischen rbeiter entbehren könne. Insoweit eine Wirtschaftsform
ein ausgearbeitetes Programm für au der wahren deutſchen Voltsgemeinde Parteisinn, sondern als Ausdrud di en Gesinnung gedacht. Bedeutung als die bewußt völkische Re nig iſt eine solche der Einwanderung, land noch völlig fehlt. Die Vereinig erika, angeblich der Idealstaat westli ch- völkisch schon viel weiter als wir. iffern für die Einwanderung aus den uropas ist ausgesprochen rassekundlich ganz unverkennbar auf dem Gedanke
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djäglich erklärt, ohne ausländische Arbeitskräfte nicht be tehen zu können, spricht sie sich selbst das Urteil. Das muß under Großgrundbesitz bedenken. Bei der Erörterung der deutich Wirtschaft werden wir hierauf näher eingehen müssen. Injoweit aber der ausländische Arbeiter nicht entbehrt werden fan, darf seine Herbeischaffung nicht irgendwelchen Provisions ag inten überlassen bleiben, die wahllos nehmen, was sich bietet. diges Blut nach Deutschland zu schaffen suchen. Ganz abge=
ung Amerikas durch Zufluß von allerbedarf rassisch eingestellter Einwanderungsämter, die nor Jen ist die Gefahr einer Rasseverschieb sehen von Skandinavien, das jedes Jahr Tausende von Auswan
nden. Für das deutsche Bolt mit seins,
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deem entläßt, sitzt an vielen Stellen Osteuropas und Jtaliens no von den Zeiten der Völkerwanderung oder von noch früheret Tagen her nordisches Blut, das längst die polnische, die bulgatisse oder sonst welche Sprache redet. Solche Leute müssen wit, wenn Bedarf an Arbeitern ist, hereinzuholen suchen. Und
e Einwanderung noch viel größer. tsches Volk muß hier besondere Aufmet inderung jeder Entordnung und auf mö jeres Volkstums verwenden. Daraus her Grundsäge:
e) Auch soweit nichtnordische Einwanderung nicht abgehalten
rung nicht nordischer Ausländer ist bl liben sie in Deutschland hängen, nun um so besser.
Icher nichtnordischer Ausiender, im lejon obor nicht wieder entfernt werden kann, ist unbedingt das deutDie sich in Deutschland eingenistet haben, de Bolt von ihr durch Eheverbote abzuscheiden. Jm besonderen
Sinden.
glich, auszuweiſen.
di Juden werden hiergegen Einwände nicht erheben können.
rufen wir zu: Werde rassestolz, wie einst die Väter des Magdeburger Stadtrechtes es waren! Freilich Eheverbote allein reichen nicht aus. Auch der außereheliche Verkehr deutscher Frauen und Mädchen mit fremdrassischen Ausländern muß unbedingt und rüdsichtslos unterbunden werden. Diese müssen verlernen, Deutschland als ihr Bordell oder ihre Stuterei anzusehen. Allerlei Maßregeln stehen hier zur Verfügung: Vermögensstrafen, Ausweisung, Zwangsarbeit, gesetzliches Erbrecht des Bastardes gegenüber seinem Erzeuger. Auch der deutschen Frau und dem deutschen Mädchen, das Rasseschande treibt, darf dies nicht unvergolten bleiben. Ehrenstrafen aller Art sind hier am Plazze. Der beste Schutz jedoch ist der, unserem Volk den seit dem dreißigjährigen Kriege und dem Siegeszuge der englisch- fran= zösischen Aufklärung gänzlich verloren gegangenen Stutz auf das deutsche Blut wieder anzuerziehen. Ein voltsstolzes Mädchen macht sich nicht zur Hure für Neger und Ojtjuden.
Aus Nah und Fern.
Nr. 7.
Hanau, 12. Febr. Auf dem ehemaligen Groß- Auheimer Grerzierplaz ereignete sich ein schwerer Unglüdsfall. Auf dem Plaz stehen noch etwa 6-8 große Bäume, die zur Zeit gefällt werden. Bei dieser Arbeit geriet ein 35jähriger Notstandsarbeiter aus Groß- Auheim unter einen stürzenden Baum und wurde lebensgefährlich verletzt.
Es kann vorkommen, daß im Machtbereich eines Voltes ein anderes, von Alters her geschlossen siedelt, wie z. B. französische Lothringer, Dänen, Polen und Wasserpolen, Masuren und Litauer im zusammengebrochenen deutschen Kaiserreich, wie jetzt noch die Wenden in der deutschen Republik. Das alte Reich verjuchte, solche fremden Voltsteile durch mehr oder minder starken 3wang einzudeutschen" ihnen Sprache und Volkstum zu nehmen und sie zu Deutschen zu machen". Derartiges lehnt der völkische Gedanke grundsätzlich ab. Nicht nur, weil es ein völlig zwedlojes Unternehmen von stilwidriger Häßlichkeit ist, Holz äußerlich wie Marmor anzuftreichen. Die Farbe blättert doch wieder ab, und Holz bleibt Holz. Nein, aus viel tieferem Grunde der= werfen wir Völkische solche Potemkinsche Künste. Genau so wie wir von anderen Völkern Achtung vor unserem Volkstum for
Großen Linden, 11. Febr. Hier fand eine Dorfkirchentagung statt, zu der etwa 300 Geistliche und Kirchenvorsteher aus dem westlichen Oberhessen und dem östlichen Kreise Weglar erschienen waren. In der altehrwürdigen Basilikakirche ,, die erst furz vor dem Kriege renoviert wurde, predigte Prälat D. Dr. Diehl Darmstadt. Die Hauptversammlung fand in der Turnhalle statt, bei der Pfarrer Heymann Rodheim über„ Die Sonntagsheiligung auf dem Lande" einen Vortrag hielt. An der regen Aussprache beteiligte sich auch der Superintendent für Oberhessen, Oberkirchenrat Wagner Gießen.
