Sonnabend, den 13. März 1926.
lang. Aber ein Suhn das weniger als 60 Eier im Jahre legt, toftet seinen Befizer Geld. Ein vierjähriges Huhn tann aber nicht mehr 80 Eier legen. Aljo tein falsches Mitleid. Weg damit in den Rochtopf!
Hierzu ist unbedingt notwendig, daß man das Alter jedes einzelnen Huhns tennt. Fragt man die Hühnerhalter, so tennen sie selbstverständlich unter 100 Hühnern jebes einzelne petjönlich. Wird dann ein altes Huhn geschlachtet, dann stellt es fich aber oft in der Küche erit heraus, daß man eine zweijährige Legehenne erwischt hat. Man soll sich deshalb nicht auf sein Gedächtnis verlassen, sondern man zeichne die Hühner. Hierzu gibt es Ringe in den verschiedensten Farben. Jedes Stüd toftet ein paar Pfennige. Man mache den Junghennen im Sommer 3. B. einen roten Ring an den linten Fuß. Jm nächsten Jahr nimmt einen schwarzen für den neuen Jahrgang, und im Dritten einen weißen oder gar feinen, da die beiden anderen Jahrgänge schon gezeichnet sind. Diejenigen Hennen, die sich besonders zum Brüten eignen befommen ihren Ring Dom linken Fuß an den rechten Fuß gesetzt. Die Farben müssen auch im Schmuk erfennbar sein. Auf diese Weise hat man einen Ueberblick über seinen Geflügelhof und fann sich niemals irren.
Daß man die Hähne tauschen muß, versteht jeder. Aber die wenigsten gewinnen bei dem Tausch. Man holt aus der Rachbarschaft einen Hahn, der ganz gut aussicht". Das wichtigste aber wird meist nicht beachtet: stammt der junge Sahn auch von einer gutlegenden Henne?
Die Erfahrung hat gezeigt, daß die Eigenschaft, die Eier frühzeitig d. h. möglichst im ersten Jahre abzulegen, sich in der Hauptsache durch den Hahn vererbt. Man fann also durch einen neuen jungen Hahn, der von einer Henne abstammt, die im ersten Jahre 300 Eier gelegt hat, seinen Hühnerbestand in wenigen Jahren sehr gewinnbringend machen.
Wie bekomme ich nun einen solchen Hahn, ohne die Ausstellungspreise von 200 und mehr Mark zahlen zu müssen? Sehr einfach. Man tauft nicht den Hahn, sondern ein Duzend Bruteier aus einer guten Zucht und läßt sie selbst ausbrüten. Wenn man das nicht will, dann tauft man Eintagstüfen. In einer Schachtel kommen sie, das Dutzend zu 12 Mart, als Postpaket an. Die lebend Ankunft garantiert der Absender, denn den Tierchen schadet es nichts, wenn die Schachtel auf den Kopf gestellt wird. Jm Ei war es noch viel unbequemer und enger. Nach der Ankunft holt man sie aus der Watte heraus und setzt sie einer Glude unter. Die Bestellung darf natürlich erst dann erfolgen, wenn man die Glude hat. Die wartet dann ganz gern auf Porzelaneiern, bis die Schachtel tommt. Man zieht sich dann seine Tierchen groß und verkauft die übrigen wertvollen Hähnchen, nachdem man sich den besten ausgesucht hat.
Wo soll man kaufen? Nur in einer anerkannten Hühnerzucht oder Eierfarm, die mit Hülfe von Fallnestern über jedes einzelne Legehuhn genau Buch führen. Man verlange also beim Kauf einen Auszug aus den dortigen Kontrollbüchern. Mit dieser schriftlichen Unterlage in der Hand erzielt man auch für die abzugebenden Hähnchen und Junghennen viel höhere Preise. Auf mündliche Bestätigung der Abstammung lasse man sich nicht ein.
Da die großen Betriebe nur mit reinen Rassen arbeiten, bestelle man am besten für unsere Landhühner zur Hochzucht das deutsche Edelhuhn( leider meist Italiener" genannt). Aber auch andere leichte und mittelschwere Rassen sind verwendbar.
Wer von den Kameraden solche Züchtereien fennt, mache ste jetzt auf die Vorteile einer sofortigen Anzeige in unserer Verbandszeitung dem Sessischen Kamerad" aufmerksam.
2.
Die Hühner legen nur Eier, wenn sie gesund sind. Jm Sommer beginnt für die Hühner vom zweiten Jahre ab die Mauser. Da sie dann krank sind, hören sie auf mit Eierlegen
Gießener Zeitung"
und beginnen erst wieder, nachdem sich ihr Körper neu gekräftigt hat, um Weihnachten herum. Es liegt auf der Hand, daß die Preise für frische Eier steigen, wenn die Hühner weniger legen weil weniger Eier auf den Martt tommen. Man muß also sehen, daß man Hühner im Stall hat, die im Herbst während der Mauserzeit legen. Das sind die Junghennen im ersten Jahre!
