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Sonnabend, den 11. September 1926.

es im Lebensinteresse unseres ganzen Boltes lag, nicht ergriffen hat, hat uns bisher niemand sagen fönnen. Das Schlagwort von der Wohnungsnot mußte dazu dienen, alle Bestrebungen in dieser Richtung ungehört von den verantwortlichen Stellen ver­hallen zu lassen. Man hat nach der Umwälzung viel von Sozia lifierung gesprochen, und es hat den Anschein, als ob bei vielen Leuten dieser Gedante noch immer nicht aufgegeben, sondern wei­ter liebevoll gehegt und gepflegt wird. Seine Durchführung

wäre das Ende. ,, Dem Bolte müssen die billigen Mieten erhal ten werden", heißt heute die Parole, und sie wird trotz Hauszins­steuer und dergleichen immer wieder laut verkündet. Daß sie tatsächlich nicht billig sind, darauf werde ich noch zurüdkommen.

Man hat aber dann doch Berbesserungen ihaffen wollen, fiz alle tragen aber die Merkmale der Einstellung auf den Augen­blid und lassen jede Voraussicht ihrer Wirkungen vermissen. Stüdwerk und glidwert, aber feine Rüdfehr auf den Boden der Notwendigkeit, des Rechts.

Als die Häuser so ungefähr am Berfallen waren, dämmerte allmählich doch die Einsicht, daß der Vermieter mit der Miete nicht auskommen, daß man Steuern nicht zahlen- die sind nie vergessen worden und Ausbesserungen nicht vornehmen könne, wenn den Ausgaben feine Einnahmen gegenüberständen. Man schuf in der Inflationszeit das Reichsmietengeset. Aber der Bermieter sollte ja nicht übermütig werden und sich dem Wohl­leben ergeben tönnen. Das geftedte Ziel, die Niedrighaltung der Mieten, wurde gründlich erreicht, die Wirklichkeit übertraf die Erwartungen noch bedeutend, der Vermieter erhielt ein­fach nichts. Dahin führte also in ihrer Auswirkung die ein­seitige Berücksichtigung der Interessen der Mieter, daß der Grundjag von der Gleichwertigkeit der Leistung und Gegen­leistung außer Kurs gesezt und in sein Gegenteil verkehrt wurde dahin, daß die Gegenleistung für den Vermieter überhaupt fort­fiel. Die Folgen waren natürlich tatastrophal. Abgaben und Unkosten stiegen fortgesetzt, Mittel für Reparaturen fehlten, die Häuser tamen herunter und fonnten von ihren unvermögenden Besitzern nicht mehr gehalten werden. Die hohen Zahlen blen­deten, der innere Wert des Kaufpreises stand zum Wert des Objektes in feinem Verhältnis und manches deutsche Hausgrund­stüd ging für einen faum nennenswerten Betrag in die Hände des valutastarken Auslandes über.

Glücklich war allein der Mieter, er brauchte sozusagen nichts zu zahlen und wünschte sich, daß es immer so bleiben möge. Nur wenigen- soweit war das Rechtsbewußtsein schon gesunken tam zu Bewußtsein, daß es eine moralische und sittliche Pflicht sei, der Gegenseite ein angemessenes Entgelt zu gewähren. Und das ist bis heute so geblieben, eine Pflicht zur angemessenen Ver­gütung bestreitet man noch immer auf das lebhafteste und jede Mieterhöhung wird als ein Raubzug auf die Taschen der Mieter betrachtet. Und die darüber klagen, sind dieselben Leute, die für andere Lebensnotwendigkeiten die heutigen gesteigerten Preise als selbstverständlich hinnehmen, sie aber auch für ihre eigenen Leistungen sehr energisch in Anspruch nehmen. Dem Vermieter gegenüber ist eben auch ein Erfolg der Zwangswirtschaft alles gestattet, auch das, was man sich selbst gegenüber als schweres Unrecht empfinden würde.

Erst mit der Stabilisierung wurde es durch die Schaffung einer festen Basis für die Berechnung etwas besser, von ihr konnie man den Vermieter nicht gut ausschließen. Zur Rückkehr auf die Grundlage des Rechtes konnte man sich aber auch damals nicht entschließen. Und man kann es heute noch nicht.

