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Sonnabend, den 6. Februar 1926.

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damit die Borausjegung für die Befreiung nach außen! Der Dom internationalen Kapitalismus auf Grund innerdeutscher Rapitalbildung befreite Unternehmer soll einer 3wangsbewirtschaftung der Arbeitskraft freigemachten Arbei terschaft gegenüberstehen, beide gegenseitig gebunden durch eine auf wirtschaftlicher und geistiger Grundlage aufgebauten Wertsgemeinschaft, der zur geeigneten Zeit die Gejeggebung zu Hilfe tommen muß. In schwerster preußischer Zeit sehte ein großer preußischer Staatsmann die Freimachung aller physischen und geistigen Kräfte der Bauernschaft durch. Heute gilt es, ein Gleiches durch den Leistungslohn- Gedanten im Arbeitsverhält nis und in der Wirtschaft hinsichtlich Arbeiter und Unternehmer herbeizuführen, damit Deutschland nicht an seiner Ueberorgani sation eritidt. Auf die Zeit der absoluten Beherrschung von Gewerbe, Handel und Berkehr durch die Zünfte und Jnnungen des Mittelalters folgte das Freie Spiel der Kräfte"! Die jehige Periode der Sozialisierung und der Paragraphen Künstler wird abgelöst durch den Individualismus in Arbeit und Wirtschaft! Wie man im Berhältnis zwischen Erzeuger und Verbraucher den ungefunden Zwischenhandel herauszus schneiden hat, so ist in der Wirtschaft auf alles das zu ver= zichten, was letzten Endes doch nur produktionshemmend und damit preisverteuernd wirken muß!

Ueber die Joee der Werksgemeinschafts- Bewegung ist seit Jahren seit Bestehen des R. v. A. viel gesprochen wor ben, es wird darüber in Zukunft noch viel mehr und in steigen. dem Maße geredet und geschrieben werden. Der sozialistisch­demokratische Teil der Gewerkschaften stellt heute den Inbegriff aller Rüdständigkeit bar, wie halten eine Wiedergeburt des Begriffes ,, Gewertschaft" etwa durch Schaffung von nationalen Gewerkschaften" für unmöglich. Es gibt Organisationsgebilde, die man ebenso wenig verjüngen" fann, wie solches beim Menschen möglich ist. Im Wertsgemeinschafts- Gedanten sehen bieje Gewerkschafts- Bertreter ein Verhältnis wie Herr zum Anecht". Joeologen verneinen, daß Lohn- und Arbeitsverhält nis Fragen anders als durch Stampf, Streif und Aussperrung entschieden werben tönnten, während doch zur selben Zeit Ge­werkschaftler und Joeologen an Bölferverbrüderung, an Böl terbund, an Weltschiebsgerichte, an eine Völfergemeinschaft und an andere internationale Spielereien glauben. Ist der Werts. gemeinschafts- Gedante nicht der fleinere Glaube, der dahin geht, daß innerhalb eines Betriebes Werksleitung und Arbei= terschaft wirtschaftlich, sozial und geistig eher eine Gemeinschaft bilben können, bevor man dem weitaus größeren Glauben an eine Bölfergemeinschaft zuzustimmen in der Lage ist?

Internationalismus und Klassenkampf im Inneren find un­vereinbare Gegensätze. Der Werksgemeinschafts- Gedanke ist individualistisch, er führt zur Zurüddrängung der Macht der Gewerkschaften und bedeutet die Schwächung des Klassenkamp fes, er lehnt jedweden Internationalismus ab, ist vielmehr aufs Bolksganze eingestellt. Der Werksgemeinschafts Gedanke wird sich nicht in eine ,, Uniform" oder in einen bestimmten Para­graphenbau hineinpressen lassen, je nach Lage der Betriebe und der Zeitverhältnisse wird er sich stärker wirtschaftlich, sozial oder fulturell auswirken! Eines ist aber nicht möglich, eine Werks­gemeinschaft läßt sich nicht vom Unternehmer der Arbeiterschaft gegenüber befehlen, wo solches versucht werden sollte, dort ent­stehen Gebilde, denen die Seele fehlt. Ein Unternehmer, der selbst dem letzten seiner Arbeiter im Geiste echter Kamerad­schaftlichkeit begegnet, wird dadurch den Werksgemeinschafts­Gedanken unendlich vertiefen.

