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):( Rassel, 12. Aug. Der Wahlausschuß hat heute abend in einer vertraulichen Sizung beschlossen, den Stadtdirektor Dr. Koch in Bremerhaven, sowie den Bürgermeister Thode in Stettin als Kandidaten für den Oberbürgermeisterposten in Kassel in Vorschlag zu bringen.

Aus aller Welt.

nige entwendet wurden die Inhaber der Firma Gebr. Schwarz in Köln mul dem Heu verurteilt. Sie haben sofort gegen das Urteil Revision Speider un wegen Spritschmuggel zu je 301 433 Mart Geldstrafe

::: Offenburg. Vor der hiesigen Straffammer

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::: Kiel. Die gesamte Hochseeslotte ist nach Be­endigung der Sommerübungsreise am Sonnabend mor­gen hier eingetroffen.

::: Hamburg, 12. Aug. Bei der Speditions= firma Lorenzen u. Schmidt in Hamburg wurden Un­terschlagungen in Höhe von 110 000 mt. entdeckt. Der Hauptschuldige, ein Buchhalter, ist bereits vor einiger Beit nach Amerita gelüchtet.

::: Wien, 12. Aug. Vor einiger Zeit wurde von einigen Finanzleuten der Plan gefaßt, in Baden eine Gpielbant zu errichten. Das Projekt hat nun greif­bare Gestalt angenommen und vor einigen Tagen wur­den die Statuten von der Behörde genehmigt.

::: Paris. In dem französischen Dorfe Bussiere

im Departement Creuse beschlossen der Bächter Blan­chard und sein Sohn Jean, die beide in dasselbe Mäd­then verliebt waren, ihren Streit durch einen Zweikampf

zu entscheiden. Einzige Zeugin dieses Duells war die umworbene Geliebte. Nachdem jeder der beiden 3 Re­Meter unterbe volverſchüsse abgegeben hatte, gingen die Kämpfer mit lers Rosta Messern aufeinander los, und Jean tötete seinen Vater Die bisherige durch einen Stich in die Brust. Der Mörder wurde ver­Verbrechen aus haftet.

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Oeffentlicher Sprechiaal.

Gießen, 11. Aug. Seit wann ist das polizei lich zulässig, daß ein geschlossener Verein mit Lampions und Musik voran auf dem Bürgersteig marschiert, wie das am Sonntag abend ½ 10 Uhr in der Kaiser- Allee der Fall war? Wo bleibt hier der Schutz für das den Bürgersteig benutzende Publikum?

Literarisches.

? Laiengerichte für kleinigkeiten em­pfiehlt in einem Aufsatze in der Zeitschrift Recht und Wirtschaft"( Carl Heymanns Verlag, Berlin W. 8) Amitsrichter J. Kraft. Er bedauert es, daß der Berufs­richter durch eine Unmenge nichtigster Klagesachen um seine eigentlichen Aufgaben gebracht wird, und sieht in

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Aufruf

zur Errichtung eines Bismarck- National Denkmals auf der Elisenhöhe bei Bingerbrück- Bingen.

Gedanken und Erinnerungen führen uns ein Jahr­hundert zurüd, in jene Tage, so überreich an Sturm u. Sieg, an Opfern und Heldentum, an lodernder Begei­sterung und flammender Vaterlandsliebe, da sich unser Volk erhob zur Befreiung vom Joch des Eroberers. Zu bbvaterländischem Tun rufen uns diese Erinnerungen auf; hohen vaterländischen Flug geben diese Gedanken un­serem Wollen. Zu gemeinsamer Tat sollen die Enkel der Helden der Befreiungskriege zusammentreten.

Knaus, der Sohn eines Optikers, war einer von denen, die, aus kleinen Verhältnissen stammend, berufen sind, Großes zu schaffen. Wie eigen muß es auf uns wirken, wenn wir hören, daß er, der Deutsche, in Paris, un­bekümmert um die tonangebende Technik und Art der Franzosen, ein Schwarzwaldbild malte, das ihm, unter Umgehung der gewohnten, minderen Aus­zeichnungen, die zweite goldene Medaille einbrachte.

