Sonnabend, den 7. August 1926.
Wie reklamiere ich meine Sondersteuer?
Das Hessische Sondersteuergesetz bietet eine Reihe von Möglichkeiten, eine Herabsehung der Steuer zu erwirten, und zwar sowohl solche, die in der Verordnung vom 10. März 1926 vorgesehen find, als auch solche, die infolge der Verhandlungen der Organisation mit dem Ministerium von letterem zugestanden worden sind. Für die Steuerpflichtigen gilt es, von den gegebenen Möglichkeiten Gebrauch zu machen, soweit sie für Häuser in Betracht kommen. Bon vielen Hausbesigern werden diese Bestimmungen viel zu wenig beachtet, weil man sich über den ganzen Fragentomplex nicht recht im Klaren ist. Die in Frage tommenden Beträge sind aber oft von einer Höhe, daß niemand die Ausnugung der Ermäßigungsmöglichkeiten unterlassen sollte. Wir geben nachstehend eine Zusammenstellung all der Fälle, wo mit Erfolg eine Ermäßigung der Steuer beantragt werden fann, mit entsprechenden Erläuterungen und zum besseren Berständnis auch jeweils den Entwurf eines Antrags. Wir bemerten ausdrüdlich, daß in all den Fällen die Herabsehung der Steuer nur auf Antrag des Steuerpflichtigen vorgenommen wird. 1. Wertbeständige Belastung. Soweit vor dem 14. Februar 1924 auf einem Grundstüd eine privatrechtliche wertbeständige Last ( Goldmarkhypothet oder nach ausländischer Währung) eingetragen ist, ist die aus dieser Laft sich ergebende Geldverpflich tung dem Grundstüdseigentümer auf seinen Antrag zu ersetzen. Dasselbe gilt auch für die Schweizerischen Goldhypotheten u. a. Zu den laufenden Geldverpflichtungen gehören auch Tilgungsbeträge, die zur Abtragung der Frankenschuld angesammelt werden. Es handelt sich also hier um Zinjen und etwaige Tilgungsbeträge für die oben bezeichneten Goldschulden. Aufwertungshypotheken tommen nicht in Betracht. Der Nachweis tann durch eine Bescheinigung des Grundbuchamtes erbracht werden.
Ein Antrag hätte ungefähr folgendermaßen zu lauten: Auf meinem Anwesen in straße Nr.
ist laut beiliegender Bescheinigung des Amtsgerichts vor dem 14. Februar 1924 eine wertbeständige Laft im Sinne des Art. 7 der Hess. Gondersteuerverordnung eingetragen. Die daraus sich ergebende Geldverpflichtung beläuft sich auf R. Mt. an Zinsen und... R, Mt, an Tilgungsbeträgen für die Zeit vom 1. April 1926 bis 31. März 1927.
Ich beantrage um Kürzung der Sondersteuern vom bebauten Grundbesitz um die oben genannten Beträge. 2. Geringe Belastung. Wessen Grundstück am 31. Dezember 1918 nur bis zu 30 Prozent des Steuerwertes hypothekarisch belastet war, tann nach Art. 7 der Verordnung, Herabsetzung der Steuer verlangen und zwar darf die Sondersteuer bei Grundstücken, die an diesem Stichtag unbelastet oder mit höchstens 20 Prozent ihres Steuerwertes belastet waren, nicht mehr als 1 Prozent des Friedenswertes betragen. War das Grundstüd mit mehr als 20 aber nicht mehr als 30 Prozent des Friedenswertes belastet, so darf die Steuer nur 1,75 Prozent des Friedenswertes betragen. Als Friedenswert gilt der Wert, der auf dem Steuerzettel steht( Steuerwert von 1914).