In der Auffassung, daß in der Werksgemeinschafts- Idee das Staats- und Wirtschaftsproblem der Zukunft liegt, werden sich aufrechte, willensstarke und auf sich selbst eingestellte Führer der Wirtschaft, wertvoll ergänzt durch Persönlichkeiten der Politik und der Wissenschaft zusammenfinden müssen, um an der geistigen Vertiefung und gesetzlichen Verarbeitung der Werks­gemeinschafts- Bewegung mitzuarbeiten.

Der letzte Korsigk.

Erzählung von Max Jungnidel. ( Schluß.)

So verging die Zeit. Die graue, unruhige Zeit. Ein Tag wie der andere. Nun wird alles müder, welter. Bald werden die Birken wie Bettler stehen. Die Menschen graben und pflü­gen. Sie vergraben den Sommer. Sie pflügen alles in die Erde. Selbst das kleine Lied, das ein hageres Mädchen an ihrer Nähmaschine am Abendfenster sang, haben sie vergraben. Es ist schon richtig, daß es leicht ist zu sterben. Schwer ist es zu leben. Er wartet. Der letzte Korsigt wartet so sehnsüchtig auf einen Brief. Vom Auswärtigen Amt. In vier Wochen ist Totensonntag. Dann muß er tommen, dann muß er hier sein, sein Junge. Aus französischer Erde will er ihn holen. Er wartet und wartet.

Und dann kommt der Brief. Und dann fährt er los: Durch Deutschland, durchs Elsaß, nach Frankreich hinein. Bis nach Lens hinauf.

Da steht er nun, der Oberst von Korsigt. Vor ihm ein Wald von weißen Kreuzen. Von den Hügeln her, aus dem Tal herauf. Das große weiße Regiment der Toten. Er steht und geht mit einem französischen Invaliden, der ein Verzeich nis der gefallenen Soldaten in der rechten gesunden Hand hält, durch die langen Reihen.

Plötzlich ist ihm, als ob sie ihn rufen, die toten Soldaten. Sie alle, alle: Oberst von Korfigt, was willst du?-- Rüd ein, Kamerad, rück ein! Wir sind ja Soldaten! Komm, Oberst, rück ein!"

Da, das Kreuz! Da liegt er. Da ist's ihm, als ob's aus der Erde bettelt: Laß mich liegen. Vater-- Ich bin ja Soldat. Laß mich bei meinem Regiment. Ich habe es gut hier. Ich beklage mich nicht. Ich habe noch einen Kanten Brot in der Tasche. Der ist schon grün geworden. Bald wird

er blühen.-- Frisches Brot wächst in meinem Grabe. Laß mich liegen, Bater. Laß mich Soldat sein.

Ich will nicht von meinen Kameraden gehen."

Der Oberst stand wie aus Stein. Er hatte gar nicht ge­hört, wie Zweie kamen und gruben und gruben.

Am Abend war die Arbeit getan.

Gegen Mitternacht stampfte, von Lens aus, eine franzö sische Lokomotive. Sie war nur mit einem Rohlentender und mit einem Güterwagen behängt. Neben der Sargfifte

Gießener Zeitung"

Bon der gesamten deutschen Arbeiterschaft sind heute kaum mehr als 32 Prozent gewerkschaftlich organisiert, die überschie Benden 68 Prozent gehen nicht wieder in das Lager zurüd, das fie unter Enttäuschungen verlassen haben, man muß ihnen daher nun auch innerlich belebende Lochziele geben! Bei diesen ca. 70 Prozent gewerkschaftlich nicht organisierten Arbeitern liegt die Arbeiterfrage", möchte man bei solcher Erfenntnis fich aber auch bewußt bleiben, daß ein Experimentieren Unbe rufener oder gar ein Rommandieren nur von schwerem Schaden jein tann!

