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Nr. 19.

ht daran verzweifeln, daß Treue um

Sonnabend, den 8. Mai 1926.

lichkeit ist, müssen streben u. schaffen, eutsche Wirklichkeit sei und werde ung die Rede ist, fann man auch an Denfen. Etwa an den menschlichen Leib und Seele besteht. Wie wirkt andere ein. Eine Magenverstimmung Beile die ganze Weltanschauung ver Der Schlaf, und ein Dugend Gorgen Andrerseits, ein plöblicher Merger, fen. Ein böses Telegramm, und man Dder ein herzlich ermunterndes Wort, einen Genesungshauch. Ursache und ine wunderliche, überraschende Sache. wie können sie störend, zerstörend die ,, Tücke des Objekts". Wechsel Rhythmus; und wäre auch ein Rin­find notwendig zum vollen Leben, legten Endes das Glüd des Lebens. , und diese Einsicht bewahrt sie viel

Klage, die doch nichts nügen kann. dnetenversammlung.

nächsten öffentlichen Sigung, die am

6, nachmittags 5 Uhr, im Stadthaus ttfindet, ist folgende: und der städtischen Nebenkassen für Deutsche Schäferhunde S. B., Orts­gegend um Stiftung eines Ehren

ingerten Friedrichstraße.

m Anschluß seines Anwesens an des Ider Schlacken- Pflastersteinen für die

Sahnüberführung an der Ederstraße. dstücks Jakob Klingelhöffer, Kitch

en an der Voltshalle.

Siedlung am Kugelberg. useinrichtung für das Stadtbauamt. erwaltung.

se. Das Kreisamt Gießen bringt

Renntnis: Gemäß einer Verfügung en und Minister des Aeußeren sind veise für den Berkehr mit Ostpreußen in den Verkehr gekommen. Die vor

Uten Ausweise( weißes Quartformat) ch Gültigkeit. Es ist jedoch nicht aus eise in absehbarer Zeit ihre Gültigkeit en Ausweise allmählich aus dem Ver­

zweckmäßig und angebracht, sich schon

or dem 1. April 1926 gefertigten Aus is ausstellen zu lassen.

Neuherstellung der Freitreppe am schen Kirche wird hiermit der auf die zwischen Liebig- und Wilhelmstraße uf weiteres für jeglichen Verkehr ge

zener Eisenbahnwerkstätte. Im hiesigen ert ist sämtlichen 190 Arbeitern gekün f in 14 Tagen geschlossen werden soll. twa 190 Arbeiter. Es steht noch nicht anderen Abteilungen der Reichsbahn ten. Hinsichtlich der Beamten ist bis ng getroffen.

6. m. b. S. Am 5. Mai 1926 wurde t Gig in Darmstadt gegründet. Zwed ahrung und Vertretung der heffschen den in Frage kommenden Instanzen. ie Hessische Flugbetriebs A.-G., Darm­ut. Da tam das Unglüd, das Haus riesigen Umfang der Zerstörungen esellschaften nicht zahlen, auch sonst ten keinen Schadenersatz. So sind sie Hagaschi ist nach Osaka verzogen. um zu machen.

Schicksalsschlag ist aber feiner unserer en irre geworden. Im Gegenteil, sie die Kraft erprobt, das Harte tapfer gen. Ein Mitglied unserer Gemeinde Tutobe, hatte turz vor dem Erdbeben der zum Besuch von Verwandten nach ama wurde vollständig durch das Erd­itobe konnte tagelang keine Nachricht nen erhalten. Endlich, nach furchtbaren jr er, daß sie mit dem Leben davonge er an Missionar D. Schiller in Kyoto:

roz unserer Sünden. Wir wollen uns

eres reineres Leben zu führen als

Schluß folgt.)

st

*

on der Vogelweide.

