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Der Notschrei eines gehetzten Hirsches", wie die Bergarbeiter- Zeitung ihre Veröffentlichung bezeichnet, ist also in Wirklichkeit nichts anderes als eine Wiederhol­ung grober unwahrheiten, die schon vor Jahren ge­richtlich festgestellt worden sind. Es zeigt sich hier wie der einmal, wie leicht es ist, Artikel mit industriefeind licher Tendenz in manchen Blättern unterzubringen. Eine gewissenhafte Prüfung der häufig von verkrachten Eri­stenzen ausgehenden Anschuldigungen ist diesen Zeitun gen völlig Nebensache. Wenn die Bergarbeiter- Zeitung dem sozialdemokratischen Terror, der gegen anders denk­ende Arbeitskameraden so oft in rücksichtslosester Weise angewandt wird, nichts anderes gegenüberstellen kann, lich stichhaltiges Material gegen die verhaßten Gruben­

gen Strafantrag. Jm Januar 1909 wurde vor reftammer in Essen ein Vergleich geschlossen, in zu fallen, er Angeklagte erklärte, daß die einem Abgesand­Deutschen Industriebeamten- Zeitung" gemachten ungen sämtlich auf unwahrheit be­en. Er nehme die gegen die Kläger erhobenen rie in jedem einzelnen Punkte als unwahr zu­rd bitte sie um Verzeihung. Die Redakteure der en Zeitungen gaben ihrem Bedauern über die ntlichung des Artikels Ausdruck und verpflichte­wird wah zur Uebernahme aller gerichtlichen und außer so beweist das nur, daß sie nicht in der Lage ist, wirk

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men. Auch um waren einige Monate seit Einstellung des barone" beizubringen. Braunschweig ens verflossen, als dieselben unwahren Behaup= zu furzem in mehreren anderen Zeitungen, der in Berlin

115.

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Geschäftliches.

:: Kornfrand". Unter diesem Namen wird ein neues Kaffeegetränk( kein Bohnenkaffee) in den Han­del gebracht, das sich dank seiner vortrefflichen Eigen­schaften überraschend schnell die Guides Publikums in reichstem Maße erworben hat. ornfrand", das neue Kaffeegetränk, aus dem wertvoll Roggenforn unter Anwendung eines ganz neuen igenartigen Verfahrens hergestellt, ist etwas ganz bonderes. Preiswürdig im Einkauf, fräftig im Geschm und sparsam im Gebrauch, das sind die Haupteio chaften des Kornfrand". Die Hausfrau hat schon dem ersten Versuch mit Korn­franck" die Erfahrun gemacht, daß sie durch Verwend­

nden Wahrheit", dem Organ des christlichen Ge­eins Der Bergtnappe" und der Zeitschrift Der naschinist" veröffentlicht wurden. In diesem Falle war von einem Strafantrag Abstand genom­Zeitungen indes unter Hinweis auf den Aus­es ersten Prozesses veranlaßt, die unwahrheiten zu widerrufen. Jetzt endlich, fast 6 Jahre nach mokratischen ten Veröffentlichung des Artikels, ist es dem Herrenmen geglückt, ihn mit einigen Ergänzungen auch in nahmen nur garbeiter- 3eitung" unterzubringen. ihre Ange: Anschuldigungen einzeln zu widerlegen, dürfte Eungsobjekte der vorstehend erwähnten Erklärung des betr. wird, für erübrigen. Es sei nur noch erwähnt, daß die ingen, zeigt ung zu 3 Monaten Gefängnis wegen Beleidigung dieses Fabri es einen guten Kaffee auf den Tisch ergarbeiter er Lehrerin in Hörde erfolgt ist. Es handelte bringen und abei noch sparsam wirtschaften kann. eine außerordentlich schwere Ehrenfräntung, so tornfrand" ird wie Bohnenkaffee zubereitet. Die Er­Vorsitzende des Gerichts bei der Urteilsverkün- fahrung let, daß, wer Kornfrand" verwendet, nie­Veranlassung nahm, das Verhalten des Ange- geträn gewöhnt, daß er Kornfranc" immer wieder mals entauscht wird, und sich so an das neue Kaffee­

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mit besonders scharfen Worten zu kennzeichnen. henverwaltung hat den Steiger indes nicht, wie fauf Den echten Kornfrand" gibt es nur unter die wird, wegen dieser Beleidigungsangelegenheit se Namen und nur in grünen Paketen mit dunkel- Sie hatte vielmehr von der gerichtlichen Begrünen Bändern. Auch in den Kreiſen unserer Leser des Mannes, dem wegen seiner völligen Up hat sich Stornfrand" schnell eingebürgert.

it schon vorher auf mehreren Zechen gekündigt war, erst Kenntnis erhalten, nachdem die Ent­wegen seines mangelhaften dienstlichen und au­lichen Verhaltens längst beschlossen war. Daß en Erlangung einer neuen Stellung irgend bindernisse in den Weg gelegt worden seien, Lus unwahr.

Etwas vom Kinderturnen.