Ein Haus im Wert von 40 000 Mart im Frieden, das unbelastet war, oder mit höchstens 8 000 Mart Hypothet belastet war, braucht nur 1 Prozent des Wertes also 400 Mark im Jahr als Sondersteuer, für Staat und Gemeinde zusammen, zu bezahlen, während angeforderte Sondersteuer annähernd 800 Mart beträgt. Ist dieses Haus über 8 000 Mart aber nicht über 12 000 Mart belastet, so ist die Steuer auf 700 M, also um rund 100 Mart herabzusetzen. Weitere Vergünsti gungen bei höheren Belastungen hat die Sessische Regierung bis jetzt nicht gewährt.
Der an das Finanzamt und an die Stadt, oder Gemeindekasse zu richtende Antrag hätte etwa wie folgt zu lauten: Mein Anwesen in....straße Nr...( Heberegister Nr.....) ist mit 40 000 Mark Steuerwert zur Sondersteuer veranlagt. Nach beiliegender Bescheinigung des Grundbuchamtes( Ortsgerichts) war das Anwesen am 31. Dezember 1918 unbelastet( oder mit nur 8000 Mart
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Gießener Zeitung"
scheidung beantrage ich Stundung des in Frage kommenden Betrages.
3. Klein- Einfamilienhäuser. Einfamilienhäuser, die vor dem 1. Juli 1918 bezugsfertig hergestellt und an diesem Termin mit nicht mehr als 20 Prozent des Friedenswertes belastet waren, find auf Antrag von der Gondersteuer freizustellen, wenn sie nur vom Eigentümer und dessen Familienmitgliedern bewohnt werden und die Wohnfläche nicht mehr als 70 Quadratmeter beträgt. Zwangsmieter, die einen geringen Teil des Hauses bewohnen ändern an der Freistellung nichts. Die Dielen„ wenn werden es verhindern, daß dieser Vorschrift mehr als theoretische Bedeutung zukommt. Als Wohnraum gilt der bewohnbare Raum, der hinter dem Glasabschluß liegt, also auch bewohnbarer Manjardenraum.
Das Antragsmuster ergibt sich aus dem Wortlaut und aus den vorhergehenden Mustern.
4. Erlag in besonderen Fällen. Nach Art. 15. d.B.O. kann der Minister der Finanzen in Fällen besonderer Unbilligkeit die Sondersteuer ganz oder teilweise erlassen. Darunter kann man Fälle verstehen: eine mit großen Kosten verbundene Krant. heit, schwere Unglüdsfälle, besonders große Ausgaben für die Hauserhaltung u.a.m. Aussicht auf Erfolg dürften aber nur Fälle ganz außergewöhnlicher Art haben. Wo solche vorliegen, stelle man aber auch Antrag.
Der Wortlaut ergibt sich aus dem Tatbestand.
5. Berzinsung unter 5 Prozent. Anwesen, die im Jahre 1914 weniger als 5 Prozent ihres Steuerwertes als Miete einbrachten,( die eigene Wohnung im Haus ist mitzurechnen) haben Anspruch auf Herabsetzung der Sondersteuer und zwar soll die Steuer soweit herabgesetzt werden, daß sie nicht mehr als 39,2 Prozent der gültigen Friedensmiete beträgt. Etwa vom Mieteinigungsamt berichtete Friedensmieten treten an Stelle der etwa in 1914 tatsächlich eingenommenen höheren oder geringeren Miete. Beträgt die Friedensmiete bei einem Haus im Steuerwert von 40 000 Mart nur 1600 Mark, so liegt eine nur 4prozentige Verzinsung vor und die Steuer ist von rd. 800 Mart im Jahr auf 627,20 Mart herabzusetzen. Antragsmuster:( an das Finanzamt und an die Stadtoder Gemeindekasse): Mein Anwesen in... straße Nr... Heberegister Nr... ist mit 40 000 Mark Steuerwert zur Sondersteuer veranlagt. Die Friedensmicie des
DEUTZ
Klein- Diesel
FO
4504
ГД
Bauart MIH
Uber 6000 Dieselmotoren mit ca 300000 PS geliefert
oder mit nur 12000 Mark belastet). Ich beantrage deshalb| MOTORENFABRIK DEUTZ A- G.
um Herabsetzung der Sondersteuer gemäß Art. 1 der Hess.
