schriften für Radfahrer.
Str. 15.
bt uns zu dem Radfahrverkehr: ber das Verhalten der Radfahrer auf in engen und belebten Verkehrs: Radfahrern immer noch nicht beachtet amt die wichtigsten Bestimmungen der adfahrverkehr vom 6. Mai 1907 und auer Beachtung erneut bekannt. find angewiesen, gegen Zuwiderhand zuschreiten.
esonders auf unsere Erläuterungen zu
mit einer sicher wirkenden Hemmoor Iltönenden Glode zum Abgeben von während der Dunkelheit, sowie bei er hellbrennenden Laterne mit jarb sein, die den Lichtschein noch vorn auf ( Jedes Rad muß mit einer Laterne nügt nicht, wenn der vorderste von
eine brennende Laterne an seinem
ir gehörigen Vorsicht bei der Leitung lichtet.
teit ist jedenfalls so einzurichten, daß
törungen vermieden werden.
er Ortsteile darf nur mit mägiger n werden.
Wegen, insbesondere nach Eintritt
i starkem Rebel beim Einbiegen aus
Dere, bei Straßenfreuzungen, bei har
n, bei der Ausfahrt aus Grundstüden, egen liegen, und bei der Einfahrt in er beim Passieren enger Brücken und Oder abschüssiger Wege, sowie da, wo cemse durch die Schlüpfrigkeit des It ist, endlich überall da, wo ein leb Det, muß langsam und so vorsichtig geFahrrad nötigenfalls auf der Stelle Derden kann. In allen diesen Fällen, bfahren, ist es verboten, beide Hände enstange oder die Füße von den Pentgegenkommende, zu überholende, in ende oder die Fahrtrichtung kreuzende die Führer von Fuhrwerken, Reiter, deutlich hörbares Glockenzeichen recht des Fahrrades aufmerksam zu machen. ichen Stellen( 3. 2 Abs. 4) ist das n. Das Abgeben des Glockenzeichens wenn Tiere dadurch unruhig und scheu
stigendes Klingeln ist zu unterlassen. Signalpfeifen, Supen und beständig ittengloden und dergl), sowie von sog. erfagt.
cer, daß ein Tier vor dem Fahrrade durch das Vorbeifahren mit dem Fahr Tiere in Gefahr gebracht werden, so hren und erforderlichenfalls sofort ab
e andere Straße hat nach rechts in fur nfs in weitem Bogen zu erfolgen. zi der Fahrt die rechte Seite der Fahr. und entgegenkommenden Fuhrwerken, tern, Radfahrern, Fußgängern, ViehJl. rechtzeitig oder genügend nach rechts alls dies die Umstände oder die Dert, solange abzusteigen, bis die Bahn frei
an eingeholten Fuhrwerken, Kraftfahrdfahrern, Fußgängern, Viehtransporten der linken Seite zu erfolgen.
n Stellen( 3. 2 Abs. 4), sowie überall, rch Fuhrwerke, Kraftfahrzeuge usw. vererholen verboten.
außer auf den für den Radfahrverkehr eren Wegen( Radfahrwegen) nur auf estimmten Wegen und Plägen gestattet.
em japanischen Leben r Japan- Miffion.
nsdirektor D. Dr. Witte.
Sonnabend, den 10. April 1926.
Außerhalb der geschlossenen Ortschaften darf das Fahren mit 3weirädern auch auf den neben den Fahrwegen hinführenden nicht erhöhten Banketten stattfinden.
Das Radfahren auf solchen Fußwegen, die das Ausweichen gestatten, ist außerhalb der Ortschaft unter der Vorausjetzung zulässig, daß die Radfahrer stets den Fußgängern in angemessener Entfernung ausweichen, den Fußweg freilassen und nötigenfalls absteigen.
8. Das Umtreifen von Fuhrwerten, Menschen und Tieren und ähnlichen Bewegungen, die geeignet sind, Menschen oder Eigentum zu gefährden, den Verkehr zu stören, oder Tier scheu zu machen, sind verboten.
