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Sonnabend, den 1. Mai 1926.

Stadtverordneten- Versammlung.

Die geftrige Sigung, in der neben dem Oberbürgermeister Keller, den drei bejoldeten Beigeordneten Dr. Seib, Dr. Fren und Dr. Hamm und den zwei unbesoldeten Beigeordneten Dr. Rosenberg und Klingspor noch 32 Stadtverordnete anwesend waren, erledigte die für die öffentliche Sigung angelegten 32 Puntte im Fliegertempo. Pünktlich 5 Uhr wurde die Beratung eröffnet und gegen 6 Uhr war man am Ende der Tagesord­nung. Angenommen, resp. zugestimmt wurden den Bau­gesuchen des Heinrich Pfeil für die Grünbergerstraße( die Ent fernung des Gebäudes von der Straßengrenze wird auf 7 Meter festgesetzt), des Georg Lich für die Jheringstraße, der Rühl u. Hof für Ede Wilsonftrage- Riegelpfad( das Gebäude muj 4 Meter hinter der Baufluchtlinie gestellt werden), des Reg.- Baurat Steinbach( Umbau eines Gartenhauses zu einer Kraftwagen­halle) für die Gartenstraße, des Friedrich Möller für die Licher­straße( Einfriedigung), des M. Abermann für die Gnautstraße ( Einfriedigung), des Ludwig Wehrum für die Friedrichstraße ( Einfriedigung), des Heinrich Rühl für die Licherstraße( Einfrie­bigung) und des Adolf Göbel für die Straße Auf der Weiß­erde"( Einfriedigung). Unter diesen genehmigten Baugesuchen jind mehrere, wo es sich um Dispenserteilung handelt, weil die Einfriedigungen zum Teil aus Holz ausgeführt werden. Der Bau- Ausschuß beantragte daraum um solche Baugesuche gleich im Bau- Ausschuß endgültig zu erledigen und das Plenum mit jolchen Kleinigkeiten nicht zu belasten daß gemäß des schon am 16. Oftober 1925 gefaßten Beschlusses die vorgeschlagene Aenderung der Ortspolizeiderordnung vom 26. Februar 1897 genehmigt wird. Wurde angenommen.

Infolge der Vorberatungen in den einzelnen Ausschüssen tommen fast nur aussichtsreiche" Anträge in die Versammlung. Es wurden weiter fast ohne Debatten folgende Punkte ange­

nommen:

Der Erbbauvertrag zwischen der Stadt Gießen und der Bau­genossenschaft 1894 zu Gießen( Dauer 70 Jahre, betr. die Häuser am Kugelberg);

zur Unterstützung des reichseigenen Zwölffamilienhauses am Kugelberg übernimmt die Stadt den Straßenkostenbeitrag und die Kosten für die Heranführung der Gas, Wasser- und elektrischen Leitungen;

zur Unterbringung durch baufällige Wohnungen( in der Maigasse und in der Waidengasse) obdachlos gewordene Familien in Gasthäusern usw. werden 10 000 M zur Verfügung gestellt ( Stadtv. Mann bemerkte hierbei, daß das Geld hier an der ver­tehrten Stelle ausgegeben werde, man hätte früher mehr Woh­nungen bauen sollen);

für den neuen Anbau an die Bezirksschule in der Westanlage werden die Abortanlagen der Firma H. Schaffstaedt- Gießen zu ihrem Angebot von 5 294 M übertragen( Prof. Krausmüller be­antragt hierbei, daß in Zukunft die Beilegung der Kalkulationen zu den Angeboten nicht mehr verlangt werden und daß in Frage kommende städtische Arbeiten nur an solche selbständige Hand­werksbetriebe vergeben werden, deren Inhaber die Meisterpru­fung bestanden haben.);

die Kosten für die Umgestaltung der Anlagefläche vor dem Hotel Kuhne werden nachträglich mit 7000 M genehmigt( Stadt­verordn. Schulrat Fischer bemerkt hierbei, daß es richtiger ist, wenn derartige Gelder vor Beginn der Arbeiten der Versamm­lung zur Genehmigung vorgelegt werden.);

zur Beschaffung von Arbeitsblusen für die Gießener Frei willige Feuerwehr gibt die Stadt eine Beihilfe von 300 M. ( Die Gesamtkosten betragen 629 M);

