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sem winter wenig vorhanden. Die Kaben dagegen sind so zahlreich, daß oft tausende in einem Schwarm ver­find.

mit zwei Streuzern des dritten Geschwaders sich zur Fahrt nach Biserta gerüstet. Raum hatte er den Hajen Koulon verlassen, als das Dampfreservoir der Haupteint maschine explodierte. Die Feuerwache wurde durch den Dampf furchtbar verbrüht. Acht Tote, darunter 3 Jn­genieure, lagen auf dem Boden des Maschinenraums. Der Rommandant des Schiffes befahl, sofort zuiüdzu- lehrevi

Vom Balkan.

s Darmstadt. Dem Wirklichen Geheimen Rat Krug von Nidda, der am 1. Januar in den Ruhestand getreten ist, wurde der löniglich preußische Kronenorden erster Klasse und der kaiserlich russische mt. Annenorden erster Alajse verliehen.

s Darmstadt. Am 15. Dezember fand hier unter dem Vorsitz des Frhrn. Heyl zu Herrns

Verwandten zu Bejuch weil nde Tochter des Hair delsministers Beöthy v. Bessenyō begab sich gestern nach dem Abendessen bei ihrer Großmutter ins Neben- zimmer, um, wie sie sagte, dem Vater einen Brief zu schreiben Als sie den auf dem Schreibtisch liegenden Revolver entfernen wollte, entlud jich unglücklicher­weise die Waffe und die Kugel tötete das Mäd­chen.

für die Faltanhal

Europa fommi in bers hervorragende Ausführlichkeit und Sand eines außer Rrieg mit all fei illuftrationsmateri withjamiten Weife

Schilderung find

::: Wien, 7. Jan. Gestern abend stürzten die Pferde eines Fialers in der Wollzeile. Der Kutscher

figkeit und höchfte

Konstantinopel, 7. Jan. Hier wohnende eins für das Großherzogtum Hessen statt. genblid fam ein Automobil angefahren, das dadurch dern auch zur inte heim die Generalversammlung des Fischereiver stieg ab, um den Pferden aufzuhelfen. In diesem Au nicht nur zu einer

Tumänische Reserve- Offiziere erhielten Ordre, ihren Regimentern einzurüden.

Die Versammlung war gut besucht, insbesondere waren die Berufsfischer des Mains und Rheins start vertre Oberferstrat Dr. Grünewald anwesend. Aus dem

Sofia, 7. Jan. Auf Verlangen des Festungsten. Als Bertreter der Regierung war Herr Geheimer

fommandanten von Adriano pel traten gestern bul­

garische und türkische Delegierte zu Berhandlun

gen zusammen, die der Rapitulation der Stadt Adrianopel gelten sollen.

Amerika.

Washington, 6. Jay. 3war erklärte Prä­fident Taft, er sei gewillt, die Frage der Pa na ma­lanal3olle einem Schiedsspruch zu unter- werfen, doch wurde heute bekannt, daß er nicht dafür ist, die Frage dem Schiedsgerichtshof im Haag zu über weisen. Wie es heißt, zieht er die Ernennung einer Sonderkommiffion vor, die aus Amerikanern und Eng­lärbern in gleicher 3ahl bestehen würde, Taft soll auch privatim geäußert haben, daß im Haag ganz Europa gegen die Vereinigten Staaten sein würde Der Um

stand, daß ganz Europa an der Zollfrage interessiert

jei, werde auf den Schiedsgerichtshof einen gewaltigen

moralischen Drud ausüben.

Aus Stadt und Land.

Der Großherzog hat dem Großherzogl. Rammerherrn und Kreisrat Freiherrn Schend zu Sdweinsberg in Alzen das Hofdienstehrenzeichen für 25 Dienstjahre verliehen.

n Gießen. Geh. Justizrat Prof. Dr. Arthur Benno Schmidt hat einen Ruf nach Tübingen an­