Als solche Radjahrbewegungen werben z. B. in engen oder belebten oder abschüssigen Verkehrsstraßen insbesondere an gesehen:
Unnötiges Hin und Herfahren, wie es besonders häufig im Seltersweg vorkommt, das Mitnehmen einer zweiten Person( nicht fleiner Kinder) auf einem Fahrrad, wodurch das Lenken, Ausweichen und Anbaiten erschwert wird, das Fahren auf einem Pedal, das Fahren unmittelbar hinter ober neben einem Straßenbahnwagen oder anderen Fahrzeugen und dergl.
9. Auf den Halteruf oder das Haltezeichen eines als solchen tenntlichen Polizeibeamten hat jeder Radfahre: sofort an zuhalten.
10. Zuwiederhandlungen gegen diese Vorschriften werben gemäß
§ 366 3iffer 10 des Reichsstrafgesetzbuches bestraft.
Lokales.
* Borkehrungen gegen Beschädigungen der Straßenpassanten bei Bornahme von Dachdederarbeiten. Es ist wiederholt die Wahrnehmung gemacht worden, daß Dachbeder bei der Vornahme von Dacharbeiten, nachdem sie an beiden Enden des betreffenden Gebäudes die üblichen Warnungszeichen aufgestellt haben, ohne weiteres Ziegel- und Schieferstüde auf die Straße herunter werfen. Die hierdurch hervorgerufene erhebliche Gefährdung der Vorübergehenden veranlaßt uns, die betreffenden Handwerker darauf aufmerksam zu machen, daß sie bei Vornahme von Dach und Hausreparaturen verpflichtet sind, nicht nur Warnungszeichen aufzustellen, sondern alle Vorkehrungen zu treffen, um das Herabfallen von Ziegel- und Schieferstüden zu Derhindern. Insbesondere find während der fraglichen Arbeiten an der unteren Dachkante Brettervorlagen anzubringen; unter leinen Umständen dürfen, auch wenn Warnungszeichen aufge= stellt sind, Ziegel- oder Schieferstüde absichtlich auf die Straße geworfen werden. Solche Gegenstände sind vielmehr in Körben ober bergl. zu sammeln und herunterzutragen. Zuwiderhandlungen haben Bestrafung zur Folge. Das Publikum ersucht das Polizeiamt, die Warnungszeichen gehörig zu beachten. Die Bolizeibeamten find angewiesen, die Beachtung obiger Vorschrif ten zu überwachen und gegen Zuwiderhandelnde Anzeige zu erheben. Passanten, welche durch herabfallende Gegenstände verletzt oder gefährdet werden sollten, wollen auf dem zuständigen Polizei- Revier alsbald hiervon Anzeige machen, damit der Sachverhalt sofort festgestellt werden kann.
* Eilbriefe rot burchkreuzen. Eilbriefe haben trotz der Aufschrift ,, Durch Eilboten zu bestellen" oft die Eigenschaft, daß sie nicht als Eilbriefe erkannt werden. Deshalb sollen sie ab 1. April außer durch den genannten Vermerk durch ein rotes liegendes Kreuz über die ganze Aufschrift hinweg gekennzeichnet werden. Es soll auch die Absicht bestehen, in den Schalterräumen der großen Postämter besondere Briefkästen für Eilbriefsendungen anzubringen.
,, Gießener Zeitung"
* Ein seltenes Jubiläum feierten am 31. März ds. Js. die bekannten Odol- Werke( Lingner- Werke) in Dresden. An diesem Tage
gehörte der Leiter der wissenschaftlichen Abteilung, Dr. Greimer, der auch in Gießen eine bekannte Persönlichkeit ist, 25 Jahre den Odol- Werken an und am gleichen Tage konnten die Prokuristen Flache und Krauß auf eine 30jährige Tätigkeit bei den Odol- Werken zurücbliden. Wir gratulieren den OdolWerken zu solchen Mitarbeitern!
