!
käufe
shat si
hland, nach ne kassieren
trengster
rn, Beamten
sowie auch nrichtungen
gehörenden zahlung zu Wunsch ohne reise.
erlich
e von Zeich
en zu richten
Nr. 38.
sso verbundene
n
tung
berufsmässiger eben. Kautions
achleute, welche
sich persönlich
chäfts bemühen
ten an:
sicherung
00 Millionen Mark
er
tadt und
Sürdigung aller woll
forgfältig rediger
Gießener Beifung
( Neueste Nachrichten)
Bezugspreis 25 Pfg. monatlich ntertesjährlich 75 Pfg., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweig ausgabeftellen vierteljährlich 60 Pig.- Erscheint Redaktion: Selters. Mittwoche und Samstags. beg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der.. Gießener Zeitung". m. b. d.
Nr. 82
-
1. Blatt.
Zur Welfenfrage.
Der junge Cumberländer, Prinz Ernst August, hat fich reichlich Zeit gelassen, ehe er sich zu einer am Mitt och erfolgten Absage an die Welfen entschloß. Maffallender ist es, daß der Prinz erst jetzt die welfiJhen Auslegungen seines Briefes und des von ihm gehworenen Fahneneides zurückweist, die doch schon vom Jami dieses Jahres her datieren. Das bestätigt offen=
Erpedition: Seltersweg 83.
Samstag, den 11. Oftober 1913.
* Deutschland, Frankreich und Rußland haben beim Staatsdepartement der Vereinigten Staaten gegen die Zollvergünstigung von 5 v. 5. zugunsten amerikanischer Schiffe Einspruch erhoben. Desterreich.
am
|
Gießener Tageblatt)
Anzeigenpreis 15 pig.
die 44 mm breite Petitzeile für Auswärts 20 Pfg Die 90 mm breite Reklame 3eite 50 Bennig Extrabeilagen werden nach dem und Größze berechnet. Mabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungs. zieles( 30 Taae), bei gerichtlicher Beitrerbung oder ver Konkurs in Wegfall. Plazzvorschriften ohne Verbindlichteit. Druck der Gießener Verlagsdruckerei, Albin Klein
Telephon Nr. 362.
25. Jahrg.
* Bukarest, 10. Oft. Die Prinzen Wilhelm u. Viktor zu Wied sind in Sinaia eingetroffen und Ear die Tatsache, daß sich in der ganzen Angelegenheit Bahnhof von der Königin und der Prinzessin Sophie Abkommen, die von früheren chinesischen Regierunzu Wied empfangen worden.
in den letzten Tagen beim Reichskanzler und Eheim preußischen Staatsministerium ein merkbarer Umsch wung vollzogen hatte, der eben durch was Verhalten der Welfen und das lange Schweigen des Herzogs und des Prinzen von Cumberland veranlaßt
LDOT.
Aber mit der persönlichen Absage des Prinzen ist, wie die Dinge jetzt liegen, gar nichts geändert. Es muß nach wie vor von den Cumberlän= nern ein bindender Verzicht auf ihre Ansprüche auf Hannover gefordert werden, damit endlich flare un widerrufliche Verhältnisse entstehen. Wenn irgend etwas Die Notwendigkeit dieses Verzichtes dargetan hat, dann Daren es die anmaßenden Reden der Welsenführer, und bei ihnen mag sich der junge Prinz bedanken,
wenn
Frankreich.
Paris. In dem Kabinettsrat teilte der Han delsminister Massee mit, er werde demnächst den Versuch machen, einen Teil der südamerikanischen Post am Tage der Abfahrt der atlantischen Dampfer durch Flieger von Paris nach Panillo befördern zu lassen. Paris. Der Sozialist Grangier stellte im Gemeinderat den Antrag, einer Pariser Straße den Namen„ August Bebel" zu geben.
Spanien.
König Alfons von Spanien und Präsi
land unmittelbar nach der offiziellen Anerkennung der Republik China durch Deutschland und Großbritannien Danktelegramme gesandt, die die beiden Souveräne mit einer Glückwunsch depesche beantworteten. Juanschikai wird heute bei seiner feierlichen Amtseinführung eine Erklärung abgeben, in der er die Chinesen auf= fordern wird, um die Festigung der Freundschaft mit den fremden Nationen bemüht zu sein. Juanschikai wird es sich zur Aufgabe machen, alle Verträge und gen mit fremden Mächten geschlossen wurden, ebenso wie alle mit Ausländern ordnungsgemäß abgeschlosse= nen Kontrakte genau zu beobachten. Fernerhin wird der Präsident alle Rechte und Privilegien, welche Ausländer bisher in China genossen haben, bestätigen.
* Die feierliche Einsetzung Juanschikais zum Präsidenten der Republik China erfolgte gestern Freitag vormittag.