zur Beschaffung von zwei feuersicheren Plan- Schränken für Das Stadtbauamt durch die Firma Friedrich Krogmann- Gießen werden 3250 M bewilligt.( Stadtv. Nicolaus begründet mit vol lem Recht, daß diese Schränke, in denen wichtige Pläne aufge­hoben werden, sehr notwendig sind, und wir wundern uns, daß diese Schränke nicht schon längst beschafft worden sind.),

für Wasserleitungserweiterungszwecke werden 1500 Meter guẞeiserne Muffenröhren erforderlich, die rund 12 000 M fosten;

für 300 Holzmasten für das städtische Elektrizitätswert wird der Kredit von rund 10 000 M bewilligt;

die erforderlichen Reparatur- Kosten von 2000-2400 M für vier Straßenbahn- Motoranter werden ebenfalls bewilligt; der Krediterhöhung für die Herstellung von Kabelgräben zur Verstärkung des Stromversorgungsnetzes um 1500 M auf 10 150 M wird zugestimmt;

zur Beschaffung von über 200 Zählern wird der dafür not­

Neues aus dem japanischen Leben und der Japan- Mission.

Von Missionsdirektor D. Dr. Witte. 7. Fortsetzung.

Aus all diesen Tatsachen geht hervor, daß die Mission in Japan feineswegs eine unbedeutende Winkelsache ist, sondern eine umfassende und tiefgreifende Geistesbewegung, die sehr große Erfolge hat. Zu diesen Erfolgen hat auch unsere Mission ein gut Teil beigetragen. Auch wir haben, wie alle Missionen, in zweierlei Richtung wirft: Wir haben in der großen Desent­lichkeit die Geistest räfte Jesu wirksam machen geholfen, und wir haben einzelne Menschen gewonnen, die zu Gemeinden gesam melt werden. Von diesen Erfahrungen mit einzelnen Menschen sollen einige Beispiele folgen.

6. Erfahrungen mit einzelnen Menschen in Japan. 1. Fräulein K. F. lebte in Tokyo im Hause einer verheira teten Tante. Ueber diese Familie tam schweres Leid dadurch, daß alle vier Kinder dieser Tante furz hintereinander starben. Unter dem Eindruck dieses erschütternden Ereignisses fam Fräu lein K. F. in Fühlung mit unserer Mission und wurde von Pfarrer Ataschi getauft. Zwei Jahre später erkrankte Fräulein K. F. selbst schwer an Typhus und wurde, als sie genesen war, noch ernster in ihrem Glauben. Sie war Zahnärztin in einem Krankenhause in Tokyo. Ein junger Botaniker, Herr J. in Fukuoka, ein entfernter Verwandter von ihr, wollte sie heiraten. Er wandte sich in dieser Sache an Pfarrer Afaschi. Dieser suchte nach japanischer Sitte einen Mittelsmann aus, der mit Fräulein K. F.s Familie und mit ihr selbst verhandelte. Die Eltern des Fräuleins K. F. waren keine Christen, der Bräutigam und seine

,, Gießener Zeitung"

wendige Kredit Don 20 000 M um 31 000 M auf 51 000 M erhöht;

die Schanktonzessionsgesuche des Karl Textor für die Lie­bigshöhe, des Heinrich König für Kaplaneigasse 2( Stadt Kaffel"), des Ludwig Rühl für Marktplay 12( nur Kaffee­betrieb), des Gustav Stephan für Steinstraße 76 und des Frig Regler für Neuenweg 33( nur Wirtschaftserweiterung) werden nach dem Vortrag des Referenten Beigeordneten Kom- Rat Klingspor ebenfalls bebattelos genehmigt.

Der vom Polizeiami Gießen vorgelegte Entwurf einer Polizei- Berordnung über die Abhaltung des Frühjahrs- und Herbstmarktes in Gießen( Messeordnung) wird an den Markt­ausschuß zurüdverwiesen. Hierbei entsteht eine lange Aus: Sprache, weil die letzte Messe recht unerfreuliche Erscheinungen mit sich gebracht hat und die Gießener Geschäftswelt durch diese Art Messe sehr geschädigt wird.( Wir kommen noch darauf zu­rüd. D. Red.)

Dem Bichhändlerverein für Gießen und Umgegend wird für Abdeckung der durch die Seuchenbeseitigungen entstandenen Schäden ein Zuschuß von 400 M und eine Vorlage von 600 M bewilligt.