Staat, Wirtschaft und Wehrverbände tönnen für die Folge an der Idee der Werksgemeinschaft nicht mehr vorübergehen! Hoffentlich tommen wir im Jahre 1926 dem Zeitpunkt näher, an dem sich die gesamte vaterländische Arbeitnehmerschaft im Bekenntnis zur Wertsgemeinschafts- Bewegung zusammenfindet! An der Führer- Frage- an Führer- Eitelkeit und Egoismus darf dieses volfliche Hochziel nimmermehr scheitern!

Ueber 200 000 Ausländer werden in Deutschland beschäftigt und über 1 Million Deutscher find brotlos! Der deutsch nationale Arbeiterbund forderte von den parlamentarischen Vertretungen gesetzliche Maßnahmen.

Die Engländer und der Kölner Karneval. Der Sonderzug für den Rest der englischen Bejakung ging am Sonnabend um 3,35 Uhr vom Kölner Bahnhof ab, wo So haben nur bei der Bahnsteig natürlich abgesperrt war. sehr wenige gesehen, wie die letzten Engländer dem berühmten Kölner Humor zum Schluß noch eine Huldigung brachten: Sie hatten ein großes weißes Band an die Außenwand eines Wa­gens gespannt, auf dem zu lesen war:

Woröm jolle m'r ald no Wiesbade gon, Wo m'r doch su foot vör'm Fastelovend ston?

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Und an einem anderen Wagen war zwischen dem fölnischen Wappen und der englischen Fahne zu lesen: Adjüs, ehr fölsche Boore!

Lokales. Aufnahmeprüfung.

Gonnabend, den 6. Februar 1926

Ofterferien 1926. Die Osterfer Sonntag, den 28. März. Das neue G den 19. April 1926 mit der Aufnahmepri April 1926 mit dem vollen lehrplan en den Volksschulen der Schulbeginn Arbeiten bringt, ist der Unterricht ber regelmäßigen Weise aufzunehmen. Jed personal der Montag kein Feiertag. Montag nach den Osterferien bedürfen, in Anschluß an die Ferien, der beson Kreisjhulamts.

Wieviel Sorge und Verdruß würde den Eltern, wieviel Mühe und Arbeit den Lehrern, wieviel Angst und Unruhe den Kindern erspart bleiben, wenn es keine Aufnahmeprüfungen mehr gäbe! Und doch können aus gewichtigen Gründen alle die Schulen, die bestimmte Fähigkeit und grundlegende Kenntnisse und Fertigkeiten voraussehen, nicht auf eine Prüfung der ihren Besuch erstrebenden Schüler verzichten. So find denn an den Höheren Schulen Leipzigs der heutige Tag und der Frei tag der Prüfung der Ostern 1926 neu aufzunehmenden Schüler gewidmet.

* Hanja. Gießen. Da in diesen T Direttors der Hansaschule zeitlich mit Kolner Zone zusammenfiel, fand man g hlichten zweddienlichen Feier. Nach funden traten am schulfreien Nachmitt die beiden Klassen in einem größerer Eneste Lehrer- Herr Erdmann fachlichen Ansprache, daß helle Freude nannter Zone in allen deutschen Lande den mehr und mehr frei werdenden Verrauscht sind die Jahre, d Freier Rhein, sei innig geg Des weiteren wurde die Jugend err Erweiterung ihrer Kenntnisse und Fer denn die wirtschaftliche Not rufe uns q dann hilft dir Gott!" In allen deuts in gefunden pädagogischen Bahnen de slecht das Rüstzeug für den Existenzt auch dem steinalten Worte: An dem zehrt der Mensch sein ganzes Leben" shließlich eshte Volkslieder und deutsch einige freudvoile Stunden.

