Nr. 32.
huntenstehender Ausstellung nur biegung der Steuer gemäß der Aninanzministers. fügen.)
ebe in Kurorten. Auch für diese Behfeit der Steuerherabjegung. Wenn ( also ohne Wäsche, Mobiliar, Beeinschl. der Eigenwohnung des Be ozent des Steuerwertes im Jahr be mäßigungsmöglichkeit wie zu 5. Dem
ein Verzeichnis der Mieteinnahmen endigen Erläuterungen.
fann entstehen sowohl durch under n Mieträumen als durch Uneinbring beiden Fällen wird auf Antrag der de Betrag an Steuer erlassen. Eine gsunfähigen Mieters und eine Un
g des Gerichtsvollziehers ist jetzt nicht nügt, wenn der Steuerpflichtige die laubhaft macht, was durch Abgabe icherung geschehen kann. Finanzamt und die Stadt- und Ge gt lauten:
r des Anwesens in...... straže Nr.... zur Sondersteuer veranlagt stand die Wohnung im... Gtod von.... Mark jährlich in der Zeit ohne mein Verschulden leer.
t entsprechende Herabsetzung der auf auf diese Miete entfallende Sonder glichkeit der Miete hätte der 2. und
wohnende Mieter...... ist mit bis..... in Höhe von.... Mart ... ausgezogen mit einer Mietschuld bis..... in Höhe von.... Mart. en Mieter bietet teine Aussicht, die der Schuldner nach meinem Dafür
ch beantrage Herabsetzung der Sonag, der auf die verloren gegangene obigen Angaben versichere ich an gewerbliche Räume, die infolge der ügend ausgenügt werden, kann eine begehrt werden. Es kommen hier in und Werkstätten, in denen nur noch beschäftigt werden. Angenommen, itete in seiner Werkstatt früher mit durch die Ungunst der Verhältnisse tigen, so kann er Herabsetzung der astenden Sondersteuer verlangen.
gs ergibt sich aus dem Tatbestand. n in besonderen Fällen auch Stun erden auch auf längere Jahre gegen
Inträge, die sich auf Befreiung von Bohnung in Fällen von Bedürftigkeit Fürsorgebehörde zu richten. G. 3., D.
he im besesten Westen. ust Holtmann.
n lezten Jahren wiederholt aus dem esteile Deutschlands: Vergeßt uns g! Kommt in unsere Bäder und e kommen und gehen. Noch immer schlands von den Truppen der ehe3t. Das hat schon manchen abgehal es Rheins und der ihn umgebenden einem Ferienaufenthaltsort zu wäh
e Sehnsucht nach dem schönsten deut
rlich wieder ungezählte Erholungs, und wer jetzt seine Schritte westfizrecht in zwei Stuben des ersten reis von neunzehnhundert Gulden hmacherwerkstätte und der Hausrat iffen. Man gab sich Wort und wann der Kauf von der Obrigkeit
jekt?“ fragte Hans Heeger, als sie . Dabei sah er an dem Haus empor en Kopf darüber, daß es sein Eigen
jekt?" fragte Hans Heeger, als nden. Dabei sah er an dem Haus rlich den Kopf darüber, daß es sein
- Ei nun, zu ſeiner hochfürstlichen dgraf Friedrich Jakob," erwiderte ig, als ob er dort jeden Tag einSchritt zurüd.
em Landgrafen?"
änigst bitten, daß du das Einzugsaß die Schuhmacherzunft dich willig le ihm nur alles, so, wie du es mir
n doch mit einem Landgrafen nicht
', lachte Abraham Privat.„ Er ist rist wie wir."
ner nahm die beiden Freunde in für einen hohen Herrn und machte
beugung, die der alſo Begrüßte mit auptes huldvollſt erwiderte. Ueber
te, mit Geweihen geschmückte Gänge
n ein Pruntgemach, hier sollten fie
Sonnabend, den 7. August 1926.
