Sonnabend, den 8. Mai 1926.
als 70 qm beträgt. Mußte auf Grund behördlicher Maßnahmen vermietet werden, so ist das nicht zu berücksichtigen.
,, Gießener Zeitung"
anzuziehen, da die Einkommensveranlagung zu annormal niedrigen Geschäftsgewinnen voraussichtlich führen werde und Ferner fönnen in Fällen besonderer Unbilligkeit die Finanz- daher bei der Abrechnung wesentliche Beträge der Vorauszahlunämter auf Antrag Nachlässe gewähren. gen vom Gewerbeertrag erstattet werden müßten. 3. Die Grundsteuer.
Ein Erlag für hilfsbedürftige Mieter tommt für die Folge nicht mehr in Frage. Die Steueranteile für hilfsbedürftige Mieter werden zukünftig durch die Fürsorgeverbände Sezahlt, denen dafür ein bestimmter Betrag zugewiesen wird. Der Hausbefizer soll die Mieter, denen seither die Steuer erlassen oder ezmäßigt wurde, jetzt an die Fürsorgeverbände verweisen. Die Regelung über das Berfahren steht im Augenblid noch aus. Auch hilfsbedürftige Hausbefizer fönnen sich als Inhaber einer Wohnung im eigenen Hause wegen Uebernahme ihres Steueranteils an die örtliche Fürsorgestellen wenden.
2. Die Gewerbesteuer.
Sie wird auf Grund des Steuerbescheids vorläufig in dem gleichen Betrag erhoben, der im vorigen Jahre zu bezahlen war. Die definitive Festjehung der Gewerbesteuer für 1926 erfolgt durch ein noch ergehendes Gesez. Bekanntlich wird die Gewerbesteuer zu einem Teil auf das Betriebsvermögen und zum anderen Teil auf den Gewerbeertrag ausgeschlagen. Jm vergangenen Jahr wurde bestimmt, daß beim Staat die Hälfte der durch Gewerbesteuern aufzubringenden Summe durch Umlegung auf das Betriebsvermögen und die andere Hälfte vom Gewerbeertrag aufzubringen sind. Bei vielen Gemeinden war die Berteilung die gleiche. Da im vorigen Jahr ein Gewerbeertrag nicht festgestellt war, weil teine Veranlagung des Geschäftsgewinns stattgefunden hatte, wurde die Gewerbesteuer vom Ertrag
Sie ist ebenfalls die gleiche wie im vorigen Jahr. Es handelt fich hier nicht um Borauszahlungen, sondern um endgültige Leistungen. Bei Gemeinden macht sich vielfach das Bestreben geltend, die Grundsteuer gegenüber dem vorigen Jahr zu erhöhen. Indessen erwartet der Gewerbestand mit Recht eine Ermußigung jeiner gewaltigen Steuerlaften, eine Ermäßigung, die das lzim bezgl. seiner Abgaben eingeleitet hat und der Länder und Gemeinden unbedingt folgen müssen. Von den dem Gewerbe nthestehenden Mitgliedern der Gemeindevertretung darf daher erwartet werden, daß fie mit Energie einer Erhöhung der Grundfteuer entgegenwirten. Bekanntlich darf in Mietshäusern die Grundsteuer nicht auf die Mieter, ähnlich wie bei der Sonder gebäudesteuer, voll abgewälzt werden. Indessen ist in der gesch lichen Miete ein Prozentjak für die Grundsteuer enthalten. Die ser Prozentsatz läßt sich nicht erhöhen, da die derzeitige Miete 100 Prozent der Friedensmiete nahezu erreicht hat und legterer Sat bis zum Jahre 1927 nicht überschritten werden darf.