Bad Nauheim. Auf Einladung der Vereinigung Bad- Nauheimer Aerzte wird hier die Gesellschaft für Klimatologie und Balneologie mit etwa 60 Teilnehmern Anfang April eine Tagung abhalten.
Friedberg, 11. Febr. Eine neue Mineralwasser= quelle. Bei Bohrungen nach Mineralwasserquellen wurde in Massenheim eine starte Quelle erschlossen. Nach Einrich tung der erforderlichen Gebäude soll das Wasser der neuen Quelle wirtschaftlich verwertet werden.
Offenbach, 11. Febr. Die geplante Autoverbindung Oj. jenbach Bieber ist jetzt von der Darmstädter Oberpostdirek tion genehmigt worden. Der Betrieb wird am Sonntag, den 14. Februar, vormittags, aufgenommen.
Usingen, 11. Febr. Das evangelische Lehrerseminar wird am 26. März, am Tage seiner Gründung vor 75 Jah ren, geschlossen. An der Abschiedsfeier werden wohl fast alle. Lehrer teilnehmen, die an dem Seminar ihre Ausbildung genossen haben.
Gelnhausen. Die diesjährige Vollversammlung( Generalversammlung) der Kreisbauernschaft Gelnhausen findet gemein= sam mit der Jahrestagung des Junglandbundes im Kreise am 24. Februar ds. Js., vormittags, im Bindernagelschen Restau rant zur Hoffnung in Gelnhausen statt. Die Tagesordnung weist unter vielem anderen auch eine Rede des Reichslandbundführers, M. d. R., Landwirts Sepp, auf.
Lichenroth( Kr. Gelnhausen), 11. Febr. Der hiesige, im Jahre 1870 turz vor Kriegsbeginn gegründete Kriegerver= ein begeht in den Tagen des 12., 13. und 14. Juni 1926 sein 50jähriges Stiftungsfest.
Spiel und Sport.
Zu Houbens Amerikafahrt.
Es hat vor Houbens Ameritafahrt viele Stimmen gegeben ,, erwähnt sei nur Altmeister Richard Rau, die ihm ,, drü ben" keine Chancen gaben und ihn vor der Reise warnten. Wenn dennoch Houben die Reise antrat und in Amerika an den Starf ging, tat er dies in vollem Vertrauen auf sein können, auf seine gezeigten Leistungen. Er hatte ja mehr als einmal bewiesen, daß er den stets so gefürchteten amerikanischen Sprintern überlegen war.
Er hat sich in Ehren geschlagen und sein Legtes aus sich herausgegeben, trotzdem konnte er nicht als Sieger aus den Kämpfen hervorgehen.
Unwillkürlich fragt man nach der Ursache dieser so unerwartet gekommenen Niederlagen. In erster Linie dürfte der Grund des Versagens eben doch die ihm fremde Hallenbahn sein. Houben hat bei einigen kleineren Hallenläufen in Deutschland ebenso überlegen gegen seine gegner fiegen fönnen, wie im Freien. Danach war zu schließen, daß seine Fähigkeit in der Schmerzlos und sicherer als alle neuen Mittel wirkt das alte berühmte
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| dern, genau so sind wir zur Achtung vor fremden Volkstum verflichtet. Jeder Entnationalisierungszwang ist unsittlich.
Im übrigen muß ein deutschvölkischer Staat zu solchen fremden, geschlossen siedelnden Voltsteilen sich verschieden stellen, je nachdem sie nordischen oder nichtnordischen Blutes sind. Eine Eindeutschung nichtnordischer Voltsteile darf ein deutscher Staat nicht nur nicht fördern, sondern muß sie nach Möglichkeit unterbinden. Diese Leute sollen um Gottes Willen ihre Sprache bewahren. Es muß alles getan werden, sie beim Bewußtsein ihres Volkstums zu erhalten. Eigene Selbstverwaltung in Schule und Kirche ist ihnen zuzugestehen. Eheverbote sind zu erwägen. Kurz, nichts darf unversucht bleiben. um zu verndern, daß aus diesen Kreisen fremdes Blut ins deutsche Volk einfidere. Eines aber müssen diese nichtnordischen Voltsteile wohl beachten. Sie leben im Machtbereich des deutschen Volkes. Des= jen Belange gehen ihren Belangen unter allen Umständen vor. Handeln sie denen zuwider, oder knüpfen sie gar hochverräterische Beziehungen zum Auslande an, so zwingen sie das deutsche Volt, von seinem Hausrecht Gebrauch zu machen und sie auszusiedeln. Auch nordischen, aber nichtdeutschen Voltsteilen im deutschen Machtbereich muß das Recht der eigenen Sprache und des eigenen Voltstums bewahrt bleiben. Ihnen aber einen Uebertritt zum deutschen Volkstum zu verjagen, liegt tein rassischer Grund Dor. Nur jeder 3wang muß vermieden werden. Kommen sie aber freiwillig zu uns, so sollen sie willkommen sein.
Manchem werden die eben entwickelten Folgerungen aus dem völkischen Gedanken seltsam vorkommen. Aber die alten Schläuche, in denen der Wein einer verschwindenden Zeit zu gären anjing, sind eben brüchig und zerrissen. Ganz Neues muß geschaffen werden, wie der völtische deutsche Mensch, so das völkische deutsche Volk und sein völkischer deutscher Staat.


