Einzelbild herunterladen

ckner Leipzig nstalten

kannt,

lte.

Ein wahrer Sch

ür alle durch jugendliche Verim Erkrankte ist das berühmte

Relau's Selbstbewah

ese es Jeder, der an den Polge

erLaster leidet. Zu bezieh.durd

Gießener Zeitung

( Reuchte Nachrichten)

Bezugspreis 25 pig. monatlich Dielinbrlich 75 Pig., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweig ausgabeitellen vierteljährlich 60 Vig. Ericheint Mittwoche und Samstage. Redaktion: Selters. Für Aufbewahrung oder Rüdiendung weg x3. verl- mater Manuifriste wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H.

II t d t

Nr. 58

-

Telephon: Nr. 362.

Das Heeresgesetz.

Der Reichsanzeiger" hat nunmehr das vom Kai­fer genehmigte Heeresgesetz veröffentlicht. Damit hat die Heeresverstärkung nunmehr Gesetzeskraft erlangt und der

verb. Aufl. Mit 27 Abb. Preiusführung steht nichts mehr im Wege. Das Gesetz erlags- Magazin in Lelp gebrachten Regierungsvorlage, und es hat wohl

Ritterstr. 4.­

one or the

entspricht mit ganz geringen Abstrichen der seinerzeit ein­

we­

ge­

ändert worden ist, wie an dieser. Durch das Gesetz wird der Friedensstand des deutschen Heeres von 544211 auf 661 478 Mann erhöht. Hierzu kommen noch 30 000

Ilg. Deutsch. Franenver Difiziere, 110 000 Unteroffiziere, sowie ungefähr 15 000

Einjährig Freiwillige, so daß sich die Gesamtzahl des Ortsgruppe Gießer. Hehenden Heeres im Jahre 1915 auf rund 814 000 Auskunftstelle Köpfe belaufen wird. Frankreich besaß augenblicklich ür Frauenberuf eine Friedensstärke von 634 000 Köpfen und wird nach Frauen und Mädchen der erfolgten Durchführung der noch immer in der Kam­Salten unentgeltlich mer stehenden Heeresnovelle eine Gesamtstärke von ind Ausfunft für alle 8 730 000 Köpfen erreichen, so daß wir über 80 000 ufe im alten Rathan Mann mehr haben. Wir haben künftig 25 Armeekorps Marktpl. 14. Diene tag m nittags von 6% 6. 7% mit 50 Divisionen, die sich zusammensetzen aus 669 Ba­taillonen Infanterie und Jäger, 550 Schwadronen Ka­

im alten Rathaus a

Rechtsschutzstell uhllerie, 633 Batterien Feldartillerie, 55 Bataillonen Frauen n. Mädd Fußartillerie, 44 Bataillonen Pioniere, 31 Bataillonen erhalten unentgeltli Berkehrstruppen und 26 Trainbataillonen, dazu erhält Rat und Auskut jedes Bataillon Infanterie eine Maschinengewehrkom- in Rechtsangelegenhei pagnie und außerdem stehen für die im Mobilmach= platz 14 Mittwoch ne ungsfalle aufgestellten Kavalleriedivisionen 11 Maschi­mittags bon 6-8 nengewehrabteilungen zur Verfügung. Von taktischer Bedeutung ist die Neworganisation der Pioniere, die jetzt in Feld- und Festungspioniere getrennt werden, wodurch die Landesverteidigung eine wesentliche Ver­stärkung erfährt. Auch den Operationen in der Luft wird Rechnung getragen durch die Bildung von 5 Luft­hierbataillonen und 5 Fliegerbataillonen. Jedenfalls verfügen wir jetzt über eine Rüstung, auf die gestützt wir allen Eventualitäten ins Auge sehen können.

Rino- Salbe hartnäckige hat eine lug schneit geheilt. Verbind Werde sie jedermann emple

E., 13. 11.11. E P., Crt

Min- Salles gekell. A Feinen ofjun Fuß hat Sw andere hat nichts geholfen. Ich ver Rino- Salbe überall empfehlen St. G., 8. 12. 11.

C.

bewährt be

Rino- Salbe leiden,

Hautleiden, offenen Wunden gesprungenen Händen.

In Dosen von Mk. 1.15 und

Achten Sie beim Einkauf ad

D

Man verlange ausdrückl. ,, R

Vom Balkan.