HOCH
IM WERT
durch einen Zuſchlag zu den Einkommensteuervorauszahlungen NIEDRIG
IM PREIS
Nr. 19.
sein soll. Wir dürfen nicht daran verzweifeln, daß Treue um Treue dost nicht eine Wirklichkeit ist, müssen streben u. schaffen, daß es vor allem wieder deutsche Wirklichkeit sei und werde... Wenn von Wechselwirkung die Rede ist, kann man auch an ganz natürlich Gegebenes denken. Etwa an den menschlichen Organismus, sofern er aus Leib und Seele besteht. Wie wirkt da manchmal eins auf das andere ein. Eine Magenverstimmung fann manchen auf eine Weile die ganze Weltanschauung Detderben. Ein tiefer, gesunder Schlaf, und ein Dutzend Sorgengespenster sind verflogen. Andrerseits, ein plötzlicher Aerger, und fein Bissen will schmecken. Ein böses Telegramm, und man fällt schier in Ohnmacht. Oder ein herzlich ermunterndes Wort, und der Krante spürt schon einen Genesungshauch. Ursache und Wirkung, das ist zuweilen eine wunderliche, überraschende Sache. Scheinbar fleine Dinge, wie können sie störend, zerstörend wirken. Berüchtigt ist ja die Tücke des Objekts". Wechsel
wirkungen bedeuten einen Rhythmus; und wäre auch ein Ringen und Kämpfen dabei, fie find notwendig zum vollen Leben, fie ermöglichen und bedingen letzten Endes das Glück des Lebens. Reifere Menschen wissen das, und diese Einsicht bewahrt sie viel leicht vor mancher schnellen Klage, die doch nichts nügen kann. Stadtverordnetenversammlung.
Die Tagesordnung der nächsten öffentlichen Sitzung, die am Dienstag, den 11. Mai 1926, nachmittags 5 Uhr, im Stadthaus Bergstraße, Sigungsjaal, stattfindet, ist folgende:
1. Boranschlag der Stadt und der städtischen Rebenkassen für das Rechnungsjahr 1926.
2. Gesuch des Vereins für Deutsche Schäferhunde S. B., Orts gruppe Gießen und Umgegend um Stiftung eines Ehren. preises.
3. Kabellegung in der verlängerten Friedrichstraße.
4. Gesuch des F. Rehnelt um Anschluß seines Anwesens an das Stromversorgungsnek.
5. Beschaffung von Mansfelder Schladen Pflastersteinen für die Straßenbahn.
6. Verbreiterung der Eisenbahnüberführung an der Ederstraße.
3 ADLER TURF
4ASSUH
5 MONNA VANNA
6 MAGAZIN
erhoben. Sobald jetzt die Einkommensveranlagung fertig geftelit ift, erfolgt eine Bergleichung der Vorauszahlungen vom Ge werbeertrag mit der nach dem festgestellten Geschäftsgewinn endgültig zu zahlenden Steuer. Berüdfichtigt werden hierbei alle Borauszahlungen vom 1. April 1925 ab. Jst der Gewerbeertrag in diesem Jahre ein wesentlich geringer als im letzten Jahre, so tann bei den Finanzämtern Antrag auf Stundung des auf den Gewerbeertrag entfallenden Teils der Gewerbesteuer gestellt werden. Das gleiche fann geichehen, wenn die Berechnung des Reingewinns beim Geschäftsabschluß pro 1925 ergeben hat, daß die Einkommensteuervorauszahlungen wesentlich höher waren, als dem tatsächlichen Reingew nn entspridst.- Die Vorauszahlungen vom Betriebsvermögen tönnen für das Jahr 1925 als endgültig angesehen werden. Wenn nachgewiesen werden kann, daß das Betriebsvermögen fich jetzt um mehr als ½ gegenüter der zu versteuernden Summe ermäßigt hat, so müssen die Finanzämter auf Antrag eine entsprechende Ermäßigung der Steuer vornehmen. Wie die Verteilung der zu erhebenden Gewerbesteuer im Jahre 1926 erfolgt und ob wiederum die Hälfte der zu erhebenden Steuer auf das Betriebsvermögen und die andere Hälfte auf den Gewerbeertrag in Frage tommt, steht noch nicht endgültig fest.
