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Die Lage auf dem Baltan wird als sehr ernst betrachtet. Er verlautet, daß die Griechen ihre For­derung nach Räumung von 3angeon sowie der Gebiete von Serres und Drama aufrechterhalten, daß aber die Bulgaren ebenso entschieden auf ihren Forderungen be­stehen.

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):( Bad Homburg. Die Kaiserin wird wäh­rend der diesjährigen Nordlandreise des Kaisers, län­gere Zeit in Bad Homburg Aufenthalt nehmen. Auch Prinz und Prinzessin Ernst August zu Braunschweig und Lüneburg werden während dieser Zeit zu kurzem Besuch nach Homburg kommen.

n Gießen. Der 2. Hessische Schlosser, gnügten sich bei dem schönen Wetter auf dem Leinpfad Verbandstag tagte am Sonntag im Hotel Groß- der Lahn mit Blumenpflücken und dergleichen. Schließ­herzog von Hessen". Anwesend waren zirka 50 Mit lich tamen sie auf den Gedanken, sich die Schuhe aus­glieder. Außerdem Herr Oberbürgermeister Mecum, Herr zuziehen und sich die Füße zu baden. Dabei hatte das Professor Dr. Krausmüller, der Syndikus der Hand eine Kind, die etwa 14jährige Katharine Schneider das wertstammer Darmstadt, sowie Vertreter der Innungen, Unglüd, von den glatten Steinen, mit denen das Ufer Sofia, 3. Juni. Im Gegensatz zu der friedlichen des Gewerbevereins u. a. Nach Eröffnung der Ver- befestigt ist, abzurutschen und in die Lahn zu fallen. Haltung der Regierung ist die Stimmung des bulgari- handlung durch den Vorsitzenden, hielt Oberbürgermei- Da die Lahn an dieser Stelle zufällig ziemlich tief iſt, schen Voltes außerordentlich friegerisch. ster Mecum eine Ansprache, in der er auf die jetzt herr- und da erwachsene Personen nicht in der Nähe waren, Eine möglichst rasche Ernennung eines schende Genossenschafts- Krijis hinzeigte und den Ver= ertrant das Kind vor den Augen seiner Spielgefährten. Souveräns juchen die Albaner bei der Londo- handlungen einen guten Erfolg wünschte. Wie aus dem Den Schmerz der bedauernswerten Eltern fann man sich ner Botschafterkonferenz zu erwirten. So sandte, wie Jahres- und Kassenbericht hervorgeht, beträgt die Mit- vorstellen. Die Unglücksstelle liegt etwa 200 Meter un­die Wiener Albanische Korrespondenz" berichtet, eine gliederzahl 185. Die Einnahme betrug 630, die Aus- terhalb der Staffeler Brüde nach Oranienstein zu. Anzahl Albanejenführer an die Botschaftervereinigung gabe 316 Mt., dazu kommt 90 Mt. Rassenbestand aus ein diesbezügliches Memorandum. Auch die Malissoren Mark vorhanden. Darauf hielt Herr Bühne- Mainz dem Vorjahre, mithin ist ein Kassenbestand von 404 wandten sich durch Vermittelung des Kommandanten der internationalen Flotte, Sir Burneys, an die Bot­einen Vortrag über Haftpflicht und Haftpflichtversicher­schaftervereinigung mit der Erflärung, die Malisforen ung. Besonders warnte der Redner vor dem frühzeiti­feien ausnahmslos entschlossen, sich von dem selbstän­gen Abschließen von Verträgen mit diesen Versicherun­digen Albanien nicht trennen zu lassen. Kein Stamm gen. Eine lebhafte Aussprache folgte. Herr Schwarz- sei gewillt, sich Montenegro zu unterwerfen. Mainz hielt einen Vortrag über Gesellen- und Meister­stücke, dem eine längere erregte Debatte folgte. Einstim­mig angenommen wurde, daß die Regelung der Gesel­len und Meisterprüfung zur Gesundung des Hand­werks, dringend nötig sei. Bei dem Punkte Verschiede­nes tam Herr Krailing- Gießen über die hiesigen Miß­geschriebenen Submission für eine Isolatorenstütze, die stände zu sprechen. Er führte an, daß von einer aus­geschriebenen Submission für eine Isolatorenstütze, die Ein Preis, für den noch nicht einmal der Rohstoff be­6 Kilogramm wog, 60 Pfennig gefordert worden wären. zahlt ist. Als Ort für den nächsten Verbandstag wurde Offenbach gewählt. Darauf wurde um Uhr die Verhandlung geschlossen.

