Sonnabend, den 10. April 1926.
Eine Gefallenen- Gedenkfeier
bei Sturm und wilder See.
An Bord des deutschen Segelschiffes„ Barma" der Reederei Laeiß( Hamburg), einer 2882 Rtrgt. großen Biermastbart, macht zur Zeit der Kapitänleutnant a. D. Günther Plüschow, bekannt als„ Flieger von Tsingtau", eine Reise als Gaft und zu schriftstellerischen Zweden mit. Am 23. Rovember D. Js. schreibt Plüschow, nach dem Nachrichtenblatt der Marineoffiziers- Bereinigung vom 3. März d. Js., an den Chef der deutschen Marineleitung folgendes:„ Am heutigen Sonntag hat die Biermastbark ,, Barma" der Reederei F. Laeiß( Hamburg), Kapitän Töpper, auf der Ausreise von Hamburg nach Chile, am 75. Geetage, zu Ehren und im Gedenken der Helden des Kreuzergeschwaders die Flagge gelegt und den Tag über wehen lassen. Trotz schweret Sturmes, der uns besonders bei der Einfahrt zur Le- MaireStraße beim Umbiegen uns Kap San Diego mit orfanartiger Stärke überfiel, wurde mittags von der fleinen, aus fünf Mann bestehenden Bordkapelle, das Flaggenlied" und das„ Deutschlandlied" gespielt, während die Flagge vom ersten Offizier und von mir gebippt wurde. Die Bejayung nahm ergriffen Anteil an dieser schlichten, aber unter diesen Umständen um so ergreifen der wirkenden Ehrung für die gefallenen Kameraden. Rur Minuten später wurde das Schiff von beiden Seiten von Wellenbergen begraben, die das ganze Schiff bis zum Schanzkleid mit Wasser füllten und das Ded eins machten mit der kochenden See da draußen. Bis zum Hals im Wasser stehend, von schweren Brechern dauernd überschüttet, führte die Besatzung in vorbildlicher Weise die bewundernswert ruhig gegebenen Befehle des Kapitäns aus, der die Parma" troy wiederholter drohender Lage nach zwölfftündigem Kampfe durch die Le- Maire- Straße hindurchgeführt hat.
Ich glaube, Euer Exzellenz von diesem Verhalten des Kapitäns sowie seiner waderen Offiziere und Mannschaft, die bewiesen haben, daß in ihnen noch ein gut Stüd des alten, deuts schen Marinegeistes stedt, Meldung machen zu dürfen. Mögen alle deutschen Schiffe, die die Gegend des Falklands passieren, dem Beispiel der„ Parma" folgen, dann werden unsere toten Helden nicht vergessen werden".
130 000 polnische Landarbeiter für Deutschland. Die Schlesische Volkszeitung" vom 17. März 1926 meldet aus Warschau: In den nächsten Tagen begibt sich ein Transport von 50 000 polnischen Arbeitern_zu landwirtschaftlichen Arbeiten nach Deutschland. Die Gesamtzahl der polnischen Landarbeiter, die sogenann ten ,, Sachsengänger", die dieses Jahr nach Deutschland gehen sollen, beträgt 130 000. Die 50 000 Mann stellen den ersten Transport dar, der Rest folgt später." Angesichts dieser Zahlen ist jedes Wort überflüssig. Was hier aufs Empfindlichste offenkundig notleidet, ist sowohl das deutsche als auch das evangelische Interesse!
Die deutschen Jugendverbände.
Interessante Wandlungen innerhalb der deutschen Jugend zeigt das zahlenmäßige Bild der in Bünden organisierten deutschen Jugendverbände, deren Gesamtzahl bekanntlich 3 Millionen Mitglieder übersteigt. Jm ganzen ist dabei ein Zug der Verinnerlichung unverkennbar. Während beispielsweise die beiden großen evangelischen Jugendverbände( Reichsverband der ev. Jungmännerbünde Deutschlands und verwandter Bestrebungen und Evang. Verband für die weibliche Jugend Deutschlands) in stetig ansteigendem Wachstum jetzt eine Mitgliedschaft von 400 000 überschritten haben, flagt die sozialistische Arbeiterjugend, die nach der Vereinigung mit den Unabhängigen reichlich 100 000 Mitglieder zählte, in der Dezembernummer ihrer Zeitschrift über Mitgliederrüdgang. Dabei wird mit Recht hervorgehoben, daß politische und wirtschaftliche Nöte nicht allein den Grund für solchen Rückgang bilden können, treffen sie doch die werftätige Jugend in gleicher Weise hier wie dort. Wie weit der Hinweis auf die Konkurrenz anderer politischer Jugendorganisa tionen zutreffend ist, entzieht sich der Beurteilung. Zweifellos richtig ist es aber, wenn auf ,, eine gewisse Müdigkeit und Nachlässigkeit" hingewiesen wird, die ein Anzeichen dafür sein dürfte, daß die Politisierung der Jugend doch nur ein vorübergehendes Treibhausgewächs war.