Lösung der Genossenschaftskrisis. Die Mitglieder der Ersten Kammer: Frhr. Heyl zu Herrnsheim, Fürst Isenburg- Birstein und Graf Kuno Stolberg- Roßla haben soeben beim Finanzausschuß der
rm trotz seiner neuen Erklärung doch nicht alles so dent Poincaree sind am Mittwoch nach Toledo ge- Ersten Kammer folgenden Antrag eingebracht:
latt und so rasch sich abwickelt, als er es wohl wünscht.
Wie aus zuverlässiger Quelle verlautet, ist dem ständigen Bundesratsausschuß am Mittwoch der Anrag des preußischen Staatsministeriums zur Erledigung Der braunschweigischen Thronfolgefrage zugegangen.
Politische Rundschau.
Deutschland.
Berlin. Aus Anlaß der Wahl des Präsi enter Juanschifai und der Anerkennung der Republik China sind zwischen dem Präsidenten und dem Raiser freundliche Telegramme gewechselt worden.
88)
reist und abends wieder nach Madrid zurückgekehrt.
* Der König von Spanien hat eine Verfüg ung unterzeichnet, welche die Einbringung einer Gesetzesvorlage über die Fortsetzung der Kriegsschiffs= bauten genehmigt.
Bulgarien.
* Zwischen König Ferdinand von Bulgarien und dem Sultan hat aus Anlaß der Unterzeichnung des Friedensvertrages ein herzlicher Depeschenwechsel stattgefunden.
China.
* Der chinesische Präsident Juanschifai hat dem Deutschen Kaiser und dem König von Eng
Färberei Gebr. Röver
Nach dem Sturm. Erzählung von Emil Frank.
( Nachdruck verboten.)
Das aber entging Jadwiga. In ihren Augen hatte Dr. Sojka vollkommen forreft gehandelt und war dafür von Baron Kappel brüst zurechtgewiesen worden. Is wollte sie flipp und klar beweisen, daß sie sich nicht durch solche Kleinigkeiten beirren lasse, als wollte sie gut machen, was der strlze Baron gefehlt, war sie ge= sen Dr. Sojka besonders liebenswürdig und zeichnete ht offensichtlich aus. Man blieb noch kurze Zeit in Kochanow, und so hatte Jadwiga hinlänglich Gelegenbett dazu. Als der Graf zur Heimkehr mahnte, sagte Jadwiga:„ Nicht wahr, Herr Doktor, Sie fahren dod mit uns." Natürlich nahm er an. Er fühlte sich doc ein wenig geschmeichelt durch die Gunst dieser hochsin nigen Dame, und während der ganzen Heimfahrt wa
bemüht, ihr seine Dankbarkeit zu erkennen zu ge ben. Graf Warminski blickte einigemal erstaunt au Ihm schien der fordiale Ton, den Jadwiga anschlug ebenso wenig zu gefallen, wie die bei aller Ehrerbie tung freundschaftliche Art des Doktors. Er nahm sic vor, Jadwiga noch heute auf seine Wünsche auferf sam zu machen. En verhielt er sich ziemlich schweig fan, und auch Slawa schien wenig Lust zum Reden 31
Gießen, Marktplatz 18
Frankfurt a. M.
aus, was ihr Eigentum war, und ihr Herz zog sich zusammen in ungekanntem Weh. So war es ihr auch heute auf der Heimfahri, von Kochanow ergangen. Da hatte Jadwiga der: Doktor doch zu offensichtlich ausgezeichnet, und Maria war eifersüchtig.