Jahresbericht des Schriftführers Herrn Forstmeister Gil mer geht hervor, daß im Jahre 1911-12 in die Flüsse Rhein, Main, Nedar, Lahn und Münsling ausgesetzt wurden: 14 800 Karpfen, 4200 3ander, 200 Laiblinge und 20 000 Male. Für das Jahr 1913 werden zum Aussehen von Fischen vorgesehen: 1500 Mt. für Kar­pfen, 1500 M. für Schleien, 200 Mt. für Forellen, 100 M für Male und 100 Mt. für Laiblinge. Der Bunt: der Tagesordnung, betr. das Abschlagen der Mühlgräben, wurde von dem reg. Grafen von Erbach­Fürstenau fräftig dahingehend unterstützt, die Kreis­amzer möchten alljährlich in den Kreisblättern die Müh­lenbesitzer auf die diesbezüglichen gesetzlichen Bestimm­ungen aufmerksam machen. Ausnahmsweise wurde ein Betrag zum Aussetzen von Forellen in die durch die Gimbsheimer Fischer hatten eine Beschwerde eingereicht, dak die Freiangler fleine lebende Fische als Rockmittel Innern zu bitten, den Begriff einfacher Handangel das oder die Fliege, sei es natürlich oder fünstlich, verwen det werden darf. Es wurde allgemein anerkannt, daß die diesjährige Generalversammlung einen äußerst lehr­reichen und anregenden Verlauf nahm.

Sik: von 1911 geschädigten Bäche bewilligt. Die

benutzten Es wurde beschlossen, das Ministerium des

hin näher zu bestimmen, daß als Köder nur der Wurm

):( Wiesbaden, 6. Jan. General- Intendant

Graf v. Hülsen Haeseler ist zum mehrtägigen

Geheimrat Prof. v. Behring aus Marburg.

genommen. Prof. Dr. Schmidt, der als Vertreter der Aufenthalt in Wiesbaden eingetroffen, ebenso wirklicher Landesuniversität in der Ersten Kammer eine weit über seine Lehrtätigkeit hinausgehende Wirkung für die Uni­versitát und das Land entfaltete, namentlich auch als Berichterstatter über juristische Fragen, wurde am 20. Mai 1861 in Leipzig geboren.

n Gießen. Zum Nachfolger des Geh. Hofrats Pref. Netto ist Prof. Dr. Georg Faber von der Universität Königsberg in Aussicht genommen. Prof. Faber ist 1877 zu Raiserslautern geboren.

n Gießen. Jetzt wird bei den 116ern auch die Maschinengewehr- Abteilung eingerichtet. Der Schuppen ist bereits gebaut.

):( Limburg, 6. Jan. Heute vormittag ver­schied Bischof Dr. Dominicus Willi dahier nach lan­

gem, schwerem Leiden.

):( Limburg a. d. L. Landrat Büchting da hier hat die Kandidatur der nationalliberalen Partei für den Landtagswahlbezirk Oberwesterwald angenommen. den Landtagswahlbezirk Oberwesterwald angenommen.

):( Sanau, 8. Jan. Die Typhus- Epidemie im Eisenbahnregiment Nr. 3 hat wieder ein neues Opfer gefordert. Der Pionier Schelhaas aus Burg­solms im Kreise Wetzlar ist gestern gestorben. Im ganzen sind noch 177 Mann frant.

Aus aller Welt.

::: Berlin, 6. Jan. Bei der Durchsicht des Nachlasses einer verstorbenen Almosen empfän= gerin wurden für 12000 Mart prozentige Konjols mit Talons gefunden. Die Frau lebte von Almosen und bewohnte eine alte Küche. Das Geld wurde von der städtischen Armenverwaltung mit Be­

-5. Gießen, 5. Jan. Der Wächter Nr. 7 des Cießener Wach und Schließ- Instituts bemerkte in der Nacht auf Sonntag von der Liebigstraße aus Feuer­schein in einem Hause in der Wilhelmstraße. Er eilte hinz und weckte die Bewohner des Hauses, mit deren Hilfe das Feuer noch rechtzeitig gelöscht wurde ohne weiteren Schaden anzurichten. Wieder ein Beweis, daß eine Bewachung nicht unnötig ist. Daß dasselbe Institut nicht nur bei Privatpersonen, Banken und städt. Behörden, sondern auch beim Staate, das größte Verschlag belegt. trauen genießt, beweist, daß ihm nun auch die Bewach ung vom Großh. Amtsgericht übertragen wurde.

o Büdesheim. Hier wurde am 1. Januar da: Gruppenwasserwerf für die Gemeinden des unteren Niddatales dem Betrieb übergeben.

! Von der Bergstraße. Eine auffallende Erscheinung in diesem Winter ist das fast vollständige Fehlen der fleinen Wintervögel. Meife, Fin! und Rottehlchen, deren wir in den letzten Jahren noch eine aam heträchtliche Anzahl hatten, sind in die­

FL

Das Glückskind.

Roman von Irene von Hellmuth. ( Nachdruck verboten.)

