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* Der Kaiser hat, wie in einem Ministerialer­laß befannt gemacht wird, genehmigt, daß alle aus Anlaß seines Regierungsjubiläums von Behörden, Ge­meinden und sonstigen Verbänden, Korporationen und Vereinen zu errichtenden wohltätigen und gemeinnützi­gen Stiftungen eine mit seinem Namen oder Jubiläum in Verbindung gebrachte Bezeichnung führen dürfen, ohne daß es der Einholung einer besonderen Zustim mung bedarf.

* Berlin, 26. Mai. Dem Reichstage ging der vor einiger Zeit angekündigte Gesetzentwurf über die Verschärfung des Spionagegesetzes zu.

Der Staatssekretär des Reichsko­Ionialamts hat sich heute abend für einige Tage nach Posen und Westpreußen begeben, um sich über die Verhältnisse der flein bäuerlichen Sie delungen und das Genossenschaftswesen näher zu unterrichten. Durch seine Informationsreise hofft der Staatssekretär Anhaltspunkte zur Beurteilung gewisser Fragen des Siedelungs- und Genossenschaftswesens für Deutsch Südwest afrika zu gewinnen, die ge­rade jetzt durch die vom Reichstag genehmigte Gründ­ung landwirtschaftlicher Kreditinstitute im Schutzgebiet in den Vordergrund des Interesses getreten sind. Auf seiner Reise wird der Staatssekretär von einigen Mit­gliedern des Reichstolonialamis begleitet.

* Berlin. Die Nationalliberale Reichstagsfrat­tion hat beschlossen, die schleunige endgültige Verabschiedung der Wehryorlage in der Kommission wie im Plenum zu fordern und die Deck­ungsvorlage in der Kommission sofort nach Er­ledigung der Wehrvorlage in Angriff zu nehmen. Beide Vorlagen sollen in der Kommission sowie im Plenum getrennt erledigt werden.

Frankreich.

* Paris, 27. Mai. Die Kammer nahm nach langer lebhafter Debatte die Kredite für die Zurückbe= haltung der Jahresklasse von 1910 mit 386 gegen 165 Stimmen an.

Paris, 26. Mai. Echo de Paris" meldet aus Petersburg: Gelegentlich der gegenwärtig stattfin­denden Automobil- Ausstellung brachte General Swet­chine einen Toast auf den Triumph der französischen Auto Robil- Industrie aus. Er hatte seine Worte so ge­wählt, daß sich der Präsident der deutschen Abteilung der Ausstellung veranlaßt sah dagegen Protest einzule­gen. General Swetchine erklärte, daß seine Worte nicht provozierend gewesen seien. Er habe nur dem Wunsche Ausdruck gegeben, daß die französische Automobil- In­dustrie, welche in letzter Zeit Terrain an die deutsche verloren habe, schließlich und endlich den Sieg über die deutsche Automobil- Industrie davontragen möge.

England.

Cypern, die Liebesinsel des Altertums, soll end­gültig von England annektiert worden sein.

Die Tatsache ist zwar von der britischen Regierung noch nicht offiziell zugegeben. England tut, was es immer getan hat, es fommt den Diplomaten Europas durch eine fertige Tatsache zuvor. Die seit 1878 auf Cypern eingerichtete Verwaltung wird zur britischen Herrschaft erklärt.

Griechenland.

* Griechenland will Saloniki in han­delspolitischer Hinsicht zu einem Freihafen machen.

Rußland.

Odessa. Zum Vierteljahrhundert- Jubiläum Kaiser Wilhelms 2. hat der hiesige russische Millionär Badewsky dem Deutschen Kaiser 500 000 Mt. als Ge­schenk zur Verwendung für wohltätige Zwecke durch den Odessaer Credit Lyonnais übersandt.

Japan.

Tokio. Das Befinden des Kaisers von Ja­pan ist, wie gemeldet wird, gut.

Die Verstimmung Japans gegen Amerika droht sich zu einem Rassenkampfe auszu­

wachsen. Es handelt sich nicht allein um eine Maße gel, das alle Menschen gleich sind", gegen die Japan protestiert, in Wirklichkeit handelt es sich um die Vor­herrschaft im Stillen Ozean. Der Stille Ozean ist der Schauplatz eines zähen Kampfes zwischen der gelben und der amerikanischen Rasse, der sich besonders auf wirtschaftlichem und finanziellem Gebiete äußert. Um einen Konflikt mit Japan zu vermeiden, hat man der Zentralregierung in Washington nur zugestanden, daß die Japaner Mietverträge abschließen können, die alle drei Jahre erneuert werden. Die Japaner be­stehen aber darauf, gleich den europäischen Nationen frei Landbesitz erwerben zu fönnen. Wie das weitere gegenseitige Verhältnis zwischen Amerila und Japan sich gestalten wird, muß die Zukunft lehren.