1.

nds, im lieblichen Thüringen, will der seine Harfe erklingen lassen! Seine zen Höhe der Orlamünder Remnate ins Saale tönen, das das Echo weiter und Drt, von Stadt zu Stadt.

wo das Deutschtum haust, wo die Stät­laſſiſcher Kunst und Poeſie in fortdauern­werden, da soll ,, Herr Walther von der Sommer Gaſt ſein nahe vom schönen eilichtbühne, bekannt durch ihre großen

n Weimar.

en Jahre Die Gräfin von Orla

stadt, und die Luftverkehrs A.-G. Oberhessen- Lahngau, Gießen, zu gleichen Teilen beteiligt. Die Gründung der Gesellschaft er folgte auf Wunsch des Reichsverkehrsministeriums und der Hes= fischen Regierung. In den Borstand der Gesellschaft wurden u. a. berufen: Regierungsrat Ludwig Schmidt- Gießen, als Ver­freter der Luftverkehr- Aktiengesellschaft Oberhessen- Lahngau. Dem Aufsichtsrat gehören u. a. an. Von der Gießener Gesell. schaft Oberbürgermeister eller u. Provinzialdirektor Graf. * Jeder Familie ein eigenes Heim! Nach dem an die Lösung der Wohnungsfrage von den verschiedensten Seiten herangetre­ten wurde, ohne das es bisher gelang, diese Not zu lindern, ist es nötig, daß einmal auf eine Organisation hingewiesen wird, die auf dem Gebiete des Eigenheimbaues innerhalb kurzer Zeit unbestrittene Erfolge aufzuweisen hat. Es ist die Gemeinschaft der Freunde, die im Laufe von fnapp 15 Monaten den Bau von mehreren 100 Eigenheimen im Gesamtbetrag von 5% Millionen R.-Mt. finanzierte und in der Lage ist, den Bau von täglich wei Eigenheimen zu finanzieren. Trok mancher Angriffe, schreitet das Wert immer weiter vorwärts. Um weitere Kreise auf diese Selbsthilfe Organisation aufmertjam zu machen, ver­anstaltet die Gemeinschaft der Freunde in Wüstenrot/ Württbg. Don der man übrigens alles weitere erfahren fann, am Dienstag, ben 11. Mai 1926, abends 8 Uhr im Gaalbau Sauer zu Gießen, einen Vortrag, den jedermann besuchen kann, zumal der Eintritt frei ist.

* Der deutsche Muttertag soll, wie in vergangenen Jahren, so auch in diejem, wiederum am 2. Sonntag im Mai( 9. Mai) gefeiert werden. Das Fest ist vor allem ein Familienfest, für das jede Familie die rechte Form finden muß. Der Mutter, die unter der Not des Tages am schwersten leidet, soll dieser Tag zu einem Freubentage werden, gestaltet von ihren Kindern in erster Linie und von dem Vater ihrer Kinder. Freude bereiten ist die Losung! Kinder singen am Morgen, Kinder schmüden der Mutter Play, Kinder nehmen ihr an diesem Tage die Ar­beit ab und bemühen sich, alles zu vermeiden, was der Mutter Stimmung trüben tönnte. Und wo fein Mutterauge mehr wadyt, mögen sie mit Blumen den Weg zu ihrem Grabe finden.

Viele Vereine sind ihrem 3wede nach berufen, durch kleine Feiern dem Muttergedanken Rechnung zu tragen, und zu den alten, armen und verlassenen Müttern in den Siechen- und Altershäusern fönnen die Jugendorganisationen ihren Weg finden, um in die oft trüben Herzen einen Sonnenstrahl zu leiten. Sittlichen Wiederauf wollen wir alle fittlicher Wiederaufbau ift unmöglich ohne Erneuerung des Muttergedankens und der echten opferwilligen Kindesliebe.

W

Vertretertag der Gewerkschaft hessischer Gemeindebeamten.

Die Gewerkschaft hessischer Gemeindebeamten hält am 15. und 16. Mai 1926 ihren 6. Vertretertag in Bingen a. Rh. ab. Der erste Tag wird mehr den inneren organisatorischen Angelegen= heiten gewidmet werden, während zu dem zweiten Verhandlungs­tag die Behörden, sowie die Presse eingeladen sind.

Der Reichsfachverband privater höherer Knabenschulen und Vorbereitungsanstalten, dem fast alle höheren privaten Knabenschulen Deutschlands angehören, hält seine diesjährige 7. ordentliche Hauptversammlung vom 25.- 27. Mai in Düssel­dorf ab.

Wichtig für ehemalige Kriegsrenten empfänger.

Nach Artikel 2 des Gesetzes vom 28. Juli 1925 fönnen Be­schädigte, die nach§ 104 des Reichsversorgungsgesetzes aus der Rentenversorgung ausgeschieden und nicht wieder rentenbe= rechtigt geworden sind auf Antrag eine einmalige Entschädigung Don 50 R.- Mt, erhalten, wenn ihr durchschnittliches Monats= einkommen 200 R.-Mt. nicht übersteigt. Es handelt sich also nur um solche früheren Empfänger einer Rente von 20 Prozent, die im Juli 1923 mit einer Abfindung von 600 000 Papiermart für sich und evtl. noch je 60 000 Papiermart für jedes Kind da­mals ausgeschieden sind, nicht aber um solche Beschädigte, die be= reits früher( 1921 ober 1922) ausgeschieden sind.

