wärtigen Handel in mineralischen Brennstoffen. Die Einfuhr von Steintohle, die 1911 10,9 Will. To. betrug, ging im letzten Jahre auf 10,4 Mill. To. zurüd. An der Einfuhr war Großbritannien mit 9 Mill. To. beteiligt; von dem Rest entfielen 0,48 Mill. To. auf Desterreich- Ungarn und 0,38 Mill. To. auf Belgien. Die Ausfuhr von Steintohle( ohne Kots und Briketts) ist um 3,7 Mill. To. auf 31,1 Mill. To. gestiegen. Zum größten Teil richtete sich die deutsche Steintohlenausfuhr nach Desterreich- Ungarn, wohin im Berichtsjahr 11 Mill. To. geliefert wurden. Die nächſt= großen Bezieher sind die Niederlande( 6,5 Mill. To.), Belgien( 5,4 Mill. To.), Frankreich)( 3,1 Mill.), die Schweiz und das europäische Rußland( je 1,5 mill. T.) Der Ueberschuß der Steinkohlenausfuhr über die-einfuhr betrug im letzten Jahr 20,8 Mill. To. gegen 16,5
Mill. To. in 1911.
Die Braunkohleneinfuhr( 7,3 Mill. To.), die ausschließlich aus Desterreich- Ungarn erfolgt, hat im Berichtsjahr eine fleine Zunahme( plus 197 000 To.) zu verzeichnen. Der Ausfuhr von deutscher Braunkohle tommt nur geringe Bedeutung zu; sie fiel von 58 000 auf 57 000 To.
Die Rolseinfuhr betrug 590 000 To. und ist gegen das Vorjahr um 9000 To. zurückgegangen; das Haupteinfuhrland Belgien lieferte 510 000 To. Vesterreich- Ungarn 29 000 To. und Frankreich 22 000 Ton. Die Kotsausfuhr betrug 5,9 Mill. To. und stieg um 1,3 Mill. To.
Jn Briketts ist die Einfuhr von 211 000 auf 188 000 To. zurüdgegangen. Hauptlieferant war wieder Desterreich- Ungarn mit 135 000 To.; Belgien lieferte 32 000 To. Die Brikettausfuhr stieg von 2,5 Mill. To. in 1911 auf 2,75 Mill. To. Die größten Mengen bezogen die Schweiz( 781 000 Zo.), die Niederlande( 521 000 T.) und Frankreich( 424 000 To.). ( Schluß folgt.)
Hus Stadt und Land.
* Reiche Zwetschenernte. Man erinnert sich der ernsten Befürchtungen über Mißernte und den Ausfall des Steinobstes. Daß dem nicht so ist und daß wir von wenigen Obstsorten, die in unserer Gegend infolge etlicher Frostnächte im Frühjahr nicht geaiehen, abgesehen durchschnittlich auf eine befriedigende Jahresernte sicher hoffen dürfen, ist außer jedem Zweifel. Wurden doch dieser Tage in der Gegend der Wetterau 600 Zentner Zwetschen zum Preise von 1200 Mt. losgeschlagen. Und dabei sind wir erst am Beginn der Ernte und die meist reiche Ernte bringenden bayerischen Bezirke stehen noch aus.
n Gießen, 17. Sept. Eine für vorgestern abend von dem oberhessischen Viehhändlerverband einberufene Versammlung, zu der etwa 500 Interessenten erschienen waren, verwahrte sich entschieden gegen die Mißhellig= keiten, denen die Viehhändler beim Besuch des Gießener Viehmarktes ausgesetzt seien. Die Versammlung, zu der Oberbürgermeister Mecum erschienen war, verlangte für den Vormarkt eine Einschränkung der polizeilichen Kontrolle. Ein Antrag auf Boykottierung des Gießener Viehmarktes wurde von dem Vorsitzenden als Würde des Deutschen Viehhändlerverbandes nicht entsprechend abgelehnt.
der
o Friedberg, 14. Sept. Die hiesige Zuckerfabril„ Wetterau" hat ihren Betrieb und ihre Gebäude vergrößert, ebenso die Gleisanlagen nach den Bahnhöfen. Die diesjährige Kampagne beginnt schon am 29. dieses Monats.
o Friedberg, 14. Sept. Aus dem Fenster stürzte sich gestern abend im hiesigen Hospital eine Wöch nerin, deren Kind gestern starb, infolge hochgradiger Aufregung. Die Frau wurde schwer verletzt.