parts lentt, wird es mit dem erhobenen Gefühl tun, dağ penigstens ein Teil des Rheins wieder freier deutscher Besiz ist. Das besetzte Wiesbaden, die Weltkurstadt zwischen Rhein und Taunus, tann sich rühmen, schon heute fast wieder so viele jährliche Besucher aufweisen zu können, ais vor dem Kriege. Auffallend ist der starte Prozentsatz von Amerikanern, die man in den Kurlisten findet. Wer den geräumigen Wiesbadener Bahnhof betritt, wird angenehm überrascht sein, daß eine lästige Saktontrolle dort vermieden wird. Zwar sieht man auf dem Bahnhof einen englischen Posten, aber unbehelligt wendet sich der Fremde dem Kurviertel zu. Es wäre natürlich falsch, wollte der Sommerfrischler, falls er nicht sonst einen gültigen Paz hat, sich nicht mit einem polizeilichen Ausweis versehen. In der Stadt sieht man hier und dort einen Angehörigen der fremden Truppen, meist Engländer, die die Stadt besetzt halten, ab und zu auch eine marschierende oder reitende Abteilung. Das Kurleben wird durch die Bejagung jedoch nicht beeinflußt, ebensowenig der Berkehr in der Stadt.
Vorbild für andere Städte sind die Verkehrsmöglichkeiten Don Wiesbaden aus. Was dort an Autobuslinien, die im Osten bis nach Bad Kissingen, im Westen bis nach Cochem an der Mojel, im Norden bis weit über Koblenz hinaus, im Süden bis nach Heidelberg und Wimpfen reichen, betrieben wird, ist geradezu staunenswert. Ein täglich mehrmals verkehrender Kraftwagen bringt mich nach dem reizenden Schlangenbad. Zauberischer Taunusfrieden. Und weiter geht die Fahrt nach Langenschwalbach. Von weitem sehen wir schon die englische Kaserne. Aber das internationale Publikum der Kurkonzerte läßt sich durch die Garnison in seiner Ferienruhe nicht stören..
Man will Sonne im Rheingebiet, sagte der Volksmund. Einen herrlichen Sonnentag benutze ich, nach einem kurzen Marsch durch die schmalen Gassen und Hauptstraßen des golbenen Mainz der riesige Baugerüste tragende Mainzer Dom ist gegenwärtig für Besucher geschlossen zu einer Schnelldampferfahrt über Biebrich, Schierstein, Eltville und Geisenheim nach Rüdesheim. Ein Flieger lenti welch herrlicher Augenblic! sein Flugzeug in der Richtung des Stromlaufs über dem Rhein. Auf dem Ded des großen Flußdampfers vergiẞt man, daß das Rheingebiet ausländisches Militär beherbergt. In noch nicht zwei Stunden sind wir in Rüdesheim. Bergauf gehts zum Niederwalddenkmal, dem stummen Zeugen einer großen Zeit, die uns die deutsche Einheit brachte. Viele Schulklassen, aber auch viele Erwachsene bewundern das überragende Monu ment. Ueber bewaldete Berge geht der Marsch nach Aßmannshausen.
Untern Laubdach Küsse tauschen, Lust'gen Scherz bei vollen Kufen, Rebendust und Rheinesrauschen Hat die Lieder wachgerufen.
So hat Emil Rittershaus an der Dichterstätte in Aßmannshausen gesungen. D, wie wurde vor dem Weltkriege auf dem Rhein und an seinen Ufern gesungen! Aber die Zeit des Leides und Leidens hat sich bei den Menschen bemerkbar gemacht. Und die fröhlichen Sänger sind vielfach verstummt. Geblieben ist der gastfreundliche Sinn der Bewohner. Ich konnte feststellen, daß man den verschiedensten Stellen des Rhein und Taunusgebietes zu soliden Preisen wohnen und leben kann.
Und immer wieder am Rhein drang mir der Mahnruf in die Ohren: Bergeßt bei eueren Sommerreifen auch die Brüder im besetzten Gebiete nicht!
Lokales. Sonntagsgedanken.
Sommerwinde fäuseln im Wellengewebe lispelnd über die
Fruchtfelder hin.
