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Cotales.

Walpurgisnacht.

Nr. 18.

erwacht.- Um, wie wir's in Büchern

Sonnabend, den 1. Mai 1926.

igungsleistungen des Verbandes 1924-25 2 955 000 M. Troh lebem tonnte noch ein Erholungsheim in Frankenhausen in hüringen erworben werden. Der Verband verdient jetzt beson= re Beachtung, weil er über zwei Drittel aller im Reich vor

nstein auf' nem Besen, Hinzureiten andenen Wertmeister zu seinen Mitgliedern zählt. Es ergibt mit sichtlichen Frohloden- Satanas, daraus die Bedeutung, die der Verband für das Wirtschafts­

Is Gäste froh begrüßt.- Ach und dann Bie es hier nicht zu beschreiben,- Und

ben hat.

( Siehe W. von Goethe's" Faust"). ster Zeit an verschiedenen hessischen Orten veranstalteten Flug enschreit das Batchanal vorbei, ge gaben günstige Gelegenheiten zur Aufnahme von Luft­r Sitten. Dann wird wieder heim: Hilbern einzelner Ortschaften auszunuken. Diese sind für die wohl dressiert, Just, als wäre nichts Siedlungsarbeiten als auch für die Geländebeschaffenheit von imme Brut, Kann verstellen sich gar anschätzbarem Wert. Um das Luftbildwejen allgemein zu für­

* Berwertung des Luftbildes im Siedlungswesen. Die in

aver Mann- Gieht's der ,, Sexe" gor Here ist,

Die hat ihn, behext"

pft ein hübsches Mädel- Das ihm da bürgermeister empfohlen, bei Flugveranstaltungen die Gemein

bern und verbreiten zu helfen, hat der Hessische Minister für Arbeit und Wirtschaft den hessischen Kreisämtern und Städte

Und aus deren Zauberbann- Er fich -Schwerer ist's schon, mit den alten

olche Kleine Heren schließlich, Machen und zur Anfertigung zu veranlassen.

ben auf die Bedeutung von Luftbildaufnahmen hinzuweisen

zu halten, Und wir tönnen's faum abhang an der Schönen Aussicht" findet am Sonntag, den sie so schmäh'n und feifen- Und so 9. Mai, vormittags 11% Uhr, statt. Der Kurhessische Krieger­

Die Weihe der Krieger- Gedächtnisstätte in Kassel am Aue

Sie sofort zu dem zu schicken,- Den

-Und der Satan fich läßt nennen.

n schauen, Engelgleich gar viele

band bittet die ihm angeschlossenen Krieger- und Militärvereine

um ihre Beteiligung.

im bei Mann und Kind- Zeigen fie geflogen, um uns zu überzeugen, daß die Wonnezeit" begonnen und lieblich reden- Und bezaubern Bänden) ist heute bei uns der erste Redaktionsmaitäfer auf­erweisen wutentfacht- Reif fich zur hat. Hoffentlich bekommen wir auch tatsächlich etwas Wonne

Maifäfer flieg'! Ohne Mailüfterl( da zwischen den vier

ai. Wie das Wetter am Himmelfahrts

Der Herbst sein mag.- Georgus und

Servazi das sind erst drei Lumpazi; fürwahr; auch Beter und Paul sind assen Mai tommt trockener Juni her­

bt für's ganze Jahr Brot und Heu.

Au'; Maienfröste unnüze Gäſte.

ben im Freien, läßt sich dauernd schön

n sie nicht, wird's Wetter sich wenden,

d bald der Mai enden.- Lassen die

arren, wirst du nicht lange auf Regen oschlaich im Lenz tief im Wasser war. eutet das; liegt er nur flach oder am

Sommer besonders naẞ.- Pantras bringt dem Weine großen Segen. Better hält, das Weinfaß in die Pfütze Wetter und Bit starken Regen, dann Ben Segen. Urban gibt den Rest, übrig läßt. Am Urbanstag Regen, 1.- Vor Nachtfröst bis du sicher nicht, bricht. Nachdem der Urban pfleg gerät der Wein. andeskirchentag tritt am 3. Mai zu n zusammen.