Auf dem früheren großen württembergischen Truppen­übungsplatz Heuberg ist eine große Kinder- Erholungsstätte er richtet, die wegen der hohen gesunden Lage recht segensreich ist. Die Stadt Gießen hat fürzlich auch 70 Kinder dorthin bringen lassen. Um für die Unterbringung der Kinder billigere Sätze zu erhalten, wird der Beitritt der Stadt Gießen zu diesem Ver­ein Heuberg mit einem jährlichen Mitgliedsbeitrag von 50.M beschlossen.

Der letzte Punkt: Mitteilungen, brachte als erstes folgende zeitgemäße Anfrage des Stadtverordneten, Schulrat Fischer: 1. Welches ist der Raumbedarf der Volks- und Fortbildungs­schulen in den Jahren 1927-1930?

2. Wieviel Räume stehen in diesen Jahren für Klassen der Volks und Fortbildungsschulen voraussichtlich zur Ver­fügung?

3. Jst die Stadtverwaltung bereit, ein ausreichendes, für längere Zeit berechnetes Bauprogramm für die Bedürfnisse der Volks- und Fortbildungsschulen alsbald vorzulegen und Vorlage über die Finanzierung machen? Insbesondere: Jst die Stadtverwaltung bereit, Bautapital zu diesem Zwed auf dem Anleiheweg zu beschaffen?

Die vom Beigeordneten Dr. Seib hierzu bekanntgegebenen Zahlen werden die Stadtverordneten schriftlich noch eingehändigt bekommen und die Stadtverordneten werden dann Gelegenheit nehmen, bei der demnächst stattfindenden Etatsberatung die not­wendige Schulhausneubaufrage eingehend zu besprechen.

Die zweite Anfrage, ebenfalls vom Stadv. Schulrat Fischer gestellt, wendet sich gegen die verkehrsstörenden Zustände duch geschlossenes Radfahren etc. auf dem Saltersweg. Ueber beide Anfragen werden wir in nächster Nummer eingehend berichten. Für heute sei aber doch schon vorausgeschickt, daß der Stadtv. Rechtsanwalt Homberger verlangte: man solle den Studenten verbieten, daß sie auf dem Seltersweg zu einer verkehrsreichen Stunde nicht spazieren gehen dürfen. Dieses rechtswidrige Ver­langen wurde von der übergroßen Mehrheit mit Entrüftung und Lachen zurückgewiesen. Gießen ist Universitätsstadt und die Studenten haben, wie jeder andere Bürger, das Recht auf dem Seltersweg auf und ab zu gehen.

Sonder- Gebäudesteuer,

Vom Presseamt des Staatsministeriums wird uns hierzu geschrieben:

Die Höhe der Sonder- Gebäudesteuer für das Steuerjahr 1926 erregt vielfach Befremden. Ohne an dieser Stelle in den Streit der Meinungen eingreifen zu wollen, darf auf folgendes zur Aufklärung hingewiesen werden: Durch die sogenannte 9. Steuer­notverordnung des Reiches in der Fassung, die sie durch ein Reichsgesetz vom 10. August 1925 erhalten hat, sind die Länder verpflichtet, einen erheblichen Teil der Mieteinnahmen weg­zusteuern. Der Regel nach sollen es sein 20 bis 30 Prozent der Friedensmiete zur Dedung des allgemeinen Finanzbedarfs der Länder und Gemeinden und 15 bis 20 Prozent der Friedens­miete zu Bauzweden. Die Höhe der Sonder- Gebäudesteuer ist mithin innerhalb eines gewissen Spielraums- durch Reichs= gesetz festgelegt und insoweit der Gestaltung durch die Regie­rungen und die Volksvertretungen der Länder entzogen. Es wäre zu begrüßen, wenn bei den Erörterungen über die Sonder­Gebäudesteuer dieses Grundsätzliche nicht außer Acht gelassen würde.

ganze Verwandtschaft auch nicht. Fräulein K. F. stimmte ihrer­seits der Ehe zu, unter der Bedingung, daß ihre Ehe christlich ge­traut werde. Pfarrer Ataschi hat das Paar im Beisein der Brautmutter und vieler nichtchristlicher Verwandter christlich ge­traut, und die junge Frau hängt auch heute treu an ihrem Glauben. Es ist dies heute bei der Tyrannei, die die Familie ausübt, noch selten, daß eine junge Japanerin die christliche Trauung durchsetzt. In dem umgekehrten Fall, wenn der Bräu­tigam Christ ist, die Braut aber nicht, ist es erheblich leichter. Als in Kyoto einmal eine junge Christin unserer Kirche in gleicher Weise wie Fräulein K. F. die christliche Trauung für die ihr von den nichtchristlichen Eltern aufgezwungene Ehe mit einem nichtchriftlichen Japaner forderte, war die Familie des Bräutigams so entsetzt, daß sie von dem Heiratsplan zurüdtrat. Die junge Christin blieb ganz still und fest, obwohl ihre Eltern ihr das Leben sehr sauer machten. Schließlich gaben die Eltern nach. Es kam eine Ehe zustande mit einem anderen jungen Japaner, der selbst und dessen Familie mit dem Christsein der jungen Frau und mit der christlichen Trauung des Paares ein­verstanden war.