Und nun ist Erntezeit.
Aus Knospen und Blüten ist es herausgewachsen, was jetzt segenschwer auf die Sichel des Schnitters wartet. Aber auch aus heißer Arbeit und Müh, aus sehnender Hoffnung und bangem Befürchten.
Und wieder wollen wir hinausgehen in die Natur, zu lauschen, ob sie uns auch in der Erntezeit etwas zu sagen hat.
Draußen ist jetzt die geheimnisvolle Werkstatt, darin der Himmel das Kunstwerk vollendet, das mit den Frühlings
Hans Heeger stand wie auf heißen Kohlen; die Pracht des Raumes überwältigte ihn; dergleichen hatte er noch nie gesehen; das Herz schlug ihm bis zum Halse herauf.
Nach einer kurzen Weile, die Hans wie eine Ewigkeit dünkte, trat der Landgraf ein. Er war von stattlicher Gestalt und gebietendem Wesen; man sah ihm auf den ersten Blick den Soldaten an. Zugleich aber hatte er etwas außerordentlich Freundliches und Gewinnendes.
Beide Freunde verbeugten sich, und hier schon wie noch mehr in der nachfolgenden Unterredung kam die verschiedene Art des Franzosen und des Deutschen deutlich zum Vorschein.
Abraham Privat war von beweglicher Formengewandtheit und leichter, sicherer Höflichkeit. Dagegen erschien Hans Heeger doppelt steif und unbeholfen. Darnach aber erzählte Hans so treuherzig, daß der Landgraf mit sichtlichem Wohlwollen zuhörte. Zuweilen warf er eine kurze Frage ein, die seine gespannte Aufmerksamkeit bewies. Schließlich sagte er:„, So ist er also dem römischen Netze echappieret( entronnen) und will sich nun in unserer Residenz niederlassen. Monsieur Privat hat mir ein Vaar Schuhe gezeigt, die er gemacht hat. Die Arbeit hat mir sehr gefallen, auch mein alter Hofschuhmacher hat deklarieret ( erklärt), daß er ein Meister in seinem Fache sei. Tüchtige Leute tann ich gebrauchen, zumal wenn es treue und charakterfeste Christenleute sind. Und weil Seine Exzellenz der Freiher von Ingelheim ihm das Einzugsgeld in Holzhausen erlassen hätte, wenn er katholisch geworden wäre, so soll er es auch hier in Homburg nicht bezahlen müssen. Und um als Landgraf dem Freiherrn vorauszukommen, will ich ihm, sobald die Zunft ihn rezipieret hat, das Prädikat„ Hofschuhmachermeister" erteilen, das auch Meister Schubert gehabt hat."
-
Hans Heeger war nach Homburg vor der Höhe übergesiedelt. Sein Name mit dem stolzen Titel prangte an seinem Hause. Und die Kunden strömten in hellen Haufen zu. Denn Hans war in der Stadt eine vielbesprochene Persönlichkeit. Der geheimnisvolle Zauber des Abenteuerlichen, des dem Alltäglichen
,, Gießener Zeitung"
blüten begann. Und daß seinem Werte die Schönheit nicht fehle, schmüdt er auch jetzt die Werkstatt mit den dunkelsatten Farben der Sommerblumen, mit dem üppigdunklen Grün des Waldes, mit dem Aehren- und Rebenkranz
Go gehen wir über die Fruchtfelder und lassen Gottes Werte sprechen. Dort liegt ein Ader. Wüft und verwahrlost, Untraut wuchert überall. Wem gehört er wohl? Gehört er einem Kranten, der fraftlos war, ihn zu bestellen? Oder einem Nach lässigen, der dem Müziggang nachging und die Arbeit floh? Gehört der Ader vielleicht einem Einsamen und Verlassenen, der nicht weiß, für wen er schaffen und sich mühen sollte? Smrit welcher Empfindung mag der Schnitter darangehen, diese Frucht zu schneiden?
