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für den Wohnort des Reisenden zuständigen Konsulat die Er­teilung des amerikanischen Sichtvermerkes unter gleichzeitiger Verlegung des Affidavits. Der Sichtvermerk kostet 10 Dollar. Reisende, die Devisen für die Ueberfahrt aus eigenen Mitteln beschaffen, holen die Erlaubnis hierzu vom Finanzamt ihres Wohnortes ein.

In Hamburg dauert des großen Andranges wegen die Er­

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,, Wenn es nicht wahr ist, so ist es gut erfunden", sagt ein italienisches Sprichwort. Wir sind der Ueberzeugung allerdings, daß auf den Wohnungsämtern noch immer vielzuviel Tinte und Papier verschrieben wird dafür, daß die Wohnungsämter in ei­nem ganzen Jahre nur einige Wohnungen vermitteln".

teilung des Sichtvermerkes meist einige Tage. Es ist in jedem Flettner- Ruder auf Rhein- u. Mainschiffen.

Falle ratsam, erst nach Erteilung des Sichtvermerks einen Schiffsplatz fest zu belegen, da die Konsulate die von der ameri­tanischen Einwanderungsbehörde getroffenen Bestimmungen mit peinlicher Gewissenhaftigkeit beachten und so bei irgend­welchen Beanstandungen leicht unnüze Scherereien entstehen fönnten.

Für Reisende ihrer 3. Schiffsklasse gewährt die Hamburg­Amerika- Linie fostenlose ärztliche Untersuchung und Impfung nach amerikanischer Vorschrift. Die unmittelbar darauf folgende Untersuchung durch einen amerikanischen Arzt sowie die Ein­tragungen der stattgehabten Untersuchungen in die Schiffs= papiere sind ebenfalls fostenfrei.

Wenn all diese Formalitäten erledigt sind, steht der Abreise nichts im Wege. Für Verzollung seines Gepäckes hat jeder Rei­sende selbst Sorge zu tragen.

Für Passagiere, deren Reise durch amerikanische Freunde bezahlt wird, hat die Hamburg- Amerika- Linie die sog. Frei­scheinabteilung errichtet, die den Reisenden in allen Dingen zur Hand geht. Dank ihrer Hilfe gelang es mir z. B. in wenigen Tagen reisefertig zu sein. Der nächste Bericht wird die Abreise von Hamburg, Einschiffung in Cughafen und Beschreibung des neuen Dampfers Albert Ballin" seiner dritten Reise nach Newyork zum Gegenstand haben. Später folgen Becichte über die Arbeits- bezw. Existenzmöglichkeiten für deutsche Auswande= rer in Amerifa.

Alenderungen im Wohnungswesen bevorstehend.

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Erhöhung der Hausinssteuer. Wieder Friedensmiete. Der Ausschuß für Siedlungs- und Wohnungswesen des vor­läufigen Reichswirtschaftsrats hat eine Reihe von Leitsätzen zur Wohnungszwangswirtschaft angenommen, in denen zur Frage der Hypothekenauswertung Stellung genommen und eine Er­höhung der Hauszinssteuer auf 20 Prozent der Friedensmiete und ihr Ausbau zu einer Reichssteuer vorgeschlagen wird, deren Verwendung schließlich für die Zwecke der Wohnungsförderung stattfinden soll. Die Mieten sollen den Leitsätzen zufolge unter Würdigung der wirtschaftlichen Gesamtlage in absehbarer Zeit der Friedensmiete angeglichen werden, wogegen der Hauseigen­tümer wie früher die Verwaltungs- und Betriebskosten zu tragen hat. Ferner wird die Aufheung des Wohnungsmangelgesetzes für alle oder bestimmte Arten von Wohnungen befürwortet.

Das überlastete Wohnungsamt.

Von der Ueberflüssigkeit der Wohnungsämter ist seit kurzem auch die Tagespresse und somit auch die Allgemeinheit überzeugt worden, und so ist es mit diesen Aemtern, die dem deutschen Bolke Hunderte von Goldmillionen Kosten verursachen, so weit gekommen, daß sich die Seitere Ecke" ihrer bemächtigt hat. Unter der Ueberschrift., Das überlastete Wohnungsamt" lesen wir in der Dorfzeitung folgendes.

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Auf dem Wohnungsamt ist eine Wohnung zu vergeben. Der zuständige Beamte will das entsprechende Protokoll aufnehmen.