2. Nicht immer zeigen die jungen Japanerinnen solche Willensfestigkeit. Sie bekommen sie eigentlich immer erst dann, wenn ihnen wirklich der christliche Glaube zur persönlichen Heilsge­wißheit geworden ist. Ein früher reicher Kaufmann in Tokyo machte Bankrott und tam in große Not. Er hatte zwei Töchter. Die zweite Tochter wurde von einer sehr wohlhabenden Familie für den ältesten Sohn zur Frau begehrt. Nun ist es in Japan feste Sitte, daß die zweite Tochter erst dann heiraten darf, wenn die älteste schon verheiratet worden ist. Der Vater hoffte von der Heirat der zweiten Tochter mit dem wohlhabenden jungen

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Lokales.

Heute ist Walpurgisnacht.

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Nr. 18.

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Wo der Hegen Schar erwacht. Um, wie wir's in Büchern lesen, Durch den Schornstein auf' nem Besen, Hinzureiten nach dem Broden Wo mit sichtlichen Frohloden Satanas, ihr Herr, so wüjt, Sie als Gäfte froh begrüßt. Ach und dann beginnt ein Treiben, wie es hier nicht zu beschreiben, Und vor dem es jedem graust( Siehe W. von Goethe's" Faust"). Mit dem ersten Hahnenschrei Ist das Bakchanal vorbei, Das so gänzlich bar der Sitten. Dann wird wieder heim­geritten Auf dem Besen wohl dressiert, Juft, als wäre nichts passiert. Ja, der Heren schlimme Brut, Kann verstellen sich gar Und so mancher braver Mann nicht an, Daß sie eine Here ist, zur Frift. Denn' s ist oft

gut,

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Sieht's der Here" gor Die hat ihn beheɣt"

verdreht den Schädel ein hübsches Mädel

Sonnabend, den 1. Mai 1926.

tigungsleistungen des Verbandes 192 a tonnte noch ein Erholungshei

ringen erworben werden. Der Ber Seachtung, weil er über zwei Dri hendenen Wertmeister zu seinen Mitgli e daraus die Bedeutung, die der Berb

eten hat.

K

Berwertung des Luftbildes im ester Zeit an verschiedenen helischen Or toge gaben günftige Gelegenheiten zu

Dern einzelner Ortschaften auszunu Siedlungsarbeiten als auch für die G archäzbarem Wert. Um das Luftbild bern und verbreiten zu helfen, hat de Arbeit und Wirtschaft den hessischen K birgermeister empfohlen, bei Flugveran en auf die Bedeutung von Luftbild n zur Anfertigung zu veranlassen. Die Weihe der Krieger- Gedächtnis bhang an der Schönen Aussicht" Mai, vormittags 11% Uhr, statt. hard bittet die ihm angeschlossenen Kri am ihre Beteiligung.

Das ihm da

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Er sich

Und so

Und aus deren Zauberbann nicht befreien tann. Solche kleine Heren schließlich,- Machen uns noch nicht verdrießlich, Schwerer ist's schon, mit den alten Guten Weg und Steg zu halten, Und wir tönnen's faum Derkneifen, Uns, wenn sie so schmäh'n und keifen tückisch um sich bliden, Sie sofort zu dem zu schicken, Den als Meister sie erkennen Und der Satan sich läßt nennen. In Gesellschaft tann man schauen, Engelgleich gar viele Frauen, Die gar zart und lieblich reden Und bezaubern einen jeden. Doch daheim bei Mann und Kind sich, wie sie sind Und erweisen wutentfacht Walpurgisnacht.

