Sonnabend, den 6. März 1926.
Die Sollmiete betrug 65 140 Mart, von denen durch Leerstehen 4756 Mart ausfielen. Die Gollmiete ergab demnach eine Verzinjung des Taywertes von 5,95 Prozent. Für öffentliche Lasten weist Pfaff nach:
3ins für Straßentoftenbeitrag
Kanalgebühren
Grundsteuer
Wassergeld
Brandversicherungsbeitrag
Geldzinjen:
für 1. Sypothefen 28 445 M
für 2. Hypothefen 9083 M Sonstige Arebite 18 836. Unterhaltungskosten
Mietausfall
Betrag der Gollmiete 1500 M 2,30 Prozent 2079 M 3,20 2630-4,05 2318 M 3,56 966 M= 1,48
56364 M 74,25 6127 M 9,40 4756 AL 7,30
**
"
3ins für eigene Gelder
zu 4 Prozent
25 821 M
1033 Gollmiete insgesamt aljo 77773 M
= 1,51 107,05 Prozent.
*
In der Friedensmiete weist Pfaff also nach:
A. Betriebskosten
B. Unterhaltungskosten
C. Zinslasten
9493 M 6127 J 57397 M 4756 M Insgesamt 77773 M
14,59 Prozent 9,40 75,76 7,30 107,05 Prozent
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38
D. Mietausfälle
Go jah es also, zahlenmäßig durch einen Hausbesitzer nachgewiesen, im Jahre 1913 aus.
Wie sieht die Gegenwart aus? Was ist in den seitherigen Hundertsätzen der für Hessen amtlich festgesetzten gesetzlichen Miete von 88 Prozent, nach dem hessischen Ministerium für Arbeit und Wirtschaft enthalten?
Nimmt man an, daß die vollen Hypothefen bestehen geblieben sind, also 1. Spothef mit 640 056 M, 2. Hypothet mit 187 833 Mart, zusammen 827 889 M, noch vorhanden wären und der Aufwertung mit 25 Prozent unterliegen, dann sind bei 3% 3ins für 205 722 M Rapital 6171,66 M 3injendienst gleich 9,47% in die Betriebskosten hineinzurechnen. Nach der amtlichen Festsetzung der gesetzlichen Mietesätze bestehen diese aus Januar 1926
Zinsendienst
Betriebskosten
Unterhaltung
1913
9,47 Prozent 75,76 Prozent 23,53 14,59 22,00 9,40
Sondersteuer( Entschuld. Steuer) 33,00 Mietausfälle
83
**
7,30
3
"
88,00 Prozent 107,05 Prozent Wenn dabei noch in Rechnung gestellt wird, daß jetzt das über 2% Prozent der Friedensmiete hinausgehende Wassergeld auf die Mieter umgelegt wird, dann ist schier unbegreiflich, daß vom Hausbesitz eine weitere Erhöhung der Miete zugunsten des Hausbesitzes gefordert und nach den Bemerkungen des Finanzministers im Staatsvoranschlag 1926 auch soll zugestanden wer den. Bleiben wir beim Beispiel aus 1913, dann steht dem Verluft des Hausbesitzes von 1913 jetzt ein Gewinn gegenüber. Ganz zu schweigen von der Tatsache, daß diesem einen Hausbesiker 1913 nur 1,70 Prozent des amtlichen Tarwertes am Haus gehörte. Wenn man schon annehmen will, daß die Miethäuser heute nur den halben Friedenswert auf dem Markt hätten, dann würde heute der Grundbesitz des Hausbesitzers Joh. Georg Pfaff 1094 500 geteilt durch 2= 547 250 Marf wert sein.
sel, Gießener Zeitung"
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ihre Richtigkeit, bis auf die Ausrechnung des prozentualen Anteils der Hypotheken am Hauswert. Dieser Anteil beträgt nicht 98,3 Prozent, sondern nur 97,64 Prozent. Wir wollen das nicht als wiffentlid falsch angegeben annehmen, man tann nicht Don jedem Abgeordneten einen Einjer im Rechnen verlangen.
