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daß die menschlichen Knochen in den Gelenken durch Luftdruck zusammengehalten werden. Ich habe den Apparat höchst eigenhändig auf seine Richtigkeit hin ge= prüft. Auch die Unfallwagen der Eisenbahnen habe ich als hygienisch richtig erkannt." Am Schlusse seines Auffages bricht er in eine fürchterliche Klage aus:„ Bevor ich ganz schließe, möchte ich noch bemerken, daß es einfach fammerschade ist, eine so schöne Ausstellung zu Brennholz zu verarbeiten." Merkwürdige Vorstellun gen von dem Begriff der Ewigkeit scheint ein fleines Mädchen zu besitzen. Der Kleinen gefielen am besten die Einfamilienhäuser; alles erschien ihr so reizend, nett und behaglich, daß sie enthusiastisch schrieb:„ Es war hier urgemütlich. Am liebsten hätte ich mich hier verewigt."
Beirut in der Weltgeschichte.
Beirut ist durch die italienische Flottenattion in den Mittelpunkt des politischen Interesses gekommen. Es werden darum einige nähere Einzelheiten von Interesse sein: Beirut ist eine uralte phönizische Hafenstadt, deren erste Zerstörung durch den Syrer Diodotos Tryphon schon in das Jahr 140 v. Chr. fällt. In die Gewalt der Türken fam sie im Jahre 1763. Heute ist fie eine der wichtigsten Städte der Türket und gilt als der Hafen von Damaskus. Besondere Bedeutung hat bte Stadt dadurch, daß sie den Sammelpunkt aller Metfapilger bildet. Bu gleicher Zeit ist sie der Landungspunti aller Palästinareisenden. Heute hat Beirut eine große Anzahl hohe steinerne Häuser, sehr schöne Gärten und Schmuckpläße, die durchaus einen europäischen Eindruck machen.
Die Haupteinwohnerschaft von Beirut besteht au Christen. Daher kommt es, daß sich hier moderne Einrichtungen und große Sauberkeit finden. Beirut ist einer der wichtigsten Handelshäfen, von dem aus die Erzeugnisse der großen türkischen Seiden- und Baumwollwebereten nach Europa ausgeführt werden. Der Hafen von Betrut tff ohne Bedeutung, da er seit langer Zett versandet ist und durch neuere Arbeiten wenig gebrauchsfähig wurde. Von Bedeutung für die Hafenverhältnisse ist die gegen Osten liegende St. Georgs- Bat. Diefe Bat hat ihren Namen daher, weil sich hier an= geblich der berühmte Kampf des Ritters St. Georg mit dem Drachen abgespielt haben soll. Beirut hat früher des öfteren unter Erdbeben stark gelitten. Es wurde mehrere Male durch Erdbeben zerstört. Die erste große Verwüstung fiel in das Jahr 349. Die größte Katastrophe durch ein Erdbeben erfolgte am 9. Juli 551, denn an diesem Tage wurde die Sadt vollkommen zerstört. Dadurch gingen viele Kunstwerke altrömischer Herkunft zu Grunde, die durch Kaiser Augustus und Claudius errichtet worden waren. Am berühmtesten ist das großartige Theater des Kaisers Claudius. Auch die marmornen Bäder und die schöne Säulenhalle, die von diesem römischen Herrscher errichtet worden war, sind durch das Erdbeben zu Grunde gegangen.
Beirut war schon einmal der Mittelpunkt des politischen Lebens, und zwar zur Zeit der Kreuzzüge. Sie hat schon mehrfach friegersiche Sürme über sich dahinfahren sehen. Am 27. April 1110 wurde sie von König Balduin I. erobert. Im Jahre 1187 nahm sie Saladin ein und 10 Jahre später fiel sie in die Hand der Kreuzfahrer. Im Jahre 1763 ftel sie in die Hand der Türfen und im Jahre 1772 wurde sie von einer russischen Flotte beschossen, erobert und geplündert. Im Jahre 1840 wurde sie wiederum vom 10. bis zum 14. September beschoffen, und zwar von dem englischen Admiral Stobford. Soliman Pascha verteidigte sie heldenmütig und räumte sie erst am 9. Oktober, nachdem fie fast völlig zerstört worden war. Durch die Lage am Meere ist die Stadt auch jetzt wieder das Opfer eines Bombardements durch die ttalienische Flotte geworden.