Gemlin, 3. Juni. Alle Divisionen der ersten und zweiter Klasse serbischer Infanterie sind zwischen Uestüb, Owische Polie, Egripalanta und Küpürlü zu­sammengezogen worden. In Serbien selbst ist der Sam­melpunkt in Birot.

Der serbisch- bulgarische Konflikt wird in der russis schen Hauptstadt durch eine Konferenz der Ministerprä­fidentien der vier Staaten unter dem Vorsitz von Ssa­sanow gelöst werden.

Aus aller Welt.

::: Zurzeit befinden sich 30 Reichstagsabgeordnete auf einer Studienreise in Wilhelmshafen und Helgoland.

::: Leipzig. An der Einweihung des Leipzi­ger Völkerschlachtdenkmals wird auch ein Hundertjähri­ger, der Wagner Johann Martin Sämann aus Ost­dorf in Württemberg teilnehmen. Er ist gerade am Tage der Völkerschlacht bei Leipzig, am 18. Oftober 1813, geboren, und erfreut sich, dant seiner geregelten und mäßigen Lebensweise, noch guter Gesundheit und Rü­ſtigkeit.

Nantes, 3. Juni. Eine ungeheuere Er­

regung herrschte gestern nachmittag in der Stadt. Gegen 14 Uhr nachmittags veröffentlichte die hiesige Filiale einer Depeschenagentur die Nachricht, daß ein deutscher Zeppelin mit 11 Offizieren bei Luneville niedergegangen sei. Die Menge habe sich auf den Ballon gestürzt, ihn zerstört und die deutschen Offiziere mißhandelt. Diese Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer durch die Stadt. Alle Banken wurden sofort gestürmt und die ängstlichen Bürger versuchten ihre Einlagen so schnell wie möglich abzuheben. Da es nicht möglich war, in telephonische oder telegraphische Verbindung mit Paris zu treten, wurde die Panik immer größer. Erst gegen 6 Uhr abends erfuhr man, daß die Telegraphenagentur einer Mystifikation zum Opfer gefallen war. Jedenfalls hat sich ein Spaßvogel diesen Scherz erlaubt, indem er die Agentur von Nantes us anrief und erklärte, er sei in Paris, worauf er ihr den Bären aufband.

Aus Stadt und Land.

Ernannt wurde der Lehramts assessor Rob. Köhler aus Lich zum Oberlehrer in Bensheim, der zweite Landwirtschaftslehrer Dr. Karl Vogelen in Michelstadt zum zweiten Landwirtschaftslehrer in Worms und der Maschineningenieur Dr. Gustav Stöckle zum Assistenten bei der Gewerbeinspektion Gießen.

n Gießen. Die Gedenkfeier der Erhebung vor 100 Jahren hat trotz des nicht günstigen Wetters einen guten Verlauf genommen. Die Feier begann nachmit­tags im Stadttheater. Abends fand ein Fackelzug der Studenten statt. Daran schloß sich ein Kommers in der Festhalle auf dem Trieb an.

n Gießen, 2. Juni. Am Schiffenbergerweg wurde gestern früh ein Mann vom Zug erfaßt und ihm der Kopf abgefahren. Ob Selbstmord vorliegt, steht noch nicht fest.

n Gießen. Sonnabend Nacht um 1 Uhr brannte das Haus des Drechslers Walter in der Krofdorfer= straße total nieder. Der Besitzer ist verhaftet worden.

o Langsdorf. Ein neues Defizit von 200 000 Mark hat sich bei der hiesigen Kasse ergeben, sodaß heute der gesamte Fehlbetrag annähernd 900 000 Mark be= trägt.