Periode") sind nachgewiesen. Die eigentliche Burg, der Haupt teil, um den sich die äußeren Befestigungen erst im Laufe späterer Zeiten gruppiert haben, bildet ein Dreieck. Hohe Gebäude der gotische Pallas, der Stallflügel, der 1705 nach einem großen Brand entstandene„ Rheinbau" umgeben den kleinen Hof, aus dessen Mitte, auf dem dort zu Tage stehenden Felsgipfel ge gründet, der Bergfried emporragt. Der Torturm und in der südlichen Ecke der„ Kaiser- Heinrich- Turm" erhöhen die Großartigkeit des Bildes. Der eben genannte Kaiser ist Heinrich IV., von dem die Sage erzählt, er habe, als er vor seinem Sohne fliehen mußte, auf der Marksburg Schutz gesucht. Von der Außenseite des Heinrichsturmes stromabwärts gesehen, wirft die Masse der Burg besonders kraftvoll und gewaltig. In diesem Turme befindet sich die alte Burgkapelle, die der Ehre des hl. Evangelisten Markus gewidmet war. Sie ist ein kunstvoll gewölbter Raum, erbaut 1437.
Besonders interessant sind die Räume im Pallas. Da sieht man im Untergeschosse die alte Burgküche und den Kelterraum. Im Obergeschosse prangt ein mit schönen Wandvertäfelungen geschmückter Wohnraum, der in alter Zeit das fürnembste Gemach" hieß. Sehenswert ist ein großer Saal, in dem Figuren in Ritterrüstungen aufgestellt sind sie gehören zu der auf der Marksburg befindlichen, überaus wertvollen Gimbel'schen Waffensammlung. Auch eine Sammlung von alten traulichem Hausgerät aus Braubach ist in der Burg untergebracht, sowie die an wichtigen Büchern und Bildwerken reiche Bibliothek der ..Vereinigung zur Erhaltung deutscher Burgen".
Denn Eigentum dieser Vereinigung ist die Marksburg seit dem Jahre 1899. Sie erwarb das in Verfall geratene kostbare Denkmal alter deutscher Geschichte und Kunst. Um die Wieder
,, Gießener Zeitung"
Die Reichsgesundheitswoche kommt. Ueberall im Reiche regen fich die Borbereitungen für die vom 18. bis 25. April geplante Reichsgesundheitswoche. Nicht nur in den Großstädten, sondern auch in den kleineren und kleinsten Städten wird von Behörden, Berbänden, Organisationen, in den Schulen usw. alles mobil gemacht, um der breitesten Deffentlich feit durch Veranstaltungen und Darbietungen aller Art die Notwendigkeit und den Wert der Gesundhaltung klarzumachen.
Reichsregierung und Reichstag haben sich einstimmig und einmütig für das große gesundheitliche Aufklärungswert der Reichsgesundheitswoche eingesetzt. Die Reichsgesundheitswoche ist eine der wenigen öffentlichen Maßnahmen, die von allen Parteien ohne Unterschied gebilligt worden ist und für die alle Barteien, alle Stände, alle Konfessionen die ihnen zugehörigen Kreise zur Mitarbeit herangezogen haben. Ein Zeichen, wie die Gesundheit einen jeden von uns angeht und wie sie als Allge meinerscheinung für wertvollstes Bollsgut gehalten wird.