Vermischtes.
Revolverschießerei eines Geistestranten im engli= schen Unterhause. Während der Montag- Stzung des englischen Unterhauses ereignete sich gegen abend ein Aufsehen erregender Zwischenfall in einem äußeren Borsaal des Parlamentsgebäudes. Dort feuerte plößlich ein als Geistlicher gekleideter Mann, der schon längere Zeit auf einer der Bänke im Vorscal gesessen hatte, aus einem Revolver einen Schuß gegen die Decke. Er wurde sofort von Schußleuten festgenommen und hinweggeführt. Aus verschiedenen Ausruefn, die er ausstieß, geht hervor, daß es sich um einen Geistesfranken handelt. Der Revolver war nur mit Plaßpatronen geladen, so daß Schaden nicht angerichtet wurde. Reinede in Nöten. In Seckenheim bet Mannheim hat sich ein Fuchs, der im Walde aus seinem Bau ausgegraben worden war und den die Hunde schon über zugerichtet hatten, seinen zwei- und vierbeinigen Verfolgern durch die Flucht in das mitten im Orte gelegene Gasthaus zum Zähringer Hofe entzogen. Als die Wirtin abends zu Bett gehen wollte, bemerkte fte im Schlafzimmer einen Schaften und schlug Lärm, da sie einen Einbrecher im 3immer wähnte. Der Wirt, die Gäste auf
Erst gegen Morgen schlummerte Tyrolt Als turze Zeit ein. er erwachte, war es ganz Tag. Gewohnhettsmäßig horchte er auf das Geräusch in der Fabrik. Er hörte wohl das Brausen des Dampfes aber nicht das Stampfen der Maschine, das Schnurren der Räder.
Sofort verließ Tyrolt Bett und Zimmer. Da war wieder etwas nicht in Ordnung. Er begab sich gerade= wegs nach dem Maschinenhause. Pumarquet war nicht bet der Arbett erschtenen, der Heizer verstand nichts von der Inbetriebsetzung. Kurz entschlossen griff der Dtrektor selbst die Arbeit an, bis der Werkmeister erschien, der seinerseits verschlafen hatte. Dann inspizierte er alle Säle und Scheerstuben und fah jedes Einzelnen Arbeit nach.
Diese und andere Obliegenheiten, von denen eine die andere drängte, banden den Direktor an die Fabrik. Erst gegen die Dinerzeit fand er Muße, sich nach Desiree's Befinden zu erkundigen.
Herr Bourlier empfing ihn mit heiterer Miene. Der Doktor hatte sich recht zufrieden über der Patientin Befinden ausgedrückt.
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Ste ist ganz munter, obgleich natürlich noch Fieber vorhanden," berichtete der alte Herr.„ Ein wenig phantafiert sie noch, denn sie spricht unaufhörlich von Ihnen und daß sie Ihnen danken müsse. Nun, gar so eilig ist es doch wohl nicht. Sie können Ihr Glück doch erwarten."
„ D, Herr Bourlier-"
" Haben Sie meinen Sohn in der Fabrik gesehen?" Nein, ich bin überzeugt, daß er noch in Sedan ist.“ Gegen Abend stellte sich Bumarquet im Maschinenhause ein. Er war angetrunken und wollte zu arbeiten enfangen. Tyrolt wies ihn aus der Fabrik.
„ Sie werden in diesem Zustande keinen Hebel be= rühren," sagte er drohend. Bu Ende des Monats verlaffen Sie Jbre Stellung."