Verordnung vom 10. März 1926. Bis zur endgültigen Ent
Wer mich bekennet.
Von Erwin Gros.
20. Fortsetzung.
,, Jch aber gebe dich nicht auf, Hans! Mein Vater kann mich hindern, dich zu nehmen, aber er tann mich nicht zwingen, einen andern zu nehmen."
Es war eine seltsame Mischung von Freude und Schmerz in ihnen zu dieser Stunde, Freude darüber, daß ihre Seelen so im Gleichschritt gingen; ja, sie meinten, jetzt erst sich innerlich viel näher gekommen und ganz und gar eins geworden zu sein Schmerz darüber, daß nun die Scheidestunde vor der Türe stand.
Noch an diesem Abend begab sich Hans Heeger in das Amtshaus und erklärte dem Herrn Stubenrauch, daß er um des Gewissens willen seinem Glauben treu bleiben müsse. Da geriet der Herr Amtmann in hellen Zorn; alle Leutseligkeit fiel von ihm ab, wie welke Blätter vom Baum, das achtungsvolle„ ihr" wandelte sich wieder in das den weiten Abstand betonend ,, er".
..Weiß er, daß er hier in Holzhausen überhaupt kein Recht hat? Ich kann ihn jeden Tag hinausjagen lassen, wie einen herrenlosen Hund. Gehe er doch dorthin, wohin er gehört!"
Ruhig erwiderte Hans Heeger:„ Ich habe meinem Meister gekündigt und gehe heute in vierzehn Tagen. Ich möchte aber dem Herrn Amimann raten, dies ruhig abzuwarten. Denn wenn ihr vorher Gewalt anwendet, mich zu entfernen, so liegt der Grund zu offen vor dem ganzen Dorfe da. Jeder weiß: Man faßt mich nur an, weil ich nicht katholisch werden will. Da werden die Protestanten die Ohren spitzen und mehr auf der Hut sein als bisher."
„ Mache er, daß er hinauskommt, ich brauche ihn nicht als Konsiliarius( Ratgeber)."-
Am Donnerstag kam Abraham Privat nicht selbst, er ließ die Stiefel durch einen Boten abholen. Dieser Bote erschien am
Zweigniederlg. FRANKFURT a/ M. Kaiserstr.23
Sonntag wieder und überbrachte einen Brief, der die Bitte an Hans enthielt, er möge am folgenden Vormittage, also am Montag, um 10 Uhr, vor dem langräflichen Schlosse im Homburg sich einfinden. Und zwar solle er bestes Sonntagsgewand anziehen; der Grund werde ihm an Ort und Stelle offenbart werden.
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Natürlich folgte Hans Heeger dieser Weisung und war pünktlich vor dem großen, schmiedeeisernen Tore des Schlosses. Abraham Privat war schon zugegen und begrüßte Hans mit fröhlichem, ja übermütigem Gesicht. Natürlich konnte dieser nicht rasch genug erfahren, worum es sich handele. Also, nun spizze die Ohren und höre" in der Freude seines Herzens gebrauchte Abraham Privat das ,, du" der Freundschaft ,, wir gehen zunächst zu dem Hofschuhmacher Schubert, das ist ein alter, kinderloser Mann, der sich gerne zur Ruhe sehen möchte. Er hat aber in diesen armen Zeiten noch keinen gefunden, der ihm sein Haus hätte ablaufen können. Wir wollen jetzt hingehen und alles besichtigen. Gefällt dir der Bau, so machen wir den Kauf sofort fertig."
Ja, aber Abraham, wird mich denn die Zunft als Meister so ohne weiteres rezipieren( aufnehmen), fragte Hans voll Bedenklichkeit.