,, Gießener Zeitung"

Ans Nah und Fern.

Neuzeitliches Jugendheim im hohen Vogelsberg.

Das große Jugendheim, das der Vogelsberger Höhen- Club auf der Herchenhainer Höhe errichtet, ist im Rohbau fertig. Es enthält 2 Tagesräume, 12 Schlafzimmer mit 50 Betten und einen 40 Betten jas­senden Schlafraum im Dachgeschoß, eine Wohnung für den Hausverwalter, 2 Waschräume mit Dusche, einen Baderaum( auch warm), sowie im Anbau einen Stall und einen Raum zum Einstellen der Fahrräder, Schnee­schuhe usw. Fließendes Waffer kommt von einer höher gefaßten Quelle. Dadurch wird das Heim nicht nur für die wandernde Jugend eine schöne Herberge sein, son­dern es kann auch von allen Schulen aus hiesiger Gegend als Landheim für längeren Aufenthalt benutzt werden. Es liegt auf weitschauender Höhe in herrlicher Natur nahe dem Ehrenmal für die Gefallenen des Vogelsberger Höhen- Clubs. Die Enthüllung dieses Dentmals und die Einweihung des Heimes soll am Himmelfahrtstage stattfinden. Sonderzüge fahren dann auch von Frankfurt, Gießen und Lauterbach nach dem schönen Berge hinauf.

Bad Nauheim, 7. Mai. Die Hessische Bade- und Kurver­waltung teilt mit: Bis zum 6. Mai 1926 betrug der Gesamtbe­such 5494 Personen. Darunter waren 568 Ausländer. Anwesend waren am 6. Mai 2660 Personen.

Dreieichenhain, 7. Mai. Am Sonntag, 9. Mai, findet anläß­lich der Uraufführung Die Geißeln in Dreieichenhein" 3% Uhr ein historischer Zug statt.

um

Frankfurt a. M. Das Schwurgericht verurteilte die Ange­flagten Anton Gens und Heinz Corty wegen gemeinschaftlichen Mordes in Tateinheit mit versuchtem schweren Raube, begangen am Kriminalkommissar Sad, und zwar Gens zum Tode und dauernden Ehrverlust, Corty zu 3 Jahren Gefängnis. Corty wurde eine 5jährige Bewährungsfrist zugebilligt.

Wiesbaden, 7. Mai. Durch das Pariser Abkommen wird der Flugverfehr für das besetzte Gebiet freigegeben werden. Für Wiesbaden ist für diesen Fall ein Flughafen vorgesehen, der auf der Rennbahn bei Erbenheim angelegt werden soll.

Gelahausen, 7. Mai. Das Dampffägewert der im Konkurs befindlichen G.m.b.5. Meles u. Co wurde dem Bergwerksbesitzer Franz Wiechers in Dortmund für 50 000 Mart verkauft. Das anschließende Grundstüd von der v. Karlshausen'schen Familie für 16 000 Mark erworben.

Kaltennordheim. Wie im benachbarten Salzungen, so hat jetzt auch der hiesige Gemeinderat die Besteuerung der Wasser­flosetts beschlossen, und zwar sollen für jedes Klosett jährlich 5 Mark Steuer bezahlt werden.

Kassel, 7. Mai. Alle Zeichen deuten daraufhin, daß uns in diesem Jahre eine Maitäferplage bevorsteht. Aus diesem Grunde hat der Regierungspräsident von Kaffel die Schulabteilung der Regierung ersucht, etwaigen Anträgen auf Beurlaubung der Schul­kinder während der Schwärmzeit des Maitäfers in den Vor­mittagsstunden zum Einsammeln entgegenzukommen.

Neue Bücher.

