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bon Brennholz berwendet werden fönnen. Es wird des­halb darauf hingewiesen, daß Holzgutscheine von den taatlichen Kassestellen für die Bezahlung von Holz jeder Art entgegengenommen werden, sowohl von Nugholz mie auch von Brennholz. Wir machen bei dieser Gelegen heit wiederholt darauf aufmerksam, daß die Frift, inner­halb deren beim Erwerb von Holzgutscheinen 10% Nach­laß gewährt wird, am 23. Januar ds. Je. abläuft. Nähere Auskunft erteilen die öffentlichen Sparkassen, sowie in Darmstadt die Ausgabeftelle bei der Ministerial. forstobteilung( Wathildenplag 15, III Stock, Zimmer Nr. 116) woselbst auch Holzgutscheine erhältlich sind.

Hessische Nothilfe 1923- 24.

Zu Jahresbeginn hat fich der Landesausschuß der Hessischen Nothilfe 1923-24 in einem Acfruf erneut an den Gemeinsinn aller Streise des Hessischen Volkes gewandt. Regierungen und Kirchen, die Vertretungen aller Berufsstände und die Verbände der freien Liebes tätigkeit erneuern die Bitte ,, Gedenkt der Vielen im Elend". Der Aufruf ergeht in einem Augenblick. in dem der Uebergang zur allgemeinen Goldmarfrechnung erst recht verdeutlicht, wie arm wir geworden sind und wie wenig die Milliarden bedeuten fonnten, mit denen mancher dem bedürftigen Nächsten bisher Hilfe zu brinaen gedachte. In der gemeinsamen Not den ganz bilflofen an dem Wenigen teilhaben zu lassen, ist der Sinn der Hiefswerke, der allenthalben in den örtlichen Einrichtungen tätiger Nächstenliebe zum Ausdruck kommt. Die Hessische Nothilfe ist feine neue Organisation; als Glied der Deutschen Nothilfe will sie selbst nur den mannigfaltigen Schöpfungen tatkräftigen Helferwillens in Städten und Gemeinden dienen, ohne deren Sam= mel- und Werbetätigkeit zu stören. Sie wendet sich daher vor allem an diejenigen Teile des hessischen Volks, die noch keine Gelegenheit hatten, ihre Spenden einer bewährten örtlichen Hilfseinrichtung zuzuführen oder die noch besonders durch Gaben an den Landesausschuß zum Ausgleich und zur Berücksichtigung fcasser Notstände in den Städten und leistungsschwachen Gemeinden bet­tragen wollen. Ecfreulich und dankenswert ist die immer fiärfer einseßende Hilfstätigkeit des Auslandes. In ecfter Linie sind wir unseren Stammesbrüdern im Aus. land zu größtem Dank verpflichtet. Wir gedenken hier­bei besonders Desterreichs, von wo uns die Hilfe von Kreisen geboten wird, die selbst von wirtschaftitcher Not schwer bedrückt sind. Eine größere Hilfsuftion bahnt fich in den Vereinigten Staaten an. Von Schweden, Holland und der Schweiz wird über größere Hilfsaf­fionen berichtet, die Quäfer üben weiter ihre stille Hilfs. arbeit aus. Im so mehr ist es Ehrenpflicht aller noch ausreichend leistungsfähigen deutschen Kreise, die steller­weise im Ausland auftretende Ansicht zu widerlegen, daß die Deutschen ihren in Not befindlichen Volksge. nossen nicht aus eigener Scaft genügend helfen und sich in dem Aufsuchen und Bekämpfen des Elends im eig­ner Land von mildtätigen und opferwilligeren Streisen des Auslandes beschämen lassen. Spenden, die nicht unmittelbar örtlichen Hilfseinrichtungen zugedacht sind, werden auf das Postscheckkonto Frankfurt a. M. 69 000 oder auf eines der Konten des Hessischen Ministeriums des Innern bei der Hessischen Giozentrale, der kom munalen Landesbank oder der Landeshypothekenbank erbeten."

