Ausgabe 
3.5.1913 Erstes Blatt
 
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mit dem Reichskanzler und dem Staatsje fretär des Aeußern eine längere Konferenz.

| Fliegerstation auf. Die Flieger suchten anscheinend zu landen, als das Flugzeug wenige Meter über dem Bo­den zusammenbrach. Die Flieger lamen unter den Ap­parat zu liegen. Leutnant v. Mirbach starb nach et wa 20 Minuten, ohne das Bewußtsein wiedererlangt zu haben. Leutnant v. Brunn wurde in das Garnison= lazarett gebracht, wo er nach einer Stunde ebenfalls t a r b.

Sämtliche Parteien der elsa B- lothringi schen zweiten Rammer haben einen beschleunigten An­trag eingebracht, den Statthalter zu ersuchen, die Ver­treter Elsaß- Lothringens im Bundesrat dahin zu in­struieren, daß sie sich mit Entschiedenheit gegen den Gedanken eines Krieges zwischen Deutsch­land und Frankreich wenden und den Bundes­rat veranlassen, Mittel und Wege zu prüfen, die geeig­net sind, eine Annäherung zwischen Deutsch= land und Franfreich herbeizuführen. Die Par­teien erblicken in einer solchen Annäherung ein Mittel, durch das dem Rüstungswettkampf zwischen den euro­päischen Kulturnationen Einhalt geboten werden könne. ( Wer will denn einen Krieg mit Frankreich? D. Red.)

Aus Stadt und Land.

Der Landtagsabgeordnete Dr. Winkle r- Oppen­heim hat im heff. Landtage folgende Anfrage eingebracht: 3st die Großh. Staatsregierung gewillt, die neugegründete Genossenschaftsbant in Darmstadt unter Staatsaufsicht zu stellen und ist die Gr. Regierung ferner gewillt, dieser Genossenschaftsbank ein verzinsliches Darlehen in ausreichender Höhe zu ge= währen?"

nieder.

s Darmstadt, 2. Mai. Der Oberregisseur am Softheater hier, Emil Ostersetzer, genannt Valdek, hat sich durch mehrere Revolverschüsse aus noch unbe kannten Gründen in seiner Wohnung getötet. Der Ver­storbene ist 56 Jahre alt und war seit 18 Jahren hier Oberregisseur und sollte mit Schluß der Spielzeit die ses Jahr aus dem Hoftheaterverbande ausscheiden.

n Gießen. Die Erwartungen, die auf Himmel­fahrt gestellt worden sind, haben sich nicht ganz erfüllt. Nach dem gegen 8 Uhr vormittags niedergegangenen Re­gen schien es, als ob es den ganzen Tag schön bleiben würde; zum Verdruß mancher Ausflügler ging am Nachmittag aber doch noch ein Gewitterregen Morgens in aller Frühe sah man schon ganze Trupps von Ausflüglern unterwegs und nachmittags war der Verkehr nach dem Regen im allgemeinen auch noch gut.

von

):( Marburg. Bis jetzt sind an der hiesigen Universität 2316 Studenten immatrikuliert. Da die Jm­matrifulation erst am 5. Mai ihr Ende erreicht, dürfte sich die Zahl auf 2500 Studenten erhöhen.

n Gießen. Das Programm für den Prinz- Heinrich- Flug( Nebenetappe Gießen) ist nunmehr ent­gültig festgestellt. Es werden am 1. Pfingsttage morgens 5 Uhr bis abends 9 Uhr 12. Militärflieger und 9 Zivilflieger auf dem Trieb landen und wie der aufsteigen. Um 9 Uhr morgens kommt ein Zeppe­lin- Luftschiff und macht von hier aus Passagierfahrten. Hoffentlich läßt das Wetter nichts zu wünschen übrig.

):( Diez, 2. Mai. Im Walde bei Reckenroth wurde der Apotheker Siebert aus Wiesbaden von Wilddieben erschossen. Die Leiche wurde gestern abend vor der Schutzhütte gefunden.

Wichtig für Asthmatiker.

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Die Erfahrung des Herrn Gottlieb Welligand in Seeger Post Wallhause a. Helme, muß ein Trost für alle Anmatiker indem ihnen einen Weg gezeigt, wodurch sofort Linderung ex wird. Seine eigenen Worte: Als ich am zweiten Bjing Aftmol Asthma Bulver bekommen habe, habe sofort angezi und des Abends vor dem Schlafengehen noch einmal. Ich schön schlafen können; das Pulver wirkt auf die Lungenor das Boltern und Steuchen auf der Brust hört langsam au heilt die Luftröhre, der Auswurf läßt nach und tann größte Zufriedenheit aussprechen." Astmol Asthma- Pulver M. 2.50 die Blechdose, in Apotheken erhältlich. Hauptde Engel Apotheke, Frankfurt a. M.