Dem Vermieter haben die Gesetze noch eine ehrenvolle Ber trauensstellung gebracht. Es ist zum Steuererheber des Staates ernannt worden und darf für den Eingang der jetzt Hauszins steuer genannten Abgabe Sorge tragen. Man tonnte es sich ge­fallen lassen, daß die Hausbesitzer, deren Sachwerte mehr oder weniger erhalten geblieben waren, vielleicht unter dem Gesichts­punkte der Bereicherung etwas von ihrem angeblichen Gewinne herausgaben. Das wäre aber nur gerechtfertigt gewesen, wenn die so aufkommenden Summen denen zugute tamen, aus deren Berarmung die Bereicherung entsprungen war. Dagegen hätte sich faum etwas einwenden lassen. Man hätte es auch verstanden, wenn man diese Abgabe zur Unterstützung der Kleinrentner oder auch zum Wohnungsbau verwandt hätte. Die Gesetzgebung hat einen anderen Weg eingeschlagen. Sie hat auf der einen Seite den Hypothekengläubigern ihre Forderungen bis auf 25 v. H.

Von der Poftkutsche zum Flugzeug.

,, Von der Postkutsche zum Flugzeug" betitelt Prof. Eilhard Erich Pauls sein demnächst, als Fort setzung seiner fulturgeschichtlichen Werte Deutsches Leben"( Otto Quizzow Verlag, Lübec), erscheinen­des Buch( Leinen 8,-). Als Vorabdrud bringen wir nachfolgenden amüsanten Artikel über die erste deutsche Eisenbahn.

Von Prof. Eilhard Erich Pauls.

Am 7. Dezember 1835, morgens Uhr, fand die feierliche Eröffnung der ersten deutschen Eisenbahn, der Ludwigsbahn, zwischen Nürnberg und Fürth statt ,,, auf dem eingehegten Plate, welcher zu dem Verwaltungslokale der Eisenbahngesellschaft gehörte", denn das einfache Wort Bahnhof war noch nicht ge= bildet. Natürlich war ganz Nürnberg schon um 7 Uhr voll­zählig zur Stelle, die Herren Aktionäre, Direktoren, und was sonst irgendetwas war, auch schon um 8 Uhr. Alle Bauten, die Eisenbahnschienen, die neun zum Teil elegant gebauten Passa­gierwagen", aber am meisten doch die Lokomotive wurde ge­bührend bewundert. Und dann war da der Lokomotivführer das größte Wundertier, direkt aus England importiert, und be­kam natürlich doppelt soviel Gehalt als irgendeiner der bloß deutschen Angestellten. Ueberdies nahm das ruhige, umsichtige Zutrauen erweckende Benehmen des englischen Wagenlenters uns ebenso in Anspruch", schrieb der Lokal Reporter des Stutt garter Morgenblattes, zu dieser Schau nach Nürnberg entsandt. ..Wer möchte in einem solchen Mann nicht den ganzen Unter­schied der modernen und der alten, wie der mittleren Zeit per­sonifiziert erbliden! Jedes törperliche Geschick, welches gleich­wohl nicht fehlen darf, tritt bei ihm in den Hintergrund, in den Dienst der verständigen Beachtung auch des Kleinsten, als eines für das Ganze Wichtigen. Jede Schaufel Steinkohlen, die er nachlegte, brachte er mit Erwägung des rechten Maßes, des rechten Zeitpunktes, der gehörigen Berteilung auf den Herd. Keinen Augenblid müßig, auf alles achtend, die Minute be rechnend, da er den Wagen in Bewegung zu setzen habe, erschien

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Gießener Zeitung"

genommen und die so entzogenen Summen für den Staat ver­wertet. Aber nicht in der Weise, daß man sie für die obenge­nannten Zwede verwendet, nein, die Hauszinssteuer dient heute in der Hauptsache den allgemeinen Staatsausgaben, sie ist mit das Rüdgrat des Etats. Das ist Unrecht.