Die Beranstaltungen in der Reichsgesundheitswoche werden jehr mannigfaltig sein. Bermieden worden ist alle, was schreden und ängstigen kann. Vielmehr sollen die Freude an der Gesundheit und der Wille zum Gesundbleiben angeregt und gehoben werden. Krankheiten und ihre Schrednisse sieht jeder in seiner Umgebung genug. Die Reichsgesundheitswoche jetzt diese Kennt nisse voraus und verlangt umso mehr von den Gesunden das Verständnis für die Vorbeugung und Berhütung der Krankheiten. Als praktischer Zwed soll durch die Reichsgesundheitswoche die Errichtung sogenannter Gesundheitsmuseen erreicht werden, in denen ein jeder einen flaren Ueberblick über das Wesen der Krankheiten und ihre Berhütung erhalten kann.
13 288 Selbstmorde jährlich.
Das Statistische Reichsamt hat soeben eine Aufstellung abgeschlossen, nach der im Jahre 1923 in Deutschland 13 288 Menschen Selbstmord begangen haben. 13 288 Menschen bilden zusammen eine Stadt oon an sehnlicher Größe. Eine ganze solche Stadt vernichtet sich freiwillig im Deutschen Reiche innerhalb eines Jahres. Jeder fünftausendste Mensch in Deutschland legt rejigniert sein Leben beiseite. Das wirft einen tiefen Buick in die sozialen und religiösen Zustände unserer Zeit.
Um die Weihnachtszeit haben die Selbstme: de immer zugenommen, alles bisherige aber übertrifft die 3iffer, die innerhalb sieben Tagen, nämlich vom 13. bis 19. Dezember, von Berlin gemeldet ist: 74 Selbstmorde und Selbstmordversuche! Und wieviele mögen nicht zur Kenntnis des Polizeipräsidiums gelangt sein, weil die Opfer nicht gleich gestorben sind. Unheilbare Krankheiten, Liebeskummer, Arbeitslosigkeit, finanzielle Bedrängnis, Trunksucht, Familienstreitigkeiten werden als Gründe angegeben.
Studienausflug nach Hamburg.
Die Vogtsche Handelsschule, Gießen, trat am 19. März 1926 nach Abschluß ihres Schuljahres eine Studienfahrt von sechstägiger Dauer nach Hamburg an, um ihren Schülern und Schülerinnen auch in praktischer Hinsicht einen Einblick in das Wirtschaftsleben zu vermitteln. Eine Rundfahrt im Hafen mit anschließender Besichtigung des Dampfers Deutschland" gab den Schülern eine lebhafte Vorstellung von der Bedeutung des internationalen Handelsverkehrs. Das gesamte Hafenbild mit seinen viel verzweigten Hafenanlagen, den Landungsbrücken, Lagerhäusern, Schiffswerften usw. tonnte genau in Augenschein genommen werden. Bei regem Interesse der Schüler wurde eine Dampferfahr elbabwärts bis Cughaven unternommen, um den Berkehr der ein- und ausfahrenden Schiffe zu beobachten. Zahlreiche Rundgänge durch die Stadt sowie Besuche der Getreideund Wertpapierbörse und der großen Hamburger Warenhäuser von Karstadt und Tietz vervollständigten den Gesamteindruck der nicht im Getriebe einer Großstadt aufgewachsenen Schüler. Gute Unterkunft bot die gastlich und freundlich eingerichtete Hambur ger Jugendherberge. Seinen Abschluß erhielt der Besuch der Stadt durch eine Alstervergnügungsfahrt im Lichterglanz der Abendbeleuchtung. Die Heimfahrt fand bei bester Stimmung in der Ueberzeugung statt, wirklich etwas Schönes, Interessantes und für die Bildung Wertvolles erlebt zu haben. Die Kosten waren dank der getroffenen guten Vorbereitungen und dank der angeknüpften Beziehungen verhältnismäßig gering und fonnten von den teilnehmenden Schülern mit Hilfe eines angelegten Sparkontos, auf welches schon während des vergangenen Schuljahres laufend eingezahlt worden war, leicht getragen werden.
| herstellung aber schuf sich der berühmte Berliner Baukünstler Professor Bodo Ebhardt Verdienste, die nicht hoch genug anzu schlagen sind. Er hat auch andere deutsche Burgen wieder zu Schönheit und Ansehen gebracht. So die Veste Coburg in Bayern und die Hohkönigsburg im Elsaß. Ebhardt's großartige Leistung an der Marksburg verdient ernstlichste Beachtung; besonders wer selbst vom Baufach ist, findet da mancherlei Anregung und Belehrung.