Erst in dem Abjah, der beginnt mit den Worten: Nimmi man an.... fängt die Gedächtnisstörung des Artikelschreibers an. Obwohl et oben zwei Hypothefen und Kreditgelder in Höhe von 1068 679 M richtig angibt, weil er den Nachweis der Ueberschuldung des Hausbesigers damit erbringen will, läßt er bei der Zusammenstellung der Zinsen und der Aufwertung die 240 790 M Kreditgelder lautlos verschwinden. Wo sie hingetommen sein mögen, darüber macht sich der Verfasser scheinbar feine Gedanken. Er scheint sich auch teine Gedanken darüber gemacht zu haben, daß schließlich ein interessierter Leser danach fragen fönnte, wo die 240 000. Banfschulden auf einmal hingekommen sind. Der Artikelschreiber scheint seine Leser zu tennen.
Die Sache ist ganz einfach jo: die 240 000 tonnte der Ber fasser nicht mehr brauchen, sonst wäre die Berechnung zugunsten des Hausbesitzers ausgefallen. Um das zu vermeiden, wurden die 240 000 M einfach von dem Mann unterschlagen.
Die richtiggestellte Berechnung ergibt folgendes Bild: Die Aufwertung der 1 068 679 M( nicht nur 827 889. wie der Berfajser angibt) Schulden beträgt 267 170. und die Zinsen daraus 8015,10 M oder 12,3 Prozent. Die Verzinsung des mit 6455. aufgewerteten Eigenkapitals( der Verfasser billigt bezeichnenderweise dem Eigentümer für sein Kapital überhaupt feine Zinsen zu) beansprucht 193,65 M oder 0,3 Prozent. Der Zinsen= dienst erfordert also zusammen 12,6 Prozent und nicht 9,47 Prozent, wie der Verfasser angibt. Für die Mietausfälle, die Ges richts- und Anwaltstoften jetzt der Verfasser ebenfalls nichts an.
Der für den Zinsendienst beanspruchte Prozentsatz liegt etwas unter dem allgemein notwendigen Say, weil die neuen Häuser des Herrn Pfaff etwa 5,9 Prozent rentierten, während allge= mein eine 5prozentige Rente üblich war. Durch den großen Mietverlust des P. ergab sich trotzdem nur eine 5prozentige Bersinjung.
Auf den Umstand, daß es sich um neuerbaute Häuser handelte, die nur wenig Instandsetzungen erforderten, ist es auch zuzuschreiben, daß P. mit einem Instandsetzungsbetrag in Höhe von nur 9,40 Prozent rechnen konnte. Aeltere Häuser erfor= derten bekanntlich an Instandschungen etwa 15 Prozent der Friedensmiete.
Zum Schluß weist der Verfasser noch darauf hin, daß der Hausbejizer leider lebt er nicht mehr jetzt über 300 0 reich sei, allerdings vorausgesetzt, daß ihm vielleicht der Abgeordnete Mann die 240 000 MKreditgelder abgetragen hätte und ihm außerdem noch seinen Hausbesig mit wenigstens 50 Prozent des Friedenswertes abkaufen würde.
Aber gesetzt den Fall, er wäre auf dem Papier 300 000 M reich, was würde ihn denn das nützen, der Verfasser billigt ihm ja leinen Pfennig Zinsen zu. Er könnte doch mit seinem großen Hauswert nach dem Rezept des Verfassers glatt verhungern und seine Erben auch. Sozialistische Theorie für solche, die nicht denten können.
Was der Verfasser weiter noch oratelt, steht auf derselben Stufe, wie seine ganze Milchmädchenrechnung.
Wir bezweifeln, daß die„ Oberhessische Volkszeitung" ihren Lesern jetzt eine richtiggestellte Aufstellung bringen wird. Die sozialdemokratische Leser dürfen die Wahrheit nicht erfahren. Alles wird darauf abgestellt, Neid und Miẞgunst zu erwecken und die Gegensätze im Volt zu vergrößern.
Wenn Herr Abgeordneter Mann aus unserer Darstellung die richtige Lehre zieht, kann er nicht umhin, fünftig unsere Forderungen mit allem Nachdruck zu vertreten. Wenn er aber jemals wieder das Bedürfnis haben sollte über den Hausbesitz zu schreiben, sind wir gern bereit, sein Manuskript vor dem Druck auf seine Richtigkeit nachzuprüfen. Wir brauchen ihm dann nicht ab und zu auf die Finger zu klopfen, und er tann sich auf diese Weise, wenigstens nach außen hin, den Ruf als Sachverständiger erhalten. G. 3.
