Wotan
wcoming, den 1. Dezember, eingeladen worden. Auf der Tagesordnung stehen eine Regierungsvorlage über die Gewährung eines Darlehens an die Zentralkasse der hessischen landwirtschaftlichen Genossenschaften, sowie die Regierungsvorlage über die Beteiligung des Staates an der hessischen Landes hypothefenbant.
s Darmstadt. Der Vorstand des Hessisch. Richtervereins ist am Mittwoch in Darmstadt zu einer Sitzung zusammengetreten, zu der auch Vertrau ensmänner aus der Zahl der Vereinsmitglieder zugezogen waren. Es wurde einstimmig festgestellt, daß die schlechte Behandlung, die die Justiz bei der Beratung der Besoldungsvorlage im Finanzausschuß der Zweiten Kammer unverdientermaßen erfahren, überall im hejsi schen Richterstande starken Unwillen und lebhafte Entrüstung hervorgerufen hat. Es wurde beschlossen, sofort beim Justizministerium und beim Finanzausschuß energische Vorstellungen zu erheben, damit nicht wieder wie im Jahre 1898 die Besoldungsreform auf Kosten der Richter vollzogen wird.
s Darmstadt. Die hess. Landwirtschaftskam mer hat beschlossen, in den drei hessischen Provinzen 6 neue Landesgestütsstationen zu errichten; davon zwei in Rheinhessen, drei in Oberhessen und eine in der Provinz Starkenburg.
s Darmstadt. Die Straffammer verurteilte die Weinhändler Adam Dingeldein und J. Reuter in Bensheim wegen Ueberzuckerung von 1000 Liter 1912er Wein zu einer Geldstrafe von 150 Mark.
s Darmstadt. Von einem hessischen Großindustriellen sind bedeutende Mittel dem Großherzog zur Förderung der künstlerischen Bestrebungen zur Verfügung gestellt. Ferner sollen aus der Stiftung Turn- und Sportpläge für die akademische Jugento der beiden Hochschulen beschafft werden. Ein dritter erheblicher Betrag ist für den Ankauf von Radium zur Behandlung von Krebskrankheiten an der Landesuniversität bestimmt. Hierdurch soll ermöglicht werden, dieses kostbare Heilmittel auch minderbemittelten Kranten zugänglich zu machen.
):( Aus Franken. Der unterfränkische Landrat hat der Regierungsvorlage auf Errichtung einer Ueberlandzentrale für Unterfranken und den westlichen Teil Oberfrankens im Prinzip einstimmig zugestimmt.
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Geschäftsbericht der Großherzogl. Zentrale für Mutter- geladen. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer der
1. Säuglingsfürsorge über das Rechnungsjahr 1912/13.
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meinde erbeten. In der Johannesfirche.
Vorm. 9½ Uhr: Pfarrer Ausfeld.
Beichte und hl. Abendmahl für die LulasJohannesgemeinde gemeinsam. Anmeldungen v her bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Vorm. 11% Uhr: Kinderkirche für die Johannes- 6 meinde. Pfarrer Ausfeld. Abends 5 Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer. Abends 8 Uhr: Versammlung und Bibelbesprechung in Johannessaal.
Mittwoch, den 3. Dezember, abends 8 Uhr: Sibel stunde im Johannessaal. Pfarrer Ausfeld.
Nächstkünftigen Sonntag, den 7. Dezember, als am 2. Advent, wird in beiden Kirchen die alljährliche Ra lekte für die evangelischen Gemeinden in Desterreich e hoben werden.
An demselben Tage findet im Abendgottesdie Beichte und hl. Abendmahl für die Johannes gemein statt, wozu besonders auch die konfirmierte Jugend geladen wird. Anmeldungen werden vorher im P hause, Südanlage 8, erbeten. Die Abendmahlsfeier die Lukasgemeinde findet am 3. Advent, ebenfalls Abendgottesdienst, statt.
Batholische Gemeinde in Gießen.
Samstag, den 29. November. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: 6 genheit zur hl. Beicht.
Sonntag, den 30, November. 1. Advents- Sonntag.
Vorm. 6½ Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht. Vorm. 7 Uhr: Die erste hl. Messe.