Neue Bücher.

Die deutschen Stämme und ihr Anteil am Leben der Nation. Von Dr. Th. Lenschau.( W. u. B., Bd. 191.) 95 Seiten. Verlag von Quelle& Meyer in Leipzig 1923. Das vorliegende Buch befaßt sich vor allem mit der Wesensart der Stämme. Nach einem einleitenden Kapitel, in dem die Entste­hung der deutschen Stämme vom 3. bis 6. und später vom 12. bis 14. Jahrhundert dargelegt wird, geht der Verfasser dazu über, zunächst die. Altstämme d. h. diejenigen, die in ihren ursprüng­lichen Sitzen verblieben sind, zu schildern. Der Charakter der einzelnen Stammesbildungen wird teils aus dem ihnen zuge­wiesenen Lebensraum, teils aus der verschiedenen Blutmischung, die sie mit anderen Volksbestandteilen eingingen, entwickelt.

Moderne Novellen. Von Geheimrat Th. Birt.( No­vellenbücherei für's deutsche Haus). 169 Seiten. Verlag von Quelle& Meyer in Leipzig 1923. In Birt steckt ein echter Dich­ter. Gleich die erste Traumnovelle ist wunderbar zart und von tiefster Empfindung. Hier sind sicher viele Jugenderinnerungen Birts aus seinem Hamburger Vaterhaus verwoben, die in Storm­scher Weise zur spannenden Handlung geformt werden. Voll sonnigen Humors ist die Novelle Der Antrag und Damajanti", letztere eine Eheepisode eines jungen Gelehrten, erstere eine lau­nige Erzählung aus ländlichem Milieu. Wir wünschen dem kleinen Bande alles Gute. Er bietet Erzählungskunst und Unterhaltung. im besten Sinne.

Geschäftliches.

Das ewige Gesetz der Mode. Gegensätzlichkeit und dauernder Wandel- liegt auch der neuen Frühjahrs- und Som­mermode wieder zugrunde. Nicht, daß sich die Linie wesentlich verändert hätte; sie ist höchstens noch schlanker, gerader geworden, denn die Kleidung ist enger und auch ein wenig fürzer als in der Wintersaison. Gegensätze treten also nicht wie so oft vor den Kriegsjahren, in jähem Wechsel der Form von Saison zu Saison zutage, sondern an den einzelnen Modellen selbst: Futter­alartig enge Hemdkleider" ohne jede Gliederung bis zu dem glockig ausfallenden Volant am unteren Rand, Jacke und Seasad mit abwippendem Glockenschoß zum sehr engen Rock; eine Tunika vrn zur glatt aufsitzenden Hinterbahn; kurzes Bolerojäckchen zum Kleid mit langem Leibchen; enge lange Aermel zum tiefen Aus­schnitt; Aermel offen oder keulenförmig nach unien erweitert zu abstehenden oder jabotartig überfallenden Kragen. Man sieht. Frau Mode bietet schon allein an aparten Schnittformen reiche Auswahl für die verschindensten Geschmacksrichtungen, rechnet man dazu noch all die Neuheiten an Stoffen, Farbenzusammen­stellungen und Garnituren, so wird man zugeben müssen, daß die Wahl nicht leicht ist. Man hole sich darum Rat bei dem soeben erschienenen Beyer's Mode- Führer", der dieses Jahr zum ersten Male etwa 360 der neuesten Haus-, Sport-, Reise- und Gesell­schaftskleidung für Erwachsene, junge Mädchen und Kinder in einem erweiterten Band vereint; ein großer Schnittmusterbogen mit 23 neuen Modellen liegt gratis bei. Der Führer ist überall für 1,70 Goldmark erhältlich, wo nicht, unter Nachnahme vom Verlag Otto Beyer, Leipzig- T.

Die ganze Welt

spart Zeit und Geld, weil sie zum Schuhputz

Erdal wählt.

4

Erdal

Werner& Mertz A.-G. Mainz