Das berechtigte Interesse des Kleinbetriebs erfordert eine geringere Belastung des Ertrags, zumal in dem Geschäftsgewinn ein größerer Prozentsatz von selbstverdientem Arbeitslohn des Inhabers enthalten ist. Die Großbetriebe wünschen umgekehrt eine größere Belastung des Ertrags und eine geringere ihres meist erheblichen Betriebsvermögens. Wegen der Verteilung wird das letzte Wort bezgl. der staatlichen Gewerbesteuer der Landtag und bezgl. der Gemeindegewerbesteuer die Gemeindevertretung zu sprechen haben. Die dem Handwerker nahe stehenden Mitglieder des Landtags und der Gemeindevertretung werden hoffentlich mit Energie dafür eintreten, daß entsprechend bem Interesse der Klein- und Mittelbetriebe in diesem Jahre ber größte Teil der Gewerbesteuer vom Betriebsvermögen erhoben wird. Die Handwerkskammer hat einer Stadtverwaltung gegenüber den Standpunkt vertreten, daß in diesem Jahre mit Rücksicht auf die geringe Ertragsfähigkeit der Betriebe ein Biertel der Gewerbesteuer vom Ertrag und drei Viertel vom Betriebsvermögen zu erheben seien. Auch das Ministerium des Innern hat den Gemeinden empfohlen, den Ertrag entweder überhaupt nicht oder höchstens bis zu 10 oder 20 Prozent her
Neues aus dem japanischen Leben
und der Japan- Mission.
Von Missionsdirektor D. Dr. Witte. ( 8. Fortsetzung.)
4. Fräulein K. T., eine Lehrerin, hatte sehr strenge buddhistische Verwandte, die in der Nähe von Tokyo wohnten. Sie wurde, als sie noch Schülerin war, öfter von einem christlichen Lehrer aufgefordert, christliche Gottesdienste zu besuchen. So tam sie mit zwei anderen Schülerinnen in unsere Gottesdienste, und alle drei wurden innerlich erfaßt. Die Taufe wurde den beiden anderen jungen Mädchen auf ihr Verlangen nach gründlicher Vorbereitung erteilt, die junge Lehrerin begehrte sie aus Furcht vor den Verwandten einstweilen nicht. Ihre Liebe zum Christentum verbarg sie vor ihnen. Jedoch sie fuhr Sonntags nie nach Hause, um in Tokyo den Gottesdienst besuchen zu können. Da erhielt sie eines Sonntags unerwartet von ihren Verwandten Besuch, gerade in dem Augenblick, als ihre beiden Freundinnen sie zum Gottesdienst abholten. Nun wurde den Verwandten alles offenbar, und die Lehrerin mußte auf den Druck der Familie von jetzt an Sonntags stets in die nahe Heimat fahren. So konnte sie Sonntags nie mehr zur Predigt kommen. Aber Sonntags tam ja stets nur ein kleiner Teil der Christen die Versammlung besuchen. Denn nur für die Schulen, die Beamten und das Militär ist der Sonntag ein Ruhetag in Japan. Das gewerbliche Leben kennt keinen Feiertag. Die Fabriken ruhen zwei Tage im Monat, den ersten und den fünfzehnten Tag. Daher muß jede Mission viele Wochenversamm lungen am Abend abhalten, um ihren Chriften und den Suchenden Gelegenheit zu geben, Gottes Wort zu hören. Die junge Lehrerin ließ sich nun durch den Widerstand der Jhrigen feineswegs beirren. Sie tam weiter, jetzt zu den Alltagsfeierstunden. Und nun die Entscheidung so von außen herbeigeführt worden war, ward sieihres Glaubens erst recht innerlich gewiß und froh und ließ sich nun auch taufen. Den Verwandten war das durch aus nicht recht. Aber solche beruflich selbständigen Frauen kann man nicht mehr so tyrannisch zwingen wie die Familienglieder,
DAS SIND DIE
QUALITATS ZIGARETTEN
DER
ADLER- COMPAGN A. G.
Lokales.
Wechselwirkung.