fischen Landwirtschaftsamtes. Darm­

7. bis 9. Juli ds. Js. eine landwirts

ch Holland. Die Fahrt beginnt am Emden, woselbst ein Dampfer geſtelit

erden im Gesellschaftsauto ausgeführt. ch bei der zuständigen Stelle melden. sses mit Lichtbild ist durch den Teil­

r ist beim Landratsamt oder Bürger­

ts zu beantragen und kostet 5 R.-M.

at für solche Excursionen bei Zusam 30 Personen 25 Prozent Gesellschafts­farten vom Ausgangsorte bis Ember Deshalb jeder Landwirt und Gärtner lle anschließen und melden sollte. Für nnte Holland- Kenner Direktor Kothe,

es Deutschen Wertmeister- Berbandes, bis 26. April fand der Verbandstag r Verbandes in Bremen statt. Die

Des in den Berichtsjahren 1924 und

en wieder: Der Verband zählt 140 000 tsvereine und unterhält 40 Landes­deutenden Leistungen auf sozialpoli lichem Gebiete hat er bedeutende geld­en. Insgesamt betrugen die Unter­

ju fühlen, denn was nüßt vielen der schönste Frühlingszauber,

wenn das Leben die rauhesten Wetterseiten aufziehen läßt und

der Existenzkampf viele Menschen zermürbt.

Ans Nah und Fern.

Bilbel. Nachdem vom Physikalischen Institut der Universität Gießen bereits 1906 durch elektroskopische Untersuchungen der Radiumgehalt des Sprudels nachgewiesen worden war,

ist es

dem Besitzer der Quelle gelungen, diesen durch Photographie fichtbar zu machen. Die Badesaison beginnt am 1. Mai.

Darmstadt. Mittwoch abend ereignete sich im Hauptbahnhof

ein Zugunfall. Der von Worms kommende Personenzug far aus bisher noch nicht aufgeklärter Ursache zur Entgleisung, wobei ein Wagen vierter Klasse umstürzte. Die Insassen konnten noch rechtzeitig durch eine Seitentüre den Wagen verlassen. Es wurden nur sechs Personen leichter verletzt.

Mainz. Die Köln- Düsseldorfer Dampfschiffahrts- Gesellschaft hat es vermocht, zwei neue Rheindampfer, die Schiffe ,, Rhein­land" und Vaterland", fertigzustellen. Rheinland" wird bc­teits am 1. Mai in Dienst gestellt, während Vaterland" in: Laufe des Sommers folgen dürfte.

"

Gießener Zeitung"

herberge in der Rhön eine Lotterie. Die Veranstaltung hat einen Reinertrag von 26 000 Mart ergeben.

Wiesbaden. Sonntag, 2. Mai, vormittags 11 Uhr, wird auf dem Wiesbadener Bergfriedhof, auf der letzten Ruhestätte des Staatsministers a. D. Dr. Konrad Haenisch, ein Gedenkstein ge= weiht.

Herborn, 30. April. Jm benachbarten Dorfe Breidenstein wurde durch einen irrsinnig gewordenen jungen Mann, der frühere Hüttenarbeiter Schwarz, der Frau des Plazmeisters Adam Meißner mit einer Hade den Schädel zertrümmert. schwerverletzte Frau ist in der Klinit Marburg an der erhaltenen schweren Verwundung gestorben.

Dic

Heidelberg, 29. April. Das städtische Verkehrsamt teilt mit, daß weitere Schloßbeleuchtungen festgelegt worden sind, und zwar am 20. Juni und 4. Juli. Schloßbeleuchtungen mit Brüden­beleuchtung finden nun am 2., 6. und 20. Juni, 1 und 4. Juli,

Weilburg, 30. April. Als der Zirkus Blumenfeld der hier gaftiert hatte, gestern Weilburg verlassen wollte, ereignete fich ein schwerer Unfall. Der bei dem Transport beschäftigte Ange­stellte Haase aus Brandenburg an der Havel, der sich an der Bremse befand, wurde infolge Reißens einer Kette von dem folgenden Wagen zu Tode gequetscht.

11. August statt.

St. Goar, 30. April. Der Kreistag faßte gestern eine Entschließung, die an die Reichs, Staats- und Provinzialbehör den weitergeleitet wurde, in der der Kreistag die Jnjel bei Lorch und das bekannte Projekt des Düsseldorfer Architekten Prof. Wasch als die geeignetste Lösung für die Aufstellung des Reichsehrenmals bezeichnet.