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und die Polizet eilten herbet und fanden Meister Retnece trübselig in einer Ecke fißen. Einen Polizeidiener, der ihn am Kragen nehmen wollte, biß er in die Hand. Schließlich erlag der Aermste doch der Uebermacht.
Sie Leiden der Schiffbrüchigen. Aus Lissabon meldet der Draht: Am Sonntag legte an der Küste von Sagres ein Boot an, in dem sich 14 Mann des vor etnigen Tagen untergegangenen griechischen Dampfers " Bhotes befanden. Die Schiffbrüchigen erzählten erschütternde Einzelbetten über ihre Frrfahrt auf dem Meere. Ihr ganzer Vorrat bestand aus 10 Pfund Schiffszwieback und einem ganz geringen Quantum Trinkwasser so daß sie dem Wahnsinn nahe waren, als sie endlich das rettende Land erblickten. Ein zweites Boot des gesunkenen Dampfers wurde eine Strecke wetter entfernt fieloben an Land getrieben. Die Insassen, der Kapitän und sieben Mann der Besatzung, haben den Tod in den Wellen gefunden.
Das Geständnis der Kindermörderin im Brookly ner Hospital. Aus Neuvork wird gemeldet: Die furchtbare Tragödie im Brotflyner Kinderhospital, die tage= lang die Gemüter in Aufregung versetzt hielt, hat endlich ihre Aufklärung gefunden. Das unter dem dringenden Verdacht der Täterschaft verhaftete Dienstmädchen Anters, das von der Direktion des Säuglingsheims auf seine dringende Bitte aushilfsweise als Wärterin zugelassen worden war, hat sich am Sonnabend unter der Wucht des zusammengetragenen Beweismaterials zu einem umfassenden Geständnis bequemt. Danach hat sie aus Rache für angeblich schlechte Behandlung nicht weniger wie acht Kindern das tödliche Gift in die Milch gemischt. Das Geständnis konnte der Mörderin nur mit großer Mühe entrungen werden. Erst als die Boltzet drohte, ihr eigenes Kind, das sich ebenfalls im Hospitil befand, in eine weit entfernte Anstalt zu bringen, ließ sie sich dazu herbei, das Verbre chen einzugestehen.
Frau Tosell. Man schreibt den M. N. N.": Soeben lese ich, Frau Toselli hätte das feierliche Versprechen abgegeben, feine Memotren mehr zu schreiben. Dieser Entschluß wird thr leicht gefallen sein. Denn mit ihren bisherigen Memoiren haben thre deutschen und italienischen Verleger herzlich schlechte Geschäfte gemacht. Es war das entschieden eine falsche Spekulation auf die Sensationslust des großen Publikums. Trotz der ins Werf gesetzten Riefenreflame konnte der deutsche Verleger knapp 50 000 Gremplare statt der erwarteten 300 000 Ins werden. Und der Jtaltener hat noch nicht ganze 4000 Exemplare abgesetzt, das ist der 100. Teil der gedruckt auf den Speichern liegenden Memoiren. Dabei ist der Preis so minimal gewesen, daß fedes Dienstmädchen das Buch hätte sich erstehen kön=
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Gine eigenartige Stener. Die Steuererfinder merden vor Neid platen, wenn sie von folgender Geschichte von Wiedenbrück in Westfalen hören: Hier bestand sett langen Zeiten eine Steuer, wie sie sonst wohl auf der ganzen Welt nicht existierte, nämlich eine Hebammensteuer. Diese Steuer murde sofort erhoben, wenn ein junges Baar Hochzeit gemacht hatte, und erregte mitunter in der Folgezeit großen Unwillen, wenn die Steuer sozusagen für nichts und wieder nichts gezahlt worden war, weil der erwartete Kindersegen sich nicht einstellte und die Dienste der Hebamme fomit überhaupt nicht in Anspruch genommen wurden. Die Steuer belief sich für jedes jungverheiratete Baar auf dret Mark und brachte bis in die letzten Jahre fährlich etwa 40 Mark. Im Rate der Stadtväter waren schon lange Erwägungen im Gange, diese Steuer abzuschaffen, zumal sie gesetzItch auf recht schwachen Füßen stand. Es handelte sich im Grunde nur um ein Gewohnheitsrecht, denn wenn ein junges Baar den geforderten Obolus nicht entrichtete, dann tat der Magistrat nicht etwa die gesetzlichen Schritte, um die Steuer von den Pflichtvergessenen einzutreiben, sondern ließ ste einfach laufen. Nun hat die Hebammensteuer in Wiedenbrück thr Ende gefunden. Der Magistrat hat in seiner lebten Sizung beschlossen, großmütig auf die 40 Mark aus dieser Steuer zu verzichten und sie aufzuheben.
