Einzelbild herunterladen

Nr. V

ren Wagen war zwischen dem fölnische

hen Fahne zu lesen: Boore!

Sonnabend, den 6. Februar 1926.

Die Osterferien 1926 beginnen am * Osterferien 1926. Gonntag, den 28. März. Das neue Schuljahr beginnt Montag, den 19. April 1926 mit der Aufnahmeprüfung und Dienstag, den 20. April 1926 mit dem vollen lehrplanmäßigen Unterricht. Wo an den Volksschulen der Schulbeginn feine außergewöhnlichen Arbeiten bringt, ist der Unterricht bereits am Montag in der regelmäßigen Weise aufzunehmen. Jedenfalls ist für das Lehr­personal der Montag fein Feiertag. Beurlaubungen für den Montag nach den Osterferien bedürfen, wie alle Beurlaubungen im Anschluß an die Ferien, der besonderen Genehmigung des Kreisschulamts.

Lotales. nahmeprüfung. Verdruß würde den Eltern, wieviel ehrern, wieviel Angst und Unruhe den wenn es keine Aufnahmeprüfungen meh naus gewichtigen Gründen alle die Fähigkeit und grundlegende Kenntnisse ussezen, nicht auf eine Prüfung den Schüler verzichten. So sind denn

* Hanja. Gießen. Da in diesen Tagen der Geburtstag des Direktors der Hansaschule zeitlich mit dem Befreiungstag der

Beipzigs der heutige Tag und der Frei Kölner Zone zusammenfiel, fand man genügend Anlaß zu einer ern 1926 neu aufzunehmenden Schüle schlichten, zweddienlichen Feier. Nach Schluß der Unterrichts­herz schlägt in diesen Tagen schneller bie beiden Klassen in einem größeren Lokal zusammen. Der taben und Mädchen der erste wichtig älteste Lehrer Herr Erdmann igen Leben! Zwar tritt auch bei diese fachlichen Ansprache, daß helle Freude über die Befreiung ge

stunden traten am schulfreien Nachmittag Direktor, Lehrer und

erschiedenheit der seelischen Einstellun

er klar zutage, und glüdlich das Kin iren gehört, die vor und während de Semmungen ungünstig beeinflußt wer Eltern, die von der Ueberzeugung duré te Mitgift, die sie ihren Söhnen uni

jeben können, eine gediegene Schulbil

r das Tor zu manchem Beruf öffnet en bleiben würde, sind die Tage bis fungsergebnisses voll von Unruhe un un, die in solchen Tagen leicht unter Ute man immer wieder das eine zun

ch gewagt, ist nicht nur halb, sondern man über die Neugestaltung der Auf öheren Schulen denken wie man will nz entschieden, daß ein Teil der Auf estellt werden, geeignet ist, ihnen di 1, ein Vorteil, der nicht hoch genu

ren sollten sich die Eltern in dieser enn ein Kind bei der Aufnahmeprü noch lange nicht seine Minderwertig so gute Prüfungsmethoden können

es betreffenden Kindes liegt vielleich Gebiete, als das ist, worauf bei der egt wurde. Schon mancher war ein

doch seinen Mann im Leben gestellt

ibt zu jeder Zeit, daß unsere Knabe hen, Menschen aus einem Gusse wer Leben voll und ganz ausfüllen. Day lbildung ganz gewiß wertvolle Hilfe die Schule ist doch das Leben.

oder Postauftrag eingezogene Be eckkunden mit Zahlkarte auf ihr Post rden. Man sollte glauben, daß jede n billigen und einfachen Vegüven

en Nutzen möglichst weiten Gebrau aber, wie wir erfahren, selbst bei gro ner der Fall. Von zuständiger Sei eilt, daß sogar große Geschäfte mit b r sich die eingezogenen Nachnahm noch mit Postanweisung senden lasse nweisungsgebühr zahlen. Wir em er geschäftlichen Rückständigkeit ba ordrucke zu den Nachnahme- und Po uf Wunsch auch die Kontobezeichnun Den Postschecämtern erhältlich. Ueb Postämter Auskunft.

en Mund. Sie blickte in den Wage dem Schultertuch einen Strauß we In auf den Sarg und ging still, di n. Ihr Mann hatte ihr wol Soldat aus Frankreich angekomme

te zu träumen. Er kniff sich in di ; er träumte nicht. Er sah auf di wie fremde, seltene Gäste. Dan so zusammengekrümmt; lange, lange Bagen an einen deutschen Schnellzu unden schon durch Deutschland fuht äumt.-