Auf eines muß ich hier noch kurz hinweisen. Das RMG. läßt ausdrücklich die freie Vereinbarung der Miete zu. Aber man räumte in den§§ 11, 19 jeder Partei das Recht ein, durch eine einfache schriftliche Erklärung die Berechnung nach dem RMG. zu wählen, die dann nach einer gewissen Frist in Kraft trat, und dieses Recht ist unverzichtbar. Jm Verlaufe der Zeit mußte fic diese Vorschrift einseitig zuungunsten des Vermieters auswirken,

Was man dem Gesetzgeber vorwerfen muß, ist das, daß er übersehen hat, daß mit einer solchen Vorschrift jede Bertragstreue aufhören mußte. Es soll einmal eine Zeit gegeben haben, die unter der Devise stand: Ein Mann, ein Wort. Es soll auch einmal einen Fundamentalgrundsatz im Recht gegeben haben, der bejagte, daß Verträge gehalten werden müssen. Diesen Sag wirft das RM6. einfach zum alten Eisen. Die Vertragstreue, auf der unser ganzes Wirtschafts- und Rechtsieben beruht, zu halten, sind die Parteien nicht mehr verpflichtet; ob und wie lange sie sie wahren wollen, ist in ihr Belieben gestellt. Und das in einer Zeit, da unser Volt durch die Not dringend einer Stär­fung des Rechtsgefühls und Rechtsbewußtseins bedarf, da jede Schwächung das Zusammenleben unheilvoll beeinflussen und gänzlich zerstören kann. Auf diese Weise richtet man ein Bolt nicht wieder auf.

Eisenbahnbeschwerden Oberheffens.

Die Abgeordneten der Deutschen Boltspartei im Landtag haben an die hessische Regierung eine Anfrage gerichtet, in der es heißt:

,, Nach dem jetzt vorliegenden Entwurf des Winterfahrplans treten erhebliche Berschlechterungen der Zugverbindungen ein, die in ganz verschärftem Maße die Provinz Oberhessen und die Provinzialhauptstadt treffen. So sind z. B. nur zwei D- Zugver­bindungen von und nach Frankfurt vorgesehen, je ein Morgen­und Abendzug, der immer gut bejezte Mittagzug in beiden Rich­tungen fällt fort, damit auch die einzige direkte Tagverbindung mit Berlin. Es ist klar ersichtlich, daß der Verkehr mit Frank­furt und Darmstadt mithin in einer Art beschränkt wird, die den Bedürfnissen der Provinz und der Wichtigkeit Gießens als Provinzialhauptstadt, als Universitäts- und Garnisonstadt und als Knotenpunkt der Main- Weserbahn, der Lahnbahn, der Hauptstrecke nach dem westfälischen Industriegebiet und der ober­hessischen Bahnen in keiner Weise entspricht. Ebenso nahmen die schon vorhandenen und noch weiter geplanten Einschränkungen und Veränderungen des Zugverkehrs duf den Streden Gießen­Gelnhausen und Gießen- Fulda und auf den damit zusammen­hängenden Nebenstreden weder auf die Belange der nach Gießen fahrenden Schüler Rüdsicht, noch tragen sie der Notwendigkeit einer guten Verbindung zwischen der Provinz und der Haupt­stadt zwecks Pflege der wirtschaftlichen, kulturellen und sport­lichen Interessen Rechnung."

Wir fragen an: Ist die Regierung bereit, sofort bei der Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. mit allem Nachdruck dafür einzutreten, daß die Schädigungen vermieden oder wenigstens ge= mildert werden? Da der Zeitpunkt des Zusammentritts des Landtags noch unbestimmt ist, bitten wir um schriftliche Beant­wortung der Anfrage."

Bad Orb. Das Bad hat seine Kurtagpreise vom 1. Septem ber ab um ein volles Drittel ermäßigt. Bom 15. 9. ab findet eine weitere Ermäßigung statt. Die Konzerte der Kapelle wer­den bis Ende September fortgeführt werden. Wie in den Vor­jahren, so wird auch in diesem Herbste und Winter die Badekur weitergeführt werden.

Die Aerzte in Deutschland.