):( Frankfurt. Rund 280 Firmen der Tuch­und Manufakturbranche sind durch die Firma Arthur Jakob Blum um mehrere hunderttausend Mark be­trogen worden. Der erst 24 Jahre alte Blum eröffnete kürzlich ein Geschäft ersten Ranges" und bezog zur Einrichtung desselben sämtliche Waren auf Kredit.

Lollar. Der Männergesangverein Ger­mania" hielt vor einiger Zeit eine außerordentliche Generalversammlung ab, und es wurde u. a. beschlos­sen, dieses Jahr den Gesangwettstreit zu Bie den= topf zu besuchen und nächstes Jahr einen großen nationalen Wettstreit, voraussichtlich auf Pfingsten, zu veranstalten, wozu schon in nächster Zeit die Vorarbeiten getroffen werden.

als Festbeitrag und die andere zur Dedung eines Legen Fehlbetrages bewilligt.

Leipzig, 27. März. Das Heim des jizenden der Deutschen Turnerschaft, Geheimen Sanita rat Dr. Go e 3, ist durch Kauf in den Besitz der De schen Turnerschaft übergegangen. Der stellvertreter Vorsitzende, Sanitätsrat Dr. Töplik, bat den g sen Vorsitzenden, die Ueberweisung des Grundstücs Ehrengabe der Deutschen Turnerschaft zu seiner d mantenen Hochzeit, die am 10. Juni ds. stattfindet, entgegenzunehmen.

):( Frankfurt a. M., 2. Mai. Eine Anzahl Touristen, etwa 30 Personen, die am Himmelfahrtstag einen Ausflug in den Taunus machten, wurden in der Nähe des Herzberg- Turmes auf der Saalburg von einem Gewitter überrascht und suchten Schutz in einer Unter­funftshütte. Ein Blitzstrahl, der in die Hütte einschlug, verletzte zwei Frauen. 10 Personen wurden zu Boden geworfen, tamen aber mit dem Schrecken davon. Die beiden besinnungslos gewordenen Frauen haben sich später wieder erholt.

o Stockhausen. Baron Aug. Riedesel zu Eisenbach, der nach furzem Krankjein an einer Lungen­entzündung in Darmstadt starb, wurde hier zur letzten Ruhe gebettet. Die Leiche war am Bahnhof Stockhau sen vom Gemeindevorstand und dem Kriegerverein ab= geholt und in der Kirche aufgebahrt worden. Zu der Beisetzung in der Gruft Konradsruh hatten sich aus allen Riedeselschen Gemeinden des Kreises Lauterbach Vertreter eingefunden. Die Kreisbehörden nahmen eben­falls teil.

Der Leipziger Festplatz des 12. Deutj Turnfestes hat eine Längen- und eine Breitenaus de ung von je 700 Meter und umfaßt demnach eine dhe von 490 000 Quadratmeter. Vom Haupteing führt eine 120 Meter breite Feststraße über den P Links von der Feststraße befindet sich der Freiübun platz für 20 000 Turner mit einem Flächenraum 62 000 Quadratmeter, und anschließend hieran der räteturnplatz mit 14 000 Quadratmeter Flächenra Um diesen rechteckigen Platz zieht eine 16 Meter b Straße und außerhalb dieser schließen sich an allen Seiten Tribünen an, die mit 16 Stehplatz- und Sitzplatzreihen 50 000 Zuschauer beherbergen fön Unter diesen Tribünen befinden sich große Gardero anlagen, Waschräume, Sanitäts- und Feuerwachen. den Festplatz einbezogen wird die 16. Bürgerschule deren Räumen die literarische Ausstellung und der rechnungsausschuß Unterkunft finden. Rechts von Feststraße befinden sich 6 Restaurants mit Zelten Gärten, sowie in deren Nähe ein großer Tanzplatz ein Musikpavillon. Die breite Feststraße führt auf Hauptrestaurant, dem Haupteingang gegenüber. gen- und Trambahnfahrt befindet sich auf der linken rechten Seite des Festplatzes.

):( Frankfurt a. M. Einen neuen Weg der Sparsamkeit hat die Frankfurter Stadtverwaltung be­schritten, allerdings nicht zur Freude der Handwerker und Geschäftsleute. Sie verlangt, wenn sie den Hand­werkern die eingereichten Rechnungen sofort bezahlt, die Gewährung eines besonderen Rabatts. Da der Gewinn anteil bei städtischen Arbeiten ohnehin schon recht farg ist, wollen die Lieferanten gegen diese übertriebene Spar­beim samkeit durch die Stadtverordnetenversammlung Magistrat Beschwerde einlegen.

o Bad Nauheim. An den Beratungen des erweiterten Landes- Ausschusses der Fort= schrittlichen Volkspartet für Hessen, der am 18. Mai in Bad Nauheim zusammentritt, wird im Auf­trage des Zentralausschusses der Partei Abgeordneter Wiemer teilnehmen.