Die Lage ist heute nicht weniger verwickelt,

als

Dor 24 Stunden. Die sehnlichst erwartete Klärung will

zu haben in allen Apothen immer noch nicht kommen. Das Hauptinteresse gilt jetzt ameu Rino und die Fim dem ständigen Vorrücken der Rumänen und Türfen. Rich. Schubert& Co, Weible Richt nur auf dem Balkan, sondern auch in den sämt­lichem europäischen Kabinetten wird heute wohl die Frage ventiliert: Werden die Türken in Adrianopel ein­ziehen oder vor den Toren Halt machen? An sich heint es, als ob die Großmächte der Türkei keinen Ein­balt gebieten wollen, obwohl Bulgarien energische Vor­

ästen

kiers,

nerreicht!

ersweg 83

phon 362

Nach dem Sturm. Erzählung von Emil Frank. ( Nachdruck verboten.)

8) Da tauchte am gesellschaftlichen Himmel der Haupt­stadt ein neuer Stern auf, dem alle begeistert huldigten. Fürst Bogdan hatte mit seinen Töchtern Wien einen Be­fuch abgestattet, und die vornehmen Zirkel wetteiferten um die Ehre, den Fürsten zu den ihrigen zählen zu dür­fen. Mary Bogdan, des Fürsten jüngere Tochter, war tine feltene Schönheit. Selbst die Damen mußten zu­geben, daß man sich etwas Süßeres, Lieblicheres faum denten könne. Sie war noch ein halbes hind, freilich mit den Allüren der großen Dame. Erstaunt nahm sie die Huldigungen der jungen und alten Aristokraten ent­gegen. Zu Hause hatte man das junge Prinzeßchen immer noch als Kind behandelt und hier war sie Herr­berin, Königin. Ein stolzes Gefühl erfüllte ihr Herz. Das Bewußtsein, daß diesen stolzen Kavalieren jeder leise Wunsch ihres Herzens als Befehl galt, berauschte fie. Da lernte sie den Grafen Warminski kennen. Auf einem Mastenfest war es. Ueberall feenhafter Glanz und Schimmer, überall ein Wogen und Fluten, ein Nominen und Verschwinden, ein Lachen und Scherzen. Da nähert sich dem fürstlichen Kind eine stolze, sieghafte Erscheinung. Aus der Maske blizen sie zwei dunkle Augen an. Der Mann trägt die Tracht der spanischen Ritter zur Zeit Karls V. Nun begrüßt er sie, und seine Stimme ist tief und klangvoll und schmeichelt sich ein pie des Ritters Gestalt. Sie kommen bald auseinander, aber ihre Augen suchen und finden ihn immer wieder int Gewühl. Ein seltsames Gefühl erfaßte sie. Erst ist das nur Neugierde, nichts als Neugierde. Wer der lze, schöne Mann nur sein mag! Er kann nur schön lein! Wieder erblickt sie ihn. Wenn er doch käme, wieder mit ihr spräche! Er ist so lieb. Und ihr Wunsch erfüllt sich. Auch er schien sie gesucht zu haben. Er hat

Expedition: Seltersweg 85.

Samstag, den 19. Juli 1913.

stellungen bei ihnen erhoben hat, den Vormarsch der Türken aufzuhalten und besonders die Inbesitznahme Adrianopels zu verhindern.

Nach amtlichen Mitteilungen befindet sich das ganze rechte Donauufer in den Händen der rumänischen

Armee.

Indem Rumänien seine Armee in Bulgarien einmarschieren läßt, befolgte es nicht eine Eroberungs politik, noch sucht es, die bulgarische Armee zu vernich­ten. Seine militärische Aktion beruht erstens auf seiner Pflicht, für sein Gebiet jenseits der Donau eine sichere Grenze zu erlangen. Der gegenwärtige Konflikt daß bekräftigte die Regierung in ihrer Ueberzeugung, eine strategische Linie nahe der bulgarischen Grenze wichtig ist, um in Zukunft friedliche Beziehungen zwi­

ſchen Rumänien und Bulgarien zu ermöglichen. Die

Grenze ist die Linie Turtukhai- Dobritsch- Baltschik mit einer gewissen Anzahl von Kilometern nach Westen und Süden in Uebereinstimmung mit der Gestalt des Lan­des.

Die rumänische Armee marschiert auf Sofia los. Der König von Bulgarien ist entschlossen, Sofia zu verlassen und sich nach Philippopel zu begeben.

Trotz seines hohen Alters will der rumänische König leine Mühe und Arbeit scheuen und ist zu seinen Truppen abgereist. Der König wird dem Uebergang der Truppen über die Donau beiwohnen.