Limburg. Der Verwaltungsausschuß des offentlichen Ar­beitsnachweises hat unter seinem Vorsitzenden Landrat ven Breitenbach die Grundförderung der Lahnkanalisation von der Mündung bis Steeden genehmigt.

Kaffel. In der letzten Sitzung des Kurhessischen Kommunal­landtags wurde für den Ausbau der Landkrankenhäuser in Hanau und Hersfeld beschlossen. Bei Besprechung des Kapitals Fürsorgeerziehung Minderjähriger" wurde angeregt, ein eigenes Fürsorgeerziehungsheim für den Bezirk Kassel zu errichten.

Gelnhausen. Bereits 1902 wurden hier zwei stark salzhaltige tohlensäurereiche Quellen erbohrt. Es handelt sich um eine ziem­lich stark tohlensäurehaltige Sole. Am 29. v. Mts. konnte in Gegenwart der staatlichen und städtischen Behörden die sechste Quelle für den Kurbetrieb freigegeben werden.

Hanau, 30. April. Der Rhönklub, Zweigverein Hanau, ver­anstaltete zum Bau einer Unterkunftshütte und einer Jugend­

gleicher Zeit in Sapporo Christ und kam dann auch zum Studium nach Tokyo. Hier kam er bei dem furchtbaren Erdbeben am 1. September 1923 ums Leben. Nun gab es einen harten Kampf um das Begräbnis mit den buddhistischen Verwandten. Die hatten schon vorher beiden Brüdern Not gemacht wegen ihres Gristlichen Glaubens. Jetzt wollten sie durchaus die Leiche des Berunglückten mit buddhistischen Ehren bestatten, der Bruder aber forderte ein christliches Begräbnis, da der Verstorbene mit Freuden ein Christ gewesen sei. Da man sich durchaus nicht einigen konnte, wurde die Leiche ohne religiöse Feier beigesetzt, und die Familie stiftete 200 Goldmark für ein Liebeswert. Jetzt ist der junge Chemiker in einer Fabrik in Tokyo angestellt. Er it ein treues Glied unserer Gemeinde. Jeden Sonntag fährt in seine ganz streng buddhistische Heimatstadt und hält dort tine christliche Sonntagsschule ab. Und viele Kinder tommen und hören das Evangelium. Das macht natürlich besonderen Eindrud, wenn nicht nur unsere Pfarrer, sondern auch andere Christen so eifrig die Jesus- Botschaft verkündigen.

tſchaftliche Existenz viel Gutes und er eine Ehe aufdrängen mit einem n, der sie zur Frau begehrte. Die lichen Ideen der Frauenrechte erfüllt, m aus dem Wege geschafft zu werden, ader einen anderen, unbekannten, be­ten. Der Vater aber drängte sie sehr Not tam sie zu Pfarrer Afaschis Ver­durch Freunde bekannt geworden war. war sehr ernst im Suchen des Heils. der Vater es, daß seine Tochter die besuchte und glaubte, dies sei der Nun verbot er der Tochter, weiter zu er kam jedoch trotzdem noch eine ziem erlahmte ihr Widerstand, sie heiratete tam niemals wieder.

hemie T. U., Sohn eines Banfiers im Tokyo, kam sehr eifrig in Pfarrer Blöglich merkte man ihm eine große hr gedrückt und verstört Fragen darf apan nach dem Grunde nicht. Pfarrer agen, wenn er Aummer habe, solle er n. Das tat der junge Mann auch. Nach

I erfuhr Pfarrer Afaschi den Grund.

ld verloren, blieb aber Direktor der

irt hatte. Nun spekulierte er mit frem­fing, entlassen, ein schlechtes Leben an Das war des Sohnes Gram. Kurz

e er sich taufen lassen und wurde ein Christ. Sein Bruder wurde etwa zu

( Fortsetzung folgt.)

Sturmnacht im Osten.

An der Tatsache

dass

mit der

Aecht Franckka der beste ufeinste Zusatz zum Bohnenkaffee ist,

and rütteln

kann niem

Seine Reinheit verbürgt den feinen Geschmack und seine große Aus giebigkeit den vorteil: haften Verbrauch.