- er

O, der," lachte Lebrecht auf, der ist, glaube ich, auf dem besten Wege, aus einem Weiberfeind ein Wei­berfreund zu werden. Denkt Euch nur, Jungfer, über eine Stunde fizzt der heute mit Eurem Fräulein auf der Bank im Walde. Ich denke, mich trifft der Schlag, wie Ich vom Fenster aus sebe, daß mein Herr dem Fräulein neben sich Play macht und sich mit ihr unterhält. Fünf Babre bat er keine Frauensperson angeschaut; wenn sie auch noch so freundlich und schön mit ihm taten ging ihnen aus dem Wege, so viel er konnte, und hatte auch mich so weit gebracht, daß ich keiner über den Weg traute, na, so was dacht ich nimmer zu erleben! Wie er dann nach Hause kommt, ist er feelenvergnügt, und was nie mehr geschab, sett nun ja, sett dem Tage, da seine Braut, die er vergöttert hat, sich von einem andern fülffen ließ; ich börte ihn ein Liedchen vor sich hinsummen. Wie ich vorhin meinen Augen nicht traute, so glaubte ich jetzt an eine Täuschung meiner Ohren, aber es war doch so, er sang leise und mit lächeln­dem Gesicht.

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Ich tue natürlich, als hätte ich weder etwas gefeben, noch gehört; plöglich wendet er sich an mich: Lebrecht," fagte er zu mir, was wir doch für einfältige Toren sind, daß wir wegen einer Einzigen, die sich an mir ver­fündigte, alle Weiber für schlecht und falsch balten; ich fage Dir, es gibt auch noch bessere in der Welt und wir haben kein Recht, alle zu verurteilen."

" Ja," sage ich darauf, dasselbe hat mir neulich schon das Fräulein da oben gesagt, aber ich wollts nicht glauben."

Welches Fräulein?" fährt er auf und wird ganz rot im Gesicht.

Und haarklein muß ich ihm unsern ganzen Streit

nur

::: Saarbrüden, 6. Jan. Heute sind die Be­legschaften im Saarrevier in normaler Weise einge= fahren Da aber infolge des Dreikönigstages in zahl= reichen Hütten feine Einfahrt stattfindet, fällt die end­gültige Entscheidung der Streikbewegung erst morgen.

::: Torgau. In der Reitbahn seiner Schwa dron wurde der Rittmeister des Thüringischen Husaren­Regiments Nr. 12 Kurt von Rabenau durch einen Sturz vom Pferde g! tötet.

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::: Großwardein, 6. Jan. Die hier bei ihren von damals erzählen, und nicht einmal, nein, drei-, viermal, und er lächelt immer so eigen. Na ja, ich mache mir da so meine Gedanken, aber wenn der Himmel ein Wunder zuließe und unser lieber Herr wieder froh würde, auf den Knten wollt ich dafür dan­fen!"

Ratht hatte mit begreiflichem Staunen der Erzäh­lung Leberechts zugehört. Also deshalb war die Prin­zeß heute morgen so lange ausgeblieben, nun, sie war froh, daß sie auf diese Weise dahinterkam.

Die Magd eilte davon und kam gleich darauf mit einer großen Tasse dicken Rahms zurück. Sie händigte sie dem Diener ein, der unter lebhaften Dankesworten eben davon gehen wollte, als er plöglich stehen blieb und verwundert den Weg entlang schaute.

Es ist richtig, er ist es! Sebt doch, Jungfer, da tommt er, laßt mich einen Augenblick ins Haus treten, ich will nicht, daß er mich sieht."

Wer denn?" fragte Kathi, neugierig der Richtung feiner Blicke folgend.

Unser Herr," flüsterte Lebrecht, schaut nur, wie er alle Fenster anguckt, als ob er etwas suche. Das ist doch merkwürdig, höchst merkwürdig."

Auf dem Wege, der dicht am Forsthause vorbel­führte, wandelte wirklich Dr. Gerhard Malljar lang­sam und bedächtig dahin. Sein Blid streifte die Reihe der blizenden Fenster und suchte wie enttäuscht den Boden, um gleich darauf aufleuchtend an der lichten Ge­stalt dort am Gartenzaun bängen zu bleiben.

Es war Röschen, die freundlich herüber grüßte. Malljar fam rasch auf das Mädchen zu und nach furzer Zeit faß er, vom Förster herzlich eingeladen, mitten unter der fröhlichen Gesellschaft, er der sonst die Menschen förmlich floh, und nur, um feinem Men­schen begegnen zu müssen, das Seeschlößchen als zu­fünftigen Aufenthaltsort gewählt hatte.