Sigfrid Siwerg: Seelambs die Geldjäger. Ver­lag Otto Quizow, Lübed. Der Inhalt dieser beiden Bände hat mich aufs tiefste erregt. Der geschulte Blid und echte soziale Sinn des Verfassers schaffen ein Gemälde von monumentalen Ausmaßen, ohne je ins Breite zu verfallen. Die Seelambs find ein Entwicklungsroman allergrößten Stils, ohne Vorbild und unnachahmlich. Es ist etwas vollkommen eigenes und neues, was Siwerk hier geschaffen hat. Mit spöttischer Ueberlegenheit schaut dieser Dichter ins Gepränge der Welt. Ohne Haß. Ver=

Anträge sind an das zuständige Versorgungsamt bis spätestehend, gütig und start genug, um aus dem Verstehen kein Ver­stens 31. Mai 1926 zu stellen. Später, also nach dem 31. Mai 1926 eingesandten Anträgen, fann auch im Wege des Härteausgleichs nicht mehr entsprochen werden.

münde" ,,, Was ihr wollt", und ,, Wallensteins Lager"- neubelebt durch den Bürgermeister Dr. Sommer, stellt sich vor die Aufgabe, das Burgenspiel Herr Walther von der Vogelweide" vom Göt­tinger Universitätslektor Rudolf Lorenz von Pfingsten an all­Jonntäglich aufzuführen und dem wieder fahrend" gewordenen Minnesänger, dem Begründer deutscher Lyrik, hier im Thüringer Lande eine geistige, gastliche Heimat zu bereiten. Der Name Waltherplay" wie Bozen" sind im Südtiroler Lande verbannt, verrauscht und sollen vergessen werden- so will es das Miß­geschick des Südtiroler Voltes. Aber Walther von der Vogel­weide lebt und Bozen lebt! Hier, auf der von einem Meer von Fliederblüten umgebenen Burg der Grafen von Orlamünde, der Remnate, steht er im Burgenspiel stolz vor unseren Augen, vor unserem Herz und Sinn im Kampf, im Sang und Minne, dem Vaterlande treu bis in den Tod.

2.

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Nirgendwo tönnten deutsche Minnelieder, altdeutsche Tanz­reigen und frühmittelalterliche Romantik eine so reizvolle Stätte finden, aber hier über weitem Flußtal auf dem bewaldeten Thüringer Bergrüden.

Die Stadt Orlamünde hat von den drei einstigen Herren­fizzen mittelalterlicher Ritter außer zwei Edelhöfen und einem alten Kloster noch die stattliche Kemnate, umgeben von den Resten der einstigen Burg, in ihrem Besitz und pflegt seit Jahren an diesen mehr als tausend Jahre alten Mauern eine Freilicht­bühne, auf der bisher Heimatkunst und Klassiker Tausende und aber Tausende Zuschauer begeisterte. Heute, wo durch unser Deutschland die Sehnsucht nach Einigkeit, nach Bekennen zum Deutschtum zieht, haben sich die Einwohner des Städtchens aufs Neue zusammengeschlossen, um über den rein lokalen Rahmen ihrer Volkskunst hinaus, zu einem großen Werk literarischer Wertung und allgemeinem vaterändischen Charakters zu greifen. Daß nun gerade das Thüringer Land, welches in der Wart­burg die Hochstätte der Minnesänger- Poesie birgt, auserlesen ist, die Uraufführung des Burgenspieles Herr Walther von der Bogelweide" von Rudolf Lorenz zu bringen, ist eine besondere Absicht des Dichters und ein großer Vorzug für die Orlamünder Freilichtbühne. Sie wird infolge ihrer zentralen Lage von allen

zeihen zu formen. Seine scharf beobachtenden Blide bleiben nie am Außenglanz einer Erscheinung haften; fie dringen auf den Urquell des Scheins und erfassen so eindeutig klar, ob es Deutschland- Reisenden und von unserer Jugend, wie von denen besucht werden, die sich in deutscher Romantik und bei poetischem Minnezauber begeistert durch die in wundervoller Farben­symphonie aufgebauten Massen- und Kampfszenen einige Stun­den Gegenwart entrüdter Vergessenheit hingeben wollen.