„ Das lasse meine Sorge sein, auch dafür ist schon vorgesorgt; jetzt tomme mit!" rief voll Luftigkeit Abraham Privat. Heute spiele ich den Mann mit dem Zauberstab, der die schwersten Sachen spielend vollbringt; alles mug springen, wie ich will!" Den mußt du auch einmal beim Schultheiß in Holzhausen gebrauchen," warf Hans ein.
,, Qui vivra. vera!"( Wer's erlebt, der schaut's) lachte Abraham Privat.
,, Das verstehe ich nicht!"
..Ja, Hans, das ist ja gerade das Zauberwort."
Sie gingen nun zum Meister Schubert; das Haus wurde vom Keller bis zum Speicher besichtigt, es war geräumig und in gutem Zustande. Man tam rasch zum Ziel, zumal Käufer wie Verkäufer Gefallen aneinander fanden. Schubert und seine
Nr. 32.
Hauses beträgt nach untenstehender Aufstellung 1600 Mort im Jahr.
Ich beantrage Herabsehung der Steuer gemäß der Anordnung des Herrn Finanzministers.
( Mietaufstellung beifügen.)
6. Hotel- und Pensionsbetriebe in Kurorten. Auch für diese Besitzer besteht die Möglichkeit der Steuerherabsetzung. Wenn die reine Mieteinnahme( also ohne Wäsche, Mobiliar, Bedienung, Beköstigung) einschl. der Eigenwohnung des Befiters weniger als 5 Prozent des Steuerwertes im Jahr beträgt, besteht dieselbe Ermäßigungsmöglichkeit wie zu 5. Dem Antrag wird zwedmäßig ein Verzeichnis der Mieteinnahmen beigefügt mit etwa notwendigen Erläuterungen.
7. Mietausfall. Miciausfall fann entstehen sowohl durch underschuldetes Leerstehen von Mieträumen als durch Uneinbringlichkeit von Mietern. In beiden Fällen wird auf Antrag der auf den Ausfall entfallende Betrag an Steuer erlassen. Eine Austlagung des zahlungsunfähigen Mieters und eine Unpfandbarkeitsbescheinigung des Gerichtsvollziehers ist jetzt nicht mehr notwendig. Es genügt, wenn der Steuerpflichtige die behaupteten Tatsachen glaubhaft macht, was durch Abgabe einer eidesstatlichen Versicherung geschehen tann.
Der Antrag an das Finanzamt und die Stadt- und Gemeindekasse kann wie folgt lauten:
Ich bin Eigentümer des Anwesens in...... straße das unter Heberegister Nr.... zur Sondersteuer veranlagt ift. In meinem Hause stand die Wohnung im... Gtod mit einer Friedensmiete von.... Mart jährlich in der Zeit bis..... ohne mein Verschulden leer.
DOM.....
Sommabend, den 7. Auguft
ins lentt, wird es mit dem tens ein Teil des Rheins m Das besetzte Wiesbaden, die 2
Tannus, tann sich rühmen, scho rliche Besucher aufweisen zu fö Auffallend ist der starte Prozentjak in den Kurlisten findet. Wer der
Bahnhof betritt, wird angenehm übe festontrolle dort vermieden wird. Bahnhof einen englischen Posten, er Fremde dem Kurviertel zu. Es der Sommerfrischler, falls er nicht ich nicht mit einem polizeilichen Stadt sieht man hier und dort eine Truppen, meist Engländer, die die St auch eine marschierende oder reitende wird durch die Besatzung jedoch nicht Berkehr in der Stadt.
Vorbild für andere Städte find non Wiesbaden aus. Was dort an bis nach Bad Kissingen, im Weste Rosel, im Norden bis weit über Ro nach Heidelberg und Wimpfen reid radezu staunenswert. Ein tägl Kraftwagen bringt mich nach dem re berischer Taunusfrieden. Und weite genjchwalbach. Von weitem sehen wir Iber das internationale Publikum durch die Garnison in feiner Ferien Man will Sonne im Rheinge Einen herrlichen Sonnentag benut Marsch durch die schmalen Gaſſen denen Mainz- der riesige Bauger it gegenwärtig für Besucher gesch dampferfahrt über Biebrich, Schierst mah Rüdesheim. Ein Flieger lent id!-jein Flugzeug in der Ric dem Rhein. Auf dem Ded des g man, daß das Rheingebiet ausländis noch nicht zwei Stunden sind wir in zam Niederwalddenkmal, dem stum Zeit, die uns die deutsche Einheit aber auch viele Erwachsene bewunde ment. Ueber bewaldete Berge geht haufen.