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Hausier Haus
Vorm. 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. Vorm. 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Vorm. 11 Uhr: Hl. Messe mit Predigt. Nachmittags um 5% Uhr: Christenlehre; darauf fieten, wollen 3
Der 4. Geschäftsbericht der Großh. Zentrale für Mutter- und Säuglingsfürsorge liegt nunmehr im Drud vor. Er gibt auf 118 Seiten einen Ueberblick über die umfassende Tätigkeit der Großh. Zentrale auf dem Gebiete der sozialen Fürsorge, die sich auf das ganze Großherzogtum erstreckt. In den einzelnen Kreisen befinden sich Zweigstellen, deren Leiter die Kreisräte sind. Die Fürsorgetätigkeit über 13 Kreispflegerinnen und Fürsorgeschwestern aus Damen, die als Krankenpflegerinnen ausgebildet und geprüft sind, und die längere Zeit in der sozialen Arbeit gestanden haben. Ihre Haupttättgleit, wie überhaupt der wichtigste Teil der Arbeit der Gr. Zentrale, besteht in der Aufklärung der Bevölkerung über das, was sie von der Pflege und Ernährung des Säuglings wissen muß. Zu diesem Zweck hat die Gr. Zentrale in fast allen Gemeinden von mehr als 3000 Einwohnern 52 Beratungsstellen= eingerichtet, in die jährlich etwa 6000 Kinder gebracht werden. Etwa 60 von der Gr. Zentrale honorierte Aerzte erteilen im Jahre gegen 30 000 unentgeltliche Beratun gen. Außerdem suchen die Schwestern durch Hausbesuche mehr als 100 000 im Jahr die wichtigsten Grundsätze der Säuglingshygiene in Stadt und Land zu verbreiten. Einer eingehenderen Belehrung dienen die in diesem Sommer eingerichtete Wanderausstellung „ Das Kind in den ersten Lebensjahren" und die 14tägigen theoretischen und praktischen Wanderkurse, die von den beiden Wanderlehrerinnen in allen Teilen des Großherzogtums gehalten werden. An den 30 Kursen, die bis jetzt stattfanden, haben über 1700 Frauen und Mädchen teilgenommen. Die Pflegekinderaufsicht kann Dank der Tätigkeit der Schwestern nunmehr im ganzen Land wirksam durchgeführt werden. Die Ausbreitung der Berufsvormundschaft soll einen Ersatz für die Einzelvormundschaft schaffen, wo diese versagt, insbesondere die Unterhaltsansprüche der unehelichen Kinder sichern. Durch eine eifrige Propaganda suchte die Zentrale dahin zu wirken, daß die im Jahre 1913 aufgestellten neuen Satzungen der Krankenkassen möglichst viele der fakultativen Leistungen aufnehmen, die nach der Reichsversicherungsordnung den Wöchnerinnen gewährt werden fönnen. Dem Mutterschutz dient auch die Haushilfe, welche die Zentrale in zahlreichen Fällen gewährt, indem sie durch zuverlässige Frauen für den Haushalt und die Familie sorgen läßt, wenn die Hausfrau durch Krankheit oder Wochenbett daran verhindert ist. Die offene Fürsorge wird ergänzt durch die beiden Anstalten der Gr. Zentrale, das Eleonorenheim in Darmstadt und die Universitäts- kinderklinik in Gießen, über deren Tätigkeit in dem dem Geschäftsbericht beigefügten Anhang eingehend berichtet wird. Eine ausführliche 17 Seiten umfassende und durch Tabellen ergänzte Statist if weist zahlenmäßig nach, welche Arbeit durch die Aerzte und Schwestern der Gr. Zentrale im vergangenen Jahr geleistet wurde und welche Erfolge dieser Arbeit beschieden waren. An den Orten, an denen sich Beratungsstellen der Gr. Zentrale befanden, wurde annähernd die Hälfte, der im Jahre 1912 geborenen Säuglinge zur Beratung gebracht; von ihnen starben 4,9 Prozent von den nicht zur Beratung gebrachten Säuglingen dagegen 16 Prozent. Im ganzen Großherzogtum starben im Jahre 1912 von 32 000 Lebendgeborenen 3247 im 1. Lebensjahr, im Jahre 1880 dagegen bei ungefähr gleicher Geburtenziffer 6340. Dieser Rückgang der Säuglingssterblichkeit tritt namentlich in den letzten 3 Jahren, seit Beginn der Tätigkeit der Gr. Zentrale und in den von ihr besonders intensiv bearbeitenden Gegenden stark zu Tage. So sind z. B. in der Stadt Darmstadt im Jahre 1912 an MagenJahre 1909, im Landkreis Darmstadt 44 gegen 109. Darmkrankheiten 42 Säuglinge gestorben gegen 112 im Daß diese Erfolge nicht vorübergehend waren, sondern in den nächsten Jahren voraussichtlich noch gesteigert werden, afür bürgt die unermüdliche Arbeit der Schwestern der Gr. Zentrale.