*

erber durchs Schlesierland.-- Frei­Jen die Polen, die über die Grenzen

mel: Kommt! Kommt! G ffam. Hundert kamen, Tausen zi, Studenten dabei, Landsknech ristian vom Lehrer dabei.-

mit einer abgeschossenen Hani e Gewehre wurden hervorgekras Fahnen zogen erwagend durch de wir wollen nur noch frei sein. Soldat ſein, Vater?" Ich will me mit meinem Regiment." großen Treffen bei Kreuzburg, wo jedes Haus eine Festung war.-

ts mehr von ihm.

n nicht wieder.

altes Zeugnis. ermeister Völker- Lich.

sem ist es mir gelungen, aus Priva chfolgende Dokument aus dem Jah erben. Es sei um seines sehr inte altes willen hier veröffentlicht.

und Rath der Stadt Lich, in de

in der Wetterau gelegen, thun turl

-

betonte zunächst in einer

nannter Zone in allen deutschen Landen herrsche und man innig ben mehr und mehr frei werdenden deutschen Rhein grüße. Verrauscht sind die Jahre, die ihr verbüßt!

Freier Rhein, sei innig gegrüßt!

Des weiteren wurde die Jugend ermahnt, unablässig auf die Erweiterung ihrer Kenntnisse und Fertigkeiten bedacht zu sein, denn die wirtschaftliche Not rufe uns allen zu: Silf dir selbst, dann hilft dir Gott!" In allen deutschen Schulen wird daher in gesunden pädagogischen Bahnen dem heranwachsenden Ge­schlecht das Rüstzeug für den Existenzkampf geboten. Um aber auch dem steinalten Worte: An dem Sonnenschein der Jugend sehrt der Mensch sein ganzes Leben gerecht zu werden, boten schließlich echte Volkslieder und deutsche Tänze bei Klavierspiel einige freudvoile Stunden.

* Aus den nassauischen landwirtschaftlichen Genossenschaf ten. Die Kreisverbandsversammlung der in den Kreisen Ober­lahn und Dill bestehenden Genossenschaften des Verbandes der nassauischen landwirtschaftlichen Genossenschaften, hielt ihre dies­jährige Tagung unter sehr starker Beteiligung in Weilburg ab.

Aus Nah und Fern. far

11

Gießener Zeitung"

Friedberg. Der Kreistag des Kreises Friedberg befaßte sich in seiner letzten Sigung mit der Regulierung der Wetterauer Flüßchen Nidda und Nidder. Kreisdirektor Gebhardt erklärte, die Regulierung sei im Interesse der Wetterauer Landwirtschaft unbedingt notwendig und teilte mit, daß die Ausführung des Projekts bald zu erwarten sei.

Büdingen. Bei der Bürgermeisterwahl legten Sonntag, wurde der bisherige Beigeordnete Hildner( S03.) mit großer Mehrheit zum Bürgermeister gewählt. Er erhielt 1255 Stim­men, während auf seine fünf Gegenkandidaten insgesamt 691 Stimmen entfielen. Die Wahlbeteiligung betrug 90 Prozent.

Herbstein, 5. 2. Eine Silberfuchsfarm hat ein hiesiger Jagd­pächter eingerichtet. Die acht Tiere wurden im November aus Nordkanada bezogen und in eingefriedigtem Revier an Hedenmühle ausgesetzt. Sie befinden sich bis jetzt wohl.

Der

Darmstadt, 4. Februar. Der zum Königlich Schwedischen Konsul in Frankfurt a. M. ernannte Herr Carl Spaeth ist aner­fannt und zur Vornahme tonsularischer Verrichtungen im Volks= staat Hessen zugelassen worden. Der Französische Konsul in Mainz und Köln, Herr J. P. Benigni, ist anerkannt und zur Vornahme konsularischer Verrichtungen im Volksstaat Hessen zugelassen worden.

Mainz, 3. Februar. Zwischen den beiden in Hessen bestehen­den Volksschullehrerverbänden, dem Landeslehrerverein und dem fath. Lehrerverein, so schreibt der Mainzer Anzeiger" sind Ver­handlungen im Gange, welche eine gemeinsame Abwehrfront gegen die von den Reichsparteien des hessischen Landtages vor­geschlagenen Sparmaßnahmen auf dem Gebiete des Volksschul­wesens zum Ziele haben.

