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tung der Welt. Die zweite Berliner Bekleidungs- Fachmesse wird vom 8. bis 11. August 1925 abgehalten. Die Mustermesse in Neapel findet vom 16. bis 30. September und jene in Padua vom 5. bis 19. Juni statt.
Produktenmarkt. Der erneuten Verflauung der amerikanischen Märkte folgte die Preisentwicklung an den deutschen Märkten nur zögernd. Weizen blieb fester als Roggen. Gerste und Hafer haben stilles Geschäft. Futterartikel sind wenig beachtet. Im Hopfengeschäft hält die geschäftliche Ruhe an. Die Preise blieben unverändert. Am Weinmarkt erschwerten die Geldknappheit auf der einen und zu hohe Forderungen der Eigner auf der anderen Seite den Absatz. Immerhin wurden auch bei den letzten Auktionen große Quantitäten verkauft.
Viehmarkt. Auf den Schlachtviehmärkten blieb das Geschäft im allgemeinen nach wie vor schleppend, insbesondere bei Großvieh und Schweinen. Die Auslandsmärkte melden ebenfalls ruhige Tendenz bei rückgängigen Preisen.
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Verkehr. England wird von den geplanten großen Luftverkehrslinien in diesem Jahre die Linien Kapstadt- Kairo und Kairo Tschad- See in Betrieb nehmen. Im Jahre 1924 sind 165 deutsche Schiffe durch den Panamakanal gefahren gegen 126 im Jahre 1923, 62 im Jahre 1922 und 13 im Jahre 1921. Damit hat Deutschland wieder die vierte Stelle hinter den Vereinigten Staaten, England und Japan erobert, nachdem es noch im Jahre 1921 an dreizehnter Stelle lag.
Arbeitsmarkt. Der Markt zeigt ein wenig einheitliches Bild. In den von Wetter und der Jahreszeit mehr oder weniger abhängigen Berufen ist eine weitere leichte Besserung zu erkennen. Lebhaft ist der Arbeitsmarkt für die Landwirtschaft und für die bauvorbereitenden und bauausführenden Gewerbe.
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Ausland. Die polnische Zündholzindustrie geht daran, das Zündholzmonopol einzuführen. Das Monopol dürfte an ein amerikanisch- schwedisches Konsortium mit der Bedingung verpachtet werden, daß 25 Prozent der polnischen Produktion nach dem Ausland ausgeführt werden müssen. Italien wird den Schutzzoll auf Zucker wieder einführen. Der französische Generalinder zeigt ein weiteres Ansteigen. Der Brotpreis in Paris ist wiederum erhöht worden. Der Einwohnerschaft bemächtigt sich wachsende Unzufriedenheit. Die holländische Steinfohlenproduktion hat sich im Jahre 1924 um 11 Prozent erhöht.
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Die Kölner Wärmewirtschafsmesse.
Die Kölner Messe legt seit ihrem Bestehen besonderes Ge= wicht darauf, ihren allgemeinen Mustermessen planmäßig zusammengefaßte Sondergruppen anzugliedern, die besondere Anziehungskraft auf die interessierte Fachwelt ausüben und neben ihrem rein fommerziellen Zweck auch hochbedeutsame technischwirtschaftliche Zwecke erfüllen. Im Frühjahr 1924 war es die Rheinische Braunkohlenmesse, die als Veranstaltung solcher Art allgemeine Beachtung und Bewunderung fand; auf der bevorstehenden Frühjahrsmesse( 22.- 31. März) will man vom Teil zum Ganzen gehen und eine Sondergruppe für das gesamte Ge= biet der neuzeitlichen Wärmewirtschaft schaffen.
Ein Blick auf das unter Mitwirkung der maßgebenden technisch- wissenschaftlichen Vereine und Verbände ausgearbeitete Programm zeigt, wie außerordentlich umfangreich dieses Gebiet und von wie großem Gegenwartsinteresse all die Erzeugnisse und Verfahren sind, die unter die verschiedenen Gruppen und Untergruppen dieser Wärmewirtschaftsmesse fallen. Man wird in der Gruppe„ Brennstoffe" den neuesten Stand der Technik zeigen, wie sie sich auf dem Weg vom rohen Brennstoff unter der Erde bis zum verbrauchsfertigen Brennstoff am Verwendungsort auswirkt. Dazu gehören in erster Linie die maschinellen Einrichtungen der immer umfassender mechanisierten Brennstoffgewinnung; sodann die Aufbereitung und Veredelung der Brennstoffe, die Mühlen und sonstigen Einrichtungen zur Herstellung des in neuerer Zeit viel verwendeten Kohlenstaubes. Ferner die Weiterverarbeitung der Brennstoffe zu höherwertigen Produkten und die dazu nötigen Einrichtungen wie die Brikettierung, die Gas- und Kokserzeugung und die Gewinnung der wertvollen Nebenprodukte, vor allem des Teeres und des Ben= zols. Neue zukunftsreiche Gebiete fallen hierunter; es sei nur
erinnert an die Tieftemperaturverkokung oder an die Ver schwelung und an die Vergasung von Braunkohle. Die meisten Probleme dieser Gruppe münden schließlich ein oder nehmen ihren Ausgang von der Brennstoffchemie. Den Beschluß der ersten Gruppe wird die Beföderung, Speicherung und Lagerung all der verschiedenartigen gebrauchsfertigen Brennstoffe bilden, und so schlägt das Transportproblem, soweit es nicht schon bei der Brennstoffgewinnung und verarbeitung ein wichtiges Wort zu reden hat, die Bürcke zu der zweiten großen Gruppe, die zeitlich am Verwendungsort einsetzt und unter dem Sammelnamen„ Brennstoffverwendung" zusammengefaßt werden kann.