* Steigerung der Unfallrenten. Durch ein Gesetz dom 14. Juli 1925( 3weites Gesetz über Aenderungen in der Unfallversicherung) ist bekanntlich eine Erhöhung der Unfallrenten und sonstigen Aufwendungen der Berufsgenossenschaften mit Wirkung ab 1. Juli 1925 erfolgt. In welchem Maße das geschehen ist, läßt sich aus einem Vergleich der Beträge entnehmen, die die Berufs= genossenschaften für die Zahlungen zu erstatten haben, die die Post für ihre Rechnung auszahlt. Bei den gewerblichen Berufs= genossenschaften waren diese Zahlungen im Juni 1925 festgesetzt auf 6,66 Millionen R.-Mt. monatlich, ab 1. April d. Js. sind sie festgesetzt auf 12 Millionen R.-Mt. monatlich. Diese Steigerung von 82,5 Prozent rührt im wesentlichen aus der Erhöhung der Renten her, da die Erhöhung der übrigen Lasten, die das Gesetz bringt, sich zur Zeit noch weniger ausgewirkt hat.
* Berein ehemaliger 116er. Heute abend 8,15 Uhr findet im Postkeller die Generalversammlung statt.
der Binzuru, ein Heilgott, der gegen Krankheiten hilft. Man streichelt der Götterfigur das Glied, das einem selbst Schmerzen macht, und dann schnell den eigenen Körper, opfert Geld und betet, so sucht man Hilfe. In Liebessorgen, bei Kinderlosigkeit oder anderem häuslichen Leid geht man zum Fuchsgott. Man bindet ihm ein Stüd roten Unterrodstoff um den Hals, das tut man sogar auch bei den Buddhas darauf muß er helfen. Man schreibt die Wünsche auf ein Stüd Papier, faltet es schmal zusammen u. bindet es dem Fuchsgott um die Beine oder knotet es in die Gitter vor den Altären anderer Götter oder bindet es um einen Zweig eines heiligen Baumes oder befestigt es an einem Holzstäbchen und steckt dies kleine Fähnchen in den Boden des Tempelparts. Viele Tausende solcher Zettel findet man längst der Wege. Da ist der Djisso, der Gott der Wanderer, der Mütter und der Kinder, dargestellt als eine Mannesfigur mit einem langen Stabe. Auch ihm bindet man weiße und rote Lätzchen um, stedt Visitenkarten an seinen Altar. Eine hoffende Mutter bringt einen durchlochten Stein, sie wünscht eine leichte Geburt. Eine andere wünscht reichlichere Mutternahrung für ihr Kind, sie bringt zwei Frauenbrüste, aus Stoff geformt. Man stellt als Gaben kleine Fuchsfiguren hin, auch kleine Rinder aus Papiermasse oder Porzellan, oder opfert Holztafeln, auf denen find Pferde, Rinder, Schlangen und Fische bunt aufgemalt. Man fühlt auch die Unreinheit des Menschen dem Göttlichen gegenüber. So spült man den Mund aus, reinigt die Hände und vollzieht Heiligungsbäder. Man nimmt ein Stüd Papier, wie eine Menschenfigur geschnitten, der muß der Priester alle Sünden zusprechen, die den Beter bedrückt. Dann wirft man die Papierfigur in einen Bach, so geht die Schuld hinweg.
is in die höchsten Kreise, hinein, hat an kein Genüge, und da die eine Gottheit Gemeinschaft und keine Hilfe geben kann, hund unberührt über allem thront, so nd Frieden bei den vielen Göttern, in vige als wirklich und lebendig geglaubt ganz eigenartig an, wenn man das hrhundert dies kluge Volk zu den vielen, ttern betet. Im Inland, am Meer, da, ren großen Tempel hat, stehen sie ganz ng. Wenn dann der Sonnenball dem die Hände flach aneinander, neigen das Sonne an. Tausende stehen da, oft dicht pf, eine große, andächtige Menge. In vergoldeten Altarschreinen stehen die tergrund der stillen, weihevollen Tempelauf ihren Knien, werfen ein Geldſtüd in das Haupt bis zur Erde und murmeln rechen in vielfacher Wiederholung das ligiösen Gehnsucht:„ Namu Amida butsu", nsere Zuflucht". Und dieser Amida ist doch talt, die nicht gelebt hat. Der Lehre nach barmenden Buddhaliebe, dem Volke ist er betet. onen gibt es ungezählte Götter. Da ist
ob
Aber es es gibt unzählige Götter. Nie weiß man, man beim rechten Gott war, ob man sich nicht
Auf zur Tat!