Unter Abrechnung der mit 25 Prozent aufgewerteten sämt lichen Vorkriegshypotheken von 205 722 M stehen jetzt 341 528 M Besitz gegenüber oder mit anderen Worten 62,31 Prozent Eigenbesitz am Haus gegenüber 1,7 Prozent in 1913. Der Hausbesitzer hat also eine Vermehrung seines Hausbesitzes von 25 821 M 1,7% des Tarwertes aus 1913 auf 62,31% des jetzigen( halben) Marktwertes, auf 341 528 M erzielt. Heute trägt er den Verlust von 1913 nicht mehr. Wer aus dem Beispiel vom Hausbesitzerelend 1913 nichts lernt, dem mag eine weitere Erhöhung der Hundertsätze zugunsten des Miethausbesitzes zugemutet werden. In unserem Falle, und der ist typisch, ist dies aber noch mehr als unrecht. Den Sparern ist das Vermögen genommen, dem Besitzer der Sachwerte gegeben. Ab 1. April, wo bekanntlich 100 Prozent der Friedensmiete erreicht sein sollen, werden die Sparer in vielen Fällen aus ihrer Mietwohnung entweder hinausgesetzt werden, wenn sie wegen ihrer verlorenen Zinsen aus Spargeldern nicht zahlen können, oder, wie es in der Absicht unserer Reichsregierung liegt, beim Wohlfahrtsamt um Ueber- jeit über 60 Jahren im Handel. Kein Pflaster! Preis 80 Pig. nahme der Miete betteln müssen." So zu lesen in der„ Oberhessischen Volkszeitung".
Hierzu ist folgendes zu bemerken: Die eingangs angegebenen Zahlen haben, soweit wir sie nachzuprüfen in der Lage waren,
Das Fahrrad im Stadtverkehr.
Die Zunahme des Verkehrs in den Städten hat bei vielen Leuten eine starke Nervosität hervorgerufen. Was sich vor dem Kriege reibungslos abgewickelt hat, ist zu einem Problem geworden, dessen die Verkehrspolizei Herr zu werden sucht. Zwar werden uns als Beweis für die Geringfägigkeit unseres gegen über dem Verkehr in anderen Städten gigantische Zahlen aus London, Paris und Newyork bekanntgegeben, aber wir müssen uns auf den Boden der Tatsachen stellen und mit unseren heimatlichen Verhältnissen zu rechnen suchen.
Der Fußgänger hat im Verkehr der Großstadt einen schweren Stand. Man darf wohl sagen, er hat den schwersten Stand, weil es ihm an der Beweglichkeit fehlt, die Kraftfahrzeuge und Fahrrad infolge ihrer vollkommenen Lenkvorrichtungen besitzen. Hinzu kommen die Hemmvorrichtungen bei den mechanischen Fortbewegungsmitteln, die beim Kraftfahrzeug in Rad- und Kupp lungsbremsen und beim Fahrrad in Hand und Fußbremsen, am Reifen, an der Felde oder in der Hinterradnabe bestehen. Hinzu kommt die Schnelligkeit mit der sich ein Fahrrad bewegt und die bessere Uebersicht des mechanisch Fortbewegten im Stra ßenverkehr. Der Fußgänger gleicht einem Erdenwurm im Gewühl der Großstadt, während sich Kraftfahrer, Motorradfahrer und Radfahrer vom Erdboden gelöst und dem Kampf mit der Verkehrsbrandung von einer höheren Warte schauend aufgenommen haben.
Wer den Verkehr aufmerksam studiert hat, wird bemerkt haben, daß sich der Verkehr auf dem Fahrdamm reibungsloser
Schmerzlos und sicherer als alle neuen Mittel wirkt das alte berühmte
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vollzieht als auf dem Fußgängersteig. Der Schlüssel zu diesem Geheimnis liegt in der, durch die Verhältnisse erzwungenen höheren Verkehrsdisziplin auf dem Fahrdamm. Ein Zusammenstoß auf dem Bürgersteig hat weniger schlimme Folgen als ein Zusammenstoß auf dem Fahrdamm. Ein Gehen auf der falschen Seite ist weniger bedeutungsvoller für das Weiterfluten des Verkehrs als ein Fahren auf der falschen Seite. Die Langjamkeit des Fußgängerverkehrs gegenüber dem Fahrverkehr lähmt die Disziplin, und mancher Radfahrer fühlt sich daher auf dem Fahrdamm weit sicherer, als der Fußgänger auf dem ihm be stimmten Wege.