Wie manches Kinderherz schlägt in diesen Tagen schneller! Ist es doch für viele Knaben und Mädchen der erste wichtige Wendepunkt in ihrem jungen Leben! Zwar tritt auch bei dieser Gelegenheit schon die Verschiedenheit der seelischen Einstellung der jungen Menschenkinder klar zutage, und glüdlich das Kind, das zu den Examensnaturen gehört, die vor und während der Prüfung von feinerlei Hemmungen ungünstig beeinflußt wer den! Aber auch für die Eltern, die von der Ueberzeugung durch drungen sind, daß die beste Mitgift, die sie ihren Söhnen und Töchtern fürs Leben mitgeben fönnen, eine gediegene Schulbil dung ist, die ihnen später das Tor zu manchem Beruf öffnet, der ihnen sonst verschlossen bleiben würde, sind die Tage bis zur Verkündung des Prüfungsergebnisses voll von Unruhe und Spannung. All denen nun, die in solchen Tagen leicht unter seelischem Drud stehen, sollte man immer wieder das eine zum Bewußtsein bringen: Frisch gewagt, ist nicht nur halb, sondern ganz gewonnen! Mag man über die Neugestaltung der Auf nahmeprüfungen an den höheren Schulen denken wie man will, das eine Gute hat sie ganz entschieden, daß ein Teil der Auf­gab, en die den Kindern gestellt werden, geeignet ist, ihnen die Prüfungsangst zu nehmen, ein Vorteil, der nicht hoch genug eingeschätzt werden kann.

Und noch eines anderen sollten sich die Eltern in diesen Tugen bewußt werden: Wenn ein Kind bei der Aufnahmeprü fung versagt, so ist damit noch lange nicht seine Minderwertig feit erwiesen! Auch noch so gute Prüfungsmethoden können irren, und die Begabung des betreffenden Kindes liegt vielleicht auf einem ganz anderen Gebiete, als das ist, worauf bei der Prüfung gerade Wert gelegt wurde. Schon mancher war ein schlechter Schüler und hat doch seinen Mann im Leben gestellt. Das Wichtigste ist und bleibt zu jeder Zeit, daß unsere Knaben und Mädchen ganze Menschen, Menschen aus einem Gusse wer­den, die ihren Platz im Leben voll und ganz ausfüllen. Dazu tann ihnen eine gute Schulbildung ganz gewiß wertvolle Hilfen geben, aber wichtiger als die Schule ist doch das Leben.

Durch Postnachnahme oder Postauftrag eingezogene Be träge können für Postscheckkunden mit Zahlkarte auf ihr Post scheckkonto überwiesen werden. Man sollte glauben, daß jeder Geschäftsmann von diesem billigen und einfachen Verfahren zu seinem und seiner Kunden Nuzen möglichst weiten Gebrauch machen müßte. Das ist aber, wie wir erfahren, selbst bei gro ßen Geschäften nicht immer der Fall. Von zuständiger Geite wird uns nämlich mitgeteilt, daß sogar große Geschäfte mit be deutendem Versandverkehr sich die eingezogenen Nachnahme­und Postauftragsbeträge noch mit Postanweisung senden lassen und dafür die teure Postanweisungsgebühr zahlen. Wir emp fehlen dringend, mit solcher geschäftlichen Rückständigkeit bal digst aufzuräumen. Die Vordrucke zu den Nachnahme- und Post­eingedruckt wird, sind bei den Postschedämtern erhältlich. Ueber das Verfahren geben alle Postämter Auskunft.