π Gießen. Für die Zeit vom 7. bis 9. Juni wird auf dem Festplatze zur Hundertjahrfeter des Infanterie- Regiments Kaiser Wilhelm" Nr. 116 eine Postanstalt mit der Bezeichnung Gießen,& est­platz" als Zweigstelle des hiesigen Postamts mit fol­genden Befugnissen in Wirksamkeit treten: 1. Verkauf von Freimarken zu 5 und 10 Pfg; 2. Annahme von gewöhnlichen Brieffendungen; 3. Ausgabe von gewöhn lichen Briefsendungen mit der Aufschrift postlagernd Festplatz". Die bei der Festpostanstalt aufgelieferten Post farten usw. werden mit einem besonderen Auf­gabestempel bedruckt werden.

s Darmstadt, 2. Juni. Der Schwager der Wernigerode, vermählt mit der Schwester der Großher Großherzogin von Hessen, Graf Hermann zu Stolberg­30gin, Prinzessin Dorothea, geb. von Solms- Lich, ist im Alter von 46 Jahren in Raden in Posen gestorben.

Kathreinmes Malzloffun noid oun mniftan sonclogs.

s Darmstadt, 3. Juni. Infolge Ablebens des Prinzen Hermann zu Stolberg- Wernigerode begaben sich gestern nachmittag die Fürstin zu Solms- Lich und um 10.25 Uhr abends die Großherzoglichen Herrschaften mit dem Fürsten zu Solms- Lich nach Radenz in Posen.

Inhalt mocht 6!

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Genossen beantragte heute Justizrat Hallwachs, des einen s Darmstadt, 3. Juni. Im Falle Adam und Verteidigers des Angeklagten Ihrig, die Beweisauf nahme nochmals zu eröffnen, damit der sachverständige Regierungsrat Bastian sich nochmals über eine Reihe von finanziell- technischen Fragen äußern fönne.

s Darmstadt. Der Hessisch- Nassauische( Main Rheingau Verband Gabelsberger Stenogra phen hielt am 31. Mai, 1. und 2. Juni in Darm­stadt seinen 34. Verbandstag ab. Ueber 200 Vertreter der einzelnen Verbandsvereine hatten sich zu den Ver­handlungen eingefunden und 1200 Wettschreiber waren in Hessens schöner Residenzstadt zusammengeströmt, um im friedlichen Wettkampfe um die Palme des Sieges zu ringen.

Unwetter im Tauns.

Sozialdemokratischer

und kapitalistischer Terrorismus. Es wird uns geschrieben:

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Es ist die Gepflogenheit der sozialdemokratischen Presse, die Zechenbesitzer als rücksichtslose Herrenmen­fchen" hinzustellen, die bei allen ihren Maßnahmen nur auf den eigenen Vorteil bedacht sind und ihre Ange stellten und Arbeiter lediglich als Ausbeutungsobjekte betrachten. Wie schwer es diesen Zeitungen wird, für solche Anschuldigungen auch Beweise zu erbringen, zeigt ein Artikel, den die sozialdemokratische Bergarbeiter Zeitung" jüngst als Entgegnung auf einen Artikel der Kölnischen Zeitung" über die in diesen Tagen vor den Wiener Geschworenen verhandelte Tragödie des Arbei­ters Runschat veröffentlicht hat. St. hat bekanntlich im Februar dieses Jahres den sozialdemokratischen Arbeiter­führer Schuhmeier erschossen, wie er behauptet, aus Rache, weil er infolge des von den sozialdemokratischen Ge­werkschaften ausgeübten Terrorismus brotlos geworden sei.