Glückhaftes Schiff! Vor einem Jahre Berließest du das deutsche Land;
Du trugst den Ruhm von deutscher Arbeit In alle Welt, von Strand zu Strand. Es schlugen höher unsere Herzen, Die atemvolle Brust gespannt,
Mit tausend Wünschen, tausend Schmerzen, Dir, unser Zukunft Unterpfand.
Und heute tritt die harte Frage Erneut an ein verarmtes Volk: Soll so die deutsche Luftfahrt enden, Verloren sein, was wir gewollt? Nein, niemals werden wir verzagen, In Not und Unglüd nun erst recht! Wir wollen jedes Opfer tragen Ein unerschütterlich Geschlecht.
Du leuchtend Bild im Flug der Sonne Zeigst uns den neuen Weg empor! Aus Unglüd, Schicksalsschlag, Vernichtung Stiegst sieghaft du verjüngt hervor. So sei's auch heut! Mit eurer Gabe Schafft neu, was die Vergangenheit geraubt, Beweist mit euerm Opferwillen,
Daß ihr an Deutschlands Zukunft glaubt.
Ans Nah und Fern.
Lang- Göns. Die Maul- und Klauenseuche hier ist erloschen und der Sperrbezirk aufgehoben worden. Durch den Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Grüningen wurde jedoch LangGöns zum Beobachtungsgebiet erklärt.
Butzbach. Studiendirektor Dr. Alexander Binzel der Realschule wurde mit Wirkung vom 1. April 1926 ab zum Oberstudiendirektor der hiesigen Oberrealschule ernannt.
Nidda. Der Vermessungsgehilfe Jakob Stord beim hiesigen Vermessungsamt wurde mit Wirkung vom 1. April ds. Js. ab zum Vermessungsoberassistenten ernannt.
Friedberg, 8. April. Mit der Regulierung der Nidda wird jetzt der Anfang gemacht, nachdem die Gelder dazu aus Mitteln der produktiven Erwerbslosenfürsorge gesichert sind. Das Flußbett wird 28 bis 30 Meter breit. Zu diesem 3wed müssen zu beiden Uferseiten Aeder und Wiesen enteignet werden, falls sich die Besizer nicht gutwillig zur Hergabe des erforderlichen Geländes verstehen. Die Gelder für die Regulierung der Nidda werden nur bis 1. Juni ds. Js. gewährt.
Bingen, 8. April. In der Gemartung Frei- Weinheim hat man gestern bereits in verschiedenen Feldern die ersten Spargel gestochen. Mit dem Einsegen der allgemeinen Spargelernte dürfte in etwa acht Tagen zu rechnen sein.
Die Frankfurter Messen
Nr. 15.
ab. Jm festlich geschmückten Gotteshaus war die Ge= meinde zur Prüfung der Konfirmanden versammelt. Zu gleicher Zeit war auf dem benachbarten Marktplatz eine kommunistische Rundgebung mit Musit. Als zu Beginn des Gottesdienstes die Gloden läuteten, drangen einige jugendliche Kommunisten in das Innere der Kirche ein, um das Läuten zu verhindern, und um Aufrufe an die Kirchenbesucher zu verteilen. Von Polizisten wurden sie aus der Kirche entfernt. Dann versuchten Zettelverteiler in den Zug der Konfirmanden, der von den Geistlichen und den Kirchenvorstehern geleitet wurde, einzudringen; andere begleiteten den Eintritt der Konfirmanden in die Kirche mit höhnenden Zu rufen; einige gaben ihrer Verachtung sogar durch Ausspucken Ausdrud. Dieser unerhörte Vorfall ist wieder ein Beweis, daß gerade diejenigen, welche für sich die Freiheit der Ueberzeugung fordern, nicht so viel Anstand haben, die Ueberzeugung anderer zu achten. Und es drängt sich uns die ernste Frage auf: Sollten wir im christlichen Deutschland schon so weit sein, daß die christlichen Gemeinden ihre Gottesdienste nicht ungestört abhalten können, und daß die Kirchenglocken schweigen müssen vor dem Gesang der Internationale? Dieser Vorgang in Höchst a. M. wird gewiß manchem die Augen öffnen, zu erkennen, wohin wir kommen, wenn dem kommunistischen Terror nicht Einhalt geboten wird. Denen, die es von Amts wegen angeht, sei die Mahnung zugerufen: ,, videant consules, ne quid detrimenium res publica capiat.".( Die Machthaber mögen zu sehen, daß das Gemeinwesen nicht Schaden leidet.) Gewiß wird auch die kirchliche Behörde die Sache nicht auf sich beruhen lassen. Unsere Konfirmanden aber werden gerade im Gedenken an dieses unliebsame Erlebnis am Konfirmationstag freudig bekennen:„ Wir schämen uns des Evangeliums von Christo nicht, denn es ist eine Kraft Gottes, die da selig macht alle, die daran glauben."