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im Güterwagen saß der alte von Korsigt; verfallen das Gesicht, übernächtigt. Und immer hörte er, wie's geistersein aus dem Sarge flang: Vater, Vater, weshalb hast du mich von meinem Regiment gerissen? Ich bin doch Soldat."- Wie ein Jrrer sprach der Oberst nur immer vor sich hin: Komm heim, mein Junge!" Und er tastete über die Sargtiste, als wollte er zu­reden.

,, Nur auf eine Viertelstunde will ich heim. Den Wildbach will ich mir wieder mal ansehen und meine Schmetterlings­sammlung. Und dann laß mich wieder zurüd." Immer bleib daheim, Ferdinand." ..Ich bin Soldat, Bater.

sein?"

Ich weiß, Ferdinand." . Du mußt, Vater.

Willst du nicht mehr Soldat

Du mußt.- Es geht mir gut bei den Soldaten. Wir wollen nichts. Wir bitten nichts. Wir wollen nur ruhig liegen. Ruhig sein. Wir wollen nur Soldat sein."

..Komm heim, mein Junge. Ich schleppe dich heim." Die Kriegsartikel, Bater. Kennst du sie nicht mehr?" Es ist kein Krieg mehr, Ferdinand." Da flang's ganz klein aus dem Sarge: Und wir Soldaten, wir denken: Es ist immer noch Krieg. Aber wir bleiben doch Soldaten bis in alle Ewigkeit."

Und dann war's vorbei. Alles ganz stumm.- Gegen Morgen fuhren sie, in faulem Tempo, über die Rheinbrücke bei Kehl. Die Lokomotive pfiff schrill. Der Alte schreckte auf. Er sah, wie sie, an französischen Wachen vor bei, in den deutschen Verschiebebahnhof einliefen.

Er stieg aus. Steif und flamm. Aus der Ferne sah er ein Blinken: Der Rhein! O, der Rhein! Dort, das Münster! Straßburg!--Er riß die Augen auf. Strasburg! Er bij die Zähne aufeinander. Eine kleine Zeile sang sein Herz so blutig bis es triefte: O Straßburg, o Straßburg, du wunder schöne Stadt."

Der Sarg wurde in einen deutschen Gepäcwagen gehoben. Als der Wagen fast fertig war und der Oberst wieder neben seinem Jungen Platz genommen hatte, regnete es. Er sah noch einmal hinaus. Das Straßburger Münster war im Regengrau verschwunden. Aber durch den Regen tam eine Frau, einfach und derb. Die Frau vom Rangierführer. Sie lief im bloßen Kopf, über der Schulter ein wollenes, schwarzes Tuch. Sie war erregt. Das Haar hing ihr in nassen Strähnen ins Gesicht.

Der Regen lief ihr über den Mund. Sie blickte in den Wagen und plötzlich zog sie unter dem Schultertuch einen Strauß wei ßer Astern hervor, legte ihn auf den Sarg und ging still, die Hände vorm Gesicht, davon.- Ihr Mann hatte ihr wohl gesagt, daß ein deutscher Soldat aus Frankreich angekommen sei. Sie grüßte ihn.

Der alte Oberst glaubte zu träumen. Er kniff sich in die Schenkel. Nein, nein; er träumte nicht. Er sah auf die Blumen. Er streichelte sie wie fremde, seltene Gäste. Dann neigte er den Kopf und saß so zusammengekrümmt; lange, lange. Er merkte nicht, wie der Wagen an einen deutschen Schnellzug gehängt wurde und seit Stunden schon durch Deutschland fuhr. Er hatte alles wie verträumt.

Und dann zogen die Werber durchs Schlesierland.- Frei. forps! Ins Freikorps gegen die Polen, die über die Grenzen marschierten.

Durchs Dorf die Trommel: Kommt! Kommt!- Es lebe Deutschland!"

