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Politische Rundschau.

Deutschland.

* König Konstantin von Griechenland wird auch an den deutschen Kaisermanövern 1914 teilnehmen, zu denen er vom Kaiser besonders herzlich eingeladen wurde. Bei dieser Gelegenheit wird der König auch das 2. nassauische Infanterieregiment Nr. 88, zu dejjen Chef er ernannt worden ist, besichtigen.

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Ueber die Gründe für die Ab berufung des Konsuls Schlieben aus Belgrad geht der Ber­liner Morgenpost" eine Darstellung zu, nach der garische Finanzleute die Drahtzieher in der für Deutsch­land recht peinlichen Angelegenheit gewesen seien. Dr. Schlieben habe sich stark für die Gründung einer deut­schen Bank interessiert, und das sei der Grund gewe­sen, weswegen er seit längerer Zeit in ungarischen und österreichischen Zeitungen den heftigsten Angriffen aus­gesetzt ist. Bei der Wahl zum Hause der Abgeordneten im Wahlkreise Westfalen 5( Lüdinghausen- Beckum- Wa­rendorf) wurde Graf Max zu Droste- Bischering( 3tr.) mit 330 von 433 abgegebenen Stimmen gewählt.

Oesterreich.

* Wien. In Aussig wurde in einer Tagung österreichischer Industrieller eine Entschließung angenom­men, die die auswärtige Politik Desterreichs in letzter Zeit heftig ta delt. Die Entschließung ge­schah einstimmig.

Holland.

* Amsterdam, 18. Sept. Gestern wurde zum ersten Male ein sozialdemokratischer Vize­präsident der Kammer und zwar Dr. Trölstra aus Rot­terdam, gewählt. Gestern fand eine Kundgebung von Frauen zu Gunsten des Frauenstimmrechts statt. Der Ministerpräsident antwortete einer Frauendeputation, der Gesetzgeber würde nach der angekündigten Verfass= ungsrevision das Frauenstimmrecht gewähren können.

Statistisches aus dem Bergbau.

III.

Ein Bild von der Gestaltung des internatio­nalen Steinkohlenhandels gibt eine 3u sammenstellung über die Ein- und Ausfuhr der wich tigsten Länder.

Die Einfuhr des deutschen Zollgebiets an Eisen­er 3 erreichte 12,1 Mill.( plus 1,3 Mill.) To., denen eine Ausfuhr deutscher Eisenerze von 2,3 Mill.(- 272 000) To. gegenübersteht. Die Einfuhr besteht haupt­sächlich aus schwedischen( 3,9 Mill. To.), spanischen( 3,7 Mill. To.) und französischen( 2,7 Mill. To.) Erzen; die Ausfuhr richtete sich in erster Linie nach Belgien ( 1,5 Mill. To.).

Unter Verkehrswesen sind die Betriebsergeb­nisse der vereinigten preußischen und hessischen Staats= eisenbahnen wiedergegeben. Ferner wird eingehend über die Wagen gestellung in den größeren Kohlen­bezirken Deutschlands berichtet, die im ganzen von 16,2 Mill. D.-W. in 1911 auf 18 Mill. in 1912 gestiegen ist. Der Anteil des Ruhrbezirks( rd. 9 Mill. D.-W.) an der Wagengestellung Deutschlands beträgt über 48 Prozent. Auf Oberschlesien entfielen 18 Proz.; der Saar­bezirk war mit 5,5 Prozent und Niederschlesien mit 2,43 Proz. an der Gesamtbestellung beteiligt. Von den an­geforderten Wagen haben im Berichtsjahre im Aachener Bezirk 16,81 Proz. gefehlt, die Fehlziffer Oberschlesiens betrug 11,38 Proz. der Anforderung, in Niederschlesien fehlten 9,43 Proz., im Ruhrbezirk 14,80 und im Saar­bezirk 8,02 Proz. des Bedarfs.

Auch über den Verkehr auf dem Rhein, im be­sonderen in den Rhein- Ruhrhäfen, sowie auf dem Dort­mund- Emslanal macht der Bericht bemerkenswerte An­

gaben.

Im letzten Abschnitt des Berichts wird ausführlich über die Lohn- und Arbeiterverhältnisse in den preußischen Bergbaubezirken berichtet. Die Arbei­terzahl( ohne Beamte) stieg im Oberbergamtsbezirk Dort­mund von 341 716 in 1911 auf 359 784 im Berichts­jahr, in Oberschlesien von 117 403 auf 119 863, im Aachener Bezirk von 23 302 auf 25 467; im Saarbe= zirk fiel sie von 51 736 auf 50 111, in Niederschlesien von 27 988 auf 27 918.