Sie hatten den Park erreicht. Dr. Sojka dankte| und sprang aus dem Wagen. Dabei streifte ein Blick voll Wärme und Innigkeit die Gouvernante, und dieser Blick versöhnte sie und machte sie froh. Leichtfüßig eilte sie Slawa nach, die als erste den Wagen verlassen hatte. Graf Warminski und Jadwiga folgten lang= samer.„ Ich habe Dir etwas zu sagen," meinte furz der Vater und Jadwiga erwiderte unbefangen:„ Sofort, Papa, ich will nur ablegen!" Nach einer Weite tam sie wieder und begab sich in des Vaters Arbeits: ¡ immer. Der Graf wanderte hastig auf und ab, und es schien, als sei er übler Laune. Endlich blieb er vor einer Tochter stehen und sagte:„ Jadwiga, die Ve:- hältnisse haben es un einmal mit sich gebracht, daß w mit Sojfas intimer stehen, als dies sonst zwischen Heri und Diener üblich ist. Ich habe auch nichts dagegen: daß ihr Slawa, und Du- ferner bei Sojkas verfehrt, denn er ist ein Ehrenmanu, fie Euere Erzieherin. Du siehst, ich bin nicht engherzig. Aber in einem Punkte muß ich engherzig sein, ich muß verhüten, daß Du durch weitere Intimitäten mit Dr. Sojka eine Torheit vegingest, die unverzeihlich wäre. Ich bitte Dich, 311
ienblatt mit glansen haben. Auch das Fräulein schwieg. Sie war in der vedenken, daß Tu die Erbin von Krzemien bist und un
teratur und unit
Sport- Beilage
furzen Zeit, die sie in Krzemien weilte, mit Sojkas vertraut geworden und war fast täglich mit dem jungen Ant aufammen gekommen. Sie hatten stets fröhlich
Wunsch gern gratit mit einander geplaudert, und der Doktor war ihr jet
rfraße&
wie ein lieber alter Freund. An Liebe dachte sie gewiß nicht, sie war überhaupt nicht gewöhnt, sich über jedes Gefühl Rechenschaft zu geben. Aber merkwürdig war es doch, daß ein eigenes Wehgefühl ihre Brust durchzog, als strecke Jadwiga die Hände nach etwas
möglich diesen Dr. Sojka, den Sohn meines Verwalters, heiraten fannst. Dagegen wäre es mir lieb, wenn Du Dich meinen Freunde Kappel gegenüber etwas entgegenkommender geben wolltest. Er ist ein Edelmann von der Sohle bis zum Scheitel, und Dein Vater hat nicht nur materielle ihm unendlich vieles zu danken Erfolge vielmehr." So, nun weißt Du meine Wünsche. Richte Dich danach." Jadwiga war bleich geworden.
-
Sie vergaß in
„ Hohe Erste Kammer wolle beschließen, Großh. Regierung zu ersuchen um Vorlage eines Gesetzentwurses, der zum Gegenstand hat:
A) Die Errichtung einer Zentralgenossenschafts= kasse nach dem Vorbild der preußischen Zentral- Genossenschaftskasse, die unter Aussicht und Leitung der Großt. Regierung steht und folgende Aufgaben hat:
1. Eine Kreditquelle und Ausgleichsstelle für die Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften im Großherzogtum Hessen zu sein; in dieser Eigenschaft den genossenschaftlichen Personal- Kredit fördert, sich aber von Immobiliar- Kreditgeschäften vollkommen freihält.
2. Den Gläubigergenossenschaften der Landwirtschaftlichen Genossenschaftsbank ein Darlehen zu ge=
und Färberei Hugo Luckner( Inh. Gebr.
Röver)
Leipzig
chemische Waschanstalten
Chemisches Reinigen und Färben von Damen-, Herren- und Kindergarderobe, Vorhängen, Decken, Teppichen, Portièren Fellen, Spitzen, Federn, Reihern, Kindermützen Handschuhen etc. Zirka 1000 Angestellte.
diesem Augenblick, daß sie dem Vater gegenüberstand. Ihr Stolz war an der empfindlichsten Stelle verletzt, ihre Freiheit sollte angetastet werden, und das konnte sie nicht schweigend duiden.
Mit bebender Stimme entgegnete sie:„ Bon einer Liebelei sie betonte dieses Wort sehr stark, obwohl es ihr Vater nicht gebraucht hatte- kann keine Rede sein. Aber wenn schon einmal geliebt sein soll, dann ist mir allerdings der Sohn Deines Verwalters tmmer noch lieber als Baron Kappel. Ich werde nicht gegen Deinen Willen heiraten, lasse mich aber auch nicht ohne Liebe zur Heirat zwingen."
Der Graf wollte beschwichtigen. Im Grunde hatte er Respekt vor dieser stolzen Art seiner Tochter. Das brauchte er ihr allerdings nicht zu verraten. Er sprach: Ich habe Dich nur warnen wollen, sonst nichts. Was h von Baron Kappel sagte, waren nur die Wünsche eines Herzens, weil ich feinen Mann kenne, in des= en Hutt ich Dich und das Vätererbe lieber gäbe, als an seine. Maa soll nie„ niemals" sagen. Lerne Du sen Mann erst kennen, wie ich ihn in jahrelanger, ge= meinsamer Arbeit rprobt habe, dann wirst Du ihn auch anders beurteilen."
Jadwiga ging. Die Worte ihres Vaters hatten sie nicht zu überzeugen vernicht. Sie fühlte nur das eine: man will mich beeinflussen, ja zwingen zu einem Schritte, bei dem nur etgene, freie Willensentschließung maßgebend ist. Trotz des Beschwichtigungsversuchs thres Vaters war eine tiefe Bitterkeit in ihrer Seele zurückgeblieben. Widerstreitende Gedanken bewegten thr Inneres. Sie gedachte der Vergangenheit, der Mutter, die ihr jetzt so sehr fehlte. Wie sehnlich wünschte ste, der Teuren alles fagen zu können, was sie drückte. Aber sie war von ihr gegangen und hatte sie allein gelassen.
( Fortsetzung folgt.)