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Zeigen fie Reif sich zur

Bauernregeln vom Mai. Wie das Wetter am Himmelfahrts­tag, jo glaubt man, auch der Herbst sein mag. Georgus und Mart's bringen oft Arg's, Servazi das sind erst drei Lumpazi; oft Urban gar ist streng fürwahr; auch Peter und Paul sind manchmal faul! Auf nassen Mai tommt trodener Juni her­bei. Regen im Mai, gibt für's ganze Jahr Brot und Heu. Maientau macht grüne Au'; Maienfröste unnütze Gäste. Wenn Spinnen fleißig weben im Freien, läßt sich dauernd schön Wetter prophezeien; weben sie nicht, wird's Wetter sich wenden, geschieht's bei Regen, wird bald der Mai enden. Lassen die Frösche sich hören mit Knarren, wirst du nicht lange auf Regen harren. Wenn der Froschlaich im Lenz tief im Wasser war. auj trodenen Sommer deutet das; liegt er nur flach oder am Ufer gar, dann wird der Sommer besonders naß. Pantraz und Urban ohne Regen, bringt dem Weine großen Segen. Wenn Urban kein gut Wetter hält, das Weinfaß in die Pfütze fällt. Hat Urban gut Wetter und Bit starken Regen, dann bringt's den Bauern großen Segen. Urban gibt den Rest, wenn Servaz noch was übrig läßt. Am Urbanstag Regen,

für den Winzer kein Gegen. Vor Nachtfröst bis du sicher nicht, bis daß herein Servatius bricht. Nachdem der Urban pflegt zu sein, so glaubt man, daß gerät der Wein.

* Der Evangelische Landeskirchentag tritt am 3. Mai au mehrtägigen Verhandlungen zusammen.

* Studienreise des Hessischen Landwirtschaftsamtes. Darmi stadt nach Holland. Vom 7. bis 9. Juli ds. Js. eine landwirts schaftliche Studienreise nach Holland. Die Fahrt beginnt am 7. Juli abends 5 Uhr in Emden, woselbst ein Dampfer geſtelit wird. Die Landtouren werden im Gesellschaftsauto ausgeführt. Jeder Teilnehmer muß sich bei der zuständigen Stelle melden. Die Beschaffung eines Passes mit Lichtbild ist durch den Teil­nehmer notwendig. Dieser ist beim Landratsamt oder Bürger meisteramt des Wohnbezirks zu beantragen und kostet 5 R.-MI. Die deutsche Reichsbahn hat für solche Excurfionen bei Zusama menschluß von mindestens 30 Personen 25 Prozent Gesellschafts. ermäßigung auf die Fahrkarten vom Ausgangsorte bis Ember und zurück zugestanden, weshalb jeder Landwirt und Gärtner sich bei der genannten Stelle anschließen und melden sollte. Für die Führung ist der bekannte Holland- Kenner Direktor Rothe, Emden, gewonnen.

* 27. Verbandstag des Deutschen Werkmeister- Verbandes, Sig Düsseldorf. Vom 24. bis 26. April fand der Verbandstag des Deutschen Wertmeister Verbandes in Bremen statt. Die Entwicklung des Verbandes in den Berichtsjahren 1924 und 1925 geben folgende Zahlen wieder: Der Verband zählt 140 000 Mitglieder, über 1700 Ortsvereine und unterhält 40 Landes­geschäftsstellen. Neben bedeutenden Leistungen auf sozialpoli tischem und volkswirtschaftlichem Gebiete hat er bedeutende geld­liche Leistungen aufzuweisen. Insgesamt betrugen die Unter­

Mann auch für seine wirtschaftliche Existenz viel Gutes und wollte der ältesten Tochter eine Ehe ausdrängen mit einem älteren, liederlichen Mann, der sie zur Frau begehrte. Die Tochter, schon von den westlichen Ideen der Frauenrechte erfüllt, weigerte sich, einfach so, um aus dem Wege geschafft zu werden, diesen liederlichen Mann aber einen anderen, unbekannten, be­liebigen Japaner zu heiraten. Der Vater aber drängte sie sehr hart. In dieser inneren Not tam sie zu Pfarrer Afaschis Ber­jammlungen, mit dem sie durch Freunde bekannt geworden war. Sie fam sehr fleißig und war sehr ernst im Suchen des Heils. Nach einiger Zeit erfuhr der Vater es, daß seine Tochter die christlichen Versammlungen besuchte und glaubte, dies sei der Grund ihrer Weigerung. Nun verbot er der Tochter, weiter zu uns zu kommen. Die Tochter tam jedoch trotzdem noch eine ziem liche Zeit. Schließlich aber erlahmte ihr Widerstand, sie heiratete den liederlichen Mann und fam niemals wieder.