Daneben sich die reiche köstliche Ernte! Sich, wie die Arbeit ihnen von der Hand fliegt, wie alle Hände sich regen, nun in gemeinsamen Schaffen zu ernten, was man gesät, wofür man gemeinsam gesorgt und gebangt hat. Ein Geist und ein Wille scheint alle zu beseelen: es ist Freude an der Ernte.
Dort auf dem kleinen Ader erntet nur ein einziger. Allein hat er das Fledchen Erde, das man ihm anvertraut, liebevoll und sorgsam gepflegt. Und auch er freut sich seiner Gaben.
Ernte auch du wirst einmal einen Erntetag haben. Gorge nur, daß du reif wirst. Wenn deine Stunde kommt, sollst du volle Aehren tragen. Dann gibts gesegnete Heimfahrt in ewige Scheunen. Waldfried.
Die sommerlichen Anlagen.
An der Haltestelle der Elektrischen ist eine große Rasenanlage. Wer lange warten muß, darf seine Augen darauf weiden lassen. Mit Vergnügen beobachtet er, wie ein städtischer Angestellter manchmal den langen grauen Schlauch zwischen den Beeten herumschleppt und dann den Wasserstrahl in die Luft sprühen läßt, daß es in allen Regenbogenfarben funtelt: so ganz fein, als dufte es aromatisch.
Da erst merkt der Städter, wie schön seine Anlagen sind. Er kann dir einen großen Vortrag darüber halten, daß sie volks= wirtschaftlich nüglich und notwendig sind. Auf ihre Schönheit achtet er im allgemeinen wenig. Es müßte denn sein, daß er bei einer besonderen Gelegenheit sein Vergnügen empfindet an dem frischen grünen Rasenteppich oder an dem gesunden Wuchs der gepflegten Bäume für Blumenbeete haben entsetzlich wenig Menschen etwas übrig.
VanillePudding
mit eingelegten Reineclauden
MakronenPudding
m eingekochten Erdbeeren.
SchokoladenSpeise
m.geh Mandeln dazu Vanille- Soße
Jartes Aroma
OITKERS
und köstlicher Geschmack dieser feinen Nachspeisen aus
Dr. Oetker's Puddingpulvern
stellen die verwöhntesten Ansprüche zufrieden. Einfach und leicht nach der jedem Päckchen aufgedruckten Anweisung zu bereiten. Viele Sorten für den einfachen sowie besseren Tisch an Fest- und Besuchstagen.- Achten Sie beim Einkauf auf die Schutzmarke ,, Oetker's Hellkopf" und verlangen Sie in den Geschäften die neuen farbig illustr. Rezeptbücher. Ausgabe F für 15 Pfennig, wenn nicht zu haben, gegen Einsendung von Marken von
9
Dr. A. Oetker, Bielefeld.
Entgegengesetzten, war um ihn. Er hatte den Entehrer seiner Schwester bestraft, er war der Rache der Zigeuner zum Opfer gefallen, er hatte konvertiert werden sollen, hatte seine Herzallerliebste aufgegeben, um seinem Glauben treu zu bleiben, dazu war er ein Schüßling des Landgrafen, Gründe genug, daß man sich um ihn fümmerte und feine Bekanntschaft suchte. So war nun Hans alles wohlgeraten, und er saß in einem warmen, wohlbereiteten Nest, aber er saß allein.
-
-
Noch einmal, ehe er von Holzhausen wegging, hatte er sich zum Schultheißen begeben, um seine Bewerbung zu erneuern. Doch er hatte kaum etliche Worte gesprochen, da fuhr Peter Michel wie ein toller Hund auf ihn los und wies ihm ,,, wo der Zimmermann ein Loch gelassen hätte."
Als Hans dies Abraham Privat erzählte, lachte dieser nur: ,, Qui vivra, verra!"
( Fortsetzung folgt.)
Der alte Pfennig.
