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rung im Sommer- und Herbstgeschäft sind keine günstigen.- Im Mai sind 1,6 Millionen Tonnen Schiffe im Hamburger Hafen eingelaufen. Dies ist die höchste jemals erreichte Zahl.

Der Luftschiffbau- Zeppelin wird Nansen ein Luftschiff zu zwei Polarunternehmungen zur Verfügung stellen. Ab 1. Juli wird eine direkte Telephonverbindung zwischen Berlin und

Der deutsche Hausbesitzertag in Dresden. Der Zentralverband der deutschen Hausbesitzervereine hielt am 27. und 28. Juni einen außerordentlichen Verbandstag in Dresden ab. In Dresden findet bekanntlich in diesem Jahre eine Ausstellung Wohnung und Siedlung" statt, die von Sei­ten der Gegner des privaten Hausbesitzes und den Anhängern der Wohnungszwangswirtschaft benutzt wird, Propaganda für ihre Ideen zu machen. Der deutsche Hausbesitz hat es für seine Pflicht gehalten, ebenfalls auf dem Plan zu erscheinen und die Oeffentlichkeit auf seine Bedeutung in unserem Wirtschaftsleben, speziell auf dem Gebiete der Wohnungsversorgung, hinzuweisen. Schon die Sonderabteilung des Sächsischen Verbandes und des Zentralverbandes in der Ausstellungshalle, der wir noch einen besonderen Artikel widmen werden, hat diese Aufgabe in sehr glücklicher Weise gelöst. Diese Ausstellung, die die Anerken­nung aller Voreingenommenen gefunden hat, hat naturgemäß den Neid der Dresdener Mietervereinsführer erregt, die selbst in einer kleinen Holzhütte, die ganz mit großen Sprüchen bedeckt ist, eine Erscheinung, die anscheinend nicht nur in den Ver­sammlungen zu Tage tritt und auch nicht nur auf Hessen be= schränkt ist, eine Ausstellung, wenn man das Ganze als solche überhaupt bezeichnen kann die sich im Wesentlichen auf Aus­hängung von Photographien von recht verwahrlosten Woh­nungen beschränkt. Die Wohnung eines bekannten ehemaligen Mietervereinsführers aus Darmstadt nach seinem Auszug haben wir vergeblich dabei gesucht. Wir haben aber dafür Sorge getragen, daß der Oeffentlichkeit auch dieses Bild aufgenom men direkt nach dem Auszug nicht vorenthalten wird. Die Literatur" des Mieterverbandes bestehend in 3 oder 4 Schrift­chen und etwa einem halben Dutzend Mieterzeitungen, vervoll­ständigt diese sog. Ausstellung.-

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Wurde schon durch die Ausstellung des Hausbesizes die Def= fentlichkeit auf dessen volkswirtschaftliche Bedeutung hingewiesen, so geschah das in noch eindrucksvollerer Weise durch den Ver­bandstag selbst.

Nachdem am Samstag geschlossene Tagungen vorausge­infolge Verhinderung des Abg. Dr. gangen waren, in denen Jörissen, Dr. Ra a b- Essen über Zwangswirtschaft und Auf­wertung im Reichstag und der Verbandsvorsitzende, Stadtrat Sumar über Realkredit und Wiederaufbau gesprochen hatte, fand am Sonntag Vormittag die

Große öffentliche Rundgebung des deutschen Hausbesiges im Dresdner Zirkusgebäude statt.

Aus allen Gegenden Sachsens, aus Schlesien, aus Bayern und Thüringen kamen mit den Sonntagsmorgenzügen und mit­telst Sonderzügen die Hausbesitzer in großen Scharen an und lange schon vor Beginn der Versammlung mußte das 6 000 Gitz­plätze fassende Zirkusgebäude wegen Ueberfüllung geschlossen werden. Da noch mehrere Tausend Hausbesitzer auf Einlaß warteten, wurde in der benachbarten Reichskrone" eine Para­lellversammlung eröffnet, die ebenfalls innerhalb weniger Mi­nuten überfüllt war. Etwa 10 000 Hausbesizer waren aus allen Gegenden des Reiches zusammengekommen, um Protest einzulegen gegen die unwürdige Entrechtung des Hausbesizes.

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Die Friedensmiete in Hessen.

Zu diesem Thema mit dem Untertitel ,, Kann der Hessische Hausbesitz nach der Hypothekenauswertung aus dem Ertrag der Friedensmiete die Hauszinssteuer als Bauabgabe tragen?" nimmt der sozialdemokratische Reichstagsabgeord. Dr Quessel im Darmstädter Volksfreund" in Nr. 129 Stellung. Der Ar­fikel beginnt mit einer Rechtfertigung der Mietpreispolitik des Kabinett Ulrich, in dem es heißt:

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Warschau aufgenommen. Die Entwidlungskurve des Welt­frachtgeschäfts bewegt sich weiter in absteigender Richtung. Das Junigeschäft ist noch schlechter ausgefallen als das Mai- Ergebnis. Ausland. Die Zahl der Arbeitslosen in Deutsch- Desterreich beträgt gegenwärtig 120 000. Sie ist seit Mitte Februar um 50 000 gefallen.