! Bingen. Bei dem Bahnübergang Gauls= heim fuhr ein mit 5 Personen besetztes Auto gegen die geschlossene Barriere. Durch die Wucht des Anpralls ging der Schlagbaum in Stücke und das Auto gelangte auf die Schienengeleise, wo es zum Stehen gebracht werden konnte. In diesem Augenblic brauste auch schon ein D- Zug von Mainz heran, erfaßte das Fahrzeug und schleuderte es zur Seite, wobei dessen Vorderteil zer­trümmert wurde. Die Insassen konnten nur mit knap­per Not durch Abspringen ihr Leben retten. Das Auto soll nach Mainz zuständig sein.

o Friedberg, 2. Mai. Gestern wurde unter zahlreicher Beteiligung der bei dem Untergang des Tor­pedoboptes S. 178" verunglüdte Oberanwärter Heb­auf von hier zu Grabe getragen. Vor einigen Tagen wurde das gesunkene Torpedoboot gehoben und hierbei die Leichen der unglücklichen Matrosen, worunter auch Hebauf, zu Tage gefördert. Auf Wunsch der Eltern des Berunglückten wurde dieser in der Heimat bestattet.

s Darmstadt, 30. April. Heute abend 7 Uhr stieg auf einem Guler Doppeldecker Leutnant v. Mir­bach mit Leutnant v. Brunn als Beobachter auf der

! Cronberg. Wie erinnerlich, wurde vor etwa 8 Monaten die 83jährige Witwe Zimmermann von hier in ihrer Wohnung ermordet aufgefunden. Alle Nachforschungen nach dem Täter waren bisher ergeb= nislos geblieben. Nunmehr wurde wegen Verdachts der Teilnahme an der Ermordung eine Nichte der Ermor­deten, die 53jährige Puhmacherin H. Junker, die mit ihrer Mutter zusammen in der Frankfurter Straße ihre Wohnung haben und dort ein Putzmachergeschäft be­treibt, verhaftet und in das Untersuchungsgefängnis nach Wiesbaden eingeliefert.

):( Vom hinteren Odenwald. Die Ge­meindejagd in Bobstadt, die seither für 400 Mark jährlich verpachtet war, fam jetzt bei der Neuverpachtung auf 1410 Mark.

):( Kassel, 2. Mai. Ein großer Teil der Wag­gonfabrik der Firma Wegmann u. Co. im Stadtteil Rotenditmold wurde gestern durch ein Großfeuer zer­stört. Der Schaden ist sehr groß. Bei den Aufräum- ungsarbeiten wurden zwei Feuerwehrleute schwer ver­letzt.

Aus aller Welt.

::: Essen, 2. Mai. Wegen Landesverrat wurde auf Ersuchen der Essener Polizei ein G a stwirt in Aachen verhaftet, außerdem noch 3 Personen, da­runter ein Sprachlehrer. Die Untersuchung ergab gro­

.... Ich kehrte immme noindus zu Kathreiners Malzkaffen ßes Belastungsmaterial. zurück, der Marke, din fölt was sin verspricht."

Über 34,000 ähnlich lautende schriftliche Anerkennungen!

::: Essen. In Blankenstein a. d. Ruhr wurde eine große Falschmünzerbande, bestehend aus 14 Ge­schäftsleuten und Bergarbeitern entdeckt. Als sie den Versuch machten, falsche Hundertmarkscheine herzustellen, hatten sie aus München den Lithographen Leipold kom­men lassen, der jedoch nichts tat und die Gesellschaft um große Summen schädigte.

::: Celle. Jm Landkreise Celle ist ein Wald- u. Heidebrand ausgebrochen. Im ganzen sind gegen zwölf­tausend Morgen guter Waldbestand von vier Landge meinden vernichtet.

Für das deutsche Turnfest haben Rat und Stadtverordnete der Stadt Leipzig 100 000 Mark bewilligt, die dem Haupt- Ausschuß schon jetzt, je nach Bedarf, vorschußweise zur Verfügung gestellt wur­

In Eile

muß frühmorgens das Frühstück bereitet, in Gile muß es meist auch genossen werden. Troß­dem soll es wärmen und ftürfen. Stein warmes Früh­ftück fann einfacher und schneller hergestellt werden als eine Tasse

Reichards

Kakao, und schwerlich kann auch die darin enthaltene beträchtliche Nährstoffmenge in anderer Form dem Körper schneller zugeführt werden. Reichardtfakao als Mor nengeträ ferübrigt oder verein facht infolge seiner Strastwerte auch den bei anderen Getränken gewöhnlich erforderlichen, immer. hin etwas zeitraubenden Jmbiß. Er ist somit für die Hausfrau wie für ihre ans Tagewerk eilenden Lieben das bequemste rühstück. Verkauf zu Breisen der Fabrik in Giehen:

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