and gründlich
einen verbindlichsten robutte, id tann s Dr. B. in 3.
eines Patetchen von
wie wohlschmedend
diefer Zeit nur no
für möglich gehalten, auch auf die Dauer
t und billig!
usfrau aus Leipzig.
dierten Korntaffees. billiger Erfah des Dr. S. in 8.
ich bin entschlossen, R., Oberarzt in W.
rauch sehr sparsam, nn empfehlen, reich F. H. in KL. X.
ins Haus gebracht
Gießener Zeitung
( Neueste Nachrichten)
Bezugspreis 25 Pfg. monatlich vierteljährlich 75 Bfg., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweig. ausgabestellen vierteljährlich 60 Pfg.- Erscheint Mittwoche und Samstags. Redaktion: Selters. weg 83. Für Aufbewahrung oder Rüdiendung nicht verlangter Manuskripte wird nid: garantiert. Verlag der Gießener Zeitung" G. m. b..
-
Nr. 63.
"
-
Telephon: Nr. 362.
Vom Balkan.
In Wien hört man, daß derzeit seltsamerweise zum erstenmale Deitschland und Desterreich auseinander seien. Während Desterreich und Italien energisch dafür eintreten, daß Kawalla an Bulgarien fällt, und selbst Rußland scheinbar den österreichischen Standpunkt einnimmt, sind Deutschland, Frankreich und England auf griechischer Seite.
Bukarest, 5. Aug. Heute herrscht hier allgemein die Auffassung, daß der Friedensschluß sehr nahe beglich und täuschend vorsteht. Man glaubt, Bulgarien werde morgen auf entmeister P. in 3. Kawalla verzichten. Es wird das Gebiet um Kawalla bekommen. Bulgarien hat auch auf Uestüb, Kotschana gut und medt, und Radowista zu Gunsten Serbiens verzichtet, will aber Strumiza behalten. Man hofft, daß morgen oder Saumeister H. in B. übermorgen der Frieden geschlossen wird.
Bukarest, 4. Aug. Die Konferenz verlängerte Kornkaffee tennen, den Waffenstillstand auf Vorschlag des Vorsitzenden Majorescu um drei Tage.
.usw.
potheker K. in Sch.
ets fteigende
eweift!
zieden sein!
tes tut man je
J.
Caffen.
abrifen von
ma.
00000
Bulgarien schlägt vor, Adrianopel als autonome Stadt zu neutralisieren. Dafür soll die Türkei Kirkilisse erhalten. Die Türkei werde das Anerbieten erst nach dem Kollektivschritt der Mächte, der wegen mangelnder Instruktion des englischen Botschaf ters nody immer nicht erfolgen konnte, beantworten.
Der türkische Minister des Innern Talaad Bei hat bestimmt erklärt: Ein letztes Mal wiederhole ich es und
ist dies eine Erklärung, die ich im Namen aller Minister abgebe, nur um den Preis von Blut ist Adrianopel zu nehmen, das unsere Armee beteit ist, für seine Verteidigung zu vergießen.
Paris, 4. August. Aus Bukarest wird telegraphiert, daß der Friede voraussichtlich am Donnerstag zustande kommen werde.
Politische Rundschau.
Deutschland.
zur
Wie die„ Tägliche Rundschau", allerdings noch umbestätigt, zu melden weiß, ist die Bildung eines fliegenden Geschwaders, das jederzeit Verfügung steht, um gefährdete deutsche Interessen im Ausland zu schützen, jetzt endlich in Aussicht genommen
worden.
Nach dem Sturm. Erzählung von Emil Frank. 16) ( Nachdruck verboten.) In diesem Augenblic brach ein Tier, ein fapitaler Bock durch das Unterholz. Die Pferde erschraken und wollten zur Seite springen. Aber der alte Kutscher Eannte solche Künste. Ihm machten die Rappen nichts Dor. Mit seinen Fäusten machte er noch ganz andere Stere fromm. Jeßt griffen sie noch mehr aus. Aus Busch und Bäumen sah man Schloß Tulnow ragen, und Graf Warminsti setzte sich bequem zurecht. Noch vor der Rampe sprang er ab und eilte ins Haus. Was war das hier stil! Schier unbegreiflich! Da tam ihm auch schon ein Diener entgegen. Der lächelte verlegen and sagte unter fortwährenden Verbeugungen:„ Die nadigen Herrschaften sind aufs Eis nach dem Blark gefahren, der Herr Graf möchten nachkommen."