Leicht ist Orlamünde für die auf Reisen Befindlichen zu er­reichen. Aus Niedersachsen, sobald das in der Linie des Mai­länder D- Zuges gelegene Weimar erreicht ist, wird nach einer kurzen Bahnfahrt über Jena und Göschwitz die Freilichtbühne Orlamünde hoch auf Bergesrand sichtbar. Vom Süden, also Strede München- Nürnberg- Rudolstadt- Jena- Berlin iit ebenso wie von Frankfurt a. M.- Erfurt- Weimar- Jena dieses herrliche Tal der sich vielfach frümmenden Saale mit seinen bur­gengeschmüdten Höhen leicht und schnell zu erreichen. Es wird jeden Deutschen nach der Hochstätte stolz deutscher Bejahung nach Jena hinziehen, um dann die kurze, halbstündige Bahnfahrt nicht zu scheuen, und den Walther- Liedern in Orlamünde zu lauschen und sich an den bunten Jagd- und Reiterbildern zu be­rauschen. Am veriodendsten find Automobil- und Wagenfahrten nach Orlamünde. Ungehemmt genießen Auge und Sinn die herz­erquidenden Eindrüde des abwechslungsvollen Tales, das von Felspartien, waldbekränzten Bergen und üppig grünenden und blühenden Talortschaften an der Saale ein unvergeßliches Wohl­gefühl auslösen.

3.

Das Burgenspiel.

Dem Licht entgegen, helle Zukunft winfe, Ob wir die warme Morgenröte auch nicht sehen, Sing' ich das große Tatlied festen Glaubens Der neuen Zeit und unserem deutschen Volke. Das sind die letzten Worte Walthers, die er, Abschied neh­Die ganze mend, der neuen Zukunft entgegenreitend, fingt. Dichtung Lorenz's atmet deutsches Empfinden in edler machtvoll wuchtiger Sprache. Der Schauplag ist im Maien" vor dem Burgtor. Zu Jagd und Ritterschlag find die Gäfte geladen und über ,, Welf und Waibling" geraten fie in Wortstreit. Bei der Nachricht einiger Bozener Kaufleute, König Philipp sei 1208) in

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fich um Licht oder Blenden handelt. Aus seinem Ueberlegen tommt Simer zur Ueberlegenheit. Zu der formanalistischen Begabung des Dichters tommt als wesentliches seine Stärke der Synthese, die seinen Roman zu einer Einheit und Geschlossenheit hebt, sie elementar an sich zwingt. Dieses Buch sollte in Massen verbreitet werden, denn es ist ein Mahner von eindringlicher Kraft. Selten ist der Zeit der Spiegel so annachfichtlich vorge halten worden, indem ihr dabei gleichzeitig das Echte aufgeccat wird. Die Ausstattung des Buches ist vorzüglich.

Eine Borschau auf die Sommermode für Damen und Herren bringt das neueste Heft 9 der Eleganten Welt", das soeben er­scheint und wie immer eine Fülle den Interessen des Tages ent sprechender, reichillustrierter Artikel bietet.

Westerwald- Führer und Wanderbuch. In 4. Auflage bringt der Verlag Wilhelm Stollfus in Bonn diesen Führer heraus. Er ist für alle Westerwaldfreunde wichtig. In seinem 2. Teil sind über 160 Wanderungen im Gebiete des Westerwaldes aus führlich beschrieben. Auch verfehlen wir nicht, auf die große, farbige Karte im Maßstabe 1: 100 000 hinzuweisen, in welcher die Höhenwege rot eingezeichnet sind. Der handliche Führer tojtet geb. 3.- M; ohne Karte jedoch mit Uebersichtskarte, geb. 1,80. M. Die Karte wird auch ohne Buch( in Umschlag geheftet) abgegeben.

Der Weg zur Gesundheit. Von Geheimrat Beerwald. 223 S. Preis geb. 2,60 M. Mar Hesses Verlag, Berlin W, 15. Durch den Krieg und die darauffolgenden Jahre hat die deutsche Volksgesundheit erheblichen Schaden gelitten und wir alle fön nen ein Lied davon singen. Wie wir nun den Weg zur Gesund­heit und damit zum Lebensglüd zurüdfinden tönnen, bringt in vorbildlicher Weise das Buch des bekannten Berliner Hygieni lers. Der Titel des Buches fönnte auch heißen: Die Kunst, jung zu bleiben", und wahrlich, wer in gefunden und tranfen Tagen die gegebenen Ratschläge befolgt, wird diesen sehnlichsten Wunsch aller Menschen nahezu erfüllt sehen.

Geschäftliches.

Wasser und Wäsche.