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warten mußte. Da sprang ein Kavallerieoberleutnant heraus, der den Kutscher aufforderte, sich zu beeilen. E kam zu einem Wortwechsel, in dessen Verlauf der Offizier dem Kutscher drei scharfe Säbelhiebe über den Kopf versetzte, ſodaß er blutüberströmt zu­sammenbrach. Die Polizei verhaftete den Offi 3ier.

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Amsterdam, 6. Jan. In etwa 20 Drul­fereien brach ein Ausstand der Seher aus, die den neuen Lohntarif fordern. Die 3eitun gen Standard und Amsterdamm" fonnten nicht erscheinen. Der Ausstand dehnt sich wahrschein lich in einigen Tagen auch auf andere Druckereien aus.

Nervöse und Geschwächte

finden Leciferrin( Ovolecithineisen) ein anerkannt vorzügliches Kräfs tigungs- und Belebungsmittel. Es führt dem Organismus die nötigen Elemente zu, wodurch eine normale Blutbildung, eine günstige Ernährung des ganzen Köpers und eine Kräftigung der Nerven erfolgt. Leciferrin wird deshalb mit Vorliebe ver ordnet und empfiehlt sich von selbst.

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Aus dem Tagebuche einer jungen Frau.

.. Diese Dienstboten, ach, diese schrecklichen Dienstbo= ten! Wenn sie doch nur einigermaßen das tun woll­ten, was man ihnen sagt! Wenn sie doch nicht im­mer ihre eigene Meinung durchsetzen wollten! Mir schmed: Kathreiners Malzkaffee am besten, wenn man von dem gemahlenen Malzkaffee die eine Hälfte mit fochendem Wasser ansetzt, sie mehrere Minuten kochen läßt und dann mit dem kochenden Malzkaffee langscm die andere Hälfte gemahlenen Kathreiners Malzkaffee überbrüht. So soll Anna ihn tochen. Sie behauptet aber, bei ihrer früheren Herrschaft hätte sie Kathreiners Malzloffee nur immer einfach wie Bohnenkaffee über= brüht. und ihr schmeckte er viel besser so. Wer ist nun die Herrin, sie oder ich?!"

Neue Bücher.

? A. Hemberger: Ilustrierte Geschichte des Balkanfrteges 1912." Mit vielen Jllu­ftrationen, Borträts, zahlreichen Karten und Plänen. In etwa 40 Heften zu 50 Pfennig( A. Hartleben's Verlag in Wien und Leipzig.) Bisher ausgegeben 3 Hefte. Die hohe Bedeutung des letzten Ballantrieges nicht nur

Und wie wußte der stille Träumer zu erzählen von den Reisen, die er gemacht, von fremden Ländern und Völkern, deren Sitten und Gebräuche er kennen gelernt. Er hatte auch manches Wertvolle von dort mitgebracht, bas in einem Zimmer des Schlößchens aufbewahrt wurde.

Da fam er auf das Schlößchen selbst zu sprechen und auf den unglücklichen Gatten der schönen Adeline, Derselbe war ein wortfarger, verschlossener Mensch ge blieben bis an sein Lebensende und hatte lettweilig bestimmt, daß der Schauplatz seines Unglücks hundert Jahre unverändert in demselben Zustande bletbe, wie er ihn verlassen habe und daß während dieser Zeit nie mand das Schlößchen betreter dürfe. Der letzte Wille des unglücklichen Mannes sei auch respektiert worden, und erst ihm, Dr. Malljar, sei es nun beschieden ge­wesen, das fleine, reizende Schlößchen wieder zu be treten, es vor dem gänzlichen Verfall zu bewahren und wieder wohnlich einzurichten.

Der Förster machte im Laufe des Nachmittags die Bemerkung, daß die Blicke des Erzählers immer ver­stohlen zu dem Gesicht Röschens hinüberglitten.

Das Mädchen lauschte mit gespannter Aufmerksam keit den Schilderungen des auf allen Gebieten bewan­derten Mannes. So verging der Nachmittag nur allzu rasch und ob Lebrecht auch vom Turm des Schlößchens aus immer nach seinem Herrn spähte- ob die Haus hälterin auch um ihre längst fertigen Rahmstrudeln jammerte, daß dieselben so schön geraten, nun verder. ben mußten der Hausherr fam et mit dem an­brechenden Abend zurück, flopfte der höchst erstaunten, rundlichen Frau auf die Schulter und tröstete sie wegen der vergeblichen Mühe, die sie sich seinetwegen gemacht,

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( Fortjekuna folgt.):

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