So, so," meinte Graf Warminski,„ na, dann los!" prachs und wandte sich zum Gehen. Er dachte: das ist er wieder eine Idee von Else Testerska, die liebt olhe Improvisationen.
Warminskis Kutscher stand noch vor dem portal and war in eregtem Disput mit einem Diener, der ihm Elar machen wollte, daß er noch nicht ausspannen dürfte. Der Kutscher hielt das für einen schlechten Witz, den sich das leichtsinnige Dienervolk mit ihm machen wollte. Da fam der Graf an und nun sah er ein, daß jener nicht gelogen hatte. Nach dem Blart," sagte Graf Warmisti furz, die Exkursion war nicht nach seinem Gechmack. Wieder fauste der Schlitten dahin, aber von störenden Gedanken blieb Warminski verschont.
Da lag der Blark, ein kleiner buchtenartiger Sce. Seut e machte er seinem Namen alle Ehre, denn die glatte Sisfläche den Schnee hatten Leute vom Schloß fortgetefort blitzte und gleißte; fleine Funken und Peren Gitpften auf dem Eispiegel. Eine fufige Cofeffchaft
Erpedition: Seltersweg 83.
Mittwoch, den 6. August 1913.
Deutschland sei auf der Hut!
Obwohl die gegen die Fremdenlegion organisierte Bewegung erst vor wenigen Monaten eingesetzt hat und von den Franzosen mit einem mitleidigen Achselzucken scheinbar ignoriert wurde, so scheint der rastlose Kampf, mit welchem der internationale Völkerrechtsbund zur Befämpfung der Fremdenlegion, der Legion etrangere, auf den Leib rückt, den Herren Franzosen schon einiges Unbehagen zu bereiten. Der französische Kriegsminister gedenkt nun intensivere Werbetätigkeit in Deutschland zu entfalten. Die Werbebureaus sollen nun new organisiert werden, denen noch bedeutendere Geldmittel als bisher zur Verfügung gestellt werden sollen. Sehr interessant ist der Hinweis der Werbebehörden, daß es sich in Zu funft empfehlen würde, nicht mehr Franzosen, welche zu leicht auffallen, sondern Deutsche, mit guten Umgangsformen, als Werber einzustellen. Die Werbetätigfeit soll fernerhin von drei Hauptzentren, in Verdun, Paris und Lyon aus geleitet und zentralisiert werden. Dadurch hofft das französische Kriegsministerium sein Unwesen in unserem Vaterlande treiben zu können, und die segensreiche Arbeit unseres Internationalen Völker= rechtsbundes wirkungslos zu machen.
u'm
Der Internationale Völkerrechtsbund zur Bekämpfung der Fremdenlegion, unter dem Präsidenten des Herrn Landtagsabgeordneten Dr. Georg 3öphel, hat nun die energischesten Maßnahmen getroffen, um unser deutsches Vaterland vor dieser neuen Gefahr zu schützen, und von tausenden von Familien Elend und Jammer abzuwenden. Er wendet sich an das gesamte deutsche feinen Beijſtand! Das neue, uns breherpe Unglud und die unerhörte Schmach kann, wenn wir es wollen, leicht vermieden werden. Wir brauchen uns bloß zusammen zu schließen und zu zeigen, daß der deutsche Patriotis mus nicht nur in unserem Munde, sondern auch in unserem Herzen liegt.
Die Organisation der Werbebureaus, sowie die bedeutende Vermehrung der Werber hat sich übrigens bereits unangenehm bemerkbar gemacht, denn es steht außer Zweifel, daß die jüngsten Meldungen von zahlreichem Auftauchen französischer Werber in Deutschland als Wirkung dieser Neuorganisation anzulehen ist.