Aber----­

Aecht Franck muß es sein. Diese Gewähr ist jedoch nur vor handen, wenn die Pakete die Schutzmarke, die

Kaffeemühle tragen. WEINRICH FRANCK SOMMES BERLIN, LUDWIGSBURG

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Neue Bücher.

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Nr. 18.

als ein Mittel, um ziemlich fern in Zeit wie Raum zu kommen." Aber warum fern?" heißt es weiter. Woher der Trieb in die Ferne? Geboren werden, leben und sterben am selben Orte, schreibt ein französischer Poet. Aber dieses ist ein Jdeal für alte, fluge, lateinische Rassen und nicht für uns Nordländer. Wir müssen fort, um nach Hause zu kommen. Wir müssen unser Herz mit Unruhe sättigen, um den goldenen Frieden am eigenen Herde atmen zu können." W. N- t.

Taunus Führer und Wanderbuch. Verlag von Wilhelm Stollfus in Bonn. Dieser neue Führer enthält die ausführliche Beschreibung von über 160 der schönsten Taunuswanderungen,

wenn

ausgehend von Orten des Taunus, des Lahn- und Rheintals. Auch zwei vorzügliche Taunus Karten im Maßstabe 1: 100 000 sind erschienen. Allen Freunden wird der handliche Führer gute Dienste leisten. Es ist eine einfache Ausgabe, die nur eine Uebersichtskarte( 1.80) enthält und eine Ausgabe mit einer der erwähnten großen Karte( 2.50) erschienen.

Lahntal Führer und Wanderbuch von Fr. La upus. Ver­lag von Wilhelm Stollfus, Bonn. 1,60 M. Der Lahntal- Führer, mit drei guten Karten versehen, bringt in furzer, ausreichender Einführung das wesentlichste des Lahngebietes. Von allen wich tigen Plätzen aus sind die schönsten Wanderungen mit peinlich ster Sorgfalt beschrieben. Dieser, mit prächtigen Federzeich nungen des Kunstmalers Rud. Fuchs in Obernhof a. d. L. ver sehene Führer stellt eine Heimatkunde dar, die, recht benutzt, Er­lebnis wird und Segen spenden kann. Ein Stüd wertvoller Kulturarbeit leistet das Maihe von Westermanns Monatsheften: Es sucht Klärung zu bringen in das Chaos der Meinungen über die Kunst der Gegen­wart. Das Heft gibt Zeugnis davon, was uns heute interessiert. Der Preis des Heftes das durch jede Buchhandlung zu beziehen ist, beträgt 2,- M.

In Abessinien verschollen. Das Ende des großen schwedischen Dichters Siegfried Siwerk. Kaum ist in der deutschen Sprache das erste Werk dieses großen schwedischen Dichters erschienen, so geht durch die Presse die Nachricht, daß er auf seiner afrika­nischen Forschungsreise in Abessinien verschwunden ist. Seit Ende Januar ist man jetzt ohne Nachricht von ihm, das letzte Lebenszeichen erhielt man aus Addis Abeba. Die Bevölkerung Abessiniens zerfällt in mehrere Stämme. Ihre geistige Kultur steht auf einer sehr niedrigen Stufe. Ihre Religion ist nur eine Art Halbchristentum. Es darf nicht Wunder nehmen, Sigfrid Siwerk als einsamer Fremder von seiner Karawane in eine Falle gelodt und vielleicht ermordet worden ist. Die Triumphe, die seine soeben in Deutschland erschienenen Bücher ,, Seelambs- die Geldjäger", der geistreiche psychologische Roman der Geld- und Selbstsucht, und Unter dem Gluthimmel der Tropen" die Reiseschilderung feiern, darf wohl der Dichter Sigfrid Siwers also nicht erleben. Das Wifingerblut, die Sucht, die ihn ihm wieder hinaus in die Ferne, in Abenteuer und Ge­fahren zogen, wurden sein Verhängnis. Jm Jahre 1924-25 30g er durch die Tropen, besuchte die Südsee- Insel, durchquerte Sumatra und Australien und schrieb seine vorzüglich unter­haltende, tiefe philosophische Gedanken enthaltende Reiseschil­derung. Ende 1925 war er schon wieder unterwegs nach Abes­sinien. ,, Warum fährt man nach Abessinien?" schreibt Siwertz in dem ersten Brief an seinen Verleger. ,, Man wird wohl sehen, wenn man hinkommt. Ich habe aber keine wiegenden Gründe aufspüren können, warum man nicht nach diesem tropischen Berg­land fahren sollte.... Jch betrachte Abessinien also vorläufig