Man spricht jetzt viel von Rüdwirkungen, die wenig oder garnicht eintreten vergleiche nämlich Locarno- Geist und ähnliche schöne Sachen! Der treffliche Grundsatz der Gegenseitigkeit ist eben oft nur kluge Theorie und schimmernde Illusion. Wenigstens dann, wenn es sich um praktisches Leben handelt. Schon mancher ist da belehrt worden, daß freundliches Entgegentommen feineswegs immer mit dito Freundlichkeit gelohnt wird. Das sittliche Soll auf der einen Seite findet häufig auf der an deren ein recht trübes Echo, indem es für Schwäche und Dummheit erachtet wird. Dennoch, es gibt Wechselwirkungen, Wechselbedingtheiten, muß sie einfach geben, trotz aller Verkennung und Berhöhnung, wenn überhaupt menschliches Gemeinsamkeitsleben
die im Hause leben. Bald nach der Taufe erkrankte die Lehrerin schwer. Ein Arzt, auch Mitglied unserer Gemeinde, behandelte sie und besuchte sie fleißig. Nun halten diese jungen Christengemeinden ganz treu zusammen und helfen sich auch treulich gegenseitig. Ihre christliche Gemeinde wird so für viele ein wertvollerer Ersatz für die ihnen durch ihr Christwerden gelockerte oder gar verlorengehende Beziehung zu ihrer Verwandtschaft. So fümmerte sich nicht nur Pfarrer Ataschi und seine Frau, sondern auch viele Gemeindemitglieder um die Kranke, brachten ihr kleine Geschenke und nahmen herzlichen Anteil an ihrem Ergehen. Das machte auf die buddhistischen Verwandten großen Eindruck, als sie die Liebe sahen, durch die die Christen, früher sich ganz fremde Menschen, miteinander verbunden sind. Wie mit einem Schlage wurden sie umgestimmt und legten von da an Fräulein K. T. in der Ausübung ihres Christentums nichts mehr in den Weg. Nun hatte sie auch Sonntags wieder volle Freiheit. 5. Bei dem großen Erdbeben in Tokyo am 1. September 1923 fam einer unserer jungen Christen, der Student der Medizin Nafamura, ums Leben. Er verbrannte im Hause seiner Eltern. Die Eltern sind keine Christen. Sie retteten das nackte Leben, sonst nichts. Eine andere Christin unserer Kirche, Frau Koji, wurde unter den Trümmern ihres Hauses verschüttet, blieb aber unverlegt. Gerade noch, ehe das Feuer die Trümmer ergriff, konnte sie sich ins Freie retten durch ein Loch in dem niedergestürzten Dach. Vierzehn weitere Familien unserer Kirche haben alle ihre Habe eingebüßt. Unter ihnen ist z. B. Herr Mitsukira, ein Kunstmaler, der unter anderem die Lesebücher für die Staats schulen mit Bildern ausstattet. Er selbst, seine Frau und ihr Kind sind getauft. Die Kindertaufe bürgert sich mehr und mehr in Japan ein. Pfarrer Akashi hat in seiner Gemeinde auch die Konfirmation eingeführt. Es gibt freilich noch Chriften in un serer Kirche, welche die Kindertaufe nicht billigen und ihre Kin der nicht taufen lassen. Sie schiden sie zur Sonntagsschule, aber sie sagen, ob die Kinder Christen werden wollen oder nicht, das müsse Sache der freien Entscheidung der reif gewordenen jungen Menschen sein. Ein Arzt, Dr. Hagaschi, seit Jahren uns ein treuer Christ, hat sich gerade für 60 000 Goldmart, mit all seinem
7. Einfriedigung des Grundstüds Jakob Klingelhöffer, Kirchstraße 12.
8. Herstellung von Auffahrten an der Voltshalle.
9. Ausbau der begonnenen Siedlung am Kugelberg.
10. Beschaffung einer Lichtpauseinrichtung für das Stadtbauamt. 11. Mitteilungen der Stadtverwaltung.
* Neue Personalausweise. Das Kreisamt Gießen bringt folgendes zur öffentlichen Kenntnis: Gemäß einer Verfügung des Herrn Staatspräsidenten und Minister des Aeußeren sind ab 1. April 1926 neue Ausweise für den Verkehr mit Ostpreußen und dem besetzten Gebiete in den Verkehr gekommen. Die vor diesem Zeitpunkte ausgestellten Ausweise( weißes Quartformat) haben bis auf weiteres noch Gültigkeit. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, daß diese Ausweise in absehbarer Zeit ihre Gültigkeit verlieren. Damit die alten Ausweise allmählich aus dem Vertehr kommen, erscheint es zweckmäßig und angebracht, sich schon jetzt unter Beifügung des vor dem 1. April 1926 gefertigten Ausweises einen neuen Ausweis ausstellen zu lassen.