Ebhardt's Werk ist auch die neue Burgschenke, die sich in das Bild des Altertums so natürlich einfügt. Das ist nun ein Ort zu gar behaglicher Raft bei goldenem Wein vom Rhein. Dort mögen wir auch der Geschichte der Burg nachsinnen. Wie sie nach Anfängen, die in Dunkel gehüllt bleiben, im frühen Mittelalter den Grafen Don Eppenstein, dann denen don Katzenelnbogen gehörte, seit dem 15. Jahrhundert hessisch wurde und Macht und Ehre behauptete, bis sie endlich nur noch als Invalidenhaus und Gefängnis benutzt, ein ruhmloses Dasein fristete. Jm 19. Jahrhundert tam fie in den Besitz der preußischen Krone, dann, wie schon gesagt, in den der Vereinigung“. Nun mögen ihr wieder frohe Zeiten beschieden sein und ein glückliches Alter.
Streit und Kampf sind immer vorüber für sie. Aber deshalb braucht sie doch nicht alt zu sein. Auf die Zahl der Jahre kommt es bekanntlich nicht an.*)
*) Nicht verfehlen wollen wir darauf aufmerksam zu machen, daß in der Marksburg augenblidlich eine große Aus stellung von Altertümern ist, die sicher dazu beitragen wird, das Innere der Burg noch wesentlich stimmungsvoller zu gestalten. Der Besuch der Martsburg tann allen Freunden der deutschen Heimat nur aufs lebhafteste empfohlen werden. Wegen etwaiger Auskünfte wende man sich an den Burghauptmann Oberstleutnant a. D. Grüneberg.
Verkehrs- Vorschriften für Radfahrer.
Nr. 15.
Das Polizeiamt schreibt uns zu dem Radfahrverkehr:
Da die Vorschriften über das Verhalten der Radfahrer auf der Straße Dor allem in engen und belebten Verkehrsstraßen von vielen Radfahrern immer noch nicht beachtet werden, gibt das Polizeiamt die wichtigsten Bestimmungen der Berordnung über den Radfahrverkehr vom 6. Mai 1907 und 28. Oftober 1919 zu genauer Beachtung erneut bekannt.
Die Polizeibeamten find angewiesen, gegen Zuwiderhandlungen unnachfichtlich einzuschreiten.
Wir verweisen noch besonders auf unsere Erläuterungen zu 3iffer 1 und 8: 1. Jedes Fahrrad muß mit einer sicher wirkenden Hemmoor= richtung, mit einer helltönenden Glode zum Abgeben von Warnungszeichen und während der Dunkelheit, sowie bei startem Rebel mit einer hellbrennenden Laterne mit farb lojen Gläsern versehen sein, die den Lichtschein noch vorn auf die Fahrbahn wirft.( Jedes Rad muß mit einer Laterne versehen sein. Es genügt nicht, wenn der vorderste von mehreren Radjahrern eine brennende Laterne an seinem Rad hat.)
2. Jeder Radfahrer ist zur gehörigen Vorsicht bei der Leitung seines Fahrrades verpflichtet.
Die Fahrgeschwindigkeit ist jedenfalls so einzurichten, daß Unfälle und Verkehrsstörungen vermieden werden.
Innerhalb geschlossener Ortsteile darf nur mit mäßiger Geschwindigkeit gefahren werden.
Auf unübersichtlichen Wegen, insbesondere nach Eintritt der Dunkelheit oder bei starkem Rebel beim Einbiegen aus einer Straße in die andere, bei Straßenkreuzungen, bei schar fen Straßentrümmungen, bei der Ausfahrt aus Grundstücken, die an öffentlichen Wegen liegen, und bei der Einfahrt in solche Grundstüde, ferner beim Passieren enger Brücken und Tore, sowie schmaler oder abschüssiger Wege, sowie da, wo die Wirkung der Bremse durch die Schlüpfrigkeit des Weges in Frage gestellt ist, endlich überall da, wo ein leb hafter Verkehr stattfindet, muß langsam und so vorsichtig ge fahren werden, daß das Fahrrad nötigenfalls auf der Stelle zum Halten gebracht werden kann. In allen diesen Fällen, sowie bei jedem Bergabfahren, ist es verboten, beide Hände gleichzeitig von der Lenkstange oder die Füße von den Pe= dalen zu nehmen.
