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nach Aufhebung. Aber beileibe nicht Aufhebung der Mieter­( chußgefeße allgemein, sondern in ihrer jeßigen Form. Und war will man die möblierten und unmöblierten öimmer, also die Räume, die vorwiegend von der Mieterschaft untervermietet werden, aus der ömangswirtschaft herausnehmen. Die eigene mitwohnung foll indes geschüßt werden. Den armen Studenten, der kein glänzender bahler ift, will man auf die Straße seben können, um vielleicht einen feriösen Ausländer an deffen Stelle feßen zu können.

Die Ausführungen über die notwendigkeit des Wohnungs­baues sind sehr richtig, sind aber nur Blendwerk, da die Red­nerin sich nicht getraut, das Uebel an der Wurzel zu fassen und die Aufhebung der 3wangswirtschaft reftios zu verlangen. Die Freigabe der möblierten immer fördert doch nicht etwa den Wohnungsbau?

Darum ist es aber auch weniger zu fun. Es handelt sich in erfter Linie um die Erlangung möglichst hoher Miefen für die unternermieteten 3immer und einer möglichst niedrigen Miete für die ganze Wohnung. Deshalb Aufhebung der 3 mangswirtschaft in der jebigen Form oder mit anderen Worten Aufhebung der ömangswirtschaft für die möb­lierten Bimmer, aber Aufrechterhaltung der ömangswirtschaft für die Wohnung.

Besonders wertvoll ist die Feftftellung der Rednerin, daß die Bimmerpreise ihre Friedenshöhe bereits erreicht haben.

Diese Feftitellung wird nur getrübf durch die Befürchtung, die Wohnungsmieten könnten weiter steigen, wodurch der aus den unfervermieteten Bimmern gemachte Rebbach geschmälert mürde. Die möblierten Bimmervermieter haben es aber im­mer perftanden, aus dem Erfrag eines einzigen immers die Miete ihrer ganzen Wohnung herauszuwirtschaffen froß mieter­schußgeses.

Die an sich beachtenswerten Ausführungen der Vortragen­den verlieren dadurch jegliche Bedeutung, weil sich die bedanken über den eigenen engen Gefichtskreis nicht hinausgetrauen. Staff ganzer Arbeit will man Flickmerk schaffen, nebenbei be­merkt nur zum eigenen Vorteil. Dadurch wird das Wohnungs­problem seiner Lösung keinen Schriff näher gebracht. öglr.

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Die

Invaliden und Unfallversicherung. amtliche Beglaubigung der Quittungen ist erst zum 1. Juli ecforderlich und kann bereits vom 17. Juni an durch die Behörden vorgenommen werden. Die Quittungen der Invalidenrenten find in Goldmark, die der Unfallrenten in Papiermark auszustellen.

* Darmstadt, 19. Mai 1924. Die im Juni 1922 hier ins; Leben getretene Kommunale Landesbank gibt soeben ihren Bericht über das zweite Geschäftsjahr( 1923) heraus. Nach dem­selben hat sich die Zahl der angeschlossenen Kommunen, die sich bei der Gründung auf 8 belief, bis zur Drucklegung des Berichtes auf 130 erhöht. Unter anderen zählen die Provinzen Starken­burg und Rheinhessen zu den Mitgliedern der Bank. Die im Berichtsjahre in Mainz errichtete Filiale hat sich gut entwickelt. Die Bank betrachtet es als ihre vornehmste Aufgabe, ihren Mitgliedern bei der Kreditbeschaffung eine tatkräftige Stütze zu sein. Die an die Bank, gelangten Vorschuß- Gesuche konnten restlos befriedigt werden. Der am 31. Mai 1. Js. stattfindenden Hauptversammlung wird vom Vorstande vorgeschlagen, aus dem Erträgnis des Jahres 1923 einen Betrag von 475 000 Billionen Mart in Reserve zu stellen und außerdem eine Sonderrückstel­lung zu schaffen, die die volle Aufwertung( 100% des Goldwertes) der von der Bank ausgegebenen Schuldverschreibungen gegebenen­falls ermöglicht. Auch im Jahre 1924 bewegte sich die Entwick­lung der Bank in aufsteigender Linie. Der Umsatz in Papier­und Rentenmark betrug auf der einen Hauptbuchseite in den ersten vier Monaten dieses Jahres rund 220 Millionen Goldmark. Interessenten wird der Geschäftsbericht von der Bankverwaltung ( Darmstadt, Paulusplatz 1) auf Wunsch gerne kostenlos zur Verfügung gestellt.

Literarisches.

Der getreue Eckart. Neuzeitlicher Schüler kalender für das Schuljahr 1924-1925. Mit vielen Bildern von Ubbelohde ,. Ludwig Richter u. a. sowie mit zahlreichen teils unterhaltenden, teils belehrenden Beiträgen. Herausgegeben von Dr. Alfred Odin. Auf weißem, schreibfestem Papier gedruckt. Taschenformat. umfang 214 Seiten. 2 Ausgaben: a) für Schüler, b) für Schüler­innen. Preis jeder Ausgabe, fein gebunden und mit gutem Blei­stift versehen, 1 Goldm.( Jaeger'sche Verlagsbhdlg.. Leipzig). Dieser Schülerkalender ist ein den Bedürfnissen des neuzeitlichen Schülers gerechtwerdender Gebrauchskalender, so daß es zu wün­schen ist, daß er in die Hände recht vieler deutscher Knaben und Mädchen gelangt." Der getreue Eckart" ist ein sehr gutes und preiswertes Geschenk für unsere Jugend.

* Das Teftament Friedrich des Großen. Von dem Volks­verband der Bücherfreunde, Berlin W. 50 Rankestr. 34 liegt uns dieses neueste Bändchen von Friedrich von Oppeln- Bronikowski in Halbleder gebunden vor. Der Geist des Pflichtbewußtseins und der Gerechtigkeit, den Friedrich der Große selbst besessen und dem er nachgelebt hat, ist ein Erbstück, das wir uns neu erwerben müssen, und nirgends hat sich dieser ernster, schlichter und er­greifender ausgesprochen als in dem Testament des Königs.

* E. Weißenborn- Dancker, Der Schrei nach Leben. Roman. Verlag es werde Licht G. m. b. H., Berlin SW. 68. Geheftet 3.-, gebunden 4.20 Mt. Wie das erste erfolgreiche Buch dieses Autors die Mausefalle" allgemeines Aufsehen erregte, so wird auch dieser neue Roman mit dem charakteristischen Titel Der Schrei nach Leben" tiefe Furchen in der neuen deutschen Literatur hinterlassen.

* F. O. Bilse, Gottes Mühlen. Roman. Verlag Dr. Eysler & Co. A.-G. in Berlin SW. 68. Geh. 3.50, geb. 5.-. Nach langer Zeit ein neues Buch vom Verfasser jenes bekannten Militär­romans, der vor Jahren so ungeheueres Aussehen erregte. Und. abermals ein Buch der Enthüllungen". Jede Seite verrät eine sehr genaue Kenntnis des französischen Volkes und des intimen Pariser Lebens. Dem unter Frankreichs Fäusten ächzenden deut­schen Volke wird dieses Buch von rächenden Schicksal ein Er­eignis sein.

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Elegante Welf

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