! Wald mich elbach. Die nationalliberale Sandidatur Wünzer in Waldmichelbach, für die die Leitung der hessischen Landespartei agitatorisch tätig ist, wird als rein nationalliberale Kandidatur durch die Freie Vereinigung hessischer Nationalliberaler tatkräftige Unterstützung finden.
):( Limburg. Der Besitzer des Hotels„ Preußischer Hof", Stadtverordneter Josef Hilf, ist in Marburg, wo er Heilung von einem schweren Leiden suchte, im Alter von 49 Jahren gestorben. Der Verblichene entstammte einer angesehenen, alt eingesessenen Limbur ger Familie und war als Inhaber des weit und breit bekannten Hotels„ Preußischer Hof" eine in weiten Kreisen bekannte und hoch geschätzte Persönlichkeit.
):( Frankfurt a. M., 26. Nov. Ueber das Vermögen des Rechtsanwaltes und Notars Reich= mann, Vilbelerstraße 36, wurde heute der Konkurs verhängt. Reichmann selbst ist seit Sonntag mit Hinterlassung bedeutender Schulden und Mitnahme seiner Geliebten verschwunden. Die von ihm verwalteten Mündelgelder und andere Depots hat er jedoch vor seiner Flucht abgeliefert.- Die städtische Steuerverwaltung wird vom kommenden Rechnungsjahr ab auch die Dienstboten zu Steuerleistungen heranziehen. Sie ermittelt das steuerpflichtige Einkommen der Leute dadurch, daß sie auf den Fragebogen, die gegenwärtig den Herrschaften zugestellt werden, die Löhne feststellt.
):( Rassel. Verliehen wurde dem Kommandeur der 22. Division Generalleutnant Liman v. San= ders, Kassel, das Großkreuz des herzoglich SachsenErnestinischen Hausordens.
Aus aller Welt.
::: Seit Bestehen der französischen Fremdenlegion sind ihr allein 200000 Deutsche zum Opfer gefallen. Diese Zahl entspricht zwei friegsstarken Armeekorps. Man sieht, daß Deutschland auch aus Gründen der Landesverleidigung alle Ursache hat, dem Unfug der Fremdenlegion endlich mit Entschiedenheit entgegenzutreten.
::: Berlin, 27. Nov. Der Hauptgewinn der Naturschutzpark- Lotterie von 100 000 Mart fiel in die arbeitsharten Hände einer armen Witwe, die für
Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde in Gießen. Sonntag, den 30. November, 1. Advent. In der Stadtkirche. Vorm. 9½ Uhr: Pfarrer Schwabe.
vents- Andacht.
Gottesdienst in der Diaspora In Hungen um 9½ Uhr. Verantwortlich: Albin Klein, Gießen.
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es sich nicht etwa um eines der teuren und dabei schädlichen Geheimmittel, sondern um eine wiffen lich einwandfreie Sache handelt.
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::: Köln. Eine Serie des großen Loses der preußisch- süddeutschen Klassen- Lotterie fiel nach hier. Es sind Raten zu je 17 000 Mart, die Arbeiter gewonnen haben. Jn Dülmen haben mehrere Buchdrucker die ein ganzes Los spielten, einen Treffer von 40 000 Mart gemacht. Eine recht willkommene Weihnachtsgabe!
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Pfarrer Schwabe.
Abends 5 Uhr: Pfarrer D. Schlosser.
der Orts- Polizeibehörde über ihre Mittellosigkeit
Donnerstag, den 4. Dezember, abends 8 Uhr im ihre Krankheit einsenden. Markussaal: Bibelstunde. Pfarrer Schwabe.
Sonntag, den 7. Dezember, als am 2. Advent, findet im Abendgottesdienst Beichte und hl. Abendmahl für die Markusgemeinde statt, am 3. Advent, ebenfalls im Abendgottesdienst, für die Matthäusgemeinde. Zu beiden wird besonders auch die konfirmierte Jugend ein
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