Ein Rüfen braucht etwa 6 Monate, bis es so weit entwidelt ist, das es Eier legen fann. Ein im März geborenes Tierchen beginnt mit dem Legen schon im Herbst. Da der Spätherbst und Winter die förperliche Entwidlung verzögert, kann es vor tommen, daß eine im Juni geborene junge Henne erst im nächsten Frühjahr mit dem Legen beginnt.
Macht man die Geschichte richtig, dann hat man nach sechsmonatlicher Fütterung die ersten frischen Eier in den Monaten, in denen die Preise am höchsten find. Macht mans falsch, dann muß man 10 Monate lang füttern, bis zum ersten Ei, das in einer Zeit gelegt wird, in der alle alten Hühner auch legen, also die Preise nieder find.
Also: Nach dem 10. Mai teine Rüfen mehr aufziehen, weil fie sonst bis zum Herbst nicht ausgewachsen find. Früh brüten, so früh, als es das Wetter und die Raumverhältnisse erlauben!
3.
Daß Hühner einen guten Stall brauchen, weiß jeder. Wie der Stall aussehen muß, wissen aber die wenigsten. Sauber, luftig und warm find die Grundbedingungen. Die von großen Firmen empfohlenen Musterställe entsprechen allen Anforderun gen. Wer Geld hat, taufe sich einen, er wird immer zufrieden sein. Wir sprechen hier aber von dem bäuerlichen Betrieb, dem die Geflügelhaltung nur angegliedert ist. Man tanns auch mit weniger Mitteln richtig machen.
Borhanden sind immer Stall und Keller. Beide eignen fich gut zur Unterbringung von Hühnern, besonders der Stall, da schon die nötige Wärme vorhanden ist und sich mit wenig Kosten das nötige einrichten läßt. Die Größe ergibt sich aus folgender Rechnung: jedes Huhn muß auf Stangen, die sämtlich in gleicher Höhe angebracht sind, einen bequemen Platz finden. Dabei müssen die Stangen so weit von einander entfernt sein, daß die Hühner zwischen den Stangen auf ihre Plätze springen können. Man hat auf diese Weise die Größe des Schlafraums errechnet. Der ganze Stall muß dann dreimal so groß sein, als der Schlafraum.
Steht der Stall frei, dann soll er möglichst doppelte Holzwände haben, die mit einer festgepreßten Isolierschicht( z. B. Tannennadeln) gehüllt sind. Ist der Hühnerstall in einem anderen Raum, dann genügt zum Abteilen eine einfache dünne Holzwand oder Drahtgitter. Man teile nun den Raum folgendermaßen ein: Jn etwa Tischhöhe vom Boden bringe man in der Größe des Schlafraumes einen Bretterboden an. Etwa 30 Zentimeter über den Brettern befestige man die Stangen in gleichen Abständen. Da jedes Huhn immer auf der höchsten Stange fizzen will, müssen sämtliche Stangen gleich hoch sein, sonst ist dauernd Unruhe und Drängelei. Als Aufgang zu dem Bretterboden lege man eine Leiter oder ein Brett mit Querleisten. Wenn es sich machen läßt, dann bringe man noch einen Meter darüber eine Dede an, damit die Nachtwärme im Winter nicht nach oben entweichen fann. In einem Pferde- oder Viehstall ist eine solche Decke unnötig. Der ganze Schlafraum muß aber mindestens in halber Höhe mit Brettern( nicht mit Draht) abgeschlossen sein, damit die Hühner im Schlaf nicht gestört werden.
Der übrige Teil des Stalles ist der Laufraum bei schlechtem Wetter und im Winter. In diesem Raum muß man nun Plätze herrichten, an denen die Sennen ihre Eier legen. Die Tiere suchen ruhige, dunklere Stellen, am liebsten nicht am Boden. Kleine Ristchen in etwa 60 Zentimeter Höhe an der Wand an
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gebracht sind am besten. Es genügen aber auch Kasten am Boden, nur müssen die einzelnen Nester durch Brettchen getrennt sein. Wer Geld hat, taufe sich Legenester aus Draht= geflecht. Sie sind praktisch und sauber. Nur sorge man durch einen angebundenen Pappenstreifen dafür, daß die Tiere beim Abspringen mit den Füßen nicht im Dracht hängen bleiben
Tönnen.
Der Bretterboden unter den Sigstangen sammelt den Mist und hält den Stallboden sauber.( Geflügelmist ist der beste Gartendünger!!!) Als Bodenbelag im Scharraum nehme man Torf oder Sand. Unbedingt notwendig ist Sand, wenn auch nur in einem flachen Kasten in der Ede. Forts. folgt. K. d'A.
Die Düngung der Wiesen.