Zur Balkan- Frage.

auf

Mailand, 26. Mai. Wie der Secolo" erfährt, ist es dank der französischen Dazwischenfunft gelungen, zwischen Rom und Athen eine Verständigung betreffs der albanischen Grenze herbeizuführen, und zwar folgender Basis: Die griechische Küste dürfe nicht über Ptelia reichen. Griechenland verpflichtet sich, die Küste des Corfuer Kanals nicht zubefestigen. Griechenland solle Kompensationen im Innern des Landes erhalten.

Wien, 26. Mai. Wie die Neue Freie Presse" von diplomatischer Seite erfährt, steht die Unterzeichnung des Präliminarfriedens unmittelbar bevor, da vor allem England auf Abschluß des Friedens drängt. Staatsse­fretär Gren vertritt den Standpunkt, daß der Friede

prochen und näher b

s Darmstadt. In den Tagen vom 31. Me( Frankfurt bis 2. Juni wird der Hessisch- Nassauische( Main- Rheing gegen den Gif gau)-Verband Gabelsbergerscher Stenographen hier seine Untersuchungsrichte tum Hessen und die Provinz Hessen- Nassau nebst aer vergiftet habe, 1 ohne Rücksicht auf die Wünsche Serbiens und Griechen- grenzenden Gebietsteilen ausgedehnte Verband umfa heils zu gelangen.

lands beschlossen werden müsse. Die Forderungen der Balkanstaaten sollen in einem besonderen Protokoll nie dergelegt werden.

34. Verbandstag abhalten. Der über das Großherzog

über 200 Vereine mit 9000 Mitgliedern.

rm Sohne zerfallen

):( Wezlar. Die hiesige Freiwillige Feuerwehr erfolgter Versöhnu rüstet für den 6. und 7. Juli zur 50jährigen Jubgenommen hatte. Sofia, 26. Mai. Offiziell wird mitgeteilt, der feier. Außer feuerwehrtechnischen Vorführungen wird):( Frankfurt serbische Gesandte habe die amtliche Erklärung abgege- Haus errichtet, in welchem die verschiedensten Matebiefigen Sternwar lien bei der Brandprobe auf Feuerfestigkeit geprüft nationale Organis

ben, daß Serbien eine Revision des Vertrages mit Bul­garien verlange. Wie an kompetenter Stelle versichert wird, wird die bulgarilche Regierung darauf antworten, daß Bulgarien unbedingt auf der Einhaltung des Ver­trages bestehe und eine Revision desselben ablehnt.

Aus Stadt und Land.

n Gießen. Infolge Nachgebens der

preise sehen sich die hiesigen Schweinemezger veranlaßt, bei nachstehenden Artikeln einen Preis abschlag eintreten zu lassen und zwar sollen laut freiwilliger williger Vereinbarung fosten:

Bauchlappen mit Zugabe per Pfund 76 Pfg. Dörrsleisch und Speck per Pfund 100 Pfg. Schmalz, ausgelassen per Pfund 80 Pig. Schmalz, roh per Pfund 76 Pfg. Wurstfett per Pfund 60 Pfg.

Charles, der Circus mit den gänzlich neuen Prinzipien, mit den Massen an Tieren und Menschen aus 5 Weltteilen, der Schöpfer eines neuen Vorbildes, der Urheber einer gänzlich neuen Idee auf circenischem Gebiete, der alleinige Besitzer des größten deutschen Cir­cusunternehmens, erlebt zurzeit in Prag einen Zuspruch, wie ihn die alte historische Stadt an der Moldau seit ihrem Bestehen nicht gesehen hat. Die Riesenschau wird in absehbarer Zeit auch nach hier kommen, worüber zurzeit bereits Verhandlungen mit dem Magistrat wegen Ueberlassung eines geeigneten Terrains schweben. Das selbe muß im Minimum ein Areal von 15 000 Qua­dratmeter decken!

n Gießen. Herr Friedrich Heuser und Frau begingen vorgestern das Fest der goldenen Hochzeit; beide stehen im 80. Lebensjahre. Von allen Seiten fa­men Glückwünsche, unter denen sich auch diejenige des Großherzogs mit seinem Bild und Unterschrift befanden.

o Bad Nauheim. Prinz Heinrich der Nie­derlande stattete am Samstag unserem Badeplatz einen Besuch ab und wohnte mit Gefolge den Veranstaltun­gen auf der Terrasse bei.