Der Jahresarbeitsverdienst eines Arbeiters der Ge­samtbelegschaft betrug in den letzten Jahren:

im O.B- Bez. Dortmund

in Oberschlesien im Saarbezirf

in Niederschlesien

im Aachener Bezirk

1908 1909 1910 1911 1912

M. M. M. M. M. 1494 1350 1382 1446 1586 1016 986 964 980 1053 1182 1136 1122 1168 1251 1000 975 974 998 1043 1409 1344 1375 1395 1530

Die Jahreslöhne der unterirdisch beschäftigten eigent­lichen Bergarbeiter( etwa die Hälfte der Gesamtbeleg= schaft) betrugen:

Dortmund

1908 1909 1910 1911 1912 M. M. M. M. M. 1766 1556 1589 1666 1858 Oberschlesien 1146 1100 1068 1094 1196 Saarbezirk 1333 1273 1248 1298 1399 Niederschlesien 1088 1045 1040 1069 1121 Aachen 1532 1456 1502 1524 1707

Auf eine Schicht der Gesamtbelegschaft sowie der eigentlichen Bergarbeiter entfiel in den letzten 3 Jahren folgender Verdienst:

Gesamt­belegschaft

Unterirdisch beschäftigte eigentl. Bergarbeiter

1910 1911 1912 M. M. M. Dortmund 4,54 4,69 5,03 Oberschlesien 3,44 3,48 3,64 Saarbezirk 3,97 4,06 4,22 Niederschlesien 3,23 3,30 3,44 Aachen 4,49 4,59 4,87

1910 1911 1912 M. M. M. 5,37 5,55 6,02 3,91 3,98 4,22 4,50 4,60 4,83

stieg

3,46 3,54 3,71 5,09 5,19 5,56 Die Lebens- und Unfall- Versiche₁= ung der Beamten der dem Bergbau- Verein ange­hörenden Zechen erfolgt hauptsächlich bei der Versicher­ungsgesellschaft Nordstern". Die Zahl der mit dieser, Gesellschaft eingegangenen Lebensversicherungen von 8837 Policen mit einer Versicherungssumme 50,7 Mill. Mt. zu Anfang 1912 auf 8950 Policen und 51,59 Mill. Mt. zu Anfang 1913. Gegen Unfall und Invalidität waren auf den Vereinswerken im Jahr 1912 12 801 Personen versichert mit einer Jahresprämie von 351 100 Mt. Davon entfielen allein auf den Nord­stern" 8276 Personen und 240 440 Mark.

von

Ueber die gesamte Arbeiterversicherung werden ebenfalls ausführliche statistische Nachweise ge= boten, sowohl über den Allgemeinen Knappschafts- Ver­ein wie die Sektion 2 der Knappschafts- Berufsgenossen­schaft. Es betrug die Mitgliederzahl des Knappschafts­vereins im Durchschnitt des Berichtsjahres 376 710 ge­gen 357 321 in 1911. Der Belegschaftswechsel betrug auf 100 der im Jahres durchschnitt beschäftigten Arbeiter 69 Zugänge und 61 Abgänge. Das Vermögen des Knappschaftsvereins stieg von 199,4 Mill. auf 231,5 Mill. Mark.

Von der Sektion 2 der Knappschafts- Berufsgenos= senschaft wurden im letzten Jahre für tödliche Un­fälle insgesamt 4,63 Mill. Mt. an Entschädigungen gezahlt. Für nichttödliche Unfälle wurden rdl 8 Mill. Mt. an Entschädigungen aufgewandt. Insgesamt wur­den für die Zwecke der Unfallversicherung innerhalb des Sektionsbezirks im letzten Jahre 15,71 Mill. Mt. um­gelegt, von denen 99,6 Proz. allein auf den Steinkoh lenbergbau entfielen.

Am Schluß des Berichts wird noch über die Tä­tigkeit des Berggewerbegerichts Dortmund berichtet. Die Zahl der im Jahre 1912 erhobenen Klagen betrug da= nach 1235( 33 auf je 10 000 Mann der Belegschaft).

Hus Stadt und Land.

