Einzelbild herunterladen

Nr. 11.

hit gegen die falsche und verhängnis: Seffen. Steuerdrucks ist im hessischen Staats: gedecktes Millionendefizit vorhanden. statastrophe und damit einer Staats Der Weg der Steuererhöhung tann

Umständen weitergegangen werden. n der gequälten Bevölkerung nicht zu wärtig erhebt der hessische Staat not Dessteuern gegenüber denen der Bor

en die vielen andern Steuern. züglich den Staat von Aufgaben und eien, mit denen er sich seit der Revolu stet hat.

heben wir unsere warnende Stimme. die deutlichen Zeichen der Zeit mi

für alle Folgen den demokratisn und die hinter ihm stehende, seise alition verantwortlich.

Regierung, die für eine Finanzpolitit ist, die die Existenz des Staates in este Bevölkerungsschichten zur Ber Der Regierungsmehrheit des Landtags Cauen ab." irde fast einstimmig gegen einige An­1 angenommen und darauf die Ver

otales.

nung des Reichsministers der Finan Sesetzes über die Ablösung öffentlicher r 1926( R. G. Bl. 1 G. 108) ist die der Markanleihen des Reiches zum blösungsschuld sowie die Frist für die ungsrechten bis 31. März 1926 ver: ner weiteren Verlängerung der Frist

e Professor an der Universität Bonn Schmidt in Bonn wurde mit Wirkung m ordentlichen Professor für Zoologie omie an unserer Landesuniversität ht des Mordes wurde die Ehefrau hier in Untersuchungshaft genommen. fen, ihr zwei Wochen altes Kind, weib­Schläge auf den Kopf und nachherige Er mit Ueberlegung getötet zu haben. Die weifelsfrei ergeben, daß das Kind eines rben ist.

Der Deutsche

Deutschen Konditoren. sverband selbständiger Konditoren) außerordentlichen Bundestag in den juni zu Düsseldorf. Die Rhein- und deswegen gewählt worden, weil dort Oktober die große deutsche Ausstellung ge, soziale Fürsorge Leibesübung) ge Kulturereignis ersten Ranges zu be mmentreffen verschiedener starker An­

Pfg.

Zigarette

Sonnabend, den 13. März 1926.

ziehungsmittel wird dem Bundestage der deutschen Konditoren auch in diesem Jahre wieder Tausende von Besuchern zuführen. Der Vorsitz liegt in den Händen des Bundespräsidenten Herrn Franz Funte- Kaiser- Düsseldorf.

Ans Nah und Fern.

Bad Nauheim. Das milde Klima läßt die Frühjahrskur hier verhältnismäßig zeitig beginnen. Gehr viele, die von ner­Dösen Leiden, Bronchitis, Rheumatismus, Gicht, Rüdenmarks und Frauenleiden sowie anderen Krankheiten Genesung suchen, halten gerade diese Zeitspanne für besonders geeignet, ihre Kur pflichten leicht und angenehm zu erfüllen. Dazu kommt in materieller Hinsicht der Vorteil, daß die Stala der Kurabgabe bis zum 1. Mai sich sehr günstig abstuft. Die Abgabe beträgt bis einschließlich 14. März 20, ab 15. März 25, ab 1 April 30, ab 15. April 35 Mt. Diese Kurtarten haben eine Gültigkeits­dauer von acht Wochen. Ab 1. Mai find 40 Mart Kurabgabe zu zahlen, jedoch besitzen diese Karten eine Gültigkeit von fünf Monaten, also bis einschließlich 30. September.

Friedberg. Die hessische Evangelische Vereinigung, bekannt unter dem Namen Friedberger Konferenz" veranstaltete im hiesigen Polytechnitum eine von Geistlichen und Lehrern gut besuchte Versammlung, in der einstimmig gegen den eventuellen Abschluß eines Kontordates mit Rom Stellung genommen wurde. Pfarrer Hochdahl- Dexheim in Rheinhessen ging in län­geren Ausführungen auf die Bedeutung des Kontordats für die Schule ein, über die der Staat das Hoheitsrecht verliere, so daß der Lehrer seiner Gewissensfreiheit beraubt werde, die ihm in der Weimarer Verfassung verbürgt sei. Die sehr rege Aussprache ergab, daß die Friedberger Konferenz" auf dem Boden der Staatsschule und der christlichen Simultanschule steht, wie sie in Hessen seit nunmehr 50 Jahren sich bewährt hat.