Der Internationale Völkerrechtsbund zur Bekämpfung der Fremdenlegion entwickelt eine fieberhafte Tätigkeit, um den Herren Franzosen ihr Spiel zu verderben. Er sezt Prämien für diejenigen aus, denen es gelingt, einen Werber zu überführen. Nach den Ferien wird er Protestversammlungen im ganzen deutschen Reiche ver anstalten, in welchen ehemalige Fremdenlegionäre über die Greuel der Fremdenlegion aufklären, und Abenteuerlustige vom Eintritt in diese Hölle warnen werden. An
belebte die Stätte des Friedens. Am User hatte man ein Zelt aufgeschlagen, und vom Zelt aus fuhren Damen und Herren auf blizenden Stahlschuhen über die prachtvolle Bahn. Warminstt stieg rasch aus und eilte zum Zelt. Schwellende Teppiche lagen auf dem Boden und hingen an den Wänden, und in einer Ecke flackerte in einem improvisierten Kamin ein lustiges Holzfeuer. An der Längsward des Zeltes befand sich ein Büffett mit Gläsern und Gläschen, Flaschen und Fläschchen. Neben dem Kamin stand Else Lesierska. Wie er sie erblickte, war es ihm, als riesele ein Strom von LebensLust durch seine Seele. Vergessen war alles, was thn druckie, das anfängliche Unbehagen über die seiner Metnung nach extravagante Eistour war verflogen. Er fühlte sich heimisch und behaglich, etwas von der Stimmung früherer Jahre fam über ihn, vielleicht war das auch eines der vielen psychologischen Rätsel, die noch gelöst werden sollen. Warmi uud herzlich begrüßte er sie, er sah ihr lächelnd in die dunklen Augen und sprach von Verspätung, schlechtem Fahren.
Auf seine Begrüßung erwiderte fie:„ Na, Graf, ich dachte schon, Ste hätten Hausarrest! Schön, daß Sie tommen," sie trat noch näher an ihn heran,„ es ist hier nämlich furchtbar langweilig," flüsterte sie und sah den Grafen mit eigenem Blick an.
Dem Grafen war es falt.
Die lange Fahrt in der Kälte wirkte jetzt nach. Darum trat er ans Büfett und trank ein Gläschen Kognak. Else Tesierska stand noch immer an seiner Seite.„ Hu, wie fühl," sprach sie mit fomischem Entsetzen;„ Sie fommen wohl vom Nordpol? Nun, Scherz beseite. Wollen Sie mit mir fahren?" Der Graf sah sie erstaunt an. „ Ich fahren," meinte er topfschüttelnd,„ erstens habe ich feine Schlittschuhe, und zweitens bin ich schon seit Jahr und Tag nicht mehr gefahren."
Das lick Elie aber nicht gelten.
# 2.9. on, mein lieber Ritter, erstens haben wir
( Gießener Tageblatt)
Anzeigenpreis 15 pfg.
die 44 mm breite Petitzeile für Auswärts 20 Pfg. Die 90 mm breite Reflame 3eile 50 Pfennig Ertrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegial. Playzvorschriften ohne Verbindlichteit. Druck der Gießener Verlagsdruckerei, Albin Klein.
Telephon Nr. 862.
25. Jabra.
uns aber tritt nun die sehr ernste Pflicht heran, dem Bunde die Durchführung seiner schweren Aufgabe zu ermöglichen, und diesen durch einen Massenbeitritt derart zu stärken, daß seine patriotischen Bemühungen auch von Erfolg gekrönt werden. Da der Mindestbeitrag pro Jahr nur 1 Mark, mit Bundeszeitung 3 Mart, beträgt, also fein großes Opfer mit sich bringt, so ist zu hoffen, daß keiner sich ausschließen wird. Natürlich sind höhere Beiträge sehr willkommen, umsomehr, da den Franzosen bedeutende Mittel zur Verseuchung unseres Landes durch ihre Werber zur Verfügung stehen.
Anmeldungen nimmt entgegen: Das Generalsekre= tariat des Internationalen Völkerrechtsbundes, Leipzig, Johannisplatz 8.