* Polizeiamt. Wegen Neuherstellung der Freitreppe am Fußweg neben der Katholischen Kirche wird hiermit der auf die Treppe führende Fußweg zwischen Liebig und Wilhelmstraße von 3. ds. Mts. ab bis auf weiteres für jeglichen Verkehr ge sperrt.
* Schliehung der Gießener Eisenbahnwerkstätte. Im hiesigen Eisenbahnausbesserungswert ist sämtlichen 190 Arbeitern gekün digt worden, da das Werk in 14 Tagen geschlossen werden soll. 3ur Entlassung tommen etwa 190 Arbeiter. Es steht noch nicht fest, wieviel davon in anderen Abteilungen der Reichsbahn untergebracht werden können. Hinsichtlich der Beamten ist bis jetzt noch teine Entscheidung getroffen.
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Hessische Lufthansa 6. m. b. H. Am 5. Mai 1926 murde die Hessische Lufthansa mit Sig in Darmstadt gegründet. 3wed der Gesellschaft ist die Wahrung und Vertretung der heffschen Luftverkehrsinteressen bei den in Frage kommenden Instanzen. An der Gesellschaft sind die Hessische Flugbetriebs A.-G., DarmErsparten, ein Haus gebaut. Da tam das Unglüd, das Haus verbrannte. Bei dem riesigen Umfang der Zerstörungen können die Versicherungsgesellschaften nicht zahlen, auch sonst bekommen die Heimgesuchten leinen Schadenersatz. So find sie bitter arm geworden. Dr. Hagaschi ist nach Osaka verzogen. um dort einen neuen Anfang zu machen.
Durch diesen schweren Schicksalsschlag ist aber feiner unserer Christen an seinem Glauben irre geworden. Im Gegenteil, fie haben in ihrem Glauben die Kraft erprobt, das Harte tapfer als Gottes Fügung zu tragen. Ein Mitglied unserer Gemeinbe in Osaka, der Arzt Dr. Mutobe, hatte kurz vor dem Erdbeben seine Frau und seine Kinder zum Besuch von Verwandten nach Yokohama gesandt. Yokohama wurde vollständig durch das Erdbeben vernichtet. Dr. Mutobe tonnte tagelang keine Nachricht über das Schicksal der Seinen erhalten. Endlich, nach furchtbaren Tagen des Bangens erfuhr er, daß sie mit dem Leben davonge tommen seien. Da schrieb er an Missionar D. Schiller in Kyoto: ,, Gott hat uns erhalten, trot unserer Sünden. Wir wollen uns darum bemühen, ein besseres reineres Leben zu führen als bisher."
( Schluß folgt.)
Walther von der Vogelweide.
Geine
Im Herzen Deutschlands, im lieblichen Thüringen, will der große Minnejänger jetzt seine Harfe erklingen lassen! Lieder sollen von der stolzen Höhe der Orlamünder Kemnate ins breite liebliche Tal der Saale tönen, das das Echo weiter und weiter trägt von Ort zu Ort, von Stadt zu Stadt.
Wo Jugend brauft, wo das Deutschtum hauft, wo die Stätten klassischer Bildung, Klassischer Kunst und Poesie in fortdauern. der Pflege hochgehalten werden, da soll Herr Walther von der Vogelweide" für diesen Sommer Gast sein nahe vom schönen Jena und vom lieblichen Weimar.
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Die Orlamünder Freilichtbühne, bekannt durch ihre großen Aufführungen der letzten Jahre Die Gräfin von Orla
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Sonnabend, den 8. Mai 19
stadt, und die Luftverkehrs A.-G. S ugleiden Teilen beteiligt. Die G falte auf Wunsch des Reichsverkehr en Regierung. In den Vorstand d berufen: Regierungsrat Ludwig Ga treter der Luftverkehr- Aktiengesell Dem Aufsichtsrat gehören u. a. an. haft Oberbürgermeister Keller u.