Mainz, 10. März. Eine gewaltige Steuerprotestversamm­lung der rheinischen Bauernschaft ist heute abgehalten worden. Schon lange vor der festgesetzten Stunde war die Stadthalle überfüllt. Man schätzt die Teilnehmer auf zusammen etwa 15 000 Personen. Alle Vorträge mußten für die im Garten stehenden ungefähr 3000-4000 Personen wiederholt werden. Der erste Vorsitzende der Bereinigten freien rheinischen Bauernschaft, Gutsbesitzer Mossel- Marienborn, eröffnete die Versammlung. Er warnte vor Tumulten und Mißbrauch des Gastrechts. Diese große Kundgebung soll das Parlament in Darmstadt von unseren Wünschen unterrichten, daß man fünftighin nicht nur mit Aus­drücken des Bedauerns über unsere furchtbare Not hinweg­schreitet. Ein Hohn auf die deutsche Landwirtschaft ist es, wenn die Reichsbahn ausländische Landesprodukte 50 Prozent billiger als deutsche befördert. Ungerechte Bodenrentesteuern lassen den Bauern verarmen. Erlaß der Steuer wird gefordert und Be­seitigung der zwangsweisen Eintreibung dieser Steuern. Diese Unordnung ist nicht durch uns verschuldet, sondern durch die Mizwirtschaft des Staates. Es wird soviel Sparsamkeit ge­predigt, aber überflüssige Beamte gibt es in Hülle und Fülle. Eine neue Gefahr ist das Gemeindebestimmungsrecht. Wir ver­langen ein Wirtschaftsparlament.

, Gießener Zeitung"

Str. 11.

Bad Ems. Der Plan der Errichtung einer Ferngasversors| Objekts erzählt. Jeder muß dieses prachtvolle Buch der Torheit gung im Lahn- Westerwald- Gebiet nimmt jetzt greifbare Formen und menschlichen Tragikomödie lesen. an. Zahlreiche Gemeinden des Gebietes haben sich bereits der in Bildung begriffenen Gesellschaft angeschlossen, so daß das Unternehmen gesichert erscheint. Siz der Gesellschaft ist Bad Ems.

Bingen. Bei der Kreistagswahl für den Kreis Bingen war als Kandidat der Freien Bauernschaft auch der Landwirt Hein­rich Gehret II aus Groß- Winternheim gewählt worden, der in der Separatistenzeit eine Rolle gespielt hat. Die Mitglieder des Kreisausschusses, in dem er ebenfalls tätig sein sollte, wei­gerten sich aber, mit ihm zusammenzuarbeiten, so daß G. sein Amt niederlegen mußte. Für ihn ist der Landwirt Friedrich Karl Schud- Appenheim eingetreten.

tört, und 45 Straßen und Bahnlinien die, daß Japan arm ist an den Boden­Volk heute so nötig zum Leben braucht, n. Nur Kupfer und Schwefel sind reich Erdöl liefert das Land nur die Hälfte rklärt sich Japans Drängen nach dem nach der Erschließung der Mandschurei ach der friedlichen Ausnutzung der reis nvorkommen in der chinesischen Provinz inen Ausgleich bildet die große Wasser­r, die auf 3,5 Millionen H. P.( Pferde nd die bisher erst mit 200 000 H. P. aus große städtische Bevölkerung sind noch chsten die Zweige der alten Gewerbe, die zellanmanufaktur und die Ladwarenin werer Wirtschaftskampf um seine aller­dadurch dem Volke aufgezwungen ist, daß Bodenschäzen.