Eine interessante Laufbahn hat ein Mann hinter sich, der lezzthin in Paris ein neues Kinematheater eröffnet hat. Er war vor langen Jahren als Professor der Philosophie dem Hungertode nahe, als er von Jemandem an eine Adresse gewiesen wurde, wo er Beschäftigung finden könnte. Es war das bei dem berühmten Seiltänzer Blondin. Er wurde angenommen unter folgenden Bedingungen: Täglich drei Vorstellungen, 4 Francs Lohn und Koft. Zur Erklärung wurde ihm gesagt. Blondin überschreitet die Seine auf einem Seile mit einem Mann auf den Schultern, dem Professor. Während des Ueberschreitens stellt Blondin einen Eierkuchen her, den sein Fahrgast" essen muß. Die dret Omletten täglich zogen aber dem unglücklichen Profef= for, der sie wahrscheinlich nicht mit der nötigen Ruhe hinunterschlang, eine Magenerweiterung zu, weshalb er nach drei Monaten die Beschäftigung aufgeben mußte. Der Professor wurde nach vielen Schicksalsschlägen dem General Boulanger vorgestellt, von diesem zum Kandtdaten für die Abgeordnetenwahlen im Jahre 1889 an
" Hm, das wäre," lachte der Gemaßregelte frech. „ Der Leutnant ist schuld an meinem Ausbleiben, halten Sie sich an den. Er hat mich auf seiner Bude bewirtet und mich von der Arbeit dispensiert. Er ist hier der Herr und nicht Sie. Ihre Direktorschaft wird ohnehin bald zu Ende sein."
,, Scheren Sie sich fort!"
„ Nur nicht so heftig! Kuschen Ste nur bei Betten. Die Prussiens werden doch alle aus dem Lande gejagt, wenn es Krieg gibt."
Wir leben im Frieden, Mann, Krieg führe ich allein gegen die ungetreuen Arbeiter. Da ich sehe, daß Sie unverbesserlich sind, entlasse ich Sie nicht zum Ende des Monats, sondern auf der Stelle. Melden Sie sich im Comptoir, um Ihren laufenden Lohn, und dann hinaus!"
„ Oho, Ste spielen sich auf, Ste Prussien?- Ste wollen einen guten Franzosen in seinem eigenen Lande maßregeln. Ste-?"
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Er taumelte mit geballter Faust auf Tyrolt zu; Doch dieser wartete den Zusammenstoß nicht ab. Mit herkulischer Kraft versezte er dem unverschämten einen " Schlag gegen die Stirn, daß er lautlos zu Boden fiel.
" Werft den Trunkenbold vor das Tor!" befahl er einigen elsäfftschen Sammetwebern, welche Zeugen dieses Vorfalls gewesen und dem Direktor sehr ergeben waren. So geschah es.
Nach Feierabend begab sich Tyrolt nach dem Her= renhause. Als er die Verandatreppe hinaufstieg, fand er Olivier in einem Schaukelstuhle sigend.
,, Ah, da kommt der Retter," sagte er näselnd,„ haben Sie Ihre Prämie schon erhalten?"