Der zum ersten Male seit dem Kriege wieder er. schienene Reichsmedizinalkalender gibt folgende An­gaben über die Aerzte in Deutschland. Anfang 1926 betrug ihre Zahl, mit Einschluß des Saargebietes, 44 715; bei einer Einwohnerzahl von 63 Millionen kommen also 7,10 Aerzte auf je 10 000 Einwohner, da­

er als der regierende Geist der Maschine und der in ihr zu der ungeheuren Kraftwirkung vereinigten Elemente". Sie mußten sich alle sehr an den neuen Anblid erst gewöhnen. Selbst der Himmel war seltsam von dem Neuen berührt, das da in Deutsch­land geschah. Denn dies notierte der Reporter als Reaktion des Himmels auf das menschliche Wunder: Als der Dampf sich starf zu entwickeln begann, regnete es aus der sich augenblicklich bildenden Wolke durch die etwas rauhe Mongenluft auf uns herab; ja, der Gegensatz der glühenden Dämpfe und der Atmo­sphäre machte, daß zugleich ein Hagelstaub niederfiel." Als sich alles ein wenig an das Wundertier gewöhnt hatte, intonierte die Landwehrmusik den rauschenden Festmarsch, hielt Herr Bür germeister Binder die angemessene Festrede. Nun wurde der Denkstein mit der Inschrift: Deutschlands erste Eisenbahn mit Dampfkraft. 1835." enthüllt, Seiner Majestät dem Könige ein Lebehoch gebracht. Und ein Kanonenschuß verkündete den Ab­gang des ersten Zuges. Fahnen schmückten die neuen Wagen, die mit 200 Personen voll besetzt waren. Die Dampfwolfen des Schornsteines verglich der Zeitungsmann anschaulich, gelehrt und poetisch mit dem schnaubenden Ausatmen eines riesenhas­ten antidiluvianischen Stieres". Leider dauerte die Fahrt nur 9 Minuten, aber an der zweiten Fahrt konnte auch der Journa list teilnehmen. Wer zum Schwindel geneigt ist, muß es frei­lich vermeiden, die vorüber fliegenden, näher gelegenen Gegen­stände ins Auge zu fassen. Von Erschütterung ist nur soviel zu spüren, als erforderlich ist, um die Eisenbahnfahrt nicht mit einer Schlittenfahrt zu verwechseln, obschon die Empfindung der ähnlich ist, welche das Fahren in einem gut geführten Stoß­schlitten auf glatter Eisbahn verursacht. Daß man ohne Zit­tern während des Fahrens schreiben tönne, wie eine Korre spondent neulich bemerkt hat, habe ich mit mehreren meiner Nachbarn nicht bestätigt gefunden, obgleich man mit Bequem­lichkeit sich etwas notieren fann während der Fahrt." Aber das Zusehen bei der ersten Fahrt hatte ihm doch noch mehr Spaß bereitet, als die Teilnahme an der zweiten. Das Volt

Nr. 37.

bei sind( die rund 3000) Assistenz- und Volontärärzte mitgezählt. Ein starker Rüdgang macht sich im Me­dizinstudium geltend, besonders bei den weiblichen Studierenden, doch ist für Nachwuchs immer noch reich­lich gesorgt. Die Zahl der weiblichen Aerzte hat sich seit 1913 von 195 auf 1627 gesteigert. Von ihnen sind 116 Kinder- und nur 43 Frauenspezialiſtinnen, die anderen üben allgemeine Praris aus.

Die Gebühren bei der Steuerbeschwerde.

Die Gebühren betragen nach§ 289 Abs. 2 der Reichsab­gabenordnung zurzeit:

bei einem Bert ber fortigen Struer

in Cinforub. Belderte, m frotanglec

im Berufung beriabren

erriahren beifade

Gebühr

9382588

R.-M. 20

M.-M. 2

M.-M.

60

2

4

3

100

3

6

9

200

12

300

9

18

400

12

24

500

15

30

600

18

36

700

21

42

800

24

48

900

27

54

81

1000

30

60

90

1100

32

64

96

1200

34

102

1300

36

72

108

1400

38

76

114

1500

40

80

120

1600

42

126

1700

44

132

1800

46

138

1900

48

144

2000

50

150

96 100

Für die Berechnung der Gebühr ist nicht der strittige Steuer­wert( z. B. die Höhe des Einkommens), sondern der Steuerbe­trag maßgebend.