3. Der Radfahrer hat entgegentommende, zu überholende, in der Fahrtrichtung stehende oder die Fahrtrichtung kreuzende Menschen, insbesondere die Führer von Fuhrwerken, Reiter, Viehtreiber usw. durch deutlich hörbares Glodenzeichen recht zeitig auf das Nahen des Fahrrades aufmerksam zu machen. Auch an unübersichtlichen Stellen( 3. 2 Abs. 4) ist das Glockenzeichen zu geben. Das Abgeben des Glockenzeichens ist sofort einzustellen, wenn Tiere dadurch unruhig und scheu
werden.
Zweckloses und belästigendes Klingeln ist zu unterlassen. Der Gebrauch von Signalpfeifen, Hupen und beständig tönenden Gloden( Schlittengloden und dergl), sowie von sog. Radlaufglocken, ist untersagt.
Merkt der Radfahrer, daß ein Tier vor dem Fahrrade scheut, oder daß sonst durch das Vorbeifahren mit dem Fahr rade Menschen oder Tiere in Gefahr gebracht werden, so hat er langsam zu fahren und erforderlichenfalls sofort abzusteigen.
4. Das Einbiegen in eine andere Straße hat nach rechts in furzer Wendung, nach links in weitem Bogen zu erfolgen.
5. Der Radfahrer hat bei der Fahrt die rechte Seite der Fahr. bahn einzuhalten und entgegenkommenden Fuhrwerken, Kraftfahrzeugen, Reitern, Radfahrern, Fußgängern, Vieh transporten oder dergl. rechtzeitig oder genügend nach rechts auszuweichen, oder, falls dies die Umstände oder die Dertlichkeit nicht gestatten, solange abzusteigen, bis die Bahn frei ift.
6. Das Vorbeifahren an eingeholten Fuhrwerken, Kraftfahrzeugen, Reitern, Radfahrern, Fußgängern, Viehtransporten oder dergl. hat auf der linken Seite zu erfolgen.
An unübersichtlichen Stellen( 3. 2 Abs. 4), sowie überall, wo die Fahrbahn durch Fuhrwerte, Kraftfahrzeuge usw. derengt ist, ist das Ueberholen verboten.
7. Das Radfahren ist, außer auf den für den Radfahrverkehr eingerichteten besonderen Wegen( Radfahrwegen) nur auf den für Fuhrwerke bestimmten Wegen und Plätzen gestattet.
Neues aus dem japanischen Leben
und der Japan Mission.
Ben Missionsdirektor D. Dr. Witte.
2. Fortsetzung.
Das große Bolt, bis in die höchsten Kreise, hinein, hat an diesem Phantheismus kein Genüge, und da die eine Gottheit ihnen keine persönliche Gemeinschaft und keine Hilfe geben kann, weil sie ja unpersönlich und unberührt über allem thront, ſo suchen sie Halt, Silfe und Frieden bei den vielen Göttern, in denen von ihnen das Ewige als wirklich und lebendig geglaubt wird. Das mutet nun ganz eigenartig an, wenn man das sieht, wie jetzt im 20. Jahrhundert dies fluge Bolt zu den vielen, in Wirklichkeit toten Göttern betet. Im Inland, am Meer, da, wo die Sonnengöttin ihren großen Tempel hat, stehen sie ganz früh in der Dämmerung. Wenn dann der Sonnenball dem Ozean entsteigt, legen sie die Hände flach aneinander, neigen das Haupt und beten die Sonne an. Tausende stehen da, oft dicht gedrängt, Kopf an Kopf, eine große, andächtige Menge. wundervoll verzierten, vergoldeten Altarschreinen stehen die Buddhafiguren im Hintergrund der stillen, weihevollen Tempel hallen. Da liegen sie auf ihren Knien, werfen ein Geldſtüd in den Altarraum, beugen das Haupt bis zur Erde und murmeln ihre Gebete oder sprechen in vielfacher Wiederholung das heilige Wort ihrer religiösen Sehnsucht:„ Namu Amida butsu", ,, Amida Buddha, du unsere Zuflucht". Und dieser Amida ist doch nur eine Phantasiegestalt, die nicht gelebt hat. Der Lehre nach ist er die Idee der erbarmenden Buddhaliebe, dem Bolle ist er ein Gott, zu dem man betet.