Der Kreis- Krieger- Verband Biedenkopf, der in diesem Jahr auf ein 30jähriges Bestehen zurücblidt, vet= anstaltet aus diesem Anlaß am 19., 20. und 21. Juni 1926 sein erstes Verbandsfest nach dem Kriege. Mit dem Fest wird die Tagung der Regierungsbezirks- Gruppe der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen und des Kriegerverbandes des Re­gierungsbezirks Wiesbaden verbunden sein. Man beabsichtigt, das Fest zu einem echten Heimatfest zu gestalten. Den Haupt­festtag wird ein Feldgottesdienst, verbunden mit Gefallenen ehrung, eröffnen. Besondere Anziehung wird der Festzug am Sonntag, den 20. Juni, ausüben, der nicht nur manches Militä rische, sondern auch die leider immer mehr verschwindenden Hinterländer Voltstrachten zeigen wird. Daneben werden die einzelnen Vereine auf schönen Festwagen und in Gruppen ihre Hauptbeschäftigung darstellen. Reitergruppen in historischer Tracht beabsichtigen eine Quadrille vorzuführen. Ein strammer Parademarsch der alten Soldaten wird nicht fehlen. Bei Ein­tritt der Dunkelheit soll jenseits der Lahn, gegenüber dem alten schönen Festplatz Seewasen", ein Festspiel aufgeführt werden. Den Abschluß des Hauptfesttages bildet die Beleuchtung des 700 Jahre alten gut erhaltenen Schlosses. Sämtliche Nachbar­verbände, darunter auch der Hassia Bezirksverband Gießen und der große Kreistriegerverband Frankfurt a. M., sind zu dem Fest bereits eingeladen und haben zum Teil schon große Be­teiligung zugesichert. Insbesondere hofft man, daß die Sassia" bei dem Fest nicht fehlen wird, zumal viele ehemalige Soldaten aus dem früheren hessischen Hinterlandkreise bei den alten ruhm­reichen hessischen Regimentern gestanden haben.

Marburg. Den Nachforschungen der Polizei ist es gelungen, festzustellen, daß im Walde bei Riebelsdorf erhängt aufgefun­denen Dienstmädchen K. aller Wahrscheinlichkeit nach ermordet und von dem Täter, um den Verdacht von sich abzulenten, in die Stellung einer Selbstmörderin gebracht worden ist. Als Täter kommt ein 21jähriger Landwirtssohn Sch. in Frage, der bereits verhaftet wurde.

Dies Volk kann also sein Leben nur erhalten durch den Ausbau einer großen Industrie. Denn Auswanderungsgebiete stehen für große Menschenmassen Japan nicht zur Verfügung. Amerika hat sich dagegen abgesperrt, England verweigert ebenso wie Holland den Japanern den Zutritt zu den sehr schwach be völferten Rieseninseln Australien, Neuseeland, Sumatra, Bor­neo usw. Das ist für die Japaner besonders deshalb tragisch, weil die südliche, die malaiische Inselwelt, ihre Heimat ist, aus der sie in uralten Zeiten in ihr jetziges Land ausgewandert sind. Dieser ihr Ursprung im Süden macht sie auch unfähig, sich nach Norden und nach Nordwesten auszudehnen. Der talte Norden ihres eigenen Landes( Hokkaido), dessen Klima dem Norddeutschlands entspricht, ist nur schwach bevölkert. Auf dem fruchtbaren Hokkaido mit 77 993,09 Quadratkilometern wohnen nur 2 358 183 Menschen, während auf der südlichen Insel Kiu­schiu mit nur 35 656,90 Quadratkilometern 8 158 520 Menschen leben. So wohnen in der von Japan wirtschaftlich beherrsch­ten Mandschurei heute nur 183 574 Japaner. Der viel zähere, der Kälte mehr gewachsene und noch anspruchslosere Chinese bildet überdies im ganzen Nordosten des asiatischen Festlandes für die Japaner eine fast unüberwindliche Konkurrenz für die Ansiedlung. Nach Chosen( Korea) sind bisher 380 000 Japaner ausgewandert, die unter 17 Millionen Koreanern leben. Auch auf Formosa leben rund 380 000 Japaner unter 3714 000 meist noch wilden Eingeborenen.