o Friedberg. Der hiesigen Meßger- Innung wurde die Fleischlieferung für das demnächst einziehende Bataillon vom Garnison- Kommando übertragen. Die Metzger haben die Lieferung nun so geregelt, daß jeden elften Tag ein anderer Meister an der Reihe ist. Sehr vernünftig. Auch die Bauarbeiten an der neuen Kaserne übertrug man hiesigen Handwerkern.
o Lauterbach, 14. Sept. Der älteste Krieger= veteran des Vogelsberges dürfte Kirchendiener Georg Jöckel- Lanzenhain sein, welcher den badischen Feldzug 1848-49 mitmachte und jetzt 85 Jahre alt ist. Er ist noch sehr rüstig und verrichtet täglich Feldarbeiten.
o Offenbach, 15. Sept. Ein hiesiger Fabrikant, der sich einen Affen hielt, wurde von diesem gestern nachmittag gebissen, wobei er eine schwere Verletzung an der Schlagader davontrug. Der Fabrikant mußte in schwerverletztem Zustande ins Krankenhaus gebracht werden.
s Darmstadt, 15. Sept. Der fatholische Kirchenrechner J. C. Engel aus Gernsheim, der vor einigen Tagen nach Unterschlagung von etwa 20 000 Mt. flüchtig gegangen war, ist gestern hier festgenommen worden. Der größte Teil des Geldes ist verschwunden.
o Lampertheim. Zu der in diesem Monat Vom Hessischen Landesgewerbeverein
stattfindenden Bürgermeisterwahl wurde der jezige Bürgermeister wieder aufgestellt; Gegenkandidat ist Dreschmaschinenbefizer Feldhofen.
In der Hauptversammlung des Hessischer
12-20 Uhr vo
Berluft des„ L.
Berlin,
Landesgewerbevereins, die letzten Sommerichoß der Kum
o Nauheim b. Gerau. Eine nachahmenswerte in Lauterbach stattfand, hielt Rechtsanwalt Ka Sigung des C
Einrichtung besteht bei dem hiesigen Radfahrerverein „ Eichenlaub". Der Reihe nach werden zwei Mitglieder bestimmt, die nachts bei Krankheitsfällen unentgeltlich den Arzt herbeiholen und auch die Medikamente besorgen. An verschiedenen Stellen unseres Ortes sind die
Nachahmenswert!
haftswesen. R.-A. Kaufmann zeigte die chara teristischen Unterschiede einer G. m. u. 5., einer 6.
mann- Gießen einen Vortrag über das Genossenden Kammerher
eternhagen. W
tatlichen Angrif
u. N. und einer G. m. b. 5. Er wies auf die auza der Tat zug ordentliche Wichtigkeit der Eintragung der Genossenen, ebenso Namen derjenigen Mitglieder des Vereins angeschlagen, die Liste des Amtsgerichts hin, namentlich aber auf Er gab an die jeweils sich diesem Dienst der Nächstenliebe widmen. Notwendigkeit des einzelnen, sich von der Eintragim eine Rur in S und beim Austritt von der richtigen Streichung, in dvom Rittmeis ):( Frankfurt a. M. Der Intendant Felix| ser Liste persönlich zu überzeugen. Dieses leider daß er gegen heute manchen Leidtragenden in der gegenwärtig hengt habe, w schenden Krisis dieser Genossenschaften um Haus Zeit beständig ! Weinheim a. B. Die 23 Jahre alte Eva Hof. Der Referent wies auf eine von Bankdirektor Dier Westernhage
Holländer ist von seinem Amt als Intendant des
Schauspielhauses zurückgetreten.
Bechtold, die Tochter eines Landwirts, ließ jich am Tage vor ihrer Hochzeit von einem Eisenbahnzuge überfahren. Vor der Tat hatte sie sich bei einem Gärtner einen Kranz für sich bestellt.
! Main 3. Wie die Bürgermeisterei mitteilt, wurde die Weinbau- Ausstellung von 33 267 Personen besucht. Ein gutes finanzielles Ergebnis seit zu erwarten.
