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wonnen und zu Bürozweden verwendet werden. Diese Räum­lichkeiten seien als etwas Neugeschaffenes und von dem früheren Zustand wesentlich Verschiedenes, also als Neubau im Sinne des Gesetzes, anzusehen. Durch Umbau des einen früheren Raumes seien mehrere neue Räume entstanden, die ihrem baulichen Zu­stand nach dazu geeignet seien, durch Verwendung als Wohn­räume zur Erleichterung der Wohnungsnot beizutragen. Auf derartige neugeschaffene Räume finden, falls sie erst nach dem 1. Juli 1918 bezugsfertig geworden sind, also auch die Bestim­mungen des Mieterschutzgesetzes vom 1. Juni 1923 feine An­wendung.

Bedingungsweise freie Wohnungsvermietung.

Die Stadt Dortmund geht in der Wohnungszuteilung einen neuen Weg, der als nachahmenswert anderen Städten empfohlen werden kann, da er den Uebergang zum normalen Zustand bilden kann. Wohnungen bis zu 3 Zimmern können von den Hausbefizern an solche Personen frei vermietet werden, die im Besitz einer vom Wohnungsamt ausgestellten Dringlichkeitskarte find. Man hat bis jetzt über 800 derartiger Karten ausgestellt. Die Inhaber können in Wohnungen, die sie ohne Mitwirkung des Wohnungsamtes mieten können. einziehen.

Verbände und Vereine.

Der

Lollar. Am 3. August fand eine außerordentliche Gene­ralversammlung des Hausbefizervereins Lollar statt. Vorsitzende Geißler erläuterte eingehend in leichtverständ­licher Weise die Steuergesetzgebung seit dem Inkrafttreten des Ermächtigungsgesetzes. Die dritte Steuernotverordnung gibt den Kommunen ebenso wie dem Reich und den Einzelstaaten das Recht, Sondersteuern zur Deckung ihrer Bedürfnisse zu erheben. Die Bedürfnisse der Gemeinden sind gegenüber der Vorkriegs­zeit gewaltig gestiegen. Abgesehen von den Personalkosten, die auf Befehl von oben nach Schema F behandelt werden müs­sen, bürdet man den Gemeinden früher nicht gekannte Lasten auf, ohne daß ihnen Mittel hierfür zur Verfügung gestellt wer­den. Wer die Mittel in Lollar aufbringen soll, zeigt folgender Vorschlag des Kreisamtes Gießen.

Zu einem ungedeckten Umlagebedarf für 1924 von rund Mark sollen beitragen:

37 941.

das Gewerbe

die Landwirtschaft

der Gebäudebesitz

Gebäudebesig als Sondersteuer v. beb.

4 500 Mark

5 600 Mark

6 800 Mark Grundbesitz 27 412 Mart, wovon jedoch schon vom Kreisamt mit einem Ausfall von 6412 Mark im voraus gerechnet wird.

Beim Waschen

kommst Du leicht zum Ziel, nimmst Du nichts andres als

Persil

Diese Vorschlagsäge wurden glücklicherweise schon von der Finanzkommission des Gemeinderats abgelehnt Hierauf ist vom Kreisamt ein zweites Schema eingegangen, das, soweit es den Hausbesiz betrifft, keine große Aenderung erfahren hat. Mit aller Schärfe muß gegen solch ungerechte Verteilung der öffent­lichen Lasten Front gemacht werden.

Als Protest gegen die von der Gemeinde vorgesehenen einseitigen Besteuerung des Hausbesizes wurde eine entspre chende Eingabe an den Gemeinderat einstimmig beschlossen.

Literarisches.

In der neuesten Nummer 4145 der Ilustrierten 3eitung"( J. J. Weber, Leipzig) finden Goethefreunde eine bisher noch unveröffentlichte Silhouette des Dichters aus der Darmstädter Zeit. Eine buntfarbige Wiedergabe hat in gleicher Nummer in mustergültiger Weise das Gemälde Bauernschänke in Alt- Holland" von Adriaen van Ostade gefunden. Die deutsche Städtekultur berücksichtigt ein Tableau Deutsche Rathäuser". Für die Frauenwelt bringt das Heft das Neueste der amerika­nischen Mode. Außerdem haben, wie immer, alle wichtigen aktuellen Ereignisse im In- und Ausland gebührende Berück­sichtigung gefunden.

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Die ,, Uebersee Post" Leipzig gibt neuerdings unter dem Titel: Rundschau der Wirtschaft und Technik des Auslandes" monatlich eine Sonder- Ausgabe heraus, die die deutschen Ex­porteure und Industriellen über die neuesten und wichtigsten Vorgänge in der Wirtschaft und Technik des gesamten Aus­landes schnell und umfassend informieren soll. Im August- Heft wird an erster Stelle die Umwälzung der Zahlungsbedingungen im Export erörtert.

Geschäftliches.

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** Anläßlich der Ausstellung für Landwirtschaft, Gewerbe und Industrie in Esens( Ostfriesland) wurde die Motorenfa­brik Darmstadt A.-G. in Darmstadt für die zur Ausstellung ge= brachten neuen kompressorlosen Moda g" Dieselmotor die bereits von 4 P. S. an gebaut und die ebenso wie die größeren Typen mit den billigen Rohölen arbeiten und somit die wirt­schaftlichste Betriebskraft( ca. 3 Pfg. pro PS- Stunde Brenn­stoffkosten) darstellen, mit der Goldenen Medaille aus­gezeichnet.

* Universität Köln. Das Winter- Semester 1924/25 beginnt am 15. Oktober. Vorlesungsbeginn 3. November. Das Vor­lesungsverzeichnis kann vom Universitäts- Sekretariat gegen Vor­einsendung von 0,60 Mt. und 0,10 Mr. Porto bezogen werden.

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