Von Friedrich Wenzel- Gießen. ( Schluß aus Nr. 14) Nach 2% Stunden hatte die Truppe den Bestimmungsort erreicht. Links und rechts der Straße war der Wald einem Ackerstreisen gewichen, setzte sich aber jenseits mehrere hundert Meter geradeaus fort. In dem so entstehenden Ausschnitt schmiegte sich rechts der Straße eine einsame Mühle an den Waldrand, deren matterleuchtete Fensterchen ängstlich in die Dämmerung starrten. Drüben links schliefen in trostloser Ver­

Geschäftliches.

Regenwasser für die Wäsche.

Eintönig tropft der Regen aufs Dach. In leisem Glucksen rieselt ein dünnes Bächlein durch die Blechrinne am Rande des Daches, hinab durch eine Röhre. Wo diese sich öffnet, um das aufgenommene Regenwasser auszuspeien, steht das dice Regen faß. Sein Inhalt ist der Hausfrau wert, denn sie braucht das ,, weiche" Regenwasser für die Wäsche. So war es Brauch seit Großmutters Zeiten...

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Aber das Regenfaß gehört längst zur Jdylle der Klein stadt. In der Großstadt mit ihrem Raum- und Wohnungs mangel ist die Hausfrau auf das Leitungswasser angewiesen. Das Leitungswasser aber unterscheidet sich in seiner Zusammen­setzung und Beschaffenheit sehr von Regenwasser. Vor allem enthält es meist in größeren Mengen sogen. Kalksalze, die der Wissenschaftler Härtebildner" nennt, weil sie das Wasser hart machen. Hartes Wasser aber das sollte jede Hausfrau wissen ist zum Waschen wenig geeignet, weil es erstens die Schaumbildung sehr behindert und ferner das Waschmittel in seiner Waschwirkung wesentlich beeinträchtigt. Hartes Wasser ,, frißt" Seife. Der Vorgang erklärt sich so, daß der Kalt die Seife an sich bindet und dadurch keine waschkräftige Lauge entsteht. Die mit Kalt verschmierte Seife verliert jedenfalls sofort ihre reinigende Wirkung und hat zudem die unangenehme Eigenschaft, sich in Form von Fleden in der Wäsche festzusetzen. Nicht in jedem Falle wird es wohl gleich so schlimm sein, daß ein Wasser, das nicht vor dem Gebrauch ,, enthärtet", also weich eine Fledbildung entsteht. Aber die Tatsache steht fast, daß gemacht ist, unwirtschaftlich und nicht zum Waschen zu empfehlen. ist. Das vorherige Weichmachen des Wassers ist ein dringendes Gebot der Vernunft für jede denkende Frau. Zum Glüd gibt es einen sehr einfachen Weg dazu. Man löst einfach vor jedem Waschen also vor Bereitung der Lauge einige Handvoll Bleichsoda( die man ja zum Einweichen der Wäsche ohnehin gebraucht) in dem mit kaltem Wasser gefüllten Kessel auf und erzielt dadurch das schönste weiche Wasser. Die Schaumbildung ist hiernach erheblich besser, das Waschmittel erfährt eine n gleich bessere Auswertung und die Wäsche ist in jedem Falle tadellos.