Köln. In der Versammlung ehemaliger Fremdenlegionäre dahier wurde festgestellt, daß die Legionäre in den ersten 2 Jahren einen Lohn von 4 Pfg. den Tag erhalten. Die Zahl der Selbstmorde ist enorm gestiegen. Ein immerhin beachtenswerter Vorschlag wurde aus der Mitte der Versammlung gemacht: man möge für den abenteuerlustigen Teil der deutschen Jugend doch ein Freikorps in unseren Kolonien errichten.
Kell. Ein glücklich der Fremdenlegion entronnener Hausbursche hat hier im Krankenhaus Aufnahme gefunden. Er erzählte, beim Münster in Straßburg habe ihn ein Fremder, der sich als Hotelier ausgab, gefragt, ob er eine Stelle suche; der Fremde habe ihn auf seine bejahende Antwort mitgenommen und ihm zu effen und zu trinken gegeben. Sodann sei der Fremde mit ihm nach Nancy gefahren und habe ihn dort betrunken gemacht; in der Betrunkenheit habe er dann den Vertrag unterschrieben, wonach er sich für die Fremdenlegion anwerben lassen wolle. Später sei er auf das Rekrutierungsbureau gebracht und zusammen mit zehn Deutschen scharf untersucht worden. Man legte ihm nochmals einen Schein zur Unterschrift vor, den zu unterzeichnen er sich weigerte, worauf man ihm sagte, er hätte ja schon unterschrieben. Mit zwei Schweizern wurde er dann in einem Raume in der Kaserne untergebracht. In der Nacht sei er mit deren Hilfe entwichen. Der Mann stammt aus Lahr.
Aus Stadt und Land.
Keine Unfallrente bei Trunkenheit, so lautet eine beachtenswerte Entscheidung des Reichsversicherungsamtes, die von allgemeinem Interesse ist. Ein Arbeiter hatte unerlaubt seine Arbeitsstätte ver
hier eine ganze Kollektion Schlittschuhe liegen, und zweitens habe ich es noch ganz deutlich in der Erinnerung, daß Sie ganz brillant fahren. Also kommen Sie!"
Warminski ließ sich ein paar Schlittschuhe anschnal= Ien, nachdem er auch Else die blizenden Stahlstreifen befestigt hatte. Erst machte er einen kleinen Versuch. Der fiel nicht gerade glänzend aus, aber bald hatte er seine frühere Sicherheit erlangt und nun fuhren sie Arm in Arm über die spiegelglatte Eisfläche, die im Glanz der Nachmittagssonne feenhaft leuchtete und blitzte. Sie fuhren wortlos und hielten sich nur immer fest umschlungen. Weit vor ihnen schwärmte die übrige Gesellschaft. Man konnte ihr Lachen und Scherzen hö= ren; das war wie Vogelgezwitscher und das Rauschen plätschernden Wassers. Die beiden fuhren langsamer. Dann blieben sie plötzlich stehen, jahen sich in die Augen und lachten.
,, Sehen Sie," meinte Else,„ daß Sie noch fahren können! Wissen Sie was? Wir wollen die Sache ganz romantisch machen! Sehen Sie dort die tiese Bucht? Schön! Torthin wollen wir fahren, und wer zuerst eintrifft, erhält einen Preis! Abgemacht! Allons!" Warminsti war einverstanden.
Um die Romantik zu erhöhen, fuhr der Graf noch einmal zum Zelt zurück, steckie etwas ein und fam ungesäumt wieder. Else war unterdessen hin und herge= fahren.
" Nun gehts los, eins, zwei, dret!" rief sie aus Sie nahmen Anlauf, und dann sausten sie ab. Else hatte sich einen kleinen Vorsprung erobert und schien nicht gewillt zu sein, ihren Vorteil aufzugeben. Sie fuhr brillant, das mußle Graf Warminski gestehen. Aber er hatte auch nicht Lust, zurückzustehen, nur um des Vergnügens willen, ihre elegante Gestalt zu bewun= dern.
( Fortsetzung folgt.)