" Ich weiß nicht, was Sie veranlaßt, in diesem Tone mit mir zu reden," entgegnete Tyrolt ruhig; ,, aber so viel weiß ich, würde ich Ihnen, als Sie schreiend den Fluß hinabtrieben, nur einen Finger zur Hilfe leistung gereicht haben, in dieser Stunde würde ich es bereuen."
genommen und auch richtig in einem Wahlkreise der Bartser Bannmeile gewählt. Aber er konnte sein Mandat nicht zu Ende führen, da unbarmherzige Gläubiger ihn im Palais- Bourbon bedrängten. Er machte dann noch eine Reihe von Abenteuern und Handwerken durch, um, wie gesagt, jetzt als Kinemabesizer ein beschauliches Dasein zu führen.
Frankreichs Kampf um die Luftherrschaft. Der Pariser Matin" fordert die gesamte französische Presse auf, Schauflüge zu veranstalten, deren Ertrag sie dem Kriegsministerium zum Ausbau des Militärflugwesens überweisen soll, um Frankreich endgültig die Borherrs schaft in der Luft zu sichern. Der Verlag des„ Matin" stiftete selbst zu diesem Zweck die Summe von 50 000 Francs und der Herausgeber des„ Petit Journal", der Beranstalter des Flugs Parts- Rom, hat den gleichen Betrag gezeichnet. In der französischen Preffe wird der Vorschlag des" Matin" allseitig begrüßt und die Frage der französischen Vorherrschaft in der Luft lebhaft erörtert. Die Blätter sind der Meinung, daß durch den Ausbau der französischen Luftschiffahrt Frankreich in Zukunft den anderen Mächten gegenüber weit voraus set. Auf den jüngst erfolgten Aufruf zur Sammlung fitr das französische Militärflugzeugwesen haben jezi auch die Städte Cherbourg, St. Etienne, Dünkirchen und Pontoise dem Kriegsministerium größere Summer zur Verfügung gestellt.
Ein neues Wunder der Chirurgie auf dem Gebiet der Transplantation hat nach einer Meldung der Fas fchingsnummer der Münchener Neuesten Nachrichten Professor Schneidewitz in der Chirurgischen Klinik zu Jawodenn geleistet: Ein Patient hatte seinen Arm ver loren. Dieser war nicht wiederzufinden. Ein anderer war nicht vorhanden. Wohl aber fand sich ein Mann, der sich gegen angemessene Belohnung ein Stück feines ohnehin 7 Meter langen Darmes herausoperieren ließ. Professor Schneidewiz nahm diesen Darm, trennte mit einem scharfen Schnitt das D ab und heilte den Rest an den Oberarmstumpf des Patienten an. Die Operation gelang glänzend. Der Mann sieht jetzt so gut wie früher, ist ausgezeichnet bei Appetit und hört die längste Symphonie mit einem Ohre an!
Drabtnachrichten und neuestes.
Der Kaiser konferiert mit dem Reichskanzler, Berlin, 27. Februar. Der Kaiser besuchte heute vormittag den Reichstanzler. Keine Sonderbesteuerung des mobilen Kapitals. Berlin, 27. Februar. Die Zeitungsmeldungen, wonach zur Deckung des neuen Wehrbedarfs auch Sona dersteuern auf das mobile Kapital herangezogen werden sollen, entbehren, wie schon früher betont, feder Begründung.
Der Berliner Kämmerer Direktor des Zweckverbandes Groß- Berlin.
Berlin, 27. Februar. Stadttämmerer Steiniger ist mit 56 gegen 45 Stimmen, die auf Oberbürgermeister Votgt- Barmen fielen, zum Direktor des Zweckverbandes Groß- Berlin gewählt worden.