Die rumänischen Truppen marschieren jetzt, nachdem sie Warna, Rustschuk und Rahowo besetzt ha­ben, direkt auf Plewna zu.

Die Rumänen haben durch die Besetzung von Varna den Bulgaren die einzige freie Zufuhrlinie ab­geschnitten. König Ferdinand hat König Karol Mitteilung der Friedensbedingungen gebeten.

um

Das Hauptquartier der ersten serbischen Ar­mee meldet: Beide Operationsarmeen marschieren zur Entscheidungsschlacht auf. Gestern nachmit­tag griff eine serbische Kolonne mit mehreren Gebirgs­schützen die von den Bulgaren stark befestigte wichtige Position Djuki- Kanik an und eroberte sie. Die Bul­garen flohen nach Dukat.

Der rechte Flügel der griechischen Armee hat Newricop besetzt.

101

Aus Konstantinopel wird gemeldet, daß die Geldnot und die Schwierigkeit, sofort die nötigen Barmittel zu erhalten, größere militärische Operationen behindern. Die Pforte versuchte daher neuerdings, ich

erfatren, wer sie ist. Nun naht er ihr huldigend wieder, und sie rechnet die Augenblicke, da er an ihrer Seite plaudert, zu den köstlichsten ihres Lebens.

Von diesem Tage ab verlebte Graf Warminski je­des Fest an der Seite der Prinzessin. Es fiel ihm gar nicht ein, vor sich und anderen die Tatsache abzuleugnen, daß er sich um ihre Gunst bemühe. Der Gedanke, daß es in seiner Macht stand, Mary Bogdan für sich zu ge= winnen, hatte etwas Erhebendes für ihn. Die Prin­zessin war die verkörperte Anmut. Zwar konnte sie sich in bezug auf Schönheit und Geist mit Else Tesierska nicht messen. Else mit ihren unergründlich tiefen Augen, aus denen ein sprühender, auf das Große gerichteter Geiſt sprach, war dem ein wenig verwöhnten Fürstenkinde überlegen. So urteilte Warminski. Unbewußt hatte er schon früher, bald nach der Rückkehr aus Krzemien, alle Damen, die für ihn in Betracht famen, mit Else ver­glichen, und feine hatte an das Ideal seines Herzens heranreichen können. Die Prinzessin Bogdan gefiel ihm noch am besten, und sie machte auch kein Hehl daraus, daß er hoch in ihrer Gunst stand. In ihren blauen Kin­deraugen las er das Bekenntnis: Ich bin Dir gut! Das machte Eindruck auf ihn, schmeichelte ihm, und bald trat er ihr mit einen: warmen Empfinden gegenüber. Er gab sich Müh2, die Vorzüge, die er aufzuweisen hatte, ins rechte Licht zu rücken; denn eine Verbindung mit der Tochter dieses alten Fürstenstammes bedeutete für ihn Befreiung aus aller Not. Fürst Bogdan war reich; außer großem Landbesiz nannte er verschiedene indu­strielle Anlagen sein eigen. Der Schwiegersohn des Fürsten Bogdan war für alle Zeiten gesichert, Reich­tum und Ansehen warteten seiner, ein schönes Weib, ein sonniges Heiut winkte ihn. Er brauchte nur zuzu­greifen.

Das alles erwog Graf Warminski, und sein Ent­schluß stand fest in ihm, mit allen Mitteln nach dem Be­siz des Mädchens zu streben, um durch diese Vervin­

( Gießener Tageblatt)

Anzeigenpreis 15 pfg.

die 44 mm breite Petitzeile für Auswärts 20 Pig Tie 90 mm breite Reflame 3eile 50 Pfennig Ertrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt fommt bei Ueberschreitung des Zahlungs­zieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beirveibung oder bef Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Druck der Gießener Verlagsdruckerei, Albin Klein.

Telephon Nr. 362.

25. Jabrg.

Vorschüsse zu verschaffen und verhandelte auch mit der Deutschen Bank wegen eines Vorschusses von 20 Milli­onen Mark. Nach den aus Konstantinopel hierher ge­langten Meldungen ist es nicht unmöglich, daß die Tür­fei die Absicht hat, über die Grenzlinie Enos- Midia hin­aus vorzurücken. Die Mächte würden jedoch keine Aen derung der pon ihnen festgesetzten Grenzlinie zulassen. Der türkische Vormarsch ist unterbrochen

worden.

Nach einer Meldung haben die Türken die Orte Bulair- Hissar, Lüle- Burgas und Wisa besetzt und sollen auf dem Marsche nach Kirkilisse sein.