lassenheit drei ärmliche Gehöfte. Unsere Kompagnie lehnte in einiger Entfernung vom Walde ihren rechten Flügel an die Landstraße. Voll gespannter Erwartung stand die Mannschaft in der Abenddämmerung, die kein Laut durchbrach. Umso ge= spenstiger tlang das dumpfe Rauschen und Brausen aus den Kronen der Bäume. Es geistert im Wald", raunte mir Schmidt zu, der neben mir vor der Linie stand. Auch bei uns". Ich vollendete den Satz nicht. Denn in demselben Augenblid huschte ein schattenhaftes Etwas an meinem Ohr vorüber, und ein hartes Hämmern drang auf uns ein, immer zahlreicher huschte es mit leisem Pfeifen vorbei. Der Gegner streute mit Maschinen­gewehren das Gelände ab, ohne indessen uns zu fassen. Alsbald blizten unzählige Flämmchen auf, da, dort, auf fast unabsehbarer Strede zudten sie auf und verlöschten, um von neuem aufzu= springen. Heftiges Infanteriefeuer mischte sich mit der Tätigkeit der Maschinengewehre, zum Glüd ebenso wirtungslos wie diese. Da schoß plötzlich in der Ferne ein Feuerstrahl hochauf, drei andere folgten in kurzen Abständen; von deutscher Seite stürmt eine Feuergarbe dagegen vor. Dumpi grollt der Donner durch die hereinbrechende Dunkelheit. Und nun spieen die Riesen des Weltkriegs Flammen und Eisen gegen einander, immer schneller, immer wütender in furchtbarem Rajen. Eine einzige ungeheure Glut lohte zum Himmel auf, als bräche der Weltbrand herein. Ein Donnern, Dröhnen, Pfeifen, Brüllen, Klizren ließ die Erde erbeben, zerriß die Wolken in Feyzen, rollte dahin durch die Nacht, ebbte zurüd, um von neuem aufzubranden in zorniger Wut. Beld tam's näher. Kleine, weiße Ringe wälzten sich, deutlich am Nachthimme! sichtbar, heran mit leisem Singen. Schon stan­den sie über unserer Linie. Da ein klirrendes Springen, ein kurzer Feuerstrahl und unten mäht der Tod mit einem Senjen­

,, Aecht Frand mit der Kaffeemühe" hat sich unter allen Kaffee Zusätzen die unbestrittene Führung gesichert. Seit nahezu 100 Jahren haben Millionen deutscher Hausfrauen ihn als unentbehrliches Kaffee- Zusatzmittel schätzen gelernt.

Verantwortlich: Christian klein in Gießen.

strich eine Gruppe hinweg. Fester umklammert die Faust das Wann Gewehr. Durchdringend späht der Blid nach vorne. tommt das Rommando zum Sturm? Diese entsegliche Un­tätigkeit! Wie sie peinigt, wie sie ermüdet, zermürbt! Aber noch war die Stunde nicht da. Immer schneller rasen die Schrapnels vor, streuen ihre Saat immer dichter auf die Land­wehr, die unbeirrt aushält. Plötzlich, wie ein Wunder scheint es, springen sie über die Linie hinweg, fegen herein in den Wald. Als die ersten Geschosse in die alten Baumkronen schlugen, die so viele Geschlechter hatten vorüberziehen sehen, erhob sich dort ein dumpfes Murren, steigerte sich zu heftigem Grollen, und unter dem schweren Geschüßfeuer schien ein rasender Wirbel den ganzen Wald erfaßt zu haben. Gellendes Heulen, pfeifendes Sausen, gequältes Aufstöhnen, Aechzen und Krachen tobte durch den Wald, übertönte fast den Kampflärm der Geschüßriesen. Entsetzt wandte ich mich um. Da erstarb alles in einem einzigen ungeheuerlichen Schrei, der herausquoll wie aus ungeahnten Tiefen, wie ein Schrei aus der Urwelt Tagen, da der Erde Feuer­gluten entströmten, die Meere bis zum Himmel brandeten und die Festländer barsten. Dann unheimliche Stille. Auch der Ge­schützkampf war in sich zusammengejunten. Schmidt hatte sich an mich herangeschoben und hielt entsegt meinen Arm umflam­mert. Haben Sie es gehört?" Wie im Selbstgespräch raunte ich ihm zu:, Auch im Chaos schlummert ein Seele. Weh, wenn fie erwacht."

Um Mitternacht war der Feind geworfen, stand die Kom­pagnie in der Ausgangsstellung. Gespenstern gleich ragten die verstümmelten Stämme zum schwarzen Nachthimmel auf. 3u ihren Füßen schliefen wir auf dem eisigen Boden, und in unsere Träume rauschte der Wald der deutschen Heimat.