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Jeder Familie ein eigenes Hein
Der Wohnungsfrage von den verschie ten wurde, ohne das es bisher gelan es nötig, daß einmal auf eine Orga die auf dem Gebiete des Eigenheimb anbestrittene Erfolge aufzuweisen ha der Freunde, die im Laufe von inapp mehreren 100 Eigenheimen im Gesam RSL finanzierte und in der Lage wei Eigenheimen zu finanzieren. hreitet das Wert immer weiter vor auf diese Selbsthilfe- Organisation a
anstaltet die Gemeinschaft der Freu Don der man übrigens alles weitere e den 11. Mai 1926, abends 8 Uhr im einen Vortrag, den jedermann besuch frei it
* Der deutsche Muttertag soll, w jo auch in diesem, wiederum am 2. G gefeiert werden. Das Fest ist vor a das jede Familie die rechte Form find
unter der Not des Tages am schwer einem Freudentage werden, gestal after Linie und von dem Vater ihre it die Losung! Kinder singen am der Mutter Blah, Kinder nehmen i heit ab und bemühen sich, alles zu v Stimmung trüben könnte. Und w wacht, mögen sie mit Blumen den W Biele Vereine sind ihrem Zwecke Feiern dem Muttergedanken Rechnu alten, armen und verlassenen Mütt Altershäusern können die Jugendo finden, um in die oft trüben Herzen ein Sittlichen Wiederauf wollen wir alle it unmöglich ohne Erneuerung des
chten opferwilligen Kindesliebe. * Bertretertag der Gewerkschaft H Die Gewerkschaft hessischer Gemeinde 1. Mai 1926 ihren 6. Vertretertag ake Tag wird mehr den inneren o feiten gewidmet werden, während zu tag die Behörden, sowie die Presse e * Der Reichsfachverband priva and Borbereitungsanstalten, dem f Knabenschulen Deutschlands angehör 7. ordentliche Hauptversammlung vo dorf ab.
Bibtig für ehemalige Kriegsren Nach Artikel 2 des Gesetzes vom hädigte, die nach§ 104 des Reichs Rentenversorgung ausgeschieden u rechtigt geworden sind auf Antrag ei con 50 R- Mt, erhalten, wenn ihr tintommen 200 R.- Mt, nicht überst
nur um solche früheren fänger et die im Juli 1923 mit einer Abfindun für sich und evtl. noch je 60 000 Papi mals ausgeschieden sind, nicht aber un teits früher( 1921 oder 1922) ausges
Anträge sind an das zuständige
ens 31. Mai 1926 zu stellen. Später eingesandten Anträgen, fann auch in nicht mehr entsprochen werden.
münde", Was ihr wollt", und ,, Wall durch den Bürgermeister Dr. Somme das Burgenspiel ,, Herr Walther von tinger Universitätslektor Rudolf Lo fanntäglich aufzuführen und dem wi Rinnejänger, dem Begründer deutsch Lande eine geistige, gaftliche Heima Waltherplag" wie„ Bozen" sind im Derrauscht und sollen vergessen werde
shid des Südtiroler Boltes. Abe meide lebt und Bozen lebt! Hier, a Wiederblüten umgebenen Burg der Semnate, steht er im Burgenspiel amferem Herz und Sinn im Kampf Baterlande treu bis in den Tod. Kirgendwo tönnten deutsche Mi 2.
wigen und frühmittelalterliche Roma finden, aber hier über weitem Fl Thüringer Bergrüden.
Die Stadt Drlamünde hat von Ben mittelalterlicher Ritter außer alten Alofter noch die stattliche Reiten der einstigen Burg, in ihrem en biefen mehr als tausend Jahre a ühne, auf der bisher Heimatfunst
aber Tausende Zuschauer begeistert Deutschland die Sehnsucht nach Gin Deutschtum zieht, haben sich die Eint
Neue zusammengeschlossen, um über ter Boltstunft hinaus, zu einer Wertung und allgemeinem paterän Da nun gerade das Thüringer burg die Hochstätte der Minnesänge die Uraufführung des Burgenspiel Sogelweide" von Rudolf Lorenz zu tht des Dichters und ein großer Filichtbühne. Sie wird infolge ih