Von R. Haase, Leipzig.

fast allen Vereinen unserer Deutschen Turner­

dimmer über ein erfreuliches Wachsen aller en berichtet, und das Männer, 3öglings- und nen findet auch in unseren Turnvereinen eine Pflege. Aber ein äußerst wichtiger 3weig Turnens wird in den meisten Vereinen noch ig beachtet: das Kinderturnen.

es auch um das Turnen der Knaben ver­ßig nicht schlecht bestellt ist, hat es doch in einen eine Pflegestätte gefunden, so wird doch benturnen, das nur von 405 Vereinen be= bird, noch recht wenig Teilnahme entgegenge= on den 64 Großstädten mit über 75 000 Ein­haben nach der Statistik von 1911 zehn kein und 24 kein Mädchenturnen, und in einigen wie Köln a. Rh.( 10 Kn., 8 M.), Breslau 30 M.), Gelsenkirchen( 8 Kn.), Stuttgart( 25 el( 8 Kn.) und nach einigen anderen ist es , als Schülerturnen mit erwähnt zu werden. zent unsrer 10 265 Vereine haben Knaben= ber nur 3,89 Prozent Mädchenturnen einge­recht geringer Prozentsak, wenn man in Er­jieht, daß den Vereinen durch die Aufnahme turnens ein großer Nutzen ideeller und ma= t erstehen kann und muß. Da heutigen Ta­lampf um die Jugend von allen Seiten mit aller Mittel geführt wird und das Wort ege" das Schlagwort aller erdenklichen Ver­follten auch wir Turner etwas mehr als bis­Kampf um die schulpflichtige Jugend ein­wird allen, die ihn führen, Erfolg bringen De machen und sicher die Mühe und Arbeit elche die Einrichtung von Kinderabteilungen hen verursacht.

Polgenden mag etwas über die Einrichtung, g und den Betrieb von Schülerabteilungen das als das Ergebnis langjähriger, prakti­auf diesem Gebiete vielleicht dazu beitragen

:: Ein guter Wink ist Goldes wert, das gilt namentlich für die Behandlung der Wäsche. Alle Mühe, Arbeit und Zeitversäumnis, die das Waschen mit Seife, Seifenpulver, mit der Bürste oder auf dem Waschbrett macht, erspart das selbsttätige Waschmittel Persil". Weißwäsche wird durch ein einmaliges etwa 14-1

| stündiges Kochen schneeweiß wie auf dem Rasen ge­bleicht. Wollwäsche darf bekanntlich nicht gefocht wer­den: hier genügt einfaches Hin- und Herschwenken der Reinigung zu erzielen. Dabei sei ausdrücklich erwähnt, Stücke in stark handwarmer Persillauge, um gründlichste daß" Persil" keine scharfen oder ätzenden Stoffe, wie Chlor 2c. enthält, sondern garantiert unschädlich ist. zufünftig nur noch dieses wirklich hervorragende millio­Wer also Wert auf stets tadellose Wäsche legt, brauche nenfach bewährte Waschmittel!

fann, bei Manchem erhöhte Teilnahme für das Kinder­turnen zu erwecken und das zugleich dazu dienen mag, sich dies und jenes bei der Errichtung von Kinderab teilungen zu Nuze zu machen.

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Bei der Gründung von Kinderabteilungen wird man wohl in erster Linie im Kreise der Vereinsmit=

glieder für diese Sache werben müssen, denn sicherlich sind hier eine ganze Reihe, die ihre Kinder dem Tur­nen im Verein zuführen werden. Diese Kinder bilden gewissermaßen den Stamm der Abteilung. Weiter fann durch Aushang von Bekanntmachungen, ferner durch die Presse und nach Rücksprache mit dem Schulleiter, auch in den Schulen für das Kinderturnen geworben werden. Wenn man dann später die bereits turnenden Kinder auffordert, unter ihren Freunden und Spielgenossen für die Abteilung zu werben, so sollte wohl Erfolg zu er­warten sein. Dem Verfasser ist es so gelungen, seit dem 1. September 1911 bis zum 31. Dezember 1912, in einem Stadtteile, wo außer dem Bruderverein auch noch andere Vereine das Kinderturnen pflegen, in vier Ab teilungen 331 Kinder um sich zu scharen.

Wer soll nun bei der vielen Vereinsarbeit die Lei­

tung des Turnens, die Vorbereitung und Ausführung der Veranstaltungen übernehmen, die mit der Einrich­tung einer Kinderabteilung verbunden sind? Die schwie­rigste Sache ist es, einen geeigneten Leiter für das Turnen zu finden. Dieser muß über die nötige Zeit ver­fügen, da die Kinder ja nicht erst spät am Abend tur­nen können, er muß Lust und Liebe zur Sache haben und es vor allem verstehen, mit Kindern umzugehen und sich so die Anhänglichkeit der kleinen Turner zu erwer­ben suchen.