? Das erschienene 2.und 3. Heft des 6. Bandes der Zeitschrift für Politik"( Berlin, Carl Heymanns Ver­lag), bietet wiederum außerordentlich interessante und gediegene Beiträge. Ministerialrat Dr. Egon 3 weig in Wien behandelt eine bisher noch niemals ausführ= licher erörterte Frage, nämlich das parlamentarische En­queterecht. In das Parlamentsrecht schlägt auch ein an­derer großer Beitrag des Heftes: die Abhandlung von Dr. Joh. Blum über Budgetrecht und Finanzpraxis. Einen höchst fesselnden Beitrag bietet der Berliner Hi­storiker Prof. Otto Hinze mit Ausführungen über die schwedische Verfassung und das Problem der konstitu­tionellen Regierung, wobei er besonders die in lekter Zeit aufgeworfene Frage behandelt, wie weit die schwe­vorbildlich sein kann. Ein brennendes Problem erörtert der Greifswalder Staatsrechtslehrer Professor Hubrich mit seinem Aufsatz Die Mischehenfrage in den deutschen Kolonien", der unserer kolonialen Gesetzgebung wert= vollste Anregungen geben dürfte. Weiter enthält dieses Heft eine Fülle von Rezensionen, von denen die mei­stden Umfang von Artikeln haben. Als Gratisbei­.uge zur Zeitschrift für Politit" erscheint gleichzeitig das 3. Heft der Parteien", das den ersten Band die­ses bedeutsamen neuen Unternehmens abschließt. Die Parteien" sammeln das Material über die politischen Parteien und die großen Organisationen mit politischem Einschlag( Gewerkschaften, Gewerkvereine, politisch ge=

der Zuziehung von Laien, die als Schieds- und Friedische Regierungsform für Preußen und Deutschland ms bis heute densrichter viel mehr als bisher solche Bagatellen erle in den nädigen könnten immer natürlich mit der Möglichkeit, baumeister ei die ordentlichen Gerichte in zweiter Instanz noch anzu ten vergeben fen eine Abhilfe. Namentlich nimmt er Bezug auf die württembergischen und badischen Gemeindegerichte, die vor 1877 bestanden haben, und prüft in interessan­Die lauten Wet Weise die Möglichkeit der Einführung solcher Laien­gerichte. Diese Ausführungen des Verfassers dürften be­rechtigtem Interesse begegnen.

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? Ludwig Knaus. 15 Kunstblätter nach den hönsten Werken des Meisters mit einem Geleitwort v.

ele erfüllte. Wilhelm Kotzde. In künstlerisch ausgestattetem Karton

wurde ihnen geheftet 1 Mt. Verlag von Josef Scholz in Mainz. richtete Interessenverbände und nationale Verbände), wie nd ihr Herz Verzeichnis der Bilder: 1. Der Künstler, Selbstbildnis,

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Frauenbildnis( die Gattin des Künstlers), 3. Das sie zu eſperbrot, 4. Schadenfreude, 5. Die heilige Familie, 6. jede Gelegen Mädchen mit Schiefertafel, 7. Kind mit Erdbeeren, 8. Galomonische Weisheit, 9. Die Schachspieler, 10. In

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3. B. Programme, Aufrufe, Resolutionen, bedeutsame außerparlamentarische Reden der Parteiführer, bemer­kenswerte Zeitungsartikel 2c. Dadurch wird dies außer ordentlich wichtige Material, das bisher größtenteils zu grunde gegangen war, wissenschaftlicher Forschung und Der Bezugspreis beträgt für Band von 4 Heften, für die Parteien bei apartem Bezuge 10 mt. pro Band von circa 3 Heften.

rde fie in tausend Aengsten, 11. Kartenspielende Schusterjungen, praktischem Gebrauch in bequemer Form zugänglich ge­mfchlangen, watung, 14. Hessenmädchen mit Kazze, 15. Altvogt Jo- die Zeitschrift für Politik"( inkl. Parteien") 16 Mr. pro wa in ihrer 12. Die Kleinstädter, 13. Der Hauensteiner Bauern Be- macht und aufbewahrt. nbringen mieler Alexander Heßler, Hessenmädchen. nn fühlte sie Baumgartner. Textbilder: Katharina Schamp, Schau

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Das höchste Gut, für das unsere Väter und Groß­väter freudig ihr Herzblut hingegeben haben uns ist es zuteil geworden: das geeinte, mächtige deutsche Reich. Des deutschen Volkes Dank gilt es jetzt darzu­bringen dem Gewaltigen, der, ein treuer deutscher Die­ner seines Herrn, uns die Einheit geschaffen hat. Auf Bergeshöhe soll ein Mal erstehen, würdig des größten Sohnes, den eine deutsche Mutter gebar.