Diez, 4. Februar. In die Reihe der nassauischen Bäder tritt demnächst auch Diez. Die Stadtverornetenversammlung ge= nehmigte die Uebernahme des bekannten Fellebades" auf die Stadt. Für den Betrieb des neuen Bades wird eine G. m. b. H. unter starter Beteiligung der Stadt gegründet.

Weilburg. Am 1. Februar in später Stunde abends ver­unglüdte während der Nachtschicht der Bergmann Hermann Lohr in der Grube Georg Joseph"( Buderus) in Grävened tödlich. Er traf während der Arbeit auf einen alten Spreng­schuß, der sich entzündete und den Arbeiter auf der Stelle tötete. Ofristel i. T., 4. Februar. Das hochbetagte Landwirtsehe­paar Georg und Elise Guttmann, ersterer 82, letztere 78 Jahr alt, wurde hier gleichzeitig durch einen sanften Tod aus dem Leben abgerufen und wird nun auch in einem Grabe beigesetzt. Im Jahre 1920 tonnten die Leutchen ihre Goldene Hochzeit feiern.

us- jezt

Lang- Göns. Am Sonnabend Abend, den 30. Januar, fand im Saale des Gambrinus dahier Generalversammlung des hie­ligen Kriegervereins statt. Nach kurzen Begrüßungsworten, in denen auch der zwei verstorbenen Kameraden Reusch und Brüdel gedacht wurde, stattete der 1. Vorsitzende, Kamerad Flach, aus= führlichen Jahresbericht ab. Der Verein hat zur Zeit 143 Mit­glieder, einschließlich 5 Ehrenmitgliedern. Es wurde die Ehren­Jalve auf dem Friedhof wieder eingeführt, außerdem wurde dem Verein eine neugegründete Klein- Kaliber- Schützen- Abteilung angegliedert. Erwähnenswert ist noch ein Vortrag des Oberst­leutnant v. Hagen, der in der hiesigen Turnhalle an Hand vor­trefflicher Lichtbilder über Die Schlacht bei Tannenberg" sprach. Jm Saale von Kamerad Hebbel hielt der Verein eine Weih­nachtsfeier, verbunden mit Bescherung und Verlosung, die einen würdigen Berlauf nahm. Nachdem nun dem Vereinsrechner, Kamerad O. Rudolf, Entlastung erteilt war, schritt man zur Neuwahl des Vorsitzenden und des Vorstandes. Mit Ausnahme von Kamerad Zeiß, der neu hinzukommt, wurde der seitherige Vorstand durch Aklimation einstimmig wiedergewählt; außer= dem werden neugewählt Kamerad W. Müller zum Schrift­führer und Kamerad B. Kromp zum Vereinsdiener. Es wurde der Beschluß gefaßt, in nächster Zeit den vaterländischen Film Fridericus Rer" im Verein und öffentlich aufführen zu lassen. Näheres darüber wird der Vorstand noch entscheiden. Nach Schluß des geschäftlichen Teils einte die Kameraden unter Ab­jingung vaterländischer, alter Soldaten- und Reserve- Lieder noch ein gemütliches Beisammensein.