Zweieinviertel Millionen für die Festigung des Deutschtums in den Ost- und Nordmarken. Berlin, 27. Februar. Die Budgetkommiffion des preußischen Abgeordnetenhauses bewilligte heute gegen die Stimmen des Zentrums und der Polen 2 250 000 Mark zur Förderung und Befestigung des Deutschtums in den Ost- und Nordmarken.
Die Verhandlungen im Schneidergewerbe gescheitert.
Frankfurt a. M., 27. Februar. Die feit acht Tagen in Frankfurt geführten Verhandlungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitern in der Herrenmaßschnet deret sind, wie die Frff. 3tg." berichtet, nunmehr als gescheitert zu betrachten. Das letzte Angebot der Arbeitgeber ist gestern von den Arbeitern abgelehnt wor den.
Die Schießaffäre im englischen Unterhause. London, 27. Februar. Der Mann, der gestern im Unterhause Schiffe abfeuerte, heißt Samuel Henry. Er ist der Verfasser eines Buches mit dem Namen " Tolstoi und Meffias". Er ist offenbar geiftestrant, was auch daraus hervorgeht, daß er in größter Er regung schrte, heute würden alle Arbeiter ihre Werkzeuge niederlegen. Der Messias sei gekommen.
Begleiterscheinungen des Eisenbahnerstreifs in Argentinien.
Buenos Aires, 27. Februar. Die Eisenbahnunfälle mehren sich, da sich infolge des Eisenbahnerstreits die Einstellung ungeschulten Personals erforderlich gemacht hat. In der letzten Nacht erfolgte im Bahnhof von Morena ein Zusammenstoß zwischen einem Personenzuge und einem Güterzuge, wobet acht Bersonen schwer verletzt wurden. Ein zweiter Unfall ereignete fich gestern, als ein Personenzug mit großer Geschwindigkeit über den Prellbock hinweg in den Bahnhof in Constitucion fuhr. Dret Personen wurden getötet und zwanzig verlegt. An mehreren Punkten der Eisenbahnlinien kam es zu feindlichen Kundgebungen der Streifenden.
,, Das glaube ich Ihnen auf's Wort," meinte Oltvier, sich auf dem Stuhle hin und her schaukelnd.„ GottLob, ich bedurfte Ihrer nicht. Uebrigens war meine Rettung auch nicht in der Komödie vorgesehen."
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Was wollen Sie damit sagen?"
" Nichts mehr und nichts weniger, als daß die Sache abgefartet gewesen ist. Sie sollten die Kleine retten, Sie sollten sich dadurch bei meinem Vater einen neuen Stein im Brett erwerben; daß dies Spiel so gefährlich war, hat sie allerdings nicht vorbedacht."
" Ich vermag Ihnen auf diese Albernheit und Bosheit nicht zu antworten, Herr Leutnant," sagte Tyrolt verächtlich. Sie suchen offenbar Streit mit mir; aber ich will nicht weichen, da Ihres Vaters Geschäft dadurch leiden würde, das ohnehin durch Ihren Leichtsinn geschädigt wird."
,, Ste wagen es?"
„ Allerdings. Pumarquet wird durch Sie von der Arbeit abgehalten, betrunken gemacht und gegen mich aufgehezt. Ich habe ihn soeben entlassen."
" Den Teufel fönnen Sie entlassen, nicht Pumarquet," fuhr Olivier auf.„ Sie werden die Entlassung fofort zurücknehmen."
„ Das werde ich nicht tun. In der Fabrik bin ich Herr. Was ich einmal anordne, geschteht. Ehe ich mein Wort zurücknehme, würde ich von meinem Posten zus ritcktreten."
„ Nun denn, so scheren Sie sich zum Satan!" schrie der Erleutnant.„ Ich brauche Sie nicht, weder hier noch drüben. Und damit Sie es wissen, nte werde ich es gestatten, daß Sie hier festen Fuß fassen. Ich durch= schaue Sie, Sie haben die Absicht, um Desiree's Hand zu werben ist es nicht so?"
( Fortsetzung folgt.)