Und der letzte Korjigt tam. Hundert kamen, Tausend tamen: halbe Kinder dabei, Studenten dabei, Landsknechte darunter und auch der Christian vom Lehrer dabei. Vorein ein alter General mit einer abgeschossenen Hand. Schwerter und Sensen; alte Gewehre wurden hervorgefragt. Kanonen schleppten sie mit. Fahnen zogen erwagend durch den Wind. Wir wollen atmen, wir wollen nur noch frei sein. ,, Willst du nicht mehr Soldat sein, Vater?" ..Ich will, mein Junge. Ich komme mit meinem Regiment." Man sah ihn noch im großen Treffen bei Kreuzburg, wo sie die Polen überrannten und jedes Haus eine Festung war. Da sah man ihn noch

Dann wußte man nichts mehr von ihm.

Der letzte Korjigt tam nicht wieder.

Ein altes Zeugnis.

Von Bürgermeister Völker Lich.

Vor kurzem ist es mir gelungen, aus Privat besih das nachfolgende Dokument aus dem Jahr 1784 zu erwerben. Es sei um seines sehr inter essanten Inhaltes willen hier veröffentlicht.

Wir Bürgermeister und Rath der Stadt Lich, in der Grafschaft Solms und in der Wetterau gelegen, thun tund

* Aus den nassauischen landwirt tem. Die Kreisverbandsversammlung lahn und Dill bestehenden Genossensch nasauischen landwirtschaftlichen Genosse jährige Tagung unter sehr starker Bet

Aus Nab und Lang- Göns. Am Sonnabend Abe in Saale des Gambrinus dahier Gend figen Kriegervereins statt. Nach kurz denen auch der zwei verstorbenen Kame gedacht wurde, stattete der 1. Vorsitzer fährlichen Jahresbericht ab. Der Vere glieder, einschließlich 5 Ehrenmitgliede alve auf dem Friedhof wieder eingefi Berein eine neugegründete Klein­angegliedert. Erwähnenswert ist nod leutnant v. Hagen, der in der hiesigen trefflicher Lichtbilder über ,, Die Schlad Jm Saale von Kamerad Hebbel hiel nachtsfeier, verbunden mit Bescherung würdigen Berlauf nahm. Nachdem Kamerad O. Rudolf, Entlastung ert Neuwahl des Vorsitzenden und des W ron Kamerad Zeiß, der neu hinzuko Borstand durch Aklimation einstimm tem werden neugewählt Kamerad führer und Kamerad B. Kromp zum der Beschluß gefaßt, in nächster Zeit Fridericus Rex" im Berein und öff Näheres darüber wird der Vorstan Schluß des geschäftlichen Teils einte jingung vaterländischer, alter Soldate ein gemütliches Beisammensein.

und bekennen mit diesem offen Ende gesetzten Dato bei versam Johann Adam Pfaffen Biaffen gewesenen Kauf- und Wittib, der Gebühr anzeigend sich nacher Cassel, im Fürstlich lagen, willens seye; darzu ab

und wahre Urkund seiner ehe mens von nöthen habe, mit g

so viel Wir von solchem satts biges in beglaubter Form, um

nen, mit zutheilen belieben ganze Rath bei unsern Amts

dem Hochgeborenen Grafen un renden Grafen zu Solms, 5

burg, Herrn zu Münzenberg wald pp. Des Königlich Ga

Rittern p. unserm gnädigsten Schöffenstuhl Wir verwand berührter Johannes Pfaff delsmann, als des ersagten

fi in anno 1748 den 29. Febr

rin, weil: Balsar Meyers, g hier, eheliche Tochter verheur gelübte praevia proclamatio gang und priesterliche Copul Zierrathen gedachten Jahrs Dollzogen worden. In dieser

ten Ehe ist mehrberührter J den 24. April allhier aus Ehebett in gutem Gerücht u ziehlet und gebohren- un zur Heiligen Tauff gebrad Wert der Gevatterschaft v Johann Adam La unipa bam mitgetheilet; folgend zur Kirche und Schule ange gutem Grund im Christent

in der Evangelisch lutheri confirmiret, und zum erf Abendmals gelaßen- au

und christlichem Leben un