Wenn die Hausfrau ratlos vor ihrem Waschkessel steht, weil die Lauge trotz des guten Waschmittels nicht schäumen will, dann wünscht sie wohl Großmutters Zeiten zurüd, wo das Waschwasser aus dem dicen Regenfaß geschöpft wurde, das in seinem uner­gründlichen, altersgrauen Bauch das weiche Regenwasser aufbe wahrte. Das Problem, hartes Wasser Leitungswasser ist fast

immer hart- weich zu machen, hat schon seit längerer Zeit unsere Wissenschaftler beschäftigt. Die Hausfrau der Großstadt hat kein Regenfaß mehr zur Verfügung, sie ist auf Leitungswasser ange wiesen. Das idialste Mittel, hartes Wasser weich zu machen, d. h. seinen Kaltgehalt zu binden, stellt ohne Zweifel eine besondere Enthärtungsanlage dar, wie sie auch in der Industrie vielfach Verwendung findet. Allerdings ist eine solche Anlage für häus­liche Verhältnisse etwas fostspielig. Zum Glüd gibt es aber noch andere Mittel, die sich zum Weichmachen des Wassers gut eignen, und da ist an erster Stelle die Bleichsoda zu nehmen. Nur einige Handvoll Bleichsoda genügen, einen großen Kessel voll Wasser in wenigen Minuten zu enthärten. Man gibt zu diesem Zwed die Bleichsoda einige Zeit vor Bereitung der Lauge ins talte Wasser und löst sie durch Umrühren auf. Bleichsoda hat die Fähigkeit, den übermäßig hohen Kaltgehalt, der die Härte des Wassers hervorruft, zu binden und niederzuschlagen. Der Vor­teil des dadurch erzielten weichen Wassers liegt in ungleich besserer Auswertung des Waschmittels, erhöhter Schaumwirkung und wesentlich sparsamerem Waschen!

Kornfrant" der Ersatz für Bohnenkaffee, hat sich durch seine unerreichte Güte den ersten Plaz erobert, weil er die guten Eigenschaften des Bohnenkaffees im vollsten Maße besitzt. Die Zubereitung ist die gleiche wie bei Bohnenkaffe, also dentbar einfach.

Berantwortlich: Christian Klein in Gießen.

Bamberg ermordet, steigt die dramatische Spannung in Kampf und blutigem Streit zum Höhepunkt. Knappen, Burgfräulein und Gesinde feiern mit der Schloßfamilie das Maienfest. Lieb­liche Reigentänze, Spottreigen und Balladentänze werden sin­gend getanzt. Ganz im Banne dieser bunten Bilder des Mittel­alters fühlen wir die herbe Unterbrechung der fremden Ritter flopfenden Herzens und erdulden, geänftigt vom Hornruf des Zinnenwächters hoch oben vom Zugturm, die herannahende Ge­fahr. Geradezu genial hat der Schüler Humperdings Heinz Schwier die Musik zu dem Burgenspiel tomponiert. Die herz­fei er gewinnenden Weisen, der melodisch rhythmische Tanz volkstümlich oder kirchlichen Charakters schmeichelt sich un­vergeßbar in unser Ohr, wie ein rechtes liebes Bolkslied.

Die erste Aufführung findet am 23. Mai 1926, nachmittags 4 Uhr, statt. Neben ersten Berufskräften haben sich gebildete Laien, denen der Dichter selbst die Rollen einstudierte, als Dar­Der Verfasser, Herr Rudolf steller zur Verfügung gestellt. Lorenz, der seit 25 Jahren als Verfasser und Leiter großer Freilichtbühnenspiele in deutschsprechenden Landen wohlgeachtet und bekannt ist, wurde vor einigen Jahren als Lettor für Rede und Vortragsfunft an die Universität Göttingen berufen. Der Titelheld wird von Herrn Richard Hahn gespielt, einem der anerkanntesten Heldendarsteller, der zur Zeit am Landestheater in Meiningen wirkt und von seiner früheren Tätigkeit am Deut­schen Theater in Berlin sowie am Stadttheater Leipzig und dem Staatlichen Theater in Kassel her, einen hervorragenden Ruf besitzt, und ein aus 20 Mufitern bestehendes Orchester bewältigt unter Leitung des Komponisten die musikalischen Aufgaben. So ist also im Bezug auf Wiedergabe der Dichtung in jeder Weise glänzend gesorgt, und der Zuschauerraum für nahezu 1000 Per­sonen wird jeden Sonntag gefüllt sein. Nachdem dies Burgen­spiel in Kufstein in Tirol und in Vaduz in Liechtenstein je zehnmal gespielt worden ist, ist die Uraufführung für Deutschland für Pfingsten 1926 gesichert.

Auskunft über alle Fragen erteilt gern die Geschäftsstelle der Freilichtbühne des Saaletales in Orlamünde; Telephon Nr. 9 oder 11.