o Bad Nauheim, 27. Mai. Der Turnverein hielt gestern abend eine Versammlung ab. Der Verein stellt beim Gauturnfest in Frankenberg eine Musterriege. Zur Teilnahme am 12. Deutschen Turnfest in Leipzig

haben sich bis jetzt 6 Turner gemeldet.

o Bad Nauheim. Eine Gesellschaft von etwa 60 amerikanischen Aerzten, die sich auf einer Studien reise durch Europa befindet, wird am 30. Juli hier eintreffen.

o Friedberg. Der 23jährige Geometer Karl Diehl und der 15jähr. Schlosser O. Edelmann, die sich an kleinen Kindern vergangen haben, wurden verhaftet.

o Friedberg. Hier ist folgendes Telegramm Budgetkommission ist Friedberg auf Antrag des Bericht­erstatters Erzberger, ohne Debatte als Garnisonort für das 3. Bataillon des Infanterie- Regiments Nr. 168, in den Etat eingestellt worden.

aus Berlin eingelaufen:" In der heutigen Sitzung der

den sollen.

):( Waldgirmes. Der hiesige Spar- u. De

plant die ihren Gif i Mainz, 27.

lehnskaffenverein hat nun auch das Heimsparkassensystebandstag der Eisenb zur Einführung gebracht. Die eingelegten Gelder we däischen Bahne ):( Frankenberg. Wie verlautet, soll zur Einen: Pensionierte innerung an die Befreiungskriege auf dem dem Freehr als Abgeordnete ferberge ein Geden ja nicht mehr wisse tempel errichtet werden.

inden zugeht und ollegen gefommen fin erregte Debatte endsausschusses, zum

):( Marburg. Nach der neuen Heeresverme ung erhält auch unsere Stadt zwei Kompagnien G daten mehr. Es handelt sich um eine Radfahrer- uiten. Die Gattin Maschinengewehr- Abteilung. Die jetzige Kaserne de Vorsteherin eines Jägerbataillons reicht nicht mehr für die neu zu bilderbahnern. Dies soll den Abteilungen aus. Die Stadt Marburg hat dan baut werden, wozu beschlossen, eine neue Staferne zu errichten und hier Nun möchte ein das Schützenhaus auf dem Kämpfrasen erworben, den eine neue Stiftu bereits am 1. Juli, von den Bewohnern geräumt muß. Außer diesem Gelände wird auch der alte Ba hof, der der Stadt gehört, als Grund und Boden die neue Kaserne hinzugezogen. Wie verlautet, soll au eine militärische Fliegerabteilung hierherkommen.

lassen und ist des Die Mehrheit der dafür und schließl Verbandsvermögen männliche Waisen

):( Bad Wildungen. Einen unerwartet brnabenhort) bewill Ausgang nahm die Zwangsversteigerung der hiefienfürforge- Stiftung Stadtapotheke und Filialapotheke im Badeviertel. Um Bingerbrü den Geboten der Hypothekengläubiger blieb nämlich mach längeren Verb Vertreter des Kreditvereins Deutscher Apotheker" Höch age gelegene Puric bietender mit 385 000 Mart. Damit fallen nämlich nier Rheinstrombauver weniger als eine halbe Million Hypothekenschulden un über 100 000 Mark Buchschulden nicht bevorrechtig Forderungen vollständig aus.

Aus de ):( Bad Soden. Hier fand eine Versammlum Bor der Straffe der Landräte von Hessen- Nassau statt. Voraus Strafprozeß gegen sichtlich nimmt der Oberpräsident an der Versammlun teil. Die Kurdirektion veranstaltet aus diesem Anlas Friedberg, die auch ben Hauptgenoffenid abends ein Militärkonzert und Parkbeleuchtung.

ndwirtschaftlichen Gen

o Offenbach, 26. Mai. Gestern nachmittarigen, in Dresden ge wurde die 49. Jahresversammlung der südwestdeutsche ethandlung. Maennel Konferenz für Innere Mission mit einem machtvollen Monaten Genos Choralblasen vom Turm feierlich eröffnet. ergeworfen, zu Friedbe

):( Offenbach. Aussehen erregt hier namentlinojenschaft rechtswid in militärischen Kreisen das spurlose Verschwinden de affen, betrügerische M Bataillonsschreibers des hier garnisoniere em er den Reichspo Feldwebels Lindemann, worüber allerhand Gerüchte furaftliche Ein- und den 2. Bataillons des Infanterie- Regiments Nr. 168r von Briefsendung

sieren. Die bisherigen Feststellungen haben ergeben, daß Hanau durch Zujet Lindemann in der Nacht zum Freitag vom Frankfurteerten schwefeljaure Hauptbahnhof in der Richtung nach Metz abgefahre Saar- und Mosel ist. Der Deserteur soll über größere Barmittel verfüge Lothringen bei de und umfangreiche Korrespondenz mit Italien und Framein um 72,50 el in Worms um ceich geführt haben.