Das Kaisermanöver 1914 wird, wie vorläufig feststeht, zum Teil über dasselbe Gelände her­gehen, in dem soeben die Manöver des 18. Armeekorps stattfanden, und zwar in dem Gebiete, das begrenzt wird von der Linie Fulda- Schlüchtern, Schlüchtern- Caug, Fulda- Grünberg und Gießen- Niederlahnstein. Das 18., 11., 8., 13., 14. und das 2. Kgl. Bayerische Ar­meekorps werden zu diesem Manöver herangezogen wer­den.

n Gießen. Die diesjährigen Stadtverord­netenwahlen haben auch schon den Bürger­verein beschäftigt. In nächster Zeit wird eine Haupt­versammlung einberufen werden, damit die Mitglieder beschließen, in welcher Form die Wahlen seitens des Vereins vorbereitet werden sollen.

n Gießen. Der Schreiner W. Heiner von hier, der auf Grund hervorragender Leistungen auf der Baufachschule zu Blankenburg am Harz zur erleichter­ten Prüfung für den Einjährig- Freiwilligen- Dienst zu­gelassen war, hat diese Prüfung bestanden.

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21. Sep Tiglich vor

o Buzzbach. Der Gemeinderat beschäftigte sich auf Antrag der Eisenbahnkommission mit der Frage, ob tag, 21.S es tunlich sei, eine Gesellschaft zu gründen, die einen O 8-10 U Automobil verkehr zwischen folgenden Ortenbends 8 Uhr herbeiführe: Von Butzbach nach Niederweisel, Niederrer, Lusts und Ober- Mörlen, Langenhain, Ziegenberg, Fauerbach, nag, 22. Hochweisel, dann Butzbach' Hausen, Espa usw. Die abends 8-9 ganze Strede beträgt etwa 60 Kilometer. Es soll ver elle. Ab sucht werden, das Kapital bei den beteiligten Gemein Freund Tedd den aufzubringen. Auf Antrag des Stadtrates Dr. Vogt nl Lucien wurde die Sache der Finanzkommission überwiesen. enstag, 23. o Buzzbach. Bürgermeister Flach machte in der Gemeinderatssitzung die erfreuliche Mitteilung, daß die Stadtrechnung mit einem Ueberschuß von rund 10 500 Mart abschließt, obwohl 2450 Mt. als rückständig ver zeichnet sind. An alten Kriegsschulden hat die Stadttwoch, 24 noch 53 000 Mark zu tilgen. Die Kriegsschuld stammt ad abends aus der napoleonischen Zeit und betrug damals 100 000 r Kurkapell Gulden. Der Stadtvorstand beschloß, dem Antrag Opere Käte, ares. Schl penheimer gemäß, die Summe durch eine Anleihe 3 tilgen und die Angelegenheit dem Finanzausschuß 3nerstag, 2 überweisen. nd auf der

abands von Ku- kapelle. Herrn S kire und Ba

Uhr im Kurkapell

Ears Winders

o Friedberg. Zum Bataillonstommandeur un seres dritten Bataillons des Infanterieregiments Nr.16 wurde Herr Major Gudewill, seither in Freiburg, e nannt, zu Kompagnieführern die Herren Hauptleuttag, 26, Stettin( seither 12-117), Goldan( 9-116), Schroeder( 10 ends von 8 ark apelle. 115) und Hupe( 168). Bataillonsadjutant wurde Her Leutnant Buchholz( 168). Ferner wurde noch als Mo ML des Kör jor beim Stabe Herr Major Weyergang( 168) hierher versetzt.

o Friedberg. Der große Bahnviadukt übe das Usatal soll viergleisig gemacht werden.

des Köni stag, 27. S

Terrasse

Kurhaussaa

o Büdingen. In Bleichenbach explodierte ein Büchse Sprengpulver in dem Augenblid, als der Steininn des Fri brucharbeiter Kraft die Wirkung des Pulvers feiner Lufttempe Einquartierung erläutern wollte. Dem Kraft wurden em Falle w an der Brust und im Gesicht sehr schwere Brandwunacht, das den zugefügt. Wahrscheinlich wird er auch das Augen 10 Celsius. licht verlieren.

Kornfranck" das neuzeitliche familiengetränk ift kein Boh nenkaffee.Erift einheimisches Gewächs und einheimifches fa­brikat, im Geschmackaberdem

Bohnenkaffee nahe verwandt

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