die, daß das Land nur 11 Prozent seines gem Boden hat. Wäre es nicht möglich, ch zwei Ernten einzubringen, und gäbe großen Fischreichtum her, so könnte das auch ſo iſt es ein sehr mühseliges Ringen Die Bauern, die in 5% Millionen win en den Aeckern die Nahrung abringen, iseliges Leben, können sich nur die aller­g bieten und sind die meiſten ſind daß viele aus Not ihre Töchter auf Jahre aufen oder auch an die schlechten Häuser. Tee ernten, trinken statt des Tees heißes Blättchen verkauft werden muß, nur an es ein wenig Fisch oder Geflügelfleisch, ſonſt Jahr. Und nun steigt die Bevölkerung in waren es 33 Millionen, 1900: 45, 1905: 55, 1920: 58 Millionen im eigentlichen

in Korea, Formosa und den kleinen neuen onen Menschen. Im ganzen sind es 80

Deutsche trinkt

deutschen Wein und deutsches Bier!

Neue Bücher.

Das Gothaische Jahrbuch für Diplomatie, Verwaltung und Wirtschaft für das Jahr 1926 liegt vor. Dem neuen Titel der letzte, 162. Jahrgang hieß noch Diplomatisches Jahrbuch" ( des Gothaischen Kalenders zweiter Teil) entsprechen starke Aenderungen. Der Inhalt umfaßt: Staatsgeschichte, Verfassung. Behörden jeder Art, Bevölkerungs- und Wirtschaftsstatistit, An­gaben über Heer und Flotte, Religion und Presse. Das Werk ist international. Die Güte des Wertes bürgt dem Verlag ( Justus Perthes in Gotha) für weiteres Gedeihen. Behörden, Wirtschaftler, Politiker und Journalisten, Handel und Verkehr, haben hier ein anerkannt unentbehrliches Nachschlagewerk.

Aber auch die industrielle Entwicklung Japans steht unter feinem günstigen Stern. Der Krieg hatte, da die Konkurrenz Europas und Ameritas ausgeschaltet war, eine glänzende, aber ungesunde Blüte entwickelt. Jetzt ist aber der Rüdschlag ge­kommen. Die Konkurrenz der alten, großen Industriestaaten hat in vollem Umfange wieder eingesetzt. So geht Japans Aus­fuhr sehr zurüd, seine Handelsbilanz ist wachsend passiv, und zum ersten Male leidet das Land unter einer drückenden Ar­beitslosigkeit seiner Industriebevölkerung. Dabei verfügt Japan noch heute über relativ billige Arbeitskräfte. Und da es viele Rohstoffe( Eisen, Baumwolle, Wolle, Farben) teuer im Aus­lande einkaufen muß, so ist erfolgreicher, die Konkurrenz schla­gender Absatz nur möglich durch Raubbau an der Arbeitskraft

* Erfolgreicher Wettbewerb. Die in allen Teilen des Reiches bekannte Vereinigung Nürnberger Bund", Nürnberg­Essen Berlin, die großwirtschaftliche und kulturelle Ziele im Sinne einer tatkräftigen Pflege des Wertarbeitsgedankens ver­folgt, hat in Verbindung mit dem Verlag Kunst und Kunst gewerbe, Nürnberg, somie der gleichlautenden Verlagsanstalt in 80 deutschen Städten einen Reichsschaufensterwettbewerb unter ihren Mitgliedern veranstaltet, die aus den ersten und leistungs­fähigsten Spezialgeschäften des Hausrats und des Kunstgewerbes bestehen. Der Firma J. B. Häuser, Gießen, ist für vorzügliche Leistung auf dem Gebiete der Schaufensterkunft ein Anerken­nungspreis zuerkannt worden. Dieser Erfolg ist umso höher zu bewerten, als sämtliche Wettbewerber und auch vorgenannte Firma mit einer äußerst scharfen Konkurrenz zu rechnen hatten.

Das tausendjährige Reich, von Hermann Siegfried Rasen. 355 Seiten. Erschienen im Holzwarth- Verlag, Bad Rothenfelde( T. W.). Brosch. 3,80 M, Pappбd. 4,80 M, Ganz­leinen 6, M. Eines der volkstümlichsten Bücher aus der Sammlung geschichtlicher Westfalenromane behandelt nach Karl Spindlers historischem Gemälde den imposanten und gewaltigen Stoff des Wiedertäuferdramas in Münster, der die Herrschaft des Pöbels dramatisiert.