Neben den Gebühren nach vorbezeichneter Tabelle kommt noch eine Pauschalgebühr für Auslagen(§ 292 RAD.) in Höhe von 15 Prozent der Tabellengebühr in Ansatz, höchstens 50 R. Mt., mindestens 1 R.-Mt. Besondere Auslagen der Rechts­mittel bezw. Finanzbehörde werden außerdem von dieser noch gesondert in Rechnung gestellt(§ 290 RAD.).

Auswertung von Versicherungsansprüchen.

Die Ansprüche aus Versicherungen find nur zum Teil durch das Aufwertungsgesetz geregelt worden. Die übrigen haben inzwischen ihre Regelung gefunden durch die Durchführungsver ordnungen, deren letzte am 22. Mai ds. Js. erschienen ist. Da nach ergibt sich folgender Tatbestand:

Durch das Aufwertungsgesetz werden erfaßt: Lebensversicherungsverträge; als solche gelten Versicher ungen auf den Lebensfall, auf den Todesfall, Kapitalver­sicherung, Rentenversicherung, ferner Invaliditäts-, Alters, Witwen, Waisen, Aussteuer- und Militärdienst- Versicher ung, gleichviel ob auf Rapital oder Rente.

2. Kranken, Unfall. und Haftpflichtversicherungsverträge, für die nach den gesetzlichen Bestimmungen oder nach der Vorschrift der Aufsichtsbehörde vor dem 14. Februar 1924 ein Prämien Reservefonds gebildet werden mußte. Hierbei ist zu bemerken, daß Haftpflichtversicherungsverträge mit unbegrenzter Dedung nicht unter das Aufwertungsgeseh fallen; sie sind durch die Durchführungsbestimmungen ge­regelt und werden weiter unter behandelt.

Diese beiden Gruppen werden so aufgewertet, daß eine Teis lungsmasse gebildet wird, aus der nach einem bestimmten Tei­lungsplan die Versicherten befriedigt werden. In die Teilungs­masse( Auswertungsstod) fällt das gesamte aufgewertete Ber­mögen der Versicherungsunternehmungen und ein gegebenenfalls aus dem sonstigen Vermögen des Schuldners zu leistender Bei­trag.

jubelte, Pferde wurden scheu, Kinder begannen zu weinen, auch vernunftbegabte Menschen konnten ein Beben nicht unter­drücken. Am erhebendsten aber war es, zu wissen, wie herrlich weit man es mal wieder gebracht hatte.

Nürnberg Fürth lief schließlich nur über eine Strecke, die heute von elektrischen Straßenbahnen weit übertroffen wird. Nun aber trat Friedrich List mit dem Plan eines Eisenbahn­neges auf, das ganz Deutschland umfaßte. Seine Eisenbahnfarte hatte in Hersfeld und Hannover, in Leipzig und Magdeburg, besonders aber in Berlin ihre Knotenpuntte; Endstationen waren Basel, Lindau und München im Süden, Köln im Westen; die Strecken erreichten in den drei Hansestädten, in Stettin und Danzig das Meer; Breslau und Prag waren die äußersten Punkte im Südosten. Es war eine Eisenbahnfarte, der die Entwicklung Recht gegeben hat. Aber für seine Zeit war er allen seinen Landsleuten weit voraus. Zudem schickte ihn seine jämmerliche Zeit auf den Hohenafperg, von wo er nach Ame­rifa flüchtete. Als die Julirevolution ihn in die Heimat zu­rüdrief, lehnte Hamburg seine Eisenbahnpläne ab, war König Ludwig von Bayern auf seinen Donau- Main- Kanal zu sehr versessen, als daß er noch für anderes Sinn hatte. Aber Leip­zig, das ohne Wasserstraßen war, brauchte im Zollverein neue Verkehrswege. Dort fand er unternehmungsfreudige Kauf­leute in Wilhelm Senfferth, Dufour Feronce, Lampe und Gustav Harkort, dem Bruder des Westfalen Friedrich. Die gaben für anderthalb Millionen Attien aus, aber schließlich brauchte man das dreifache für die Strede Leipzig- Dresden. Schwierigkeiten waren natürlich genug vorhanden. Die Aerzte warnten. Ein menschliches Gehirn, mit solcher Geschwindigkeit durch den Raum getrieben, müsse notwendiger Weise schwindlig, verwirrt, Derrüdt werden. Und wenn jeder Reisende schließlich diese Ge­fahr auf sein eigenes Risiko nähme, dann müßte wenigstens cine vorsorgliche Landesregierung die nichtfahrenden Spazier gänger, an denen so ein Dampfzug mit solcher fürchterlichen Ge­schwindigkeit vorüberführe, vor dem Verrüdtwerden schützen.