Ich beantrage daher entsprechende Herabsetzung der auf die oben genannte Zeit auf diese Miete entfallende Sondersteuer.( Bei Uneinbringlichkeit der Miete hätte der 2. und 3. Gay etwa zu laut:
im Rückstand( ist am
für die Zeit vom.....
Der im.... Stod wohnende Mieter...... ist mit der Miete vom bis..... in Höhe von.. Mart ausgezogen mit einer Mietschuld bis..... in Höhe von.... Mart. Eine Klage gegen den Mieter bietet keine Aussicht, die Miete zu bekommen, da der Schuldner nach meinem Dafür= halten pfandlos ist. Ich beantrage Herabsetzung der Sondersteuer um den Betrag, der auf die verloren gegangene Miete entfällt.
Die Richtigkeit der obigen Angaben versichere ich an Eidesstatt.
8. Gewerbliche Räume. Für gewerbliche Räume, die infolge der Wirtschaftslage nicht genügend ausgenützt werden, kann eine Herabsetzung der Steuer begehrt werden. Es tommen hier in Frage z. B. Fabrikräume und Werkstätten, in denen nur noch eine geringe Zahl Leute beschäftigt werden. Angenommen, ein Schreinermeister arbeitete in seiner Werkstatt früher mit 20 Leuten, er kann aber durch die Ungunst der Verhältnisse nur noch 4 Leute beschäftigen, so kann er Herabsetzung der auf den Werkstattraum lastenden Sondersteuer verlangen. Der Wortlaut des Antrags ergibt sich aus dem Tatbestand. Außer den Ermäßigungen tann in besonderen Fällen auch Stundung der Steuer gewährt werden auch auf längere Jahre gegen hypothetarischen Eingang.
Im übrigen sind die Anträge, die sich auf Befreiung von der Steuer für die eigene Wohnung in Fällen von Bedürftigkeit beziehen, an die zuständige Fürsorgebehörde zu richten. G. 3., D.
Die Sommerfrische im besetzten Westen. Von August Holtmann.
Ein Notruf drang in den letzten Jahren wiederholt aus dem Westen in die freien Landesteile Deutschlands: Bergeßt uns nicht während der Besetzung! Kommt in unsere Bäder und Sommerfrischen! Die Jahre kommen und gehen. Noch immer sind weite Landesteile Deutschlands von den Truppen der ehemaligen Feindesmächte besetzt. Das hat schon manchen abgehal ten, die gesegneten Gaue des Rheins und der ihn umgebenden herrlichen Landschaften zu seinem Ferienaufenthaltsort zu wäh len. Aber die unausrottbare Sehnsucht nach dem schönsten deut schen Flusse treibt doch jährlich wieder ungezählte Erholungsbedürftige nach dem Westen, und wer jetzt seine Schritte westFrau behielten sich das Einfizrecht in zwei Stuben des ersten Stodes vor. In dem Kaufpreis von neunzehnhundert Gulden war noch das Gerät der Schuhmacherwerkstätte und der Hausrat eines Schlafzimmers einbegriffen. Man gab sich Wort und Handschlag und verabredete, wann der Kauf von der Obrigkeit getätigt werden sollte.
,, Wohin gehen wir den jetzt?" fragte Hans Heeger, als sie wieder auf der Straße standen. Dabei sah er an dem Haus empor und schüttelte unwillkürlich den Kopf darüber, daß es sein Eigen tum sein sollte.