Es sei hier schon eingeflochten, daß die technisch- wissenschaftlichen Vereine Kölns aus Anlaß der Wärmewirtschaftsmesse am 23. und 24. März eine wissenschaftliche Tagung veranstalten, deren Vorträge eine wertvolle Ergänzung der Ausstellung bilden dürften. So fallen z. B. unter das bisher betrachtete Gebiet der Ausstellung die Vorträge von Prof. Grunewald, Köln, über ,, Wärmewirtschaftliche Fragen in Braunkohlen- und Brikettfabriken, und von Dr. Ing. h. C. Goßens, Aachen, über ,, Transport, Lagerung und Verbrennung von Kohlenstaub". Die Gruppe der Brennstoffverwendung ist dem zeitlichen Verlauf alles wärmewirtschaftlichen Geschehens entsprechend gegliedert in:
1. Wärmeerzeugung,
2. Wärmefortleitung und verteilung,
3. Wärmeverwertung zu Heiz- und Kraftzwecken 4. Verwertung der Abfallwärme und der Abfallkraft. Jede dieser Gruppen umschließt wieder ein ungeheures Gebiet für sich. Die Wärmeerzeugung erfordert grundverschiedene Oefen, Herde, Kessel und Feuerungen einerseits für häusliche Zwecke, bei denen wieder Einzelfeuerungen und Zentralheizungen zu unterscheiden sind, andererseits für gewerbliche Feuerungen, wie Schmiedefeuer, Härteöfen, Backöfen usw. und schließlich für industrielle Zwede; unter diesen nehmen die Dampfkesselfeuerungen und ähnliche unmittelbar arbeitende Feuerungen einen breiten Raum ein, dem sich als nicht minder wichtig das Gebiet der Gasgeneratoren, der ganzen Nebenproduftengewinnung, der Feuerungen und Brenner für Gas, Del und Kohlenstaub und der elektrischen Wärmeerzeuger anschließt. Von den Vorträgen der wissenschaftlichen Tagung werden sich mit diesem Gebiet besonders diejenigen von Prof. Dr. Bonin, Aachen, über Wirtschaftlichkeit von Hausbrandöfen" und von Oberingenieur Bleibtreu, Völklingen( Saar), über„ Neuzeitliche industrielle Feuerungen in Amerika" befassen.
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Die Fragen der Wärmefortleitung und-verteilung sind neuerdings von besonderer Wichtigkeit geworden. Weit mehr als früher achtet man auf die dabei auftretenden Wärmeverluste und nimmt andererseits auch die Wärmefortleitung auf große Entfernungen mit praktischem Erfolg in Angriff, um so durch Zentralisierung der Wärmeversorgung wirtschaftliche Ersparnisse zu erzielen. Von den einschlägigen Vorträgen sind hier zu nennen: Dr. Ing. Hendy, Leverkusen, über„ Die wirtschaftliche Fortleitung und Verteilung von Dampf auf große Entfernun= gen", und Stadtbaumeister Schilling, Barmen, über ,, Städtische Fernheizwerke, Geschichte, Bau und Betrieb."
Im Reich der Wärmeverwertung herrscht immer noch der König Dampf. Und er hat dem Wärmewirtschaftskern gerade in den letzten Jahren eine Fülle neuer Probleme gestellt. Der Dampfkesselbau sowohl wie der Dampfmaschinen- und Dampfturbinenbau ist in vieler Beziehung revolutioniert worden durch das systematische Streben nach höheren Wirkungsgraden, das sich am deutlichsten durch die Anwendung immer höherer Dampfdrücke kennzeichnet. Der Dampftesselbau hat das Stadium roher Schmiedearbeit verlassen und ist zum Feld intensiver wissenschaftlicher Forschung geworden. Andere zukunftsreiche Zweige der Wärmeverwertung sind die Metallurgie, die Keramik, die Trocknungsindustrie, auch der Maschinenbau mit dampfund luftbeheizten Fabrikationsmaschinen und dergl. All diese Sammelbegriffe enthalten ebenso wie die natürlich auch hierhergehörenden Verbrennugskraftmaschinen und elektrische Generatoren jeder ein umfangreiches Programm für sich. Ueber das wichtige Gebiet der Dampfkesselbaustoffe" wird während der
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