und bekennen mit diesem offenen Brief, daß auf heute zu Ende gesetzten Dato bei versammletem Rath erschienen, das Johann Adam Pfaffen Mutter, weiland: Johannes Pfaffen gewesenen Kauf- und Handelsmann hinterlassene Wittib, der Gebühr anzeigend, welchergestalten ihr Sohn sich nacher Cassel, im Fürstlich Hessischen häußlich nieder­laßen, willens seye; darzu aber glaubwürdiges Zeugnus und wahre Urkund seiner ehelichen Geburt und Herkom­mens von nöthen habe, mit geziemender Bitte, Wir ihme so viel Wir von solchem sattsame Wißenschaft hätten, sel­biges in beglaubter Form, um deßen sich bedienen zu kön nen, mit zutheilen belieben mögten. Als bekennen wir der ganze Rath bei unsern Amts- und Rathspflichten, damit dem Hochgeborenen Grafen und Herrn, Herrn Carl, Regie­renden Grafen zu Solms, Hohensolms, Lich und Tecklen­burg, Herrn zu Münzenberg, Wildenfelß und Sonnen­wald pp. Des Königlich Schwedischen Seraphinen Ordens Rittern p. unserm gnädigsten Grafen und Herrn und dem Schöffenstuhl Wir verwand und zugethan seyn, daß ob­berührter Johannes Pfaff, gewesenen Kauf- und Han­delsmann, als des ersagten Johann Adam Pfaffen Vater, sich in anno 1748 den 29. Febr.: an Anna Christina Meye rin, weil: Balsar Meyers, gewesenen Büchsenmachers all­hier, eheliche Tochter verheurathet, und solch christlich Ehe­gelübte praevia proclamatione durch öffentlichen Kirch­gang und priesterliche Copulation in Kranz und anderen Zierrathen gedachten Jahrs allhier zu Lich solennisiret und vollzogen worden. In dieser also ehr- und friedlich geführ­ten Ehe ist mehrberührter Johann Adam Pfaff in ao: 1749 den 24. April allhier aus einem reinen und unbefleckten Ehebett in gutem Gerücht und Leutmuth an diese Welt er­ziehlet und gebohren und sogleich den 26. April darauß zur Heiligen Tauff gebracht worden, wobei das christliche Werk der Gevatterschaft verrichtet, des Vaters Schwager, Johann Adam Launspach, so ihm den Namen Johann Adam mitgetheilet; folgends ist er von seinen Eltern fleißig zur Kirche und Schule angehalten sofort nach abgelegtem gutem Grund im Christentum im 14ten Jahr seines Alters in der Evangelisch lutherischen Religion allhier öffentlich confirmiret, und zum erstenmal zum Genuß des Heil. Abendmals gelaßen auch weiter zu aller Gottesfurcht und christlichem Leben und Wandel angehalten worden.

-

Kassel, 4. Februar. Die hiesige Reichsbahndirektion hat jetzt die im Vorjahre getroffene Einrichtung der Sonntags= sonderzüge dadurch ausgestaltet. daß sie die Teilnehmer vormit­tags durch die Museen und Sehenswürdigkeiten führen läßt und ihnen nachmittags eine Sondervorstellung des Kasseler Staats­theaters zeigt. Derartige ,, Kulturzüge" verkehren erstmalig am 21. Februar vom Marburg, Seesen und Höxter nach Kassel.

Simmern, 4. Februar. In den Waldungen des Hunsrüds Ganze sind durch starte Stürme große Schäden entstanden. Distrikte sind von den Böen erfaßt und niedergerissen worden. Vor allem haben die Fichtenwaldungen schwer gelitten. Die Holzindustrie auf dem Hunsrüd hat schwer zu kämpfen.

Spiel und Sport.

Houben in Amerika abermals geschlagen! Newŋort, 4. 2. Die mit großer Spannung erwartete Abend­veranstaltung des Millrouse Athletic Clubs Newyork, sah fast auf der ganzen Linie Triumphe der amerikanischen Leicht­athleten. Das Hauptereignis stellte natürlich der Start der Europäer Houben, Hoff, Ritola u.a. dar. Jm 40- Yards- Lauf tam Houben schlecht vom Start weg und lag bei Ablauf ein Meter hinter dem Sieger Murchison, holte aber bis zum Ziel fnapp bis auf Brustbreite auf.

Nach diesem aber hat er bei dem hiesigen Büchsenmacher Georg Ernst Meyer das nemliche Handwerk erlernet, und um sich darinnen beßer zu perfectioniren, sich in die Fremde begeben. Nachdem nun obgedachter Johann Adam Pfaff von seinen Eltern und Großeltern rechter und ehrlicher Ge= burth und von untadelhaftem Geschlecht herstammend ist, folglich keiner verwerflichen oder in ehrliche Gesellschaften nicht zu duldende Abkunft, vielweniger einer unerbaren profession treibenden Mannes Kind; so hat auch derselbe vor seiner Person als uns anderster nicht bewußt und vor­tommen, solang er allhier gewesen sich gegen männiglich aufrecht, fromm, red- und ehrlich verhalten, also, daß wir von ihme nichts als alles gute zu rühmen wissen, mit ferner Bezeugung, daß Er ganz freizügig und mit keiner Leibeigen­schaft einigen Herrn verfangen noch zugethan seye, und sich dahero ohne Jemands Nachfolge, wo es Jhme gefällig, hin­begeben möge. Weswegen wir dann jedermänniglich hiermit Etandesgebühr nach ersucht haben wollen, erwehnten Johann Adam Pfaff dieses unsers glaubwürdigen Attestati frucht­barlich genießen zu lassen, mithin ihme und seiner habenden Intention allen geneigten Willen und Beförderung zuerwei­sen, solches Er unserem Zutrauen nach, nicht nur mit gebüh­rendem Dant erkennen sondern wir sind es auch in der gleichen und andern Begebenheiten zu verschulden iedesmal bereit und willig.