Soll das Denkmal aber Bismards würdig sein, so muß die ganze Nation teilnehmen an der Errichtung des Werkes. Alle Deutsche, aus allen Stämmen und aus allen Gauen und auch die, die fern von der Heimat, in fremden Landen, sich ein deutsches Herz bewahrt haben, sie müssen sich einig und einmütig zusammen schließen, im Gedenken an das, was er für alle getan. hat. Wie er den Wust des Nebensächlichen von sich weg­geschoben, wie er alles Trennende und Hemmende ge­meistert und gezwungen, so wollen auch wir einhellig zusammenstehen, die Vollendung des Denkmals zu sichern. In seiner Neubearbeitung paßt sich der Kreis'sche Ent­wurf der schön geformten Berglinie der Elisenhöhe reiz­voll an. Der Entwurf ist bereichert um den von Säu­len umgebenen Hof, der die Scharen aufnehmen soll, die zu der deutschen Weihestätte am Rhein wallen wer­den, um sich dort in vaterländischer Begeisterung zu er= heben aus des Werktags Einerlei. Der Bismarck Le­derers, eine Gestalt von unvergleichlicher Wirkung, blickt zu uns herab als Warner vor deutscher Zwietracht, als Mahner zu deutscher Einheit und zu deutscher Treue. Hinüber schaut er zu der Germania, die nach den Wor­ten des greisen Heldenkaisers in erster Linie Bismarcks ureigenes Werk ist. In erhabener Ruhe hält er getreu lich die Wacht am Rhein; in seiner Hut ist die Ger­mania geborgen.

Wer deutsch denkt und fühlt, wird freudig an dem großen Werke mitwirken wollen.

Deutsche, helft zu deutscher Tal!

Der Ehrenvorsitzende: Dr. von Bethmann Hollweg, Reichskanzler, Berlin. Der Vorstand:

Landtagsabgeordneter Dr. Beumer- Düsseldorf, Vorsitz­ender; Geh. Reg.- Rat Professor Dr. Clemen- Bonn; Generalkonsul Dr. von Schwabach- Berlin; Kommerzien­rat Hagen- Köln; Justizrat Falf- Röln; Bürgermeister Neff­Bingen: Generalsekretär Peter- Köln; Regierungsbau­meister Bode- Kreuznach.

Für den Vorstandsbeirat: Freiherr von Rheinbaben, Staatsminister, Oberpräsident der Rheinprovinz, Coblenz, Vorsitzender; Regierungs= präsident a. D. zur Nedden- Coblenz; Freiherr von Thüngen- Würzburg.

Beiträge sind zu senden an das Bankhaus S. Bleichröder, Berlin W. 8, Behrenstraße 63, Post­Scheckkonto Nr. 493, sowie an die Geschäftsstelle zur Er­richtung eines Bismarck- Nationaldenkmals, Köln, Hansa­ring 11, 1. Etg., Postscheckkonto Nr. 12 910.

Kirchliche Nachrichten.

Batholische Gemeinde in Gießen. Donnerstag, den 14. August. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gele­genheit zur hl. Beicht.

Freitag, den 15. August. Fest Mariae Himmelfahrt. Vorm. Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht. Vorm. 7 Uhr: Die erste hl. Messe.

Vorm. 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. Vorm. 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.

Vorm. 11 Uhr: 51. Messe mit Predigt. Militärgottes­dienst.

Nachm. um 2 Uhr: Festandacht mit Segen. Abends um 8% Uhr: Versammlung der Gemeinde im Vereinshause.

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