Die Verkehrsdisziplin auf dem Fahrdamm gibt allem, was auf ihm herumtreucht ein gewisse Sicherheit. Der Radfahrer weiß an dem nach links ausgestreckten Arm eines Fahrzeugführers, daß der vor ihm fahrende Wagen nach links abbiegen will. Er weiß, daß er abstoppen muß, wenn der Chauffeur vor ihm den Arm gerade in die Höhe streckt, und er weiß, daß er zu halten hat, wenn der Verkehrsschutzmann seinen Arm wagerecht zur Fahrrichtung hebt. Er selbst vermag sich durch das Ausstrecken des Armes zu schützen, denn jeder Wagenlenker weiß, daß der Radfahrer in Richtung des ausgestreckten Armes abbiegen will, und so widelt sich der Verkehr auf dem Fahrdamm reibungsloser ab, als auf dem Fußsteig, wo sich niemand bemüht, dem lieben Nächsten seine Absichten in der Aenderung seines Kurses, im Stehenbleiben oder Zurückgehen fundzutun.
Die in allen größeren Städten ausgezeichnet funktionierende Verkehrsordnung durch die Polizei bietet dem Radfahrer eine Gewähr für ungehindertes, gefahrloses Fortkommen, wenn er sich in diesen Verkehr einzupassen versteht. Jeder Radfahrer be
Lokales.
Von der besten Seite.
Nr. 10.
Daß es liebenswürdige Menschen gibt, die es verstehen, sich immer von der besten Seite zeigen, das ist wahrlich kein Ingiüd. Auch dann nicht, wenn diese Liebenswürdigkeit viel Aeußerliches und viel Augenblidliches hat. Es ist doch gar nicht nötig, daß immer gleich die tiefsten Prinzipienfragen aufgerollt werden. Es ist nicht nötig, daß jede Plauderei eine schwerwiegende Daseinsbetrachtung ist. Eine besondere Kunst ist es geradezu, die lieben und auch die weniger lieben Mitmenschen von einer angenehmeren und angenehmsten Warte aus zu schauen, anzufassen und zu behandeln. Hier tut sich auch für die erzählenden Poeten recht nette Möglichkeiten auf. Der ebenso fluge wie gemütvolle Peter Rosegger hat einmal ganz unzweideutig die Losung ausgegeben:„ Der Erzähler mache Welt und Leute nicht besser als sie sind, aber er zeige sie von ihrer besten
Sonnabend, den 6. März
lischen Oberkirchenrat eingericht zweckt, die durch die wirtschaftlich geordnete Wanderung der männ Stadt in geordnete Bahnen zu le Verwahrlosung zu bewahren und losigkeit in die Heimat zurüdzulei Fällen an die Hauptstelle des Er Berlin C. 54, Sophienstraße 19,
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Die Wohlfahrtsmarken gü Reichspostminister hat auf Antra Gültigkeit der Wohlfahrtsbriefmar verlauft werden sie bis 15. April freien Wohlfahrtspflege. Die Ma Presinsgemeinschaft der freien W Landwehrstraße 8 III, angefordert tengejidhen zu 2- M enthalten 4 und 2 Marken zu 20 Pfg. Postwe gewiesen, daß eine Schrift vorlieg der Wohltätigkeit", die ebenfalls fahrtspflege zu haben ist. Der R der Schriften erzielt wird, wird Für Anfang März ist eine Marte hafft, daß die Einnahmen in di fließen werden. Es wird vorgeschlag liche Privat- u. Geschäftspoft mit fiert wird. Helfe jeder mit, sowei Biele warten auf Unterstützung, unterliegen!
Seite. Und wenn doch auch einmal ein Wichtling vorkommt, so jorge der Darsteller für eine gute Abfuhr und laß ihn tüchtig auslagen!"