Da liegt er vor mir auf dem Schreibtisch, mitten in den Strahlen der guten Mutter Sonne, die ihn freundlich bescheint. Mein lieber alter Pfennig, wie gemütlich und behäbig schaust du immer noch aus, obwohl mehr als 50 Jahre über dich dahin gegangen sind. Etwas abgetragen und verschliessen zwar ist dein braunes Mäntelein, aber kraftvoll leuchtet die große Eins aus deinem runden Vollmondsgesicht heraus, mit dem du mir gar freundlich zulächelst. Wir sind alte Freunde geworden. Achtlos gingen die Menschen an dir vorüber, ließen dich im Erdenstaube liegen, traten dir gar wohl voll Verachtung auf deinen armen Kopf, der in länger als ein halbes Jahrhundert soviel erlebt hat. Ich hob dich auf und brachte dich, in der Westentasche wohlig geborgen, in meine stille Arbeitsklause. Was kannst
I
Nr. 32.
Es sind meistens alte Damen oder alte Herren, die die Blumen in unseren Anlagen bewundern und stundenlang sitzen; fie bliden über ein Zeitungsblatt weg, halten im Gespräch inne. wenn ein Falter über die Blumen gaufelt und lassen sich ihre Augen volltrinken an der Schönheit, die sie daheim nicht haben. Man könnte eine besondere Einteilung der Stadtmenschen da nach schaffen, wie sie sich zu unseren Anlagen verhalten. Die einen haben feine Zeit und stellen nur oberflächlich fest, daß die Stabt für solche Sachen etwas ausgibi; die anderen haben überhaupt feinen Sinn für Natur und ärgern sich, daß sie durch ihre Steuern dabei mitwirken müssen; die dritten benutzen die An lagen lediglich zu dem Zweck, sich dort zu treffen und, wenn es dunkel wird, sich an den Händen herumzuführen; die Vierten möchten gerne die Blume abreißen und sie dann auf den Weg werfen.
Solche Mitbürger nennen wir Kinder. Nur wenige haben wirkliche Freude daran. Weißt du denn, lieber Leser, wie schön unsere Anlagen sind?
* Einrichtung einer Kraftpostlinie. Vom 8. August ab wird auf der Strede Gießen Hochelheim- Niederkleen eine Kraftpost eingerichtet. Vorgesehen sind täglich zwei Fahrten auf der ganzen Strede: ab Niederkleen 5,40 früh und 2,00 Uhr nach mittags, ab Gießen Bhs. 7,30 Uhr morgens und 7,00 Uhr abends; täglich eine Verbindung Niederkleen- Großenfinden Bhf. ab Niederkleen 11,30, ab Großenlinden Bhf. 12,50, ferner sieben Pendelfahrten auf der Teilstrede Gießen- Kleinlinden, ab Gießen Bhf. 7.15, 8.40, 12.15, 1.15, 5.10, 6.15, 8.15, ab Klein linden 7.35, 9.00, 12.35, 1.35, 5.25, 6.35 und 8.35 Uhr.
Die Sperrung der Dammstraße zwischen Walltorstraße und Nordanlage hat das Polizeiamt wegen Vornahme von Pflaster= arbeiten von Mittwoch, den 4. August 1926 ab bis auf weiteres für jeglichen Fahrverkehr angeordnet.
Auf- und Abladen von Metallgegenständen. Nach der Polizeiverordnung, betreffend das Auf- und Abladen, sowie den Transport von Metallgegenständen, vom 9. 10. 1893 sind bei dem Auf- und Abladen sowie bei dem Transport von Gegenständen, welche bei dem Herabwerfen oder bei dem Transport auf Wagen ein starkes Geräusch verursachen, wie eiserne Trag balken, Schienen, Metallröhren und Stangen, Blech, Ketten und dergleichen solche Einrichtungen zu treffen, daß belästigendes Geräusch vermieden wird.