Unter der Ueberschrist Notsch rei eines Ter­roristen", berichtete die Bergarbeiter- Zeitung über die angebliche Leidensgeschichte eines Grnbensteigers, die als Beweis dafür dienen sollte, daß der Kapitalismus

Der

nicht nur Massen terrorisiert, sondern auch einzelne Opfer unaufhörlich verfolgt bis zum letzten Blutstropfen, bis Sie ermattet und erschöpft dem Tode verfallen." früher auf Zeche Holstein" in Hörde beschäftigte Stei­ger sei wegen Beleidigung zu drei Monaten Gefängnis verurteilt und daraufhin von der Werksverwaltung ent­lassen worden. Nun sei er stellenlos umhergeiret; über­all habe man ihn mit nichtssagenden Phrasen abge­wiesen, niemand, habe es gewagt, ihm die Wahrheit zu schwarzen Liste stände. sagen, daß er verfehmt sei, verfolgt würde und auf der Personen im Industrierevier und sogar an den Han­An verschiedene einflußreiche delsminister habe er sich um Vermittlung gewandt, je doch ohne Erfolg. Durch diesen Terrorismus erschöpft und arbeitsunfähig geworden, habe er schließlich seine Pensionierung nachgesucht.

Zur Aufklärung diene folgendes: Die angebliche Leidensgeschichte des Grubensteigers ist nicht neu. Sie wird anscheinend systematisch von bestimmter Stelle von 3eit zu Zeit in solchen Zeitungen, die Angriffen auf die Zechenverwaltungen allezeit gern Raum gewähren, ver­öffentlicht und hat auch bereits Anlaß zu einer Beleidig ungsflage gegeben. Zum ersten Male wurde die Ange­legenheit im Oftober 1907 in einem Artikel der Deut­schen Industriebeamten- Zeitung" behandelt, der von dem demokratischen Allgemeinen Beobachter" in Essen und von der sozialdemokratischen Essener Arbeiter- Zeitung" Beleidigungen stellten der Grubenverwalter und der Be­abgedruckt wurde. Wegen der darin enthaltenen groben

Erstklassig!

Unsere Marine

):( Am Sonntag nachmittag hausten im Hoch- und tigkeit seit vielen Jahren nicht beobachtet worden sind. Nord- Taunus mehrere Gewitter, wie sie in solcher Hef­Das Unwettergebiet erstreckte sich von Königstein bis weit in den Usinger- und Oberlahnkreis hinein. In den Waldungen wurden durch zyklonartige Wirbelstür­me schwere Verwüstungen angerichtet. In den fiskali­schen Distrikten bei Königstein und an dem Wege nach Schloßborn entlang, wurden 80-100 Morgen Hoch­wald mit prachtvollem Buchen- und Birkenbestand um­geweht. Die hundertjährige Tannen- Allee an der Lim­burger Chaussee wurde ein Opfer der Sturmgewalt. An zahlreichen Häusern der Ortschaften deckte der Sturm die Dächer ab und zerstörte die Telegraphenleitungen. In Anspach wurde der Friedhof zerstört und in den Getreidefeldern und Obst- Anlagen unberechenbarer Scha­den angerichtet. Auch nach Homburg zu hat das Un­wetter mit voller Heftigkeit getobt. Ein Zug, der von Wehrheim nach Usingen fuhr, mußte auf offener Strecke seine Weiterfahrt einstellen, da die vom Sturm gefnic­ten Telegraphenstangen freuz und quer sich über den Bahnkörper gelegt hatten. Auch die Chausseen waren unpassierbar, namentlich für die Automobile. Von den im Gebirge anwesenden zahlreichen Ausflüglern wurden einige Personen durch herabstürzende Aeste und fallende Stämme mehr oder weniger schwer verletzt. In Nieder­seelbach bei Jdstein wurde eine Mühle vom Blizz ge­troffen. Eine Scheune geriet in Brand und wurde ein­geäschert, zwei Kühe und Kleinvieh kamen in den Flam­men um. In Heftrich traf der Blitzstrahl zwei Scheu­nen, die gleichfalls bis auf die Grundmauer nieder Georg A.Jasmatzí Akt. Ges.

brannten.

):( Limburg, 30. Mai. Gestern nachmittag er­eignete sich in der Nähe der großen Staffeler Brücke ein schwerer Unglücksfall. Drei halbwüchsige Mädchen ver­

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