Lebenskunst heute ist sie eine besonders wichtige und notwendige Sache. Wer mitten in aller Verärgerung und Verwirrung unserer Tage den Dingen und dem Tage selbst etwas Rettes, Gutes, Liebes absehen kann, der ist ein beneidenswerter Mensch. Mancher bleibt immer ein Stümper in dieser Kunst, besonders, wenn er ein unentwegter Griesgram und Hypochonder ist. Im letteren Falle gewahrt er eben immer nur die berüchtigte Tücke des Objekts und er purzelt über jeden Zwirnfaden. Es ist ganz gut, wenn ab und an ein gewisser Zwang an den Menschen tritt, auf daß er sich nicht in dummen Gewohn heiten gehen lasse, sondern sich eben von einer besseren Seite darstelle. Gesellschaftlicher Zwang in diesem Sinne
er möge
ja nicht als bloße Heuchelei benasrümpft werden, er kann vielmehr ein sehr erzieherisches Moment bedeuten.
Freilich, schlimm ist es, wenn hinterher bitterböse Enttäuschungen kommen. Das heißt also, wenn die beste Seite, von der sich beispielsweise Braut und Bräutigam zueinander zeig ten, dann radikal verschwindet, sobald ein paar Ehejahre gewor den sind. Oder ein sogenannter guter Freund wendet sich auf einmal in das Gegenteil von Liebeswürdigkeit, wenn's einem dreckig geht. Das sind bekannte, fast alltägliche Erlebnisse. Das ändert aber nicht daran, daß man immer redliche Mühe aufbringen soll, sich recht ehrlich von der besten Seite zu zeigen.
* Wir machen darauf aufmerksam, daß an Sonntagen auf der Kraftpostlinie Gießen Krosdorf ein Sonderwagen verkehrt. Hinfahrt ab Gießen Bahnhof: 2,50 Uhr nachm., Rückfahrt ab Krofdorf Apotheke 3,15 Uhr nachmittags.
* Polizeibericht: Am 10. Februar 1926 wurde beim Polizeiamt ein Gummimantel sichergestellt, der auf dem vorjährigen Kreisturnfest hier entwendet, bezw. gefunden und nicht abgeliefert wurde. Der Eigentümer wird ersucht, bei der Kriminal. polizei Gießen vorzusprechen. Vorsicht bei Telephongesprächen. Festgenommen wurde eine wegen Betrugs bereits vorbestrafte Person aus Frankfurt a. M. die es verstand, in Gießen vom Postamt 2 mit einem hiesigen Großlaufmann sich telephonisch ins Benehmen zu setzen, wobei sie sich den Namen eines hiesi gen Geistlichen beilegte und für einen Hilfsbedürftigen, dessen Großeltern mit der Firma früher in geschäftlichen Beziehungen gestanden hätten um Reiseunterstützung nach Berlin ersuchte. Durch diesen Trid gelang es dem Schwindler in den Besitz eines Geldbetrages zu kommen. Wegen Bagvergehen wurden zwei Personen festgenommen ebenso zwei stedbrieflich Gesuchte.
* Polizeiliche Mahnung an die Hausfrauen. Vom Polizeiamt werden wir um Aufnahme des Folgenden ersucht: Es ist verboten: 1. Blumenstöde, Blumenbretter und andere Gegenstände auf Balkonen, vor Fenstern usw. ohne genügende Befestigung aufzustellen, sodaß durch das Herabfallen oder Umstürzen Personen beschädigt werden können. 2. Teppiche, Betten, Abputztücher usw. aus den Fenstern heraus auf die Straße aus zuschütteln, sodaz Personen belästigt oder verunreinigt werden tönnen. Die Polizeibeamten find angewiesen, Zuwiderhandlungen, die nach§ 366 3iff. 8 St. G. B. strafbar sind, zur Anzeige zu bringen.