津
Warnung. Es kommt ab und zu vor, daß einzelne Freimarken auf den mit der Post beförderten Briefsendungen nur geringfügige oder schwache Entwertungszeichen, oftmals nur Striche oder schwärzliche Fleden tragen, weil sie beim Abstempeln in der Eile nicht getroffen worden sind. Selbverständlich ist es verboten und auch straffällig, solche unvollständig entwertete Freimarken, nachdem sie von den Umschlägen abgelöst worden sind, nochmals zur Freimachung von anderen Postsendungen zu benutzen. Trotzdem geschicht dies sehr oft in der falschen Voraussetzung, der Betrug würde nicht bemerkt. In den meisten Fällen werden diese Gebührenhinterziehungen aber bei den Postanstalten, die angewiesen sind, hierauf besonders zu achten, entdeckt; gegen die Absender wird dann von der oberen Postbehörde die dafür in dem Postgesetz vorgesehenen Geldstrafen verhängt. Allem Anschein nach werden derartige schwach entwertete Freimarken auch vielfach in betrügerischer Absicht als Ersatz für Kleingeld in Verkehr gesetzt. Darum tut Jedermann, der sich Unannehmlichkeiten ersparen will, gut, Freimarken, die er nicht selbst am Postschalter gekauft hat, vor ihrer Verwendung genau zu besichtigen. Bei verdächtigen Wahrnehmungen, ins besondere auch beim Fehlen des Klebstoffes auf der Rüdseite, empfiehlt sich eine Anfrage über ihre Gültigkeit am Postschalter. * Turnverein von 1846. Der T.V. 1846 begeht heute sein 80. Stiftungsfest, wofür er ein echt turnerisches Programm auf gestellt hat. Heute, Samstag, nachmittags 5 Uhr, leitet er seine Veranstaltungen mit einem Schauschwimmen in der Müller'schen Badeanstalt ein. Der Festabend, um 8,30 Uhr, findet in seiner Turnhalle( Steinstraße) statt. Der morgige Sonntag läßt seine volkstümlichen Abteilungen besonders zu ihrem Recht auf dem Waldsportplatz( VfB.) kommen und beginnen die Kämpfe vormittags 9,30 Uhr. Ein großes Schauturnen nimmt um 3 Uhr in der Voltshalle seinen Anfang, dem sich abends 8 Uhr ein gemütlicher Teil anschließt.
du mir nicht alles erzählen, was hast du alles erlebt, seit du frisch kupferrot- glänzend einst aus der Münze der Hauptstadt eines großen, starten, einigen Reiches tamst, das hoch dastand im Rate der Völker. Das war schon im Jahre des Heils 1875. 3um Zeichen dessen trägst du noch stolz des alten Reiches Adler auf deinem müden Rücken. Damals arbeiteten und sparten die Menschen, und du standest in ihrer Achtung. Heute ist das alles vorbei. Wer denkt denn noch groß an einen Pfennig, einen armseligen Pfennig! Wer fümmert sich darum, wenn solch ein kleiner, brauner Geselle versehentlich in den Straßenschmutz rollt. Es ist ja nur 1 Pfennig! Wat toof id mir davor"! sagt der stolze Spreeathener. Und doch ruht das ganze stolze Gebäude unserer Währung, die wir durch das Wunder der Rentenmark aus dem Chaos neu zusammengefügt haben, auf dir, du kleiner Pfennig. Eins der größten Völker der Erde, eine gar stolze Nation, das Reich des heute allmächtigen Dollars, trägt im Wappen den Spruch: ,, e pluribus unum!"( Aus vielem wird ein Großes.) Das sollte sich jeder sagen, der einen Pfennig findet.„ Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert", sagt ein altes, gutes Wort, und es ist bezeichnend, daß es gerade ein deutsches Sprichwort ist. Einst galt diese Losung in deutschen Landen, als man arbeitete und sparte, aber auch etwas vor sich brachte. Heute, da wir bettelarm geworden, da so mancher keinen Pfennig mehr sein eigen nennt, der einst einen Reichtum an Talern besaß, heute will man vom lieben, alten Pfennig nichts mehr wissen, tritt ihn voller Verachtung beiseite, wenn er auf der Straße liegt. Ehre den Pfennig, deutsches Voll, lerne wieder Achtung haben auch vor dem Geringsten, dann wirst du wieder hochtommen und einst groß dastehen, wie es vor langer Zeit einmal war! B.