-

Deßen zu wahrer Urkund haben Wir Bürgermeister und Rath unser der Stadt größeres Infigel an diesen Brief gehängt. So geschehen Lich den 4ten August Eintausend­Siebenhundert Vier und Achtzig.

gez. Friedrich Roth, Carl Merle,

"

} bende Bürgermeister.

Ein Leumundszeugnis aus der Zeit vor 140 Jahren! Wir wollen absehen von seiner sehr weitläufigen, schwulstigen Form jede Zeit hat ihre besonderen Sitten, auch im Sprachgebrauch und im amtlichen Verkehr; aber wer als christlicher Mensch die­ses Zeugnis liest, tut ihm da nicht das Herz weh angesichts der Verhältnisse, wie sie heute liegen? Damals war christliche Ge­sinnung, christliche Erziehung, echter und rechter Christenglaube ein Hauptfaktor im öffentlichen Leben; nur der stand in gutem

Nr. 6.

Auch im 60- Yards- Lauf hatte Houben wenig Glück. Der erste Ablauf, bei dem Houben gut abfam, wurde ungültig er­flärt, bei der Wiederholung war Houben sehr nervös, verlor wiederum einen Meter, um dann bis ins Ziel auf Brustweite wieder aufzuholen. Hier war es wiederum Murchison, der dem deutschen Repräsentanten das Nachsehen gab.

Der europäischen Staffel mit Houben( Deutschland), Paulen ( Holland), Hoff( Norwegen) und dem Kanadier Coffi als Ersat gelang es, die amerikanische Auswahlmannschaft mit Murchison glatt zu schlagen.

Houbens nächste Starts.

Newyork, 4. 2. Houben teilt mit, daß ihm die Deutsche Sportbehörde auf seine Bitte um Genehmigung weiterer Starts eine abschlägige Antwort erteilt habe, da Auslandsstarts über 21 Tage mit den Amateurbestimmungen nicht in Einklang zu bringen seien. Somit kann Houben in Amerika nur noch an zwei weiteren Wettbewerben teilnehmen. Er beabsichtigt, am 6. Februar noch einmal in Boston zu starten und seinen zweiten Start entweder am 11. Februar bei Terztens A. C. oder am 13. Februar beim Willco A. C. vorzunehmen. Der Termin der Abreise von Houben ist auf den 15. Februar festgesetzt. Fußball bei den Deutschen Kampfspielen. Wenn es eine Heerschau der deutschen Sportverbände gälte: an der Spitze des gewaltigen Zuges, der im Juli kommenden Jahres im wieder freien Köln über den Plan der mächtigen Sportanlage in Köln- Müngersdorf seine Macht fündet, müßten wir schon infolge seiner Verbreitung den Fußballsport finden. Neidlos blicken alle anderen, meist jüngere Leibesspielarten, zu dem volkstümlichen Rasen- Kampfspiel empor. Es ist keine Zurücksetzung der übrigen Spiel und Sportkampfarten, wenn gejagt wird, daß sie innerhalb der Sportsammelvereine, also der Gemeinschaften, die als Träger der Bewegung gelten, von dem größeren Bruder Fußball abhängig sind, von ihm, d. h. seinen Erträgnissen sportlicher und wirtschaftlicher Art, mehr oder weniger leben. Das Selbstverständliche dieser Tatsache wird ausgeglichen durch die Begeisterung, mit der allgemein dem Fußballspiel gehuldigt wird.