):( Marburg. Wie schon früher berichtet, hat sich nach Fertigstellung der elektrischen Straßenbahn herausgestellt, daß das Elektrizitätswerk zu klein ist. Aus diesem Grunde beschlossen damals die Stadtverordneten, nach Fertigstellung der Ueberlandzentrale der Edertalsperre das hiesige Werk anzuschließen. Wie sich aber jetzt zeigt, kann die Stadt nicht so lange warten, oder
es müßte ein Teil der Straßenbahn wieder eingeschränkt werden. Man hat sich deshalb zwei große Lokomobilen in Stärke von 170 und 105 PS. geliehen, um die fehlende Kraft herzustellen. Augenblicklich ist man damit beschäftigt, diese zwei Lokomobilen im Garten neben dem Elekrtrizitätswerk aufzustellen. Gestern morgen haben hier die Pflasterer die Arbeit eingestellt.
):( Kassel, 15. Sept. Nach jetzt vorliegenden Berichten trifft Prinz August Wilhelm von Preußen als Vertreter des Kaisers zur Tausendjahrseier am 27. September morgens hier ein. Der Besuch des Prinzen wird bis 28. September abends dauern. Der Prinz nimmt im Residenzschlosse am Friedrichsplatz Wohnung.
*
Der Stettiner Hessenbund. In der alten Pommern- Residenz Stettin, die sich, seit ihre Festungswälle gefallen sind, zu einer der schönsten Städte Deutschlands entwickelt hat, ist unter dem Namen Hessenbund eine Vereinigung von Landsleuten aus der Provinz Hessen- Nassau und dem Großherzogtum Hessen ins Leben getreten. Obwohl erst vor kurzem gegründet, weist der Stettiner Hessenbund schon nahezu 50 Mitglieder auf. Es sind dies zum größeren Teile höhere Beamte, Aerzte, Angehörige des Lehrerstandes, Apotheker, Chemiker und Kaufleute. Auch der hessische Adel ist durch mehrere Persönlichkeiten vertreten. Bei den monatlichen Tagungen des Hessenbundes herrscht ungezwungenes, landsmannschaftliches Leben, und besonders ist man bestrebt, den heimatlichen Dialekt in seiner ganzen Eigenart walten zu lassen. Da hört man das unverfälschte Kasseläner Deutsch, das ungefünstelte Frankfortisch, das gemütliche Nassauer Idiom und die urkräftige Sprache von Darmstadt, wie sie im Darmhessischen National= Epos, dem„ Datterich", so ideal zum Ausdruck kommt. Wie treu die pommerschen„ Hessen" die Liebe zur Heimat pilegen, geht aus den Worten des von einem ihrer Mitglieder, C. H. Becker, einem geborenen Offenbacher, gedichteten Bundesliedes hervor, von dem wir einige Strophen hier folgen lassen:
Ich kenn' ein teuerwertes Land Vom grünen Wald durchrauscht; Wo meiner Kindheit Wiege stand Und wo ich einst gelauscht Der Mutterworte trautem Klang, Der Kameraden frohem Sang
Ich kann es nicht vergessen, Mein Heimatland, mein Hessen! Dort haust ein truzziges Geschlecht Von echtem Schrot und Korn. Jm Kampf für Wahrheit und für Recht Da stand es immer vorn; Ja edel ist es, brav und gut, Die Treue liegt ihm in dem Blut
Ich kann es nicht vergessen, Das wacre Volk der Hessen! mög' noch oft mein Auge schau'n Dich teures Heimatland
Mit deinen Wäldern, deinen Au'n An schmucker Flüsse Strand! Wenn dann ich einstens sterben muß, So gelte dir mein Abschiedsgruß Ich kann dich nicht vergessen Mein Heimatland, mein Hessen!
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so vielen Fällen außer Acht gelassene Moment bring
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vor kurzem veröffentlichten fleinen Schrift hin, deres der Darstel
Studium er jedem empfehlen könne, und zeigte, daß droße Sorglosigkeit einerseits, dann das Haschen ned Ehrenämtern in solchen Genossenschaften, die Tätig der Aufsichtsratsmitglieder, denen oft die Elementarfem nisse, kaufm. Erfahrung fehlten, schuld an dem n nalen Unglüd innerhalb unseres engeren Vaterlands seien.