3. Der Student der Chemie T. U., Sohn eines Banfiers im Tschiba- Bezirt, nahe bei Tokyo, tam sehr eifrig in Pfarrer Ataschis Gottesdienste. Plötzlich merkte man ihm eine große Veränderung an, er war sehr gedrüdt und verstört. Fragen barf man in solchem Falle in Japan nach dem Grunde nicht Pfarrer Ataschi konnte ihm nur sagen, wenn er Kummer habe, solle er fleißig zur Predigt kommen. Das tat der junge Mann auch. Nach einem halben Jahre erst erfuhr Pfarrer Ataschi den Grund. Der Vater hatte sein Geld verloren, blieb aber Direktor der Bank, die ihm früher gehört hatte. Nun spekulierte er mit frem dem Geld, verlor wieder, fing, entlassen, ein schlechtes Leben an und endete im Irrenhaus. Das war des Sohnes Gram. Kurz vor des Vaters Tode hatte er sich taufen lassen und wurde ein sehr entschiedener, ernster Christ. Sein Bruder wurde etwa zu

Maitäfer flieg'! Ohne Mailüfter inden) ist heute bei uns der erste gelogen, um uns zu überzeugen, daß di ha hoffentlich bekommen wir auch t

a fühlen, denn was nügt vielen der Der das Leben die rauheiten Wetterfe der Existenzkampf viele Menschen zermi

Aus Nah und Bilbel. Nachdem vom Physikalischen Giden bereits 1906 durch elektroskopi Radiumgehalt des Sprudels nachgewie hem Befizer der Quelle gelungen, di htbar zu machen. Die Badesaison beg Darmstadt. Mittwoch abend ereign in Zugunfall. Der von Worms fommen fisher noch nicht aufgeklärter Ursache zu Bagen vierter Klasse umstürzte. Die etzeitig durch eine Seitentüre den wurden nur sechs Personen leichter verl Mainz. Die Köln- Düsseldorfer Da hat es vermocht, zwei neue Rheindam larb" und Baterland", fertigzustellen. reits am 1. Mai in Dienst gestellt, u Laufe des Sommers folgen dürfte.

Herborn, 30. April. Im benachb wurde durch einen irrfinnig geworde frühere Hüttenarbeiter Schwarz, der dam Meigner mit einer Hade den Sch hwerverlette Frau ist in der Klinik M Deren Verwundung gestorben.

Weilburg, 30. April. Als der Zi jakiert hatte, gestern Weilburg verlo in shwerer Unfall. Der bei dem Tr tellte Haase aus Brandenburg an de Bremse befand, wurde infolge Reißer folgenden Wagen zu Tode gequetscht.

Limburg. Der Verwaltungsaussc teitsnachweises hat unter seinem B Steitenbach die Grundförderung der S Rindung bis Steeden genehmigt.

Kaffel. In der letzten Gigung des landtags wurde für den Ausbau d farau und Hersfeld beschlossen. Bei Fürsorgeerziehung Minderjähriger" w Fürsorgeerziehungsheim für den Bezir Gelnhausen. Bereits 1902 wurden toilenfäutereiche Quellen erbohrt. Es

lich start tohlensäurehaltige Sole. A Gegenwart der staatlichen und städtis Quelle für den Kurbetrieb freigegeben

Sanau, 30. April. Der Rhönklub, anitaltete zum Bau einer Unterkunfts

leicher Zeit in Sapporo Christ und fa tah Tokyo. Hier fam er bei dem 1. September 1923 ums Leben. Nun um das Begräbnis mit den buddh heiten hon vorher beiden Brüdern hriftlichen Glaubens. Jetzt wollten Berunglüdten mit buddhistischen Ch

aber forderte ein christliches Begräbn Freuden ein Christ gewesen sei. T inigen tonnte, wurde die Leiche ohn und die Familie stiftete 200 Goldmar bet junge Chemiter in einer Fabr ein treues Glied unserer Gemein er in feine ganz streng buddhistische eine hriftliche Sonntagsschule ab. and hören das Goangelium. Das i Endrud, wenn nicht nur unsere Pf Christen so eifrig die Jejus- Botschaft ( Fortjehung fo Sturmnacht im

Von Friedrich Wen

Mas Stunden hatte die reit. Links und rechts der St deritreijen gewichen, segte sich ab Beter geradeaus fort. In dem Amiegte fich rechts der Straße ein Balbrand, deren matterleuchtete Zimmerung starrten. Drüben lints