In
Sonnabend, den 10. April
Außerhalb der geschlossenen Du Zweirädern auch auf den neben nicht erhöhten Banketten stattfi
Das Radfahren auf solchen F gestatten, ist außerhalb der Dr jegung zulässig, daß die Radfah angemejener Entfernung auswe und nötigenfalls absteigen.
& Das Umtreifen von Fuhrwerten ähnlichen Bewegungen, die gee Eigentum zu gefährden, den V scheu zu machen, sind verboten.
Als solche Radfahrbewegungen belebten oder abschüssigen Berfe gefeßen: Unnötiges Hin- und Herfahre im Seltersweg vorkommt, das Berjon( nicht kleiner Kinder) o das Lenken, Ausweichen und Fahren auf einem Pedal, das Fo neben einem Straženbahnwage und dergl.
9. Auf den Halieruf oder das 5 fenntlichen Polizeibeamten hat zuhalten.
10. Juwiederhandlungen gegen diese § 366 3iffer 10 des Reichsstraf
Lotal
Berlehrungen gegen Beschädig bei Bornahme von Dachbederarbei Wahrnehmung gemacht worden, d nahme von Dacharbeiten, nachdem treffenden Gebäudes die üblichen haben, ohne weiteres Ziegel- und C herunter werfen. Die hierdurch he fährdung der Vorübergehenden ver Handwerker darauf aufmerksam zu nahme von Dach- und Hausreparat nur Warnungszeichen aufzustellen, so treffen, um das Herabfallen von Zi verhindern. Insbesondere sind wäh en der unteren Dachkante Bretterv trinen Umständen dürfen, auch wer hellt sind, Ziegel- oder Schieferstüd geworfen werden. Solche Gegenstän aber dergl. zu sammeln und herun lungen haben Bestrafung zur Folge. Solizeiamt, die Warnungszeichen Bolizeibeamten find angewiesen, die ten zu überwachen und gegen Zuwid heben. Passanten, welche durch her leht oder gefährdet werden sollten, Solizei- Revier alsbald hiervon Anze terhalt sofort festgestellt werden kan * Eilbriefe rot durchkreuzen. C
Gilboten
nicht als Eilbriefe erkannt werden. anger durch den genannten Vermer Kreuz über die ganze Aufschrift hir Es soll auch die Absicht bestehen, großen Bostämter besondere Briefti anzubringen.
Steigerung der Unfallrenter
14. Juli 1925( 3weites Gesetz über persicherung) ist bekanntlich eine Erh funftigen Aufwendungen der Berufsg as 1. Juli 1925 erfolgt. In welchem haus einem Vergleich der Beträge genollensaften für die Zahlungen Soft für ihre Rechnung auszahlt. B gmossenschaften waren diese Zahlung auf 6,66 Millionen R.-Mt. monatlid fetgefest auf 12 Millionen R.-Mt. m
non 82,5 Prozent rührt im wesentli Senten her, da die Erhöhung der üb bringt, fich zur Zeit noch weniger au
Der Binzuru, ein Heilgott, der gege trielt der Götterfigur das Glied, mast, und dann schnell den eigene betet, so sucht man Hilfe. In Liel
olet anderem häuslichen Leid geht bindet ihm ein Stüd roten Unterr
tut man sogar auch bei den Buddha Man fhreibt die Wünsche auf ein S jalammen u. bindet es dem Fuchsgott
in die Gitter vor den Altären and un einen Zweig eines heiligen Ba mem Holzstäbchen und stedt dies Soben des Tempelparts. Viele Ta man längt der Wege. Da ist der Di der Mütter und der Kinder, darges mit einem langen Stabe. Auch ihm Lithen um, stedt Bisitenkarten an se Tutter bringt einen burlochten St Geburt. Eine andere wünscht reichlic
Rind, fie bringt zwei Frauenbrüste, tellt als Gaben fleine Fuchsfiguren Vpiermasse oder Porzellan, oder Pferde, Rinder, Schlangen und fühlt auch die Unreinheit des Men her. So fpült man den Mund aus icht Heiligungsbäder. Man nimi eine Menschenfigur geschnitten, der m prehen, die den Beter bedrüät. D fiqur in einen Bach, so geht die Schu Aber es gibt unzählige G a man beim rechten Gott w
In beiden Religionen gibt es ungezählte Götter. Da ist