die nach Kriegsende nach langer Pause wieder erstanden sind, haben in 7 Jahren ihres neuen Daseins den ganzen Kampf unserer Wirtschaft, durch Inflation und Stabilisierung, miterlebt und als Wirtschaftsbarometer gekennzeichnet. Auch in diesem Frühjahr werden sie am Sonntag nach Ostern wieder ihre Pforten öffnen. Die technische Messe( Automobilhalle) beginnt bereits am Samstag, um vom 11. bis 14. April ihren Getreuen Treffpunkt zu sein. Durch erhebliches Entgegenkommen gegenüber der Ausstellerschaft wurde den schwierigen Verhältnissen unserer Wirtschaftslage verständnisvoll unter eigenen Opfern Rechnung getragen. Dr. J. K.
Kommunistischer Terror!
In Höchst a. M. spielten sich am Palmsonntag Nachmittag vor der evangelischen Kirche ſtandalöſe Vorgänge noch die Gunst anderer sichern muß; und es gibt auch böse und neidische Götter, Unholde, die Freude daran haben, die Menschen zu quälen. So fürchtet man selbst die Seelen der eigenen Verwandten, die im Jenseits ein ödes, trauriges, freudloses Schicksal haben, wenn sie nicht von den Hinterbliebenen mit Opfern an ,, Totengeld" und Gaben aller Art versorgt werden. Im Falle der Vernachlässigung senden sie den eigenen Kindern Krankheit und Unglüd ins Haus. So ist es der Glauben des Volkes. Daher liegt eine dauernde religiöse Unrast über ihrem Leben. Sie laufen von einem Gott zum andern, von einem Tempel zum andern und opfern und beten, beten und opfern und finden doch keinen Frieden. Da merkt man dann, wie wunderbar erhaben, einzigartig und wirklich erlösend der christliche Glaube an den einen, alleinigen Gott und Vater ist, in dessen Liebe wir uns geborgen wissen, der uns die Sünde vergibt, der ganz allein unser Schicksal in der Hand hat und der nur Heil für uns will.
In Tokyo ging ich im Mai 1924 im Dämmern des Abends in einen Fuchsgott- Tempel. In der Haupthalle brannten schon viele Lichter. Im schattigen Hof war es bereits dunkel. Da trat vor eine der Seitenbauten, in dem hinter einer Zaunwand der heilige Schrein des Gottes stht, eine alte Frau. Sie hing als Opfer für den Gott vor dem Heiligtum ihre Haare auf, die sie sich abgeschnitten hatte, ein dides Bündel langer, schwarzer Haare. Tief bekümmert war ihr Gesicht. Sie läutete an dem Glödchen, das vor der Zaunwand hing, u. murmelte lange, lange ihr Gebet. Plötzlich übertam es die Frau, ich weiß nicht, wie Wut oder wie Verzweiflung: sie hob ihre zu Fäusten geballten Hände und schlug wieder und immer wieder gegen die Bretterwand, Ist das nicht wie ein unbewußtes Ahnen, daß ihnen von jenseits der Wand, aus dem Götterschrein, doch keine Antwort
Langenschwalbach, 9. April. In der letzten StadtverordnetenSigung wurde gegen die geplante Aufteilung des Untertaunusfreises scharf Stellung genommen.