Sonnabend, ben 11. Ge

Bei der Verteilung wer Gläubiger, die in der Zeit vo 1924 die Leistung angenommen Leistung vorher angenommen, haben. Dies ist also die glei theten.

Eine Anmeldung der Ansp zu erfolgen, die einen Vorbeha mirkung wird die Aufwertung

men.

Lo Sonntag

Frühling und Sommer, d baben uns wieder soviel Geleg derbuche der Natur zu lesen. Walten eines unsichtbaren groß

Die Spuren des Ewigen die Erde, berühren Land und Sterne, wieder zurück auf die das kleine, stille Kämmerlein i Wie draußen in blühender der Erkenntnis aufgeschlagen, f tern in einem wunderbaren Gef in jeder Sekunde dieses Leben Innern spricht eine Stimme, di ob du fragst oder nicht.

Abend ist es. Dein Tagew Arbeit ließen Dir nur vielleich Vielleicht hast du Not gelindert Weinenden die Tränen getrodn leiner lobt dich dafür.

Und doch klingt es wie ein Jm Sonnenlicht des Tages

vollbracht. Ein böser Geist hat es niemand gesehen, kein Mens Wert.

Und doch klopft einer an sein hört er die Stimme seines Klä tönen, überhören, erstiden. Der seiner Seelentüre und wenn in Stimme schwächer ist-- wen sein Mahnen lauter und mand durch das laute Pochen des läftigen Rufer je zum Schweigen mit seinem heiligen Gesetze im Wir haben ihn draußen ge feine Spuren geführt durch die

Gartenbau- und Ele In den Tagen vom 11. bi Boltshalle eine große Gartenba statt. Die erstere behandelt u. a Erzeugnisse, Gemüsebau, Blume bekämpfung, Maschinen usw. faßt 18 Gruppen und gibt einen der Elektrizität im Haushalte, Gleichzeitig mit den Ausstellu verein eine Werbewoche, verb werb, Blumentorso, Konzerten feft, auf dem Schwälmer, E Trachten vertreten sein werden.

Kassel. Der 51. Deutsche faft 1000 Abgeordneten aus all aus Desterreich besucht war, be Düsseldorf abzuhalten. Aus der dag infolge der ungeheuren St nem Verhältnis zu den Unkos Zuschußbetriebe geworden sind. verdienter Vorsitzender der ein verbände zu Ehrenmitgliedern des Rhein- Main- Gastwirteverb verbandes, Schauber in Darmst

Die ganze Strede müßte von di damit man den Zug nicht sähe weil ihm der Damm den Wind Kadi, weil nun die Bauern, waren, weniger Getreide erntet lerte. Bei Oberau wurde ein

hob das Medizinal- Kollegium Leute setzten sich bei dem plötzl Selaganfälle aus. Aber am eröffnet. Zwei Züge standen i voll besetzt. Am Fahrkartenfa geben, daß Kleider zerrissen wurde vom Reporter des Leip nister des Innern gebührend b Majestät den König ausbrachte fort und Oberingenieur Hauptn bes Zivildienstordens schmückte. festlich geschmückten Wagen ab Lokomotiven Stephenson und El rung englischer Maschinisten, brause und dem Jubel der Ehrenpforten jehlten auf der Rieja führte eine herrliche B Elbe, aber der Viadukt bei Ri let, die mit lauten Ausbrüche Großenheim begrüßte den Zug Meter lange Tunnel vor Ober Sergleute bildeten beiderseits mites ihr ,, Glück auf!" In 3ag von Equipagen eingeholt Tüden wintten. Kommunalg rat, Stadtverordnete, Regierun häuser und Kreti und Pleti un schehen. Die Dresdener Gasthöf

dem Bahnbau, 7000 Frembe b

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