Die notwendige Beschränkung der Zeitdauer für die Kampf­spiele gegen das Gründungsjahr 1922 verbietet ein fußballeri­sches Wochenprogramm, das die deutschen Landesverbände mit ihren Bestvertretungen zweds Ausspielung des Siegers zusam menführt( vielleicht hat sich auch in Berlin die Reichhaltigkeit der Runden als störend erwiesen). Ein glüdlicher Gedanke liegt der diesmaligen Abwidlung des Wettbewerbs um den Kampf­spielpreis zugrunde. Die Vorrunde wird bereits am 28. März, je nach der Paarung der Gegner, in dem Gebiet eines Teilneh­

Je nach der Ben her band consnes D. J. B.: Güb, Norb, Weſt,

unter

Mittel, Brandenburg, Südost, Balten abgerollt. In den engeren Kreis der Kampfspielstätte Köln, in die Fußballhochburgen Essen und M. Gladbach, sind für den 3. Juli die beiden Zwischen­rundenspiele gelegt. Tags darauf( 4. Juli) läuten die Dom­gloden des hilligen Köln gewissermaßen den Schlußakkord des großen Ringens zwischen Deutschlands besten Fußballstreitkräf­ten ein. Um eine Beteiligung von Tausenden nicht nur aus Westdeutschland, sondern aus dem ganzen Reiche an dem großen Endspiel zu ermöglichen, hat der Kampfspiel- Ausschuß die not­wendigen Vorbereitungen bereits begonnen. Aus dem rheinisch­westfälischen Industriegebiet( das bekanntlich eine fruchtbare Heimstätte besonders des fußballsportlichen Gedankens darstellt)

Sch

unübertroffen

mit dem schwarzen Kopf fürdie Kopfruäfche

Sichern Sie sich den Preiswortelf der neuen Doppefpackung ( Jnhaff 2 Beute?), Preis 35 Pfg.- Einzefpackung 20 Pfg.

Geruch und Ansehen, der in christlicher Gesinnung und Betäti­gung bewährt und erprobt war; das war die beste und sicherste Gewähr für die Rechtschaffenheit und Ehrbarkeit eines Menschen. Und heute? Es gibt soviele schlechte Menschen, Menschen, von denen die Spazzen auf den Dächern es pfeifen, daß sie Spitz­buben sind, gottlose Menschen, denen man nicht über den Weg traut, aber ihr Leumundszeugnis bekommen sie doch, denn sie haben ja in den letzten 5 oder 10 Jahren teine gerichtlichen Strafen erlitten, die ins Strafregister einzutragen waren, sie haben sich eben nicht erwischen lassen. Und wie ist es mit der Religion, wie ist es mit dem Christentum? Ja, das weiß man doch, die Religion ist seit den Tagen der Revolution vollkommen aus dem öffentlichen Leben verbannt, die Behörden dürfen über­haupt nicht mehr fragen nach dem religiösen Bekenntnis und niemand ist gezwungen, darüber Auskunft zu geben.( Artikel 136 der Reichsverfassung: Niemand ist verpflichtet, seine Gelbst in stan­religiöse Ueberzeugung zu offenbaren.) desamtlichen Beurkundigungen darf das Religionsbekennt­nis nicht mehr erwähnt werden! O du erbärmliche, moderne Zeit, wie bist du so gottlos, so leer, so inhaltlos geworden? Und du moderner Mensch, der du die Religion aus dem öffentlichen Leben, vielleicht auch aus deinem Privatleben verbannt hast, du bist doch sonst so stolz auf deine Ahnen, aber den Glauben der Väter, das köstlichste Erbgut deiner Vorfahren, siehst du als etwas Ueberlebtes, als etwas Altmodisches an, vielleicht schämst du dich seiner, wie du dich wohl des bescheidenen Kittels schämen würdest, in dem dein Urgroßvater einst einherging.

-

Wer aber

die vorstehende Urkunde nicht flüchtig durchliest, sondern genau Wort für Wort, der wird sich fragen, wievielen in unserem Volk man heutigen Tags ein solches Zeugnis ausstellen fönnte, und er wird zu dem Schluß fommen, daß man doch manchmal mit Fug und Recht von einer ,, guten, alten Zeit" reden kann, der gegen­über die Zeit, in der wir leben, gar arm und dürftig an inneren Werten dasteht.

Aber zu dem starten Schatten, der sich hier zeigt, gehört auch ein starkes Licht und hoffentlich sind es noch sehr viele, die sich nicht scheuen, ihr Licht leuchten zu lassen vor den Leuten. Wir hoffen auf Viele, die das Herz auf dem rechten Fled haben und sicher bereit sind mitzuhelfen, daß es besser werde.-