,, Wohin gehen wir denn jetzt?" fragte Hans Heeger, als sie wieder auf der Straße standen. Dabei sah er an dem Haus empor und schüttelte unwillkürlich den Kopf darüber, daß es sein Eigentum sein sollte.
Wohin wir jetzt gehen? Ei nun, zu seiner hochfürstlichen Durchlaucht, dem Herrn Landgraf Friedrich Jakob," erwiderte Abraham Privat so gleichmütig, als ob er dort jeden Tag einund ausgehe.
Hans Heeger trat einen Schritt zurüd. ,, Was soll ich denn bei dem Landgrafen?"
,, Du sollst ihn alleruntertänigst bitten, daß du das Einzugs geld geschenkt bekommst, und daß die Schuhmacherzunft dich willig embrassiert( umarmt). Erzähle ihm nur alles, so, wie du es mir am Sonntag erzählt hast."
,, Aber, Abraham, ich kann doch mit einem Landgrafen nicht reden wie mit dir?"
,, Ei, warum denn nicht?", lachte Abraham Privat.„ Er ist doch ein Mensch und ein Christ wie wit."
Ein reich betreßter Diener nahm die beiden Freunde in Empfang. Hans hielt ihn für einen hohen Herrn und machte eine tiefe, ehrfurchtsvolle Verbeugung, die der also Begrüßte mit einem Inappen Reigen des Hauptes huldvollst erwiderte. Ueber eine breite Treppe, über weite, mit Geweihen geschmüdte Gänge wurden sie geführt! Dann in ein Pruntgemach, hier sollten sie warten.
Untern Laubdach Kü
Luft'gen Scherz bei v Rebenduft und Rhein Hat die Lieder wache So hat Emil Rittershaus an der hausen gesungen. O, wie wurde v Rhein und an seinen Ufern gesunge und Leidens hat sich bei den Mensch die fröhlichen Sänger sind vielfach v fastfreundliche Sinn der Bewohner. man den verschiedensten Stellen des zu joliden Preisen wohnen und le Und immer wieder am Rhein
die Ohren: Bergeßt bei eueren S im belegten Gebiete nicht!
Lokal Sonntagsge
Sommerwinde jäuseln im We Fruchtfelder hin.
Und nun ist Erntezeit.
Aus Knospen und Blüten ist segenschwer auf die Sichel des S aus heißer Arbeit und Müh, au bangem Befürchten.
Und wieder wollen wir hinau chen, ob sie uns auch in der Erntez Draußen ist jetzt die geheimn Himmel das Kunstwerk vollendet,
Hans Heeger stand wie auf he Raumes überwältigte ihn; dergleich das Herz schlug ihm bis zum Halse Nach einer kurzen Weile, die Ha trat der Landgraf ein. Er war von tendem Wesen; man sah ihm auf d an. Zugleich aber hatte er etwas und Gewinnendes.
Beide Freunde verbeugten sich, in der nachfolgenden Unterredung Franzosen und des Deutschen deu
Abraham Privat war von be und leichter, sicherer Höflichkeit. T doppelt steif und unbeholfen. Da ttenherzig, daß der Landgraf mit forte. Zuweilen warf er eine furze& Aufmertiamfeit bewies. Schließlich tomijchen Rege echappieret( entrom anferer Residenz niederlassen. M Saar Schuhe gezeigt, die er gemad scht gefallen, auch mein alter H ( erklärt), daß er ein Meister in sein tann ich gebrauchen, zumal wenn Christenleute sind. Und weil Gein Ingelheim ihm das Einzugsgeld i
menn er fatholisch geworden wäre Homburg nicht bezahlen müssen. Fiberrn vorauszukommen, will i zipieret hat, das Prädikat So tas aus Meister Schubert gehabt Sans Heeger war nach Ho fedelt. Sein Name mit dem stol Sause. Und die Kunden strömten Hans war in der Stadt eine vielbe geheimnisvolle Zauber des Abenteu