Auf zwei neuen Schiffen, die den Rhein und Main befahren, sind nun auch die ersten Flettner- Ruder eingebaut worden. Die Probefahrten der Schiffe mit diesem Ruder hat das Vertrauen, das man in der Binnenschiffahrt dieser Neuerung entgegen­brachte, vollkommen gerechtfertigt. Es war einfach verblüffend, mit welcher Leichtigkeit das Ruder gehandhabt werden konnte. Ein alter Schiffveteran vermochte es ganz bequem allein zu führen. Was das für den Schleppbetrieb auf dem Rhein und Main bedeutet, dürfte jedem Fachmann klar sein.

Wie unterscheidet sich nun das Flettner- Ruder von dem ge­wöhnlichen Ruder

An Stelle des starren Ruders finden wir hier ein geteiltes. Von dem Steuerstand aus wird die regierende Kraft auf eine senktrecht stehende Welle übertragen, die wieder einen Zahnrad­ausschnitt bewegt. Auf diesem schaltet sich selbsttätig der An­triebsmechanismus für eine bewegliche Flosse ein, die leicht steuerfähig ist und nur eine geringe Arbeitsleistung erfordert. Von den Vorteilen des Flettner- Ruders gegenüber dem starren einfachen Ruder macht man sich am besten durch folgende Zahlen­vergleiche ein Bild. Fünf Prozent der sonst erforderlichen An­triebskraft genügen, um das Ruder in Tätigkeit zu setzen. Der größte Druck auf die Gesamtoberfläche beträgt dabei etwa 6 Ton­nen. Ferner ist festzustellen, daß das jetzige Flettner- Ruder, gegenüber der ursprünglichen Erscheinung eine bedeutende Ver­besserung aufzuweisen hat, die eine mehr von Ruderfläche und Arbeitskraft bedingte, also komplizierter war.

Die Bedeutung des Flettner- Ruders für die Schleppschiffahrt ist nicht zu unterschäzen; sie bringt für den Reeder ein doppeltes: Erleichterung und Kräfteersparnis, und zwar in der Handhabung der Rudervorrichtungen, und Kräfteersparnis, weil das Ruder in einer noch so schwierigen Lage von einem Mann bedient wer­den kann.

Schüchterne Kinder. Gar manche Mutter wird es schon peinlich empfunden haben, wenn eins ihrer Kinder bei Besuchen, die ins Haus kommen oder die sie selbst mit dem Kinde bei fremden Familien macht, befangen ist, oft so sehr, daß es von einer Art Angst befallen wird und durch nichts überredet werden kann, wenigstens Fragen zu beantworten. Da erkennt die Mutter manchmal ihr eigenes Kind nicht wieder, um so mehr, als es zu Hause doch ganz anders sich benimmt und hier ein Wildfang ist, eher naseweis, als zurückhaltend. Woran liegt diese auffällige Wandlung? Nun, es handelt sich lediglich um einen sog., geselligen Fehler", der durchaus nichts Schlimmes zu bedeuten hat und auch leicht beseitigt werden kann, wenn man nur Geduld besitzt und die rechten Mittel anwendet. Die Hauptsache ist, das Kind öfter mit anderen Kindern, ja auch mit Erwachsenen zusammenzubringen, es möglichst viel in andere Verhältnisse einblicken zu lassen, ihm öfter eine andere Um­gebung, einen gewissen Verkehr zu verschaffen. So nach und nach kommt das Kind dann ,, aus sich heraus". Schüchterne Kinder muß man beizeiten in eine derartige Behandlung neh=

verunstaltet die Körperformen und ist auch ungesund.

Er taucht die Feder ins Tintenfaß und will schreiben. Die Feber Korpulenz macht alt, jung. Wir zaten Stor­

gibt aber keine Tinte von sich. Er versucht ein zweites und drit­tes Mal zu schreiben, doch wieder vergebens. Bei näherer Un­tersuchung findet er, daß das Tintenfaß keine Tinte enthält. Zornig ruft er einem untergeordneten Geist zu: Was ist denn das für eine Schlamperei?" Darauf erhält er die Antwort: ,, Merten Sie das jetzt erst? Das Tintenfaß ist doch schon seit Juni eingetrocknet."

pulenten und allen zum Starkwerden Veranlagten, in der Apotheke echte Toluba- Kerne, 30 oder 60 Gramm, zu kaufen und damit gerade jetzt im Winter, wo der Körper von Natur aus eine besondere Neigung zum Ansatz zeigt, eine Kur vorzu­nehmen. Toluba enthält übrigens feine Stoffe, die das Herz angreifen. Sofern in anderen Apotheken nicht erhältlich, sicher in der Universitätsapotheke, 3um goldenen Engel."

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