Dort, wo Fachturnlehrer den Turnunterricht an den Schulen erteilen, sollte es wohl gelingen, eine geeignete Kraft zu finden, doch auch manch anderer turnbegeister­ter Lehrer wird sich zur Uebernahme einer solchen Ab­teilung bestimmen lassen. Wo aber diese Unterstützung für den Verein nicht zu haben ist, wird auch ein älterer Turnwart oder Voriurner, der frühzeitig Feierabend hat, ein solches Amt mit bestem Erfolge übernehmen können, wenn er die oben angeführten Eigenschaften in sich ver­einigt.

Die großen Vereine, die einen eigenen Vereinsturn­lehrer angestellt haben, sind ja all' dieser Sorgen über­

gehendsten Anforderungen an unsere Körper- und Ner­Jeder Tag der Arbeit stellt die weit­venkraft. Darum sollte der moderne Mensch vor allem daran denken, sich gesund und leistungsfähig zu erhal­ten und für vollwertigen Ersatz der verbrauchten Stoffe zu sorgen. Das von der Wissenschaft anerkannte und von den Aerzten erprobte Mittel für alle, die sich matt und elend fühlen, heißt Sanatogen. Sanatogen Stoffe zu, deren er zur völligen Neubelebung und Ver­führt dem erschöpften Organismus gerade diejenigen jüngung, zur Hebung aller seiner Kräfte und Leistun­gen bedarf. Wir verweisen ausdrücklich auf den der heutigen Nummer beiliegenden Prospekt der Sanatogen­werke Bauer u. Cie., Berlin SW. 48, womit auch eine Gratisprobe des bewährten Mittels sowie belehrende Broschüren angeboten werden.

Pfeildreieck- Seifen

sind die

Reklamemarken in den Verkaufsstellen erhältlich.

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besten

Heugras- Versteigerung.

Das Heugras von den Domanialwiesen in den Gemarkungen Alten- Buseck, Gießen und Wieseck wird versteigert:

1. In der Gemarkung Alten- Bused Dona nerstag, den 12. Juni lf. Js., vormittags 10 Uhr, in der Wirtschaft des Herrn Otto Rabenau zu Alten= Buseck;

2. In der Gemarkung Wiesed Freitag, den 13. Juni 1. Js., vormittags 10 Uhr, in der früher Dorfeldschen Wirtschaft zu Wieseck;

3. In der Gemarkung Gießen an demsel ben Tage, nachmittags 2 Uhr, in der früheren Leib­schen Wirtschaft im Philosophenwald bei Gießen. Gießen, den 3. Juni 1913.

Großh. Oberförsterei Gießen. Koehler.

hoben. Viele von ihnen sind sogar darauf angewiesen, Kinderabteilungen zu unterhalten, da es ihnen oft nur erst dadurch möglich ist, die Ausgaben für eine solche Lehrkraft zu bestreiten und sie vor allem voll zu beschäf­tigen. Hieraus ist zu ersehen, daß die turnenden Kin­der dieser Vereine einen erheblichen Beitrag zu den Be­triebskosten mit beiſteuern müssen. Der Verfasser, der aus seiner jahrelangen Tätigkeit in Hamburg besonders norddeutsche Verhältnisse kennt, weiß, daß 50 Pfg. als Monatsbeitrag von den meisten Vereinen für die tur­nenden Kinder festgelegt ist; es gibt aber auch einige Abteilungen, in denen 1 Mt. monatlich, halbjährlich im Voraus zahlbar, entrichtet werden muß. Trotz der uns Mitteldeutschen hocherscheinenden Beiträge, steht dort das Kinderturnen der Zahl und den Leistungen nach in höchster Blüte. Wenn nun auch die Vereine aus der Einrichtung von Kinderabteilungen nicht gerade ein Geschäft machen sollen, so ist es doch angebracht, daß die Kinder einen bestimmten monatlichen oder viertel= jährlichen Beitrag entrichten, der ja immer den Ver­hältnissen des Vereins angepaßt sein kann und der für den Verein nach Abzug aller Unkosten noch einen ent­sprechenden Ueberschuß erhoffen läßt. Unter die Un­kosten des Kinderturnens gehört vor allem die Vergüt­ung an den Leiter. Denn es ist notwendig, diesen da­durch ausschließlich für diese Stunden zu verpflichten und ihn auch sonst für die aufgewandte Mühe und Ar­beit etwas zu entschädigen. Daß man ärmeren Kindern den Beitrag ganz erlassen und Geschwistern den Bei= trag ermäßigen kann, soll hier auch mit empfohlen sein,

Bei Abteilungen mit größerer Kinderzahl ist es zu empfehlen, einen Ausschuß für das Kinderturnen зи schaffen, zu dem zwei oder drei Vereinsmitglieder ab­geordnet werden, die gegebenenfalls bei Schauturnen, Turnfahrten oder sonstigen Veranstaltungen, bei denen die Kinder beteiligt sind, den Turnlehrer unterstützen und ihn auch bei eintretender Erkrankung oder sonstiger Behinderung zur Not einmal vertreten können.

Fabrikant:

Aug. Jacobi, Darmstadt.

( Fortsetzung folgt.)

Nur mit Rotband

Luhns

wascht am besten