Demunziation h on dem Posten

):( Offenbach a. M. Der Kampf der Offene bestritt jede 2 bacher Schweinemetzger gegen die städtische Schweine metzgerei und Wurstfabrik hat jetzt verschärfte Form. In der Zeu angenommen, nachdem die der Innung angehörende Schweinemetzger den Boykott des Offenbacher Schlacht

hauses beschlossen haben. Die Schweineschlachtung Innungsmeßger soll in dem im Privatbesitz des Me germeisters Blammeser im benachbarten Rumpenbe befindlichen Schlachthaus vorgenommen werden. Weite wollen die Innungsmetzger eine Schlachthaus genolle

o Schlitz. Dem 10jährigen Otto Habicht in Hutzschaft errichten, mit deren Vorarbeiten der Vorstand d dorf, der am 28. März das 5jährige Söhnchen des Bürgermeisters Lump vom Tode des Ertrinkens rettete, wurde gestern in Gegenwart sämtlicher Schulkinder von Kreisarzt v. Bechtold eine Remontoiruhr mit der Wid­mung: Dem mutigen Lebensretter, überreicht.

o Bad Salzschlirf, 25. Mai. Das Wetter hatte am gestrigen Tage in letzter Stunde noch ein

Einſehen und die zur Vermählungsfeier der Prinzessin Viktoria Luise angekündigte Festlichkeit im Kurpart fonnte in vollem Umfange ihren Verlauf nehmen. Nachdem der Brautchor aus Lohengrin verklungen und danach der Aufzug der Schloßzwache zu Ende gespielt war, betrat der Kurdirektor, Herr Oberleutnant a. D. Haeseler zu einer Ansprache die Plattform der Kurhaus­treppe, in der er zum Schluß sagte: Unser Kaiser, die Kaiserin, das mit heute glüdliche junge Baar, ja, auch Braunschweig und die in Freude und Gefahr stets wachsende Einigkeit des deutschen Reiches, sie leben drei­mal donnernd hoch! Das zahlreiche Publikum stimmte in freudiger Bewegung in die Hochrufe ein.

o Büdingen. Ein 7jähriger Junge, der das Papier von einem Latwergentopf entfernen wollte, fuhr sich mit einem Taschenmesser ins Auge. In der Gieße­ner Klinik wurde festgestellt, daß das Auge seine Seh­fraft verloren hat.

s Darmstadt. In der gestrigen Sitzung des Hessischen Fürsorgevereins für Krüppel, teilte Regier- ungsrat Pistor mit, daß die Großherzogin von Hessen eine Spende von 1000 Mark mit der Bestimm ung überwiesen habe, daß der Betrag zu Vorsorgemaß­nahmen, also zur Verhütung drohender Verkrüppelung unbemittelter Kinder, verwandt werden soll.

Schweinemetzgerinnung bereits betraut worden ist. Vermittelungsvorschlag der Stadtverwaltung, eine mischte Preisfestsetzungskommission zu errichten, w einstimmig abgelehnt, da man sich eine derartige vormundung nicht gefallen lassen tönne.

slehrling von aus einer 50

feljaurem Ammo Sledgefäß gefüllt Dieser hätte

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robe beigegeben station Darm bigleit ergeben. e diese Aussagen

Die

habe gemeinsam monials entnomme

worden seien. Di

):( Frankfurt a. M. In den letzten Tag babe die Probe m Mädchenhändlern in die Hände gefallen und verschle Darmstadt schider worden. Von beiden Mädchen, denen durch Frauent, die Darmstäd Stellen nach auswärts versprochen worden waren, lieben Friedens t

man bis jetzt feine Spur.

Kathreiners Malzloffee In jedem Hause- jedn

Der Lieferung fchlie Der Hauptgenossen ingellagte habe a m von jetzt ab, lediglich als Gefa deln. Verwaltungsi Borms fühlte fich mele Fracht bei Ka of beradteiligt, währ der Hauptgenoffenf ten der Firma Henl e der Genossenschaft s vorgemacht, die Die Genossenschaft, fo Berte, deshalb muß bstarif eine Frachtern en Staatsanwalt T ung mildernder Um biger, Juffizrat Gr hehe auf ganz ich men Boftbetrug mid ung eines Briefes en

Jorg

Der Gehalt mouft's