Kassel, 9. April. Hier begann heute die Reichstagung des Deutschen Rentner- Bundes, zu der Vertreter sämtlicher 28 Lan desverbände, die 1360 Ortsgruppen mit über 350 000 Mitgliedern umfassen, erschienen waren. Nach Begrüßungsworten des Kasseler Oberbürgermeisters berichtete ein Vertreter der Bundesleitung über die im vergangenen Jahre geleistete Arbeit. Ferner er hofft man vom Reichstag die Annahme eines besonderen Rentnerfürsorgegesetzes, außerdem sei eine Entschädigungsklage gegen das Reich eingeleitet worden die vor dem Berliner Land gericht in einer der nächsten Wochen zur Verhandlung kommen werde.
Spiel und Sport.
Uhlenhorster Hockeyturnier.
Der BSC. schlägt The Wanderers.
Der zweite Spieltag der Osterverwaltung des Uhlenhorster Hoden- Klubs war wieder von bestem Wetter begünstigt. Die englische Mannschaft der„ The Wanderers- London" mußte ihre zweite Niederlage hinnehmen, diesmal vom Berliner Sportklub, der das gleiche Ergebnis von 4: 2 herausholte, wie am Vortage der UHS.
Von den übrigen Spielen verdient besonders der haushohe Sieg der Uhlenhorster Junioren über Kingston- Junioren von 10: 1( 4: 1) hervorgehoben zu werden. Auch die übrigen englischen Herrenmannschaften wurden wieder geschlagen.
Die weiteren Ergebnisse:
Rot- Weiß Köln Junioren- Harvestehude Junioren 0: 4 ( 0: 3); Harvestehude Knaben- Klub zur Vahr Knaben 0: 0; Berliner Hockeyklub Alte Herren- Harvestehude Alte Herren 1: 3 ( 0: 2); Klub zur Vahr Bremen- London University 3: 0( 1: 0); ASV. Dresden Graßhoppers Zürich 5: 1; Stuttgarter Riders gegen ASC. Leipzig 3: 0( 1: 0); Damen: Uhlenhorst- Kopenhagener HC. 2: 0( 1: 0); Orient Kopenhagen- Klub zur Vahr 6: 0. Die Kämpfe des 1. Feiertages hatten bei dem schönen Wetter überaus zahlreiches Publikum angelodt. Die englische Mannschaft The Wanderers- London konnte heute ihren ersten Sieg herausholen, und zwar in der tommt, daß ihr Beten doch nur ein Rufen ist in das Leere hinein? Mit müdem Blid und Schritt ging sie davon. ( Fortsetzung folgt.)
Marburg.
Von Eduard Heise.
ini
Jm Blütenschmud grüß ich dich wieder, Dich, Stadt, am Felsen hingeschmiegt, In deinem bunten Frühlingsmieder, Das jetzt in Blütenträumen liegt.
Es jauchzt mein Herz in sel'ger Freude, Go ganz erfüllt von Frühlingsluft, Sch ich dich froh, wo Blüten streute Der Lenz auf's neu in deine Brust. Du Musenstadt im Blütentleide, Du aller Burschenherrlichkeit,
Ich gern durch deine Gossen schreite, 1221
In lenzgeschmüdter, froher Zeit.
Dann rauscht in mir die Jugend wieder Und alte Liebe neu erwacht,
Zu dir, du Stadt im duft'gen Flieder Mit neu verjüngter, alter Macht.
Seh ich dich, Lahn, mit deinen Wellen, Bricht mir die alte Wunde auf, So daß der Sehnsucht Lieder quellen Aus meiner Geele tief herauf.
Drum greife ich zu meinem Becher, Der mir voll goldnen Weines wintt, Es lebe Marburg!„ Stadt der Zecher!" Wo jezi der Frühling singt und klingt.