Genau so gut wie auf dem Acer ist auch für die Wiese der Kalt die Grundlage der Düngung. Dieser Grundsatz muzz im allgmeinen umso mehr gelten, je weniger mit Stallmist und je stärker mit Kunstdünger gearbeitet wird, daher gilt er auch ganz besonders für die Wiesen. Auf unseren Wiesen und auf schwe rem Boden wirkt der gebrannte Ralf am besten, er sollte nur bei trockener Witterung im Herbst und Frühjahr( nicht im Winter) angewendet und nachMglichkeit eingeeggt werden. Im übrigen ist der Kaltmergel oder der rohe gemahlene Kalfstein auf der Wiese ebenso gut zu gebrauchen. Reben Kalt sind für die Wiese die Hauptnährstoffe Phosphorsäure und Kali. Bei aus reichender Düngung find in 100 Pfd. Heu etwa 0,6 bis 0,7 Pfd. Phosphorsäure und 1,8 bis 2 Pfd. reines Kali enthalten, also dreimal so viel Kali als Phosphorsäure. Dieses Verhältnis ist auf die Dauer überall, wo nicht durch Bewässerung oder sonstige Düngung der Wiese Nährstoffe zugeführt werden, bei der Wiesendüngung zu berücksichtigen.
Zwar ist es in der Regel richtig und auch notwendig, die Wiesen anfangs start mit Thomasmehl zu düngen. Ist der Bo den aber mit Phosphorsäure gesättigt, dann muß auch namentlich für das entzogene Kali Ersatz geschaffen werden. Ein Morgen Wiese, der z. B. jährlich 30 Ztr. Heu liefert, gibt damit rund 20 Pfd. Phosphorsäure und 60 Pfd. Kali ab Zum bloßen Ersatz hierfür wäre eine alljährliche Düngung von wenigstens 1% 3tr. Thomasmehl und 1% 3tr. 40prozentigen Kalifalz oder 4 bis 5 3tr. Rainit notwendig. Es ist sicher ein großer Fehler, daß die Wiesen sehr häufig gar nicht ausreichend mit Kali versorgt
werden.
Nach Wagner fostet 1 3tr.Seu, das auf der Wiese durch Phosphorsäure und Kalidüngung mehr erzeugt wird, nur rund 50 Pfg. Es wäre eine falsche Sparsamkeit, die sich heutigentags tein Landwirt erlauben kann, die Wiesen nach Kali und Phosphorsäure hundern zu lassen.
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In der Passionsgeschichte ist den der Verräter ging- Judas. Herrn und Meister, hörte seine seine Liebe, und doch ging er hi Mammon feinen Feinden aus. C Feind. Denn von einem solchen färgten hat.
Judasiaten haben sich seitdem figt mancher am gleichen Tisch, a Seite an Seite mit dir den gleiche
et ſich ab, geht hin und übt Be Tüde, mit Hinterlift und Boshei und Verschlagenheit. Kalt und
beften Freund und gehen dann ru gerade so, als sei nichts gescheh unter deinen Freunden, geht er zu Derraten.
In der Passionsgeschichte soll eine Lehre sein. Sie zeigt, wozu Treue fehlt. Der Weg führt sie von der Feindschaft zum Verrat un diesen Weg für immer an. Wen drängt es den Verräter unaufha auf diesem Wege kein Zurüd un Wiedergutmachen, sondern nur ei lung.-
Verachtend stehen wir vor Besten verraten, der je über die sollte sich mancher prüfen und fra gemacht? Und wenn eine St Meister wieder unter uns weil Freund, wozu bist du gekommen Judasantwort geben?
Bertagung de Deutschlands bi
Die Bollversammlung des L den 17. März, in Genf nach den gierten den Antrag auf Verta lands sowie den Antrag des G Studienkommission zur Prüfung angenommen. Die deutsche Dele Genf.
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Rückkehr der deuts Reichstanzler Dr. Luther Stresemann, sowie die übrigen gation sind am Donnerstag, na angekommen und haben sich sof begeben. Im weiteren Verlauf d Luther und Dr. Stresemann beim Bericht über den Verlauf der Ge großen außenpolitischen Debatte, Woche beim Etat des Auswärtig vermutlich sowohl der Reichstanz minister vor dem Plenum des Rei
Die Anlunft auf dem vollzog sich völlig unbeachtet. D metische Absperrung des Bahnstei war der Zutritt verweigert, un Gegler an der Sperre erschien, un wurde er von einem Bahnsteigi
eines Ausweises des Auswärtig gewiesen. Mit den deutschen Jahl der nach Genf entsandten jurädgelehrt.
Der neue Reichssc Im Haushaltsausschu der Reichsinnenminister Dr. Entwurf des Reichsschulgesetz ter wird die Vorbereitung Dem Scheitern so vieler Ent fangen- It. Mitteilungen
nehmen.
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Für Freiheit uni
Der Vorstand des Heischen H Bundes hat einstimmig folgende ichloſſen:
In der Sitzung des hessische Regierung beschlossen worden, an
und an der Technischen Hochschule olaftische Philosophie", das sin joppie im Sinne der katholischen jurichten. Dieser Antrag ist von der Reg haftlichen Not unseres Landes,
aller Ausgaben zwingt- wie w