Rudolf Presber: Der Kampf mit dem Alltag. Ein- Trost­und Truzbuch für Leidensgenossen. Ganzleinen geb. 5,- M, tart. 4, M. Eulenspiegel- Verlag, G. m. b. H. Leipzig. Als lachender Philosoph tritt uns Presber in diesem neuen köstlichen Buch entgegen. Wie er das zeigt, wie er ein moderner ,, Auch Einer" in beschwingter Schaltheit und doch mit der ganzen besinnlichen Tiefe des echten Humoristen von jener Tüde des

Der Mensch, ein Bürger zweier Welten. Erfahrungstat. sachen vom Hereintragen einer anderen unsichtbaren Welt in die sichtbare. Zeitgemäße leichtverständliche Aufklärungen über geistige Kräfte und Erscheinungen, die sich mit den bekannten Naturgesetzen nicht erklären lassen und seit Jahrhunderten Gegenstand der Untersuchungen blieben. Von Dir. E. Abigt, 104 Seiten. Mt. 1,60 franto. Verlag E. Abigt, Leipzig 80.( Saupt mannstraße 7.( Postscheckkonto Leipzig 60442). Mit dem vor liegenden Werke ist der 2. Band, Brücke zum Jenseits" abge­schlossen und kann nunmehr für Mt. 4,80 franko bezogen werden. Dr. K. Heinz, Wo sind unsere Toten und was tun fie? Aus ,, Brüde zum Jenseits". 48 Seiten Mt. 80 franto. Verlag E. Abigt, Leipzig 80( Postscheck Leipzig 60442).

des Volkes. Alle bösen Erscheinungen industrieller Anfangs­entwidlung treten dort erschredend zutage. Im Jahre 1914 wa­ren 56 Prozent aller Industriearbeiter Frauen und Mädchen ( im ganzen 471 877 weibliche Personen), davon waren 65 Pro­zent unter 20 und 22 Prozent unter 14 Jahren. Siebzig Prozent der Frauen und Mädchen hatten sehr schlechte Unterkunft in den Fabrikkasernen. Sie hatten in der Seidenindustrie 13 bis 15, in der Weberei und Baumwollspinnerei 10 bis 12 Stunden Arbeitszeit bei nur zwei Ruhetagen im Monat und geringem Lohn, der bei Zweidritteln aller Arbeiterinnen weniger als 66 Pfennig betrug. Kein Wunder, daß die Tuberkulose un­geheure Opfer in Japan fordert. Die Wohnungsverhältnisse in den Industriestädten sind trostlos. In Osota beträgt in manchen Quartieren die Kindersterblichkeit 30 Prozent aller Kinder im ersten Lebensjahre. Jm Jahre 1918 betrug die Kindersterb= lichkeit in Amsterdam 6,49, in Kopenhagen 10,36, in London 10,79, in Washington 11, in Berlin 12,85 Prozent. In Japan betrug sie im Jahre 1917( und Japan litt nicht unter dem Kriege): Jn Nagaya 16,42, in Tofio 18,78, in Yokohama 19,89, in Kyoto 20,22, in Robe 21,50 und in Osata 23,44 Prozent. Es geschieht allerlei, um diese Nöte zu bekämpfen, auch versucht die Gesetzgebung von Jahr zu Jahr mehr das Los der Jndu­striearbeiter und der ländlichen Pächter zu bessern. Aber die heutige Wirtschaftslage, durch die Folgen des großen Erdbebens erschwert, zeigt teine günstigen Aussichten. Kein Wunder, daß der Sozialismus und Bolschewismus hier einen fruchtbaren Boden hat.

So ist das japanische Land trotz seiner landschaftlichen Schönheit und seines angenehmen, südlichen Klimas für das Volk durchaus kein Paradies. ( Fortsetzung folgt.) Schmerzlos und sicherer als alle neuen Mittel wirft das alte berühmte

Radlauersche Hühneraugenmittel,

seit über 60 Jahren im Handel. Kein Pflaster! Preis 80 Pfg. Nur echt mit der Aufschrift Radlauers Kronenapotheke, Berlin 24, Friedrichstr. 160. Erhältlich in den größeren Apotheken und Drogerien.