,, Später als in den übrigen Ländern ist in Hessen der Betrag, den jeder Mieter als Mietzins und Hauszinssteuer zu ent­richten hat, auf 80% der Friedensmiete heraufgesetzt worden. Zum ersten Male seit der Zeit, in der durch die Inflation die Miete tief unter den Friedensstand gedrückt wurde, betragen in Hessen die Aufwendungen der Mieter für ihre Wohnungen wieder 80% des Goldwertes der ehemaligen Friedensmiete. Durch Verordnung des Hessischen Gesamtministeriums vom 24. März 1925 ist die Miete für den Monat April in sämt­lichen Gemeinden des Landes auf 80% der Friedensmiete in dem Sinne festgelegt worden, daß in diesem Sak auch die Sondersteuer vom bebauten Grundbesitz enthalten ist, die bis­her von den Mietern bezahlt werden mußte. Zieht man diesen Umstand genügend in Betracht, so wird man zugeben müssen, daß das Kabinett Ulrich der Notlage der Mieter so­lange und in einem solchen Maße Rechnung getragen, daß es sich darüber die Feindschaft des organisierten Hausbesitzes zu= gezogen hat,(!) der von seinem Standpunkt aus mit Recht darauf hinweisen konnte, daß in den Ländern, in denen die Rechtsparteien einen stärkeren Einfluß ausübten als in Hessen, der gegenwärtige Saz schon viel früher erreicht worden sei."

Dem ist hinzuzufügen, daß das Kabinett Ulrich, nachdem es die Miete auf 80% der Friedensmiete erhöht hat, sich die Feindschaft der Mieter zugezogen hat. Aus der Auslassung des Verfassers geht auch hervor, daß das Kabinett Ulrich lediglich der Not der Mieter, sicherlich aber nur eines kleinen Teiles der Mieter Rechnung getragen hat, ohne Rücksicht auf die Erfor­dernisse, die eine ordentliche Bewirtschaftung eines Hauses an dessen Besitzer stellt.

Der Verfasser scheint seine Pappenheimer zu kennen, denn er baut gleich für die Zukunft vor, indem er weiter schreibt: Der Wille der Rechtsparteien, die im Reichstag die Mehr­heit haben, geht dahin, noch im Laufe dieses Jahres die Frie­densmiete zu erreichen. Bei der Abhängigkeit der Länder vom Reiche wird das Kabinett Ulrich im besten Falle im Stande sein, die Entwickelung der Friedensmiete sür Hessen zu verlangsamen. Sie ganz aufzuhalten, wird ihm nicht ge= lingen. Damit ist gesagt, daß auch für Hessen die Zeit, wo jeder Mieter wieder die frühere Friedensmiete an den Haus­besitzer wird zahlen müssen, nicht mehr allzu fern ist.

Angesichts der Erhöhung der staatlichen Sondersteuer und der bevorstehenden Erhöhung der Gemeindesteuern ist mit dem Zeitpunkt des Eintrittes der 100% igen Friedensmiete aller­dings in Bälde zu rechnen.

Er wirft weiter beruhigend auf die Leser ein, wenn er schreibt, daß mit Erreichung der Friedensmiete keineswegs das Ende der Zwangswirtschaft kommen werde. Der Verfasser be= gründet das damit, daß zum Friedenspreis neue Häuser noch lange nicht gebaut werden können. Er scheint der Ansicht zu sein, daß die Zwangswirtschaft solange dauern müsse, bis die Häuser wieder zu Friedenspreisen gebaut werden können. Das bedingte aber doch vor allen Dingen, daß die Arbeiterlöhne wieder auf den Friedensstand herabgesetzt werden können. Die seitherige Entwickelung zeigt indes nach der entgegengesetzten Richtung.

Es ist ein ganz falscher Standpunkt des Verfassers, wenn er annimmt, nur mit Friedenspreisen von 1914 fönne freie Wirtschaft im Wohnungswesen betrieben werden. Die Er­fahrung in anderen Ländern hat bewiesen, daß wohl höhere Mieten bei höheren Einkommen bezahlt werden können. Wa­rum sollten sich nicht auch die Mietpreise der allgemeinen Preis­entwickelung anpassen? Es ist wirtschaftlich falsch, einen Wirt­schaftszweig zu Gunsten der übrigen verkümmern zu lassen.

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