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Das Ausschußmitglied Reutlinger brachte de bereits im Vorjahr gestellten Antrag Offenbach: D Einführung gewerblicher Schiedsämter Beilegung von Meinungsverschiedenheiten bei Ausfü ung von Arbeiten und Lieferungen" wieder ein. Re ner zeigte ein Beispiel aus der Praxis, stellte die Ste ſten einer schiedsamtlichen Einigung auf Grund der bei Profeſſoren stehenden Arbitragen den Kosten einer Berhandlung in Prozeßverfahren unter Zuziehung von Sachverständige gegenüber, die annähernd das 3% bis 4fache bett gen. Die Versammlung beschloß, die Behandlung de Gegenstandes nicht aus dem Auge zu lassen und anz empfehlen:
Die Gewerbevereine sollen unter ihren Mitglie
Cite Deutsche S ribe Gartenkunst. bimfultur e. V. he
ungen und farbig 150( Borto 30 heimfulture. Werfen und
dern dahin wirken, daß diese unter sich und ihresthardt, Düſſeldorf. Kunden Prozesse, die durch Meinungsverschiedenbe ten bei Lieferungen und Arbeiten entstehen kön zu vermeiden und unmöglich zu machen suchen dur Ernennung von Schiedsämtern aus den eigenen Sir sen für jeden einzelnen Fall.
Zur Durchführung dieser im Interesse aller 6
tenlos. Heim bajt m. b. 5.
werbetreibenden liegenden Maßregel sollen allen den ht sich eine vorherigen Angebot, Kostenvoranschlag oder der Konin merklicher Au respondenz dienenden geschäftlichen Drucksachen als feren Gärtner, Briefbogen, Memoranden, Offertbriefen, Preislisten und sehr be Bestellbriefen usw." nachstehende Lieferungsbedingung Jahren und vorgedruckt oder angefügt werden: S unter der bat, was wahl
" Bei Meinungsverschiedenheiten haben Besteller und Lieferant je einen Sachverständigen zu ernennen erhalte eingerich welche zunächst einen Obmann wählen, der nur dann adoligfeit von der zugezogen wird, wenn die beiden Sachverständige lastugeln und Hä sich nicht einigen können. Dem Gutachten dieser Hen herab. ren haben sich Besteller und Lieferant unter alle Umständen endgiltig zu unterwerfen. Die Verteilung der Kosten des Verfahrens erfolgt durch das Schiedssind damit nicht gericht.
Sachverständige und Obmann müssen einer de gesetzlich anerkannten gewerblichen Vereinigung gehören."
Die verp
icher Art alljähr Millionen, die nationen rings au en, Pfund- und fondern die Millio gt und-perpuff hübsche Anzahl
Den Schlußz bildete der Vortrag des Herrn d Krausmüller Gießen betr. die Verringer zusammensetzt aus der Abgabe a) an den hess. Stea apitel für die Freu ung des Güter stempels. Durch diesen, der i b) an das Reich, c) an die Gemeinden und den ms darüber unter unbedeutenden Kosten der Notariate, werde, wie a der gegebenen Statistit bewiesen, der Güterumfat te ringert, und dessen natürliche Folge, die Einschränku der Bautätigkeit, gefördert. Die Zahl der Bauten, beim Bauamt Gießen zur Ausführung eingereicht fei betrage in diesem Jahre weniger als ein Drittel Vorjahre, und anderwärts lägen die Verhältnisse eb so. Durch diesen Umstand sei im ganzen Baugewe eine direkte Notlage geschaffen, deren Tragweite fich he noch nicht übersehen lasse und weitere Kreise in leidenschaft ziehe. Ein Mittel, um den gänzlichen sammenbruch des Bauhandwerts aufzuhalten, name lich in den Städten, sei die Aufhebung oder mindeste die Verringerung des Umsatzstempels. Die Reichsreg ung hat die Berechtigung dieser Klagen als vollkomm begründet anerkannt und begnügt sich mit der Hälfte b
1 der Arena" mitteilt. Obwohl e seine fichere Stati leb eine Milliarde nur ein Viertel dan sverfehr. Die gar re Million Hettar. wie im Wert diese unter Stelle, doch baulicher Labatprodu er gegenüber, die erreichte doch im J
Nationsreifem Rohtab When dafür, welch Jahrzehnten der
Ein paar weit
seitherigen Satzes. Nur der hessische Staat und die chaulich die bei
meinden können sich bis jetzt nicht dazu verstehen. R wendig sei es, daß auch sie an die Verringerung b antreten und zwar sobald als möglich, ehe eine hi dem heimischen Gewerbe zu spät fommt.
Aus aller Welt.
::: Hamburg, 17. Sept. Das Delag- Luftid
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umfaßte 1911 c befaßten sich aus lagpilidhtigen, Orjenen Tabaten. en und großen B
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„ Hanja" flog gestern abend 8,05 Uhr von Potsdam bil eine Million
und erschien um 11.45 Uhr über Hamburg. Nach ein glatt verlaufenen prächtigen Mondscheinfahrt landete
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