Aus Hadji- Belik kommt die Meldung, daß die Ge­neralkonsuln von Desterreich und Italien in Saloniki dort angekommen sind, nachdem sie aus eigenem An­triebe die Gegend von Serres besichtigt haben, um sich persönlich von den Greueltaten der Bulgaren zu über= zeugen. Sie erklären, daß die Schilderungen der Zeitum­gen weit hinter der Wahrheit der schrecklichen Ereignisse zurückbleiben.

Wien, 18. Juli. Hiesige offizielle Stellen er­klären, Desterreich- Ungarn sei mit Frankreich und Ruß­land eines Sinnes, daß nur alle Mächte gemeinsam die Balkangrenzen festsetzen.

Der französische Minister des Auswärtigen, P i= ch on, empfing die Botschafter Rußlands, Desterreichs, Deutschlands, Jtaliens und Englands, mit denen er ge­meinschaftlich längere Zeit die Lage auf dem Balkan eingehend besprach). Sämtliche Botschafter waren mit Pichon der Meinung, daß man sofort energische Maßnahmen ergreifen müsse, um der gegenwärtigen Si­tuation ein Ende zu bereiten. Infolge dieser Beratung sandte Pichon dann an den französischen Gesandten in Sofia ein Telegramm mit der Weisung, die bulgarische Regierung aufzufordern, sofort einen Vertreter nach Nisch oder Uesküb zu entsenden, um mit Griechenland, Serbien, Montenegro und Rumänien zwecks Einstellung der Feindseligkeiten zu unterhandeln. Ferner sandte Pi­chon ein Telegramm an den französischen Botschafter in Konstantinopel, damit dieser an die ottomanische Re­gierung das Ersuchen stelle, den Londoner Friedensver­trag zu respektieren und die türkischen Truppen, die die Linie Enos- Midia bereits überschritten haben, wieder zurück zu beordern. Diese Forderung wird auch in der nächsten Botschafter- Sitzung am Montag gestellt wer­den. Weiter wird Pichon in Gemeinschaft mit den Bot­schaftern vorschlagen, einen Schritt in Bukarest zu un­ternehmen, damit die rumänischen Truppen auf keinen

dung Reichtum und Ansehen zu erlangen, das verwit­terte Wappenschild seines Stammes mit neuen! Gianze zu umgeben. Und dann kam jene Etande, wo er zu Mary von seiner Liebe sprach. Das Herz der Prin­zessin hüpfte vor Wonne und Seligkeit, ein Jubel ging wie Frühlingssturm durch ihre Secie, denn der Mann lag liebeflehend zu ihren Füßen, dem vom ersten Anblick an ihres Herzens heiße Liebe gehör.te. Sie hatte das Ideal des Mannes gefunden, von dem ihr romantisches Köpfchen vor dem Eintritt in die Welt geträumt. Der Mann gehörte ihr, den so viele erlejene Schönheiten offensichtlich ausgezeichnet hatten, o, sie hatte das wohl bemerkt, wie die Damen ihre lohenden Blide verschwen= deten, um sein Herz zu entflammen; eine geheime Angst und Eifersucht hatten sie scharf beobachten gelehrt. Und jetzt gehörte der stolze, schöne Mann ihr, ihr allein! Das Entzücken, das sie darüber empfand, leuchtete aus ihren Blicken, es zitterte wieder in dem einen Worte, das sie als Entgegnung eines heißen Liebeswerbens aus­sprach: Lieb!" Da nahm er sie in seine Arme wie ein Kind, und sie ruhte an seinem Herzen wie ein Vöglein, das nach seinem ersten Flug in die Welt mit einem Jubellaut das weiche warme Nest der Eltern wieder­findet.

Fürst Bogdan war über diese so unvermutet ge= tommene Liebe seiner jüngsten Tochter ein wenig über­rascht. Er hatte mit ihr ganz andere Pläne gehabt. Aber er war viel zu sehr Vater, als daß er sich dem Glück des geliebten Kindes entgegengestellt hätte. Zudem hörte er von Warminski nichts Nachteiliges, daß er arm war, hatte in den Augen des Fürsten nicht viel auf sich. Er tagierte den Wert eines Edelmannes nicht nach der Größe des Geldbeutels. Zudem war er ja in der Lage, seiner Tochter eine Mitgift zu gewähren, mit der sein Schwiegersohn sich schon rangieren konnte. So waren bald alle Bedenken beseitigt, und die beiden Liebenden ( Forts. folgt. sahen ihre Wünsche erfüllt.