Fritzchens Wunsch

Morgen wird er sieben Jährchen, Fritz, der kleine Nimmersatt. Mutter streichelt seine Härchen, Fragt ihn, welchen Wunsch er hat. Und er spricht ins Ohr ihr leise: ,, Goldnes Mütterlein, horch auf: Dr. Oetker's Puddingspeise

-

Mit dem Hellkopf" oben drauf!"

Kindern macht man wirklich eine große Freude, wenn man ihnen einen so gut schmeckenden und nahrhaften Oetker- Pudding vorsetzt. Einfach und leicht zu bereiten, ist er eine feine, auch von den Erwachsenen geschätzte Nachspeise. Ein Oetker- Pudding bereichert Ihren Tisch und läßt Sie leicht an anderer Stelle sparen.

In allen einschlägigen Geschäften zu haben. Verlangen Sie obendaselbst die beliebten Oetker Rezeptbücher wenn vergriffen, umsonst und portofrei von

Dr. A. Oetker, Bielefeld.

Praktische Winke zur Geflügelhaltung.

Ueber Geflügelzucht gibt es viele Lehrbücher. Die meisten sind gut, man muß aber schon ein halber Fachmann in der Ge­flügelzucht sein um sich darin zurecht zu finden. Wer sich eine Geflügelzucht oder Eierfarm anlegen will, fann sie natürlich nicht entbehren.

Diese Zeilen sollen aber nicht denjenigen gelten, die im Großbetrieb arbeiten wollen und können, sondern dem kleinen Besitzer, der sich nebenher auch Hühner hält. Auf jedem Bauern hof sind Hühner, aber selten ist der Besitzer mit dem Ertrag zu frieden. Man wird sogar bei ganz sachlicher Berechnung fest­stellen können, daß die meisten Bauern bei der Hühnerhaltung zusetzen.

Hier zu helfen sei der Zwed der folgenden Betrachtungen. Angenommen ist ein Betrieb, der in einer Stallede oder in einer Scheuer einen Hühnerstall eingerichtet hat, in dem 10 bis 40 Hühner der üblichen gemischten Landrasse aller Farben herum­springen. Brutmaschine ist keine vorhanden. Die Hühner find gesund, alle paar Jahre wird der Hahn gewechselt. Durch eigene Nachzucht wird der Bestand erhalten. Nun sollen fie möglichst viel Eier legen.

Um nun im einzelnen die Grundbegriffe darzulegen, die die Hühnerhaltung einfach und zinsoringend gestalten, muß der Leser sich einige allgemeine Begriffe zu eigen machen.

1. Di: Natur hat es so eingerichtet, daß jedes Huhn in seinem Leben ungefähr 600 Eier legt. Braucht das Huhn 10 Jahre um 600 Eier zu legen, so frißt es auch 10 Jahre lang. Man muß also von dem Verkaufspreis der 600 Eier das Futter für 10 Jahre und den Anteil an den Unterhaltungskosten, am Stall etc. abziehen. Man wird feststellen, daß ein solches Suhn ein teurer Spaß ist, seine Eier tosten den Besitzer 30 bis 50 fg. Es kommt also darauf an, die Hühner so zu züchten, daß sie in den rsten Jahren ihres Lebens den größten Teil ihrer Eier ablegen, z. B. in 3 Jahren 500 Eier Dann hat man für 500 Eier nur 3 Jahre lang Futter zu zahlen Dann wird die Henne geschlachtet und verkauft. Ein solches Huhn bringt seinem Be­fizzer Geld.

Unser Geflügel in Deutschland ist durch Hochzucht unserer Geflügelzuchten in seinen Organen schon so umgestellt, daß es Hühner gibt, die im ersten Jahre schon über 300 Gier legen! Das find Ausnahmen. Immerhin hat diese Hochzucht unseren gesamten Hühnerbestand in Deutschland schon so beeinflußt, daß jedes Huhn in den ersten 3 Jahren den größten Teil seiner Eier gelegt hat.

Also: Kein Huhn über 3 Jahre halten! Nach dem dritten Legewinter muß das Huhn unweigerlich verschwinden! Man hört oft sagen: es legt ja noch. Natürlich legt es noch jahre=