* Einen evangelischen Bahnhofsdienst für die männliche Jugend hat die Gesellschaft zur Fürsorge für die zuziehende männliche Jugend, Berlin C. 54, Sophienstraße 19, unter Leitung des Herrn Oberkonsistorialrat Stoltenhoff vom Evange
hauptet, auf dem Rade sicherer zu sein, als zu Fuß, und wenn man aufmerksam durch die Straßen geht, wird man bemerken, daß einem mit den Bekehrsregeln vertrauten Radfahrer nur dann etwas zustoßen kann, wenn er das Opfer der Ungeschicklichfeit anderer wird. Zu diesen Ursachen eines Unglüds zählen in der Hauptsache diejenigen Fußgänger, die sich an die Verkehrsregeln nicht gewöhnen wollen oder nicht gewöhnen tönnen. Gie sind eine Gefahr für alles Leben auf dem Fahrdamm, und vor ihnen muß sich der Radfahrer in erster Linie hüten. Von Un fällen durch Bruch an Fahrzeugen ist der Fußgänger weit mehr bedroht als der Radler, der sich durch die Schnelligkeit seiner Bewegung und die Wendigkeit seines Fahrrades viel besser der Gefahr zu entziehen vermag als der Fußgänger.
Viele Leute wundern sich, wenn Damen oder Kinder fich zu Rad in das Gewühl des Verkehrs stürzen. Man kann diese Aengstlichen nur auf das Sicherheitsgefühl der Radler im allgemeinen hinweisen und betonen, daß das Vertrauen auf den Schutz durch die Disziplin der Fahrstraße diese Sicherheit ver leiht. Unzählige Fußgänger, die teils durch das Versagen der Berkehrsmittel, teils durch die Schwierigkeiten und unannehmlichkeiten der Massenbeförderung oder aus wirtschaftlichen Gründen zu Radfahrern geworden sind, haben dieses Vertrauen zur Disziplin der Fahrstraße wie eine Erlösung empfunden, und so wird es sein, solange der Radfahrer im Verlehr eine Rolle spielt. jeder sein Schicksal selbst zu
Auf dem Fahrdamm vermag lenten. Geht er gegen die Bestimmungen aus Unachtsamkeit oder Leichtsinn, wird er in der Gefahr umlommen, in die er sich durch sein Benehmen begibt. Fügt er sich in den kunstvollen
kt
Vorsicht vor Auswanderung in den Nachkriegsjahren Agenturer ene fremder Staaten mit deutschen reinten Stlavenhandel trieben. Mände im Auswanderungsw 1824 ihr lichtscheues Handwerk ge Evangelische Hauptverein für De hausen, daß Agenturen vom Aust paganda Auswanderungswilligen irgendwie Kenntnis erhalten, machen. Schwerste Arbeit in u Echidial derer, die unbesonnen h bester Informationen gibt der ge artigen Fällen kostenlos wertvolle mand auf ausländische Zuschrifte vertrauenswürdige Inlandſtelle be
* Aufläufer von Altertümern. vielen Familien gibt es irgend ei Zeiten, die jorgjam gehütet wird. fahr, daß die Zahl solcher Alter nämlich Sammler von Dorf zu D mühen und alles, was ihnen un taufen suchen: Bilder, Schnitzereie hausschilder, Gläser, Urkunden, Bi türlich entsprechen die Kaufsummer entferntesten dem tatsächlichen We läufer bringen das aufgekaufte M laufen es dort mit hohem Ger Sammlungen und Antiquare. dessen immer noch ärmer an d rungen, die sie aus der Vergang Es sei deshalb gewarnt vor wild Wo ein Verkauf unbedingt vorg man sich mit der Bitte um Rat dann wenigstens entsprechende P
*
Bereinigung vaterländischer
der vaterländischen Verbände S
Eckstein
Cigaretten
Organismus des modernen Vert und unbedroht seine Straße zich im vollgepfropften Straßenbah abiransportiert werden. Das Großstadtmenschen nach dem Kri
spielt, und dieser Rolle mußte mo tehrsleben Rechnung tragen. Großstadtleben eine vor dem Krie
tretene Rolle spielt, so liegt dies z Anforderungen an den Berufstäti State. Biel bedeutender ist die G der Nerden durch die Sicherhei Wellen des Berkehrs durchschneide aufreibenden Zeitversäumnis im Eisenbahnzüge und Autobusse.
Uber den Wer Bon Professor Dr. Fiel Wer hätte nicht schon beoba auf Wiese und Feld von zahlre Die süßen Zudersäfte, welche si ergiegen, bilden die Anziehung Kleinen Näscher. Unter ihnen wilden Bienenarten und Humm Wir sehen, wie die Arbeitsbien Blume fliegt und ihren Rüssel alt, um den Blütenneftar auf


